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Die letzten Tage in Südafrika

Ich kann gar nicht glauben, dass das nun mein letzter Blogeintrag werden wird…

Während Andreas in Deutschland mit Arbeit und den Vorbereitungen unserer Rückkehr sehr eingespannt ist, verbringen wir die letzten Tage in Südafrika mit den Vorbereitungen unserer Abreise. Unvorstellbar, dass wir heute in 2 Wochen unseren Heimflug antreten werden. Während Sebastian seine 2. Woche im Praktikum bei der Immobilienagentur verbringt, gehen Johanna und Maxi noch fleißig in die Schule. Auf dem Nach-Hause-Weg sahen wir zufällig Sebastian, als er für seine Agentur einen Werbestand aufbaute.

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Am Dienstag Vormittag machte ich einen Ausflug zu einer der vielen China Märkte in Johannesburg. Dort sind in riesigen Lagerhallen kleine Geschäftchen, in denen man allen Schnickschnack aus Fernost kaufen kann. Handyhüllen, Handtaschen, Schmuck und vieles mehr. Ich habe mir einen neuen Gürtel gekauft, den ich dann 2 Tage später in die Altkleidersammlung geworfen habe, da er unerträglich intensiv nach Chemikalien gerochen hatte. Und ein Kleid mit afrikanischem Muster habe ich erstanden. Bei gegebenem Anlass werde ich es vielleicht irgendwann irgendwo eventuell auch einmal anziehen…

Nach meinem Sportprogramm am Mittwoch morgen klärte ich die letzten Details mit dem Partyservice für unsere Feier am Samstag ab und am Nachmittag war ich mit Johanna und Maxi beim Kieferorthopäden zur Abschlussuntersuchung.

Schön langsam kommt Torschluss-Panik bei mir auf und ich versuchte so viel wie möglich noch von Südafrika mitzunehmen. U. a. genoss ich jeden morgen den Sonnenaufgang von unserer Terrasse aus.

IMG_5573 Und auch beim joggen durch Silver Lakes nahm ich jede einzelne Palme wahr.

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Das war zwar nicht gerade förderlich für meine Laufgeschwindigkeit, aber jetzt ist wirklich der Weg das Ziel!!! Und mein nächstes Ziel am heutigen Tag war das Frühstück mit einigen netten Damen. Der Ehemann der Gastgeberin ist Jäger und die neueste Trophäe hängt mitten im Eingangsbereich.

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Mir persönlich sind sie lebendig lieber. Dann aber halt nicht im Haus!

Als die Kids am Nachmittag von der Schule zu Hause waren, räumten wir unsere Möbel zur Seite, damit wir am Samstag genügend Platz für unsere Gäste haben. Maxi ging anschließend zum Golfunterricht und ich drehte eine Runde, um die für Samstag noch benötigten Kühlgefäße bei Freunden auszuleihen.

Am Freitag morgen machte ich mich mit den Kids auf den Weg zur Schule und bat unseren Zeitungsverkäufer, der jeden Morgen an der Kreuzung vor unserem Estate immer für ein Schwätzchen zu haben ist, um ein Foto.

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Ich ließ die Kids an der Schule rausspringen und fuhr weiter zum Flughafen, um Andreas abzuholen. Ich hatte bereits im Radio gehört, dass die Autobahn zum Flughafen wegen Unfall gesperrt ist und machte mich dann „über Land“ auf den Weg zum O.R. Tambo. Anstatt 45 Minuten brauchte ich 1 1/2 Stunden und Andreas wartete bereits auf meine Ankunft. Auch der nach Hause Weg ging nicht schneller und ich wurde schon ein bisschen nervös, da ich um 11 Uhr eine Lieferung erwartete. Aber wir schafften es pünktlich und zu Hause hatte Christina bereits mit dem Putzen für morgen begonnen. LUXUS!!!

Am Nachmittag holten Andreas und ich noch ein paar Bilder ab, die wir zum Rahmen gebracht hatten und verstauten alle im Schlafzimmer. Schön langsam bekam ich ein bisschen Bedenken, ob die Umzugsfirma tatsächlich alles mitnimmt.

Der Samstag stand, nachdem Andreas beim Tennis war, ganz unter dem Motto „Farewell Party“. Auch mit Partyservice und Putzfrau ist komischerweise doch einiges zu erledigen und da wir noch nie eine Party mit 50 Personen gegeben haben (außer unser Hochzeit), waren wir ein bisschen nervös. Und waren sehr erleichtert, als es dann endlich 19 Uhr war und der Abend beginnen konnte!

Das Haus,

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das Essen,

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die Kellner,

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alles war bereit und nachdem alle Gäste eingetroffen waren

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und wir uns bei allen für ihr Kommen bedankt hatten,

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genossen wir den Abend mit unsern neuen Bekannten und Freunden.

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Leider nur so lange, bis und unsere Musikanlage einen Streich spielte und Andreas nach langem hin und her ihr wenigsten Musik in Zimmerlautstärke entlocken konnten.

Tja, dann wird halt nicht getanzt sondern nur geratscht und getrunken!

Hier mit Petra, Lehrerin an der Deutschen Schule und Mitglied bei der deutschsprachigen Gemeinde. Übrigens kommt sie auch aus Landshut!

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Oder mit meiner russischen Freundin Anna!IMG_5638

Und, und, und! Es war ein sehr netter Abend! Und als alle Gäste gegen 3 Uhr gegangen waren, ging auch unsere Musikanlage wieder!!!

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Am nächsten morgen kam ich nochmal in den Genuss von unserer Christina, die für ein paar Stunden Andreas und mir unter die Arme griff und sie spülte mit Andreas über 200 Gläser und sämtliches Geschirr, das den Geschirrspüler überforderte!

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Wir fuhren Christina gegen Mittag nach Hause. Sie wollte nicht, dass wir sie bis zu ihrem Haus fuhren und so ließen wir sie ein Stückchen früher raus. Sie wohnt mitten im Township Mamelodi und wir waren wieder sehr ergriffen, unter welchen Umständen die Menschen, 10 km von uns entfernt, wohnen.

Der Rest des Sonntages verlief dann eher ruhig und wir bereiteten uns auf die letzte Woche in Südafrika vor!

Nachdem ich am Montag morgen vom Sport und vom Brezen und Leberkäs bestellen für Andreas Abschiedsessen in der Arbeit zurück war, begann ich in der Küche schon mal die Dinge herauszusuchen, die die Möbelpacker morgen für uns in die Kisten geben sollen.

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Und bekam abermals Panik, ob die uns zustehenden Kisten ausreichen werden! Wir haben ja nur unsere Luftfracht in Seefracht-Stückgut umwandeln dürfen und irgendwie kann uns keiner ganz genau sagen, wieviel Kisten oder Kubikmeter das genau sind.

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Auch in jedem Zimmer lag ein Stapel, der morgen eingepackt werden musste.

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Sogar in die Garage stapelte sich die Gegenstände.

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Es war gar nicht so einfach, alles zu sortieren.

Es gab die Alternative

1.) in den Müll

2.) verschenken

3.) in die Umzugskisten

4.) in den Koffer

5.) in das Handgepäck

6. ) das bleibt im Haus, da es zur Wohnungseinrichtung gehört.

Am Montag Abend war ich dann fix und alle, hatte aber alles (hoffentlich) richtig sortiert. Natürlich haben die Kids fleißig mitgeholfen.

Pünktlich am nächsten morgen mit 1 1/2 Stunden Verspätung fuhr dann das Umzugsunternehmen vor.

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Dann kann es ja losgehen!

Fleißig packten die 4 Arbeiter die Kisten, wickelten sogar jede Tupperschüssel extra ein,

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verpackten die großen Gegenstände sorgfältig und gewissenhaft

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und waren nach 4 Stunden mit allem fertig.

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Dann kann die Reise für unsere Kisten schon mal los gehen.

Maxi blieb heute von der Schule zu Hause, da er ein wenig kränkelte. Er hat heute das Mittagessen für Christina zubereitet und zusammen machten sie es sich am Tisch gemütlich. Das ist eine Ausnahme. Normalerweise sitzt Christina nicht mit uns an einem Tisch. Ihr ist es lieber, sie isst alleine in der Garage auf einem Stuhl.

IMG_5680Als die Packer weg waren, fuhr ich mit Maxi zum Arzt, da er mal wieder starken Husten hatte und auch tagsüber Fieber bekam. Das ließen wir jetzt lieber mal kontrollieren, da wir ja vor kurzem bei den Victoria Fällen waren und dort Malaria-Gebiet ist. Dr. te Reh gab und für den Fall, dass das Fieber weiter steigt, die Kontaktadresse vom Labor mit, zu dem wir dann umgehend fahren sollten. Wir hatten Glück und das Fieber stieg nicht.

Am nächsten Tag ging es Maxi zwar besser, aber er konnte noch nicht zur Schule gehen. Somit fuhr ich nur Johanna in die Schule, holte dann Sebastian von zu Hause ab um mit ihm zum Kieferorthopäden zu fahren und auf dem Rückweg zur Schule machten wir kurz Halt im Supermarkt um für morgen für die Klassenkameraden der 3 Kids Kuchen zu besorgen.

Zum Ende der Schulzeit in Südafrika wird dann der Spint an der Schule zum Kühlschrank umfunktioniert.

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Beim Second-Hand-Schulshop gab ich die nicht mehr benötigte Schulkleidung ab und fuhr wieder nach Hause zum Maxi. Packte ihn, ausgestattet mit Tee ins Auto und wir fuhren weiter zu Beulah. Beulah ist die Mama von Maxis Schulfreund Lentsoe. Sie hat mich schon vor Monaten eingeladen, ihren Geburtsort Atteridgeville im Westen von Pretoria zu besichtigen. Und wie es so ist, haben wir es immer wieder hinausgeschoben und jetzt wurde es ganz schön eng, noch einen Termin zu finden. Um 10 Uhr fuhren wir in Pretoria East los und nach einer Stunde kamen wir bei ihrem Elternhaus an. Ihre Eltern leben immer noch in dem Haus aus Ziegeln bereits über 40 Jahren. Es war alles sehr ordentlich, Mama und Papa von Beulah überfreundlich und nach ein bisschen Small-Talk machten Maxi, Beula, Beulahs Vater und ich eine Spritztour durch Atterideville.  Die beiden waren sehr bemüht mir die Vergangenheit und Gegenwart ihrer Heimat nahe zu bringen. Wir besuchten eine der vielen Kirchen

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und eine Gedenkstätte.20170524_115008Natürlich durfte der Besuch des Fußballstadions nicht fehlen.

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Nach 2 Stunden machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause, da die Kids jetzt Schulende hatten.

Schnell Mittagessen auf den Tisch gebracht und ab ging es ins Badezimmer. Heute stand noch mein Abschieds-Katys-Abend in Johannesburg an und somit saß ich mit meinen Freundinnen um 16 Uhr mal wieder (und zum letzten mal) im Bus.

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Essen, Trinken, Lachen, Quatschen, Tanzen! Toller Abend mit tollen Mädels.

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Ganz k.o. viel ich nach Mitternacht ins Bett und der Wecker läutete viel zu früh!

Aber: Wer feiern kann, kann auch aufstehen! Und somit stand ich um 5.30 Uhr schon wieder in der Küche beim Frühstück machen.

Andreas machte sich um 6 Uhr auf den Weg zur Arbeit und die Kids mussten sich kurz von mir fotografieren lassen, da heute ihr letzter Tag in der Schuluniform ist. Morgen sind Bundesjugendspiele und da dürfen alle mit Sportkleidung kommen.

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Die drei fuhren um 6.45 Uhr mit dem Nachbarn in die Schule. Ich hörte mein Bett schon nach mir rufen, als ich mich daran erinnerte, dass wir in 4 Tagen Südafrika verlassen werden. Da kann man unmöglich die Zeit im Bett verplempern. Also machte ich mich mit meinem Fotoapparat bewaffnet um 7 Uhr aus dem Haus und ging eine Runde spazieren.

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Mal sehen, wie viele Sonnenaufgänge ich in Deutschland genießen werde.

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Aber um  9 Uhr musste ich los, um für Andreas´s Abschiedsfeier in der Arbeit Brezen, warmen Leberkäse und Getränke zu besorgen und brachte sie nach Rosslyn.

Unterwegs eines der gewohnten Anblicke am Straßenrand.

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Zum Schulschluss um 14 Uhr war ich wieder an der Schule und sah Maxi bei seinem letzten Fußballspiel mit der Schulmannschaft zu. 20170525_141935

Wieder zu Hause angekommen backte ich für Sebi seinen Geburtstagskuchen und fuhr mit ihm zum Einkaufen für seine Party.

Guten Morgen Geburtstagskind Sebastian! Um 5.30 Uhr tun wir uns noch alle schwer mit dem Lachen!

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Außer Sebi. Aber auch nur, weil er heute Geburtstag hat.

So, auf geht es zum letzten Arbeits- und Schultag in Südafrika! Ich freute mich auf meine Sportstunde und fuhr anschließend mein Auto zum BMW-Werk nach Rosslyn, damit Andreas es zurück geben kann. Jetzt können wir wieder einen Punkt auf der „to do -Liste“ streichen.

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Wobei ich mich bei meinem Besuch der BMW-Toilette gefragt habe, für was die in der Arbeit kostenlos Kondome verteilen…. Ich glaube, da muss ich mal genauer nachfragen!!!

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Andreas hatte für heute schon genug von der Arbeit und fuhr mit mir nach Hause um von dort aus noch ein wenig Heimarbeit zu erledigen.

Nach der Schule verbrachte Maxi den Nachmittag bei seinem Freund Kai und fuhr dann weiter zu seinem Freund Lasse, bei dem er heute übernachten darf. Johanna verschwand zu ihrer Freundin Pauline und somit hatte Sebi Zeit sich und unser Haus auf seine Geburtstagsparty heute Abend vorzubereiten. Da Andreas und ich leider nicht eingeladen waren, trafen wir uns im Clubhaus mit ein paar Freunden und verbrachten dort einen gemütlichen Abend. Das Handy lag in Hörweite auf dem Tisch, damit wir erreichbar waren, falls die Security wegen der Party Probleme macht. Aber das Telefon blieb stumm. Zwar besuchte die Security die Party 2 mal, es blieb aber bei einer kurzen Verwarnung an Sebastian, die Musik doch bitte etwas leiser zu stellen.

Andreas und ich schlichen uns um 23.30 Uhr in unser Schlafzimmer und wie vereinbart, verließen die Gäste bis 0.30 Uhr die Party. Bis auf die 6 Jungs, die über Nacht blieben. Sie räumten noch in der Nacht die Biertische auf und spülten das ganze Geschirr ab! Ich war völlig perplex, als ich am nächsten Morgen aufgestanden bin. Und während ich zum Semmeln holen gefahren bin, haben sie sogar die Terrasse, das Esszimmer und die Küche rausgewischt. Einfach so! Super gemacht Jungs!

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Während Maxi von Lasse nach Hause kam und dann gleich weiter zu Aimees Geburtstagsfeier fuhr, packten Andreas und ich die restlichen Kisten Brennholz, die wir noch vorrätig hatten, und brachten sie Christina nach Hause. Wir trafen uns mit ihr wieder dort, wo wir sie am Sonntag aussteigen haben lassen. Christina stieg zu mir ins Auto ein und Andreas wollte unbedingt das letzte Stück zu Fuß gehen. Christina erzählte mir, dass sie von ihrem Haus zur Bushaltestelle jeden Morgen 50 Minuten zu Fuß gehen muss. Dann wartet sie in einer langen Schlange, bis sie endlich in eines der kleinen Bustaxis steigen kann, um dann bis an die große Kreuzung von Silver Lakes zu fahren. Von dort sind es nochmal 3 km, die sie zu Fuß zu uns geht. Wobei sie zusätzlich noch in der Schlange bei der Sicherheitskontrolle am Tor unseres Estates warten muss. Unvorstellbar! Sie sagt, dass es oft 2 Stunden sind, bis sie von Haus zu Haus kommt. Einfache Strecke! Und das gleiche Abends wieder zurück!

An ihrer Haus angekommen, freuten sich ihre Kinder und Nachbarskinder sehr über unseren Besuch, wobei wir merkten, dass sich Christina nicht so besonders wohl fühlte in dieser Situation.

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Also luden wir die Kisten mir Holz und einige Tüten mit Lebensmittel aus und fuhren wieder nach Hause.

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Es ist schon ein komisches Gefühl, Christina einfach hier so stehen zu lassen. Sie war jetzt doch ein Teil unserer Familie die letzten Monate, hatte Einblick in unser Privatleben wie sonst keiner und die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns nie wieder sehen, ist leider sehr, sehr groß.

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Ohne jegliche Bedenken, uns könnte irgendetwas passieren, fuhren wir wieder von Mamelodi nach Hause. Wir mussten öfters die Straßenseite wechseln, da sich riesige Schlaglöcher vor uns auf taten. Die vielen Menschen auf den Straßen und Gehwegen verbreiteten eine gelassene, entspannte Stimmung und wir genossen unsere letzte Fahrt durch das Township.

Wieder zurück in Silver Lakes begann ich schon mal mit dem Koffer packen

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und am Nachmittag waren wir bei Andrea und Alois zum Kaffee eingeladen. Wir vereinbarten für Juli einen Termin, dass sie uns besuchen kommen, wenn sie auf Österreich-, Deutschland- und Kroatienurlaub sind. Maxi freut sich schon riesig, da Raphael, sein bester Freund in Südafrika, sogar an Maxi´s 11. Geburtstag bei ihm in Altdorf sein wird!

Am Abend fuhren wir mit Freunden ins Menlyn Casino in Pretoria, dass erst im April 2017 eröffnet wurde. 480983447Den Männern gefiel es von Anfang an sehr gut!

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Aber auch wir Frauen hatten unsern Spaß an diesem Abend und nach einem gemütlichen Essen beim Inder und ein paar Cocktails an auf der Dachterrasse

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waren wir dann doch froh, als wir wieder in unseren Betten lagen. Unsere Nächte sind z. Zt. nicht besonders lang und auch der Schlaf ist nicht sehr erholsam, da uns immer so vieles durch den Kopf geht.

Unser letzter Sonntag in Südafrika ist angebrochen.

Wir fanden Sebastian morgens nicht in seinem Bett, sondern im Wohnzimmer. Er hatte anscheinend auch Einschlafprobleme, wusste sie aber zu lösen.

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Natürlich gehört heute ein Besuch der Kirche dazu, um uns von einigen lieben Menschen, die uns sehr ans Herz gewachsen sind, zu verabschieden. Leider war heute der Gottesdienst nicht in der Kirche, sondern es fand ein ökumenischer Gottesdienst am Schulhof der Deutschen Schule statt. Doch zuvor mussten wir noch Johanna von Emma´s Geburtstagsübernachtungsparty abholen und warten, bis die Mädels mit dem Fotoshooting fertig waren.

Der Gottesdienst war gut besucht und Maxi saß mit seinen Freunden in der ersten Reihe, da sie eine kleine Szene auf der Bühne vorspielen mussten.

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Die Szene war aber so kurz, da gibt es kein Foto davon…

Und während Maxi im Schatten unter dem Zelt saß, machte ich es mir mit 3 Freundinnen in der Sonne auf den Treppen gemütlich. Wobei uns der Schatten während des Gottesdienstes einholte…

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Andreas saß auf der anderen Seite des Hofes und war in Gedanken vertieft.

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Als wir uns dann von Martina verabschiedeten, die das Projekt Phumula unterstützt und sehr, sehr sozial engagiert ist, hatten wir das erste Mal Tränen in den Augen. Jetzt wird es schön langsam ernst.

Wir verabschiedeten uns dann relativ schnell und nahmen nicht mehr am gemeinsamen Mittagessen teil. Das war uns dann doch zu viel. Außerdem hatten die Jungs heute Nachmittag noch ihre letzte Golfstunde und Familie Nicklaus besuchte uns noch, um sich von uns zu verabschieden mit einer super leckeren Erdbeerrolle.

Zum letzten Mal gingen wir dann zum Abendessen in unser Stammlokal MALT und genossen nochmal Steak und Burger und (zur Einstimmung auf Deutschland) Jägermeister.

Und dann ist er da!

Unser letzter Tag von unserem Abenteuer Südafrika!

Und irgendwie beginnt er, wie so viele Tage…

Andreas fuhr um 6 Uhr in die Arbeit, ich ging um 7 Uhr ins Fitness-Studio und die Kids schliefen aus. Um 9 Uhr kam Martina nochmal vorbei und holte all die Sachen ab, die uns gehörten, wir aber nicht mit nach Deutschland nehmen können/wollen. Es war mehr, als ich dachte und wir waren froh, dass wir einen Abnehmer fanden. Für den Müll wäre vieles zu schade gewesen. Auch mein Fahrrad hat jetzt einen neuen Besitzer und man glaubt gar nicht, wie viele Gewürze sich ansammeln…

20170527_114307 Die Maklerin kam um 11 Uhr vorbei und kontrollierte das Haus, beanstandete (noch) nichts und anschließend brauchte ich ein bisschen frische Luft. Das alles ist ganz schön emotional. Ich packte Johanna und Maxi und wir spazierten ein wenig durch Silver Lakes und wir genossen die letzten Stunden hier.

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Nachdem Andreas gegen 14 Uhr aus der Arbeit kam, waren schon alle Koffer gepackt und zu!!!

Noch schnell ein Gemeinschaftsfoto zum Abschluss


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 und dann ging es auch schon ab zum Flughafen mit unseren 10 Koffern (je 32 kg) und 10 Handgepäck (je 8 kg).  Unser Shuttle-Fahrer fragte uns, wohin und wie lange wir in den Urlaub fliegen. Als ich dann sagt, wir ziehen gerade aus dem Haus aus, hatte ich einen großen Kloss im Hals.


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Wir hatten am Flughafen noch einigen Papierkram zu erledigen und bis wir unser ganzes Gepäck aufgegeben hatten, verging die Zeit fast wie im Fluge. Da wir heute das Privileg hatten, in der Business-Class zu fliegen, wollten wir uns natürlich die Business-Lodge nicht entgehen lassen. Andreas und ich gönnten uns gleich ein Gläschen Alkohol. Der Barkeeper sah mir wohl an, dass es mit einem Gläschen nicht getan ist und füllte mir ein 200ml Glas mit Amarulla (ohne Eiswürfel!).

Die Kids freuten sich über Coke und Appletiser zum Abwinken und plünderten das Buffet.


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Unseren Flug von Johannesburg nach Frankfurt brachten wir ohne Probleme hinter uns (ist in der Business-Class auch sehr entspannend) und stiegen morgens gegen 5.45 Uhr aus dem einen Flieger aus und in den nächsten ein.

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Der Flug nach München verging sehr schnell und wir wunderten uns, warum wir vor den Flügen immer so genervt von der langen Flugzeit waren. Aber im Nachhinein ist alles halb so schlimm.  Unsere Gepäckstücke kamen relativ flott am Band angefahren und über den beschädigten Koffer regten wir auch nicht auf, da wir in Zukunft selten 10 Koffer gleichzeitig gebrauchen werden.

Glücklicher Weise wurde unser Wunsch erfüllt und es empfang uns keiner am Flughafen. Nur der Taxifahrer wartete auf uns und half uns, das Gepäck in seinem Kleinbus zu verstauen.

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Voller froher Erwartungen und alle ein bisschen aufgekratzt, machten wir uns auf die letzte Etappe unseres Südafrika-Abenteuers. Und freuten uns riesig, dass sich auch zu Hause anscheinend ein paar freuten, dass wir wieder da sind.


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 Noch schnell ein „Wir sind wieder zu Hause Foto“


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 und damit ist das Abenteuer vorbei.

Eigentlich….

Andreas meint, unsere „Wir sind wieder Dahoam-Party“ gehört auch noch mit dazu.

Also:

Nachdem wir am Dienstag in der Früh glücklich gelandet sind,  wir schon vor einigen Wochen das Planen begonnen haben, organisierten wir für Freitag Abend ein kleines Zusammentreffen mit allen, die wir vermisst haben.

Während die Kinder und Andreas am Donnerstag in die Schule und Arbeit verschwanden, packte ich die Koffer aus und bereitete die Party vor.  Am Freitag hatten wir dann Glück mit dem Wetter


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und freuten uns riesig, dass sich so viele Zeit genommen haben, zu uns zu kommen!

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Leckere Würstlsemmeln:

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Und während die Erwachsenen in der Einfahrt  verweilten, hatte die Jugend im Garten ihren Spaß.

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Die letzten Fotos der Party waren leider nicht mehr ganz so scharf…


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Aber irgendwann ist auch diese Party aus….

Aus und vorbei…

Genau wie unsere Zeit in Südafrika…

Fazit:

Wir waren sehr gerne in Südafrika, haben vieles erlebt, gesehen und kennengelernt, möchten davon nichts und niemanden missen und bereuten es keinen Augenblick. Wir werden sicherlich alle irgendwann einmal wieder dorthin fliegen.

Südafrika wird bei jedem von uns 5 für den Rest unseres Lebens einen Platz in unserem Herzen haben.

Und trotzdem sind wir wieder glücklich, dahoam zu sein!!!!

 

Viel passiert und erlebt

Es ist nun höchste Zeit, die vergangenen Wochen (Monate) Revue passieren zu lassen.

Heute ist bereits der letzte Samstag im Januar und nachdem Andreas seine Tennisstunde absolviert hatte, fuhren wir wieder zum Alfonso Kinderheim.  Wir malten und kneteten mit den Kids und Sebastian spielte mit den großen Jungs draußen im Regen Fußball.

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Als kleine Stärkung für zwischendurch verteilten wir Obst an die Jungs und Mädchen und Maxi hatte einen neuen Freund namens Banele gefunden.

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Und während im Aufenthalts-/Speiseraum reges Treiben herrschte, schlief im Nebenraum

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ein kleines süßes Mädchen in ihrem Gitterbettchen.

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Zufälligerweise machten wir heute auch Bekanntschaft mit einem Ärzteehepaar aus Brannenburg in der Nähe von Rosenheim. Sie verbringen jedes Jahr ca. 3 Monate in Südafrika und kümmern sich um Kranke in den Dörfern und u. a. auch um die Kids des Kinderheimes. Sie haben schon in vielen Ländern gelebt, hauptsächlich in der „Dritten Welt“, haben 5 Kinder adoptiert und sind so engagiert, dass man davor den Hut ziehen muss…

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Den Jungs und Mädels wurde dann das Mittagessen serviert. Wobei einige Kids bei der Vorbereitung in der Küche mithelfen mussten. Brot und Wurst schneiden und auf den Tellern verteilen.

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Das Weißbrot schmeckt uns auch gut, was man von der rosaroten Wurst nicht behaupten kann… Und die Suppe, die es dazu zu trinken gab, wollte keiner von uns probieren!

Dem kleinen Banele schmeckte das Weißbrot mit Soße aber so lecker, dass er den ganzen Teller voll aufaß und sich nicht aus der Ruhe bringen ließ. Maxi und Andreas verfolgten währenddessen das Fußballspiel auf der Wiese.

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Als Nachspeise hatten wir für alle 70 Muffins mitgebracht, die Johanna gestern mit ihren Freundinnen gebacken hatte und als diese alle verzehrt waren, machten wir uns wieder auf den Heimweg.

Andreas und ich hatten abends noch einen Termin in der „Hangover Bar“ mit 2 befreundeten Pärchen. Bei Live-Musik haben wir einen gemütlichen und lustigen Abend verbracht. Den Sonntag haben wir genossen und mit Nichtstun verbracht.

Am Mittwoch der darauf folgenden Woche feierten wir den Geburtstag von Kerstin nach. Natürlich im Katys in Johannesburg…

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und genossen auch den tollen Sonnenuntergang in Johannesburg.

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Und wie es manchmal so kommt, mussten wir alle am nächsten Morgen zum Geburtstagsfrühstück von Annette. Der Bubbly- (Sekt-) Umsatz war an diesem Tag sehr gering.

Die Kinder waren in der Schule diese Woche sehr gefordert und zusätzlich war am Samstag auch noch Sporttag. Schwimmfest. Das wird mit Cheerleading und allem Drum und Dran zelebriert. Das Chearleading und das Drum und Dran fanden unsere Kids toll, das Schwimmen eher weniger…

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Am Sonntag Vormittag besuchten wir den ersten Gottesdienst des neuen Pfarrers für die Deutsche Katholische Gemeinde Pretoria. Herr Halbe ist nun für Johannesburg und Pretoria zuständig, da die Priesterstelle für Pretoria gestrichen wurde. Mal sehen, wie das in Zukunft sein wird. Abends trafen wir uns mit der Familie, mit der wir nächstes Wochenende gemeinsam wegfahren, um Organisatorisches (bzw. eigentlich nur Getränke und Mahlzeiten) zu besprechen.

Am Dienstag morgen rief Christina, unsere Haushaltshilfe an, dass sie leider nicht kommen kann, da in Mamelodi Unruhen sind und die Straßen gesperrt sind. Am nächsten Tag stand in der Zeitung, dass einige Autos angezündet wurden und es leider auch Verletzte gab.

Diese Woche hatte ich wieder Tuck-Shop-Dienst, die Kids Kieferorthopädentermin und wir alle freuten uns auf das Wochenende in Komati Gorge! Gleich nach der Schule und als Andreas ausnahmsweise mal eher von der Arbeit nach Hause konnte, starteten wir gegen 15 Uhr. Wir hatten 2 1/2 Stunden Fahrt vor uns. Die letzten 10 Kilometer ging es auf einem Feldweg unserem Ziel entgegen.

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Erfreut kamen wir am Ziel an und gönnten uns zur Belohnung ein Gläschen Sekt und ein Fläschchen Bier.IMG_2260Die Kids waren während dessen schon ganz fleißig in der Küche beschäftigt:

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Die Mädels mehr, die Jungs weniger!

Am Lagerfeuer mit lecker gegrillten Würstchen und Rinderfilet machten wir uns einen gemütlichen Abend.

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Am nächsten Morgen machten die Kids noch vor dem Frühstück eine Tretboottour auf dem Fluss unterhalb unseres Hauses

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und nachdem wir einen Kaffee/Tee getrunken haben, nahm Andreas die Verfolgung auf.

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Am späten Vormittag stiegen die Kids dann vom Boot aus und bei den Pferden auf um die Gegend zu erkunden. IMG_2333

Die Erwachsenen genossen währenddessen die Ruhe im Haus und nachdem die Kids wieder alle heil und hungrig vom Reiten zurück kamen, gab es einen Mittagssnack und dann machten wir uns auf zum Wasserfall.

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Schön langsam wurde es Zeit, dass Abendessen vorzubereiten. Heute soll es einen Eintopf geben, der 3 Stunden auf dem Grill kochen soll. Da fängt man lieber rechtzeitig an!

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Währenddessen genoss Maxi, dass er endlich das Kanu für sich alleine hatte!

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Schön langsam ging die Sonne unter und unser Eintopf war auch fertig.

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Schmeckte superlecker, aber irgendwie waren wir alle noch nicht ganz satt und hatten alle auch noch Lust auf was „Fleischiges“.

Zum Glück hatten wir noch ein Stückchen dabei, dass wir auf unseren Grill legen konnten.

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Nun waren wir aber alle satt. Man glaubt es kaum!

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Schwer und müde fielen wir ins Bett.

Am Sonntag morgen machte ich mit Andreas einen Spaziergang zum Wasserfall. Ich hatte keine Lust mehr zum Rutschen am Wasserfall, da mir von gestern mein Hintern noch so weh tat!

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Aber die Kids waren nochmal voll in ACTION!

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Aber irgendwann ist es dann doch soweit gewesen, dass wir uns auf den Heimweg machen mussten… Das erste Stück mit dem Boot

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aber den Rest dann doch lieber mit dem Auto. Vorbei an paar Zebras

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und ein paar zuckersüßen Eselbabys.

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Zu Hause angekommen hieß es erst mal wieder Kofferraum ausräumen und dann mussten noch auf die Schnelle die Hausaufgaben für morgen gemacht werden. Die Kids hatten ja alle bis jetzt noch keine Zeit dafür gehabt.

Zu den alltäglichen Terminen kam diese Woche nur das Vorbereiten meines Mädchenausfluges am Freitag morgen nach Kapstadt dazu. Doch am Donnerstag Nachmittag passierte dann mal wieder eine kleine Geschichte:

Maximilians Kinderzimmertüre ist seit längerem defekt. Wir kamen vor längerem auf die Idee, das Schloss einfach zuzusperren, damit, falls die Türe zufällt, diese sich nicht versperrt. Funktionierte super, Maxi konnte halt nur die letzten Wochen seine Türe nicht zumachen… Jetzt meldeten sich aber für Donnerstag Nachmittag die Handwerker an, aber leider zu einer Zeit, als ich die Kids von der Schule holen musste. Also bat ich Christina, den Handwerkern zu öffnen und ihnen das Problem zu schildern. Damit ich es ihr verständlich erklärte, führe ich ihr das Problem vor. Ich schloss das Türschloss auf, zog die Türe zu, der Stift schnappte ein und die Türe ging nicht mehr auf. Mist, ich bin ja ein Trottel!!! Gott sei Dank stand ich im Gang und nicht im Zimmer! Zwar weiß jetzt Christina das Problem, aber die Türe ist jetzt zu. Naja, halb so schlimm, die Handwerker kommen ja bald. Hmmmm, dachte ich…. Natürlich kamen sie nicht, auch nach mehrmaligem anrufen nicht… Die Türe war zu und ging auch nicht mehr auf. Jetzt standen wir davor. Die Handwerker versicherten mir, morgen zu 100% zu kommen. Das hilf uns aber heute nichts. Und morgen musste ich um 5 Uhr in der Früh weg, Andreas um 6 Uhr und die Kids um 6.45 Uhr. Bis 15 Uhr war keiner zu Hause… Also schlief Maxi bei uns im Bett, zog am nächsten Morgen die gleichen Klamotten an wie Tags zuvor und am Freitag Spätnachmittag, kamen dann die Handwerker und versuchten die Türe zu öffnen. Schafften sie auch. Mit viel Anlauf und Schwung…

An diesem Freitag Morgen machte ich mich um 5 Uhr mit Nadja, Kerstin und Andrea auf den Weg zum Wonderboom Flughafen nach Pretoria. Nachdem wir unsere Koffer aufgegeben hatten, machten wir es uns bei einer Tasse Kaffee/Tee gemütlich und dann stiegen wir in das Flugzeug Richtung Kapstadt ein.

Nach ca. 2 1/2 Stunden Flug landeten wir und trafen uns dort mit Corinna, die von Johannesburg aus nach Kapstadt geflogen war. Wir holten unseren Kleinbus von der Mietstation ab. Und machten uns gleich auf den Weg zum Weingut

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Nachdem wir, ich glaube, 6 verschiedene Weine probiert hatten bekamen wir noch eine kurze Führung durch den Weinkeller. Da haben wir uns alle sehr wohl gefühlt zwischen dem ganzen Holz…

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Aber leider mussten wir ja weiter, wir hatten ja heute noch einiges vor! Unsere nächste Station war Tokara. Wieder ein Weingut. Aber wenn man schon mal hier ist, dann muss man die auch ausprobieren!Wir entschlossen uns aber, diesmal keine Weinprobe zu machen, sondern nur Mittag zu essen. Aber natürlich nicht ohne eine Flasche Wein!

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Mittlerweile war es früher Nachmittag und unser Weindurst war gesättigt. Also machten wir uns auf zu unserer Unterkunft, die mitten in Kapstadt lag. Wir hatten über Airbnb ein Appartment mit direktem Blick auf den Tafelberg gebucht. Nicht nur der Blick war traumhaft,

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sondern die ganze Wohnung.

Das war der Blick vom oberen Schlafzimmer ins Wohnzimmer IMG-20170301-WA0021

und das war Nadja und mein Bett:

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Schweren Herzens verließen wir aber doch nochmal die traumhafte Wohnung, denn wir mussten zur Waterfront. Dort hatten wir eine Sundowner-Tour mit einem Segelschiff gebucht. Und natürlich hatten wir die Tour, bei der der Sekt inclusive war….

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Es war ganz schön windig draußen auf dem Meer. Netterweise teilte die Crew Decken aus, die ich am dringendsten von allen benötigte!Nachdem die Sonne untergegangen war, kehrten wir zwar nicht mehr durstig, aber hungrig in den Hafen zurück. Wir entschieden uns für den nächsten Italiener und schon nach 1 1/2 Stunden (21.30 Uhr) bekamen wir unsere Nudeln reserviert. Selbst der Wein konnte dann unser Laune nicht bessern. Nach dem Essen waren wir aber alle dann wieder glücklich, entschieden uns aber trotzdem, nach Hause zu fahren. Das Nachtleben in Kapstadt können wir ja auch noch morgen genießen.

Leider ging die ganze Nacht der Wind, wofür Kapstadt auch bekannt ist und im 8. Stock blies es ganz schön wild. Auch hier sind die Fenster nicht dicht und es pfiff durch alle Ritzen und Fugen. Da half selbst das gemütliche Bett nichts, wenn es die ganze Nacht so laut ist. Dementsprechend müde krochen wir am nächsten morgen aus den Betten. Kerstin und ich sprangen zur Abfrischung  in den Pool, der auf dem Dach des gegenüber liegenden Hauses lag. Nein, nicht von unserem Balkon aus, sondern wir fuhren mit dem Lift nach unten, raus aus unserem Haus, rein ins andere Haus, mit dem Lift nach oben. Und alles in Badelatschen, Handtuch und Bikini. Wobei ich meine Badelatschen zu Hause vergessen hatte…

Auf dem Plan für heute stand, nach einem gemütlichen, leckeren Frühstück in Camps Bay

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die Fahrt an der Küste entlang bis zum Leuchtturm am Cape Point. Unterwegs dorthin machten wir einige Fotostopps. Wir sind ja Touristen, auch wenn Andrea seit 20  Jahren und Corinna seit 45 Jahren in Südafrika wohnen.

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20170218_121344Am Leuchtturm trafen wir zufällig den Burschen wieder, der gestern mit auf der Bootstour dabei war. Er fragte uns gleich ganz aufgeregt, ob wir ein Foto machen könnten. Wir wollten uns gerade in Position bringen, als wir merkten, dass wir nur ihn fotografieren sollten. Er weiß wahrscheinlich bis heute nicht, warum wir alle so lachen mussten.

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Vom Leuchtturm aus fuhren wir weiter zum CAPE OF GOOD HOPE und machten ein schnelles Foto im Nieselregen.

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Wir beschlossen nun in eine urige Kneipe in Simons Town zu fahren und vergasen dort ein wenig die Zeit. Plötzlich mussten wir uns entscheiden zwischen nach Hause fahren und aufbrezeln oder noch eine Flasche Wein zu trinken. Wir entschieden uns für zweiteres.

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Zum Abendessen in Camps Bay waren wir mit Birgit verabredet, die auch zufällig dieses Wochenende mit Besuch aus Deutschland in Kapstadt verbringt. Unaufgebrezelt hatten wir dann ein gemütliches Abendessen und entschieden uns auch so wie wir waren in einen der angesagtesten Clubs in Kapstadt zu gehen. Zum Glück hatten wir nicht unnötig Zeit im Bad verbracht. In dem Club fühlten wir uns alle nicht wohl, die Musik war nicht nach unserem Geschmack und auch das Puplikum war nicht so, wie wir es gerne gehabt hätten. Und somit waren wir dann noch vor Mitternacht in unserem Appartement und hörten den Rest der Nacht wieder dem Wind zu.

Am Sonntag morgen verzichteten wir auf den Pool-Besuch und schlenderten durch die Stadt. Wir machten eine kurze Frühstückspause in einem Kaffee und fuhren dann mit dem Taxi zur Waterfront in das große, neue Einkaufszentrum zum Shoppen. Nach einem kleinen Mittagssnack in der Markthalle fuhren wir wieder in unser Appartement, packten die Koffer in unseren Bus und machten uns auf den Weg zum Flughafen. Kurz noch den Bus abgegeben

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und schwupp, saßen wir schon wieder im Flugzeug nach Hause. So schnell vergeht ein Mädels-Wochenende. Leider. Aber trotzdem haben wir uns alle auf unsere Familien gefreut und ich hoffe, sie sich auch auf uns…

Am nächsten Morgen fuhr ich dann um 7 Uhr bereits wieder zum Flughafen. Aber dieses mal nach Johannesburg. Meine Mama abholen. Juhu! Ca. 2 Stunden nach der Landung kam sie dann endlich aus dem Flughafengebäude. Heute waren die Herren und Damen an der Passkontrolle nicht besonders schnell. Wir fuhren auf direktem Weg nach Hause, da meine Englisch-Lehrerin schon fast vor der Türe stand und auf mich wartete. Zum Glück musste ich dann nur die Kids um 14 Uhr und um 15.45 Uhr von der Schule abholen. Das Reiten-Fahren mit Johanna hat heute eine andere Mama übernommen. Zum Mittagessen gab es für Johanna, Oma und mich dann den Rainbow-Cake, den Johanna für Oma gebacken hatte.

Ich war froh, dass meine Mama genauso müde war, wie ich und wir an diesem Abend früh ins Bett gehen konnten.

Am Mittwoch machten wir einen Ausflug zum Hartbeesportdam. Dort besichtigten wir im Regen die Staumauer

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und den Handwerkskunst-Markt. Auf dem Farmer Market kauften wir dann frisches Obst und Gemüse sehr günstig ein. Hier gibt es auch viele deutsche Produkte, aber bei den Preisen vergeht einem der Appetit darauf. Mit einem vollen Kofferraum machten wir uns wieder auf die Heimfahrt nach Pretoria, wo die Kids zu Hause schon auf uns warteten. Sie sind alle von Freunden von der Schule heim gebracht worden. Und während in Deutschland alle Frauen im Weiberfasching unterwegs waren, ließ sich Johanna von mir und Oma über 30 Zöpfe flechten.

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Am Freitag machten wir zu zweit einen kleinen Spaziergang durch unser Estate und konnten eine über 30 cm große Echse entdecken.

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Am Nachmittag leistete Oma, Sebastian Gesellschaft bei seiner Golf-Stunde.

Am Samstag fuhren Johanna, Maximilian, Oma und ich um 5 Uhr nach Pilansberg um Tiere zu beobachten. Sebastian blieb zu Hause, er hatte an diesem Tag ein Golfturnier und Andreas genoss die Ruhe zu Hause.

Nach 2 Stunden Fahrt standen wir am Gate vom Nationalpark. Leider war diese Einfahrt geschlossen, da es in den letzten Tagen so viel geregnet hatte und die Straßen hinterhalb des Gates unbefahrbar waren. Also mussten wir nochmals 20 Kilometer zum nächsten Eingang fahren und dann konnte die Safari los gehen.

Gleich zu beginn trafen wir auf eine Gruppe Giraffen am Straßenrand.

Im Schritttempo fuhren wir weiter. Die Straßen waren durch den Regen wirklich schlecht und ich war schwer damit beschäftigt, den vielen Schlaglöchern auszuweichen. Plötzlich sah ich in der Ferne zwischen all dem nassen Grün etwas helles liegen. IMG_2623

Bremse gedrückt und den Zoom eingestellt:

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Da lag doch tatsächlich ganz entspannt ein Löwe im Regen. So konnte es gerne weitergehen. Aber irgendwie waren die Tiere doch nicht so von den Regentropfen, die immer mal wieder vom Himmel fielen, begeistert und machten sich rar. Nur den Hippos war der Regen wohl egal.

Und dem winzigen, ca. 10 cm langem Krokodil wohl auch.

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Nach ca. 8 Stunden Safari und entschlossen wir zu unserer Lodge zu fahren. Wir hatten eine Übernachtung gebucht, damit wir morgen in das nahe gelegene Sun City weiter fahren können. Auf dem Weg dorthin trafen wir auf ein Nashorn, dass ganz nah an uns vorbei wanderte.

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Wir hatten heute einige Tiere gesehen, auch mehrere Herden Giraffen, Affen und Antilopen, aber die Elefanten versteckten sich sehr gut.

Nach den vielen Stunden im Auto haben wir uns eine Erfrischung an der Lodge verdient.

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Beim Einchecken in der Lodge erfuhren wir, dass die Übernachtung mit Dinner und Frühstück auch noch eine Safari-Tour beinhaltet. Das bedeutete, dass wir am nächsten morgen um 5 Uhr an der Rezeption sein mussten. Wir waren nicht wirklich ausgeschlafen um diese Uhrzeit, aber gleich hellwach, da im ganzen Gebäude kein Strom war und wir uns unsere Kleidung und alles andere mit Hilfe der Handy-Taschenlampe suchen mussten. Die Begeisterung von Maxi hielt sich auch um 6.30 Uhr noch in Grenzen.

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Auch der schöne Sonnenaufgang konnte Maxis Laune nicht bessern.

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Unser erstes Tier war heute ein Jakal.

Unsere Rangerin erhielt über Funk die Mitteilung, dass die Löwenfamilie mit Jungen von einem anderen Ranger gesichtet wurde. Sie entschloss, zu dem relativ weit entfernten Gebiet zu fahren. Als wir dort ankamen, waren sie dann leider schon verschwunden. Auch die Suche von der anderen Seite des Geländes war erfolglos. Wir entschieden, nun eine Frühstückspause zu machen und unser Glück dann anschießend nochmal zu probieren.

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Das Wetter war heute um einiges besser. Ehrlich gesagt, war es heute der erste Sonnentag nach 7 Tage Regen!!! D. h., das waren die ersten Sonnenstrahlen, die meine Mama seit ihrer Ankunft in ZA gesehen hat!

Nach der kurzen Pause sprangen wir wieder auf den Truck auf

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und hatten weiterhin Pech auf der Suche nach den Löwen. Auch die Elefanten hielten sich in dem Teil des Parks auf, der keine Straßen hat. Aber trotzdem sahen wir einige Tiere, heute viele Zebras. Dann war aber auch schon die 3 1/2 stündige Tour vorbei und wir freuten uns auf das ausgiebige, leckere Frühstück. Anschließend fuhren wir weiter nach Sun City. Hier gibt es einige riesige Hotels mit Spielcasinos und u. a. auch eine riesige Badelandschaft. Die war heute unser Ziel.

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Als wir uns von dem anstrengenden Vormittag erholt hatten, rutschen wir einige Male die verschiedenen Rutschen hinunter.

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Bevor wir uns aber völlig verausgabten, machten wir uns auf den Heimweg. Bis nach Pretoria waren es ja noch 2 Stunden Fahrt und zu Hause warteten ja auch noch 2 auf uns.

Am Dienstag Morgen fuhr ich zusammen mit meiner Mama nach Johannesburg. Mit dem Auto ging es bis nach Pretoria zum Bahnhof und von dort aus mit dem Gautrain-Zug in die Innenstadt von Johannesburg, dem Start der Red Bus Tour, die wir für heute geplant hatten. Nach 45 Minuten Bahnfahrt kamen wir an der Park-Station an und fanden auch gleich das Büro der Bus-Tour.
10 Minuten später saßen wir schon auf dem Oberdeck des Busses.

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Wir besichtigten vom Bus einige Sehenswürdigkeiten und stiegen wir am Carlton-Tower aus, fuhren in den 50. Stock und genossen die 360 Grad-Aussicht auf Johannesburg. Weiter ging es durch verschiedene Stadteile und

beim Apartheitsmuseum stiegen wir in einen kleineren Bus um, damit das Township SOWETO zu besichtigen. Natürlich machten wir auch einen Halt am Hector-Pieterson-Museum und nach einer kurzen Führung gingen wir eine Runde über den naheliegenden Markt.

Nachdem uns die Guids alles Wissenswerte über SOWETO erzählt hatten und wir 2 Stunden kreuz und quer durch das Township fuhren, stiegen wir wieder in den großen Bus um und fuhren zum Constitution Hill und besichtigten dort das Gefängnis. Nun hatten wir genug Sehenswürdigkeiten abgeklappert und machten uns mit Bus, Bahn und Auto wieder auf den Weg nach Hause. Da wir keine Zeit mehr hatten, etwas anständiges auf den Tisch zu bringen, entschieden wir uns für eine Pizza im Clubhaus. Dienstag gibt es immer 2 für den Preis von einer. Da muss man ja ab und zu mal zuschlagen.

Am Mittwoch schnürte ich ein Paket mit alten Büchern, CD´s und DVD`s für den Bücherflohmarkt morgen an der Schule. Einen kleinen Strich durch meine Planung der nächsten Tage machte mir meine Blasenentzündung, die ich nun mit mir mitschleppte.  Somit hatte ich aber genügend Zeit um 2 Kuchen zu backen und Krautsalat für 25 Personen mit Hilfe meiner Mama für den Tag der offenen Türe an der Deutschen Schule vorzubereiten. Zum Glück war ich am Samstag wieder fit und nachdem wir die Kids an der Schule abgegeben hatten (sie hatten heute wegen dem Tag der offenen Türe den ganzen bis 13 Uhr Unterricht) spielte Andreas eine Runde Tennis und ich fuhr mit Mama zum Burenmarkt.

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Wir entschieden uns, dort kein Fleisch zu kaufen.

Dafür deckten wir uns mit Brot, Gemüse, Blumen und ein bisschen Schnickschnack ein. Vollgepackt fuhren wir nach Hause, luden den Kofferraum aus, luden Andreas ein und fuhren weiter zum Irene-Market.

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Dort probierten wir erst einmal eine halbe Bier und schlenderten zwischen den vielen Ständen mit Handwerkskunst. Natürlich fanden wir auch hier ein paar Dinge, die wir unbedingt benötigten. Schön langsam mussten wir uns auf den Weg machen, da wir Maxi von der Schule abholen mussten. Sebi war am Nachmittag bei einer Musikveranstaltung an der Schule als Kellner eingeteilt und Johanna mit Klassenkameradinnen für die Kinderbetreuung zuständig.

Natürlich wollte Maxi dann auch noch nicht nach Hause und wir fuhren dann ohne Kids und holten sie alle 3 dann erst um 16 Uhr ab. Währenddessen machte ich für die Party, auf die wir abends eingeladen waren, einen Obazdn und genossen die Ruhe zu Hause. Andreas und ich  hatten einen schönen, gemütlichen Abend bei Daniela und Oliver zusammen mit einigen anderen Pärchen und Oma passte zu Hause brav auf die Kinder auf. Wie in früheren Zeiten….

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Dass der Sonntag ein bisschen gemütlicher ablief, kann man sich ja denken. Dafür startete die nächste Woche am Montag gleich mit einem Ausflug von Mama und mir in die China Town in Johannesburg. Wir fuhren mit einer Gruppe Damen von Silver Lakes und der Deutschen Schule und machten eine Führung durch die älteste China Town in Joburg.

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Wer wollte, konnte sich auch mit ein paar Büchern eindecken.

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Und während wir unser Sightseeing-Tour zum Chancellor House, in dem Nelson Mandela sein Büro hatte, fortsetzten,

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mussten andere für ihren täglichen Lebensunterhalt kräftig schuften.

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Das berührt einen immer wieder. Auch wenn es hier zum tagtäglichen Straßenbild gehört.

Bevor wir in einem chinesischen Restaurant zu Mittag aßen, besichtigten wir noch einen Chinesen-Shop und kauften auch ein paar Kleinigkeiten. Der Türsteher, bewaffnet mit Schlagstock, musste uns erst 2 Gittertüren öffnen, damit wir den Laden betreten konnten. Im Inneren gab es über Nudeln, Kokosmilch oder Teeservice alles mögliche zu kaufen.

Gesättigt fuhren wir anschließend wieder nach Hause um Johanna pünktlich um 14.10 Uhr von der Schule abzuholen. Netterweise fuhr heute wieder Annette zum Reiten und so mussten wir nur noch die Jungs um 15.45 Uhr von der Schule holen, dass Mama für mich übernahm.

Den Dienstag verbrachten wir zu Hause und am Mittwoch fuhren wir in der Früh nach Pretoria zum Union Building und genossen die Aussicht auf Pretoria.

Ein paar Schulklassen machten heute auch einen Ausflug zur Mandela-Statue. Ein paar Kids wollten unbedingt, dass ich ein Foto von meiner Mama und ihnen mache. Hab ich auch getan.

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Anschließend besichtigten wir den Zoo von Pretoria. Dieses mal ohne unsere Kids, dann gab es keine Streitereien, wer das Golfcart fährt.

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Im Zoo war heute auch viel los. Einige Schulklassen und auch Kindergartengruppen waren unterwegs und haben an verschiedenen Stationen wissenswertes über Fauna und Flora erfahren.

So eine Menge Kinder brauchen auch eine Menge Verpflegung.

Selbstverständlich haben wir aber auch Tiere im Zoo besichtigt. Über Gorillas, Tiger, Flamingos, Elefanten, Büffel natürlich auch Hippos

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und einen Geparden.

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Viel zu schnell verging leider die Zeit und wir mussten den Zoo wieder verlassen. Nachmittags verbrachte ich dann mit Sebastian und Johanna beim Kieferorthopäden und Maximilian hatte Englisch-Nachhilfe. Am Abend war ich dann das erste mal auf der Klassensprecherversammlung an der Schule. Da sich in Johannas Klasse keiner freiwillig gemeldet hatte, haben Annette und ich uns angeboten, die Aufgabe für das erste Schulhalbjahr zu übernehmen. Bis jetzt gab es noch nicht viel zu tun. Aber nach der 3 1/2 stündigen Sitzung habe ich es bereut, mich gemeldet zu haben. Ich weiß gar nicht mehr alles, über das geredet wurde, da ich hin und wieder mit meinen Gedanken schon zu Hause in meinem Bett lag. Um 22.30 Uhr atmeten wir alle lautstark auf, als der Schulleiter endlich das Ende der Sitzung bekannt gab. Da geh ich nimmer hin!!!

Am nächsten morgen fiel das Aufstehen dann ein wenig schwer, aber da wir heute Corinna zur Inspektion des Peermont Hotels incl. Frühstücksbrunch begleiten durften, war die Müdigkeit schnell verflogen.

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Dass das Hotel am Emperors Palace umwerfend und das Buffet gigantisch war, kann man sich denken. In diesem Hotel residieren Charlize Theron und die Prinzessin Charlene von Monacco, wenn sie ihre Familien, die immer noch in Benoni, 20 km vom Hotel entfernt leben, besuchen.

Nach einem nette, gemütlichen Frühstück machten wir uns mit einem kleinen Umweg über ein Antiquitätengeschäft auf den Weg Richtung Pretoria. Leider kamen wir durch einen Unfall unterwegs ein bisschen in Zeitdruck, schafften es aber doch pünktlich an der Schule zu sein. 20170309_123203

Am Freitag begleitete Oma Maximilian auf die Driving Range zur Golfstunde,

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während Johanna und ich uns bemühten, dass 1000 Teile Puzzle,  dass wir von den Regensburgern beschenkt bekommen hatten, fertigzustellen.

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Das interessierte die Vögel in unserem Garten aber wenig. Sie waren schwer mit der Körnerglocke beschäftigt.

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Am Samstag machten wir Erwachsene uns auf den Weg nach Cullinan, 30 km östlich von uns gelegen. Wir waren mutig und fuhren durch das Township Mamelodi. Ist eigentlich nicht zu empfehlen, aber tagsüber und als erfahrenen (ha, ha, ha) Südafrika-Einwohner haben wir nur wenig bedenken gehabt. Die Kreditkarten haben wir dann aber doch noch schnell in meiner Hosentasche versteckt und sicher gestellt, dass wir im Geldbeutel ein bisschen Bargeld haben. Denn lieber ist ein wenig Geld weg, als dass die Kerle grantig werden, weil sie weder Kreditkarten noch Bargeld abräumen können. Das kann dann doof enden…

Aber war nicht so. Wir sind nur auf der Hauptstraße gefahren und beobachteten das Treiben am Straßenrand. Sehr genau! Viele waren aber sowieso mit ihren Geschäftchen beschäftig, wie die Arbeiter, die Betonziegelsteine herstellten.

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Wir kamen sicher in Cullinan an und gingen die kleine Hauptstraße des Örtchens ab. Wie konnten gemütlich an der Straße, vorbei an schönen, kleinen 100 Jahre alten Häuschen entlangschlendern

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und entschieden uns dann für eine geführte Tour durch die Diamanten Mine. Zu Beginn der Führung erzählte uns der Guide einiges über die Vergangenheit der Mine.

Im Jahre 1898 wurde Thomas Cullinan ein dreikarätiger Diamant übergeben, der am Zaun einer Farm gefunden worden war. Er untersuchte daraufhin jene Gegend und kam zu der Schlussfolgerung, dass der Diamant wahrscheinlich von einem nahegelegenen Hügel heruntergeschwemmt worden war. Thomas Cullinan versuchte deshalb, das Land an diesem Hügel (Gebiet der heutigen Stadt Cullinan) dem Eigentümer Joachim Prinsloo abzukaufen, was zunächst erfolglos blieb. Nach dem Tode Prinsloos gelang es Thomas Cullinan dann aber, das Gelände von dessen Tochter zu erwerben, zu einem Kaufpreis von 52.000 Pfund Sterling. Im Jahre 1902 wurde auf dem Gebiet der jetzigen Stadt Cullinan das Gestein Kimberlit gefunden, das auf Diamanten-Vorkommen hindeutet. Daraufhin wurde eine Mine gegründet, um die dortigen Bodenschätze abzubauen. Sie erhielt den Namen Premier Mine. Am 25. Januar 1905 wurde in der Premier Mine von Frederick Wells der Cullinan-Diamant gefunden, der mit 3106,75 Karat (621,35 g) größte jemals auf der Welt gefundene Diamant.

Das Diamantbergwerk ist noch heute in Betrieb und hat mittlerweile eine Fördertiefe von 763 Metern erreicht. Die Premier Mine ist der wichtigste Arbeitgeber im Umkreis von Cullinan. Sie ist der drittgrößte Diamanten-Produzent von Südafrika. Bis 1945 wurden dort im Tagebau Gesteine abgebaut. Seitdem wird die Mine im Untertagebau betrieben. Es wurden, neben dem Cullinan-Diamanten, in dieser Mine zahlreiche weitere bekannte Diamanten gefunden, wie der Golden Jubilee (1985), der Centenary-Diamant (1986), der Niarchos (1954), der Premier Rose (1978) und der Blue-Heart– bzw. Eugenie-Blue-Blaudiamant im Jahre 1908.

Nach so vielen Informationen durften wir uns in den Jeep setzen und los ging die Fahrt. Natürlich mit Helm! In und auf der Mine wird ja fleißig gearbeitet!

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Das riesige Loch, aus dem früher die Diamanten geholt wurden, ist beeindruckend.

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Der Guide fuhr uns weiter zu auf den Hügel mit dem Abfallgestein der ersten Schürfjahre. Dieser wird jetzt abgetragen und nochmals mit der neuesten Technik nach Diamanten durchsucht, da früher mit Handarbeit und bloßem Auge einiges übersehen wurde.  Uns war es hier verboten, aus dem Jeep auszusteigen. Ersten aus Sicherheitsgründen und zweitens, weil die Wahrscheinlichkeit, dass wir einen Diamanten hier finden anscheinend sehr hoch sei….

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Nach 1 1/2 Stunden war es dann aber auch genug und wir erhielten zum Abschluss noch eine kurze Einführung, wie der Wert der Diamanten berechnet wird. Die Diamantenhändler am Ort machten aber mit uns kein Geschäft. Wir sind ja eher für das Kulinarische empfänglich und suchten uns ein nettes Lokal mit Bierprobe und Livemusik.

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Mich konnte keines der Biere überzeugen. Selbst das mit Ananas-Geschmack nicht. Aber zum Glück gab es auch Wein! Nun wurde es aber an der Zeit, wieder nach Hause zu den Kids zu fahren und den Nachmittag ließen wir dann gemütlich angehen und freuten uns auf das Gegrillte am Abend.

Am Sonntag war dann auch schon der letzte Tag von meiner Mama in SA und wir packten den Tag noch einem voll mit interessanten Zielen. Gleich morgens machten wir uns auf zum Skulpturen-Markt in Johannesburg, dann fuhren wir weiter auf den Roof Top Market und nachdem wir hier noch ein paar Souvenirs erstanden haben, schlenderten wir die 4th Street in Joburg ein bisschen auf und ab. Hier ist es relativ sicher, es gibt ein Straßenkaffee nebeneinander und es war sehr relaxed. Nach einer Pizza und einem Gläschen mussten wir uns aber auf den Weg zum Flughafen machen.

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Der Abschied viel dieses Mal gar nicht soooo schwer, wir sehen uns ja in 5 Tagen schon wieder! Obwohl Maxi großes Mitleid mit Oma hatte, da sie die weite Strecke jetzt ganz alleine wieder fliegen muss. Ich glaube, er hätte sich am liebsten mit hinein gesetzt.

Am nächsten Tag hatte Andreas Urlaub und er wollte auch unbedingt die Red Bus Tour in Johannesburg machen. Welche Freude für mich! Habe das ja erst vor 2 Wochen alles gesehen.

Also, los ging es:

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Und während wir durch die Straßen von Joburg fuhren, kam schon das erste Foto von Johanna per WhatsApp von ihrer Lehrerin. Die Klasse ist heute morgen für 4 Tage auf Klassenfahrt gefahren und wie es aussieht, sind sie gut angekommen!

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Andreas und ich entschieden uns, am Transport Museum auszusteigen und es zu besichtigen. Das Museum war riesig und wir waren die einzigen Besucher. Andreas wurde dann plötzlich ganz sentimental, als er sein erstes Moped im Museum entdeckte…. Schön langsam werden wir alt!!!

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Wir machten auch die SOWETO-Tour

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und stiegen vor den 2 berühmten Wasserkühltürmen für ein Fotoshooting aus.

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Die beiden Schuhverkäufer machten gerade Mittagspause.

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Es war dann tatsächlich so, dass ich so vieles gesehen habe, was mir vor 2 Wochen nicht ins Auge gestochen ist, so dass ich nun überzeugt davon bin, es sind noch viele Touren nötig, um nur einen Teil von Johannesburg genauer zu erkunden. Der gemeinsame Ausflug von uns beiden näherte sich nun langsam dem Ende zu und wir machten uns mit dem Gautrain-Zug wieder auf den Weg nach Johannesburg. Die Jungs warteten schon hungrig zu Hause auf uns. Maxi spielte uns dann die ersten Töne aus seiner Trompete vor.

20170314_191921Als ich am Dienstag meinen Job im Tuck-Shop erledigt hatte, fuhr ich am Mittwoch Vormittag zum Gemeindehaus der Kath. Kirche um mit 2 andern Damen zu kochen und zu basteln. Es war ein ganz netter Vormittag,

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aber schön langsam sollte ich vielleicht doch mal Koffer packen. Wir fliegen morgen Abend ja schon nach Deutschland. Und als ich dann so vor mich hin packte, kam von Andreas der Anruf, dass er schon zum 01.06. in Dingolfing zum Arbeiten anfangen muss. Puhh, das ging jetzt aber schnell. Ehrlich gesagt, ein bisschen zu schnell für mich. Aber alles hat ein Ende…

Wir wollten es natürlich erst unserer Familie und Freunden in Deutschland erzählen und entschieden uns es den Kids erst am Flughafen in Johannesburg zu erzählen, damit sie sich hier nicht verquatschen.

Am Donnerstag in der Früh tankte ich noch ein bisschen südafrikanische Sonne und Wärme

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und von Johannas Lehrerin trudelte dann auch schon das Abschlussfoto von der Klassenfahrt ein.

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Als die Koffer zum Großteil gepackt waren, holte ich Johanna und Sebastian von der Schule ab und wir ließen uns von einer glücklichen Johanna, die total begeistert von den dem Ausflug war, die letzten 4 Tage bei einem gemütlichen Mittagessen erzählen

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während Maxi noch in der Schule saß. Den erlösten wir aber dann um 15.15 Uhr mit einem lauwarmen Hamburger und fuhren nach Hause. Johanna musste nun ihren Koffer aus- und dann gleich wieder einpacken, denn um 18 Uhr kam das Taxi zum Flughafen. Mit 5 Personen, 5 großen Koffern und 5 Handgepäck schafft das unser Auto nicht. Da brauchten wir, mal wieder, einen Kleinbus!

Pünktlich am Flughafen angekommen

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gaben wir unser Gepäck auf (unsere Koffer durften 115 kg wiegen und sie wogen tatsächlich 114,6 kg! Mist, 400g verschenkt!!!)  und stillten unseren Hunger, zum 2. mal heute, in einem Fast Food Restaurant. Dort nahmen wir unseren ganzen Mut zusammen und sagten den Kids, dass wir in 2 1/2 Monaten zurück nach Deutschland gehen. Das kam für alle überraschend. Sebastian, der sich am meisten auf Südafrika gefreut hatte, freute sich jetzt am meisten, wieder zurück zu gehen. Maxi war ein wenig skeptisch, da er ja eigentlich schon Pläne für seinen Geburtstag im Juli hier in Südafrika gemacht hatte und für Johanna brach eine kleine Welt zusammen. Mit den Erlebnissen der letzten Tage auf der Klassenfahrt im Hinterkopf, konnte sie sich auf die Rückkehr nach Deutschland in diesem Augenblick gar nicht freuen.

So stiegen wir alle sehr emotional in den Flieger nach Deutschland ein, flogen nach 9 Stunden einem tollen Sonnenaufgang entgegen,

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überflogen die schneebedeckten Berge und

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als wir nach 11 Stunden in München gelandet waren, waren die Tränen schon getrocknet.

Netterweise holte uns Eberhard vom Flughafen ab und Andreas fuhr mit den Jungs mit dem Mietauto nach Altdorf. Wie gewünscht bekamen wir unser Weißwurstfrühstück und genossen auf der Terrasse das tolle Wetter mit Freunden und Familie!

Es gab einiges zu erledigen in und um das Haus. Also fingen wir gleich mal an. Die Kids gingen in den nächsten 2 Wochen gefühlte 100 mal mit dem Handwagen und Schubkarren zum Wertstoffhof, die Handwerker verputzen unsere Terrasse und wir statteten einigen Möbelhäusern ein paar Besuche ab. Und natürliche feierten wir die anstehenden Geburtstage mit! Am Samstag war gleich Mad´s und wir trafen viele Freunde zum Quatschen. Und aßen lecker Curry Wurst mit Pommes!

Am Montag waren wir bei Sarah zum Geburtstag eingeladen und freuten uns sehr darüber! Johanna hat ihren Lieblingskuchen für Sarah´s 6. Geburtstag gebacken.

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20170320_193236Andreas musste die ganze Woche arbeiten aber am Samstag genossen wir noch die letzten schönen Tage gemeinsam in Altdorf. Mit einer halben Halbe auf der Garten-/Straßenbank mit Gitte und Karl-Heinz und Freunden von Sebastian, die ihn mit einem Porsche besuchten.

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Abends hatten wir Lust auf einen Wurstsalat und heute fotografierte ich mal den Sonnenuntergang in Altdorf. Auf dem Weg nach Gstaudach!

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Nach einem schönen Abend mit Siebers, Mad, Oma und Eberhard machten wir uns auf den nach Hause Weg. Am nächsten Tag besuchten wir die Regensburger, bekamen ein leckeres Mittagessen, supersüße Muffins

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und waren ganz begeistert von Joachims neuer Maschine. Besonders Sebastian!

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Schweren Herzens machten wir uns aber dann wieder auf den Weg nach Altdorf. Andreas ließ uns kurz aus dem Wagen aussteigen und fuhr weiter zum Flughafen. Er musste zurück nach Pretoria zum Arbeiten. Am Montag Spätnachmittag bekamen wir dann das erste Lebenszeichen von Andreas. Mit Foto per WhatsApp. So schlimm ist das Leben in Südafrika ohne Familie wohl doch nicht!

Auch die 2. Woche in Altdorf verging wie im Fluge für mich und die Kids. Bei unserem Stadt-Tag machten wir den obligatorischen Mareis-Besuch und schickten das Foto augenzwinkernd zu Andreas nach SA.

IMG-20170329-WA0002Nun war dann auch schon wieder Samstag und wir mussten unsere Koffer packen  und uns abends auf den Weg zum Flughafen machen. War wirklich nett, dass wir noch Verabschiedungsbesuch bekamen und das Abschied nehmen fiel dieses mal relativ leicht, wir kommen ja eh bald wieder! Zum Glück!

Nachdem wir die Koffer aufgegeben hatten und uns noch kurz beim Edeka mit Getränke versorgt hatten,

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waren wir ganz erstaunt, dass wir heute auch noch mit dem Zug fahren mussten!

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Das hatten wir zeitmäßig nicht eingeplant und kamen dann gerade rechtzeitig zur Boarding-Time am Terminal an. Wir durften dann, obwohl wir als letzte ankamen (und uns irgendwie ein bisschen doof angestellt hatten) mit als erste in den Flieger und mir tat dann schon der Hintern weh, bevor das Flugzeug abhob!

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Leider war das Flugzeug proppenvoll und wir hatten leider keinen leeren Platz neben uns, auf dem wir uns breit machen konnten. Aber irgendwann kommt dann doch die Landung, obwohl man zwischendrin glaubt, die Zeit vergeht gar nicht! Da wir auch dieses Mal ein Problem mit unserem Auto gehabt hätten, das Gepäck unter zu bringen, wartete der Transfer-Bus auf uns. Dieses mal sogar noch eine Nummer größer!

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Freudig erwartete uns Andreas mit einem leckeren Frühstück und dann ging es schon wieder ans Koffer auspacken und einpacken. Lebensmittel einkaufen und Auto beladen. Morgen um 8 Uhr ist Abfahrt in den Urlaub nach Lesotho!!!

Pünktlich und wieder bis unters Dach voll beladen (und das nur für eine Woche) machten wir uns auf den Weg. 620 km Richtung Süden, lt. Google knappe 7 Stunden Fahrt, Grenzübergang nicht mit eingerechnet! Nachdem wir die ersten hunderte Kilometer auf Autobahn und Bundesstraßen unterwegs waren, hatte uns das Navi netterweise als kürzeste Strecke auch ein Stück Schotterpiste geschickt.

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Bevor wir die Grenze nach Lesotho überquerten, suchten wir noch eine Tankstelle auf. Diese hatte zwar Diesel, aber nicht an den Zapfsäulen an der Vorderseite, sondern hinten im Hinterhof.

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Glücklicherweise kamen wir ohne Zwischenfälle an die Grenze, ließen uns auf der südafrikanischen Seite die Stempel in den Pass geben, stiegen ins Auto und fuhren

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gleich nach Lesotho hinein und weiter.

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In dem einzigen größeren Dorf, das wir passierten, herrschte reges Treiben. Hier waren Esel-, Pferde- oder Ochsengespanne die Regel. IMG_3210

Von der Grenzstation bis zu unserer ersten Unterkunft waren es noch ca. 70 Kilometer, die letzten 25 wieder auf Schotterpiste. Kurz vor unserm Ziel passierten wir denIMG_3225

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Vor uns das nächste Ochsengespann.

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Die Kinder, die nicht als Hirten am Straßenrand die Schafe, Esel, Kühe, Ziegen oder Pferde beaufsichtigten, sahen wir oft auf dem Weg zur Schule oder wieder nach Hause kilometerweite Distanzen zurücklegen. IMG_3237

Natürlich wurden wir hin und wieder wegen Süßigkeiten angebettelt. Wir wurden aber bereits im Vorfeld von den Unterkünften, die wir gebucht hatten, darauf hin gewiesen, dass wir das bitte unterlassen sollen. Die Kids sollten nur etwas bekommen, wenn sie etwas dafür „geleistet“ haben. Z.B. Tanzen, Singen oder Müll sammeln. Da haben wir das Süßigkeitenverteilen ganz bleiben lassen. Ich lass doch nicht ein Kind vor mit Tanzen und gib ihm dann einen Lolli!!!

Froh, endlich an der Malealea-Lodge angekommen zu sein, bezogen wir unsere Hütten und statteten dem Barkeeper gleich mal einen Besuch ab. Zusammen mit einem der Wachhunde.

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Und es ist immer das gleiche mit unseren Kids. Wenn irgendwo auf der Welt der Fernseher läuft, wird reingeguckt. Und besonders gemütlich ist es, wenn man ein kleines Kuscheltier neben sich hat.

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Nach dem Abendessen gingen wir noch eine kleine Runde über das Gelände und bereiteten uns mental schon mal auf den 2-Tages-Pferde-Ritt vor, den wir morgen in der Früh antreten. Die Hinweisschilder beruhigten uns nicht unbedingt.

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Nach der ersten Nacht im Urlaub, die bei mir sowieso immer sehr durchwachsen ist, waren wir schon vor Sonnenaufgang wach und genossen die frühen Morgenstunden.

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In der Hütte der Kids herrschte um 6 Uhr noch Ruhe,

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aber mit Sonnenaufgang

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weckten wir sie. Andreas bereitete in der Gemeinschaftsküche ein leckeres Frühstück zu

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und wir stärkten uns für die 2 bevorstehenden Tage. Nebenbei schmierten wir noch unzählige Brote für unterwegs. IMG_3283

Jetzt wurde es ernst! Auf zum großen Abenteuer!

Nachdem jeder seine Satteltasche gepackt hatte, den Helm auf dem Kopf festgeschnallt hat und das Packpferd beladen war,

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sollten wir uns mit unseren Gäulen vertraut machen. Andreas gab sein bestes.

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Und dann hieß es: Aufsteigen und los geht’s. Das war für Johanna kein Problem, wir 4 anderen schafften es aber dann auch mit mal mehr, mal weniger Hilfe. Kurz noch eingewiesen, wie man nach links und rechts lenkt und wie man bremst. Das war´s. Abmarsch!IMG_3291Die ersten Schritte gingen aus der Lodge raus, um die Ecke, gleich mal einen kleinen Hügel auf Schotterweg runter und dann waren wir auch schon auf freiem Gelände.

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Während unser Guide noch letzte Anweisungen über sein Handy erhielt (oder auch mit seiner Freundin telefonierte) ritten wir bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein unserem Packpferd mit Guide hinterher.  Natürlich immer freundlich winkend, wenn wir an Einheimischen vorbei kamen.

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Die Aussicht war gigantisch!

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Vom Blick auf den Flusslauf konnte ich nicht genug bekommen, bis ich mitbekommen habe, dass wir da jetzt runter reiten und auf der anderen Seite wieder hoch. Da hab ich doch fast mal kurz vergessen, zu atmen.

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Das war nicht nur steil, sondern sehr steil. Die Pferde setzten brav einen Fuß vor den anderen und meisterten den Weg nach unten. Ich hätte nie im Leben gedacht, dass Pferde solche Pfade meistern. Vor allem nicht mit mir auf dem Rücken!

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Aus hoffentlich verständlichen Gründen habe ich vom Abstieg keine weiteren Fotos gemacht. Denn entweder hatte ich die Augen zu oder ich hielt mich mit beiden Händen an den Zügeln fest. Zusätzlich flogen, glaube ich, von der gesamten Familie Gruber einige Stoßgebete in den Himmel!

Maxi war dann der mutigste von uns allen und stieg beim steilsten Abschnitt vom Pferd und ging zu Fuß weiter.

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Keine Ahnung wie, aber irgendwann waren wir dann unten am Fluss angekommen. Und nicht nur die Pferde waren durchgeschwitzt, auch die Reiter.  Maxi saß bereits wieder fest im Sattel und hatte beim Durchqueren des Flusses den größten Spaß, da sein Pferd die kürzesten Beine hatte!

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Aber, wie gesagt, wir mussten am anderen Flussufer wieder nach oben! Puh, das war zwar lange nicht so schlimm, wie der Abstieg, war aber trotzdem grenzwertig. Ober angekommen und nach 2 Stunden reiten, haben wir uns alle eine Pause verdient.

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Nur kurz! Mit Schwung wieder in den Sattel und weiter ging´s.

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Puh, da spürten wir alle bereits unseren Hintern. Das kann doch gar nicht sein! Jetzt schon? War aber so. Hätten wir aber da bereits gewusst, wie es uns morgen Abend geht, hätten wir sicherlich noch nicht gejammert!

Die Pferde nutzten jede Gelegenheit zum Essen und Trinken. Da war es oft gar nicht so einfach, sie davon abzuhalten, wenn wir z. B. an Maisfeldern oder Bächen vorbei ritten. Maxi war das relativ egal. Er hat dem Guide gesagt, wenn sein Pferd durstig ist, darf es auch trinken. Es muss ihn ja schließlich die ganze Zeit tragen. Also machten wir auch manchmal eine kurze Trinkpause, die die Guids nicht geplant hatten. So hatten aber auch die einheimischen Kids ein bisschen Abwechslung und konnten uns 5 Weiße auf den Pferden beobachten. Das muss wie fernsehschauen für die sein…

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2 Stunden später war die nächste Pause angesagt und wir stiegen von den Pferden nicht ganz so elanvoll ab, da wir die Stunden in dem Sattel bereits alle spürten. Bis auf Johanna natürlich. Ich  verbrachte die Pause im Stehen und Liegen. Muss ja mein Hinterteil schonen.

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Das Aufsteigen war jetzt, reittechnisch gesehen, kein Problem mehr. Aber jetzt kam das Schmerzen des Hinters und der Knie hinzu, was das Ganze wahrscheinlich wieder ein bisschen ungelenkig aussehen ließ. Gut, dass ich beim Aufsteigen bereits die Kamera wieder in der Hand hatte.

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Von der offenen, weiten Graslandschaft ging es jetzt wieder berauf-bergab auf schmalen Wegen. Da ist es dann ein wenig doof, wenn Gegenverkehr kommt. Aber da die Pferde größer waren als Esel und Kühe, hatten wir Vorfahrt und die anderen mussten auf den „Seitenstreifen“ ausweichen. 

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Hin und wieder überholten wir auch Kids oder Erwachsene, die mir ihren Eseln auf unseren Pfaden unterwegs waren.

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In einem kleinen Dörfchen mit 10 Häusern angekommen, machten wir die nächste Pause. Sehr gemütlich war es aber auf dem harten Boden aber auch nicht…IMG_3458

Die Basotho, bei denen die Arbeitslosenquote bei 45 % liegt, verbringen die meiste Zeit mit Tiere hüten und Ackerbau. Oder mit Pausen.

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Als wir dann zu unserer letzten Etappe für heute aufbrachen, teilte eine Herde Schafe unsere Gruppe.IMG_3460

 

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Da mein Pferdchen und ich ein bisschen nervös wurden mit der riesigen Schafherde im Rücken, ließen wir sie nach einigen Metern passieren. Es ging nun weiter berauf-bergab und nach jedem Hügel hofften wir, unser Ziel bald erreicht zu haben. Tatsächlich war es dann auch irgendwann so weit. Unser Guide stoppte, stieg ab und fing an, sein Pferd abzusatteln. Aha, am Ziel angekommen, anscheinend. Wir halfen beim Absatteln und wurden natürlich von den Bewohnern, vor allem von den Kids, nicht aus den Augen gelassen.

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Den Pferden konnte man auch sofort ansehen, dass sie froh waren, am Ziel angekommen zu sein!

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Unser Guide besorgte uns nun eine Führerin, die mit uns noch zu den Wasserfällen geht. Dauert ca. 1 Stunde. Da wir eh nicht sitzen konnten, tat ein bisschen Bewegung sicherlich gut und wir machten uns gleich auf den Weg, da es bereits 16 Uhr war und es gegen 18 Uhr dunkel werden würde. Der Wasserfall schien uns ein bisschen weit weg. Aber wenn der Guide sagt, wir brauchen eine Stunde hin, wird das wohl schon so sein.

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Pfeifferdeckel! Wir marschierten eine Stunde und der Wasserfall näherte sich kein bisschen… Wir entschieden uns am Flusslauf unsere Füße zu kühlen, dass muss reichen.

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Das war die richtige Entscheidung, denn als wir nach 1 1/2 Stunden wieder in Richtung Dorf marschierten, dämmerte es bereits ganz schön.

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Während Andreas und ich in der Hütte unser Abendessen vorbereiteten (ohne Strom und fließend Wasser natürlich)

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freundeten sich die Kids mit den Hundewelpen an.

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Von den leckeren Fertig-Nudeln mit Soße und Gurke mit Salz waren nicht alle begeistert, half aber gegen Hunger.

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Da es nun dunkel war, es kein Licht gab, das Kerzenlicht auch nicht unbedingt dazu beitrug, dass wir wach und fit blieben, bereiteten wir bereits kurz nach 19 Uhr unser Bettenlager.

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Da im Dorf auch schon Ruhe herrschte, schliefen wir relativ bald ein. Ich hatte bis zu diesem Augenblick nicht gewusst, das Hähne die ganze Nacht durch krähen. Aber ich glaube das lag daran, dass die ganze Zeit die Hunde bellten.

Gut gesichert fühlten wir uns übrigens auch. Andreas hat extra vor die Hüttentür, die man nicht verschließen konnte, einen Stuhl gestellt! Alles kein Problem! Sogar mit Alarmsystem. Sollte jemand versuchen, die Türe zu öffnen, würde die Wasserflasche auf den Boden fallen und wir wären gewarnt. Aber mehr auch schon nicht….. GUTE NACHT!

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Am nächsten Morgen erwachten wir schon früh, konnten aber nur schwer aufstehen. Jetzt tat uns nicht nur der Hintern vom Reiten weh, sondern der ganze restliche Körper, da die Matratzen höchstens 5 cm hoch waren und der Schaumstoff darin unter unserem Gewicht auf 0,5 cm Höhe zusammenschrumpfte. Die Guides waren schon mit dem Fangen der Pferde und Satteln beschäftigt, während wir noch unser Nutella-Brot aßen.

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Unser Nachbar ließ den Tag auch erst einmal ganz gemütlich bei einer Zigarette auf sich zukommen

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und die Hunde freuten sich riesig über die Reste, die wir und die Guides ihnen gegeben hatten und schauten fast ein wenig traurig, als wir losritten.

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Mit viel Schwung ließen wir uns vorsichtig in den Sattel gleiten und stöhnten alle gleichzeitig auf. Unser Guide grinste. Depp!!!

Gleich zu Beginn ging es wieder steil nach unten über Steine und Felsen und wir genossen es, als wir an einem flacheren Stück ankamen. Aber nicht jeder saß sehr entspannt im Sattel.

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Mittlerweile war die Position der Pferde innerhalb der Reihe enorm wichtig! Johanna und Sebastian hatten nämlich den größten Spaß, zwischen ihnen und dem Reiter davor eine Lücke entstehen zu lassen und sind dann diese Lücke immer galoppiert. War alles kein Problem, solange Andreas vor ihnen war. War es nämlich nicht so, fing auch sein Pferd zu galoppieren an und für einen ungeübten Reiter ist das mit einem Hintern, der schon 10 Stunden im Sattel gesessen hatte, kein Spaß mehr.  Da half auch Zähne zusammen beißen nix mehr.

Unsere Gäule gingen eigentlich von Haus aus schön brav hinter einander. Nur Maxi sein „Police“ hatte hin und wieder eine eigene Route im Kopf und Maxi hatte ganz schön damit zu kämpfen, dass er das Pferd immer wieder auf den richtigen Weg brachte.

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Unterwegs füllten wir unsere Flaschen mit frischem Quellwasser auf. Naja, am nächsten Tag stellte sich heraus, dass das Quellwasser wohl doch nicht ganz so frisch war….

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Wir beschlossen auf dem Rückweg nur 2 Pausen zu machen, damit die Kids bei der 2. Pause am Fluss die Beine ins Wasser hängen lassen können. Außerdem mussten wir dann nur 2 x wieder aufsteigen!!!

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Wir genossen die Landschaft und regenerierten uns in den Pausen, so gut wie möglich.

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Auch die Pferde mussten gleich wieder hart arbeiten und uns den ganzen Weg vom Fluss nach oben tragen.

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Um uns dann auf der anderen Seite des Berges wieder runter zu tragen.

Wir waren gestern ganz glücklich, als unser Guide nach der Horror-Passage zum Fluss runter uns erzählte, dass wir eine Schleife reiten. Super, dann mussten wir also nicht den gleichen Weg wieder zurück. Aber da hatten wir uns zu früh gefreut. Wir ritten zwar eine Schleife, die aber erst hinterhalb der Schlucht begann und somit mussten wir doch nochmal unseren ganzen Mut zusammennehmen und den steilen Weg runter reiten.

Haben wir auch ganz gut gemeistert und die Kids freuten sich auf eine Abfrischung im Wasser. Und die Pferde auch.

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Ich vertritt mir ein bisschen die Füße und als ich über die Brücke marschierte, kam mir ein Basotho entgegen, stellte sich breit vor mir auf und mir wurde ein wenig mulmig. Dann grinste er mich an und fragte, ob ich doch nicht bitte ein Foto von ihm machen könnte. Den Gefallen habe ich ihm natürlich gerne getan.

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Jetzt wurde es aber Zeit, um unsere letzte Etappe in Angriff zu nehmen. Wir hatten alle einen großen Respekt vor den nächsten Metern, die vor uns lagen. Hoffentlich ging der Aufstieg wieder so gut, wie der Abstieg auf dem Hinweg…

Johanna sammelte die Pferde ein

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und wir versuchten uns für ein Gruppenfoto zu postieren. Ist nicht so einfach gewesen.

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Mit viel Schwung und Mut kraxelten wir den Berg hoch und waren heil froh, als wir den Gipfel des Berges erklommen haben. Unsere Pferde waren pitschenass geschwitzt. Und wir auch. Vor Angstschweiß.

Die letzte 2- Stunden-Etappe saßen wir mal mit der einen, mal mit der anderen Hinternbacke ab und da wir versuchten, unser Gewicht mit den Beinen in den Steigbügeln aufzufangen, schmerzten unsere Knie mittlerweile auch schon gewaltig. Freudig sahen wir schon von der Ferne unsere Lodge und waren überglücklich, als wir auf die Zielgerade einbogen.

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Jetzt nur noch abgsteigen, was alles gut gelang, uns herzlichst mit großem Respekt bei den Pferden bedanken, den Guides unsere Dankeschön aussprechen und nach einer Dusche gemütlich im Bett ausstrecken!!!!!

Den Abend gab es ein  leckeren Abendessen und wir genossen es, wieder einen Tisch und Stühle zu haben. Und fließend Wasser und Strom!!! Und ein gemütliches Bett! Gute Nacht!

Guten Morgen Geburtstagskind!

Andreas´s Geburtstag feierten wir mit einem Frühstück auf der Terrasse

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mit einem Geschenk aus der Heimat, dass gleich wieder Heimweh aufkommen ließ

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und mit einem Geschenk aus der Ferne, dass uns an unser Abenteuer erinnern soll.

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Und wir bauten ihm einen kleinen Parcour als Challenge. Wie man sieht, hat er sie mit Bravour bestanden….

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Damit wir den Tag nicht einfach so vertrödeln, überredeten wir die Kids zu einem Rundgang durchs Dorf. Damit man nicht andauernd von den Einheimischen angequatscht wird, wurde uns empfohlen, einen Guide zu nehmen. Kurz bevor wir zur 2 1/2 Stunden Tour aufbrachen, machte sich bei Andreas und mir ein komisches Gefühl im Bauchbereich bemerkbar und wir schluckten vorsichtshalber gleich mal ein paar Imodium akut. War auch dringend nötig!

Nach einer kleinen Einführung über Lesotho, Malealea und den Malealea Development Trust ging unsere Tour los und unser erster Halt war an einer Hütte, vor dieser eine gelbe Flagge hing. Der Guide erklärte uns, dass diese Flagge bedeutet, dass hier frisch gebrautes Bier zum Verkauf angeboten wird. Natürlich wollten wir uns das einmal genauer ansehen und die Braumeisterin zeigte uns ihre Braustube (die gleichzeitig auch ihr Schlaf- und Wohnzimmer war) und erklärte uns wie sie hier Bier zubereitetet.

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Sie bot uns einen Schluck zum Probieren an und trotz unserer Magen/Darm-Probleme wollten wir höflicherweise nicht ablehnen und tranken einen Schluck. Hmmm…  Geschmackssache!

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Wir wanderten weiter, beobachtet von den Kindern am Straßenrand,

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und wurden vom Guide z. B. in die Wasserversorgung und in die alltäglichen Gewohnheiten der Menschen hier eingewiesen. Beim Haus des Ortspolizisten machten wir einen kleinen Halt und die Haushälterin rief Sebastian zu sich um mit ihm auf ein Foto zu kommen. Hat sie geschafft.

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Der Dorfpolizist stammt immer aus der gleichen Familie ab und ist für alle Streitigkeiten im Dorf zuständig. Sollte er es nicht regeln können, kommt alle 2 Wochen die Polizei vorbei und übernimmt den Fall. Der Dorfpolizist darf auch entscheiden, wem welches Grundstück zugeteilt wird. Auch die Ackerflächen werden so vergeben. Und wenn ein Acker 2 Jahre nicht bewirtschaftet wird, wird es einem wieder entzogen.

Es ist übrigens erschreckend, dass auf allen anbaufähigen Stellen entweder Mais oder Hirse gepflanzt wird. Sonst nix. Eine reine Monokultur. Außerdem sind nur ganz selten Bäume zu sehen. Wiederaufforstung kennen die hier nicht. Und das, wo sie doch so viel Holz zum Kochen und Heizen benötigen. Wie lange das wohl noch gut geht?

Dem kleinen Laden mit Souveniers statteten wir auch einen Besuch ab.

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Unsere letzte Station war die Schule in Malealea, in der in 6 Klassenzimmern 240 Schüler unterrichtet werden. Ein Lehrer führte uns durch die Klassenzimmer und erklärte uns das Schulsystem.

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Und natürlich haben sie auch ein Lehrerzimmer (Bild unten rechts) und eine Schulküche (Bild unten links).

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In einem Klassenzimmer waren noch einige Schüler. Der Lehrer erklärte uns, sie müssten noch einige Arbeiten erledigen. Schaute sehr nach nachsitzen aus…..

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Nun ging unser Tour dem Ende zu und Andreas und ich waren sehr froh, wieder eine Toilette in Reichweite zu haben. Wir haben zwischendrin ganz schön geschwitzt….

Am Nachmittag spielten wir noch einige Runden Rummy, genehmigten uns einen leckeren Karottenkuchen im Cafe der Lodge und beobachteten die Pfaue im Garten.

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Am nächsten Morgen ging unsere Fahrt weiter von Malealea zum Katse Staudamm. Wir hatten 300 km vor uns und dafür waren 5 1/2 Stunden Fahrt eingeplant. Ohne Pause.

Wir kamen an verlassenen Häusern und Autos vorbei und

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überholten einige Kinder mit ihren Lasttieren.

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In dem kleinen Dörfchen Masekuwa kaufen wir uns an einem Imbisstand unser Mittagessen. Pommes mit einer Art von Curry-Wurst. Sehr lecker!

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Als wir uns der Stadtgrenze von Maseru näherten, kamen wir in eine Polizeikontrolle. Andreas hielt an dem STOP-Schild, dass 30 m vor dem Kontrolleur stand, wartete darauf, dass er ihn zu sich hin gewunken hatte und  zeigte seinen deutschen Führerschein vor. Der Polizist drehte eine Runde ums Auto und ließ uns dann weiter fahren. Vorsichtshalber entfernten wir gleich mal bis auf R150 (€10) das Bargeld aus unseren Geldbörsen…. Wir kamen genau 10 km, dann war wieder eine Polizeikontrolle. Gleiche Prozedur wieder und wir konnten flott weiterfahren. Keine 10 km später kam auch schon die nächste Kontrolle. Der Polizist war sehr nett, hat uns aber sehr deutlich darauf hingewiesen, dass Andreas eigentlich den Internationalen Führerschein dabei haben sollte, der aber in Pretoria im Schreibtisch liegt. Da wir jetzt ein bisschen ins Überlegen kamen, dachten wir, es wäre ja dann doch wohl besser, ich würde weiter fahren, da ich beide Führerscheine in meiner Handtasche hatte. (Das ist ja auch der Grund, warum sie immer so groß ist!)

Und es dauerte dieses mal keine 5 km und wir wurden wieder angehalten. Es waren einige Autos vor uns am STOP-Schild und somit bat ich Andreas noch schnell ein Foto aus seinem Fenster zu machen.  Tat er dann auch:

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Und schon setzte sich das Auto vor mir in Bewegung und ich mich natürlich auch und fuhr bis zum Polizisten vor. Schwerer Fehler, wie mir der Polizist sofort unmissverständlich klar machte. Hatte ich doofe Kuh doch tatsächlich dieses lächerlich kleine STOP-Schild übersehen! Der Polizist war stinkesauer und ich musste sofort links ran fahren und mit seinem Chef zu sprechen. Na Prima! Also bin ich ganz kleinlaut (so wollen es die meisten Polizisten am liebsten) zum Boss marschiert, der im Schatten der Bäume bereits mit ein paar anderen Straftätern beschäftigt war und wartete, bis ich an der Reihe war. Dann bekam ich eine saubere Standpauke zu hören und er erklärte mir, dass er mich jetzt sofort mit auf die Polizeistation nehmen muss und dann werde ich dem Richter vorgeführt und der entscheidet dann, wie hoch meine Strafe sein wird. Ich versuchte ihm klar zu machen, dass das jetzt ja gar nicht in meine Urlaubsplanung passte, aber das war ihm ziemlich egal. Andreas schaute bis dahin vom Auto aus zu und entschied dann, mir zur Hilfe zu kommen. Er war dann auch eine Hilfe. Er hatte ja auch seien Geldbeutel dabei. Mittlerweise hat der Polizist schon verlauten lassen, dass die Strafe ca. R1500 sei. Ich erklärte ihm, dass wir definitiv nicht so viel Geld dabei haben, da uns ja immer eingetrichtert wurde, mit so wenig Bargeld wie möglich zu reisen. Auf unsere Frage, ob wir einen „Plan machen können“, fragte er, wie viel Rand wir denn dabei hätten. Tja, leider nur 150 und 20 Rand bräuchten wir aber für den Notfall. Wir können ihm höchstens R130 geben. Er willigte ein. Da bekommt man ein paar Fläschchen Bier davon….

Wir fuhren weiter. Ich stinkesauer und die restlichen Insassen im Auto hatten ihren größten Spaß… Andreas meinte nur, dass mein Budget für´s Abendessen jetzt leider der Polizist hätte. Förderte meine Laune dann nicht wirklich…

Auf dem Weg zum Katse-Damm mussten wir einen Pass mit über 3000m bewältigen. Da war die Sicht und die Temperatur (+7 Grad) nicht besonders gut und wir bereuten gleich, dass wir unsere Handschuhe und Mützen in der Malealea-Lodge verschenkt hatten.

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Aber um so näher wir dem Staudamm kamen, desto wärmer wurde es und die Sicht war wieder einwandfrei.

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Immer wieder kamen uns Reiter und Lastesel entgegen oder wir überholten sie.

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Nach vielen Stunden Autofahrt kamen wir an unserer Unterkunft an. Das eingezäunte Gelände erinnerte an den Stil von Ferienhäusern vor 30 Jahren im Osten Deutschlands. Grundsätzlich waren die Häuser ganz praktisch, aber die ganze Siedlung bestand aus den gleichen Bungalows und was das Negativste war, dass die ganze Siedlung ganz verlassen aussah.

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Das sah man ganz deutlich am Schwimmingpool.

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Da fühlten sich nur die Frösche wohl.

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Lustiger Weise trafen wir aber hier in dem verlassenen Dörfchen eine Familie, die auch ihre Kinder an der DSP hat und wir verbrachten ein gemütliches, nettes Abendessen im Restaurant bei einem super leckeren Fisch direkt aus dem Staudamm.

Am nächsten morgen fuhren wir zur Staumauer. Wir erhielten eine kurze Einführung in die Geschichte des Damms und wurden mit Zahlen bombadiert, die ich leider schon fast wieder alle vergessen habe. Aber eines blieb mir in Erinnerung: 6 Jahre lang kam jede 40 Minuten bei Tag und bei Nacht ein Lastwagen mit Beton!!! Der Staudamm versorgt die Provinz Gauteng, in der auch Pretoria liegt, mit Trinkwasser. Vom Staudamm geht ein 45 km langer Tunnel bis nach Butha-Buthe an die Grenze zu Südafrika. Dort wird das Wasser im Fluss weitergeleitet.

Vor dem Bau sah es hier so aus:

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Jetzt so:

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Wir stiegen in unsere Autos und besichtigten die Talsperre des Katse-Staudamms.

Erst von der Ferne:IMG_3895Dann von ganz nah:

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Von unten:

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 Und von innen:

(ohne Foto, war verboten)

Wir durften in das Innere der Staumauer und besichtigten das 4. Stockwerk von insgesamt 15. Es gibt eine Treppe, die von unten nach oben führt und eine, auf der man nur nach unten gehen darf. Natürlich gibt es aber auch einen Aufzug. Die Mauer von innen zur Staudammwasserseite ist 30 m breit. Das war schon beeindruckend.

Aber natürlich durften wir auch den Staudamm von oben besichtigen.

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Das war dann aber auch genug mit Sightseeing für diesen Tag. Auf dem Weg zurück zur Unterkunft fiel uns aber ein, dass wir noch Getränke und Mittagessen benötigen. Wir fragten einen netten Einheimischen nach dem nächsten Shop und quälten unser Auto einen steilen Pfad in dem kleinen Dörfchen nach oben. Es ist für alle eigentlich nicht so praktisch, den Shop an die höchste Stelle im Dorf zu bauen, aber es war halt so. Die Einheimischen waren alle sehr nett, der Shop hatte alles, was man benötigt. Fotos gibt es leider keine, ich wollte nicht als „Tourist“ gesehen werden. Aber es hätte Motive ohne Ende gegeben. Z. B. ein alter, wirklich alter Mann auf seinem Pony (keine Ahnung, wie der da rauf und runter kommt), vor sich im Sattel einige Äste zum Feuer machen und keine Zähne mehr im Mund. Das sah ich, als er einen Burschen vor dem Shop fragte, ob er ihm einen halben Liter Milch aus dem Shop bringt. Diesen alten Mann werde ich immer im Gedächtnis haben, wenn ich an Lesotho zurück denke. Er strahlte eine solche Zufriedenheit mit sich und der Welt aus, das war unbeschreiblich…

Die Kids nahmen in unserer Unterkunft den Fernseher wieder in Beschlag

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und Andreas und ich machten einen kleinen Spaziergang durch das Dorf und trafen auf ein kleines, wildes Tier.

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Er war sehr, sehr zutraulich und sooo süß, wir ließen ihn aber dann doch nach ein paar Streicheleinheiten zurück. Schweren Herzens.

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Zurück bei den Kids erzählten wir natürlich gleich von unserer Begegnung und es dauerte nicht lange, da war der Welpen auf wundersame Weise bei uns im Garten gelandet.

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Johanna und Maxi kümmerten sich den ganzen Nachmittag um ihn, fütterten und bauten ihm einen Schlafplatz im Carport. Eigentlich wollte Johanna ihn mit ins Haus nehmen, was aber wir drei Großen verneinten. Als wir vom Essen wieder nach Hause kamen, lag der Kleine immer noch in dem alten Reifen (den Maxi vom Nachbargrundstück geliehen hatte), zugedeckt mit Handtüchern und schlief. Natürlich war Johannas erster Gang am nächsten Morgen raus zu dem Tierchen und sie war hin- und hergerissen, ob sie sich freuen sollte, dass er noch da ist, oder nicht. Denn da er noch da war, hieß ja, dass er keinen hat, der sich um ihn kümmert und so verbrachten wir die nächsten 2 Stunden damit, Johanna und Maxi davon zu überzeugen, das Tier bei der Rezeption abzugeben. Aber was geschah auf dem Weg zur Rezeption?

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Anstatt einen Hund an der Rezeption abzugeben, hatten sie jetzt einen zweiten gefunden… Na dann ist der eine ja wenigsten nicht mehr alleine. Ab ins Auto, Türe zu, Abfahrt! Ohne Hunde!

Auf dem Weg nach Hause fuhren wir nochmals über die Staumauer.

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In den Dörfern Lesothos herrschte reges Treiben

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und auf den Äckern wurde fleißig gearbeitet.

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Nach 550 Kilometer und mit plattgesessenen Hintern kamen wir spät Nachmittags in Pretoria an. Natürlich ließen wir unseren letzten Urlaubstag im MALT bei einem leckeren Stückchen Rinderfilet und Burger ausklingen.

Was man auch sehr schätzt, wenn man nach einer Woche endlich mal wieder 2-lagiges und nicht nur 1-lagiges Toilettenpapier zur Verfügung hat!!!

Die Kids hatten noch eine Woche Ferien, Andreas musste am Montag wieder antreten. Mittlerweile kann er aber die Tage schon zählen, die er noch hier in Südafrika arbeiten muss.

Maximilian hatte diese Woche öfters Besuch von Max (braun), der bis Januar hier in Silver Lakes gewohnt hat, seit dem aber in Singapur lebt und jetzt schon wieder Urlaub in Südafrika macht. Und mit Raphael(blond) ist er sowieso fast jeden Tag zusammen…

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Sebi war auch die ganze Zeit sehr gechillt mit seinen Freunden unterwegs. Hin und wieder bekam ich ihn aber doch in die Finger und verdonnerte ihn, ein bisschen im Haushalt zu helfen. Sonst findet er ja nie eine Frau… und ich muss dann seine Wäsche noch ewig waschen. Netterweise half ihm Leon. Männerfreundschaft!

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Am Karfreitag ist auch in Südafrika Feiertag und Andreas und ich machten uns auf den Weg nach Johannesburg, um unsere letzten Andenken an Südafrika zu kaufen. Wir schlenderten über den Skulpturen Markt und kauften mein langersehntes Hippo (leider nicht in Lebensgröße) und zwei weitere Statuen. Der Künstler einer Statue stellte sich gerne zur Verfügung, mit Andreas und seinem Kunstwerk für ein Foto zu posieren.

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Am Samstag hatten wir Besuch von Familie Niklaus zum Weißwurstfrühstück… Das zog sich bis am frühen Abend. Scheee wars.

Johanna übernachtete von Samstag auf Ostersonntag bei ihrer Freundin und wir holten sie auf dem Weg zur Kirche ab. Der Gottesdienst fand heute im Gemeindehaus statt und war auch gleichzeitig der Abschiedsgottesdienst von Francessca, die u. a. das Fußballprojekt in Majakaneng geleitet hat und jetzt leider schweren Herzens wieder zurück nach Deutschland gehen muss, da ihre Finanzierung von der Kirchengemeinde nicht mehr getragen werden konnte.

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Wir blieben dann auch zum Mittagessen im Gemeindehaus. Es gab leckeres Lamm mit Spätzle und wir griffen Martina beim Servieren ein bisschen unter die Arme.

Der südafrikanische Osterhase war heute wegen Terminschwierigkeiten nicht bei uns, wir hoffen mal auf morgen und machten uns am Nachmittag schon mal auf die Suche nach ihm im Tiergelände unseres Estates.

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Doch leider fanden wir weder Hasen, noch Kudus, noch Impalas…. Nix. Die versteckten sich heute besonders gut und wir gingen ganz depremiert ins Clubhaus zum Sundowner. Das hilft immer…

Am Ostermontag kam dann doch noch der ersehnte Osterhase und während die Kids fleißig suchten, wurden wir von der Security des Nachbarn beobachtet.

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Was der kann, können wir schon lange… Deshalb beobachteten wir dann auch die Gäste unseres Nachbarn, als sie sich zum Fotoshooting auf den Golfplatz begaben.

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Natürlich nicht ohne ihren Begleitschutz, wenn auch der eine oder andere im Bademantel seinen Job erledigte…

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Nachdem alle Eier gefunden wurden, was gar nicht so einfach ist in Südafrika, da hier der Osterhase sogar die Eier in die Palmen legt,

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besichtigten die ersten Interessenten unser Haus. So schnell wird man ersetzt….

Nachmittags waren wir beim Einkaufen und die letzten Meter zum Haus saß Sebastian am Steuer. Nicht alle befürworteten das!

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Am Dienstag begann wieder die Schule für die Kids und Maxi übte am morgen noch kurz seine Trompetenhausi. Kommt davon, wenn man in den Ferien etwas nachlässig war…

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Diese Woche bekam ich Fotos von Majakaneng. Die Jungs des Projektes der Deutschsprachigen, katholischen Gemeinde freuten sich über die Trikots, die von der DJK-SV Altdorf gesponsert wurden und auch über die Hälfte der Jacken, die uns von der Kindernarrhalla Altdorf mitgegeben wurde.

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Die zweite Hälfte der ca. 50 Jacken nahm Martina mit nach Phumula, ein kleines Dorf östlich von Pretoria und verteilte sie dort.

HERZLICHEN DANK FÜR DIE SPENDEN!!!!! Sie kamen dort an, wo sie benötigt wurden…

Die Woche verging mit allerlei organisatorischen Dingen. Die Mitarbeiterin vom Umzugsunternehmen war da, die Schulanmeldungen mussten erledigt werden, die Sportaktivitäten in Südafrika gekündigt und die Dame vom Partyservice für unsere Abschiedsparty stattete mir auch einen Besuch ab.

Am Freitag hatte Andreas frei und buchte für uns die „Taste of Yeoville“- Tour in Johannesburg. Wir sollten um 17 Uhr am Hillbrow-Tower sein, von wo die Tour aus startete. Wir planten für den Weg nach Joburg 1 1/2 Stunden ein, merkten aber schon nach einer halben Stunde, dass wir das bei diesem Freitag-Spätnachmittag-Verkehr niemals schaffen werden. Wir informierten den Veranstalter, dass wir es nicht vor 17.30 Uhr schaffen und er meinte, dass sei doch kein Problem. Aber auch 17.30 Uhr konnten wir nicht einhalten und als wir nochmals beim Veranstalter anriefen, meinte er, wir verschieben die Tour einfach auf einen anderen Tag, er hat sowieso keinen Guide! Aha! Da wir zwar schon mitten in Joburg waren, aber nicht wirklich voran kamen, beschlossen wir, uns bis zum Treffpunkt durchzukämpfen um dann gleich einen neuen Termin auszumachen, da die Tour ja bereits bezahlt war. Zum Glück war ich schon mal beim Hillbrow-Tour und wir fanden die Einfahrt zum Security-Parking (das natürlich nicht beschrieben ist) relativ schnell und auch das Büro des Veranstalters fand ich gleich wieder. Mittlerweile war es 18 Uhr. Wir waren also 2 1/2 Stunden unterwegs. Zwischendrin war die Stimmung nicht so besonders relaxt im Auto. Aber was soll es, jetzt waren wir angekommen und wollten einen Ersatztermin ausmachen. Wir wurden ganz freundlich begrüßt und uns wurde mittgeteilt, dass sie mittlerweile einen Reiseführer gefunden hätten und wir könnten gleich los gehen. Aha… Ok…. Dann los….

Zusammen mit 2 jungen Kerlen machten wir uns auf in das Nachtleben von Joburg. Und zwar in einer Gegend, in der man sich normalerweise nicht rumtreibt, wenn es dunkel wird. Die Jungs waren sehr motiviert, erzählten uns über die Geschichte von Yoeville und beruhigten uns, dass es keinen Grund gäbe, ängstlich zu sein. Wir sollten nur unsere Augen offen halten und auf unsere Wertgegenstände aufpassen.

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Wir genossen den Sonnenuntergang in Joburg

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und waren gespannt auf die Dinge, die wir heute Abend sehen und erleben durften. Wir marschierten weiter und wurden mit dem Schauen nicht mehr fertig.  Nach ca. 1 Stunde quer durch das Stadtviertel kehrten wir in einer Bar ein, genehmigten uns eine Halbe und bekamen leckeres, typisch südafrikanisches Essen serviert. Papp mit Gemüse und Fleisch. Das Fleisch war eine Art Geschnetzeltes mit Rindfleisch und Leber. Puhh, das war gar nicht so einfach, nur das Rindfleisch raus zu picken. Aber ich schaffte es, ohne Ausnahme. Andreas erwischte 1 mal Leber. Und die Jungs, glaube ich, erwischten dafür kein Rindfleisch….

Als der Teller leer war und das Bier getrunken, marschierten wir weiter. Die Straßen waren sehr belebt, alle Geschäfte hatten noch geöffnet, sogar der Friseur.

Wir waren ziemlich überrascht, als wir dann nochmals in einer Bar einkehrten und zu unserem Bierchen einen Fisch serviert bekamen, der aber so scharf war, dass wir ihn gar nicht richtig genießen konnten. Die Schüsseln auf dem Tisch waren zum Hände waschen. Zuvor und danach. Denn Messer und Gabel gab es auch hier nicht.

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Unsere nächsten Schritte machten wir durch die angrenzende Markthalle, in der es alles mögliche zu kaufen gab.

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Unter anderem fanden wir auch einen Shop, der ein Gebäck sehr ähnlich unseren „Auszognen“ verkaufte. Natürlich probierten wir es, kam aber dann doch nicht an die bayerischen Originale dran.

Nach 2 1/2 Stunden fuhren wir dann mit einem Einheimischen-Taxi zurück zu unserem Parkhaus und müde und beeindruckt von den Erlebnissen der letzten Stunden fuhren wir innerhalb von 45 Minuten nach Hause.

Am Samstag morgen fuhr ich um 6.30 Uhr auf den Burenmarkt und Andreas ein wenig später zum Tennis. Um 10 Uhr waren wir zu der Überraschungs-Geburtstags-Party von Nadja eingeladen. Wir blieben bis 22 Uhr sitzen…. Scheee war´s.

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Als wir am Sonntag ausgeschlafen hatten, machten Andreas und ich nochmals eine Tour nach Johannesburg auf den Roof Top Market und zu Amatuli, um noch ein paar Bilder und Souveniers aus Südafrika zu erstehen.

Wir statteten auch der Bank einen kurzen Besuch ab, da wir für unseren Kurztrip nächstes Wochenende US$ benötigen. Vorsichtshalber hatte ich schon meinen Reisepass dabei, genügte aber nicht. Die Bankangestellte wollte von uns auch das Flugticket sehen, damit sie uns ausländische Währung auszahlen darf. Also sind wir unverrichteter Dinge wieder gefahren.

Nachdem ich am Montag die Kids in die Schule gebracht habe, eine Stunde gesportelt habe und 1 Stunde auf einem Geburtstagsfrühstück mitgefeiert hatte, genoss ich meine letzte Englisch-Stunde und machte mich dann wieder auf zu unserer Bankfiliale. Nach 30 Minuten Wartezeit kam ich dann doch endlich mal an die Reihe, als mir die Angestellte erklärte, dass die Kollegin, die für Devisen zuständig ist, leider gerade in Mittag gegangen sei und in ca. 30 Minuten wieder am Schalter sei. Also bin ich 30 Minuten durch das Einkaufszentrum gelatscht und habe mich dann nochmals in der Schlange angestellt. Als ich endlich an der Reihe war, verlangten die Dame plötzlich zusätzlich auch noch eine Bestätigung meines Wohnsitzes, da mein letzter Nachweis von 2015 sei. Ich machte ihr klar, dass ich keinen anderen Beweis als unseren Mietvertrag von 2015 habe. Das war ihr aber egal. Sie bestand auf einen neuen Nachweis. Dann zog ich, mal wieder, unverrichteter Dinge ab. Die Kids warteten schon an der Schule auf mich und zu Hause machten wir nur einen kurzen Stopp, da ich Johanna und ihre Freudinnen zum Reiten fahren musste. Während sie Mädels auf den Pferden saßen, fuhr ich wieder zur Schule, holte die Jungs ab, setzte sie zu Hause ab, sprang schnell auf dem Weg zum Reitstall in den Supermarkt und kam dann um 18 Uhr wieder mit Johanna zu Hause an. Fertig mit dem Tag!

Dienstag war wieder Tuck-Shop-Tag und es war viel los. Ruthild war heute alleine in der Küche und musste Lasagne für ca. 200 Kinder machen. Gut, dass es die Lasagnenudeln auch als Meterware gibt.

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Als meine Schicht an der Schule heute zu Ende war, machte ich mich nochmals zu der Mission „US$“ auf. Und siehe da. Nachdem ich wieder 30 Minuten in der Schlage stand, sie weitere 20 Minuten brauchte, um alle Nachweise zu kopieren (wobei sie nicht bemerkt hat, dass ich ihr den gleichen Mietvertrag wie 2015 vorgelegt hatte), machte der Computer dann Probleme. Aber 2 Minuten bevor der Schalter schloss, bekam ich dann doch meine Dollars… Ich möchte gar nicht ausrechnen, wie viel Zeit ich für diese 300 $ investiert habe!

Am Mittwoch packte ich dann die Koffer für unser verlängertes Wochenende nach Botswana, Simbabwe und Sambia, ging mit Sebi zum Sehtest und Abends mit Andreas, Martina und Jürgen zum Inder lecker essen.

Am Freedom Day fuhren wir morgens zum völlig überfüllten Flughafen nach Johannesburg. Anscheinend kamen mehrere auf die Idee, das lange Wochenende zu nutzen. Wir flogen mittags mit einer kleinen Maschine nach Kasane (Botswana).

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Der Flughafen dort war winzig klein, aber genauso überfüllt wie in Johannesburg. Die Gepäckwagen mussten sich durch die Menschenschlange an den Passkontrollen drängen und luden dann das Gepäck einfach im Vorraum ab.  Afrika eben…

IMG_4149Johanna ist unser Koffer-Expertin und schwuppsdiewupps hatte sie auch diesmal unsere Koffer gleich erspäht und wir konnten uns auf den Weg nach draußen machen. Der Fahrer der Lodge holte uns mit seinem Jeep am Flughafen ab. Wie halt alle anderen Afrika-Touristen auch.

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Und keine 2 Stunden später saßen wir auf einem kleinen Motorboot und schifften über den Chobe Fluss.

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Unser Guide Paul erklärte uns einiges über die Tiere und den Chobe-Fluß, während er uns am Ufer entlang manövrierte.

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Wir bekamen unzählige Tiere zu Gesicht, viele Fischadler saßen in den Bäumen

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und unterhalb machten es sich die Krokodile gemütlich.

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Wir fuhren sehr nah an die Nilpferde heran, immer in der Hoffnung, dass sie sich nicht gestört fühlen.

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In der Ferne machte gerade ein Hippo einen Landspaziergang, was Tags über sehr selten ist. Das lag wohl auch am Wetter, denn da es bewölkt war, brannte die Sonne nicht auf die empfindliche Haut.

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Die Mama mit ihrem Baby beobachtet uns sehr, sehr aufmerksam.

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An der Uferböschung waren Duzende Vögel mit ihrem Nesterbau beschäftigt.

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Und plötzlich kam der Elefant, den wir zuvor ein paar Meter flussabwärts im Gebüsch entdeckt haben, ans Ufer zum Trinken.

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Wir konnten uns gar nicht satt sehen und der Elefant hatte auch keine Eile. Aber irgendwann zog er dann doch ab und wir machten uns auf den Weg Richtung Anlegestation. Mittlerweile bei Sonnenuntergang.

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 In der Lodge gab es ein leckeres Abendessen und der Lodgeverwalter erzählte uns von seinem Leben hier und auch von seinen Erfahrungen tief im Busch mit wilden Tieren. Er ist schön öfters mit seiner, jetzt 6 Jahre alten Tochter durch den Busch gewandert, 5 Meter an Löwen und Elefanten vorbei. Und das sind hier in Botswana nicht nur Geschichten, dass ist hier wirklich Realität.

Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen, da wir um 5.45 Uhr zum Game-Drive im Chobe-Nationalpark abgeholt wurden. Warm angezogen und in Decken eingehüllt machten wir uns auf den Weg. Leider wurden wir nicht für den Fluß-Weg zugelassen und mussten erstmal ca. 20 Kilometer auf der Teerstraße durch den Park fahren. Ohne Tiere.

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Aber irgendwann bogen wir dann doch in die Sandstraßen ein und nach einiger Zeit sahen wir einen einzelnen Büffel.  Diese seien am gefährlichsten, meinte unser Guide. Naja, freundlich schaute er wirklich nicht.

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Als wir dann einige Kilometer weiter fuhren, kamen wir in eine riesige Büffelherde mit ca. 200 Tieren.

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und kurz darauf entdeckte unser Guide Löwenspuren im Sand. IMG_4523

Da auch schon die Geier in Sicht waren, machten wir uns Hoffnungen, den Löwen zu entdecken.

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Es dauerte auch nicht lange, da sahen wir im Gebüsch, ganz weit hinten ein paar Löwinnen mit ihren Jungen marschieren

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und während wir alle nach rechts schauten, verkroch sich links vom Auto der Löwe unter einem Busch.

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Weg waren sie alle… Unser Guide war dann der Meinung, die Familie geht jetzt sicher ans Ufer zum Trinken und wir fuhren den einen Weg zum Fluss. Leider den falschen… Der andere Reiseführer hatte sich für den richtigen Weg entschieden, wie wir aus der Ferne per Zoom feststellten.

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Aber dafür wurden wir mit einem Elefanten belohnt, der auf einer kleinen Insel sein Frühstück einnahm.

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Bewacht von den Parkguides. In Botswana gilt das Gesetzt, wenn du beim Wildern erwischt wirst, wirst du sofort erschossen.

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Unser Guide war dann der Meinung, die Löwen-Familie wandert jetzt sicher zurück zu dem Löwen und wir warteten 30 Minuten vor dem Baum, unter dem der Löwe vorhin verschwand. Vergebens…

Wir fuhren weiter auf den Rastplatz um unser kleines Frühstück einzunehmen. Der Platz liegt mitten im Nationalpark und ist weder eingezäunt noch gesichert. Als wir unseren Guide fragten, warum es hier sicher sei und wir hier aussteigen können, meinte er, es sei schon sicher. Relativ sicher. Obwohl vor 2 Wochen hier die Löwen waren. Aber dann steigt man ja nicht aus. Und wenn die Löwen jetzt kommen, sollen wir doch einfach schnell ins Auto steigen. AHA. Gut zu wissen..

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Da waren wir dann gleich ganz schnell fertig mit den Keksen und dem kalten Tee/Kaffee und fuhren Richtung Lodge.

Kurz vor Parkende standen mehrere Autos am Straßenrand. Und da hier keiner wegen Impalas so einen Aufstand macht, mussten es Katzen sein. Wir fragten im Auto neben uns nach und tatsächlich war hier ein Leopard. Wo? In der Mitte des Bildes beim dritten Baum liegt er in der Krone:

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Da musste man aber genau schauen und nur mit dem Zoom meiner Kamera konnten wir ihn nach langem Suchen entdecken.

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Aber bei Katzen herrscht immer große Aufregung, auch bei uns im Auto und es dauerte, bis alle ihn mit eigenen Augen lange genug gesehen hatten und erst dann fuhren wir weiter.

Wir konnten dann nur kurz beim Jackal halten, da wir schon etwas spät dran waren.

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Die Löwen-Wartezeit und der Leopard hatten uns ganz schön Zeit gekostet.

Nun mussten wir aber zurück zur Lodge. Es gab normalerweise nur bis 9 Uhr Frühstück und so ganz begeistert sahen sie nicht aus, als wir erst um 10.30 Uhr zum Frühstück erschienen.

Aber wir konnten ja nichts dafür und nach einem ausgiebigen Frühstück mit Omelettes waren wir alle fertig für ein kleines Nickerchen. IMG_4708Zumindest Andreas und ich. Und der Warzenschweinvater im Garten.

IMG_4706Den Nachmittag verbrachten wir dann nochmal mit einer Boot-Safari auf dem Chobe mit einem Pärchen, dass sehr vogelinteressiert war. Ich ließ mich gleich ein bisschen anstecken und machte immer fleißig von jedem Federvieh X Fotos.IMG_4740

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Aber natürlich sahen wir auch wieder viele Nilpferde,

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eine Herde Impalas, die am Ufer entlangspazierten

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und einige Water Monitor Lizards.

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Als wir dann wieder an die Stelle kamen, an der wir gestern Nachmittag die Vögel an der Uferböschung beobachtet hatten, stellten wir fest, das nun eine andere Tierart den Hügel in Besitz genommen hatte.

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Auch dieses mal verging die 2 1/2-stündlige Bootsfahrt viel zu schnell, wir bekamen aber nochmal mit einem tollen Sonnenuntergang in Botswana präsentiert.

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An einem großen Tisch mit Gästen aus verschieden Ländern genossen wir unser Abendessen und um 21 Uhr gingen die Lichter in der Lodge aus…

Am nächsten Morgen frühstückten wir mit der Inhaberin der Lodge (rot) und einem weiteren Gast und

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Jens, ein Biologe aus Deutschland, der zur Zeit in Botswana einen Tierfilm dreht und auch schon viele Produktionen für ZDF und WDR gemacht hat, zeigte uns seine neues Bilder vom Chobe Nationalpark. Sehr beeindruckend!

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Während wir auf unser Taxi warteten, nutzen wir noch alle das WLAN aus. Wer weiß, wann es wieder eins gibt…

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Der Taxifahrer brachte uns an die Grenze zwischen Botswana und Simbabwe, die ca. 50 Kilometer entfernt lag. Vor der Grenze warteten ewig lange Schlangen von Lastwägen, um die Grenze passieren zu können. Manchmal sogar 2 bis 3 Wochen!

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Und während Andreas und ich uns an der Schlange beim Grenzhäuschen in Botswana anstellten,

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plauderte Sebi ein bisschen mit dem Fahrer.

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Dieser übergab uns nach der botswanischen Grenze an einen Kollegen, der mit uns dann die Formalitäten an der Grenze zu Simbabwe erledigte. Hier benötigten wir unser US $. 250!!! Für das Visum nach Simbabwe und Sambia.

Nachdem wir eine halbe Stunde gewartet hatten, konnten wir die Grenze passieren

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Schon waren wir in Simbabwe. Unser Fahrer brachte uns zu unserem Hotel in Victoria Falls und nach dem Einchecken und Zimmer beziehen wurden wir auch schon wieder vom Shuttle Bus zur Sunset Cruise auf dem Zambezi River abgeholt. Zufälligerweise trafen wir dort Andreas´s Arbeitskollegen mit seiner Familie, die auch für das verlängerte Wochenende Silver Lakes entflohen sind. Nur leider hatten sie am Donnerstag nicht so viel Glück am überfüllten Johannesburger Flughafen und mussten erst noch eine Nacht im Hotel in Johannesburg verbringen, ehe sie losfliegen konnten.

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Wir genossen die Fahrt auf dem Fluss und auch die „All inclusive“ Getränke an Bord. Da wir uns gegen die Malaria-Prophylaxe entschieden haben, durften wir auch Alkohol trinken. Karsten und Caro dagegen nicht… Dafür hatten sie aber auch nicht andauern ein schlechtes Gewissen wegen den Mücken…

Große Aufregung herrschte an Bord, als am Ufer eine Gruppe Elefanten zu sehen war.

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Der 3. Höhepunkt (nach Freigetränken und Elefanten) war der Sonnenuntergang in Simbabwe.

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Nun war es dunkel, die Schifffahrt vorbei, die Kids aufgeräumt vor dem Fernseher und wir….. wir genehmigten uns noch ein kleines Getränk an der Bar.

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Nach dem Frühstück fuhren wir dann mit unserem Guide zum Big Tree, einem über 2000 Jahre alten Baobab-Baum.

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Während wir das Naturwunder bestaunten, reihten sich die Straßenhändler vor unserm Auto in Reih und Glied auf.

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Wir fuhren weiter mit dem Auto zum Flussufer und gingen das letzte Stück zu Fuß. Die Beweise, dass kurz vor uns schon jemand diesen Pfad gegangen war, waren unübersehbar.

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Wir waren noch viele Kilometer von den Victoria-Wasserfällen entfernt, konnten aber jetzt schon die Gischt sehen, die sie verursachten.

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Beeindruckend. Und die Landschaft unbeschreiblich schön!

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Unser nächster Stopp war auf dem Markt, wo ein Händler Johanna und Maximilian versuchte, eine Trommel aufzuschwatzen.

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Er schaffte es auch…

Während dessen tauschte Sebastian seine Spielkarten gegen einen Holzelefanten und Maxi sein Kappe ebenfalls…

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Jetzt war ich der Meinung, wir sollten lieber fahren, bevor wir noch Haus und Hof tauschten. Wir fuhren zum The Victoria Falls Hotel, das edelste Hotel am Ort, um von dort einen tollen Blick auf die Brücke zu haben, die Simbabwe (links) und Sambia (rechts) verbindet. Im Hintergrund die Victoria Falls.

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Nun mussten wir leider wieder zum Hotel zurück, da uns von dort der Shuttle zum Hubschrauberlandeplatz abholen wird. Ja, wir hatten uns dazu durchgerungen, uns diesen unglaublich teuren Spaß zu gönnen, da jeder davon geschwärmt hat.

Nach einer kleinen Einführung und wiegen aller Personen durften wir in den Heli steigen. Wir und der Pilot…

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Hinsetzen, anschnallen, los geht’s…

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Das war der erste Helikopterflug von den Kids, Andreas und ich durften ja bei unserer Hochzeit (übrigens: das war genau heute, also, heute, an dem Tag, an dem ich gerade über den Heliflug schreibe, vor 15 Jahren….) bereits eine Runde fliegen.

Die Aussicht war eindrucksvoll und der Pilot drehte eine 8 über den Fällen, damit jeder einen idealen Blick auf die Wassermassen hatten, die sich in die Schlucht stürzen.

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15 Minuten Flug und schon war das Flug-Abenteuer wieder vorbei. Und wir alle hatten ein Grinsen im Gesicht, weil wir so begeistert waren.

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Das waren jetzt die Vic-Falls von oben, unseren nächsten Termin hatten wir an den Vic-Falls. Wir machten eine Wanderung auf der gegenüberliegenden Seite der Fälle. Genau da, wo die Gischt niederfällt und die Flora einem Regenwald gleicht.

Die ersten Meter hatten wir einen tollen Blick auf die tosenden Wassermassen, die hier zu dieser Jahreszeit herunterfließen. Im Oktober/November fließt nur an der Hälfte der Wasserfälle noch Wasser herunter. Unvorstellbar.

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Und dann kamen wir den Hauptwasserfällen immer näher und wurden immer nässer.

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Die Fälle, die direkt gegenüber von uns lagen, waren vor lauter Gischt nicht mehr zu erblicken, aber gespürt haben wir sie bis auf die Unterwäsche!!! Am Ende der Fälle standen wir pitschnass (bis auf Maxi, der hat sich ein wenig vor den „Duschen“ gedrückt“) an der historischen Brücke, die Simbabwe mit Sambia verbindet.

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Eigentlich war jetzt geplant, nach Hause zum Umziehen zu fahren und dann zu Fuß von Simbabwe nach Sambia auf der historischen Brücke zu gehen. Das wäre aber reine Zeitverschwendung und so beschlossen wir, pitschnass wie wir waren, die Grenze zu passieren.

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Von der Brücke sprangen auch ein paar Narrische Bungee, die wir dabei kopfschüttelnd beobachteten.

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Jetzt waren es dann aber genug Erlebnisse für heute und wir freuten uns, wieder im Hotel angekommen zu sein. Da wir kein Mittagessen hatten, beschlossen wir um 17 Uhr ins Hotelrestaurant zu gehen um unseren Hunger zu stillen. Der Ober ignorierte uns aber völlig und als wir zu ihm gingen und nachfragten, ob wir was bestellen konnten, meinte er, es ginge schon, aber die Küche serviert erst am 19 Uhr. Ok, das war dann doch ein wenig lange zu warten und wir beschlossen, uns in unserem Zimmer währenddessen noch eine Tasse Tee zu machen. Andreas aber brauchte ein bisschen „Auslauf“ und erkundete die Gegend rund ums Hotel. Um 18 Uhr stand er wieder auf der Matte und überredete uns zum Abendessen in das Boot-Clubhaus neben dem Hotel zu gehen. Leider dämmerte es schon ein wenig und die Nilpferde kommen ja im Dunklen aus dem Wasser…. Aber wir schafften die 500 Meter an der Hauptstraße ohne Zwischenfall und bestellten uns Burger, Pommes, Fisch, Cola, Bier und Wein und hatten einen gemütlichen, rustikalen Abend. Alle anderen Tische waren von Einheimischen besetzt und nach 2 Stunden machten wir uns dann auf den Heimmarsch. Es waren wirklich nur ein paar Hundert Meter, die wir im Entenmarsch am Straßenrand entlang watscheln mussten. Aber trotzdem waren wir mehr als froh, dass wir keinem größeren Tier begegnet sind.

Müde fielen die Kids ins Bett und Andreas und ich leerten den Rest der Flasche Wein, die wir im Restaurant nicht mehr schafften, am Pool aus.

Nun war der 01. Mai. Auch hier ein Feiertag und unser Rückreisetag nach Pretoria. Wir mussten aber zuerst von Victoria Falls (Simbabwe) nach Livingstone (Sambia) um dort in unseren Flieger zu steigen. Auch hier wurden wir wieder an der Grenze einem anderen Fahrer übergeben.

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Am Flughafen angekommen freuten wir uns auf den kurzen Flug von 1.40 Stunden.

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Maximilian beobachtete ganz genau, ob unsere Koffer auch wirklich im Flugzeug verstaut wurden.

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Und so schnell konnten wir gar nicht schauen, da waren wir schon über den Wolken

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und genauso schnell beim Landeanflug in Johannesburg.

Jetzt mussten wir nur noch unser Auto vom Parkservice abholen und dann ab nach Hause! Da hieß es dann, mal wieder, Koffer auspacken…

Am Dienstag brachte Andreas die Kids zur Schule und genoss noch einen freien Tag zu Hause, den wir aber vollgestopft mit organisatorischen Dingen hatten. Trotzdem nahmen wir uns Mittag eine kleine Auszeit bei einem gemütlichen Mittagessen.

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Abends grillten wir mit einer befreundeten Familie. Kerstin war auch gleichzeitig die Klassenlehrerin von Johanna. Das ist immer eine komische Situation für die Kinder. Wir kennen auch die Klassenlehrerin von Sebastian privat und da kommen die Kids dann auch immer ein bisschen mit dem „du“ und „sie“ in Bedrängnis.

Die Tage werden immer weniger in Südafrika und die „to do“ Liste leider immer länger. Es dauert, bis man ein Thema wirklich ganz von der Liste streichen kann. Hier alles abmelden und gleichzeitig in Deutschland wieder alles anmelden, kostet Zeit. Und Nerven. Vor allem mit unserem Telefon-/Internetanschluss haben wir bereits Stunden am Telefon verbracht. Warten wir es mal ab, ob es erfolgreich umgestellt wird.

Am Donnerstag hatten wir bereits die erste Hausbegehung mit unserem Verwalter und der Dame, die uns die Inneneinrichtung vermietet hat. Mit Willi, unserem Hausverwalter, läuft alles prima und er wird uns die Kaution auch schon 2 Wochen vor Auszug überweisen, damit wir nicht am letzten Tag mit den ganzen Rand dastehen. Sehr nett. Aber so wie es aussieht, müssen wir einiges von dem Geld gleich weiter an die Innausstatterin weitergeben, die ist ganz schön pingelig.

Freitag hatte Andreas seine erste Abschiedsfeier in der Arbeit. Ich brachte ihm 35 Portionen warmen Leberkäs, Brezen, Händlmeier Senf und Colas ins Werk, zusätzlich zu den 6 Kuchen, die er morgens schon mitgenommen hatte. (Pssst, waren gekaufte Kuchen!)

Am Samstag fuhr Sebastian mit seinem Freund Jan nochmal auf die Schießanlage, Maximilian war auf einer Geburtstagsfeier im Kletterpark und Johanna feierte ihre Abschiedsparty. Sie traf sich mit 6 Mädchen bei uns zu Hause und wir fuhren sie dann in die Menlyn-Einkaufs-Mall, wo sie sich in Gruppen aufteilten und verschieden Aufgaben, die sich sich zuvor gegenseitig stellten, erfüllen mussten. Andreas und ich zogen auch los und 10 Minuten bevor wir uns mit den Kids trafen, kauften wir noch einen Lautsprecher für unsere Party in 2 Wochen und eine Küchenmaschine. Wir haben ja eh fast kein Gepäck, dass wir nach Deutschland schiffen müssen, ha, ha, ha….

Als wir uns um 17 Uhr mit den Mädels beim Ausgang trafen, machten ich noch ein paar Fotos von ihnen mit dem Sonnenuntergang. Und vor lauter hin und her habe ich dann meine Tüte vom H & M stehen lassen, in der ein Hemd und Socken für Sebastian drin waren. MIST.

Wir brachten die Mädels zu uns nach Hause und es herrschte gleich große Aufregung, da vor unserem Garten ein großer Kudu an unseren Rosen kabberte.

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Wir luden die Jungs ein und brachten sie zu den Kindern von Tim und Sonja, ließen sie dort aussteigen und Tim und Sonja einsteigen. Wir Erwachsenen fuhren in ein leckeres, abseits gelegenes Restaurant mit leckerem Essen und gutem Wein. Als wir dann auch noch auf dem Heimweg beim Jungseinladen auf ein Gläschen hängen blieben, wurde es dann doch allmählich Zeit, nach Hause zu den Mädels zu schauen. Denen ging es aber gut und wir verzogen uns in unsere Betten. Die Mädels schliefen auch irgendwann im Wohnzimmer ein. Am nächsten Morgen gab es dann noch ein gemeinsames Frühstück

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und dann verzogen sich alle wieder nach Hause. Die erste Abschiedsparty war vorbei. Und die gute Laune von Johanna für heute erstmal auch…

Sebi und Maxi gingen Mittags zum Golfen und ich packte Andreas´s Koffer bis in die letzte Ecke voll. Zusätzlich schnürte ich ihm auch ein schönes Päckchen mit der Küchenmaschine als Handgepäck. Vollbepackt mit 2 Koffern je 32 Kilo und 2 Handgepäck (davon eins die Küchenmaschine mit 12 kg) fuhr ich ihn am Spätnachmittag zum Flughafen. Andreas hatte schon Bedenken, ob der Flieger wirklich abheben konnte mit so viel Gewicht….

Aber es war wieder mal kein Problem für das Flugzeug und den Kapitän, sicher in München zu landen. Das Problem war dann nur das Mietauto, dass jemand aus irgendeinem Grund storniert hatte… Da musste meine Mama kurz einspringen und Taxi vom Flughafen nach Altdorf und dann nach Dingolfing spielen.

Am Dienstag war mein letzter Tuck-Shop-Tag und bei leckerem Kuchen und einem Gläschen Sekt verabschiedete ich mich von den Küchenhilfen

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und von den beiden Köchinnen Istelle und Ruthild.

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Und natürlich, auch schweren Herzens, von Anna, die immer Dienstags mit mir zusammengearbeitet hat…

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Zufälligerweise war meine Englisch-Lehrerin (und die der Kids)  auch an der Schule und so bekam sie auch ein Stück vom Abschiedskuchen  ab…

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Die Zeit des Abschiednehmens ist keine einfache Zeit…

Aber gehört halt auch dazu und das Leben geht weiter. So auch jetzt, als ich mit Maxi und seinem Freund Raphael gleich nach der Schule und meinem Tuck-Shop-Dienst um 15 Uhr ins Einkaufszentrum gefahren bin, damit wir für Maxi´s Abschiedsparty noch eine DVD kaufen können. Johanna wurde währenddessen von Anna mit nach Hause genommen. Die Jungs marschierten zielstrebig zum Musikladen und dann auf dem kürzesten Weg weiter zum McDonalds…

20170509_151541Die Jungs gestärkt und ich müde, fuhren wir nach Hause zu Johanna, holten Sebastian zuvor aber noch bei seiner Praktiumstelle bei „Engel & Völkers“ ab, bei denen er diese und nächste Woche arbeitet. Als wir zu Hause ankamen und nach Johanna riefen, antwortete sie aus dem Elternschlafzimmer. Sie sagte, sie komme nicht mehr aus dem Zimmer, die Türe ginge nicht mehr auf. Johanna wollte unser Badezimmer benutzen, da ihres gerade von Christina gereinigt wurde. Wir haben keinen Schlüssel für unser Badezimmer und so hat Johanna die Türe des Schlafzimmers, durch das man erst gehen muss, damit man in unser Bad kommt, zugesperrt. Der Griff der Schlafzimmertüre hing in einer ungewöhlichen Position und da wir auch von außen die Türe nicht öffnen konnten, was zuvor Christina auch schon probiert hatte, rief ich unseren Hausverwalter an.  Natürlich war der telefonisch nicht zu erreichen. Da er aber nur ein paar Straßen entfernt wohnt, setzte ich mich schnell ins Auto und fuhr zu ihm. Ich schilderte ihm kurz unser Problem, er packte seinen Werkzeugkoffer und folgte mir zu uns nach Hause. Mittlerweile war Johanna fast 1 1/2 Stunden eingeschlossen, was aber nicht wirklich ein Problem war. Ich hatte ihr ihre Schulsachen und ihr Handy durchs Fenster gereicht, etwas zu Knabbern und Zugang zur Toilette hatte sie auch. Und ein riesiges Bett. Willi, unser Hausverwalter meinte, Johanna könne von innen beim Scharnier den Stift nach oben raus klopfen und dadurch könnten wir dann die Türe von der anderen Seite öffnen. Leider funktionierte es bei Johanna nicht, also zwängte sich Sebastian durch die Gitterstäbe am Fenster und versuchte seiner Schwester zu helfen. Vergebens. Sebi´s Freund, der mittlerweile zu Besuch kam, versuchte ebenfalls durch das Gitter zu steigen, um den beiden zu helfen, doch leider schaffte er es nicht durch die Stäbe.

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Also blieb nichts anderes übrig, als den Schlüsseldienst zu rufen, was Willi für uns erledigte.

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Mittlerweile war es schon stockdunkel bei uns, Willi war wieder nach Hause gefahren, als der Schlüsseldienst um 18.30 Uhr kam, die Türe öffnete und nach 5 Minuten wieder weg war. Im Schloss hatte sich eine Schraube gelockert und somit konnte der Schnapper nicht mehr nach hinten gedrückt werden. Das war das Problem, dass Johanna 3 Stunden eingesperrt hatte. Hier wird es nie! langweilig!

 Am Mittwoch holte ich bei Martina im Gemeindehaus 10 l Glühwein ab, den sie uns für unsere Abschiedsfeier gekocht hat und verbrachte den Vormittag am Computer beim Blog schreiben. Wie auch schon 2 Vormittage letzte Woche und einige Stunden zwischendrin. Und auch am Donnerstag saß ich, nachdem ich morgens eine Runde gelaufen bin, wieder 5 Stunden dran… Am Nachmittag besichtigte die Innenausstatterin mit einem Ehepaar unser Haus, da diese einige der Möbel kaufen werden. Sie versicherte mir aber, dass sie die Möbel erst nach unserem Auszug entfernen wird. Dankeschön!

Die Handwerker, die die Frontseite des Hauses streichen sollen, standen am Freitag Morgen plötzlich einsatzbereit vorm Tor und machten sich gleich an die Arbeit.

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Spätnachmittags kamen die Freunde von Maxi, um mit ihm seine Abschiedsparty zu feiern. Pünktlich als wir zu Fuß zum Pizzaessen gehen wollten, begann es zu regnen. Also mussten wir die kurze Strecke mit dem Auto fahren, was aber die Jungs gar nicht schlimm fanden.

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Während der Wartezeit auf die Pizza liefen sie dann draußen im Regen rum, wollten aber dann unbedingt wieder mit dem Auto nach Hause fahren. Sonst würden sie ja nass werden…

Als ich sie nach einer DVD zum Schlafen verdonnerte und ins Bett ging, waren sie gar nicht begeistert darüber. Ich schlief dann auch bald ein, wachte aber gegen 1.30 Uhr wieder auf, da einige der Jungs immer noch im Wohnzimmer kicherten. Nicht ganz freundlich wies ich sie darauf hin, dass es jetzt wohl wirklich Zeit wäre, zu schlafen und das taten sie dann auch. Bis 6.30 Uhr.

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Um zu frühstücken quälten sie sich dann doch unter ihren Decken hervor und Maxi war sehr traurig, als die alle nacheinander abgeholt wurden. Um nicht zu lange in diese Stimmung zu verfallen, fuhren wir zur Grove-Mall und suchten für Sebastian ein Brillengestell aus. Wieder zu Hause, bei 11 Grad und Regen, genoss ich ein warmes Bad in der Badewanne, die Jungs lagen vorm Fernseher und Johanna hat mit ihrer Freundin einen Kuchen gebacken. Da wir alle von der letzten Nacht ein wenig müde waren und es im Haus so kalt war, krochen Johanna, Maxi und ich ins Bett und wir schauten noch gemeinsam einen Film. Sebi war auf einer Übernachtungsgeburtstagsfeier und kommt erst morgen wieder.

Am Muttertag Morgen, nach lieben Glückwünschen von Johanna und Maximilian, fuhr ich mit Johanna für eine Stunde ins Fitness-Studio, da sie sich es schon lange einmal gewünscht hatte. Als wir vor dem Eingang standen, merkte ich, dass ich vergessen hatte, meine Turnschuhe anzuziehen und wir mussten nochmal zurückfahren. Aber beim 2. Anlauf klappte es dann und es machte uns beiden viel Spaß. Außer uns kam heute morgen keiner auf die Idee, ins Gym zu gehen und somit waren wir ganz alleine.

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Natürlich hatten wir nach so viel Anstrengung Hunger und nach einer schnellen Dusche gingen wir mit Sebastian und Maximilian zum Frühstücken ins Clubhaus. Nachmittag gab es den leckeren Kuchen und wir froren auch heute den ganzen Nachmittag bei 12 Grad. Wird Zeit, dass der Sommer kommt. In Deutschland!

 

Jahreswechsel/Sommerurlaub 2016/2017

Die Adventszeit hat begonnen und damit auch die letzten Tage in diesem Schuljahr. Meine letzten paar Stunden alleine ohne Kids verbrachte ich u. a. mit einem Spaziergang auf einem Hügel in Pretoria zusammen mit einer Freundin. Da man hier aber nicht einfach so spazieren gehen kann, fuhren wir auf eine eingezäunte Farm und marschierten los.

20161130_091423Hmmm, ist schon ein wenig komisch, Eintritt zu bezahlen, nur damit man spazieren gehen kann. Ich habe mich mittlerweile schon daran gewöhnt, freue mich aber schon wieder in Altdorf einfach so durch den Wald zu spazieren. Das ist eines der Dinge, dass ich sicherlich viel mehr schätzen werde, als zuvor.

Auch meine Kaffeeklatschrunde war an einem Vormittag das letzte mal vor den Ferien. Leider ist dieser Termin mit der Weihnachtsfeier der Grundschule zusammen gefallen und eigentlich hatte ich ja auch vor, früher unseren Stammtisch zu verlassen um den Auftritt von Maxis Klasse anzuhören. Aber irgendwie schaffte ich den Absprung nicht rechtzeitig und dann war es zu spät. Aber netterweise hat mir eine andere Mama ein Foto von den Kids geschickt, als sie „Knecht Rupprecht“ vortrugen.

IMG-20161201-WA0003Ich glaube es hat keiner gemerkt, dass ich nicht anwesend war…

Zuhause wurde einer von Tag zu Tag immer nervöser und Donnerstag Abend war es dann endlich so weit! Sebi hatte es tatsächlich geschafft uns zu überreden, für 2 Wochen alleine nach Deutschland zu fliegen und freute sich riesig darauf. Und wir freuten uns mit ihm.

IMG-20161202-WA0044Auch wir wurden am Flughafen ein bisschen nervös, da eine riesige Gewitterfront im Anmarsch war. Aber Sebi (und wir) hatten Glück und der Flieger konnte planmäßig um 19.40 Uhr starten.

Und weil es nicht für alle schon aufregend genug war, der erste Flug von Sebi um die halbe Welt alleine, musste Sebi in Abu Dhabi noch zwischen landen. 4 Stunden warten und landete erst um 13 Uhr in München. Aber glücklich und zufrieden. Nur die Koffersuche auf dem Gepäckband dauerte ein wenig, da ja alle Koffer fast gleich aussehen. Er hat dann doch den richtigen erwischt und Oma und Sebi waren erleichtert, als sie sich dann gegenseitig in die Arme schließen konnten.

Und ab da an war Sebi wieder zu 100 Prozent in Altdorf und vermisste Südafrika, seine Eltern und seine Geschwister (hatte ich zumindest das Gefühl), kein bisschen. Hin und wieder haben wir ihn aber gezwungen, mit uns zu telefonieren. Sebi hatte 2 supertolle Wochen in Deutschland, genoss das Beisammensein mit Familie, Freunden und Nachbarn in vollen Zügen und war von allen soooo begeistert. Danke!!! an jeden einzelnen, der sich Zeit für Sebastian genommen hat und ihm somit 2 supertolle Wochen ermöglicht hat.

Maximilian und Johanna hatten am Freitag ihren letzten Schultag mit Abschlussfeier und Zeugnisübergabe. Dieses mal nahm ich dann auch an der Feier teil und war ganz begeistert als zum Schluss alle Schüler in der Aula auf die Stühle stiegen und aus voller Kehle die Hymne der Schule gesungen haben. Das war voller Emotionen und die weißen Schüler gaben ihr bestes, mit den Schwarzen mitzuhalten. Aber das war schwer, sehr schwer.

Dann mussten alle Kids in die Klassenzimmer und bekamen von den Lehrern die Zeugnisse ausgehändigt. Da Sebastian ja nicht mehr hier war, ging ich zu seiner Klasse um mir von seinem Lehrer kurz das Zeugnis geben zu lassen. Dieser setzte mich dann einfach auf Sebastians Platz und ich musste warten, bis Sebi an der Reihe war. Zeugnisse habe ich noch nie gerne erhalten. Außer das Abschlusszeugnis!!!

Nun waren Ferien. 5 1/2 Wochen!!!

Das freute nicht nur uns, sondern auch die halbstarken Jungs in unserem Estate. Am Spätnachmittag, Johanna hat gerade mit ihrer Freundin gebacken und ich saß im Büro, als wir plötzlich ein paar Jungenstimmen hörten. Und dann tat es einen lauten Platscher und 3 Jungs schwammen in unserem Pool. Wildfremde. Im ersten Moment waren wir Mädels ganz schön perplex. Als ich aber auf die Terrasse ging, sprangen sie aus dem Pool – über den Zaun – und liefen auf und davon. Naja, war wohl eine Mutprobe und die Jungs hatten einen riesen Spaß! Und wir mussten dann auch lachen.

Am Wochenende haben wir es uns erst mal  am/im Pool gemütlich gemacht

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und am 2. Advent aßen wir auf der Terrasse Plätzchen. Ohne Glühwein!

20161203_150601 (2)Aber mit Wein!

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Am Montag morgen fuhr ich Johanna und Maximilian zum Tenniscamp, an dem sie die Woche über vormittags teilnahmen. Ich verbrachte einen Vormittag beim Zahnarzt und bereitete unsere Urlaubstour vor. Nachmittags gingen wir mal ins Kino, in die Menlyn Mall (jetzt mit H&M!!!!) oder die Kids trafen sich mit Freunden. Am Mittwoch verbrachten wir einen gemütlichen Abend mit Freunden beim Inder. Martina und Jürgen haben einige Jahre auch in Indien gelebt, erklärten uns die Speisekarte und suchten mit uns das Leckerste heraus. Leider hatte das Restaurant keine Lizenz um Alkohol zu verkaufen…

Am Samstag morgen waren Andreas und ich mal wieder eher wach und wir fuhren auf den Irenemarket. Hier gibt es neben südafrikanischem Schnickschnack auch leckeres Essen und Livemusik.

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Johanna und Maxi hatten leider keine Lust mitzukommen und so mussten wir dann doch relativ bald wieder zurück nach Hause, damit die beiden nicht stundenlang in ihr Handy schauen. Abends waren wir bei Familie Keller zur Abschiedsfeier eingeladen, die jetzt nach Singapur weiterziehen. Johanna hat mit Freundinnen bedient und sich damit ihr Taschengeld ein bisschen aufgebessert. Es war ein tolles und leckeres Fest und trotz Regen war es kein Problem in deren Haus 50 Personen zu bewirtschaften. Wir blieben aber nicht lange, da Andreas am nächsten Tag  in die USA fliegen musste.

Während er mit dem Taxi zum Flughafen fuhr, radelte ich mit Maxi durch das Game Reserve in unserem Estate und machten uns auf die Suche nach den Antilopen und der Schildkröte.

IMG-20161211-WA0005Leider versteckte sich die Schildkröte zu gut. Wir müssen wohl ein anderes mal weitersuchen.

In der 2. Ferienwoche hatte Maxi vormittags jeden Tag Golf-Ferien-Programm

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Johanna und ich machten es uns zu Hause gemütlich und bekamen immer mal wieder Besuch von Freundinnen. Wir waren ja nur zu dritt diese Woche und da war es ganz ruhig und gemütlich bei den Gruber´s.

Die Ruhe vor dem Sturm…

Andreas landete am Freitag Abend nachdem er über 36 Stunden unterwegs war und war natürlich am Samstag noch ganz geschafft.

Am Sonntag wurde die Gemeindereferentin von Pretoria während des Gottesdienstes, der diesmal unter „freiem Himmel“ statt fand, verabschiedet. Maxi durfte die Kerzen am  Adventskranz anzünden.

Nach dem Gottesdienst gab es ein gemeinsames Mittagessen und anschließend Kaffee und Kuchen und wir wurden immer ein bisschen nervöser…

Noch nie waren weder Andreas oder ich, noch eines unserer Kinder so lange getrennt von unserer „Kleinen Familie“ wie die letzten 16 Tage. Aber nun machten wir uns auf zum Flughafen um Sebastian abzuholen. Und wir hatten Glück! Er ist doch tatsächlich in München in den Flieger gestiegen um wieder zu uns und nach Südafrika zurück zu kehren. Also so schlimm können wir dann ja doch nicht sein und Südafrika nicht so greislig…

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Zuhause war es dann fast schon wie Weihnachten, als Sebastian seine Koffer öffnetet.

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Ich glaube, zu 80 Prozent waren die beiden Koffer mit Süßigkeiten gefüllt, die u. a. Johanna und Maximilian bei Sebastian bestellt hatten. Und mit super leckeren Plätzchen!!! Vielen Dank!!!

Mittlerweile war es Sonntag, 19 Uhr und wir wollten eigentlich morgen um 4 Uhr los fahren in unseren Sommerurlaub an die Wild Coast. Aber irgendwie war ich so entspannt und relaxt die letzten Tage gewesen, dass ich es nicht fertig gebracht habe, die Koffer fertig zu packen. Also entschieden wir, morgen erst gegen 9 Uhr los zu fahren und zuvor noch den Rest zu packen! Ein folgenschwerer Fehler…

Der Wecker läutete um 7 Uhr und Andreas fuhr Semmeln kaufen und ich packte die Koffer fertig. Als er mit seiner EC-Karte zahlen wollte, funktionierte es nicht und so kam er nicht besonders gut gelaunt zum Frühstücken zurück. Mit Müh und Not verstauten wir unser Gepäck im Kofferraum. Keine Ahnung, warum ich es immer wieder schaffe, jeden Kubikzentimeter auszufüllen. Wir entschieden uns noch kurz bei der Bank vorbei zu fahren und die Karte überprüfen zu lassen, da wir ja mit dieser auch während unseres gesamten Urlaubes zahlen müssen. Also machten wir vollbepackt und genervt uns erst mal auf den Weg zum Shopping Center um die Bankfiliale aufzusuchen. Wir zogen brav ein Ticket am Schalter der Bank und es waren noch 15 Nummern vor uns. Und da wir ja mittlerweile wissen, in welcher Geschwindigkeit hier gearbeitet wird, verbesserte sich unsere Laune nicht wirklich. Wir probierten dann am Geldautomat Geld zu ziehen und da es uns gelang, fuhren wir einfach los. Dann müssen wir halt immer Geld abheben. Geht ja auch. Obwohl wir ja eigentlich nicht viel Bargeld bei uns haben sollen. Das war uns jetzt aber egal.

Um unsere Laune aufzubessern besorgten wir für jeden ein Eis vom McDonalds (morgens um 9.45 Uhr) und fuhren nach Howick. Lt. Navi 530 km in 5.15 Stunden. Machbar.

Nach 2 Stunden am Steuer fiel mir dann plötzlich ein, dass ich meinen Tolino (ähnlich wie Kindle) zu Hause vergessen hatte und somit in einen 2 1/2 wöchigen Urlaub ohne Buch unterwegs war!!! Horror!!! Aber noch schrecklicher fand ich, die 2 Stunden zurück zu fahren und somit fuhr ich weiter und ärgerte mich 10 Minuten lang darüber, dass ich nichts zum lesen dabei hatten. Bis mir eingefallen ist, dass ich auch die ganzen Nahrungsmittel, die ich extra für den Urlaub eingekauft hatte, auch zu Hause in der Speise stehen hab lassen. Abgesehen davon, dass ich sie wahrscheinlich gar nicht mehr im Kofferraum unter gebracht hätte, ärgerte ich mich dann gleich noch viel mehr. Aber irgendwann merkte ich, dass das Ärgern ja nichts mehr an der Situation ändert und freute mich auf unser erstes Ziel:

Nelson Mandela Capture Site. Das Monument erinnert an die Gefangennahme Nelson Mandelas. Verkleidet als Chauffeur eines weißen Anti-Apartheid-Aktivisten geriet er am 05.08.1962 in eine Polizeikontrolle. Das war der Beginn seiner 27 Jahre dauernden Haft.

Das Monument von der Seite:

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und von vorne:

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Wie so vieles auf dieser Welt: Es kommt darauf an, aus welchem Blickwinkel man Dinge betrachtet…

Die Kinder hatten keine Lust bei 35 Grad zu dem Monument zu gehen uns blieben lieber, nach 5 Stunden Fahrt, im Auto sitzen. Manche Dinge sind unverständlich!

Wir fuhren weiter zu unserem Hotel,

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machten uns kurz frisch, gingen kurz eine Hose für mich shoppen (hatte ich auch zu Hause liegen lassen) und suchten uns dann ein nettes Restaurant zum Abendessen. Bei Pizza, Wein und Cola ließen wir unseren ersten Urlaubstag ausklingen.

Am nächsten Morgen besorgten wir uns unser Frühstück im Supermarkt und fuhren zum Picknicken. Die Hälfte unseres Frühstücks aßen wir bereits im Auto auf, den Rest während wir auf den Start unserer Canopy Tour warteten.

Wir waren ganz mutig und hatten uns für eine Tour hoch über den Bäumen Südafrikas angemeldet. Nachdem wir eine persönliche Einweisung erhielten und wir uns mit den Sicherheitsmaßnahmen vertraut gemacht hatten, schlüpften wir in die äußerst bequemen Gurte und Helme.

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Zusammen mit unseren Tour-Guides fuhren wir sehr gemütlich auf dem Pickup zum Startpunkt.

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Hätte uns jemand, als wir oben angekommen sind, gefragt, ob wir lieber zu Fuß runter gehen, hätten wir alle ja gesagt. Aber wir nahmen unseren ganzen Mut zusammen und starteten an der ersten Rutsche. Von einem Baum zum anderen Baum. 40 Meter lang an einem Stahlseil mehrere Meter über dem Boden. Einer nach dem anderen. Geschafft! Eine von 12! Die nächste war 150 lang und du siehst nur die ersten paar Meter das Seil und dann kannst du nur erahnen, wo die nächste Plattform ist. Aber es machte irrsinnig Spaß, auch wenn man immer wieder glücklich war, eine Plattform unter seinen Füßen zu spüren.

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Die längste Rutsche war 200 Meter lang und die höchste 35 Meter vom Waldboden entfernt. Und die Aussicht, soweit man sie genießen konnte, war gigantisch.

Bremste man während der Fahrt zu viel, musste man sich das letzte Stück zur Plattform selber ziehen.

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Bremste man während der Fahrt zu wenig, musste man das letzte Stück zur Plattform schreien.

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Ganz mutig ließ sich Maxi von einer Plattform zur anderen gleiten. Sogar den Foto-Stopp nach 10 Metern am Baumstamm meisterte er perfekt!

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Aber am aller, aller mutigsten war Andreas. Dem war die ganze Sache von Anfang an gar nicht geheuer. Da es ihm aber Maxi vormachte, wie es ging,  meisterte Andreas auch alle Plattformen. Naja, zwangsweise. Denn nach der 3. Plattform gab es kein Zurück mehr.

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Auf dem Foto vom Guide sieht man die Länge der Rutsche am besten:

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Das war ein Erlebnis! Ich glaube, heute sind wir alle über uns hinaus gewachsen (ist ja bei unserer Größe nicht sehr schwer)! Und man glaubt gar nicht, was man alles kann, wenn man muss. Hätte es an manchen Plattformen Alternativen zur Rutsche gegeben, wären sie sicherlich von manchem genutzt worden!

Auf dem Boden wieder heil gelandet, entledigten wir uns unserer Schutzausrüstung und nahmen das „leichte Mittagessen“ zu uns, dass zur Tour gehörte. Toast mit Käse gefüllt.

Ganz geschafft setzten wir uns in Auto und fuhren 220 km von Howick nach Uvongo. Unsere erste Unterkunft am Meer.

Unterwegs kamen wir an vielen Hühnerställen vorbei. Irgendwo müssen ja die Unmengen an Hähnchen gehalten werden, die in Südafrika verzehrt werden.

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Unsere Unterkunft in Uvongo war ein sehr süßes Thached Cottage im großen Garten eines Einfamilienhauses.

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Auch innen war es sehr gemütlich eingerichtet aber es roch sehr streng. Modrig und alt. Wir lüfteten erstmal anständig, sprühten ein wenig Deo durch die Räume und packten dann die Koffer aus. Nein, eigentlich ja nicht. Wir haben die Kleidung in den Koffer gelassen und auch den Deckel zu. Obwohl wir ja hier 3 Nächte sind, aber wir wollten nicht, dass wir den Duft des Hauses die nächsten 2 Wochen mitschleppen.

Wir fuhren zum Einkaufen in den Supermarkt und auf dem Weg schauten wir uns nach einem Restaurant zum Abendessen um. Wir entschieden uns für ein Strandlokal mit einer leckeren  Speisekarte und spielten, während wir auf das Essen warteten, Karten.

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Als wir wieder in unserer Unterkunft angekommen sind, hatten wir den Eindruck, dass das Lüften und Sprühen nichts genutzt hatte. Wir wollten es uns dann draußen in dem Freisitz gemütlich machen, da warteten aber schon 100te Mücken auf uns. Wir entschlossen, dann doch gleich ins Bett zu gehen, sprühten noch ein bisschen angenehmen Duft in die Zimmer und auf die Bettdecke und schliefen dann relativ gut in dieser Nacht.

Nach dem Aufstehen frühstückten wir und machten uns trotz wolkenbehangenem Himmel auf zum Strand. Wir waren nicht die Einzigen und da es nicht kalt war, genossen die Kids das Meer, Andreas und ich die Aussicht. Hin und wieder verzogen sich dann auch die Wolken…

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Während die Kinder sich auf der Rutsche vergnügten,

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und von Lifeguards und Polizei sicher bewacht wurden,

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machten wir es uns im Strandlokal gemütlich. Und was trinkt man in Südafrika mittags? Na klar, eine Flasche Wein.

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Anschließend war dann ein bisschen Bewegung angesagt. Zumindest bei den Jungs. Die Mädels machten es sich auf der Decke gemütlich.IMG_0961Nachdem die Kids noch eine Runde im Meer waren, machten wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft. Natürlich mit einem kleinen Stop im Supermarkt und Liquor-Shop. Zuhause machten wir uns frisch, glotzten ein wenig Fernsehen und fuhren dann zum Abendessen. So einfallsreich und abenteuerlustig wir auch sind, wir aßen wieder in dem Strandlokal.

Den nächsten Tag verbrachten wir vormittags im Einkaufszentrum, da das Wetter nicht für einen Strandbesuch geeignet war. Mittags gab es Nudeln mit Soße an unserem Cottage.

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Am Nachmittag wurde es aber schön und wir verbrachten noch ein paar Stunden in der Sonne. Sebastian anscheinend ein paar zu viel. Er hatte am ganzen Oberkörper einen starken Sonnenbrand, der ihn die nächsten Tage ganz schön quälte. Nicht nur beim Schlafen, sondern auch bei den Autofahrten. So ein Gurt kann ganz schön gemein sein.

Andreas wollte heute im Sportheim des Ortes Abend essen und es war ganz interessant, da der Laden gut besucht war. Und das Essen war reichlich, gut

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aber mal wieder total ungesund….

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Nach ein, zwei Bierchen fuhren wir zu unserer Schlafstätte und verbrachten die letzte Nacht in Uvongo.

Die Koffer gepackt und verstaut brachen wir auf zu unserem ersten Ziel heute. Zum Frühstück fuhren wir in das Waffel-House in Uvongo, dass uns die Freundin von Johanna, die seit Jahren ihren Urlaub hier verbringt, empfohlen hat. Wir wussten, dass es zur Urlaubszeit immer sehr voll ist und waren deshalb schon ein paar Minuten vor Eröffnung am Ziel. War auch gut so. Wir waren nicht die ersten und die Wartezeit bis zur Eröffnung wusste jeder sinnvoll zu nutzen.

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Es war wirklich ein guter Tip von Sarah und Johanna bestellte sich die empfohlene Waffel mit Mousse au Chocolat. Besser kann ein Tag nicht beginnen…

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Nach unserem ausgiebigen und leckeren Frühstück machten wir uns auf zu unserem nächsten Ziel. Coffee Bay. 330 Kilometer entfernt und lt. Navi 6.30 Stunden Fahrt. Unser Ziel war eigentlich nur Luftlinie 170 km an der Küste entlang Richtung Süden gelegen, aber da es dort keine Straße gab, mussten wir erst ins Landesinnere und dann wieder zur Küste. Das dauert. Dafür haben wir aber auch viel gesehen unterwegs. Über viele Kilometer erstrecken sich hier die Dörfer. Und der nächste größere Supermarkt ist oft 50 Kilometer entfernt.  Natürlich gibt es überall kleine „Tante Emma“-Läden, aber um die Anzahl von Menschen zu versorgen, die hier alle wohnen, sind diese sicherlich nicht ausreichend.

IMG_1020Dementsprechend, und auch sicherlich, weil es der 23. Dezember war, ging es in den kleinen Städten zu, dass manchmal kein Durchkommen mehr war. Alle erledigten ihre Besorgungen und die Autos parkten in 2. und 3. Reihe. Unglaublich, was die Frauen hier auf ihren Köpfen durch die Stadt tragen…

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Da wurde man mit dem Schauen nicht mehr fertig.

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Und wenn es dann doch mal weiterging, versperrte uns eine Kuh den Weg.

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Auch für den Getränkevorrat über die Feiertage wurde gesorgt:

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Und die Wäsche wurde gewaschen

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Sogar auf den Feldern wurde fleißig gearbeitet. Ein ganz, ganz seltener Anblick. Ein Traktor!

IMG_1056In dieser Gegend haben wir das erste mal gesehen, dass das Regenwasser aufgefangen wird!!!IMG_1050

 

 

 

 

 

 

 

Tiere in Sichtweite!!! Das lies Johanna´s Herz höher schlagen:

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Und zum Greifen nah!

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Wir fuhren durch Bizana, Mount Frere, Qumbu, Mthatha und verließen in Viedgeville die N2 Richtung Mqanduli. Nun ging es 75 Km bergauf-bergab, linke Kurve, rechte Kurve…. Aber immer Teerstraße, zum Glück. Wir konnten  hier die BIG FIVE der Transkei beobachten. Sie liefen neben und auf den Straßen frei herum. Goats, cows, chicken, dogs and donkeys. Es sind sich nicht alle einig, ob nicht manche Tiere durch pigs, sheeps and horses auf der „BIG FIVE-Liste der Transkei“ erstetzt werden sollten. Auf jeden Fall sind hier die Tiere unterwegs und haben natürlich Vorfahrt. Und ihr glaubt gar nicht, wie süß die kleinen, schwarzen Schweinchen hier sind.

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Irgendwann kamen wir in Coffee Bay an und da wir ein wenig deprimiert waren, wegen der letzten Unterkunft, hofften wir dieses mal auf mehr. Das war ja auch die teuerste Unterkunft unserer Reise und im Internet sah das Hotel richtig schön aus. Und dann standen wir vor einem Hotel, dass uns noch mehr deprimierte und Maxi sagte gleich, da gehe er nicht rein. Kurz bevor wir das Einfahrtstor passierten, kam mir das Ganze auch ein wenig komisch vor. Und dann sah ich nochmal auf das Hotel-Schild und bemerkte, dass wir vor dem falschen Hotel standen! Puhh, Glück gehabt. Das andere Hotel kann ja nur besser sein. Der Security-Guide am falschen Hotel erklärte uns dann den Weg zu unserem gebuchten Hotel und das sah von der Ferne schon mal um einiges besser aus. War es auch. Sogar Maxi war zufrieden.

Als wir nach dem Einchecken unsere Zimmer gezeigt bekamen, waren wir total begeistert.

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Die letzten beiden Zimmer waren unsere.

Und vom Bett aus, hatten wir eine traumhafte Aussicht!

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Zusätzlich gab es noch free wifi und VOLLPENSION! Das ist ja fast wie im Paradies!!! Und wir haben alles voll ausgenutzt. Die Aussicht, das wifi, und (leider auch) die Vollpension!

Am nächsten Morgen war schon Heiliger Abend! 24.12.2016!!!

Und was macht man an Heilig Abend, morgens um 6 Uhr, wenn noch alle schlafen…

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Ich raffte mich auf und ging eine runde Laufen am Strand.

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Da war ich dann aber nicht mehr alleine. Es war ganz schön viele Läufer bereits unterwegs und da der Strandabschnitt nicht sehr lang war, nur ca. 500 m, hatte man ganz schön viel Gegenverkehr. Obwohl der Gegenverkehr nicht so sehr störte, wie die Läufer, die mich andauert überholt haben… Nach 35 Minuten hin- und herlaufen reichte es mir dann und ich wollte ja auf keinen Fall zu spät zum Frühstück kommen!!!

Um das ausgiebige und leckere  Frühstück zu verdauen, machten Johanna, Andreas und ich einen kleinen Spaziergang. Johanna hatte am morgen Reiter am Strand gesehen und ging nur deshalb mit, um diese zu finden. Pferde sahen wir nicht am Strand, aber Kühe.

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Und leider auch das typische Südafrika. Neben den herrlichsten Stränden im Land. Müll:

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Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass wir an der Wild Coast sind? Wild ist hier vor allem der Wind… und die Tiere, die frei durch die Gegend laufen

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Johanna machte den Versuch, eines der Pferde zu streicheln. Schaffte es aber leider nicht…

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Nach dieser langen, anstrengen Wanderung haben wir uns eine Belohnung verdient.

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Und Johanna kam auch noch auf ihre Kosten. Ein Junge kam mit seinem Pferd angeritten und hatte Johanna gefragt, ob sie mal reiten möchte. Den Strand rauf und runter für R 20.  Da hat sie natürlich sofort zugesagt.

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Währenddessen vergnügten sich die Jungs und Andreas im Meer. Ach ja, es war ja Heiliger Abend! Bei uns ist bis jetzt noch null Weihnachtsstimmung aufgekommen. Das passt einfach nicht zusammen. Strand und Weihnachten!!! Aber irgendwie zelebrieren müssen wir das ja schon. Auch wenn wir hier getrost darauf verzichten könnten, da es ja kein richtiges Weihnachten für uns ist. Aber da die Kinder nicht auf ihre Geschenke verzichten möchten, versuchten wir kurz den Heiligen Abend besinnlich zu zelebrieren. Da es den Kindern am Nachmittag sooo langweilig war

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kam das Christkind bereits schon vor dem Abendessen!!! Das erste mal im Leben unserer Kinder, dass sie nicht warten mussten, bis wir (und vor allem der Onkel Michael) fertig waren mit dem Abendessen!!!

Das Christkind hat sich ein schönes Plätzchen unterhalb unseres Zimmers ausgesucht, Palmenblatt und Geschenke schön neben die Bananenpflanze platziert und hat (vergeblich) versucht, die Kerzen des Adventskranzes anzuzünden. Das war schier unmöglich bei dem Wind!

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Auf das Singen von Weihnachtsliedern haben wir aus Rücksichtnahme auf die anderen Hotelbesucher lieber verzichtet!

Nach der Bescherung erkundeten Maxi, Andreas und ich noch ein wenig die Gegend, mussten aber feststellen, dass wir den falschen Weg gewählt haben und es plötzlich nicht mehr weiter ging.

IMG_1173Also wieder zurück… Da hat Maxi die Lust verloren und Andreas und ich versuchten auf einem anderen Weg zu den Höhlen zu gelangen, die unser eigentliches Ziel waren. Aber auch dieses mal endete unser Weg im Gestrüpp. Dann gaben wir auf, machten schnell ein „Selfie“

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und gingen zurück zum Hotel. Abendessen wartete ja schon auf uns!!!

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Fazit des Heiligen Abends 2016:

Weihnachten am Strand, ohne Familie und Freunde, ohne Winter, ohne Kirche ohne Weißwurstfrühstück ist kein Weihnachten!!! Aber bewegt habe ich mich an einem 24.12. noch nie so viel dieses Jahr!

In Südafrika wird traditionell am 25.12. vormittags Weihnachten gefeiert. Nach dem Frühstück „feierten“ deshalb unsere Kinder auch nochmals mit einem Milchshake von der Bar, der aber besser aussah, als er schmeckte.

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Den Vormittag verbrachten wir am Strand. Leider waren auch heute wieder viele Wolken am Himmel.

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Es war schon wieder Zeit für das Mittagessen und das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Der Speisesaal war festlich gedeckt

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und das Menu für heute Mittag war ausgezeichnet!

Bevor wir allerdings an das Buffet gingen, machten wir es den Südafrikanern gleich, setzten unsere Kronen auf  und ließen unsere Bonbons platzen.

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Sogar der Weihnachtsmann kam an unserem Tisch vorbei…

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Nach dem leckeren, ausgiebigen Mittagessen brauchten wir ein bisschen Bewegung. Die Kids waren der Meinung, es reicht, wenn sie sich bis zum Zimmer bewegen und dort fern zu sehen. Somit machten Andreas und ich uns alleine auf den Weg.

Ganz alleine waren wir nicht. Am Strand war heute sehr viel los. Aber keine Touristen, sondern Einheimische aus den umliegenden Dörfern. Ganz unbefangen gingen wir den Strand entlang und den gegenüber unseres Hotels liegenden Hügel hinauf.

Dort trafen wir eine Familie, die hier gemütlich grillte und er Mann unterhielt sich mit uns. Er sprach wirres Zeug und nicht nur unsere mangelnden Englischkenntnisse führten dazu, dass wir fast nichts verstanden. Er was sicherlich nicht mehr nüchtern und auch nicht ganz clean… Irgendwie war uns dann die Sache nicht mehr so geheuer und als auch dann noch die berittene Polizei hinter dem Gebüsch vorkam, waren wir der Ansicht, wir sollten dann doch wieder so schnell wie möglich in unser Hotel zurück. Noch schnell ein Foto und dann ab…

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Der Polizist, der im übrigen in unserem Hotel nächtigte, erzählte uns später, dass am 25.12. und 01.01. der Strand voll sei mit Einheimischen. Da sollte man lieber ein wenig aufpassen. Also blieben wir den Rest des Tages im Hotel und relaxten.

Für den nächsten Vormittag haben wir einen Ausflug gebucht zu den Höhlen, die wir eigentlich vorgestern zu Fuß besichtigen wollten. War dann doch etwas weiter weg als gedacht haben und wir fuhren das erste Stück mit dem Jeep. Die Straße dorthin war eng, nicht geteert und viel befahren und begangen…

IMG_1385Wir fuhren durch das Dorf,

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vorbei an den Wasserstellen

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und dem Fußballplatz

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und parkten oberhalb der Höhlen. Unser Guide deutete uns schon an, dass es am Anfang ganz schön steil hinunter geht. Wären der Guide, Maxi und Johanna nicht voraus gegangen, hätte ich mich da niemals hinunter getraut. Das war schlimmer für mich als die Canopy-Tour.

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Als wir aber unten sicher angekommen sind, habe ich die Aussicht auch wieder genießen können. (Bis auf den Hintergedanken, der mir die ganze Zeit durch den Kopf ging, dass ich diese steile Klippe wieder hoch klettern musste!)

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Traumhaft hier!

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Die Höhlen die werden auch ANC-Höhlen genannt, weil während des Befreiungskampfes der ANC-Kader hier einige Waffen versteckten. Es gab sogar Gerüchte, dass sich Nelson Mandela hier eine Weile versteckte. Während des Befreiungskampfes verbrachten die Frauen und Kinder der Gegend mehrere Wochen am Stück in diesen Höhlen. Die ganze Verpflegung wurde die steilen Klippen hinuntergetragen. Ich hatte schon Schwierigkeiten, meine Kamera sicher nach unten zu bringen.

Wir schafften es dann doch wieder, die Klippen ohne Blessuren wieder hochzuklettern und waren ganz geschafft und müde nach der ganzen Kraxlerei.

Unser Guide entschied, dass wir jetzt noch an den Mapuzi River fahren, um uns ein bisschen ab zu frischen. Er dachte wohl, wir sind ganz schön mutig bzw. doof und würden, wie er, von einer Klippe in den Fluss springen!

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Recht hatte er. Zumindest bei einem Teil unserer Familie!

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Was der große Bruder kann, kann Maxi auch. Dachte er. Und da er bereits vor 2 Jahren vom 10m Turm in der Schwimmschule gesprungen ist, sprang er auch hier.

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Und wenn die beiden Jungs sich das trauen, dann trauen sich die Mädels natürlich auch!

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Ganz geschafft von den vielen Eindrücken und Erlebnissen fuhren wir zurück zum Hotel.

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Den Rest unseres letzten Tages in Coffee Bay verbrachten wir im Meer und am Pool und auf dem Bänkchen vor unserem Zimmer mit einem tollen Blick über das Meer.

Der Abschied am nächsten Morgen fiel uns schwer, vorallem mir. Ich wusste, wir würden jetzt von unserer luxeriösersten Unterkunft in die Günstigste unseres gesamten Urlaubs fahren. Das wird nicht leicht werden. Aber erst einmal fuhren wir einen kleinen Umweg zum „Hole in the wall“.

Kaum am Ziel angekommen, winkten uns schon 2 Jungs in einen imaginären Parkplatz am Straßenrand ein. Aus den 2 Jungs wurden gleich 4. 2 würden auf unser bis unters Dach bepackte Auto aufpassen und 2 boten uns an zum „Hole in the Wall“ zu führen. Sebastian, der uns immer wieder auf die Tatsache hinweist, dass wir in Südafrika sind und nicht einfach so unser Auto hier am Straßenrand bei den Jungs stehen lassen können, hatte wahrscheinlich Recht, wurde aber von Andreas und mir überstimmt. War aber gar nicht so einfach. Wir sind dann hinter den beiden Jungs den Pfad entlang gewandert und sie erzählten uns ein bisschen über die Gegend.

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Unterwegs bot uns ein Junge einen frisch gefangenen Lobster an. Für R20!!! (ca. 1,40 Euro)!!!! Eigentlich hätte er ihn nicht fangen dürfen, da von November bis März Schonzeit ist. Das ist ihm aber anscheinend egal. Und da wir keine Ahnung hatten, was wir mit diesem Tier anfangen sollten, nahmen wir dieses Angebot nicht an.

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Unser Guide wollte nun unbedingt ein Foto von uns 5 vor dem „Hole in the Wall“ machen und bei uns klingelten alle Alarmglocken! Wir hegten erst einen Schlachtplan aus, wie wir reagieren, wenn er plötzlich mit unserer Kamera wegläuft und stellten uns dann kurz vor das Loch, immer bereit, loszulaufen…

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Wir hatten aber Glück und er gab uns unsere Kamera umgehend wieder. Wir hätten ja auch null Chance gehabt, wäre er mit ihr auf und davon…

Nicht nur wir fanden es hier toll, sondern auch andere.

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Mit dem Hintergedanken an unser Auto machten wir uns dann relativ schnell wieder auf den Rückweg.

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Wir genossen noch die traumhafte Landschaft und als wir von weitem unser Auto am Straßenrand stehen sahen, waren wir sehr erleichtert. Nun begannen die 4 Jungs ihren Lohn für Parkwächter und Tourguide einzufordern und verlangten horrende Summen!  Die Kids und ich stiegen schon mal abfahrtbreit ins Auto und Andreas verhandelte tapfer weiter. Aber nur kurz. Dann gab er ihnen 1/5 des geforderten Betrages, was immer noch ca. 10 Euro und viel zu viel  war und wir düsten los.

Wir mussten wieder zurück bis nach Coffee Bay, um auf die Hauptstraße zu kommen, legten einen kurzen Stop im Supermarkt ein und versorgten uns mit Getränken, Obst und Keksen.

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Dann stiegen wir ins Auto und fuhren wieder die ca. 70 km zurück Richtung Landesinnere um auf die N2 zu kommen. Die ca. 300 Kilometer schafften wir relativ gut, obwohl wir in dem Örtchen Butterworth nur im Schritttempo fahren konnten.

Es war auch heute hier unendlich viel los. Wieder parkten Autos an den unmöglichsten Plätzen, unzählige Menschen wechselten die Straßenseiten und auf den Gehsteigen wurde musiziert,

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repariert,

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und auch die Tupper-Tante hatte ihren Stand aufgebaut.

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Ein Grund des Stop-and-Go-Verkehrs war ein Lieferwagen, dem die Hälfte seiner Savanna-Ladung auf die Straße rutschen zu drohte. Aber drei tapfere Männer hielten dagegen, 2 luden den Lieferwagen ab und die 3 Polizisten schauten lieber zu, als den Verkehr zu regeln. Zuschauen ist eine der Lieblingsbeschäftigung der Südafrikaner!

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Irgendwann schafften wir es dann doch, weiterzukommen und erreichten dann am Spätnachmittag unser Ziel. Den Schlüssel für unsere Hütte mussten wir am dazugehörigen Campingplatz abholen. Dieser war schnuckelig in einem Waldstück gelegen, hatte ein nettes, kleines Restaurant und als sie dann nach 15 Minuten doch noch den Schlüssel für unsere Hütte gefunden hatten, konnten wir zu unserer Unterkunft.

Hmmm. Naja, war schon ein bisschen einfach. Ein bisschen sehr einfach,

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aber erfüllte ihren Zweck.

Sie hatte Betten, Küchenzeile, ein kleines Badezimmer mit Wanne, ein paar Stühle und einen Tisch.

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Die Kinder zogen die Badekleidung an und vergnügten sich in dem kleinen Teich, der zu unserer Hütte dazugehörte.

IMG_1728Währenddessen luden wir das Auto aus und verstauten alles in der Hütte. Diese war unsere Unterkunft für die nächsten 3 Nächte.

Wir aßen zum Abendessen Burger mit zerfallenen  Hackfleischpads, da die Hälfte davon am Grill hängen geblieben ist, tranken 1-2 Gläschen Wein und entschieden uns dann, in den kleinen Biergarten des Campingplatzes zu gehen. Wir machten es unter dem großen Zeltdach gemütlich, da es zu regnen begann und bestellten uns nach unseren Getränken noch 2 Pizzen, da diese am Nachbartisch so lecker aussahen und auch waren. Und einen Apfelstrudel. Der schmeckte auch super. Als wir dann alle satt und zufrieden waren, keiner mehr Lust hatte, Karten zu spielen, gingen wir zurück in unsere Hütte. Wir schlossen auf, machten das Licht an und sahen unzählige Tierchen in den Ritzen verschwinden. PFUIDEIFE!!! IGITT! WÜRG!!!

Und jetzt? Andreas und ich reservierten uns gleich die oberen Betten der Stockbetten und wir durchsuchten alle Betten, bevor wir in diese stiegen. Was sollten wir auch sonst machen, mitten in der Nacht im Nirgendwo. Die Nacht war nicht schön. Gar nicht. Zu den ganzen Tieren, die in unseren Köpfen über uns gewandert sind kam noch der super Lattenrost, der aus einem Brett bestand und die Matratze war genau 5 cm dicker Schaumgummi. Sebastian wechselte in der Nacht von einem Bett zum anderen. Wir hatten 8 davon. Zum Schluss lag er auf 3 Matratzen, die er gestapelt hatte. Aber seinen Augen am nächsten Morgen sah man an, dass er nicht viel Schlaf abbekommen hatte.

Andreas war schon früh auf den Beinen und schlich auf der Terrasse auf und ab. Er sagte, er möchte abreisen. Jetzt! Sofort! Um 7 Uhr morgens! Leichter gesagt, als getan. Obwohl, das Abreisen ist ja einfach. Aber es ist Urlaubszeit und hier in diesem Ort ist alles ausgebucht. Wir fuhren mit dem Auto durch die Straßen auf der Suche nach einer Unterkunft und die Kinder packten währenddessen die Koffer. Wir konnten keine andere Unterkunft in Morgan Bay finden, also war unsere einzige Möglichkeit, in die ca. 90 km entfernte Stadt East London zu fahren und dort eine Unterkunft zu suchen. Also fuhren wir um 9 Uhr los…

Nach 30 Minuten Fahrt sah man den Kindern die unruhige Nacht an…

20161228_130256Kurz vor Mittag sind wir in East London angekommen, suchten vergeblich ein Touristen-Informations-Zentrum und beschlossen dann, erst einmal Mittag zu essen. McDonalds. Da weiß man, was man hat. Und dazu noch wifi!

Wir suchten im Internet die Sehenswürdigkeiten von East London heraus und merkten, dass es eigentlich gar keine gab. Das einzige, dass uns 5 interessierte, war der Zirkus, der momentan in der Stadt ist. Wir beschlossen, erst einmal eine Unterkunft zu suchen und fuhren los. Zufällig kamen wir an einer der Sehenswürdigkeiten vorbei.

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Wir fuhren an den Stadtrand.  Vor vielen Häusern hing ein Bed&Breakfast-Schild und Andreas klingelte bei einem nach dem anderen. Wir fanden tatsächlich eine nette Unterkunft. In dem aus 8 Zimmern bestehenden Gästehaus waren nur die beiden mit uns belegt und der Fernseher und das wifi wurde gleich in Beschlag genommen.

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Wir fuhren anschließend nochmal durch die Stadt, auf der Suche nach dem Zirkus und wurden dann, nachdem wir uns den Weg von dem Zirkusdirektor per Telefon beschreiben ließen, auch fündig. Wir kauften uns für die Premiere heute Abend Karten und fuhren dann zu unserem Gästehaus zurück. Wir durften netterweise auch die Küche benutzen, kochten uns Nudeln mit Tomatensoße und aßen sie im Frühstücksraum.

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Gegen 18.30 Uhr machten wir uns auf dem Weg zum Zirkus und freuten uns für den Veranstalter, dass wir nicht die einzigen Gäste waren. Das hatten wir nämlich befürchtet.

Wir machten es uns in der ersten Reihe gemütlich. Das leisten wir uns aber nur in Südafrika!

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Und im Gegensatz zum Zirkus in Deutschland, fängt hier die Vorstellung mit der Löwen- und Tigerdressur an. Hmmm, natürlich ist die Situation jetzt ein wenig komisch. Normalerweise besichtigt man Löwen in Afrika in freier Wildbahn und nicht in einem Zirkus. Aber wir wussten keine andere Alternative für die heutige Abendgestaltung.

Die Vorstellung begann. Der Zirkusdirektor stellte sich kurz vor, betrat den Käfig und die Löwen und Tiger wurden in die Manege gelassen. Die ersten setzten sich brav auf ihre Plätze, nur 2 wollten nicht so recht. Nach längerem hin und her wurde einer dann doch vom Dompteur dazu gebracht, sich auf seinen Hocker zu setzten. Mit dem anderen machte er ein paar Kunststückchen und wollte dann, dass er auch auf seinen Platz geht. Der Löwe wollte aber nicht. Währenddessen wurden die anderen Tiere in der Manege ein wenig nervös. Dann gab der Dompteur eine Anweisung nach draußen zu den Helfern. Plötzlich ging ein Helfer mit einem anderen Hocker in den Käfig und tausche ihn gegen den aus, auf den der Löwe sich nicht setzen wollte. Einfach so. Die Tiger und Löwen waren alle ein bisschen nervös, das sah sogar ich. Der ungehorsame Löwe marschierte immer noch im Käfig auf, der Dompteur wirkte nicht gerade souverän und der Helfer wurde einfach so in den Käfig geschickt!!! Ich konnte gar nicht hin sehen, aber zum Glück ging alles gut. Der störrische Löwe setzte sich aber auch auf den neuen Hocker nicht und dann entließ der Dompteur völlig angefressen die Tiger und Löwen aus der Manege und brach diese Aufführung ab. Puhh, das war jetzt aber eine sehr beängstigende Situation. Hoffentlich sind die anderen Darbietungen nicht so nervenaufreibend! Es wurde dann aber doch ein schöner, angenehmer Zirkusabend und wir hatten Glück, nicht mit in die Vorstellung eingebunden zu werden, obwohl wir in der ersten Reihe saßen. Einmal wurde das Adrenalin in unserem Körper noch nach oben getrieben. Als 3 Fahrer auf ihren Motorräder in einem runden Käfig ihre Runden drehten. Der Käfig war nicht groß!

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Nach der Vorstellung standen die Akteure noch für ein Foto-Shooting bereit. Andreas überredete Sebi, sich neben einer der Motorradakrobaten zu stellen.

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Am nächsten Morgen fuhren wir an den Nahoon-Beach in East London. Leider war der Himmel wolkenverhangen. Wir gingen ein wenig am Strand spazieren, währenddessen die Kinder Einsiedlerkrebse fingen.

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Wir relaxten ein wenig im Sand

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und fuhren am frühen Nachmittag zum Duschen in unser Gästehaus, da das Wetter nicht mehr für einen Badetag geeignet. Den Rest den Nachmittags verbrachten wir im nahe gelegenen Einkaufszentrum und anschließend gingen wir zum Abendessen.

Das Wetter am nächsten Tag war um einiges besser und wir fuhren gleich nach dem Frühstück wieder an den Nahoon-Beach. Heute war Sandburgenbau angesagt.

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Während Johanna und Maxi fleißig bauten, suchte Sebi Krebse und Andreas und ich gingen 1 1/2 Stunden am Strand spazieren. Beim Feinschliff für der Burg half ich kurz mit

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und als  die Burg incl. Warnschild fertig war

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packten wir unser Sachen zusammen und fuhren nach Chintsa, unserem nächsten Urlaubsort.

Die 50 km schafften wir in einer guten Stunden und nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, kochten wir uns, mal wieder, Nudeln mit Soße als verspätetes Mittagessen bzw. vorgezogenes Abendessen. Gegessen wurde getrennt. Mobiliarbedingt. Die Tische, die pro Doppelzimmer zur Verfügung standen, waren an den Wänden festgeschraubt.

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Während die Kids sich am Pool mit Riesenrutsche an unserer Unterkunft vergnügten, machten Andreas und ich noch einen Spaziergang zum Meer. Am Zugangsweg zum Strand verkauften Südafrikanerinnen Schmuck, Körbe, Bilder ect.

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20161230_174748Am Abend gingen wir in die Barefoot-Dorfkneipe, spielten eine Runde Karten und tranken gemütlich unsere Getränke. Müde verkrochen wir uns in unsere Betten und freuten uns auf den nächsten Tag! Nach dem Frühstück verschwanden die Kids wieder zur Rutsche, ich machte einen Strandspaziergang und Andreas relaxte am Zimmer. Am Nachmittag machten Andreas und ich eine Dorf-Runde und die Kinder marschierten zum Strand.

So sahen die Postfächer des Ortes aus:

20161230_180729Die Häuser hatten für ihre Müllbeutel extra Ständer aufgestellt, damit sie nicht von den Tieren geplündert werden.

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Am Sportpark wurde fleißig gespielt.

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Eigenartige Bäume wuchsen hier:

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Als wir wieder zurück an unserer Unterkunft waren, besuchte uns eine Herde Affen, machten die Deckel der Mülltonnen, die auf dem Gelände standen auf und bedienten sich.

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Wir beschlossen uns heute einen gemütlichen Abend in der Barefoot-Bar zu machen. Um 18 Uhr machten wir uns auf den Weg und bestellten uns unser Essen und unsere Getränke. War alles sehr lecker und gemütlich.

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Aber bereits um 19.15 Uhr waren wie die einzigen Gäste und die Bedienungen fingen an, die Stühle auf die Tische zu stellen. Tja, da war sie weg unsere Silvester-Abend-Planung. Wir beglichen unsere Rechnung und machten uns auf den Weg nach Hause. Wir zündeten um 20 Uhr unser Lagerfeuer an, dass eigentlich erst gegen 23 Uhr geplant war und um 22 Uhr sagte Sebi, er hätte jetzt keine Lust mehr auf 24 Uhr zu warten, er geht jetzt ins Bett. Und Johanna stimmte ihm zu und verschwand auch ín ihrem Zimmer. Andreas und ich beschlossen nun auch, Silvester Silvester sein zu lassen und ins Bett zu gehen. Nur Maxi war anderer Meinung. Wenn wir kein Silvester feiern wollen, ist das unsere Sache, meinte er. Er will Silvester feiern und er bleibt wach. Da wir ihn nicht alleine am Lagerfeuer sitzen lassen konnten, nahm ich ihn mit in mein Zimmer und Andreas legte sich zu Johanna. Maxi schlief um 23.50 Uhr ein…. Hielt mich aber bis dahin wach und somit lag ich um 24 Uhr wach in meinem Bett, wünschte allen in Gedanken ein gutes, neues Jahr und schlief mit den Silvesterkrachern in der Ferne ein.

Das hätte ich mir auch nicht gedacht, dass wir so Silvester verbringen. Geht aber auch!

Somit wünschten wir und am nächsten morgen beim Frühstück am Lagerfeuer ein gutes, neues Jahr

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hofften, dass es besser wird wie wir auf dem Foto aussehen und fingen dann an, die Koffer zu packen.

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Bevor wir losfuhren, wurde auch Maxi wach und stieg ins Auto ein. Unserer Reise geht weiter. Wir machten uns nun schon auf Richtung Pretoria, haben in 500 km Entfernung von Chintsa unsere nächste Unterkunft. Wenn wir gut sind, schaffen wir es in 5 Stunden.

Es war fast kein Verkehr unterwegs. Und sonst war auch nichts. Weit und breit.

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Unsere Unterkunft war die Waschbank River Lodge am Gariep Staudamm.

Die Aussicht war wunderschön und wir hatten eine kleine, nette Unterkunft die früher zum Farmgebäude gehörte.

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Im Erdgeschoss war das Badezimmer und ein Stockbett

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und im Keller ein Doppelbett.

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Da es aber im Erdgeschoß so warm war, trugen wir die Matratzen von oben nach unten und richteten uns ein Bettenlager ein.

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Als wir uns alle ein wenig ausgeruht hatten, wollte ich unbedingt zur Staumauer fahren, konnte aber nur Johanna überreden, mich zu begleiten. Schon von weitem sah man, dass der Wasserstand erschreckend niedrig war.

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Johanna und ich waren ganz mutig und fuhren über die Staumauer. Da habe ich immer ein mulmiges Gefühl. Drüben angekommen, schossen wir ein paar Fotos, auf denen man ganz genau sieht, wie hoch das Wasser eigentlich normalerweise steht,

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und fuhren wieder zurück.

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Auch hier machten wir einen kurzen Fotostop im Nieselregen zwischen vielen Südafrikanern, die híer am Parkplatz der Staumauer grillten und den 1.1.2017 feierten.

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An der Lodge angekommen, freuten wir uns auf das Abendessen-Buffet, dass mit Verspätung eröffnet wurde. Das verlangte uns einiges ab, da wir ja kein Mittagessen hatten. Es gab leckeres Bobotie mit Reis. Aber so wenig, dass wir uns gar nicht getraut haben, viel zu nehmen, da noch nicht alle Gäste im Speisesaal waren und die Schüsseln bereits fast leer.  Wir bestellten uns alle einen Nachtisch, weil wir alle noch Hunger hatten. Es gab Malva-Pudding. Auch typisch südafrikanisch.

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Und dieser war so was von lecker! Der war sein Geld wert.

Am nächsten Morgen saßen wir schon um 7.15 Uhr am Frühstücktisch, das Auto war schon gepackt. Eigentlich hatte ich geplant, dass wir heute nach Kimberley (war und ist Südafrikas Diamantenhauptstadt) fahren (270km), uns dort die Diamantmine ansehen, einen Nacht in Kimberley schlafen und morgen früh von Kimberley nach Pretoria (570 km) fahren. Natürlich hatte ich die Planung ohne meine Familie gemacht und die war aber nun geschlossen dagegen, noch eine Nacht in Kimberley zu verbringen. Sie wollten nach Hause. Und zwar heute. Wir einigten uns, trotzdem die Mine zu besichtigen, aber dann werden wir versuchen, bis nach Pretoria zu kommen. Ca. 850 Kilometer plus Minenführung, das wird anstrengend. Aber wir waren guter Hoffnung und um 7.45 Uhr saßen wir im Auto.

Wir fuhren Kilometer für Kilometer, bekamen manchmal Gegenverkehr

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aber ansonsten ging es recht zügig voran. Es lag vor allem aber auch an der Fahrweise von Andreas, der sich nicht streng an das Tempolimit gehalten hat.  Somit waren wir schon rechtzeitig zur 11 Uhr-Führung bei der ehemaligen  Diamant-Mine!

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Die Führung begann mit einem 20-minütigen Film über die Entstehung der Mine. Anschließend gingen wir über die Aussichtsplattform zu „THE BIG HOLE“.

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Und sahen hinunter:

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The Big Hole ist das größte von Menschen gegrabenes Loch der Welt. 1866 wurde der erste Diamant gefunden. Von 1871 bis 1914 wurden 2722 kg Diamanten aus diesem Loch herausgeholt.

Wir stiegen in eine alte, noch erhaltene Mine hinab und uns wurden die Sprengungen simuliert. Anschließend konnten wir Nachbildungen der bekanntesten hier gefundenen Diamanten besichtigen.

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Das neben dem Big Hole gelegen Freilichtmuseum „Old Town“, war eine Ansammlung originalgetreuer, restaurierter Gebäude der Blütezeit Kimberleys. Johanna postierte sich vor dem Schuhgeschäft. Wobei sie feststellte, dass das das erste Schuhgeschäft sei, in dem ihr kein einziger Schuh gefallen würde.

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Sebastian interessierten eher die alten Fahrzeuge.

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Und Maxi interessierte gar nix mehr. Er hatte Hunger und außerdem wollte er nach Hause!!! Also beschlossen wir, schnell unseren Magen zu füllen (geht am besten mit McDonalds) und dann wieder ab auf die Straße Richtung Heimat!

Um kurz nach 13 Uhr saßen wir bereits wieder im voll getankten Auto und fuhren, fuhren, fuhren… Immer Richtung Pretoria. Nach 4 Stunden machten wir eine kurze Pinkel- und Eispause, Sebastian kühlte mit Wasser unsere schon sehr heiß gewordenen Reifen und dann ging es durch bis nach Pretoria. Um 19.45 öffneten wir unsere Haustüre, besser gesagt, dass Garagentor und als wir die Sirene der Alarmanlage endlich ausschalten konnten, kontrollierten wir alle Zimmer, ob alles Ordnung ist und dann durften die Kids ins Haus. Wir waren alle überglücklich, wieder zu Hause zu sein. Nicht nur deshalb hatten die Kinder ein Lächeln im Gesicht. Ein weiterer Grund war, weil wir ihnen gesagt hatten, dass das Christkind eine Kleinigkeit in Pretoria bringen wird. Somit machten wir im Durcheinander des Ankommens, noch eine kurze Steh-Bescherung

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und genossen ein kleines Belohnungsbierchen, da wir heute 10 Stunden ohne größeren Zwischenfall zu 5 in einem vollbepackten Auto überstanden haben!

Und hiermit war unser Sommerurlaub 2016/2017 nach 15 Tagen und ca. 3500 Kilometern leider zu Ende…

Am nächsten Morgen gab es ein böses Erwachen, als wir in unseren Garten sahen.

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Unser Pool hatte die Farbe gewechselt. Was aber Sebastian und seinen Freund Jan nicht davon abhielt, hineinzuspringen…

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Wir mussten nun wieder den Poolservice organisieren, der den Pool wieder in einen ansehnlichen Zustand bringt. Glücklicherweise kam er relativ schnell und innerhalb von 3 Tagen war er wieder klar. Aber das war jetzt eigentlich gar nicht so wichtig, da es nun 2 Tage wie aus Eimern schüttete.

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Andreas und ich begannen in dieser Woche unseren guten Vorsatz für das Jahr 2017 in die Tat um zu setzten und begannen, mehr Sport zu treiben.

Am 06.01.2017 freute ich mich riesig, dass es endlich schon Osterhasen im Supermarkt zu kaufen gab!!!

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Johanna und Maxi gingen diese Woche zusammen mit ihren Freunden ins Kino und wir verbrachten die Woche gemütlich zu Hause. Am Sonntag bekamen wir Besuch zum Mittagessen. Es gab Schweinebraten, Knödel, Kartoffelsalat, Ofenkartoffeln, Sauerkraut, Karottengemüse und Gurkensalat. Lecker. Ich habe nur leider vergessen, ein Foto zu machen. Aber eigentlich weiß man ja, wie Knödel aussehen…

Zur Verdauung machten wir dann einen Spaziergang durch unser Estate. Als wir vor wenigen Wochen den starken Regen hatten, wurde eine Brücke stark beschädigt, bzw. zur Hälfte weggeschwemmt. Kurz vor Weihnachten haben sie sie dann repariert. Das haben sie so gut gemacht, dass es nach dem Regen in dieser Woche schon wieder beschädigt ist.

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Andreas musste am Montag wieder in die Arbeit, die Kids hatten noch bis einschließlich Dienstag frei. Zur Freude von Sebi, Maxi und Jojo habe ich am Montag morgen um 8.30 Uhr einen Termin beim Zahnarzt zur Kontrolle ausgemacht und anschließend einen Termin beim Kieferorthopäden. Maxi und Johanna zur Kontrolle, Sebi bekam seine feste Zahnspange. Am letzten Ferientag ging Johanna zum Reiten und die Jungs genossen die Zeit an ihrem Handy.

Mittwoch, 11.01.2017. Erster Schultag für Maxi in der 5., Johanna in der 8. und Sebastian in der 10. Klasse. Aus unverständlichen Gründen hatten die Kids aber keine Lust auf ein 1. Schultag-Foto-2017! Ich nutzte die Zeit, in der die Kids in Schule waren zum Einkaufen, backen und vorbereiten. Geburtstag feiern ist immer ein bisschen doof, aber noch doofer ist es, nicht zu feiern. Das dachten sich auch Sebi, Johanna, Maxi und Andreas und bereiteten am nächsten Morgen um 5.30 Uhr das Frühstück für mich vor.

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Weckten mich dann mit einem Geburtstagsständchen (ich war aber schon wach und geduscht)

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und anschließend frühstückten wir gemeinsam gemütlich bis 6 Uhr. Dann musste Andreas in die Arbeit und die Kids und ich fuhren um 6.45 Uhr zur Schule. Auf dem nach Hause Weg kaufte ich noch schnell den halben deutsch Bäcker auf, da ich ein paar Mädels zum Frühstücken eingeladen hatte. Irgendwie ist es dann trotz allen Vorbereitungen immer ein wenig stressig und ich war ganz froh, dass meine Freundin Sonja eine Stunde eher kam, um mir zu helfen.

Schön langsam trudelten meine Gäste alle ein und ich freute mich sehr, dass so viele Zeit hatten.

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 Als Geschenk erhielt ich einen Gutschein für ein Sportgeschäft… Das sagt wohl alles…20170112104919

Und ich erhielt von der einen Seite der Weltkugel einen

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Sonnenblumenblumenstrauß und von der anderen Seite zwei

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Schneekuchen! Herzlichen Dank dafür! Und von Herzen vielen Dank für alle Glückwünsche aus Deutschland und Südafrika!!!!!

Als das Buffet eröffnet war und jeder mit einem Gläschen Sekt versorgt war, wurde es ein ganz relaxter und schöner Vormittag. Die Mädels sind alle sehr unkompliziert, offen und kommunikativ. Da kann man sogar als Gastgeberin die gemeinsamen Stunden genießen.

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Und da heute Donnerstag war, war auch meine Haushaltshilfe bei mir und ich konnte das ganz schmutzige Geschirr einfach in die Küche stellen und kurze Zeit später stand es wieder abgespült im Schrank. Das ist purer Luxus, sage ich euch!!!

Die letzten Gäste sind um 14 Uhr gefahren und netterweise hatte sich eine Mama angeboten, auch meine Kids von der Schule mitzubringen und somit musste ich nicht fahren. Da hab ich mir dann noch den restlichen Sekt von der Flasche eingeschenkt und gut gelaunt auf meine Kinder gewartet….

Diese waren dann am Nachmittag beschäftigt mit Hausaufgaben machen und als Andreas Abends von der Arbeit heimgekommen ist, sind wir noch ins Clubhaus gegangen. Heute gab es ein Angebot. 1 ganzes Hähnchen. Das wollte Andreas ausprobieren und wir beschlossen,  uns ein Hähnchen zu teilen. Leider hat sich die Bedienung vertan und uns anstatt 1 Hähnchen, was eh schon viel für 2 ist, 2 ganze Hähnchen gebracht.  Das eine haben wir dann gleich mal zum Mitnehmen einpacken lassen.  Schön langsam machten wir uns auf nach Hause, das Bett rief.

Am Freitag Vormittag hielt ich mich an mein Sportprogramm und nach der Schule fuhr ich Maxi und Sebi zur Golfstunde. Nachdem Andreas am Samstag morgen vom Tennis spielen nach Hause gekommen ist, machten wir uns auf den Weg nach Johannesburg. Mit einer befreundeten Familie haben wir ausgemacht, heute auf die Schießanlage zu gehen. Das macht man hier in Südafrika. Einfach mal so. Am Samstag Nachmittag. Wir hatten alle ein bisschen ein mulmiges Gefühl, da wir mit echten Waffen und echter Munition schießen werden. Und was dazu kam: Alle anderen auf der Schießanlage hatten auch geladene Waffen bei sich. Tim war aber schon öfters auf dieser Anlage, ist Sportschütze (oder irgend so was) und war auch mit seinen Kindern schon öfters hier, die in dem Alter von Sebastian und Maximilian sind.

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Die Katze lebt hier ganz schön gefährlich…

Zu Beginn mussten wir uns Waffen aussuchen. Wir haben uns für 3 Waffen entschieden. Einen Revolver, eine (ich glaube) 6 mm Pistole und eine, ach, keine Ahnung. Wir erhielten von Tim eine ganz genaue Einführung und er war wirklich sehr, sehr darauf bedacht, alle Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Und dann ging es los. Hier in Südafrika schießt man nicht nur auf Kreise, NEIN, hier sind um die Kreise noch die Konturen eines Menschen gezeichnet. Müsste nicht sein, ist aber so. Nach langer Theorie ging es dann an den Schießstand und Sebastian fing gleich mit dem Revolver an und hat gleich eine 10 getroffen. Prima!

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Auch Johanna, ich und Andreas probierten alle 3 Waffen aus. Bei mir half aber selbst die Brille nicht! Da ist sogar ein Elefant in 5 Meter Entfernung nicht in Gefahr!

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Ganz mutig nahm auch Maxi die Waffe in die Hand. Mit großem, sehr großem Respekt. Und das ist auch gut so.

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Ich glaube, er war am meisten über sich selbst erstaunt, dass er sich traute, abzudrücken. Er hasst laute Knallgeräusche.

Nach 1 Stunde hatten wir die ganze Munition verschossen und waren froh, wieder aus dem kalten, dunklen, lauten  Schiesstand draußen zu sein.

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So, wieder was gelernt. Ich hoffe aber, wir werden es in unserem Leben NIE brauchen!

Wir fuhren anschließend nach Hause, da wir heute noch auf 2 Partys eingeladen waren. Um 17 Uhr gingen Andreas und ich auf die Abschiedsparty einer Familie, die wieder zurück nach Deutschland ging und ab 19 Uhr waren wir auf dem 70. Geburtstags unseres Nachbarn und Inhaber der Deutschen Metzgerei (obwohl er eigentlich Österreicher ist) eingeladen. Johanna durfte wieder bedienen und freute sich schon, bevor sie das Geld überhaupt verdient hatte, auf das Ausgeben im H&M!

Es wurde ein ganz netter, lustiger Abend und zwischendurch haben wir an unserem Tisch „Wer bin ich“ gespielt. Andreas war in bester Gesellschaft:

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Da wir nur über den Golfplatz 50 m nach Hause hatten, pressierte es uns nicht, den nach Hause Weg anzutreten. Als dann der Gastgeber aber gegen 2 Uhr sichtlich müde wurde, schlenderten wir über den Golfplatz in unsere Betten.

Den Sonntag haben wir ganz gemütlich verbracht. Die nächste stressige Woche steht ja schon wieder vor der Türe. Bei Andreas begann die Produktion im Werk und somit war er mehr gefordert, als ihm lieb war. Am Montag waren ein paar Mädels und ich beim Essen. Wir mussten Marias Abschied, den wir schon am Samstag ein wenig gefeiert hatten, nochmals begießen und bequatschen.

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Diese Woche waren an der DSP die Elternabende. Mittwoch für Maximilian und Donnerstag für Sebastian und Johanna parallel. Also ging Andreas zu Sebastian und ich zu Johanna. Andreas hatte mehr Glück. Er kam zwar erst 30 Minuten später aus dem Klassenzimmer, als ich, hatte aber dafür kein „Amt“ inne. Ich bin jetzt Elternklassensprecherin von Johannas Klasse, da sich kein anderer gemeldet hat und nach 5 Minuten Schweigen, wer es freiwillig machen will, wurde es mir zu doof.

Am Freitag blieb Johanna krank von der Schule zu Hause. Am Samstag war sie aber wieder so fit, dass sie mit ihren Freundinnen zum Shoppen gehen konnte. Sebastian hatte Samstags Besuch von 2 Freunden und Maxi war auf dem Golfplatz unterwegs. Andreas und mir war es langweilig… Am Sonntag gingen wir mal wieder zu fünft in die Kirche, anschließend noch kurz einkaufen und abends grillten wir. Sebastian lag seit Mittag auf der Couch mit Fieber und blieb auch am Montag von der Schule zu hause.

Dienstag war ich wieder tagsüber im Tuck-Shop der Schule und die Kids gingen diese Woche zusätzlich zum normalen Unterricht auch in ihre AG´s. Sebi ist Montags bis 15.45, Dienstags bis 21, Mittwochs bis 15, Donnerstag und Freitags bis 14.10 an der Schule. Johanna Montags bis 14.10, Dienstag bis 17, Mittwochs bis 14.10, Donnerstag bis 14.10 (dann aber nochmal von 15.30 bis 16) und Freitags bis 14.10. Maxi hat Montags und Dienstags um 15.45, Mittwochs um 14.10, Donnerstags um 15.15 und Freitags um 14.10 Schluss. Johanna geht zusätzlich Montags von 15 bis 18 Uhr reiten und Maxi und Sebi am Freitag von 14.45 bis 15.45 zum Golfen. Die sind ganz schön beschäftigt….

Ich habe diese Woche immer wieder mal den Block geschrieben und Fahrdienste erledigt. Andreas ist ganz schön eingespannt in der Arbeit und hofft schon auf Zeichen, wo er nach seiner Rückkehr eingesetzt wird. Und mittlerweile merkt man hier deutlich, dass die Tage schon kürzer werden…

 

 

 

 

 

Das zweite Jahr in Südafrika schreitet schnell voran!!!

Ab jetzt haben wir immer weniger Tage in Südafrika noch vor uns, als die wir schon hier verbracht haben….

Manchmal erschrecken wir darüber, manchmal sind wir erleichtert darüber, manchmal schieben wir Panik, manchmal – nein – meistens freuen wir uns darüber!!!

Unseren ersten Samstag im September verbrachten wir wieder in Majakaneng, dem Township, dem wir die Ladung Sportkleidung gebracht haben. Nachdem uns Francesca wieder sehr herzlich begrüßt hatte, machten wir uns zu Fuß auf den Weg. Franci hat für uns ein Treffen bei Sonja engagiert. Unterwegs machten wir einen kleinen Stop im Supermarkt um noch ein paar Lebensmittel für die Familie zu besorgen.

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Sonja lebt in einer Shack, einer Hütte im Township zusammen mit ihren drei Kindern.  Als wir ankamen, war sie gerade beim Wäsche waschen.

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Sonja begrüßte uns herzlich mit einem strahlendem Lächeln, dass auch die ganze Zeit ihr Gesicht zierte. Sie war so voller Elan und gut gelaunt, dass steckte gleich an.  Am Anfang wollte Sonja aber auf kein Foto. Sie ist der Meinung, dass sie nicht hübsch ist, da sie eine Narbe im Gesicht hat. Also respektierte ich ihren Wunsch und sie hat uns dann in ihre Hütte gebeten, in der sie mit ihren drei Kindern lebt.

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Als wir die Hütte betraten, waren wir erstaunt, wie heiß es innen war. Es war ja erst Frühling und die Temperatur war schon unangenehm warm in der Hütte. Durch die Wohn-/Essküche ging es in den Kinderschlafraum

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und dann weiter in das Schlafzimmer der Mutter, dass sie sich mit einem der Kinder teilt.

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Sonjas großer Stolz ist ihre Highheel-Sammlung auf dem Kleiderschrank:

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Alles hat seinen Platz!IMG_7701

Das ist die Wohn-/Essküche:

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Neugierig hörten wir den Erzählungen von Sonja zu.

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Es gibt keinen Wasseranschluss im Haus. Das Wasser muss mit Kanistern von den großen Tanks an den Straßenrändern geholt werden. Und das Badezimmer? So etwas gibt es hier auch nicht. Die Toilette ist hinter dem Haus in einem kleinen Blechverschlag und gewaschen wird sich im Freien oder in der Wohnküche. Es hat einige Zeit gedauert bis die Kids ein wenig „aufgetaut“ sind, fanden es aber dann total spannend die Fotos, die wir gemacht haben, gleich am Display anzusehen.

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Und zum Schluss konnten wir Sonja noch zu einem Familienfoto überreden:IMG_7744

Auf der Heimfahrt und auch noch zu Hause waren wir sehr beeindruckt, wie glücklich und zufrieden die Familie mit dem ist, was sie hat. Sicherlich hätten sie vielleicht gerne von manchen Sachen mehr. Aber es gibt viele Menschen, die materiell alles haben, aber nicht so glücklich und zufrieden sind wie Sonja mit ihren Kids.

Am Sonntag morgen machten sich Sebi mit seinen Freunden und Andreas früh auf zur Farm, um für Sebi´s Schulprojekt die letzten Information zu beschaffen. Ich glaube, Andreas hat nicht so viel Giraffen beobachtet, der hat sich lieber mit Ralf´s Vater unterhalten.

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Nach so viel Anstrengung haben sich die Jungs und die Männer ein ordentliches Braai verdient:

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In der folgenden Woche war in der Schule „Science-Week“. Viele Firmen haben die Schule besucht und Vorträge gehalten, mit den Kindern gebastelt und gebaut und das beste daran war: Es war kein Unterricht!!!

Johanna hatte einmal ein Projekt mit Bausteinen:

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Sebastian baute ein Go-Kart mit seiner Gruppe:

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Und Maxi machte viele Versuche, u. a. auch im Wasser:

IMG-20160908-WA0002Und sie bauten nützliche Aufbewahrungsgegenstände:

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Ich war die Woche über mit Handwerkern beschäftigt. Einer kam zum Rollo richten, einer zum Poolpumpe richten und einer um die kaputten Dachziegeln auszuwechseln. Ich glaube, es waren nahezu 20 Stück, die von Golfbällen beschädigt waren bzw. Löcher hatten. Einen Tag verbrachte ich auch wieder im Tuck-Shop an der Schule und die restliche Zeit versuchte ich das Haus auf Vordermann zu bringen, da am Sonntag ja eine „Abordnung“ aus Dachau eintrifft.

Habe auch alles einigermaßen geschafft. Bis es am Donnerstag plötzlich einen lauten Schlag gab und ich dann feststellte, dass mir ein kleiner Golfball zusätzliche Arbeit verschafft hat:

Da war wohl mal wieder ein Profi am Abschlagplatz,

IMG_7873der vergessen hat, um was es beim Golf spielen überhaupt geht! Nicht mit den Bällen Löcher schießen, sondern den Ball ins Loch schießen!!! VOLLIDIOT!!!

So, also Bad und Gang reinigen und wieder mal einen Handwerker beauftragen. Er versprach mir, auch heute gleich noch zu kommen. Machte er auch. Er hat die Masse aufgenommen und gesagt, er komme morgen zum Wechseln. Naja, Freitag war dann das Glas nicht „on stock“ (auf Lager), wie fast alles, wenn man etwas bestimmtes braucht, aber am Samstag wechselt er es dann sicher aus. War ja auch wichtig, war ja das Bad für unsere Gäste morgen… Was soll ich sagen, natürlich war das Glas am Samstag immer noch nicht lieferbar und somit hatten die Dachauer ein Badezimmer mit Frischluftzufuhr 24 Stunden am Tag bei geschlossenem Fenster!

Am Sonntag morgen standen wir dann früh auf, um pünktlich um 8 Uhr am Flughafen in Johannesburg zu stehen um Moni, Birgit, Benni und Andrea in Empfang zu nehmen. Nachdem wir dann das Mietauto abgeholt hatten (einen VW Amarok ganz zur Freude unserer Jungs!) fuhren wir gleich weiter auf den Roof-Top-Market, damit gleich das Afrika-Feeling erweckt wird. Wir schlenderten ein bisschen über den Markt, haben eine Kleinigkeit zu Mittag gegessen und fuhren dann zu uns nach Hause.

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Den Nachmittag haben wir dann gemütlich verbracht. Zumindest die Mädels. Die Jungs

IMG_7902bauten vom Amarok die Ladeflächehaube (oder wie das Ding heißt) ab, denn dann schaut er noch „cooler“ aus, meinten Sebi und Maxi.

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Abends haben wir dann den Grill „angeschmissen“. Für morgen Abend waren wir mit einem Ehepaar zum Abendessen verabredet, die unsere Gäste vor 20 Jahren begleitet haben, als sie schon mal in Südafrika Urlaub gemacht hatten. Irgendwie haben wir uns nicht richtig abgestimmt und sie waren der Meinung, unser Treffen sei heute und so saßen sie plötzlich auch an unserem Tisch. Es wurde ein ganz netter, lustiger Abend und wir verabredeten uns für den nächsten Morgen. Sie wollten uns bei unserem Ausflug begleiten.

Nachdem die Kids gefrühstückt hatten, IMG_5344 (1)

von der Nachbarin mit in die Schule genommen wurden und wir gemütlich gefrühstückt hatten (und Andreas schon seit 2 1/2 Stunden in der Arbeit war), machten wir uns auf dem Weg zum Union Building, von wo man eine tolle Aussicht über Pretoria hat.

IMG_7925Auch eine riesige Nelson Mandela-Statue steht dort.

IMG_7939Unsere 2. Station war das Kruger Museum, dass ich schon vor einem Jahr als eines der ersten Südafrika-Erlebnisse mit meiner Familie besichtigt habe. Wir überredeten einen netten, jungen Mann ein Foto von uns allen zu machen.

IMG_7985 (3)Der Zeitpunkt für unsere Besichtigung war anscheinend etwas ungünstig gewählt. Es war Mittagszeit:

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IMG_7951 (2)Aber das ist ganz typisch für Südafrika. Die Schwarzen legen sich, wenn sie müde sind und Pause haben (oder auch nicht) einfach irgendwo hin und schlafen. Sei es wie oben auf den Bildern oder am Parkplatz unter einem Baum oder auf den Grünstreifen in der Mitte von der Autobahn. Wenn man aber dann bedenkt, dass man ja nicht weiß, unter welchen Umständen sie die Nacht verbracht haben und viele eine Fahrzeit von 2 Stunden zur Arbeit morgens schon hinter sich haben, ist das schon verständlich.

Vom Kruger-Museum fuhren wir weiter zum Voortrekker Monument, nahmen dort ein leichtes Mittagessen zu uns und genossen die Aussicht von der Aussichtsplattform am oberen Ende des Monuments.

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Ganz geschafft von den Sehenswürdigkeiten machten wir uns auf den Heimweg.  Die Kids kamen ja auch bald nach Hause. Johanna war nach der Schule gleich beim Reiten und die Jungs hatten bis 17.30 Uhr Fußballtraining. Wir kamen alle fast gleichzeitig nach Hause. Während die Kids duschten, richtete ich ihr Abendessen her und die Erwachsenen machten sich „frisch und schick“, da wir ja Essen gehen mit Kate und Gerry ausgemacht hatten.

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Am Dienstag morgen machte sich unser Besuch auf nach Johannesburg und ich verbrachte den Tag im Tuck-Shop an der Schule. Andreas in der Arbeit. Kids auch in der Schule. Da haben wir uns abends dann (mal wieder) auf ein leckeres Abendessen gefreut. Und nachdem die Männer wieder das Dach auf die Ladefläche des Amaroks gebaut hatten, fuhren wir ganz südafrika-typisch alle in einem Auto zum Restaurant. Es liegt nur ca. 1 Kilometer außerhalb von unserem Estate. Das konnten wir sicherheitstechnisch vertreten. Trotzdem schaute der Parkwächter ein wenig komisch, als wir zu neunter aus dem Auto kletterten. Das machen nämlich sonst nur die Schwarzen!

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In Andreas seinem Lieblingsrestaurant (und auch mittlerweilen unserem) genossen wir den (leider) schon letzten Abend mit unserem Besuch. IMG_8016Am nächsten Morgen machten sich dann Moni, Andrea, Birgit und Benni auf, Südafrika noch ein bisschen besser kennen zu lernen und wir bereiteten uns auf das Oktoberfest an der Deutschen Schule Pretoria vor.

Am Donnerstag Abend war Eröffnungsabend des Oktoberfestes. Mit einer Band aus Franken und lecker bayerischem Essen. Habt ihr schon jemals versucht, eine Schweinshaxen mit Plastikbesteck zu essen?

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Macht nicht wirklich Spaß!

Natürlich mussten wir das deftige Essen ordentlich runterspülen und abtanzen. Deswegen ist unser Selfie ein bisschen verwackelt und die Frisur sitzt auch nicht mehr so ganz….

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Aber als die Musik aufhörte, machten wir uns brav auf den Heimweg, denn morgen war ja erst Freitag und das bedeutet, dass unser Wecker wieder läutet!

Am nächsten Vormittag half ich an der Schule bei der Annahme und Beschriftung der gespendeten Kuchen. Und dann mussten sie alle geschnitten werden. Ich glaube, es waren ca. 40 Kuchen/Torten, die ich versucht habe in gleichgroße Stücke zu schneiden. Das hat mich ganz schön gefordert und für den Rest des Tages konnte ich nichts Süßes mehr sehen…

Samstag morgen hatte Maxi mal wieder ein Fußballspiel und ab 14 Uhr waren alle Kids auf dem Oktoberfest.

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Sebi musste bedienen, Johanna Brezen verkaufen und Maxi war nur zum Spaß dort. Andreas und ich machten uns erst um 17 Uhr auf den Weg, Wir schlenderten ein wenig an den ganzen Verkaufsständen vorbei, amüsierten uns über so manche Fahrgeschäfte,

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hörten bei den Live-Bands zu und genehmigten uns eine Maß Bier.

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Dann gingen wir zu unseren Ständen, an denen wir zum Helfen eingeteilt waren. Andreas am Lebkuchenstand und ich beim Getränkeverkauf. Ich hab da bei der Einteilung einen kleinen Fehler gemacht. Denn Andreas hatte einen total gemütlichen Job die nächsten 3 Stunden und ich kam ganz schön ins Schwitzen!!!

Maxi fuhr bereits um 18 Uhr mit seinem Freund nach Hause und als wir dann um 21 Uhr Sebi und Johanna gefunden hatten, wollten wir uns auf den Heimweg machen. Johanna überredete uns dann, dass sie noch einmal zusammen mit ihrer Freundin mit einem Fahrgeschäft fahren darf. Nachdem sie nach 15 Minuten immer noch nicht da war, schickten wir Sebi los um sie zu suchen. Plötzlich bekamen wir einen Anruf von Johanna, dass sie noch immer in dem Fahrgeschäft sitzt und jetzt alle Lichter davon ausgegangen sind. Sie könnnen aber nicht aussteigen, da der Bügel nicht aufgeht. Na prima!!! Also sind wir dann losmarschiert mit den anderen Eltern zum Fahrgeschäft und tatsächlich stand das Ding völlig unbeleuchtet und voll besetzt da. Die Betreiber meinten, es gab nur ein kleinens Problem, es geht gleich weiter. Um halb 10 gingen die Lichter wieder an und das Fahrgeschäft setzte sich dann tatsächlich wieder in Bewegung. Da wurde es uns allen ganz schön mulmig!!! Wir waren froh, dass sie nur 2 Runden drehten und dann die Fahrt beendeten. Auch die Bügel gingen wieder auf!!! Juhu!!!

Johanna war total durchgefroren, es war nämlich ganz schön kalt geworden und wir gingen strammen Schrittes zum Auto und fuhren flott nach Hause. Wir mussten Maxi ja auch noch von seinem Freund abholen!!!

Am Sonntag erholten wir uns dann und am Nachmittag rafften wir uns auf zu einem kleinen Spaziergang. Irgendwie wollte sich der Winter noch nicht ganz verabschieden und zeigte sich heute nochmal.

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Gut, dass wir die Mützen noch nicht weggepackt hatten.

Nach dem Spaziergang freuten wir uns auf den leckeren Kuchen, den Maxi für uns verziert hat.

IMG_8021 IMG-20160918-WA0002Nun begann mal wieder eine neue Woche. In dieser erlebten wir mal das „andere“ Südafrika direkt, aber „Gott sei Dank“ nicht am eigenen Leib.

Am Montag morgen erfuhren wir, dass Martina, eine sehr, sehr nette und sozial unheimlich engagierte deutsche Frau, die seit vielen Jahren mit ihrem Ehemann hier in Südafrika lebt am Samstag Abend überfallen wurde. Martina lebt nicht in einem „Estate“ wie wir, sondern in einer Siedlung an einer viel befahrenen Straße und sie haben eine hohe Mauer mit Stacheldraht obendrauf rund um das Haus. Gegen 21 Uhr abends ging ihr Mann noch kurz durch die Terrassentür, die in den hinteren Teil des Gartens hinaus führte und kam begleitet von 3 Männern und einer Pistole an dem Kopf wieder herein. Martina und ihr Mann wurden geknebelt, in 2 verschiedene Zimmer getrennt und an Bett und Stuhl gefesselt. Währenddessen trugen die Männer sämtliche Wertgegenstände hinaus in den Lieferwagen, der am Straßenrand vor dem Haus geparkt war. Sie haben den Stacheldraht, der auf der  Mauer befestigt war, hochgehoben und alles zwischen Draht und Mauer hindurchgeschoben. Fernseher, Computer, Laptop, sämtlichen Schmuck, Bargeld…

Nach über einer Stunde haben sie dann fluchtartig das Haus verlassen. Martina hat dann mit aller Kraft das Bettgestell,  mit den Füßen zertrümmert, ist dann in die Küche gehumpelt um ein Messer zu holen um dann ihren Mann zu befreien.

Sie hatten trotz allem Glück gehabt, dass ihnen nicht mehr passiert ist. Und am nächsten Tag haben sie die Sicherheitsvorkehrungen erhöht, aber sie haben weiterhin ein ungutes Gefühl, sobald es dunkel wird. Das ist mehr als verständlich.

Am Dienstag Morgen fuhren wir auf der Autobahn zur Schule. Ich rechts, auf der Überholspur, als ein Pick-Up, der auf der linken Spur ein gutes Stück vor uns vor, plötzlich abbremste aber noch mit hoher Geschwindigkeit an den Randstein des linken Seitenstreifens fuhr. Dabei fielen die beiden Männer, die auf der Ladefläche saßen, vom Auto herunter. Der eine hatte Glück, er flog auf die Rasenfläche und ist auch gleich wieder aufgestanden. Der andere flog über das Auto und kam davor zum liegen. Er ist nicht wieder aufgestanden….

Wir waren natürlich alle total geschockt und ich habe überlegt, ob die Kinder überhaupt heute in die Schule gehen können. Aber sie gingen, und ich glaube im nachhinein es war auch besser so. Durch Ablenkung kann man es leichter verdrängen. Und da ich auch an diesem Tag Tuck-Shop-Dienst hatte, habe ich auch ein wenig Ablenkung gehabt und war für die Kinder in der Nähe.

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Abends hatte Maxi nach dem Fußballtraining die Rutsche auf dem Spielplatz getestet. Ich hätte mich da niemals runtergetraut!

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Auf dem Schulparkplatz stand diese Woche eines von Andreas Lieblingsautos.

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Nur mal zu zeigen, wie klein die Welt ist: Das Auto gehört dem Mann der Nachbarin von Andreas Schwester´s Freundin in München!

Am Samstag Abend besuchten Andreas und ich zusammen mit einigen anderen Paaren das Pretoria-State-Theater und schauten uns „Saturday Night Fever“ an. Das war wirklich toll. Tolle Sänger, tolles Bühnenbild, tolle Musik. Das einzige was nicht so toll war, war dass wir die ganze Zeit sitzen mussten. Das fällt bei der Musik ja schwer.

Am Sonntag Nachmittag hatten sie Kinder Besuch. Maxi baute mit seinem Freund Raphael die Burg weiter, die sie für den Kunstunterricht brauchten:

IMG_8042Sebastian machte mit Jan eine Ho-Bo-Battle:

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Und auf wen Johanna und Fajola warteten, weiß ich bis heute noch nicht:

IMG_8055Die kommende Woche war eine kurze für die Schulkinder, da ab Donnerstag schon die Frühlingsferien starteten.

Mit großer Mühe transportierten wir die Burg am Montag Morgen in die Schule.

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Am Dienstag war dann ABI-Streich an der Schule. Die Abiturienten blockierten für die Autos den Parkplatz und somit mussten alle Kinder vor dem Gate aussteigen und zu Fuß durch die Absperrung auf das Schulgelände. Natürlich nicht ohne eine saftige Abkühlung mit der Wasserpistole zu erhalten.

Somit war der Unterricht, zumindest für die Sekundarstufe für die ersten Stunden gestrichen. Sie genossen die Spiele der Lehrer und Schüler und Sebastian feierte mit, als sei er einer der Abiturienten:

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Pitschnass und mit Farbpulver verschönert ging er dann nach der ersten kleinen Pause um 9.30 Uhr in den Unterricht. Ich glaube, es war ihm dann ein bisschen kalt…

Maxi schaute es sich aus sicherer Entfernung an:

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Und passend zum Frühlingsferienanfang zeigten sich auch die Blüten im Garten:

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Am ersten Ferientag machten Johanna und ich eine kleine Einkaufstour und da es so anstrengend war, brauchten wir eine kleine Pause in einem Cafe.

Am nächsten Morgen holte ich Maxi von seinem Freund ab, bei dem er übernachtet hatte. Und da wir es nicht eilig hatten, genossen wir die Morgensonne am Golfplatzweiher. 

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IMG_8083Zu Hause angekommen packten wir unsere Koffer, da wir morgen für 8 Tage nach Kapstadt fliegen.

Die Jungs eröffneten heute die Poolsaison.

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Da waren sie aber relativ schnell wieder draußen! Wenn man aber bedenkt, dass sie letztes Jahr das erste mal am 02. September reingesprungen sind, müsste es doch heuer am 30. September um einiges wärmer sein…

Am nächsten Morgen ging es dann los nach Kapstadt.

Pünktlich, naja, 10 Minuten Verspätung gilt in Südafrika als überpünktlich, kam unser Transfer um uns zum Flughafen zu fahren.

Wie so oft, hatte mal wieder keiner Lust auf ein Foto… Also hier ein Selfie:

20161001_113647 (1)Von uns zum Flughafen sind es ca. 45 Minuten, wenn es keinen Stau gibt. Der Flug von Johannesburg nach Kapstadt dauert 2 1/4 Stunden und unsere Unterkunft in Kapstadt lag nur 30 Minuten vom Flughafen entfernt. Wir fuhren um 11 Uhr in Pretoria los und um 18 Uhr waren wir in unser Unterkunft in der Mitte von Kapstadt.  Ca. 1500 km hinter uns.

Nachdem wir mit unserem Mietauto vom Flughafen zu unserem Apartment gefahren sind, uns kurz umgesehen und frisch gemacht haben, gingen wir raus auf die Straße um nach einem Restaurant Ausschau zu halten. Das haben wir schon lange nicht mehr gemacht. Nein, nicht das „Ausschau halten nach einem Restaurant“, sondern „gingen wir raus auf die Straße“. Hier kann man tatsächlich die Straßen auf und ab marschieren wie in Europa. Und weil wir recht gut sind im Restaurant-Finden, kehrten wir schon kurze Zeit später bei einem Mexikaner ein.

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Das Graue im Hintergrund ist tatsächlich der Tafelberg!

Mit vollem Bauch machten wir uns dann auf den Heimweg. Auf den Straßen war schon relativ viel los. War ja klar, war ja Samstag Abend. Und dann kam unsere erste Nacht! Was wir zuvor genossen haben (mitten in der Stadt zu sein), bereuten wir heute Nacht bitter! Unsere Straße war nämlich eine Bar- und Discoarea! Unter uns eine Bar, gegenüber eine Bar, neben uns eine Bar und hinter unserem Haus auch. Jetzt wusste ich auch, warum jeder auf seinem Nachttischkästchen Oropax liegen hatte.

IMG_8141Kurz gesagt, die letzten Bars schlossen um 4 Uhr! Die Klimaanlagen, die direkt unter unserem Fenster auf der Rückseite des Hauses waren, wurden um 5 Uhr ausgeschaltet und ab da kehre Ruhe in unserer Straße ein. 5 Uhr morgens!!!! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie laut es heute Nacht war. Auch hier in Kapstadt sind die Fenster nur einfach verglast, ist aber sowieso egal, da der Bass auch durch die Mauern zu hören war. Und da das Wetter relativ gut war, hielten sich viele Barbesucher auf der Straße vor den Lokals auf. Und wer schon jemals gehört hat, wie sich mehrere Schwarze miteinander unterhalten, der kann sich ein wenig vorstellen, welche Lautstärke wir in unseren Zimmern hatten.

Trotzdem machte sich Andreas am nächsten morgen bereits um 7 Uhr auf um unser Frühstück zu besorgen und um 8 Uhr saßen wir im Auto um auf den Parkplatz des Table Mountain zu fahren. Da das Wetter heute schön war, wollten heute den Table Mountain hochwandern. Irgendwo hatte ich gelesen, dass man n 1 1/2 Stunden oben sei. Da habe ich mir gedacht, des können die Grubers doch schaffen und wir ließen die Gondel links liegen und machten uns auf den Weg.

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Bereits von hier aus war die Sicht traumhaft, aber der Weg forderte uns gleich von Beginn an.

IMG_8172Das schaut nicht nur steil aus, das IST steil! Aber wir waren noch frohen Mutes. Wir nutzten die kleine Schattenplätze für eine Verschnaufpause

IMG_8184und als es die steile Strecke dann in einen gemütlichen Wanderweg am Berg entlang überging, waren wir sehr erleichtert.

IMG_8169Das Wetter war traumhaft! Und wir nutzten weiterhin jede Möglichkeit einer Pause!

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Das einzige was uns nervte waren die Sportler, die uns den Berg abwärts laufend andauert entgegenkamen. Und dann machte unser Wanderweg plötzlich eine Kurve und wir kreuzten einen anderen Weg, den viele andere Touristen benutzten. Wir folgten den Blicken der anderen Wanderer und uns stockte der Atem.

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Nun ging es wieder steil nach oben. Bis zu der kleinen Lücke dort oben mussten wir. Also losmarschiert…

Mittlerweile war es schon später Vormittag. Die Sonne brannte auf uns gnadenlos runter. Unser Wasservorrat neigte sich schon dem Ende entgegen und die einzige Freude, die wir die nächste Zeit hatten war der Ausblick, wenn wir unseren Blick von dem Weg anhoben und uns umdrehten.

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Sebastian war noch voller Energie und suchte sich andere Wegbegleiter, Maxi und ich machten das Mittelfeld und Johanna hatte die schwere Aufgabe, Andreas zu motivieren.

Andreas stellte wieder mal fest, dass er Bergsteigen nicht mag und versicherte Johanna, falls er jemals wieder an einen Berg kommt, der eine Seilbahn hat, wird er auf gar keinen Fall mehr auch nur einen Schritt zu Fuß versuchen diesen Berg zu erklimmen!

Aber wir kamen unserem Ziel dann doch stetig etwas näher.  Und für ein Foto kam uns dann doch noch kurz ein Lächeln über die Lippen.

IMG_8220Die letzten Meter sind in Sicht. Und das vor mir sind die Stufen, die wir schon gefühlte Stunden bestiegen. Die sind wirklich mehr als steil. Man muss einige mit ganz schön viel Schwung nehmen, da sie so hoch sind. Das ist nach der hinter uns liegenden Strecke aber gar nicht einfach…IMG_8218

Aber alles hat ein Ende und „Gott sei Dank“ auch dieser Berg!

Fotos von uns sind in diesem Zustand nicht sehenswert. Aber dafür die Aussicht:

IMG_8216Als dann unsere ganze Familie komplett oben angekommen war und wieder einigermaßen normale Herzschlag hatte, machten wir uns auf dem Platau des Tafelberges auf zum Aussichtspunkt. Zusammen mit allen anderen…IMG_8237

Da hat sich die Anstrengung doch tatsächlich gelohnt!

IMG_8240Sogar Andreas konnte schon wieder ein wenig Lächeln.

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Aber kein Vergleich zu dem Lächeln, dass wir alle im Gesicht hatten, als wir mit der Gondel und nicht zu Fuß wieder ins Tal fuhren!

IMG_8333Puh, so viel erlebt und so ausgepauert und es war erst 13 Uhr. Jeder normale Mensch wäre jetzt ins Appartment gefahren und hätte sich ausgeruht. Leider haben unsere Kinder uns als Eltern und somit wurde es nichts mit Couch und Fernsehen. Wir sind ja in Kapstadt und das nur für 8 Tage. Vielleicht die einzigen 8 Tage in unserem ganzen Leben. Die können wir nicht auf der Couch verbringen!

Also, rein ins Auto

IMG_8352noch einen kurzen Halt an der Deutschen Schule in Kapstadt

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und ab an den Bloubergsstrand. Von dort hat man einen tollen Blick auf den Tafelberg.

IMG_8364Das Meer war sehr, sehr kalt aber zum Füße abfrischen genau richtig.

IMG_8385Da sieht man mal wieder, wie schnell der Akku bei den Kindern wieder aufgeladen ist. Und wir waren auch wieder „auf dem Damm“ nach einem kleinen Besuch in einem gemütlichen Cafe.

IMG_8412 (2)Nun machten wir uns dann aber doch auf den Heimweg. An manchen skurrilen Bauwerken vorbei.

IMG_8354Am nächsten Morgen weckte uns die Müllabfuhr. Bzw. die Recycling-Abfuhr. Die Mülleimer wurden entleert, Glas und Papier auf einen Anhänger geladen und der Restmüll wurde in die Mülleimer gesteckt. Und das war jeden Morgen so!

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Andreas besorgte uns jeden Morgen frische Brötchen uns sah nach unserem Auto. Das konnten wir nur von 17 Uhr bis 8 Uhr in unserer Straße parken. Da tagsüber die Parkgebühren relativ hoch waren, parkte Andreas das Auto immer morgens ein paar Straßen weiter. Naja, war ja Urlaub. Da hat man sonst nicht so viel zu tun.

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Für heute hatten wir eine Tour an der Ostküste entlang bis runter zum „CAPE OF GOOD HOPE“ geplant. An einer traumhaften Küstenstraße fuhren wir dem Kap entgegen.

IMG_8549Und natürlich machten wir auch Pausen, um die Aussicht zu genießen. IMG_8506

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Wir machten einen kleinen Abstecher ins „Landesinnere“ um eine Straußenfarm zu besichtigen… Leider erfüllte sie nicht ganz unseren Erwartungen. Das tollste an der Farm (für mich) waren die Taschen aus Straußenleder. Aber leider nicht bezahlbar…IMG_8589

Wir beschlossen unser Mittagessen in Simons Town einzunehmen und fanden ein kleines Restaurant am Hafen mit Blick auf den Marinestützpunkt.IMG_8626

Nach längerer Diskussion entschlossen wir dann doch, in den

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zu fahren. Die Kinder hatten keine große Lust, aber wenn man schon so nahe am „Cape of Good Hope“ war, musste man auch hin!

Gleich nach dem Parkeingang mussten wir an einer Baustelle warten.

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Und plötzlich ging die Türe auf. Die Türe des Toilettenhäuschens. Die Bauarbeiterin ging dann in ihre Hütte, holte eine Flasche Wasser und wusch sich dann damit die Hände. So, jetzt lässt sie uns fahren, dachten wir. Aber sie setzte sich wieder in ihre Hütte und wir standen da und warteten.  Da die Straße eine Kurve machte und anschließend auch noch bergab verlief, konnten wir nicht erkennen, warum die Straße gesperrt wurde. Wir waren die ersten in der bereits langen Schlange und Maxi wurde es langsam zu doof. Er stieg aus, versetzte die Pylonen und wir konnten uns vor  Lachen nicht mehr halten. Die Arbeiterin sah es nicht, wir hatten aber eine riesige Gaudi im Auto. Als Maxi dann auf die Idee kam, das Stop-Schild auf Go umzudrehen, kam die Dame plötzlich aus ihrer Hütte und Maxi verschwand ganz schnell im Auto. Tatsächlich durften wir dann doch endlich mal fahren.

Da kam uns aber trotz Absperrung jemand auf der Gegenfahrbahn entgegen!

Das war besser als auf der Straußenfarm!!!

Und dann sahen die Kinder schon von weitem die Zahnradbahn, die den kleinen Hügel zum Leuchtturm hinauf führte.

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Augenblicklich fiel Johanna natürlich Andreas Aussage von gestern ein und ehe wir uns versahen, saßen wir zu fünft in der Bahn um den Hügel hinaufzufahren. Zu Fuß hätte es nur ca. 15 Minuten gedauert!

Die restlichen Meter bis hoch zum Leuchtturm mussten wir aber dann doch zu Fuß bewältigen.

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Vorbei an einigen Bunkern aus dem Zweiten Weltkrieg führte der Weg uns zum alten Leuchtturm, der 1860 in Betrieb genommen wurde uns sich sofort als Fehlkonstruktion herausstellte. Da er 238 Meter über dem Meeresspiegel erbaut wurde, stand er viel zu weit oben und sein 2000-Kerzen-Licht war im Nebel oft nicht zu sehen.

1913 wurde mit dem Bau eines neuen Leuchtturmes begonnen, viel näher am Cape Point und nur 87 Meter über dem Meeresspiegel. Er hatte mit Paraffin eine Leuchtkraft von 500 000 Kerzen. Seit der Elektrifizierung im Jahre 1936 wurde das die Leuchtkraft auf 10 Mio. Kerzen erhöht. Der Leuchtturm gibt alle 30 Sekunden drei Blitzlichter ab, die 63 km weit zu sehen sind!

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Der Cape Point.

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Nachdem wir die tolle Aussicht genossen haben, leider aber keine Wale und Delphine gesichtet haben, fuhren wir wieder mit der Bahn nach unten und machten noch einen Abstecher zum

IMG_8798Aber genug für heute, jetzt wollten wir nach Hause. Unterwegs entschieden wir uns an einem gemütlichen Restaurant an der Küste unser Abendessen zu genießen. Leider war das Essen nicht so lecker, machte aber satt.

Wir hatten nochmal einen tollen Blick auf den Hafen von Simons Town. Inclusive U-Boote!

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Am Abend legten sich die Kids vor den Fernseher und Andreas und ich genossen noch einen Drink in einer der Bars.

Am nächsten Morgen wollten wir das South African Museum besuchen, dass bei uns gleich um die Ecke war, aber wir standen vor verschlossener Tür. Sie öffneten erst um 10 Uhr. Also machten wir einen kleinen Spaziergang durch den Company Garden. Ein sehr nett angelegter Park.

IMG_8856Ungezieferbekämpfung:IMG_8853Eines meiner Lieblingsmotive diese Urlaubes:

IMG_8879 (2)Leider kommt es auf dem Foto nicht so rüber, wie es in Wirklichkeit gewirkt hat. Morgens um 9 Uhr, jede mit einer Zigarette in der Hand, warteten sie auf….?

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Und irgendwie haben wir dann vergessen, dass wir eigentlich in das Museum gehen wollten und die Kinder erinnerten uns komischerweise auch nicht daran und so schlenderten wir durch die Stadt

IMG_8898bis wir dann plötzlich am Hafen ankamen.

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Hier ist in den letzten Jahren eine neue Einkaufsmeile entstanden. Mit McDonalds und H &  M. Keine Ahnung, warum wir hier gelandet sind! Der eine war darüber mehr, der andere weniger begeistert…

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So, nachdem wir den einen oder anderen die letzten Stunden (nein, eigentlich waren es ja nur Minuten, die wir im H & M verbrachten) gelangweilt hatten, gingen wir wieder die 2 km zurück zu unserer Unterkunft. Zu Fuß! In Pretoria oder Johannesburg undenkbar, da es dort viel zu gefährlich ist!

Da wir frühzeitig an unserem Apartment angekommen sind, konnten wir die Happy Hour in der Bar unter uns in Anspruch nehmen.

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Für den nächsten Tag hatten wir einen Ausflug nach Hermanus geplant.

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den ca. 120 km weiten Weg, um dort bei einer Bootstour Wale zu besichtigen. Zuvor testeten die Kinder in einer abgelegenen Bucht die Wassertemperatur, die angesichts des kühlen Windes und er Außentemperatur gar nicht so kalt erschien.

IMG_8941Andreas war ganz vertieft in seinen „Spiegel“, den er sich heute morgen in der Deutschen Buchhandlung in Kapstadt noch gekauft hatte.

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Gut ausgerüstet machten wir uns dann auf die Wahlbeobachtungsbootsfahrt:

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Wir machten es und an Bord gemütlich

IMG_8980und beobachteten die anderen Touristen, die noch am Pier standen. War auch sehr interessant!

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Ich glaube, die Dame in der Mitte wollte nur nicht mitfahren, weil die Schwimmweste farblich nicht zu ihren Schuhen passte… oder sie Angst um ihre Kopfbedeckung hatte.

Und dann fuhren wir erst mal eine halbe Stunde um in das Gebiet der Wale zu kommen. Und dann schoss ich fast 300 Fotos!

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Es war wirklich sehr beeindruckend, wie nah wir den Walen bzw. die Wale uns gekommen sind.

IMG_9341Nach einer Stunde war es aber dann auch gut mit dem Schauen und wir machten uns auf den Weg zum Hafen.

Maxi wollte nochmal an den Strand.

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Und erst als die Sonne im Meer verschwand, machten wir uns auf den fast 2-stündligen Heimweg.

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Am nächsten Tag war dann doch das Museum fällig, aber nach einer Stunde hatten wir alles besichtigt.

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IMG_9531Andreas und ich fuhren dann quer durch Kapstadt zu einer Bettwäschefabrik. Warum? Wir haben in unserem Namibia-Urlaub in einer Unterkunft eine tolle Bettwäsche gehabt, die uns sehr gut gefallen hat. Diese Bettwäsche gab es dort auch zu kaufen, nur war sie uns viel, viel zu teuer. Wir hatten die Bettwäsche verpackt fotografiert und als wir zu Hause in Pretoria waren, machten wir uns auf die Suche nach der Firma. Wir fanden heraus, dass sie in Kapstadt produziert und auch verkauft und so kamen wir auf die Idee,  uns die Bettwäsche dort zu kaufen. Natürlich fanden wir die Firma nicht auf Anhieb, aber wir schafften es dann letztendlich doch und ergatterten das, was wir haben wollten für 1/4 des Preises, den wir in Namibia dafür gezahlt hätten. Zusätzlich hatten sie gerade eine Aktion, bei der man, wenn man über einen bestimmten Betrag eingekauft hat, zwei Kopfkissen geschenkt bekam. Das hatten wir geschafft und so hatten wir zusätzlich zu der Bettwäsche auch noch 2 große Kopfkissen ergattert. Da hat sich der Aufwand ja gelohnt.

Nach 2 1/2 Stunden holten wir die Kids von der Unterkunft ab und fuhren weiter auf eine Weinfarm zur Weinprobe.

Wir entschieden uns für das

IMG_9561Wir bekamen 10 Weine zur Auswahl, von denen jeder 5 probieren durfte. Da Andreas und ich zwei ganz schlaue sind, nahm keiner von uns den gleichen. Wir probierten gegenseitig aus unseren Gläsern und somit kamen wir auf 10 verschiedene Weine.

Wir hatten in unserer Planung nur einen kleinen, klitzekleinen Fehler gemacht. Wir hätten vor der Weinprobe Mittagessen gehen sollen! Das Frühstück war schon einige Zeit her und hier gab es nix! Naja, für uns ging es ja, wir hatten zumindest den Wein.

IMG_9536Die Kinder saßen neben uns und glotzten die ganze Zeit in ihre Handys! Denn WLAN gab es!!!

Den letzten Wein genossen wir dann auf dem Weinberg

IMG_9562und haben festgestellt, dass uns eigentlich keiner der Weine richtig geschmeckt hat! Da Andreas mir immer geholfen hat, meine Gläser auszutrinken, war eine Couch-Pause dringend nötig!

Wir kehrten im Schnellrestaurant ein, stillten unseren Hunger und dann unser Bedürfnis die Füße hoch zu legen… Das war es dann für diesen Tag!

Am Freitag Vormittag machte ich mich mit Johanna auf um die Afrika-Shops in der Straße zu durchwühlen. In einem arbeiteten mehrere Künstler an ihren Waren. Ganz nett waren die beiden, die Taschen nähten.

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Tja, was soll ich sagen…. Ich hab jetzt auch eine!

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Mittags machten wir uns auf zum Hafen.

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Wir hatten eine Bootstour zu Robben-Island gebucht, auf der Nelson Mandela viele Jahre gefangen gehalten wurde.

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Da wir alle Sicherheitsvorschriften eingehalten hatten, durften wir die Sicherheitskontrolle passieren und auf dem Pier auf das Boot warten. Leider vergebens. Der Tourguide erklärte uns, dass auf der Insel Wind aufgezogen sei und es nun zu gefährlich ist, mit dem Boot hinaus zu fahren. Die Tour müsste leider abgesagt werden. MIST!

Somit hatten wir den Nachmittag zur freien Verfügung und genossen bei strahlendem, windstillen Wetter die Straßenkünstler am Hafen.

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Sebastian und Andreas gingen zu Fuß nach Hause und wir drei fuhren mit dem Auto. Den Abend ließen wir gemütlich ausklingen, natürlich mit dem Happy-Hour-Cocktail, damit wenigstens wir einigermaßen schlafen konnten.

Am Samstag Morgen machten wir uns bei regnerischen Wetter auf in den Botanischen Garten. Gleich am Eingang brachte Johanna den jungen Eulen die wichtigsten Regeln bei.

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Den ersten Teil durchwanderten wir noch gemeinsam mit den Kids

IMG_9739IMG_9770dann wollten die Kids alleine weiter durch das Gelände streifen und wir fanden die Idee auch toll. So trennten wir uns für 1 1/2 Stunden und nach 7 Tagen ununterbrochen zu fünft zusammen zu sein, tat das allen sehr gut.

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Es ist ein riesiges Gelände mit vielen Bäumen, Büschen und Blumen. Trotz des Nieselregens machte es Spaß durch das Gelände zu wandern. Mittags trafen wir uns dann mit den Kids in einem Cafe.

Maxi bestellte sich einen Tee, Johanna eine heiße Kinderschokolade:

IMG_9819Die Kids hatten jetzt genug von dem Botanischen Garten und wir fuhren nach Hause. Auf den Geschmack gekommen, wollten die Kids das Abendessen auch getrennt von uns einnehmen. Da haben wir dann doch auch glatt zugestimmt. Johanna, Sebastian und Maximilian machten es sich im Apartment gemütlichIMG_9849

und Andreas und ich gingen zu dem Mexikaner, bei dem wir schon an unserem ersten Abend waren. Und ach, genau. Davor waren wir noch bei der Happy Hour. Und danach setzten wir uns zum Abschied auch nochmal in die Bar in unserem Haus.

20161008_205940Am Sonntag Morgen packten wir zusammen, machten noch ein Foto von unserem Haus und fuhren zum Flughafen.

IMG_9867Wir waren bepackt, als wären wir für 4 Wochen unterwegs gewesen.

IMG_9933 … dabei hat Johanna ihren Koffer noch selber gezogen…

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Da hat sich der große Transferbus wenigstens gelohnt!

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Als wir Zuhause angekommen sind, die Alarmanlage unseres Hauses ausgeschaltet hatten und alle Räume durchgegangen sind, ob alles in Ordnung ist, merkten wir, dass wir die Türe vom Hauswirtschaftsraum nach draußen nicht verschlossen hatten… Tja, typisch Gruber!

Die Blumen nahmen es uns nicht übel, eine Woche nicht gegossen worden zu sein.

Der Rasen dagegen schon. Aber zum Fußballspielen für Maxi und seinen Freund reicht es allemal!

Der Montag war noch schulfrei, nur Andreas musste wieder antreten. So eine 4-Tage-Schule-Woche vergeht noch schneller und mit den alltäglichen Dingen beschäftigt waren wir dann erstaunt, als schon wieder Freitag war.

Am Samstag morgen fuhr ich um 7.15 Uhr kurz in das nahegelegene Einkaufszentrum um Frühstück zu holen. 2, 5 km einfach, lt. Google Maps 6 Minuten hin, Semmeln holen, Butter holen, Schnittlauch holen,  6 Minuten zurück. Das müsste doch dann innerhalb 20 Minuten, ok, 30 Minuten zu schaffen sein. Meint man. Aber nicht hier!

Die Fahrt zum SPAR war ja kein Problem. Nur die Semmeln waren noch nicht fertig. Also holte ich währenddessen die Butter und suchte den Schnittlauch, den sie leider nicht hatten. Nach einiger Zeit waren dann die Semmeln fertig und ich beschloss noch in den anderen Supermarkt nebenan zu gehen, da ich ja für den Obatzdn heute Abend unbedingt Schnittlauch brauchte. Es war bereits 7.50 Uhr. Um 8 Uhr öffnet der andere Supermarkt. Die 10 Minuten kann ich warten… Sie wollten auch pünktlich um 8 Uhr öffnen, leider brachte aber keiner der 5 Angestellten die Türe auf! Nach 10 Minuten schafften sie es doch, dann bin ich schnell rein, Schnittlauch aus der Kühlung, an die Kasse, ins Auto, ab nach Hause. Ich habe Hunger!

Tja, und dann kamen die Security in unserem Estate auf die depperte Idee an diesem Morgen zu kontrollieren, ob man auch ja bei jedem der gefühlt 100 STOP-Schildern in unserem Estate stehen blieb. Mach ich ja eigentlich fast immer glaube ich schon. Aber halt nicht heute. Und das sah der Herr in Neongelb natürlich sofort und hielt seine Kelle hoch. Grinsend erklärte er mir, dass er mich gerade gesehen hat. Ja, wär ja a bled, wenn´s hinnschaust und nix sigsd! Hob i dann gsogt. Und dann hat der Depp doch tatsächlich 20 Minuten gebraucht um das Formular für die Verwarnung auszuschreiben. Wartets, des lade ich jetzt schnell hoch:

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20 MINUTEN!!! Und während dessen er mein Formular ausmalte, sind natürlich gefühlte 128 andere Autos auch nicht am Stop-Schild stehen geblieben. Da kam ich dann sehr gut gelaunt um 8.40 Uhr zu Hause an!!! Nach einem deftigen Frühstück ging es mir aber dann schon besser und wir freuten uns auf den  Abend, da wir Besuch von der russischen Familie bekamen, bei denen wir vor einigen Wochen eingeladen waren. Es wurde dann auch ein wirklich netter, lustiger Abend mit lecker Grillfleisch und Salaten.

Ja, und ich weiß, die meisten wissen es eh schon….. mit lecker

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Am Sonntag war wieder Erntedankgottesdienst in Phumula. Ein Gottesdienst in englisch, deutsch und zulu. Wir kannten es ja schon von letztem Jahr, war aber wieder schön und auch lustig, wieder dabei zu sein.

IMG_0017Die kommende Woche verlief wieder ohne besondere Vorkommnisse. Bis auf die Gewitter, die jetzt wieder, fast jede Nacht über unser Haus ziehen. Sebastian und Johanna wandern dann in der Nacht immer zu uns ins Erdgeschoß runter, da es im Obergeschoß noch viel, viel lauter ist als bei uns unten. Und Maxi schläft dann auch lieber im Elternschlafzimmer. Und so sieht es dann um 24 Uhr aus:

IMG_0041Morgens um 6.30 Uhr sind dann noch nicht alle superfit!

IMG-20161013-WA0000Am nächsten Tag hatte ich wieder Tuck-Shop-Dienst. Der Tuck-Shop und auch die Schulküche sind die letzten Wochen ausgelagert worden, da beides renoviert wird. Heute haben sie entschieden, das erste mal in der neuen Küche zu kochen. Das war der Zustand der Küche um 9 Uhr morgens:

Um 12 Uhr musste das Essen für die Kinder von der Kinderkrippe, vom Kindergarten und von der Schule fertig sein. Angeblich haben sie es geschafft!!

Am Freitag machte Johanna mit ihrer Klasse einen Ausflug nach Johannesburg in den Freizeitpark. Im Vorhinein war große Aufregung unter den Eltern, ob es schon sicher genug sei die Kinder in 4er-Gruppen alleine durch den Park gegen zu lassen. Da aber dann doch der Großteil oder zumindest der Teil, der am lautestes geschrien hat dafür war, zogen die Kids los. Und sie hatten eine riesen Gaudi. Es ist ja hier ganz selten, dass die Kids mal ohne Beaufsichtigung etwas machen dürfen. Anschließend hatte der Lehrer die ganze Klasse zu sich nach Hause zum Grillen eingeladen. Die Kids nahmen den hauseigenen Pool und Tennisplatz sofort in Beschlag und die Eltern, die lt. Einladung bei der Abholung der Kinder auch ein Getränk, dass sie selber mitbringen mussten, zu sich nehmen sollten, läuteten ein gemütliches Wochenende ein.

Wir hatten aber mit unseren neuen Nachbarn aus München (hab ich von denen schon erzählt?!?! keine Ahnung, zumindest haben wir neue Nachbarn aus München mit 3 Kids in dem Alter unserer Kinder und die Eltern sind nett und lustig….) uns zum Abendessen verabredet und so mussten wir uns schon gegen 18 Uhr von der Klassenparty verabschieden und fuhren in´s MALT. Die Kids hatten ihren Spaß und wir Eltern uns viel zu erzählen. So wurde es dann doch 21.30 Uhr, bis wir uns auf den Heimweg machten.

Wäre ja prinzipiell nicht so spät, aber wir mussten am nächsten morgen wieder um 6.30 Uhr raus, da die Kinder in der Schule ihren Fun-Run-Sporttag hatten.

Leider kam um 3.30 Uhr ein heftiges Gewitter mit Hagel

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und zwar so stark, dass im Esszimmer an der Wand das Wasser runterlief.

IMG_0035Da war die Nacht relativ kurz für alle!

Und um 7 Uhr mussten wir los zum Fun-Run. Fun-Run heißt 2,5 km laufen für Maxi und 5 km für Johanna und Sebastian. Das ist nicht für jeden FUN!!!

Beim Start war noch jeder gut gelaunt!

Grade 3 + 4

IMG_0054Zur Unterstützung seiner Schüler lief Johannas Klassenlehrer mit!

Grade 7:

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Grade 9:

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Ich schwitzte nur schon allein vom Foto machen. Wir hatten bereits über 25 Grad!

Jeder gab sein bestes und keiner unserer drei Kids kam als letzter ins Ziel!!! Die Platzierungen werden erst in 2 Wochen bekannt gegeben, da manche Läufe mit 2 Klassenstufen durchgeführt wurden.

Wir waren alle froh, als wir um 10.15 Uhr schon wieder in unserm klimatisierten Auto saßen und nach Hause fahren konnten. Die Kinder legten sich gleich mal auf die Couch und ich begab mich in die Küche, da wir am Spätnachmittag Besuch zum Abendessen bekamen und ich die Vor-, Haupt- und Nachspeisen vorbereiten musste. Auch unsere Gäste heute kamen aus München! So ein Zufall… Und es wurde wieder lecker und nett!

Und ich muss ehrlich gestehen: Wenn ich die ganzen Annehmlichkeiten in Altdorf auch hätte, die ich hier habe, hätte ich gerne auch jeden Samstag Abend Besuch zum Abendessen mit allem Drum und Dran. In solchen Momenten genieße ich die Haushaltshilfe, die 2 x die Woche kommt, am meisten…

Am Sonntag war Maximilian bei seinem Freund Friedrich zum Geburtstag eingeladen. Sie trafen sich auf einer nahe gelegenen Farm, auf der mehrere Radfahrstrecken angelegt sind.

IMG-20161023-WA0007Am Spätnachmittag fuhr ich Andreas zum Flughafen. Vollbepackt mit dem Maximum an Koffern und Handgepäck. Er muss/darf bis Freitag nach München/Altdorf.

Sebi lag den ganzen Tag mit Bauchschmerzen in Bett und verschlief den Sonntag. Am Montag ging es ihm schon wieder besser und ab Dienstag freute er sich wieder auf die Schule!

Am Montag war ich mal wieder dran, Johanna und ihre beiden Freundinnen zum Reiten zu fahren.

Auf der Hinfahrt kamen wir, mal wieder, in eine Polizeikontrolle. Als ich die Polizisten von weitem winken sah, schaute ich zuerst, wie immer, auf mein Tacho. Ok, das passt. Zu schnell war ich zumindest nicht. Der Polizist ließ sich dann meinen Führerschein zeigen und war sichtlich enttäuscht, dass ich ihn tatsächlich dabei hatte. Dann machte er eine Runde ums Auto, aber bei einem 2 Monate alten BMW findet man eigentlich auf die Schnelle keinen Mangel. Als der Polizist dann merkte, dass es hier nichts zu holen gab, fragte er mich doch tatsächlich, ob ich nicht Wasser dabei hätte. Er habe Durst! Nein, sorry, haben wir nicht (hatten wir schon, aber ich bin ja kein Getränkelieferwagen)!!! Dann ließ er uns weiterfahren und hoffte auf das nächste Auto…

Und da Maxi lernen musste, nahm ich ihn auch mit zum Reitstall und wir machten es uns im Auto gemütlich, schauten den Mädchen beim Reiten zu und lernten alles Rund um Ritter und Burgen… Danach wir streichelten das 3 Wochen alte Fohlen:

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Den Rest der Woche begann ich mit dem Blogeintrag zu schreiben während die Kinder in der Schule und Andreas in Deutschland waren.

Am Freitag morgen holte ich Andreas vom Flughafen ab, wir besprachen das Wichtigste auf der Fahrt und nachdem sich Andreas zu Hause kurz frisch gemacht hatte, fuhr er weiter in die Arbeit und ich packte die 60 Kilo Gepäck aus, die er von Deutschland mitgebracht hatte.

Um 11 Uhr packte ich dann meinen Koffer, da ich dieses Wochenende auf ein Yoga-Retreat fuhr. Wir waren 10 Damen die sich auf den Weg an den Hartebeespoortdamm machten und auf dem Programm stand Yoga, Modern Dance, Wandern, Soungmeditation und Essen.

Nachdem wir unsere Unterkunft ein wenig suchen mussten, kamen wir aber dann doch rechtzeitig zum Kaffee trinken an und genossen die Aussicht.

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 Wir bezogen unsere Einzelzimmer-Hütten

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 mit einer gigantischen Aussicht aus den bodentiefen Fenstern.

und einem extra Gebetsraum:

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Unser erster Programmpunkt (eigentlich ja schon unser zweiter – der erste war ja Kaffee trinken) war Modern Dance mit einer ausgebildeten Balletttänzerin, die „Gott sei Dank“ auch schon ein bisschen älter war und uns versucht hat, einige Tanzschritte und eine Choreographie beizubringen. Das war sehr anstrengend, machte aber viel Spaß und wir hatten viel zu lachen. Und das trotz 35 Grad draußen. Unser Raum hatte keine Klimaanlage aber dafür an allen Seiten Türen nach außen, die wir öffneten und somit einen kleinen Windhauch spürten.

Nachdem wir uns von dieser Stunde einigermaßen erholt hatten, nahmen wir ein leichtes Abendessen zu uns und dann kam der Programmpunkt „Mantra Chanting“. Mantra Singen. Kurz gesagt: Das ist nix für mich! Ich bin mir vorgekommen wie früher in der Schule oder beim Ministrieren, wenn du Lachen musstest und es versucht hast so zu unterdrücken, dass es keiner merkt.

Was mir am besten gefallen hat? Ganz klar: Modern Dance. Sogar besser als das Essen, obwohl unsere indische Köchin wirklich sehr lecker gekocht hat. Das Yoga ist halt eigentlich einfach nur langweilig. Finde ich. Aber was tut man nicht alles, um sich ein wenig fit zu halten…. Auch die anschließende „Moon Salutation“ (Mondgruß) verlangte großes Durchhaltevermögen von mir. Aber nicht, weil es so anstrengend war…

Das gemütliche Beisammensitzen auf den Stufen zum Übungsraum und den Sonnenuntergang beobachten, dass war dann schon wieder eher meins…

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Doch plötzlich war dann große Aufregung, da direkt vor uns auf dem Kiesweg ein Skorpion entlangschlenderte! An Skorpione hatten wir bis dahin noch nicht gedacht, sondern nur an Schlangen und Moskitos. Nach und nach machten wir uns dann auf in unsere Hütten, da ja am nächsten Tag volles Programm war. Wir wanderten ganz vorsichtig mit den Taschenlampen zu unseren Häusern und jeder verschwand ganz schnell drinnen und sperrte die Gittertüre und die Eingangstüre fest zu.

Jetzt noch kurz ins Bad, duschen und dann ab ins Bett!

IMG-20161028-WA0006 (2)Tja, da stand ich nun vor einem Problem… Es war nicht groß aber irgendwie doch beängstigend… Ich hatte keine Lust nochmal durch das Gebüsch nach unten zu laufen und die Security um Hilfe zu bitten und die anderen Damen waren ja auch bereits in ihren Hütten verschwunden. Also nahm ich ganz, ganz mutig den großen Eimer, der zufälligerweise in meinem Badezimmer stand und stülpte ihn über den Skorpion. Dann beschwerte ich den Eimer mit sämtlichen Gegenständen, die ich finden konnte. Wasserflasche, Duschgel, Schuhe. Nun fühlte ich mich einigermaßen sicher, duschte kurz, ganz kurz neben dem Skorpion, verschloss die Badezimmertüre gewissenhaft (leider hatte die aber einen Schlitz zwischen Boden und Türblatt) und legte mich in mein Bett, das direkt neben der Badezimmertüre stand und wartete darauf, dass ich einschlief. Und dann begann der Skorpion mit seinen Versuchen, aus dem Eimer zu entkommen und die ganze Nacht über hörte ich das Kratzen am Eimer. Da fand ich nicht viel Schlaf und war froh, als die Nacht vorbei war.

Francesca, die in Majakangeng im Township wohnt, war auch dabei uns sie entfernte mir netterweise noch vor dem Frühstück den Skorpion aus meinem Zimmer.

Am Samstag hatten wir dann wieder Yoga und Klangschalenmeditation. Während einige aus unserer Gruppe Mittagspause machten, wanderten wir zu dritt ein bisschen durch die Gegend Richtung Damm. Bei 35 Grad. War aber trotzdem sehr lustig mit Francesca und Iracema.

IMG-20161030-WA0007 Wir trauten uns auch ganz mutig über die schon in die Jahre gekommene und stillgelegte Eisenbahnbrücke!

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Nach einem lecker Abendessen und ratschen sind wir dann wieder alle in unseren Hütten verschwunden. Heute Nacht ohne Skorpion! Ihr könnt sicher sein, dass ich alles ganz gründlich abgesucht habe. Aber dafür mit einer Mücke! Und die nervte auch gewaltigt!

Der Sonntag Morgen begann dann mit Yoga vor dem Frühstück, dann hatte ich meine erste Reiki-Behandlung in meinem Leben (und auch die letzte!) und anschließend durften wir uns beim Modern Dance nochmal richtig austoben. Das indische Mittagessen war wieder super lecker und nach dem abspülen mussten wir dann schon wieder alle abreisen.

Zuhause erwartete mich dann eine unzufriedene Familie, da sie die ihr zur Verfügung gestandene Zeit nicht zu nutzten wusste. Tja, dass war auch eine neue Erfahrung für sie.

Am Montag war dann Halloween. Ganz streng von 17 Uhr bis 18 Uhr! Aber wie letztes Jahr war wieder viel los und auch dieses Mal gingen uns die Süßigkeiten aus. Viele Familien waren unterwegs und die meisten waren toll verkleidet und hatten ihre Golf Carts aufwendig geschmückt!

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Und dann kam plötzlich diese Woche der Anruf von Marion mit der Mitteilung, dass Alexander, ein Freund der Familie gestorben ist. Das tut uns allen im Herzen weh! Wir waren und sind in Gedanken bei der Familie von Alexander…

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Leider können wir keinen wirklichen Trost spenden, obwohl wir so gerne helfen wollen.

Am Samstag morgen machten Andreas und ich uns um 5.30 Uhr auf den Weg zum Burenmarkt um frisches Obst, Gemüse und Käse zu kaufen,

da wir abends Besuch zum Grillen bekamen.

Am Sonntag morgen musste Johanna schon um 7.15 Uhr los zum Springreitturnier. Da war wieder nichts mit ausschlafen…

Zu beginn half Johanna Johanna durch den  Parkour und dann

IMG_0199stieg sie selber in den Sattel. IMG_0211

Das machte gleich viel mehr Spaß, als neben dem Pferd herzulaufen… Leider weigerte sich bei dem ersten Parkour das Pferd über ein Hinderniss zu springen und beim zweiten Parkour fiel leider Balken. Somit musste Johanna ohne Auszeichnung nach Hause fahren. Aber – dabei sein ist alles!

Am späten Nachmittag fuhr ich mit Andreas nach Johannesburg um einen VW Beatle von 1970 zu besichtigen.

IMG_0235Der passt aber nicht in unseren Koffer und somit haben wir beschlossen, ihn doch nicht zu kaufen.

Am Montag saß ich Mittags mit meiner Englisch-Lehrerin auf der Terrasse um mein Englisch aufzubessern, als plötzlich ein Blitzschlag unheimlich laut in unserer Nähe runterkam. Ohne Vorwarnung. Wir erschraken sehr und wunderten uns, wie es sein kann, dass ohne dass man es von weiten schon hört, ein Gewitter plötzlich über uns stehen kann. Und dann begann es zu regnen. Und es regnete aus Eimern.

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Johannas Dachterasse wurde zu einem Pool

IMG_0240und einige Straßen in unserem Estate standen unter Wasser.

IMG-20161107-WA0014IMG-20161107-WA0006Ich hätte eigentlich zu der Zeit die Kinder von der Schule abholen sollen, konnte aber nicht, da in unserem Haus die Sicherung ausgefallen ist und ich dadurch mein Garagentor nicht öffnen konnte. Erst als ich eine Mitfahrgelegenheit für Johanna und Maximilian gefunden hatte, ist mir wieder eingefallen, dass ich das Tor auch per Hand entriegeln kann und es sich dann aufschieben lässt.

Ich war aber ganz froh, dass ich nicht fahren musste.

Nach 1 1/2 Stunden war das Gewitter vorbei und angeblich hat es in dieser Zeit 110 mm geregnet.

Dann musste ich doch nochmal los zur Schule um Sebi zu holen. Als wir durch Silver Lakes fuhren, hatten sich schon viele an dem kleinen Rinnsal, der durch Silver Lakes fließt und jetzt zu einem größeren Bach gewachsen ist, versammelt.

Also schnell nach Hause, Badehose angezogen und dann ab ans Wasser…

IMG_0285 und ins Wasser

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gleich nach dem Gewitter
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2 Tage später

 

 

 

 

 

 

 

Ende der Woche hatte ich ein paar Freundinnen zum Frühstück eingeladen und es gab Weißwürstl, Weißbier und Brezen

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aber natürlich auch etwas gesundes:

 

Am Mittwoch gingen Maxi, Andreas und ich zum Clubhaus um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Der Himmel kündigte da schon bereits das nächste Gewitter an.

IMG_0323Und nach dem ersten Regenschauer marschierten wir im Laufschritt nach Hause. Kaum angekommen, kam wieder ein heftiges Gewitter runter. Wir beobachteten es von unserer geschützten Terrasse aus.

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Am nächsten Morgen bekam Andreas  Bilder von gestern aus Johannesburg zugeschickt.

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IMG-20161109-WA0018image016Leider gab es auch Tote und Verletze in Johannesburg. Schrecklich! Der Regen, der hier mehr als dringend benötigt wird, richtet jetzt solche Schäden an. Und die Wasserreservoirs sind trotz des vielen Niederschlages nur um 8 % gestiegen.

Wir haben jetzt seit 2 Wochen jede Nacht ein oder zwei Gewitter, sehr laut, aber mit relativ wenig Regen. Da fällt einem das Aufstehen morgens immer schwerer…

Am Samstag war ich dann nochmal mit 2 anderen Frauen auf dem Burenmarkt um 6 Uhr. Das mache ich aber definitiv den nächsten Samstag nicht mehr!!! Am Sonntag fuhren wir nach Johannesburg auf den Roof Top Market und schlenderten, natürlich nachdem wir etwas gegessen hatten, über den Markt. Leider war auf dem Hinweg auf der Autobahn ein Unfall und so brauchten wir anstatt 45 Minuten 1 1/2 Stunden. Nachmittags mussten wir aber wieder pünktlich zurück seien, da Maximilian sein Klassenabschlussgrillen heute bei einer Familie in unser Nachbarschaft hatten. Die Kinder hatten riesig Spaß

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Und nachdem der offizielle Teil mit Lehrerin verabschieden u. ä. vorbei war,

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ließen wir uns Kuchen und Gegrilltes schmecken. Bis es dunkel war und selbst die Lehrerin dann meinte, es sei jetzt Zeit zum Heimgehen. Morgen sei ja Schule! Uppps!

Wie schnell doch die Zeit vergeht. Mittlerweile haben wir bereits die Hälfte vom November schon rum und die Kids sind unter der Woche sehr mit lernen beschäftigt (bzw. sollten beschäftigt sein!), da die letzten Tests für dieses Schuljahr anstehen. Am Freitag Abend war Klassenabschlußfeier von Sebastian am Sportgelände der Schule.

Die Eltern machten es sich gemütlich beim Braain

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und die Kids wechselten von Basketballfeld ins Schwimmbad und dann auf das Volleyballfeld

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Und alles mit vollem Körpereinsatz!

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Am Samstag Abend waren wir dann wieder bei einem Arbeitskollegen von Andreas beim Braiin eingeladen

IMG-20161120-WA0003und trotz eines feucht-fröhlichen Abends machte ich mich mit Johanna und Sebastian am nächsten Morgen auf nach Johannesburg in die Mall of Africa zum H & M. Sebastian einkleiden.

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Da grinsen die Mädels!!!

Nach 2 Stunden war es dann auch vorbei mit der Geduld von Sebastian. D. h. damit war es schon nach 30 Minuten vorbei, aber wir haben dann noch ein bisschen ganz viel an ihn ran geredet!!!

Schliesslich sind wir dann auch los, da wir Nachmittag zum Geburtstag eingeladen waren. Kaffee und Kuchen und zum Abendessen gab es Spare Ribs. SUPERLECKER!!!

IMG-20161121-WA0003Nachdem unser Wochenende fast ausschließlich aus Essen und Trinken bestanden hat, gelobten wir uns Besserung während der Woche. Hielt aber nicht lange an. Zumindest bei mir. Ich durfte nämlich am Mittwoch wieder ins Katy´s nach Johannesburg fahren. Mit einer kleinen Gruppe Mädels anlässlich des Geburtstages von Maria. Bei der Abfahrt sahen wir um einiges besser aus als bei Ankunft 8 Stunden später.

IMG-20161124-WA0000 Deswegen gibt es nur ein Foto von 16 Uhr und eins von 20 Uhr!

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Da dann der Donnerstag nicht so elanvoll bei mir war, habe ich ein bisschen die Vögel in unserem Garten beobachtet und ein paar Fotos geschossen.IMG_0469IMG_0502IMG_0503

Maxi hatte ein Party-Wochenende vor sich. Freitag Nachmittag Geburtstagsparty bei Tamara, Samstag Geburtstags- und Abschiedsparty bei Max

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und am Sonntag Nachmittag Geburtstagsparty von Kai.

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Das forderte Maxi alles ganz schön. Da genoss er die Ruhe zu Hause und beobachtete die Vögel an unserer Terrasse.

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Mit viel Geduld wartete er auf den Lovebird, dass er sich vom Baum runter zu dem Vogelfutter traut.

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Und das Warten hat sich gelohnt.

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Während Maxi sich am Samstag bei einer seiner Party vergnügte, gingen wir zu viert auf den Christkindlmarkt an der DSP. Wie auch letztes Jahr war das Wetter eher so, wie auf dem Christkindlmarkt in Deutschland. Neee, ok, nicht ganz so schlecht, aber wir hatten nur ca. 22 Grad und bewölkten Himmel. Nachdem wir ein paar Weihnachtskarten und Bananenmarmelade gekauft hatten, sahen wir die ewig lange Schlange an dem Bier- und Thüringer Bratwürstestand und sind dann in Andreas sein Lieblingsrestaurant zum Steakessen gegangen. 200 g Rinderfilet mit Spinat-Champignonbeilage für umgerechnet 8 Euro. Und sooo superlecker.

Am Sonntag morgen waren wir dann beim Gottesdienst und Nikolauspicknick bei der deutsch, kath. Gemeinde. Nur zu dritt, da Sebi mit seinem Freund in Rhenosterpoort auf der privaten Gamefarm seines Schulfreundes Ralf und Maxi auf Kais Party war.

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Auch dieses Jahr war wieder ein Kleinbus vom Alfonso Kinderheim gekommen (siehe Mitte Bild oben). Nach dem Gottesdienst wurden Kuverts verteilt, für jedes Kind im Heim eines mit der Bitte um eine Geldspende für die Renovierung des Heimes und ein kleines Geschenk für das Kind, dass dann am 25.12. übergeben wird.

Falls jemand noch nicht weiß, was er mit seinem Weihnachtsgeld (oder einem klitzekleinen Teil davon) machen soll, scann ich mal die Bankverbindung des Waisenheims ein. Es kommt sicher da an, wo es gebraucht wird!!! Wir haben das Waisenhaus schon öfters besucht und dort wird das Geld sicher benötigt!

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Nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Heimweg, da Andreas unbedingt noch einen VW Beetle in Johannesburg besichtigen fahren wollte. Da bin ich mal wieder mit voller Begeisterung mitgefahren und als wir dann 100 Meter vom Ziel entfernt waren, stieg meine Begeisterung fast ins unermessliche…

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Aussteigen?!?!?! Hier?!?!?! Ja, klar, meinte Andreas. Sei nicht immer so überängstlich….

Also stiegen wir aus, hatten Glück und das gesuchte Gebäude war gleich gegenüber. Eine Werkstatt. Unbeschreiblich schön…. Ha, ha, ha… Aber mit einem schönen Beetle, zumindest die Farbe. Das ist ja wohl auch das 2 Wichtigste bei einem Auto. Das erst Wichtigste ist, dass es fährt!

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Der Verkäufer, ein typischer Südafrikaner, der bei der Begrüßung nur Andreas (dem Mann) die Hand gab (VOLLDEPP also), war spezialisiert auf alte VW´s.

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Ich glaube, ich habe es wieder geschafft, dass ich Andreas diesen Beetle ausgeredet habe!

Währenddessen buken Maxi und Johanna zu Hause Plätzchen. Gehört ja dann doch dazu zum ersten Advent, auch wenn es 30 Grad hat.

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Nachdem wir dann gegrillt hatten ließen wir den Sonntag Abend gemütlich ausklingen. Die letzte Schulwoche vor den Sommerferien steht uns jetzt bevor und die wird alles andere als langweilig…

 

ZA-D-ZA-NAM-BW-ZA

 Komische Überschrift. Ich weiß! Ergibt aber einen Sinn!

Viel haben wir erlebt, die letzten 2 1/2 Monate und jetzt muss ich meine grauen Gehirnzellen wieder anstrengen, dann kann es los gehen:

Die letzten 5 Tage vor unserem Urlaub in Altdorf verbrachten wir am Samstag auf der Abschiedsfeier von Familie Oberdorf, die nach über 3 Jahren zurück nach München geht und uns hier das eingewöhnen in Südafrika mit 1000 Tricks und Tipps erleichtert hat! Schade, dass sie schon vor uns abreisen…

Wir feierten auf einer Farm mit vielen verschiedenen Tieren. Maxi war aber nur im Streichelzoo:

20160611_124719Die Geburtenkontrolle ist immer noch in einigen Teilen Afrikas ein Problem!

Um unser Koffer für die Heimreise noch zu füllen, machten wir uns am Sonntag auf den Weg nach Johannesburg zum Markt.

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Abends verfolgten wir dann ganz gespannt das erste EM-Spiel der Deutschen Nationalmannschaft gegen die Ukraine. Incl. Hymne!

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Die letzten drei Schultage vergingen dann auch wie im Fluge. Und weil wir gerade beim Thema sind (FLUGE), am Mittwoch ging es dann am späten Nachmittag endlich los. Wir warteten bereits in der Einfahrt (und schlugen die Zeit tot) auf Andreas, der von der Arbeit angedüst kam, um uns zum Flughafen zu fahren.

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Endlich im Flieger!!!

 

 

 

 

Abfahrt zu Hause in Pretoria: Mittwoch, 17 Uhr

Ankunft zu Hause in Altorf: Donnerstag, 9 Uhr

Und wie es sich gehört (und wir es uns auch gewünscht haben) gab es Weißwürstl, Brezen und WEISSBIER! Lecker! Und vielen Dank!

Jetzt bin ich in der Zwickmühle, da ich ein paar Fotos in Deutschland gemacht habe, aber vergessen habe, mir die Einverständniserklärung geben zu lassen, die Fotos zu veröffentlichen. Ich stelle jetzt einfach ein paar Fotos rein, ganz klein, und wer etwas dagegen hat, soll es halt im Nachhinein sagen. Und bitte nicht traurig sein, wenn von euch kein Foto dabei ist. Ich habe nicht immer daran gedacht, eines zu machen! Auf jeden Fall waren es 2 tolle Wochen in Deutschland. Danke, an alle, die sich Zeit genommen haben, um mit uns ein bisschen zu quatschen und gemütlich beisammen zu sitzen! Das wissen wir wirklich sehr zu schätzen! Für euch alle war es ja Alltag, nur für uns Urlaub!!! Vielen herzlichen Dank auch an die vielen Spender für das Fußballprojekt in Majakaneng! Die Fußballer haben sich riesig gefreut!!!!

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Die Zeit verging sehr schnell, zu schnell.  Wir haben es doch tatsächlich nicht geschafft, am Sportplatz die Mannschaften der Jungs zu besuchen. Oder meine Arbeitskollegen in der Bücherei… Aber: Wir kommen ja wieder!!! (Hoffentlich freuen wir uns und ihr euch dann wieder so!!!!!!)

Danke auch für den schönen Abschied am Flughafen!!!!

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Abflug München: Mittwoch, 29.06.2016 um 21.05 Uhr

Ankunft in Johannesburg: Donnerstag, 30.06.2016 um 7.30 Uhr

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mit ein bisschen Gepäck

Ankunft zu Hause in Pretoria: 9.30 Uhr

Koffer auspacken, Wäsche waschen, Haus und Garten checken, Einkaufen fahren, Koffer packen, schlafen gehen

Freitag, 4 Uhr: aufstehen!!!!! Abfahrt in den Urlaub nach Namibia!!!!

(Da habe ich dann mal lieber keine Fotos gemacht!!!!!!)

Unsere erste Etappe ging von Pretoria immer der N14 entlang zu den Augrabies Falls. 1030 Kilometer, 11 Stunden Fahrt.

Als es morgens langsam hell wurde, bemerkten wir in den Dörfern, dass vor einigen Häusern die Menschen in Schlangen anstanden… Bei genauerem Hinsehen stellte sich heraus, dass es immer Banken waren. Na klar!!! Ist ja Anfang des Monats!!! Geld ist angekommen!!!

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Ganz beeindruckt waren wir auch von den vielen, riesigen Vogelnester an den Stommasten:

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Und ganz idyllisch fuhren auf den Schotterstraßen neben der Teerstraße ganz viele Esel-/Pferdekarren. Auf folgendem Foto schaut es nicht ganz so idyllisch aus…. Aber manchmal ist es nicht so einfach, ein Foto ohne Polizeiauto zu knipsen…

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Am Ziel bei den Augrabies Falls weigerten sich dann die Kinder, noch die Wasserfälle zu besichtigen, da sie unbedingt raus aus dem Auto und  zur Unterkunft wollten. Naja, war dann irgendwie auch verständlich. Unsere erste Nacht verbrachten wir in einer Backpackers-Unterkunft. Das Schönste an der Unterkunft waren die Tiere auf dem Gelände, der Kanal (mit Frischwasser!!!!) und die Feuerstelle!

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 Am nächsten Morgen machten wir uns bei Tagesanbruch auf den Weg Richtung Grenze ZA-NAM. Natürlich mit einer Kanne Tee.

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Zuerst mussten wir aber ein kleinen Stück (ca. 20 Kilometer) zurück fahren, da wir bemerkten, dass wir fast kein Bargeld dabei hatten. Aber – was sind schon 20 Kilometer zurück?!?!?! Und dann die gleiche Strecke wieder in die andere Richtung?!?!? Da beginnt der Tag doch sehr relaxt…..

Zumindest war es dann nicht mehr ganz so weit zur Grenze. Nur ca. 170 Kilometer. Völlig wach waren im Auto alle, als uns plötzlich ein Hubschrauber auf unserer Spur entgegenkam…

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Leider war es aber nach ca. 100 Kilometer vorbei mit der Teerstraße. Weiter ging es auf der Schotterstraße…

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Namibia, wir kommen!

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 Leider gab es keine Toilettenhäuschen auf dem Weg…

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Und dann waren wir endlich an dem Grenzübergang:

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Hinein in das Grenzhäuschen, Stempel abholen, weiterfahren….

Nein, soooooo schnell geht das hier nicht. Das dauert…. Da wird ewig in den Pässen geblättert und in den Computer geschaut. Und dann entdeckte der nette Grenzbeamte meine Kamera und fragte, ob er die mal ausprobieren dürfte… Na klar, mach halt mal paar Fotos!!!

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Und dann machten wir noch ein „Selfie“:

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Anschließend begleitete er uns noch zu unserem Auto. Er muss ja kontrollieren, was wir alles dabei haben.

IMG_3243Nachdem wir ihm dann etwas aus unserer Obstkiste überreicht haben, fuhren wir auch schon nach über 30 Minuten über den Oranje River, den Grenzfluss, nach Namibia.

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Dann wieder aussteigen und in das Grenzhäuschen der namibischen Beamten…IMG_3257

 Wieder Formulare ausfüllen und Stempel abholen. Wir hatten Glück und der Grenzer war nicht so sehr an uns interessiert, wie sein südafrikanischer Kollege, der im übrigen Andreas seine Telefonnummer gab, falls er bei BMW einen Job für ihn hatte.

Somit waren wir in NAMIBIA!!!

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Und unsere Fahrt ging weiter zum Fish River Canyon. Ca. 300 km Schotterpiste und die Gegend änderte sich nicht viel…

Am Canyon angekommen vermissten wir den reißenden River, der durch den Canyon peitscht. Liegt wohl daran, dass es hier und auch in den Regionen, die den Canyon speisen, dieses Jahr viel zu wenig geregnet hatte.

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Vom Canyon aus hatten wir nicht weit zu unserer Unterkunft und machten es uns den Rest des Tages gemütlich. Da wir nun eine Stunde „gewonnen“ hatten (andere Zeitzone als heute morgen), waren wir sogar noch rechtzeitig zum geführten Abendspaziergang mit dem Ranger.

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Oryx

Leider mussten wir am nächsten Morgen wieder weiter. Da wir den Canyon gestern besichtigt haben, konnte ich den Rest der Familie nicht mehr überreden, nochmals hin zu fahren und wir machten uns auf direktem Weg auf Richtung Norden nach Keetmanshoop.

Nachdem wir die letzten beide Tage 1050 und 450 gefahrene Kilometer hinter uns hatten, waren die Kinder total happy, als sie erfuhren, dass unsere Etappe heute lt. Navi nur ca.  160 km sein wird. Tatsächlich wurden es dann doch wieder mehr… Aber nur um 50 km…

Unterwegs gab es viel zu sehen:

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Landschaft!!!!

In Keetmanshoop hielten wir dann kurz bei einem Fast-Food-Restaurant, bestellten dann fast die ganze Karte rauf und runter, stornierten dann wieder die Hälfte, als wir bemerkten, wieviel es kostet und fuhren dann noch  ca. 15 Kilometer.

Als wir dann an unserem Ziel, dem Kokerboomwood ankamen, waren wir überrascht, dass er zu einer privaten Farm gehört und zahlten dann Eintritt…

… um die Bäume zu besichtigen, die wir eh schon die ganze Zeit am Straßenrand besichtigen konnten und die uns auch durch unsere ganze Namibia-Reise begleiteten…

Und ein Wald ist in Namibia auch etwas anderes als in Deutschland.

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Übrigens bedeutet Kokerboomwood auf deutsch: KÖCHERBAUMWALD  ;),

da die Äste früher ausgehöhlt wurden und als Pfeilköcher benutzt wurden.

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Eine riesige Familie

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wuselte durch das Gelände.

Gott sei Dank waren die Geparden aber hinter hohen Zäunen.

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Das hätte sich Andreas von den Hunden wohl auch gewünscht:

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Da es schon langsam Abend wurde, machten wir uns zu unserer nächsten Unterkunft auf. Da kommt keiner über die Mauer…. Weder rein noch raus…

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Wir zogen nochmal los und hielten Ausschau nach einer Nahrungsaufnahmestelle, da wir für heute wieder eine Selbstverpflegungsunterkunft gebucht hatten.

Die Auswahl in Keetmanshoop war leider nicht sehr üppig! Bei STEERS waren wir schon zum Mittagessen, also blieb nur noch DEBONAIRS PIZZA übrig…

IMG_3684Und da es in dem Fast-Food-Restaurant nicht sehr gemütlich war, haben wir uns entschlossen, doch gleich in unserer Unterkunft zu essen.  War mindestens genau so gemütlich!

IMG_3687Am nächsten Morgen haben wir unser Ziel in das Navi eingegeben: Lüderitz und ab ging die Fahrt. Ganz einfach, fast immer nur gerade aus… Und nur 319 Kilometer, ein Katzensprung.

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Zu unserer Überraschung war sogar jeder Kilometer Teerstraße! Wir wunderten uns schon, erzählte doch jeder, in Namibia gibt es nur Schotterpisten! Und es ging tatsächlich fast nur gerade aus!

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Am Straßenrand bekamen wir Verkehrsschilder zu Gesicht, die uns zuvor noch nie begegnet sind.

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Wilde Pferde in der Namib:

Eine Attraktion im südlichen Teil der Namib sind die Wildpferde von Garub. Diese Wildpferde haben sich aus der Rolle des Arbeits- oder Zuchtpferdes erfolgreich herausgelöst. Sie sind unabhängig vom Menschen und faszinieren uns durch ihr angepasstes Leben an widrigste Bedingungen in grenzenloser Freiheit

Im südlichen Afrika gibt es nun eigentlich keine wildlebenden Pferde, die hier herrschenden klimatischen Bedingungen sind für Pferde nicht typisch. Pferde wurden erst von den europäischen Einwanderern mit der Besiedlung des südlichen Afrika importiert. So drängt sich dem interessierten Beobachter die Fragen auf, woher diese Pferde kommen und warum diese gerade hier, in großer Hitze und bei wenig beziehungsweise nur mit großen Anstrengungen erreichbarem Futter leben. (Ja, ich weiß, ihr habt es bemerkt! Den Text habe ich von der Info-Namibia-Homepage kopiert…)

Das Foto nicht:

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Wir fuhren gemütlich die ewig lange, gerade Straße entlang, hielten links und rechts Ausschau nach weiteren Pferden, als es plötzlich einen lauten Knall tat und wir alle zusammenzuckten, Andreas auf die Bremse trat und wir nach links, rechts und oben schauten um heraus zu finden,  was passiert war…

Durch unser Glasschiebedach, sahen wir dann den offenen Deckel unserer Dachbox!!! Mist!!! Also sind wir sofort links an den Straßenrand gefahren, stehen geblieben und ausgestiegen. Wie wir vermutet hatten, war die Dachbox bereits leer und der gesamte Inhalt hinter uns auf der Straße verteilt!!! Ich bin los gelaufen und habe unser Hab und Gut so schnell wie möglich von der Straße aufgehoben und bin voll bepackt mit allen wichtigen und unwichtigen Dingen zurück zum Auto gelaufen. Da wir immer noch halb auf der Straße standen, schmissen wir alles einfach ins Auto und fuhren zu dem nächsten Parkplatz, der schon in Sichtweite war. Sebastian hielt mit beiden Händen aus dem Fenster die Dachbox zu, damit der Deckel nicht wieder aufsprang… Der Wind blies hier oben ganz schön!

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An dem Parkplatz stellte sich heraus, dass die Dachbox hinüber war. Das Schloss war nicht mehr zu verschließen und der Sprung im Deckel der Box war viel zu groß. Jetzt standen wir vor 2 Problemen:

1.: Wie sollen wir das ganze Gepäck in unserem Auto verstauen? Neben 2 mittelgroßen  Koffern (was eh nicht viel ist für 16 Tage für 5 Personen), einer Kühlbox, Kissen, Decken, Holzkohle, 10 Liter Trinkwasser, Schuhe… lag noch der winzig kleine Reservereifen in unserem Kofferraum!!!

2. Was tun mit der Dachbox?

Problem 1 haben wir dann tatsächlich gelöst und festgestellt, dass wir die Dachbox eigentlich gar nicht gebraut hätten. Passt doch alles in den Kofferraum des X3. Sogar die Abdeckung konnten wir noch zuziehen, damit man hinten raus schauen kann. Komisch. Da wunderten wir uns ja schon ein bisschen darüber…

Problem 2 haben wir dann auch gelöst:

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Also, sollte jemand in naher Zukunft mal die B4 von Keetmanshoop Richtung Lüderitz fahren und nach ca. 150 km auf der rechten Fahrbahnseite auf dem Parkplatz einer Anhöhe eine beschädigte Dachbox finden: DAS IST UNSERE!!!

Die Steine haben wir sicherheitshalber darauf gelegt, damit der Wind die Dachbox nicht durch die Gegend weht!

Als wir wieder alle im Auto saßen, schnaufen wir alle kräftig durch und waren im Nachhinein ganz froh, dass nicht mehr passiert ist… IMG_3706Und so fuhren wir weiter, ohne Dachbox Richtung Lüderitz.

Kurz vor unserem Ziel verschwand die Sonne hinter einer Nebelschicht.

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Und nachdem wir die Geisterstadt Kolmannskuppe, die wir übermorgen auf dem Rückweg besichtigen wollen, links liegen lassen haben,

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kamen wir an unserem heutigen Tagesziel an:

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Wir machten eine kleine Runde durch die Stadt und amüsierten uns über die Beschriftungen an den Häusern.

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Vor einer Stunde fuhren wir noch durch Wüste und jetzt sind wir am Atlantik. Und die Sonne bemühte sich, uns ein paar wärmende Strahlen zu schicken.

IMG_3754IMG_3764Wir informierten uns im Touristen-Büro über die Sehenswürdigkeiten in Lüderitz und buchten für morgen Früh um 8 Uhr eine Katamaran-Bootsfahrt Richtung Halifax. Andreas kaufte sich die neueste Ausgabe der „Allgemeinen Zeitung“ und wir besorgten uns noch Handschuhe und Mützen für die Bootstour morgen.  Nach einem kleinen Supermarkt-Stop fuhren wir zu unserer Ferienwohnung, die zwar im Industriegebiet lag, aber sehr gräumig war und schmissen den Grill an.

Da wir morgen früh raus mussten, suchten wir schon alles zusammen, was wir mitnehmen und anziehen wollten. Und da es sehr kühl war, entschloss ich, meine Wanderschuhe anzuziehen. Da wir zu 5. das Auto ausgeräumt hatten und jeder unser Gepäck durch die ganze Wohnung verteilt hatte, konnte ich die große, rote Stofftüte mit unseren Schuhen nicht gleich finden. Natürlich wurde gleich jeder beschuldigt, die Tüte in irgendeine Ecke gelegt zu haben und da aber auch die nagelneuen, sündteueren Turnschuhe, die ich nur gekauft hatte, weil die Kinder hier in der Schule schwarze Schuhe anziehen müssen und wir in Deutschland auf die Schnelle keine günstigeren gefunden haben, in der Tüte waren, suchten alle mit. Vergeblich. Die Tüte war nicht auffindbar. Das gibt es doch nicht! So klein ist die Tüte doch nicht: 3 Paar Turnschuhe für die Kids, 2 Paar Wanderschuhe von mir und Andreas, meine Turnschuhe und ein paar Flip Flops!!!! Mir wurde ein bisschen mulmig… Andreas rief in unserer vorherigen Unterkunft an und fragte nach, ob wir sie vielleicht dort vergessen hatten. Natürlich nicht. Ich ahnte schon etwas…. Traute es mich aber nicht aussprechen, da Sebi und Johanna schon fix und fertig waren, da ihre neuen Schuhe, über die sie sich so gefreut hatten, weg waren.

Es gab jetzt nur noch eine Möglichkeit: Wir haben sie verloren, als unsere Dachbox aufging. Aber ich war mir sicher, dass nichts mehr auf der Straße lag und so eine große, rote Tüte hätte ich nicht übersehen! Es war aber wahrscheinlich doch so. MIST. Da lagen jetzt Schuhe im Wert von ein paar hundert Euro auf der Straße. Bzw. jetzt lagen sie sicherlich schon nicht mehr dort. Die Stimmung der Familie Gruber war im Eimer. Wir überlegten, ob morgen einer von uns morgens nicht mit Bootfahren fährt und die 150 Kilometer landeinwärts fährt um die Schuhe zu suchen. Aber wir entschlossen uns, es bleiben zu lassen. Wenn wir sie wirklich auf der Straße verloren hatten, wären sie eh schon weg. Hoffentlich hat sie einer gefunden, der sie wirklich brauchen kann.

Am nächsten morgen ging es bei strahlendem Sonnenschein raus aufs Meer und wir genossen die tolle Aussicht.

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Den wachen Augen der Kinder ist nichts entgangen,

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nur ich war ein wenig zu langsam, als die Delfine durch die Lüfte sprangen. Aber dann hatten sie ein Einsehen mit mir und schwammen schön langsam mit uns mit.

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Sogar bis in den Hafen:
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Nachdem wir dann ganz glücklich vom Boot gestiegen sind, fuhren wir zu unserer Unterkunft, stärkten uns ein wenig und machten uns zu Fuß auf, die restlichen Sehenswürdigkeiten von Lüderitz zu besichtigen. Unsere erste Station war das Goerke-Haus, das traumhaft gelegen auf einem Felsenhügel steht.


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 Und wir hatten einen tollen Blick auf die Felsenkirche, die unser nächstes Ziel wurde.IMG_4076

Wir gingen weiter durch das Dorf und weil wir gerade vorbeikamen, nahmen wir unsere Wäsche, die wir gestern in die Wäscherei brachten, mit. Mit einem großen Müllsack liefen wir also quer durch Lüderitz. Macht ja nix, kennt uns ja keiner. Hoffentlich!!!

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Und weil einfach so durch das Dorf spazieren nicht so aufregend ist, probierte Maxi unterwegs seine Kletterkünste aus. Spielplatz gab es keinen…

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Am nächsten Morgen machten wir uns auf nach Kolmanskuppe.

Kolmanskuppe ist eine Geisterstadt. Nicht, dass es dort etwa spukt, sondern die Stadt ist von allem verlassen, was früher mal eine Stadt ausgemacht hat.

Nur etwa 15 km östlich der Hafenstadt Lüderitz gelegen, war Kolmanskop im Jahr 1908 ursprünglich ein kleiner Bahnhof bei der Kolmanskuppe an der im Bau befindlichen Lüderitz-Eisenbahn von Lüderitz nach Keetmannshoop. Die Kolmanskuppe erhielt ihren Namen nach einem Nama, der Coleman hieß, welcher hier im Jahr 1905 mit seinem Ochsenkarren stecken blieb und verdurstete. Soweit die Legende.

Im Jahre 1908 wurde durch den Eisenbahnarbeiter Zacharias Lewala hier ein glitzernder Stein gefunden, den dieser zu dem Bahnmeister August Stauch brachte. Stauch, der hier am Bahnhof Grasplatz stationiert war und die Aufgabe hatte, die Gleise in einer Streckenlänge von ca. 20 km von Sand frei zu halten, hatte sich als Hobby mit Mineralogie beschäftigt. Er vermutete, hier etwas zu finden und gab seinem Arbeiter die Anweisung, ihm besondere Steine zu bringen. Stauch vermutete sofort in dem Fund einen Diamanten, was durch eine in Auftrag gegebene Untersuchung durch seinen Freund und Bergwerksingenieur sowie späteren Geschäftspartner Sönke Nissen bestätigt wurde. Stauch und Nissen hängten diese Entdeckung aber nicht an die große Glocke, sondern kündigten ihre Arbeitsverhältnisse und sicherten sich bei der Kolmanskuppe einen Claim von 75 km² Fläche. Sie suchten mit Erfolg weiter nach Diamanten.

Das blieb dann aber nicht verborgen und es entwickelte sich ein wahres Diamantenfieber, in dem sich hier Ströme von Diamantensuchern und Abenteurern niederließen. Innerhalb von 2 Jahren begann sich in rasantem Tempo eine bisher beispiellose Stadtentwicklung abzuzeichnen; Kolmanskop wurde innerhalb weniger Jahre zur reichsten Stadt Afrikas und einer der reichsten Städte der Welt. Die dadurch geschaffene Infrastruktur suchte seinesgleichen, es gab ab 1911 elektrischen Strom, luxuriöse Steinhäuser, Casino, Schule, Krankenhaus, eine Eisfabrik wo Stangeneis für Kühlschränke produziert wurde, Theater, Ballsaal, Turnhalle, Kegelbahn, Salzwasserschwimmbad und vieles mehr, obwohl hier nicht mehr als 400 Personen lebten.

Interessant ist, dass im Krankenhaus der erste Röntgenapparat im Süden Afrikas installiert wurde. Sicher auch deshalb, um die Arbeiter auf etwa verschluckte Diamanten zu kontrollieren…

Im September 1908 wurden keine Schürflizenzen mehr erteilt und der südliche Küstenstreifen wurde zum Sperrgebiet erklärt. Die Diamantenförderung wurde industrialisiert und in gewaltigen Fabrikanlagen wurde der diamanthaltige Kies ausgesiebt und gewaschen. Aus 10 Tonnen Sand lassen sich nicht mehr wie 1 bis 2 Karat (1 Karat = 0,2 gr.) Rohdiamanten gewinnen.

So konnten bis zum ersten Weltkrieg 1 Tonne Diamanten gefördert werden. Mit dem Kriegsausbruch 1914 ging die Förderung gegen Null und mit dem Verlust der deutschen Kolonien ging auch die deutsche Ära der Diamantenförderung zu Ende und an Südafrika über.

1928 wurden südlich von Lüderitz bis hinunter nach Oranjemund ergiebige Schürffelder gefunden, die Vorkommen in Kolmanskop gingen zu Ende und so wurde hier die Förderung eingestellt und bis 1938 wurden die Maschinen in den Süden gebracht. Die Stadt wurde sich selbst überlassen und die Wüste holte sich das ihr abgewonnene Terrain zurück. Zwischen 1956 und 1960 verließ der letzte Einwohner die Stadt.

1980 wurde das touristische Potenzial der Geisterstadt wieder entdeckt, da auch Lüderitz einen wirtschaftlichen Aufschwung hatte und man begann, einzelne Häuser wieder auszugraben und instand zu setzen. (ja, wieder von info-Namibia.com) Aber ihr sollt ja auch etwas über Namibia lernen…

Hier konnte man sprichwörtlich „ein Sonnenbad nehmen“

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Die Eisprodunktion vor 100 Jahren wurde uns beschrieben und auch der Kühlschrank stand funktionstüchtig bereit.

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Wir besichtigten ein Haus nach dem anderen und waren froh, wenn wir uns nicht im Freien aufhalten mussten, denn dort blies der Wind die ganze Zeit den Sand durch die Gegend.

Ein mystischer Ausblick:

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Und typisch Namibia: Hier darf man alles besichtigen. Auf eigene Gefahr natürlich. Aber in dieses Haus wären wir in Deutschland sicherlich nicht mehr rein gekommen…

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Natürlich machten wir uns auch auf die Suche nach dem Pool, der immer noch  auf dem Hügel stand. Das Wasser hierfür wurde vom Atlantik, der ca. 15 km entfernt ist, mit Fässern transportiert.

Nicht mehr ganz funktionstüchtig, aber Sebi sprang trotzdem hinein: ääähm, hinaus:

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Nachdem wir nun den Sand gefühlt in fast allen Körperöffnungen hatten, machten wir uns auf und fuhren weiter.

Ein großes Problem war damals, und auch heute noch, die Bahnschienen vom Sand frei zu halten. Hierfür gibt es spezielle Maschinen.

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Aber manchmal sind diese Maschinen überfordert:

(sucht mal das Bahngleis….)

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Hinter der Sanddüne standen Bagger und Lastwägen, die versuchten, die Bahngleise wieder zu befreien. So wie hier aber der Wind weht, ist das fast ein Ding der Unmöglichkeit!

Wir entschieden uns, einen kleinen Umweg nach Helmeringhausen  zu nehmen, damit wir nochmal an der Stelle, an der unser Dachbox aufging, vorbeifuhren. Was sind schon 80 Kilometer mehr?Irgendwie hatten wir doch noch ein wenig Hoffnung und wollten es nicht unversucht lassen, nach unseren Schuhen zu suchen.

Leider hatten wir keine Zeit und auch nicht die innere Ruhe, an dem Rastplatz eine Pause einzulegen. Um diese Jahreszeit wäre es ja ganz angenehm hier, aber im Sommer steigt hier sicher keiner aus seinem klimatisierten Auto aus!

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Jeden Kilometer, den wir an die Stelle näher kamen,  wurden wir nervöser. Warum eigentlich? Die Chancen waren ja gleich null, dass mitten auf der Straße unsere Tüte lag. Wir fuhren am Parkplatz vorbei, an dem immer noch unser Dachbox lag und Sebastian und Andreas stiegen aus, um die Strecke zu Fuß zu gehen, bis an die Stelle, an der wir glaubten, dass die Dachbox aufsprang. Einige Kilometer vorher war noch weit und breit kein Grashalm zu sehen und hier wuchsen links und rechts Unmengen davon.

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Andreas und Sebastian marschierten einige Meter durch das Gebüsch und nachdem wir unsere Schuhe endgültig abgeschrieben hatten, passierte es!

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Sebi fand den ersten Schuh aus unserer Tüte, dann die zerrissene Stofftüte mit ein paar Schuhen darin und schließlich hatten wir zum Schluß wieder alle unser Schuhe. Unversehrt! Wir konnten es gar nicht glauben und schickten ein kleines Dankeschön in den afrikanischen Himmel!!! Und vor lauter Freude und Erleichterung machte sich Andreas gleich mal eine Flasche Klipdrift-Cola auf! Und die Kids sich eine Packung Chips! Und ich? Ich machte ein Foto. Wie immer halt….

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So, Schuhe verpackt in´s Auto. Jetzt war es richtig eng, aber war ja Wurst… Hauptsache, wir hatten unsere Schuhe. Ganz glücklich mit der Welt fuhren wir jetzt weiter nach Helmeringhausen ins Landesinnere.

Und vor lauter Schuhe, hatten wir doch glatt vergessen, unterwegs zu tanken und Geld hatten wir auch nicht abgehoben. Na, das kann ja was werden. In Helmeringhausen angekommen, atmeten wir erst mal durch. Eine Tankstelle hatte das 5-Häuser-Dorf schon mal. Und sie akzeptieren auch Kreditkarten. Wieder Glück gehabt.

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Und einen Bottel-Store hatten sie auch. Wieder Glück gehabt!

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Und das Hotel, in dem wir uns für eine Nacht eingebucht hatten, war das 3. Gebäude im Dorf. An der Rezeption begrüßte uns eine junge Praktikantin aus STRAUBING.

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Nach dem Einchecken machten wir Bekanntschaft mit dem hauseigenen Springbock.

 

 

 

Da er angeblich Männer nicht so gerne mag, war Maxi anfangs ein wenig vorsichtig:

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Am nächsten Morgen wurde er aber mutiger:

IMG_4347Wir erkundeten noch ein wenig das Gelände des Hotels

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und machten uns dann auf, die kürzeste Tagesetappe unserer Reise hinter uns bringen. Wir fuhren genau 27 Kilometer und waren schon am Ziel angekommen.

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Wir wollten unbedingt einen Tag auf dieser Farm verbringen. Da sie aber leider von gestern auf heute kein Bett frei hatten, verbrachten wir eine Nacht im nahegelegenen Hotel und starteten eine Tag später zur Familie Gaugler. Sie bewirtschaften mitten im Nirgendwo eine Farm, sind fast Selbstversorger, betreiben Schafzucht, unterrichten ihre Kinder zu Hause selber und fahren alle 8 Wochen zum Großeinkauf in das 500 Kilometer entfernte Windhoek.

Das ist eine ganz andere Welt hier.

Wir machten einen kleinen Spaziergang auf dem riesigen Gelände des Farmhauses. Die 3 größeren Kinder der Familie begleiteten uns.

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Familie Gaugler ist gerade dabei, sich ein weiteres Standbein aufzubauen. Sie pflanzen Kakteen und machen aus den Früchten Säfte, Marmelade und bald auch Kaktusfeigen-Kernöl. Es gilt als eines der teuersten Öle der Welt. Es kostet etwa 400 bis 600 Euro pro Liter.

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IMG_4420Auf der Weide machten wir tolle Entdeckungen:

 

 

 

 

Und abends nach getaner Arbeit machten wir eine Rundfahrt mit dem Farmer durch einen Teil des riesigen Gebietes der Farm. So weit das Auge reicht, egal in welche Richtung, war die Grenze kaum zu erkennen. Auf diesem riesigen Gelände weiden 6000 Schafe. Ohne Schäfer. Wenn sie ein Gebiet abgegrast haben, werden sie in ein neues getrieben. So kommen sie nur alle 4 Jahre an die gleiche Stelle….

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Und zum Sonnenuntergang fanden wir ein tolles Plätzchen.

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Mal wieder mit einem gigantischen Sonnenuntergang.

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Zu Hause erwartete uns dann Michelle, die Farmerin mit einem superleckeren Essen. Jörg, der Famer, setzte sich zu uns und Michelle verschwand in der Küche mit den Kindern. Ich hätte gerne von ihr auch mehr erfahren, aber leider war sie sehr beschäftigt…

Am nächsten Morgen machten wir nochmal einen kleinen Rundgang mit Jörg. Der Hund der Familie ist leider blind, da ihm letztes Jahr eine Kobra ihr Gift in die Augen gespritzt hat.

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Noch eine kurze Umarmung und ein dickes Dankeschön an Michelle, dann mussten wir leider weiter fahren.

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Hier noch ein Spruch, der an der Hausmauer hing:

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Ab ins Auto und ab Richtung Sussusvlei.  Wir fuhren durch das Namibrand Nature Reserve und die Sicht war unbeschreiblich. Kilometerweit kam uns kein Auto entgegen und wenn dann doch einer kam, sah man schon von weitem die Staubwolken.

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IMG_4602Da musste man dann doch mal die Fenster schließen!

Und am Straßenrand stand dann immer mal wieder ein Springbock oder ein Oryx.

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Ein-, zweimal mussten wir anhalten, da sich am Hinterrad ein Stein verfangen hatte und schreckliche Quietschgeräusche von sich gab. Aber wir fuhren dann einfach ein paar Meter rückwärts, der Stein löste sich und weiter ging die Fahrt.

Und plötzlich änderte sich dann die Landschaft. Natürlich ist das öfters der Fall… Aber diesmal hatte man genau die Grenze gesehen. Im Vordergrund noch die Steine, dann plötzlich feinster Sand:

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Wir kommen den Sanddünen näher! Aber da es schon zu spät war, um zu den großen Dünen zu fahren, die in einem Nationalpark lagen, fuhren wir zu unserer Unterkunft, ca. 30 Kilometer von Eingang des Parkes entfernt.

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Wir genossen die Aussicht von unserem Zimmer,

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warteten auf das Abendessen

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und freuten uns schon auf die warme Dusche. Eingeheizt hatten sie bereits:

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Damit wir am nächsten Morgen frühzeitig am Gate zum Park waren, läutete unser Wecker schon um 5.30. Wir packten die von der Loge zusammengestellten, wirklich leckeren Frühstückstüten zusammen mit unserem Gepäck ins Auto und ab ging die Fahrt. Der Sonne entgegen.

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IMG_4709Als wir am Gate ankamen, merkten wir, dass wir nicht die einzigen Besucher waren, die heute in den Park wollten.

 

 

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Aber wir hatten ja Verpflegung dabei…

alles halb so schlimm!

 

 

Und nach ca. einer halben Stunde waren wir schon hinter dem Gate und die Fahrt ging los Richtung Dünen. Die ersten ca. 60 Kilometer waren noch Teerstraße. Und nach einigen Kilometern waren schon die ersten Dünen zu sehen.

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Leider zeigte mir mein Fotoapparat plötzlich an, dass ich gestern Abend vergessen habe, ihn an die Steckdose anzuschließen. MIST! Das war sehr ärgerlich. Aber wer weiß, vielleicht war es auch gut so. Nun musste ich mir überlegen, ob ich das Motiv auf meinem Fotoapparat haben möchte oder nicht. Somit fällt mir jetzt die Auswahl auch leichter. Denn anstatt die ca. 50 Fotos, die ich von Sussusvlei gemacht habe, wären mit vollem Akku sicherlich 500 geworden…

Die letzten 5 Kilometer bis zur Big Daddy und Big Mama Dune war dann nur noch für 4 x 4 Allrad Fahrzeuge erlaubt. Es standen Offroad-Jeeps mit Fahrer bereit, die dich die letzen Kilometer chauffierten. Wenn man kein 4×4-Auto hatte (hatten wir aber) oder wenn man sich nicht traute, selber zu fahren (trauten uns aber). Wir sind ja schon erfahrene Sandstraßenfahrer hier in Namibia geworden, da werden wir die 5 Kilometer wohl auch noch locker schaffen. Also, los geht es. Die Straße verschwand dann plötzlich in einem riesigen Sandkasten.

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Und wir verschwanden in dem Sandkasten. 4×4-Allrad, schön und gut. Aber Offroad geeignet war unser Fahrzeug nicht!!

Aber kein Problem! Wir sind ja für den Notfall gerüstet! Schaufel raus und schippen…

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Einer ans Lenkrad, einer an den Fotoapparat, drei Schieben und schwupps…

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stecken wir noch tiefer im Sand. Sah eigentlich gar nicht so schlimm aus und ich verstand gar nicht, wieso wir aus dem bisschen Sand nicht mehr rauskamen, aber als einer der Safari-Jeeps-Fahrer neben uns hielt und uns mitteilte, dass wir nicht mehr aus eigener Kraft hier wegkommen, glaubte ich es dann doch. Er bot uns dann an, uns mit seinem Jeep bis nach Sussusvlei mitzunehmen und als die Familie, die neben uns im Sand stecken blieb, auch einstieg, ließen wir unser Auto mitten auf der Sandstraße stehen und stiegen ein. Der Fahrer meinte, er zieht uns das Auto dann bei der Rückfahrt raus. Jetzt sollen wir schauen, dass wir zu den Dünen kommen, da es immer heißer wurde. Also schnell Wasserflasche gepackt und in den Jeep gesprungen.

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Wir stiegen an einer Düne aus und hatten 2 Stunden Zeit, diese zu besteigen.

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Und was so einfach aussieht, sieht nur so einfach aus.

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Ich kämpfte mich, so weit wie möglich nach oben. Der Wind blies den Sand so stark, dass es sich teilweise wie Nadelstiche an den Unterschenkeln anfühlte. Jetzt weiß ich auch, warum die Beduinen keine kurzen Hosen tragen!

Da mir dann die Zeit im Rücken saß und die anderen schon unten warteten, machte ich sparsam ein paar Bilder vom Ausbick. Immer mit dem Gedanken, dass könnte mein letztes sein. Nein, nicht weil ich Angst hatte, runter zu fallen. Ne, der Akku!!!

Und wie es so oft ist im Leben: Wenn man sich anstrengt, ist die Belohnung um so schöner:

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Dooferweise stand meine Familie unten rechts von der Düne. Alle anderen, die auch auf diese Düne geklettert sind, rutschten links von der Düne runter. Dort war dies möglich. Ich musste aber ja wieder nach rechts, meine Family einsammeln. Also stampfte ich die Düne wieder runter.

Dann war erst mal Schuhe und Socken entleeren angesagt:

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Wir verzichteten dann, die Big Mama zu besteigen und begnügten uns mit einem Familienfoto am Ende von Sussusvlei.

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Unser Guide brachte uns dann zu unserem Auto zurück, versuchte vergebens den X3 aus dem Sand zu fahren und zog uns dann schließlich raus. Dafür mussten wir aber den halben Kofferraum ausräumen, da die Abschleppvorrichtung unter dem Kofferraum lag.

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Vielleicht hätten wir doch nicht vollbepackt und mit 5 Personen rein fahren sollen… Egal, wieder was erlebt und alles ist gut ausgegangen. Und da wir aber noch ein paar Kilometer zu unserer nächsten Unterkunft hatten, sortierten wir am Parkplatz kurz unser Auto, damit wir wieder alle Platz hatten, beförderten so gut es ging, Unmengen an Sand aus dem Innenraum und fuhren los zum Camp Gecko. Auf dem Weg dorthin meckerten die Kids, dass wir heute Nacht in einem Zelt schlafen müssen. Als sie dann das Zelt sahen, verstummten sie…

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Coole Unterkunft und das ist der Ausblick von der Terrasse:

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Also: Chips raus, 20160709_151451

Wein raus,

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Sonnenuntergang genießen!!!

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Mit der Schweizerin Heidi, die das Camp führt und ihrem Schweizer Praktikant, der Koch ist und uns ein super-leckeres Abendessen zubereitet hat (Nudeln!!!! mit Impalageschnetzeltem) verbrachten wir einen schönen Abend.

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Heidi erzählte uns viel von ihren Erfahrungen mit den Einheimischen und den Erlebnissen ihres Sohnes, der hier aufgewachsen ist. Müde und ein bisschen eingeschüchtert (Heidi hat uns auch einiges über Schlangen erzählt, die hier auf dem Gelände sind) machten wir uns auf den 10 minutigen Heimweg zu unserem Zelt. Und haben es ohne Schlangenbiss überlebt!!!

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Wir kuschelten uns dann gleich in unsere Betten. Die Mädels unten, die Jungs oben. Klar! Wenn ein Löwe kommt, steigt dieser ja sicher nicht die Treppen nach oben, dachten sich die Jungs wohl…

Und plötzlich bemerkten wir den Wind, der ein wenig um das Zelt herum blies. Und immer stärker wurde… Und stärker. An einschlafen war nicht zu denken. Die Kinder dösten zwar immer mal wieder weg aber die Geräusche von den flatternden Zeltplanen, den sich im Wind biegenden Ästen und das Knarren der Türen ließen Andreas und mich gar nicht schlafen. Um Mitternacht zogen die Jungs zusammen mit ihrer 120 x 200 Matratze von oben zu uns runter, da es angeblich oben noch viel lauter war als unten. Ich glaube ja immer noch, die Jungs hatten Angst alleine oben. Leider wurde der Wind immer stärker und wir sehnten den Sonnenaufgang herbei… Wenn der Untergang so toll war, muss der Aufgang ja mindestens genauso toll sein. Und wenn wir eh schon wach waren…

Blöderweise sind wir dann aber doch in den Morgenstunden  eingenickt und haben den Sonnenaufgang verpennt. Aber das bisschen Schlaf war dringend nötig.

Etwas müde krochen wir den Hügel zum Restaurant hoch, um zu frühstücken.

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Die Jungs besichtigten noch die Schlangen, die auch noch ganz müde in ihren Terrarien lagen und

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IMG_4806nachdem wir noch kurz die Aussicht genossen, machten wir uns wieder auf den Weg nach unten zum Zelt.

 

 

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Immer schwer bewaffnet, falls wir doch eine frei lebende Schlange unterwegs treffen.

 

 

 

Übrigens war das unser Badezimmer:

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Heidi erzählte uns beim Auschecken, dass Wind zu dieser Jahreszeit total untypisch sei und sie so einen starken Wind wie heute Nacht sowieso hier noch nie erlebt habe. Naja, manchmal muss man wirklich Glück haben, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein…

Heute führte uns unser Weg nach Swakopmund. Ganz überraschend ging es heute nicht nur eben geradeaus,

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sondern wir hatten einige kleine Berge zu überwinden.

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Manche Autos waren aber dieser Aufgabe anscheinend nicht gewachsen!

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Die wunderschöne Aussicht änderte sich, je näher wir Swakopmund kamen. Und kurz vorm Ziel hatten wir fast gar keine Aussicht mehr, da wir in einen kleinen Sandsturm gerieten. Wir fuhren nur noch Schritttempo, da auch die Straße kaum noch zu erkennen war. IMG_4909

Wir kamen sicher nach ca. 280 km am Ziel in Swakopmund an, bezogen unser Zimmer und machten dann einen Spaziergang. Am Meer war es windstill und die Sonne scheinte wieder durch.

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 Wir genossen – mal wieder- den Sonnenuntergang.

Gestern in der Wüste, heute am Meer!

 

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IMG_4932Da schmeckte das Abendessen gleich doppelt so gut.

 

 

 

 

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Auf dem Weg zum Hotel kamen wir an einem Pub vorbei! Mit Fernseher! Und da EM lief, kehrten wir noch auf ein Getränk ein.

 

 

IMG_4963Übrigens machen sie hier in Swakopmund Werbung, wie sie auch in Deutschland bzw. Bayern hängen könnte.

 

 

Am nächsten Morgen machten wir einen Spaziergang durch die Stadt. Sebastian mit Andreas und ich mit Johanna und Maximilian.

Und da ich mal wieder den Fotoapparat hatte, fehlen Andreas und Sebastian auf den nächsten Bildern.

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Die Sehenswürdigkeiten interessierten Johanna und Maxi natürlich nicht so sehr, also besuchten wir den Schlangenpark.

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Einige der Käfige wurden gerade gereinigt. Da war der Käfigpfleger sehr mutig! Das kleine Schlängchen ist nämlich sehr giftig! Wir gingen dann gleich mal ein paar Meter zurück!

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Da der Schlangenpark nicht sehr riesig war, machten wir uns nach einer halben Stunde auf und marschierten am Meer entlang.

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Für den Nachmittag konnten wir noch Plätze für die Wüsten -Tour ergattern. Leider nur zwei. Maxi und ich hatten das Glück, dass die anderen drei nicht so begeistert waren und somit stiegen wir voller Vorfreude in den Safari-Bus.

Wir wurden an unserem Hotel abgeholt und fuhren mit einem Guide in die Wüste, die direkt an der Stadtgrenze von Swakopmund beginnt. Etwas verwirrt war ich von dem ersten Tier, dass uns über den Weg lief.

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Aber der Guide erklärte uns, dass es hier auch einen Anbieter von Kamel-Wüsten-Tours gibt. Aha, achso, alles klar…

An unserem ersten Stop wurde uns vieles über die Wüste erklärt. Wir waren 4 Busse und immer ein Guide hat den Touristen etwas erzählt, die anderen 3 gingen währenddessen auf Spurensuche im Sand.

Unser Ziel war es heute, die LITTLE FIVE zu finden. Chameleon, Sidewinder Snake, Shovel-Snouted Lizard, Cartwheeling Spider und Palmato Gecko.

Wir hIMG_5125atten Glück und gleich beim ersten Stop fanden wir im Gebüsch eine Schlange. Und angeblich war diese noch schwieriger zu finden, als die SideWinder Snake. Naja, mir kann man ja viel erzählen…

Ab ins Auto und weiter ging die Fahrt:

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Und die Suche.

Auch beim nächsten Stopp hatten wir Glück!

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Brav führte uns das kleine Tierchen auch sein Kunststück vor. Anscheinend wurde er bereits öfters von den Guides im Sand aufgespürt. IMG_5151

Während ich fieberhaft versuchte, ein einigermaßen ansehbares Selfie von mir und der tollen Landschaft zu schießen, ist mir doch glatt einer der Tourführer auf der Suche nach weiteren Tierchen durchs Bild gelatscht!!!

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So ein großer Sandkasten!!!

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Vorbei mit den Spaßfotos! Der Guide hat was gefunden:

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Die Spur einer Sidewinder-Snake!

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Und auch im nächsten Gebüsch hat sich ein Tier versteckt:

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Jetzt war es aber vorbei mit unserem Glück. Wir waren aber trotzdem zufrieden mit der Ausbeute und machten uns auf den Weg zurück zum Hotel.

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Andreas, Johanna und Sebastian warteten schon im Auto, da wir heute zwar nur eine kurze Etappe von 70 km zu fahren hatten, aber es war ja bereits 17 Uhr und in spätestens einer Stunde war es dunkel. Natürlich schafften wir es nicht mehr ganz im Hellen nach Henties Bay und somit war die Suche nach unserer Unterkunft nicht ganz so leicht. Aber schließlich fanden wir sie doch und die Kinder fielen gleich über das wlan her.

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Das Essen ließ zu wünschen übrig, aber dafür waren die Betten bequem. Und es gab einem Fernseher!

Am nächsten morgen wollten wir früh um 7 Uhr aufbrechen als uns der Kellner fragte, ob wir nicht auch noch frühstücken wollten, hätten wir doch bereits bezahlt. Ups, das hatten wir gar nicht gewusst, dass das Frühstück inclusive war. Da ließen wir uns nicht 2x bitten und setzten uns gemütlich zum Frühstück. Neben Toast und Cerealien von den Buffet bekam jeder von uns noch Bacon, Eier, Bohnen und Pommes serviert. Morgens um 7 Uhr! Naja, wenn es schon da steht!

Jetzt mussten wir uns aber beeilen. Wir wollten ja noch bis zum Etosha fahren. Schnell noch ein Foto von der Aussicht unseres Hotels gemacht.

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Das Hotel war nicht unbedingt herausgeputzt für ein Foto.

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Jetzt aber ab ins Auto, Gas geben. Bis zu unserer Unterkunft heute sind es 450 km Schotterpiste!IMG_5464

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Da wir relativ flott voran kamen, auf eine Mittagspause aufgrund des gesunden Frühstückes heute morgen, verzichteten, die restlichen Insassen unseres Autos keine Lust an einem Stopp an einem Stand der Einheimischen hatten,

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fuhren wir schon um 14 Uhr auf das Gelände unserer Unterkunft. Als wir einchecken wollten, machte uns die Dame an der Rezeption freundlich darauf aufmerksam, dass wir hier in der Etosha Safari Lodge und nicht, wir wir gebucht hatten, im Etosha Safari Camp seien.  Und wir dachten uns schon, dass es hier doch ein wenig zu nobel für uns sei. Also wieder rein ins Auto und in das 2 km entfernte Camp gefahren. Auch hier wurden wir wieder mit einem Erfrischungsgetränk begrüßt und nachdem wir unsere Zimmer besichtigt hatten, beschlossen die Kinder und ich, heute schon mal in den 10 km entfernten Etosha Park zu fahren. Andreas wollte sich lieber ein bisschen am Pool ausruhen. Nachdem wir das Gepäck in den Zimmern verteilt hatten, fuhren wir los.

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Kurz nach dem Eingang  haben wir Kudus, Springböcken und sogar ein Zebras gesichtet. Die Tour hat sich jetzt schon gelohnt.

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Als plötzlich vor uns Autos am Straßenrand stehen blieben, bremste ich natürlich auch ab, fuhr an den Straßenrand und wir suchten das vor uns liegende Areal ab.

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Komisch! Also wegen einem Springbock bleiben die Autos eigentlich nicht stehen!

Ach, dahinter ist noch ein Tier!

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Ein Schakal! Hmmm, aber ob deswegen so viele Autos stehen bleiben? Naja, vielleicht hoffen sie auf eine Jagdszene. Aber als der Schakal gemütlich am Springbock vorbeizog und die Autos immer noch nicht weiterfuhren, stellten wir unseren Fotoapparat noch ein wenig schärfer (unser Fernglas war kaputt) und entdeckten ganz hinten beim Gebüsch etwas, das event. auch ein Tier sein könnte… Und als wir dann das Möglichste aus dem Zoom herausgeholt hatten, sahen wir es genau!

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Tatsächlich, 2 Löwen! Da hat sich das Suchen ja gelohnt. Leider waren sie etwas scheu und wollten nicht von vorne fotografiert werden. Nach langem hin und her, ob wir noch weiter abwarten oder doch lieber weiter fahren sollten, entschieden wir uns für fahren.

Am Wasserloch konnten wir dann noch Giraffen beim Trinken zusehen. Immer wieder beeindruckend.

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Wir fuhren einige Kilometer, sahen Antilopen und Erdmännchen und plötzlich blieb der Bus vor uns stehen.

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Da der Park riesig ist und wir ihn pünktlich um 17.30 Uhr verlassen mussten, hatte ich schon langsam das Gefühl, uns pressiert es ein wenig. Mein Navi sagte nämlich, wir erreichen erst um 18 Uhr das Gate. Da musste ich mich dann zwischen den Bus und Elefanten vorbeischleichen.

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Geschafft!

Die Kinder wollten nun unbedingt nochmal bei den Löwen vorbei, war ja nur ein kleiner Umweg und da hier auf dieser Straße nicht so viel Verkehr war, überschritt ich mal kurz die Geschwindigkeitsbegrenzung um ca. (ach, ne, des schreibe ich jetzt lieber nicht) kmh und wir erreichten kurz vor 17 Uhr dann nochmal die Löwen. Und es hat sich gelohnt:

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Aber jetzt pressiert es wirklich. Gut, dass wir durch keine Geschwindigkeitskontrolle fuhren und uns kein Nashorn oder Elefant im Weg stand. 2 Minuten vor Parkschließung kamen wir am Gate an.  Dem netten Jungen auf der Straße, der meine Reifen waschen wollte,  machte ich durch Kopfschütteln klar, das ich das nicht benötigte und fuhr vor bis zur Schranke. Der Herr von der Security erhebte sich aus seinem Klappstuhl, kam mit ernster Mine an mein Fenster und schickte mich mit knappen Worten zurück zu dem Jungen.  Der wollte meine Reifen nicht waschen, sondern desinfizierten zwecks Maul- und Klauenseuche o. ä. Upps, peinlich. Und ich dachte der schaut so grantig, weil ich so spät kam…

Nach einem schönen, leckeren und reichhaltigem Abendessen verkrochen wir uns in unsere Betten

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um am nächsten Morgen wieder ausgerüstet mit Frühstückstüten um 6 Uhr an das ETOSHA-GATE zu fahren.

Kurz hinter dem Eingang mussten wir ein wenig abbremsen. Nashörner haben Vorfahrt!

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Wir entschieden uns, gleich das erste Wasserloch in der Nähe des Eingangs anzufahren. Da nur ein Auto da stand, machten wir uns von der Ferne aus keine Hoffnungen, etwas zu sehen. Es war auf den ersten Blick ja auch nichts Spektakuläres anwesend.

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Auf den 2. Blick schon.

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So kann es gerne weitergehen!!!!!

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Nicht an jedem Wasserloch waren durstige Tiere zu finden.

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Anscheinend müssen die erst noch die Rangfolge klären!

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Es gibt auch greislige Tiere in Südafrika.

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Gut, dass es uns heute nicht pressierte.

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Puhh, ist ganz schön anstrengend so eine Safari. Wir sitzen seit 6 Uhr morgens im Auto, jetzt ist es schon 14 Uhr. Da ist ein Päuschen angebracht!

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Leider lässt der Platz in unserem Auto für 5 Personen zu wünschen übrig, vor allem wenn sich einer über 2 Sitze breit macht! Da müssen die anderen dann zusammenrücken.

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Aber als wir von einem anderen Autofahrer den Tipp bekamen, wo der nächste Löwe liegt, waren alle wieder wach. Der Löwe übrigens auch!

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Er hatte sich ein schönes Plätzchen mit einem wunderschönen Ausblick ausgewählt. IMG_5702

Nach 11 Stunden Safari, in denen wir vom Anderson Gate zum von Lindquist Gate gefahren sind, hatten wir dann genug, fuhren aus dem Park und richteten uns unserer heutigen Unterkunft ein. Vor dem Abendessen setzten wir uns gemütlich ans Lagerfeuer

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und als es dann nach dem Essen auf dem Weg zu unserem Zelt ganz schön frisch wurde, freuten wir uns riesig, dass ein Heinzelmännchen uns eine warme Wärmflasche ins Bett gelegt hat. Das ist Luxus.

Am nächsten Morgen traten wir dann eigentlich schon die Heimreise an. Wir hatten heute unsere erste Etappe von Namutoni bis nach Windhoek vor uns.

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Hier in Namibia schlafen die Straßenbauarbeiter und die Landschaftspfleger direkt an der Straße unter einem Baum im Zelt.

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Natürlich machten wir auch mal eine kurze Pause.

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Als wir dann am späten Nachmittag in Windhoek ankamen, hatten die Kinder nicht so große Lust, die Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Aber eine kleine Stadtrunde drehten wir trotzdem.

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Am nächsten Morgen machten wir uns früh auf, wir mussten heute ja von Windhoek aus nach Kang mit Grenzüberquerung. Das kann immer etwas dauern… Und es waren 700 km lt. Navi.

Unterwegs hatten Unmengen von Termiten ihre Hügel am Straßenrand errichtet.

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 Kurz vor Gobabis sah man dem Staudamm die Wasserknappheit schon an.IMG_6148

 Nach langer Zeit, kamen wir dann mal wieder durch einen OrtIMG_6159

und machten einen Stop im Supermarkt um für unser Mittagessen einzukaufen. Im Markt und auch in der ganzen Stadt trugen viele Frauen in ihren traditionellen Gewänder.

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Andreas ließ an der Tankstelle unseren Sprit auffüllen und stöberte währenddessen durch den Verkaufsraum des Tankstellenshops. Und als er wieder ins Auto einstieg, hatte er

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eine Zigarette hinter dem Ohr! Warum?

Der Kunde vor ihm an der Kasse kaufte sich eine einzelne Zigarette. Ja, das geht hier auch! Und das hatte Andreas ihm gleich getan und war nun stolzer Besitzer einer Zigarette, die er für einen besonderen Augenblick aufheben wollte. Wenn er da gewusst hätte, dass der Augenblick schneller kommen würde, als es ihm lieb war….

Gut gelaunt, mit Speisen und Getränken im Gepäck fuhren wir aus der Stadt hinaus und hielten Ausschau nach einem gemütlichen Picknickplatz. Und vor lauter Schauen haben wir den Blitzer und unsere Tachoanzeige nicht im Blick gehabt. Darauf machten uns aber die namibischen Polizisten umgehend aufmerksam!!!

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Führerschein und Ausweis vorzeigen, war noch nicht das Problem. Erst als der Polizist seinen Strafenkatalog aufschlug und Andreas vorrechnete, was er aufgrund seiner zu schnell gefahrenen Kilometer zu zahlen hatte, musste Andreas erstmal durchschnaufen. Der Polizist wollte 3000 Namibische Dollar. Wir hatten keine N$. Also wollte er 3000 südafrikanische Rand. Andreas hatte aber nur noch R 400 im Geldbeutel. Da wollte der Polizist, dass wir die 15 Kilometer zurück fahren und am Automaten Geld holten. Andreas machte ihm klar, dass wir heute noch so weit fahren müssen und wir keine Zeit mehr haben, zurückzufahren. Nach langem hin und her und sehr professionell machte der Polizist Andreas dann das Angebot, er solle so viel Geld, wie er entbehren kann, in seinen Strafenkatalog legen. Da wir ja später noch über die Grenze mussten und wir nicht ganz sicher waren, ob sie dort unsere Kreditkarte akzeptierten, sparte sich Andreas noch R 100 auf und legte dem Polizisten R 300 (ca. 21 Euro) in sein Büchlein. Dann durften wir weiterfahren.

Wir hielten an der nächsten Picknick-Area und

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trotz heftiger Gegenwehr von Johanna, zündete sich Andreas die Zigarette jetzt gleich an. IMG_6184

Besser gesagt, er versuchte sie sich anzuzünden. Der Wind blies hier nämlich ganz schön über den Platz und meine Zündhölzer, die schon jahrelang für den Notfall in meiner Handtasche lagen, hatten schon vergessen, dass sie Zündhölzer sind…

Und selbst mit Windschutz durch Mülleimer, Sebastian und Maximilian, fing dieser blöde Glimmstängel nicht zu glühen an.

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So, Zigarette wieder hinter das Ohrwaschl geklemmt und weiter ging die Fahrt.

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Grenzübergang Naminia-Botswana.

Hinten angestellt und die Passkontrolle ging relativ flott. Dann mussten wir aber noch die Gebühren bezahlen. Angeschrieben war für PKW R100. Puhh, passt ja genau. 4 Personen waren noch vor uns, jeder brauchte eine gefühlte halbe Stunde. Dann waren wir an der Reihen und die kleine, dicke, unfreundliche Dame hinter der dicken Glasscheibe verlange von uns R120. Warum? Ist halt so, hat sie gesagt. Wären wir nach Namibia auch durch Botswana gefahren, müssten wir nur R100 zahlen. Ok. Dann zahlen wir halt R120. Also den 100-erSchein raus und die Münzen zamgekramt und wir hatten es passend. Da schob uns die Dame die Münzen wieder zurück und sagte, sie nehme nur Scheine. Jetzt mussten wir dann doch lachen, und die Südafrikaner hinter auch. Sie reichten uns einen R20-Schein vor und dann bekamen wir endlich die Quittung und der Südafrikaner hinter mir R20 in Münzen…

Das ist Botswana:

IMG_6139(mit Stromkabel quer durch´s Bild, ich weiß!)

Auch das ist Botswana:

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Und das:IMG_6355

(war gar nicht so einfach, auf jedem Foto das Stromkabel mit aufs Bild zu bekommen)

Die Esel gingen hier frei spazieren. Alle paar Kilometer stand wieder einer…

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Dann kamen wir an eine Straßenkreuzung.

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Links oder rechts?

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Hätten wir uns mal für links entschieden…. Wäre zwar die falsche Richtung gewesen, da stand aber sicherlich dann keine Polizeikontrolle!!!

Dieses mal war es eine allgemeine Kontrolle, ich am Steuer. Der  Polizist ließ sich meinen Führerschein zeigen und schaute dann ganz skeptisch auf unsere Reifen. „Aussteigen“, sagte er. „Die Reifen sind total abgefahren, mit denen können sie nicht weiterfahren!

Aha! Naja, ok, vielleicht hatte er ein wenig Recht. Die hatten ja schon über 30 000 Kilometer drauf…

Und jetzt? „Da müssen Sie Strafe zahlen!!!“

Aha, und dann sind sie nicht mehr abgefahren, oder was?!?!?

Bis zu diesem Punkt saß Andreas noch relativ relaxt im Auto. Als er aber das Wort STRAFE gehört hatte, sprang er raus, schlüpfte in seine Schuhe und sagte zu dem Herrn in Uniform: „Ich zahl nix“!

Wenn dass so ist, meinte dieser, müssen wir mal zu seiner Chefin gehen. Die sitzt da hinten unter den Bäumen im Schatten. Andreas ist dann fest entschlossen, dieses mal keinen Cent zu zahlen, zur Chefin gegangen und hat ihr klar gemacht, dass diese Reifen definitiv nicht fahruntüchtig sind und wir ja sowieso keine Strafe zahlen können, da wir keinen Cent mehr im Geldbeutel haben. Als die das sah, und auch sicherlich wegen Andreas seinen überzeugenden Argumenten, ließ sie von einer Strafe ab. Aber nicht ohne uns zuvor zu fragen, ob wir denn nicht wenigstens ein paar Süßigkeiten dabei hatten. Da fiel uns die Packung Gummibärchen ein, die wir heute im Supermarkt gekauft hatten und von denen wir jeder nur eins gegessen hatten, weil sie nur nach Spülmittel schmeckten. Andreas rief zu Sebastian, der noch im Auto saß, er solle doch bitte die Packung mit den greisligen Gummibärchen für die dicke Polizisten bringen. (Oh mein Gott, nicht auszudenken, wenn die Bayrisch verstanden hätte!!!!)

Ab ins Auto und weg hier!!! Fotos durfte ich dieses mal keines machen, da ich bei der vorherigen Kontrolle von meiner Familie so beschimpft wurde! Wenn der Polizist bemerkt hätte, dass er fotografiert wurde…!!!

Am frühen Abend kamen wir dann in unserer Unterkunft an, die Kinder spielten mit den Nachbarskinder und Andreas

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genoss die Zigarette und ein Bier! Ein ganzes, keine halbe Halbe! Und ich glaube, hätte er eine Schachtel Zigarette und eine Kiste Bier gehabt, wäre nicht allzu viel übrig geblieben.

Und wieder mal ein Sonnenuntergang. Heute aus Botswana!

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Unser erstes und letztes Abendessen in Botswana. Wir wechselten 3 mal den Tisch, bis es allen recht war. Der Kellner dachte sich wohl auch so seinen Teil.

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Südafrika ruft, deshalb sind wir wieder mal früh raus um unsere letzte Etappe zu Fahren. 700 km.

Bei Sonnenaufgang waren wir bereits unterwegs.

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Seit langem waren am Himmel mal wieder Wolken zu sehen.

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Da wir noch nicht gefrühstückt hatten, machten wir nach 2 Stunden eine Pause und deckten uns am Imbiss neben der Tankstelle mit frischem Schmalzgebäck und Pommes ein. Muss ja ein wenig herhalten…IMG_6363

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Länger, als uns lieb war…

Aber der Reihe nach:

Im Auto verdrückten wir genüsslich unser gesundes Frühstück und freuten uns über jeden Kilometer, den wir hinter uns gebracht hatten. Bis zur nächsten Polizeikontrolle:

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Aber diesmal hatten wir Glück, wir wurden einfach durchgewunken, fuhren durch den Ort

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und Andreas wäre am liebsten mit diesem Traktor nach Hause gefahren.

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Bereits um 11.30 Uhr kamen wir an der Botswana-Südafrika-Grenzstation an.IMG_6454

Und hier ging alles zack, zack. Auch unser Kudu-Horn, dass wir seid Helmeringhausen im Kofferrau liegen haben, schmuggelten wir gekonnt auch über diese Grenze.

Kaum waren wir wieder in Südafrika, stieg auch die Besiedelung und es waren seit langem mal wieder Hütten am Straßenrand zu sehen.

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Jetzt waren es nur noch ein bisschen über 300 Kilometer, dann sind wir zu Hause. Und da alles Teerstraße war, müssten wir es bis spätestens 16 Uhr schaffen.

130 Kilometer von zu Hause entfernt (d. h. also nach über 6200 Kilometer, die wir in den letzten 15 Tagen gefahren waren) standen wir mal wieder an einer Baustelle und wurden als erstes Auto angehalten, damit der Gegenverkehr fahren kann. Der Bauarbeiter kam an unser Fenster und sagte, dass es ein wenig dauern würde, da auf der andern Seite so viele Autos stehen würden. Na prima. Aber ich nutzte die Gelegenheit und stieg aus, um meine riesige Straßenkarte ordentlich zusammen zu falten. Währenddessen kam ein weiterer Bauarbeiter, die beiden unterhielten sich, begutachteten unser Auto und blieben plötzlich an den hinteren Reifen hängen. Beide waren der Meinung, wir hätten einen Platten. Als ich kontrollierte, war ich der Meinung, da ist halt vielleicht ein bisschen wenig Luft drin. Die beiden blieben aber fest bei ihrer Meinung und als Andreas ausstieg und kontrollierte, gab er ihnen Recht. Da wir aber Run-flat-Reifen hatten, merkten wir es während der Fahr nicht.

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Wir hatten Glück, da wir direkt an der Autobahnausfahrt standen und nebenan eine Tankstelle war.  Also ab zur Tankstelle und Reifen wechseln. Kofferraum ausräumen!

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Da hat es sich ja dann wenigstens gelohnt, die ganze Zeit einen Ersatzreifen mitzuschleppen. Und als wir den Reifen abmontiert hatten, was gar nicht so leicht war, da weder Wagenheber hoch Wagenkreuz bedienerfreundlich waren, sahen wir, dass der Reifen ganz schön gelitten hat…

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Nachdem wir wieder alles einigermaßen im Auto verstaut hatten, inclusive dem alten, schmutzigen Reifen, kontrollierten wir vorsichtshalber den anderen Hinterreifen auch. Da brach kurz Panik bei uns aus, da dieser genau so beschädigt war, wie der andere! Was sollen wir jetzt tun? Der macht es sicher auch nicht mehr lange und wir haben ja noch die 130 Kilometer vor uns! Wir entschieden uns, mit dem Reifen weiter zu fahren. Vielleicht schaffen wir es ja bis nach Hause. Bis jetzt war er ja nur beschädigt, hielt aber die Luft noch ohne Run-Flat-Hilfe.

Da wir jetzt alle ein bisschen nervös waren, strichen wir das geplante Mittagessen bei Mc Donalds nebenan, auf das wir uns eigentlich während des Reifenwechsels bereits gefreut hatten und fuhren wieder auf die Autobahn.

Und wir fuhren, fuhren, fuhren… Bis es plötzlich einen leisen Knall tat und uns die Anzeige darauf hin wies, dass der Luftdruck eines Reifens nicht stimmte. Fenster auf und rausgeschaut. Man sah nichts. Aber wir waren uns sicher, der Run-Flat-Reifen hat sich aktiviert und wir hatten noch knappe 100 km vor uns. Da sich aber das Fahrverhalten des Autos nicht änderte, drosselte Andreas lediglich die Geschwindigkeit und wir fuhren mit 90 km weiter. Nebenbei checkte ich im Internet, wie weit man mit einem Run-Flat-Reifen fahren kann und als da stand, das geht locker fast 200 km waren wir erleichtert. Wir hatten natürlich nicht bedacht, dass es vielleicht einen Unterschied macht, wenn man den Kofferraum bis oben hin bepackt hat und 5 Personen die Sitze belegen. Schön langsam merkte man auch beim Fahren, dass er nicht mehr so ganz rund läuft und er gab auch Geräusche von sich, die er nicht von sich geben sollte. Mittlerweile fuhren wir auf der Standspur mit 40 km. (Das kann man auch nur in Südafrika machen! Und wir mussten sogar einmal einen überholen, der noch langsamer als wir dahinschlich) Die Geräusche wurden immer lauter und Sebastian, der durch das Fenster immer mal wieder den Reifen kontrollierte, meinte, es hinge bereits etwas Gummi ab.

Nur ganz selten schauten wir jetzt nach links und rechts, was hier zu sehen war.

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Da kam uns die geniale Idee, wir könnten zum BMW-Werk fahren, dass nur noch 10 km entfernt war und dort helfen lassen. Wir fuhren immer langsamer, der Reifen flatterte schon ganz schön, das Auto machte durchgehend kleine Hopser und die Kinder waren so mucksmäuschen still im Auto, wie noch nie!

In einem Kilometer kam schon die Abfahrt, dann waren es nur noch 5 km. Das müsste zu schaffen sein. Mittlerweile war es bereits nach 16.30 Uhr.

Wir schafften es leider nicht. Kurz nach der Abfahrt auf die R80, die auch autobahnähnlich ausgebaut ist, holperte das Auto so sehr, dass wir aufgaben, da es nun definitiv unmöglich war, weiterzufahren.  Blöderweise standen wir am Ende der Auffahrtspur.

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Zumindest war die Gegend hier nicht ganz schlecht, obwohl uns die untergehende Sonne schon ein bisschen mulmig werden lies. Wir wogen dann die Gefahren ab, was gefährlicher war. Im Auto sitzen bleiben oder aussteigen. Wir entschieden uns für sitzenbleiben. Mit Warndreieck und Warnblinkanlage waren wir ja weit genug zu sehen.

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Nun ging das Telefonieren los und Dank BMW-Service, der sich wirklich bemühte einen passenden Reifen (was anscheinend nicht so einfach war) für uns zu finden, kam nach einer langen Stunde der Pannenservice. Natürlich war es nun bereits stockdunkel. Alle schnell raus aus dem Auto und dann sahen wir zu, wie man Reifen wechselt. Mit dem richtigen Werkzeug und Übung dauerte es keine 5 Minuten und wir konnten wieder einsteigen und erleichtert unseren Heimweg antreten.

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Knappe 50 Kilometer, die Arbeitsstrecke von Andreas, bewältigten wir dann ohne Probleme und bevor wir in unser Estate fuhren, machten wir einen Abstecher in eines unserer Lieblings-Restaurants und genehmigten uns um 19 Uhr Wein, Bier, Cola, Traubenschorle, Steak und Pommes. Das hatten wir uns aber auch verdient.

Als wir dann zu Hause ankamen, räumten wir den Kofferraum aus und fielen ins Bett.

Hier unsere Tour der letzten 15 Tage:

https://goo.gl/maps/m7dxzbAiYt52

Am nächsten Morgen machten ich eine Runde durch den Garten. Hier herbstelt es ganz schön!

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Die Kinder genossen es, nach vielen Wochen mal wieder mit einigen ihrer Freunde hier zusammen zu sein.

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Ich hätte ja gedacht, Sebastian, Johanna und Maximilian hätten jetzt, nachdem sie 16 Tage mehr oder weniger aufeinander gesessen sind, genug von einander… Da hatte ich mich wohl getäuscht:

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Und: Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub. Da wir im ETOSHA wieder keinen Leoparden gesehen haben und wir immer noch nicht im KRÜGER waren, buchte ich für das lange Wochenende Anfang August 2 Nächte KRÜGER-PARK. Da die Übernachtungsmöglichkeiten innerhalb des Parks oft ein Jahr zuvor schon ausgebucht sind, haben wir leider nur eine Unterkunft außerhalb bekommen. Macht aber auch nix.

Jetzt war es Montag, 18.07.2016 und seit Vorgestern sind wir aus dem Urlaub zurück. Andreas hatte heute seinen ersten Arbeitstag (voll motiviert, ha, ha, ha) und Sebastian hatte einen Termin beim Zahnarzt. 2 von 4 Milchzähne, die unbedingt raus mussten, von selber aber nicht wollten, wurden heute gezogen. Die anderen beiden nächsten Montag!

Am Mittwoch war wieder erster Schultag nach den Winterferien und Johanna hatte nachmittags einen Kieferorthopäden Termin. Da wir schon 6 Wochen nicht mehr dort waren, hätten wir beinahe nicht mehr hingefunden… Aber in letzter Minute bogen wir dann doch in den Parkplatz ein.

Für Donnerstag habe ich 5 Damen zum Frühstücken eingeladen und da die anderen Mädels immer so auftischten, wollte ich mich natürlich nicht anschauen lassen. Also bereitete ich schon mal die Butternut-Suppe vor und backte 2 Kuchen, richtete den Obazten her und machten den Avokado-Frischkäse-Aufstrich. Wurde dann ein ganz netter, lustiger Vormittag. Mit Heizstrahler und Kaminfeuer, da es immer noch in der Nacht nur 5 Grad hatte und morgens im Haus gefühlt auch nicht mehr…

Am Nachmittag bereitete ich dann mit Johanna die Schnitzeljagd für Maximilians Geburtstag vor und wir suchten nach geeigneten Plätzen in der Gegend, um die Hinweiszettel zu verstecken.

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Während Maximilian am Freitag, 22.7. auf der Geburtstagsfeier seines Freundes Morten war,

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probierte Johanna bereits die Hüpfburg aus, die wir für Maximilians Geburtstagsparty gemietet hatten.

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Der Hüpfburgvermieter verleiht die Burgen von Freitag morgens bis Sonntag abends, incl. Lieferung, Auf- und Abbau für umgerechnet € 42. Schnäppchen, oder?!?!

Von Samstag auf Sonntag übernachteten dann 3 Freunde von Maxi, damit sie gleich morgens seinen Geburtstag mitfeiern können. Damit sie abends beschäftigt sind, machte Maxi schon mal das Geschenk von Tobi auf, das ihm dieser aus Deutschland mitgab.

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Am nächsten morgen standen die Jungs natürlich um 6 Uhr schon bereit für das Frühstück! Ich noch nicht… Aber nachdem schön langsam alle aus den Betten gekrochen sind, sangen die Jungs Maxi das Geburtstagslied auf chinesisch, englisch, afrikaans und in Zulu.

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Für den Nachmittag waren dann die restlichen Freunde von Maxi eingeladen. Andreas genoss noch die Ruhe vor dem Sturm.

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Natürlich begann die Party mit Kuchenessen undIMG_6614

ging dann weiter mit Springen auf dem Trampolin und der Hüpfburg,

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Dann machten sich die Kids auf zur Schnitzeljagd.

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Unterwegs gab es dann eine kleine Stärkung

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und der Schatz war, sehr einfallsreich von mir!!!! bei uns im Garten vergraben.

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Und da die Kids immer noch Spielehungrig waren, machten sie am Golfplatz Eierlaufen

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und in unserer Garage Büchsenwerfen.

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Das tolle Farbenspiel am Himmel sahen sie vor lauter spielen natürlich nicht. Und wenn schon, dann hätte es sie wahrscheinlich gar nicht interessiert.

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Nachdem wir den Geburtstag schön gefeiert hatten, bereiteten wir uns wieder auf die nächste Woche vor. Sebi bekam am Montag wieder 2 Zähne gerissen und da es diesmal um einiges schmerzhafter war als beim letzten mal, blieb er am Dienstag von der Schule zu hause.

Am Mittwoch morgen war aufstehen für alle um 5.30 Uhr angesagt, damit wir gemeinsam an Johannas Geburtstag frühstücken konnten.

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Das Wichtigste waren natürlich die Geschenke.IMG_6770

Nach dem Frühstück ging es dann für Andreas in die Arbeit und für die Kids in die Schule. Abends gingen wir dann noch zur Feier des Tages zum Essen. Leider ohne Foto!

Von Mittwoch auf Donnerstag war es dann nochmal eisig kalt in der Nacht.

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Am Samstag Vormittag hatten die Jungs ein Fußballspiel. Beide auswärts, beide auf verschiedenen Plätzen.

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Somit waren Andreas und ich als Taxifahrer beschäftigt. Zwischendrin fuhr Andreas mit Johanna zum Kino um die Eintrittskarten für Johannas Geburtstagsparty heute Nachmittag abzuholen und den Tisch für das anschließende Pizza-Essen zu reservieren. Das wurde ein sehr entspannter Kindergeburtstag für mich!

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Am Sonntag machten Andreas, ich, Johanna und Maxi einen Ausflug nach Johannesburg zum Roof Top Market und auf die Fourways Farm. Eigentlich wollten wir uns für unser Schlafzimmer zu Hause ein neues Bild kaufen. Aber das einzige, für das wir Geld ausgegeben haben, war Essen und Trinken. Typisch!

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In der darauf folgenden Woche haben wir auf Johannas Balkon

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ein Nest entdeckt.

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Papageien???  Wellensittiche????  Nein!!! TAUBEN!!!

Maxi hat einen neuen Lieblingsplatz:

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Irgendwie verging die Woche dann auch und wir freuten uns schon auf Samstag und unseren Kurztrip in den Krüger Park!

Sebastian´s Freund Luca fuhr auch an diesem Wochenende in den Krüger und hatten kurzfristig eine Unterkunft innerhalb des Parkes bekommen. Luca´s Mama verriet mir ihren Trick. Die Parkverwaltung aktualisierte um 2 Uhr nachts die Unterkunftangebote und wenn jemand reserviert hatte, aber nicht bezahlte, flog er aus der Reservierung und die Unterkunft wurde wieder frei gegeben. Ingeborg stand mehrere Nächte hintereinander um 2 Uhr auf und hatte Glück!!!

Da Sebastian jetzt natürlich ganz heiß darauf war, auch in dem Camp von Luca zu übernachten und wir auch nicht abgeneigt von der Idee, stand ich auch 3 Nächte hintereinander um 2 Uhr auf, wartete bis die Internetseite aktualisiert wurde und hatte leider Pech…. Nix dabei für uns. Also blieb es bei unserer Unterkunft außerhalb.

Natürlich fuhren wir am Samstag Morgen wieder früh los (6 Uhr) und mit nur einem kleinen Stopp kamen wir bereits um 10.30 Uhr am Parkeingang Numbi-Gate an. Wir füllten das Registrierungsformular aus und stellten und am Schalter an. Während dessen kontrollierte ein Polizist mit seinem Hund unser Auto. Sie suchten nach Waffen… Aber irgendwie klappte es nicht so recht. Der Hund war total durcheinander. Da wurde der Polizist ein wenig misstrauisch. Ich habe ihm dann erklärt, dass es sicherlich an den Salami- und Schinkensemmeln, nach denen es im ganzen Auto roch, liegt. Naja, ganz überzeugt hat es ihn nicht, aber er ließ uns dann trotzdem fahren.

Unser erstes Tier im Krüger war ein

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Wir fuhren, trotz Parkkarte ein wenig planlos herum und wurden stutzig, als vor uns ein Mann zu Fuß und mit Gewehr bepackt entlangspazierte…

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Wir wunderten uns, dass es hier erlaubt ist, zu jagen. Naja, wahrscheinlich hatte er eine Sondergenehmigung. Wir hielten neben ihm und fragen ihn, ob er hier in der Nähe Tiere gesehen hatte. Irgendwie verstand er uns nicht und wir ihn nicht… Wir wünschten ihm dann einen schönen Tag und fuhren weiter. Aber nicht weit. Bis uns ein Jeep mit 2 weiteren Männern entgegen kam, hielt und uns nach einem kurzen „How are you“ bestimmend darauf hin wiesen, dass wir hier in einem Gebiet unterwegs seien, in das wir gar nicht durften. Wir sollten doch bitte schleunigst umdrehen. Sie seien auf der Suche nach Wilderern. Wir fuhren dann brav hinter ihnen her und an der Wegkreuzung zeigten sie uns dann „Einfahrt verboten“-Schild. Upps, das hatten wir total übersehen. Aber ab jetzt achteten wir darauf!IMG_6812

Die Giraffe frühstückte gerade am Straßenrand.

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Nach vielen anderen Tieren entschlossen wir uns gegen 13.30 Uhr eine Mittagspause einzulegen. Das Restaurant, dass mitten im Park liegt, hatte keinen Zaun außen rum. Theoretisch konnten die Löwen bis an den Tisch kommen. Taten sie aber nicht. Wir informierten uns an der Sightseeing-Karte, wo welche Tiere heute  gesichtet wurden.

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rot = Löwe, blau = Elefant, grün= Büffel, schwarz = Leopard, weiß = Gepard,  orange = Nashorn, gelb = Wildhunde

Also ab ins Auto und weiter ging es…

Unser erstes Mitglied der „Big Fives“ war heute ein Nashorn. Ähm, zwei Nashörner.

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Und an der nächsten Wasserstelle unser zweites „Big Five“.IMG_6866Keine Stunde später sichteten wir dann eine Gruppe Wasserbüffel. Wieder „Big Five“! Wenn das so weiter geht, können wir ja heute Abend schon wieder nach Hause fahren!!!

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 Die Affen marschieren ganz selbstbewusst an uns vorbei.

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An der Elefantenfamilie fuhren wir ein bisschen flotter vorbei. Wenn Babys dabei sind, ist mit den Elefanten nicht zu spaßen!

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An der nächsten Wasserstelle entdeckten wir dann ein Krokodil und ein Nilpferd. Ihr auch?

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Wir fuhren dann zum Wasserloch, das ein kleiner Damm war, hinunter und durchquerten den Bachlauf.

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Mit Blick nach oben in das aufgestaute Wasser. IMG_6944IMG_6945

Vor uns auf der Straße standen plötzlich viele Autos. Das bedeutet: Katzen in Sicht! Und tatsächlich! Zwar ziemlich weit weg, im ausgetrockneten Flusslauf, lagen Löwen.

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Jetzt hatten wir heute  4 von den „Big Five“ gesehen. Leider diejenigen, die wir zuvor in anderen Parks auch gesehen hatten. Nur der Leopard hielt sich immer noch versteckt vor uns…

Die jungen Hyänen machten es sich in der Sonne gemütlich.

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Und da vor uns mal wieder einige Autos standen, hielten wir Ausschau nach den nächsten Katzen!

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Der nächste Baby-Elefant versteckte sich nicht im Gebüsch, sondern machte eine Straßenüberquerung!

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Wir hatten die Größe des Krüger-Parkes ein wenig unterschätzt und als wir aus dem Gate fuhren, dämmerte es bereits und wir mussten noch unsere Unterkunft suchen. Haben wir dann gefunden, im Dunkeln. War gar nicht so einfach…. Wir grillten noch gemütlich Burger, Steaks und aßen leckeren Nudelsalat! Und fielen k.o. ins Bett, obwohl wir den ganzen Tag ja eigentlich nur im Auto gesessen sind.

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Den Sonnenaufgang am nächsten Morgen wollten wir bereits im Park erleben. Da es aber Sonntag war und verlängertes Wochenende, sind mehrere Menschen auf die Idee gekommen, den Krüger zu besichtigen. Es waren schon so viele Autos am Gate, dass der Parkplatz vor der Schranke nicht mehr ausreichte und wir innerhalb des Parkes parken durften, obwohl wir noch keine Genehmigung hatten. Die Schlange an der Kasse war ewig lang und nach unseren Berechungen dauterte es mindestens eine Stunde, bis wir durch sind. Da kamen wir auf die Idee, Andreas anstehen zu lassen und ich fuhr mit den Kindern schon mal eine Stunde durch den Park. War eine gute Idee…

Die interessanten Tiere sahen wir aber erst, als Andreas wieder an Bord war.

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u. a. Geparden

An einer Wasserstelle mit Aussichtsturm beobachteten wir Nilpferde, Schildkröten, Krokodile und viele verschiedene Vögel.

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Als wir wieder im Auto saßen und über die Brücke des ausgetrockneten Flussbetts fuhren, wurden wir auf eine Gruppe von Geiern aufmerksam.

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Sie hatten sich an einem verendeten Nilpferd bedient.IMG_7183

Pfui deife!!! Schnell weiter!!!

Am anderen Ufer schlürfte ein kleines Nilpferd an einer Wasserpfütze.

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Kilometer um Kilometer fuhren wir weiter, heute Richtung Crocodilie Bride, den Sabi River entlang. Dort soll es die meisten Tiere geben, da hier noch am meisten Wasser ist.  Bis jetzt hatten wir ja schon Glück!

Als dann vor uns, mal wieder ein paar Autos auf der Straße standen, wurden wir auch wieder alle nervös und suchten das Gelände um uns herum ab. Und plötzlich:

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Sahen wir ein paar Löwinnen mit ihren Jungen durchs Gebüsch streifen. Ich habe das Foto mal ein bisschen vergrößert und mit ein bisschen Phantasie entdeckt man auch das Baby!

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Supersüüüß!!! Und als sie dann im Gebüsch verschwunden waren, und wir unseren Blick wieder nach vorne richteten, mussten wir 2x hinsehen!

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Das Familienoberhaupt hatte anscheinend genug von dem unebenen Boden mit dem nervigen Gebüsch und dem Babygeschrei und ging seinen eigenen Weg…

Übrigens ist immer nur Stau, wenn Katzen zu sehen sind. Ansonsten kannst du hier auch Kilometer weit durch das Gelände fahren und siehst kein Auto weit und breit.

Puhh, nach so viel Aufregung brauchten wir eine Pause. Andreas ist hier in Südafrika sehr erfinderisch geworden…

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Wir fuhren dann durch eine tolle Landschaft mit viel Wasser und grünen Büschen!

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IMG_7275Und näherten uns schön langsam dem Crocodile Bridge-Gate, an dem wir heute den Park verlassen und außen rum zu unserer Unterkunft fahren, da wir es zeitlich nicht pünktlich durch den Park an das Numbi Gate schaffen würden. Der Krüger-Park ist wirklich riesengroß!!!

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Ein wenig traurig waren wir ja schon, dass wir den Leoparden heute wieder nicht gesehen habe. Aber wir wollen morgen Vormittag auch noch ein paar Stunden in den Park rein fahren, bevor wir nach Pretoria zurück fuhren. Vielleicht haben wir ja dann morgen Glück.

Ca. 20 Kilometer vor dem Gate standen dann plötzlich wieder Autos auf der Straße und blockierten die Durchfahrt. Da wir schon unter Zeitdruck waren (das Gate schloss bald), versuchten wir uns durchzuschlängeln und nur einen kleinen Blick auf die Löwen zu werfen. Als wir dann das Fenster einen Spalt aufmachten, hörten wir die Guides der geführten Safari-Tour ihren Touristen erkärend, wo der Gepard genau liegen würde. Ach, ein Gepard! Da schauen wir dann doch genauer hin.

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Wir fuhren durch das Gedränge ganz durch, machten kehrt und warteten bis genügend Autos wegfuhren und wir eine gute Sicht auf die Stelle hatten, auf die alle anderen hinglotzten.

Und wir trauten unseren Augen nicht! Da lag doch tatsächlich im Gebüsch kein Gepard, sondern ein Leopard!!! Wobei wir uns in dem Moment noch nicht so sicher waren. D. h. Sebastian schon, aber ich war der Überzeugung, es war ein Gepard. Aber die Vergrößerung zu Hause am Bildschirm zeigte es dann ganz deutlich!!!!

Ein Leopard!

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Wir hatten alle „BIG FIVE“ gesehen! Das ist ein MUSS, wenn man in Südafrika war!!! Von dem her gesehen, könnten wir jetzt zurück nach Deutschland….. Aber neee, wir haben noch so viel vor hier!!!

Wir schafften es dann kurz vor Parkschließung durch das Gate und fuhren dem Sonnenuntergang entgegen. Es brennte mal wieder irgendwo… Ein ganz gewöhnlicher Anblick hier in Südafrika. Auch für uns mittlerweile, obwohl es lange gedauert hat…

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Blöderweise hatten wir noch 120 Kilometer zu unserer Unterkunft zu fahren. Und das jetzt im Dunkeln!!! Das sollte man in Afrika eigentlich nicht. Wegen den Tieren und Menschen, die andauernd über die Straße laufen, wegen den unbeleuchteten Autos und Fahrräder, die auf den Straßen unterwegs sind und natürlich wegen den Personen, die gerne etwas von unserem Hab und Gut abbekommen möchten…

Wir schafften es aber dann ohne Probleme nach White River und freuten uns über ein leckeres Abendessen im „Ocean Basket“, einer Fischrestaurant-Kette. Von dort aus waren es dann nur noch 10 km zu unseren Betten!!

Am nächsten morgen schliefen wir dann aus. Also, Andreas und ich. Als wir dann gefrühstückt hatten, weckten wir um 8 Uhr die Kinder, da sie ja noch Tennis auf den zur Unterkunft gehörenden Plätzen spielen wollten.

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Um 10 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zum Numbi Gate und mussten heute nicht lange anstehen.

Kurz nach dem Gate, auf einer kleinen Nebenstraße stand ein einsames Zebra mitten auf der Straße. Und bewegte sich keinen Zentimeter von der Stelle.

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Nachdem wir es lange beobachtet hatten und dann doch weiter fuhren wollten, mussten wir sehr nahe dran fahren, damit es auf die Seite ging. Dann stellte es sich neben unserAuto, blieb wieder stehen und beobachtete uns. Es sah so aus, als wollte es sagen: „Habt ihr schon ein paar schöne Fotos von mir gemacht?“

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Also machten wir ein paar Fotos…

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Gleich nach dem Zebra lag dann links im Gebüsch eine Herde Büffel. Als der erste aufstand und auf uns zu ging, drückten wir auf´s Gas.

IMG_7321An der nächsten Wasserstelle lag eine Herde Nilpferde in der Morgensonne. Nur das Baby hatte keine Lust, still da zu liegen…

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Einige Vögel bekamen wir heute auch wieder zu Gesicht.

Ein Fish Eagle:

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Ein Yellow-billed Hornbill:IMG_7378

Southern-Ground-Hornbill

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Unser letztes, großes Tier im Krüger war ein Elefant, der ganz gemächlich auf unser Auto zuging…

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Wir passierten nachmittags um 15 Uhr dasMalelane-Gate und fuhren knappe 400 km Richtung Westen nach Hause. Beim Sonnenuntergang saßen wir noch im Auto

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und unser Hunger ließ uns noch einen kurzen Stopp in unserem neuen Lieblingslokal MALT machen.

Am Dienstag, Feiertag in Südafrika (WOMEN´S DAY) ging ich mit Johanna zum shoppen (was denn sonst, es war ja Women´s Day!!!)und die Jungs machten es sich zu Hause gemütlich. Mittwoch war wieder Schul- und Arbeitstag und ich hatte einen Zahnarztermin. Wurzelbehandlung! Meine erste in meinem Leben und ich hoffe, auch meine letzte!!!

Am Donnerstag versuchte ich mich als Gärtnerin an unseren Rosen…

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Hoffentlich überstehen sie es!!!

Nach der Schule ging ich mit den Jungs zum Friseur. Das Wochenende verbrachten wir wieder am Fußball- und Golfplatz und freuten uns auf die Einladung am Samstag Nachmittag bei einem befreundeten, kasachischen Ehepaar. Es wurde ein sehr netter, lustiger und leckerer Abend. Wir durften Kaviar probieren, natürlich mit Wodka. So gehört sich das in Kasachstan! Auch wenn es erst 15 Uhr ist!!! Die Frauen stiegen dann beim Wodka aus, verzogen sich in die Küche und bereiteten kasachische Teigtäschchen (deren Name ich schon wieder vergessen habe) zu, die Männer blieben dran. Zu dritt 2 Flaschen!!! Ich hatte schon Angst, wie ich Andreas an diesem Abend wohl heim bringen würde. Wir waren zu Fuß und es waren fast 2 Kilometer. Aber es ging erstaunlich gut und Andreas hatte am nächsten Tag keinen Kater!!! Keine Ahnung, ob das wirklich Wodka war oder doch nur Wasser und die Männer wollten uns nur beeindrucken….

Trotzdem relaxten wir am Sonntag.

Am Montag Nachmittag fuhr ich Johanna mit ihren beiden Freudinnen zum Reitstall.

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Minutenlang redete ich meinem Lieblingspferd „Blues“ gut zu, steichelte ihn und traute mich ganz nah ran. Bis Johanna mich darauf aufmerksam machte, dass es gar nicht „Blues“ ist…

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Am Mittwoch hatte ich dann Tuck-Shop-Dienst an der Schule von 9.30 Uhr bis 14.30 Uhr, fuhr dann mit den Kindern nach Hause, machte kurz Mittag essen und um 16 Uhr saß ich schon wieder im Taxi mit ein paar anderen Damen und wir machten uns (mal wieder) auf nach Johannesburg zum Ratschen und Tanzen (und Essen und Trinken). Es war wirklich wieder ein netter Abend. Das wäre auch mal ein schöner Ausflug mit den Bauwognmädels!

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Wie immer wartete das Taxi um 23 Uhr vor der Tür und um 0.30 Uhr lag ich auch schon in meinem Bett!

Bis 5.30 Uhr. Da läutete der Wecker! Mühsam kletterte ich raus, frühstückte mit Andreas, sprang bzw. schlich unter die Dusche, weckte die Kinder, machte Frühstück und Brotzeit für die drei, räumte die Küche zam und um 6.45 Uhr saßen wir zu viert schon im Auto auf dem Weg zur Schule. Das Aufstehen ging heute ganz flott bei den Kindern, da sie schon so nervös waren, weil Felix (Neffe) und Chiri (Freundin von Felix) uns heute besuchen kommen. Kurz nach 7 Uhr fuhren wir auf den Parkplatz an der Schule und ich war froh, dass wir es so flott geschafft hatten, denn ich wurde von zu Hause bereits um 7.30 Uhr von einer Freundin abgeholt, die mich mit zum Flughafen nehmen würde. Doch am Parkplatz merkte Maxi plötzlich, dass er vor lauter Aufregung vergessen hatte, seine Turnschuhe anzuziehen und er immer noch mit seinen gefütterten Hausschlappen im Auto saß. Und den Tennisschläger hatte er auch in der Garage liegen lassen!!! Zuerst weigerte er sich, überhaupt auszusteigen. Als ich ihm aber versicherte, ich versuche, ihm die Schuhe noch zu bringen, traute er sich aus dem Auto und verschwand ganz schnell im Klassenzimmer. Ich fuhr dann nach Hause und auf dem Weg zum Flughafen hat mich meine Freundin kurz an der Schule aussteigen lassen und ich brachte Maxi seinen Sraßenschuhe und den Tennisschläger…

Deswegen, und wegen des Staus, kamen wir dann ein wenig zu spät am Flughafen an und Chiri und Felix warteten bereits!!! Sorry nochmals!!! Wir holten das Mietauto ab und Felix fuhr ganz mutig quer durch Johannesburg zum Apartheid Museum. Die beiden verschwanden für einige Zeit im Museum und ich machte es mir mit einer Kanne Tee und einem deftigen Quiche im Cafe gemütlich.

Rechtzeitig  machten wir uns dann auf den Weg nach Pretoria, luden die Koffer zu Hause aus und holten dann um 14.10 Uhr die drei Kids von der Schule ab. Die freuten sich riesig! Haben ja schon so lange auf den Tag gewartet! Zum Mittagessen fuhren wir ins Clubhaus und genossen die Sonne und die Palmen, den Wind aber nicht!

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Johanna hatte gestern stundenlang zur Feier des Tages einen Kuchen gebacken. 

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Und wir hatten viel Spaß beim Essen!

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Riesig gefreut haben sich die Kids, und auch wir, über die bestellten und nicht bestellten Mitbringsel aus Deutschland.

Witzigerweise haben Ute und meine Mama unabhängig voneinander für Johanna ein Dirndl für das Oktoberfest hier an der Schule gekauft. Beide das gleiche, nur unterschiedliche Größen!!! Und wie es halt leider so ist, ist das eine zu klein und das andere zu groß!!! Mal sehen, was die Schneiderin daraus machen kann!

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Am Freitag, während die Kids in der Schule und Andreas in der Arbeit war, machten wir drei eine Einkaufstour. Nachmittags spazierten Chiri und Felix durch Silver Lakes und am späten Nachmittag fuhren wir mit Maxi zu einem Fußballspiel. Ergebnis: geheim!

Zum Abendessen gingen wir dann alle zusammen ins MALT und freuten uns auf das kommende, gemeinsame Wochenende. Am Samstag Vormittag war an der DSP Sporttag. Johanna und Sebastian spielten Fußball, Maxi Völkerball.

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 Ich glaube, unsere Kids waren diejenigen, mit den meisten Fans!IMG_7550

Die Kids waren nach dem Sport so k.o., dass sie lieber mit Freunden zurück nach Silver Lakes fuhren und wir 4 machten einen kurzen Ausflug an den Hartebeesportdamm.

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Nach einer schnellen Runde auf dem Chameleon-Village-Markt, auf dem die Verkäufer sooo nervig waren, fuhren wir zurück nach Hause.

Abends war dann Grillen angesagt.

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Und gemütlich quatschen am Lagerfeuer.

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Am nächsten Morgen mussten Felix und Sebi früh raus. Sie hatten sich für 8 Uhr für eine  Runde Golf eingeschrieben. Mit Golf-Cart!!!

Als sie bei uns an Loch 4 vorbeifuhren, sprangen gleich 3 Beifahrer mit auf für die restlichen 14 Loch! Sie hatten eine Menge Spaß, spielten auch (lt. Erzählungen) ganz passibel und kamen um 13.30 Uhr hungrig und müde nach Hause. IMG_7644Nach dem Mittagessen mussten sich Chiri und Felix leider schon auf den Weg machen. Sie wollten heute noch bis zum Krüger. Da es fast 4 Stunden reine Fahrzeit waren und sie ja im Hellen ankommen sollten, war Abfahrt um 14.45 Uhr schon ein bisschen spät! Schön, dass ihr da gewesen seid!!! Kaum aus der Haustüre raus, haben wir euch schon vermisst. Vor allem die Kids, denn die mussten dann gleich an die Schreibtische…

Und dann lag eine ganz normale Woche vor uns. Andreas hatte in der Arbeit ein bisschen mehr Stress als sonst, da Besuch aus Deutschland die Qualität in Südafrika kontrollierten…

Am Freitag nach der Schule fuhr Sebastian mit einem Schulfreund auf dessen private Game-Farm um dort bis Sonntag Abend Giraffen für ein Schulprojekt zu beobachten.

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Der Rest unserer Familie war am Fußballplatz, auf dem Irene Market und beim Einkaufen.

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Am Sonntag hatten wir Besuch von einem Arbeitskollegen von Andreas, der erst seit kurzem mit seiner Familie hier in Südafrika ist.

Das Highlight dieses Wochenende für die Jungs und Johanna war der

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M 4, den Andreas von einem Arbeitskollegen ausgeliehen hat, da dieser auf Dienstreise in Deutschland ist. Von 0 auf 100 in 4,irgendwas Sekunden. Für mich war die Probefahrt nur schrecklich!!! (da war ich aber die einzige in der Familie)

Mitten unter der Woche spazierte ein Kudu, der aus dem Tierareal ausgebüchst war, bei unseren Nachbarn durch den Garten.

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Hier mal einen Sonnenuntergang vom Fußballplatz beim Auswärtsspiel von Maximilian in Pretoria-Mitte:

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Die Vorbereitungen für das Oktoberfest an der Deutschen Schule laufen schon auf Hochtouren und ich war für das Einziehen der Bänder bei den Lebuchenherzen zuständig. Netterweise half mir Johanna dabei.

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Heute ist heute und ich bin froh, wieder „up to date“ zu sein…

Übrigens sind wir heute vor einem Jahr in Südafrika gelandet… Wie schnell doch die Zeit vergeht…

 

 

 

 

 

 

 

 

Herbst in Südafrika

So, es ist gar nicht einfach, sich aufzuraffen und zu schreiben zu beginnen. Das geht am Anfang immer soooo zäh! Und dieses mal habe ich leider die Zeitspanne, die ich mir auf 2 Monate gesetzt habe, ganz schön überschritten und das ist jetzt gar nicht mehr so einfach, sich an die letzten Monate zu erinnern….

Aut geht’s! Kalender raus, Fotos von den Cameras und dem Handy runtergeladen und schon kann es los gehen:

Mit freudigen Erwartungen machten Andreas, die Jungs und ich uns dann am Sonntag (20.03.2016) in aller Früh auf zum Flughafen. Johanna war abends zuvor auf einer Party und wollte sich lieber ausschlafen, damit sie dann tagsüber für unseren Besuch fit ist.

Und dann warteten wir und warteten und warteten….

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immer noch mit der Hoffnung, dass sich Joachim doch noch in das Flugzeug geschleppt hat…! Aber leider: Nein! Das tat uns wirklich sehr leid… für ihn und für uns!!! Aber wenn er sich schön langsam mit dem Rad aufmacht Richtung Pretoria, könnte er es noch schaffen, uns hier anzutreffen… Der Weg würde sich lohnen! (meine ICH!)

Übrigens habe ich in den 2 Wochen mit Marion und Anna ca. 2500 Fotos geknippst… Also macht euch auf was gefasst….

Nachdem wir den Flughafen hinter uns gelassen haben und alle den Weg nach Silver Lakes gefunden haben (ja, Andreas, dich meine ich!), frühstückten wir gemütlich und ließen uns die Neuigkeiten aus Good Old Germany berichten.

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So, und ab jetzt muss ich aufpassen, was ich schreibe… Nicht dass Marion dann mit dem Rotstift korrigiert!!!!

Eben noch in Deutschland, schon in Südafrika angekommen… Mit allem Drum und Dran! Cheers!

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Den Nachmittag verbrachten wir dann gemütlich einem südafrikanischen Cafe namens „Koffietijd“:

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Da am nächsten Tag Feiertag (Human Rights Day) in Südafrika war und Andreas frei hatte, machten wir einen Ausflug zur „CRADLE OF HUMANKIND“ (Wiege der Menschheit).

Näheres hierzu unter:

https://de.wikipedia.org/wiki/Wiege_der_Menschheit

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Aufmerksam hörten alle den interessanten Informationen der Reiseführerin  zu:

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Ähm… fast alle:

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Das Musem war sehr eindrucksvoll und ansprechend aufgebaut! Wirklich toll!

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Auf dem Heimweg (naja, ein kleiner Schlenker war schon nötig), füllten wir abends unsere Mägen im Restaurant „Godfather“ in Centurion, Pretoria mit einem leckeren Steak auf.

Am nächsten Tag beschlossen wir, nach so viel Kultur gestern, heute ein afrikanisches Einkaufszentrum  in Pretoria zu besichtigen! Und: Ihr werdet es nicht glauben!: Aber leider haben wir dort kein Foto geschossen. (Ist auch vielleicht besser so! Ich weiß nicht, was Joachim und Andreas zu den vielen Tüten gesagt hätten…)

Und nachdem wir nun südafrikanisches Essen, südafrikanische Geschichte und südafrikanisches Einkaufszentrum abgearbeitet hatten, fehlten ja nur noch die südafrikanischen Tiere. Und damit wir sicher ein paar davon sehen, machten wir am folgenden Tag einen Ausflug zum Lion Park.

So, alle einsteigen, es geht gleich los:

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Schon während wir vom Parkplatz Richtung Gehege fuhren, liefIMG_2149uns eine Giraffe über den Weg.

So, das erste afrikanische Tier können Marion und Anna nun von ihrer „to-see-liste“ streichen.

Und hinein ins Gehege mit unserem netten Guide, der uns alles genau erklärte.

Leider habe ich jetzt doch schon wieder einiges vergessen und bin mit nicht mehr ganz sicher, ob nun der Springbock oder das Impala der „Mc Donalds“ der anderen Tiere im Busch ist…. Oder war es „Kentucky Fried Chicken“?

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Weiter geht die Fahrt:

IMG_2180Blesbok

 

 

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Zebra

 

 

Impala

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Und nun sind wir in dem Gehege der gefährlichen Tiere! Und das erste Mitglied der „Big Five“-Bande kann auch schon abgehackt werden.

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Als nächstes besuchten wir einen Filmstar:

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Durch das Revier der Wilddogs

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und der Geparden fuhren wir wieder Richtung Ausgang.

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Auch den kleinen Tieren sollte man Beachtung schenken:

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Und das „Highlight“ des Lion Parkes ist das Streicheln der kleinen Löwenwelpen, dass wir uns natürlich nicht entgehen ließen:

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Nach den wilden, gefährlichen Löwenbabys machten wir uns auf den Weg zu den braven Giraffen.

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Und Marion ist jetzt Giraffenexperte:

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Nachdem die Giraffen satt waren, trauten wir uns zum Strauß.

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Hier muss man schon ein bisschen vorsichtig sein, die sind nämlich ganz schön frech. Johanna hat noch gelacht…

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und – schwupps – hatte ihr der Strauß die Tüte mit den Leckerbissen aus der Hand gerissen.

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Jetzt haben wir aber genug von wilden und zahmen Tieren. Wir fahren weiter.

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Ja, auch du Maxi! Braugst gor net so schaung!

Auf dem Heimweg holten wir Sebi bei einem Freund, bei dem er die letzten Stunden verbracht hatte, ab und wie der Zufall es will, liegt der Atterburry Value Mart direkt auf dem Heimweg. Mit nike und adidas outlet-stores! Da musssten wir einfach halten… (hier auch wieder keine Fotos! Besser so!!!)

Da die letzten Tage sehr anstrengend waren (hi,hi,hi..), gönnten wir uns am folgenden Tag eine kleine Pause und erledigten nur das, was zu tun war… Mal kurz (für 2 Stunden incl. Fahrt) in den Supermarkt und ansonsten Sonne und Frühsommer genießen! Außerdem mussten wir ja Koffer packen, da wir am nächsten Tag für 3 Nächte auf eine Lodge fuhren.  Und abends machten wir uns dann zu Fuß auf Richtung Clubhaus. Abendessen!

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Das haben wir uns richtig verdient, nach einem so anstrengenden Urlaubstag!

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Heute ist Karfreitag, auch ein Feiertag in Südafrika und so konnten wir uns schon am Vormittag auf den Weg zur Mziki Lodge ca. 130 km nordwestlich von Pretoria machen.

Erschöpft angekommen machten wir es uns nach dem Willkommensdrink  erst mal gemütlich.

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IMG_2591Und dann: ab an´s Buffett

 

 

 

 

Pünktlich machten wir uns auf den Weg auf unseren Nachmittags-Game-Drive mit Ranger Gerhard.  Er erklärte uns alles sehr ausführlich und suchte nach jeder Spur, die uns zu interessanten Tieren führte. Auch den Unterschied von Elefanten- und Nashornkot erklärte er uns anschaulich.

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Wir machten jeden Tag eine Morgen-Game-Drive um 6.30 Uhr und einen Abend-Game-Drive um 16.30 Uhr. Ich habe in meinem Leben noch nicht solche Sonnenauf- und -untergänge gesehen. Selbst von Gstaudauch aus nicht…

Die folgenden Fotos sind nicht sortiert, ich habe von den vielen Hunderten, die ich an diesem Wochenende geknippst habe, einige ausgesucht. Ihr könnt selber rätseln, welche am Morgen und welche am Abend während der Safari geschossen wurden…

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Und bei jeder Safari-Tour machten wir morgens einen Kaffee- und Teestop und abends hielten wir zum „Sundowner“!

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Am Samstag Abend hat unser Ranger eine Boot-Safari an den nahe gelegenen Fluß Richtung Staudamm geplant. Wir hatten Glück, meinte er, da in den letzten Wochen zu wenig Wasser war und die Boot-Safari nicht durchgeführt werden konnte. Aber jetzt passt der Wasserpegel und wir freuten uns schon auf den Sundowner auf dem Wasser. Wir mussten mit dem Geländewagen bis zur Bootanlegestelle fahrten, dauerte ca. 20 Minuten. Die Fahrt war ganz schön aufregend, wir mussten nämlich durch eine Herde gefährlicher Tiere!

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 Puh, geschafft! An der Anlegestelle, die an die Weide der südafrikanischen Kühe grenzt, angekommen. Und hier steht auch schon unser…. ähm…… Boot.

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Prima, alles da was man braucht! Stühle und Schwimmwesten! Na dann: Proviant rauf, Passagiere rauf, Leinen los!

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Wir müssen zuerst Flußaufwärts. Also, Motor an!

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Motor an!!

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MOTOR AN!!

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MOTOR AN!!!!!!!!!!!

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Mit dem gefühlt 100maligen Ziehen der Anlassschnur haben wir anscheinend die Kühe angelockt.

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Aber der Motor sprang nicht an!

Der Kollege unseres Rangers hatte das Boot gestern zu weit auf´s Land gezogen, sodass der Motor zu tief im Wasser war und „ersoffen“ ist. (so oder so ähnlich wurde es mir erklärt…)

Ganz mutig sprang Andreas vom Boot und verscheuchte die Kühe, die zwischen Auto und Boot standen, wir verstauten unser Proviant im Auto und sind mit unserem Ranger, der Blut und Wasser geschwitzt hat die letzte halbe Stunde und nun total am Ende war, wieder zurück zur Lodge gefahren! Er meinte aber, wir werden es vielleicht morgen nochmal versuchen.

Morgen war dann Ostersonntag und: JA, wir sind auch am Ostersonntag morgens um 6 Uhr aufgestanden um auf Safari zu fahren und haben anschließend lecker gefrühstückt!

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Und die Kinder haben im Busch Ostereier gesucht:

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Nach einer kurzen Mittagspause und einer Pool-Frisbee-Challange (seit dem Toskana-Urlaub eine Gruberische Tradition, wenn ein Pool in der Nähe ist)

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machten wir uns auf! 2. Versuch Bootsafari! Wir hatten Glück, sind unverletzt durch die Kuhherde gekommen und konnten sicher das Boot erklimmen!


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Der Motor läuft…. und läuft…. und läuft……!

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Da gibt es Kühe auf der Welt, die es sicherlich schlechter haben:

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Die Sonne geht langsam unter und wir machen uns wieder auf Richtung Logde, um unseren letzten Abend zu genießen.

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Am nächsten Morgen, nach einem tollen Game-Drive mit sehr vielen Tieren und einem leckeren Frühstück,  fuhren wir wieder nach Hause Richtung Silver Lakes….

Wir hatten nämlich heute noch was vor! Wir bekamen nochmal Besuch!

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Susanne, Marco, Lennart und Kasper besuchten uns zum „Braain“ ! Schön von ihnen, dass sie auf ihrer Südafrikareise einen kurzen Stop bei uns eingelegt haben.  Wir haben uns sehr gefreut und der Wein war soooo lecker!

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Nach diesen erholsamen, ruhigen Tagen mit sehr viel Tieren und Natur konnten wir uns gar nicht entscheiden,  was wir am nächsten Tag unternehmen wollten.

Da uns aber die Tiere so gut gefallen haben und wir nicht schon wieder shoppen fahren wollten, beschlossen wir in den Zoo von Pretoria zu fahren. Sebastian war total begeistert von der Idee.  Und ich wusste auch gleich, warum!

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Das tolle am Zoo in Pretoria ist nämlich, dass man sich Golfcarts ausleihen kann. Natürlich dürfen nur Personen mit Führerschein fahren, aber da nicht sehr viel los war, hatten die Kinder ihren Spass und Anna konnte schon ein bisschen üben… Vor den Zooangestellten mussten wir uns natürlich in Acht nehmen, die durften die Kinder nicht am Steuer erwischen!

Die Fütterung der Nashörner:

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 Die Skyline von Pretoria:

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Und wer immer noch glaubt, in Afrika gibt es keine Tiger! Hier ist der Beweis:

IMG_0984Er ist halt nur von der Sonne ein bisschen ausgebleicht!

 

 

 

 

Sein Freund ist noch nicht so lange hier:

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Nachdem wir 3 Stunden (oder waren es 4????) mit dem Golfcart abwechselnd gefahren sind und fast alle Tiere des Zoos gesehen haben, versuchten wir rechtzeitig den Eingang zu erreichen, damit wir nicht die nächste angefangene Stunde bezahlen mussten… Knapp haben wir es geschafft!

Abends ist uns aufgefallen, dass unser Besuch einem wichtigen Teil von Südafrika ja noch gar keine Beachtung geschenkt hat! Wir haben bis jetzt kein Museum mit ihnen besichtigt! Das sollte sich am nächsten Tag ändern! War gar nicht so einfach, da das Auto voll zu bekommen! Aber mit einem kleinen Trick (wir fuhren anschließend weiter zum Reiterhof) sprang sogar Johanna mit ins Auto und Maxi musste mehr oder weniger mit.

Wir fuhren zum Sammy Marks Museum!

http://www.gauteng.net/attractions/sammy_marks_museum/

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Leider war das Fotografieren im Museum nicht gestattet, deshalb gibt es nur Bilder von außerhalb.

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So glücklich waren die Kinder, als die Museumsführung zu Ende war:

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Genug von der Geschichte des Herrn Sammy Marks erfahren, lecker Mittag gegessen – da können wir ja weiterfahren nach „Terouges“.

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Johanna drehte während ihrer Reitstunde ein paar Runden auf dem Reitplatz und wir machten es uns im Schatten gemütlich.

Nebenbei überlegten wir uns das Programm des morgigen Tages…

Marion wollte unbedingt in das Apartheitsmuseum, die Kinder ja eher nicht. Und da wir zu sechst waren, musste Marion selber mit dem Auto nach Johannesburg fahren. Kein Problem für sie! Wir fuhren gemeinsam zum Apartheitsmuseum und ließen Marion hier für ein paar Stunden. Ich machte mich mit den 4 Kids weiter auf den Weg zum:

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Tja, Joachim! Das wäre dein Lieblings-Sehenswürdigkeiten-Programmpunkt in Südafrika gewesen!!!

Wir hatten eine Führung durch das Stadion gebucht. Eine Stunde. Ein Guide und wir 5! Für R140! = ca. 9 Euro. Für alle zusammen! Da könnte sich der FC Bayern mal ein Beispiel daran nehmen!!!!

Bevor es jetzt mit der Stadiontour losgeht, muss ich kurz erzählen, was zuvor passiert ist:

Da wir zu gut im Zeitplan waren, mussten wir, als wir die Sicherheitskontrolle am Parkplatz des Stadions passiert hatten (ein Tor mit einem kleinen Häuschen für die Security), noch eine halbe Stunde beim Auto warten, dass wir am Parkplatz neben dem Securityhäuschen abgestellt hatten.  Und da wir ja schon eine Zeit unterwegs waren, musste mein Frühstückstee wieder raus. Also bin ich zu den beiden Damen im Häuschen gegangen und habe nach der nächsten Toilette gefragt. Die beiden schauten sich an, überlegten, und fragten dann: Why? Tja, was sagst dann da? Ich hab die Wahrheit gesagt: I have to go to toilett. Dann schauten sie sich wieder an, überlegten wieder und fragten dann: What do you want there? Number one or number two? Ähm, jetzt wusste ich nicht so recht, was die Damen meinten… Das sahen sie wohl meinem Gesichtsausdruck auch an und fragen nochmals: Number one or number two? Dann hab ich halt gesagt, nix von beiden, ich muss nur pieseln…!!! Und zwar schön langsam ganz schön dringend!!! Und die Führung beginnt ja auch bald! Da schauten sie sich wieder an, überlegten und sagten dann, wenn ich nur number one muss, dann kann ich hier gehen und öffneten währenddessen die kleine Tür, die in dem kleinen Häuschen in ein noch kleineres WC führte.

Keine Ahnung, was die mit mir gemacht hätten, hätte ich number two gesagt…

Und übrigens weiß ich mittlerweile auch, was number three ist! Luft!!!

So, jetzt zur Stadionführung!

Nach einer kurzen Begrüßung durften wir gleich in die „Heiligen Hallen“ der „Kaizer Chiefs“ von Johannesburg!

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Und unser Führer wäre sicherlich gerne auch Fotograf geworden! Er nahm mir ja schon bereits am Parkplatz meine Kamera ab, die ich dann nur durch intensives Auffordern wieder zurück bekam. Aber bei jeder Gelegenheit stellte er uns in Pose, nahm mir die Kamera wieder ab und knippste was das Zeug hielt:

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Ganz stolz war er auf den echten Rasen, der aus ….. ähm, ich glaube aus …. Kinder!! helft mir mal!!!!….  irgendwo in Europa eingeflogen wurde. War es vielleicht Holland? Ich glaub schon! Die Sitze haben ja auch diese grässliche Farbe!!!!!!!!

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Die genauen Daten vom Stadium könnt ihr sicherlich irgendwo nachlesen, wen es interessiert. Auf jeden Fall hat es 90 000 Sitzplätze!

Nach wirklich interessanten und lustigen Eindrücken aus dem FNB Stadium fuhren wir zurück zum Appartheitsmuseum und zogen nach ca. 3 Stunden Marion heraus!!

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Gleich gegenüber liegt das Gold Reef City, ein Freizeitpark! Also, nichts wie rein. Um die Achterbahn rissen wir uns alle nicht, aber dafür trauten sich die Kinder auf viel gefährlichere Fahrgeschäfte!

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… und bekamen eine Lehre, dass dieser blöde Ball doch immer wieder aus diesen blöden Eimern in diesen blöden Wurfbuden springt! (Hat Mutti ja gleich gesagt!)

Nach so viel Spiel, Spaß und Spannung passt dann natürlich abends eine Partie „Aktivity“!

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Und dann kam schon der letzte Tag vor dem Abflug! Gemütlich verbrachten wir diesen bei einem leckeren Abendessen, dass wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge genossen.

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Übrigens: Hier landet das Alteisen:

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Und weil es so fettig war, gab es zu Hause noch einen Whisky!

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Am nächsten morgen fuhren wir über den Irene Market heim, auf dem wir noch ein bisschen Souveniers einkauften und brachten dann unseren Besuch, schweren Herzens, zum Flughafen. Der eine oder andere von uns hätte sich da am liebsten im Koffer versteckt… Aber Dank unserer Einkaufstouren war da keine Chance!

Liebe Marion, liebe Anna! Vielen Dank für euren Besuch!!!!

So, und dann war Sonntag. Und wir waren wieder allein. Da sind wir dann ein kleines bisschen in ein kleines Loch gefallen, haben uns aber dann doch irgendwie wieder erholt und den Tag rumgebracht.

Am Montag war noch schulfrei und am Dienstag mussten die Kinder dann in die Schule, und ich auch. Hatte wieder Tuck-Shop-Dienst. Und da Tanja,  eine unseres Teams,  Abschied gefeiert hat, gab´s ein Gläschen Sekt. Die afrikanischen Mitarbeiterinnen in der Küche dürfen aus religiösen Gründen keinen Alkohol trinken, deshalb gab es für sie Cola! (Die übrigens keine von ihnen aufgemacht hat, sondern in ihrer Tasche verstaut hat. Für ihre Familie? Für schlechte Zeiten? Zum Weiterverkaufen?)

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Am Abend noch schnell einen Kuchen gebacken, denn morgen ist:

GEBURTSTAG VON ANDREAS

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Frühstück morgens um 5.30h! HAPPY BIRTHDAY!

Der Rest des Tages verlief wie jeder Tag! Und den Abend ließen wir gemütlich ausklingen! Ihr seid ja alle nicht da gewesen, was hätten wir sonst machen sollen!!!

Am Samstag machten wir mit ein paar Mitgliedern der Deutschen Katholischen Gemeinde Pretoria eine Ausflug nach Majakaneng bei Brits. Hier wird ein Projekt unterstützt, dass Freizeitbeschäftigungen für Kinder und Jugendliche des Townships anbietet. Francesca, die Leiterin stellte uns die beiden jungen Männer vor, die mit ihr dort leben, beten und arbeiten: Sibusiso aus Benoni und Emve aus Kamerun. Nach einer kleinen Vorstellungsrunde ging es los mit der Wanderung durch das Dorf.

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Vorbei an einem Sangoma, ein traditioneller Heiler

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kamen wir auch beim örtlichen Fiseur vorbei:IMG_1347

Hier die Preisliste:

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Natürlich kamen wir auch am Fußballplatz des Dorfes vorbei:

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Und nach spätestens 2 Schritten hatte jeder an jeder Hand mindestens ein Kind…

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Wir ließen das Dorf hinter uns gingen dem Bachlauf entlang durch eine kleine Schlucht hinauf. Hier wurde es zwar schön kühl, aber für die Kinder, die alle mit uns mit liefen und entweder barfuß oder nur Flip-Flops anhatten, wurde es ganz schön steinig. Aber die sind hart ihm Nehmen! RESPEKT!

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Nach einer kleinen Pause an einer Stelle, an der die „Zion Christian Church“ ihre religiösen Rituale durchführt, machten wir uns auf den Rückweg.

Vorbei an den Hütten,

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dem Friedhof und

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dem Supermarkt!

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Emve, der Fußballtrainer, lud uns beim Abschied freundiche ein, wieder zu kommen und falls möglich, gebrauchte Sportschuhe, Sportkleidung und Fußballtrikots mitzubringen. Das würde ihnen viel bedeuten und sie anspornen, mit Disziplin weiter zu trainieren.

Das richtige Trikot hat Emve schon!

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Schwer beeindruckt, wie die Menschen hier ihr Leben meistern und so zufrieden sind, machen wir uns auf den Heimweg.

Johanna war bei diesem Ausflug nicht dabei, da sie von Freitag auf Samstag mit ihrer Klasse beim Zelten am Hartbeesportdamm war und erst am späten Vormittag, als wir schon weg waren, nach Hause kam.

Zudem musste sie alles für die Abschieds-Überraschungsparty ihrer Freundin, die abends bei uns stattfand, herrichten.  Als wir Spätnachmittags nach Hause kamen, war unser Esszimmer leer geräumt, Deko aufgehängt und die ersten Leckereien waren schon zum Essen bereit.

Die Mädels hatten riesen Spaß beim Dekorieren.IMG_1356

Das Essen stand bereit:

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Und das wichtigste war: Chantal hatte wirklich nichts geahnt und als sie zu uns kam, um das Zelt zu putzen, in dem sie auch die vorherige Nacht geschlafen hatte, war sie ganz schön überrascht!

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Nach dem Ende der Kinderparty hätte Andreas gerne weitergefeiert… war nur leider keiner da, der mitfeiert….

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Am Sonntag war Maximilian bei seinem Klassenkameraden Adrian zur Geburtstagsfeier eingeladen. Und was macht man so bei Geburtstagsfeiern in Südafrika? Genau, man geht Schlittschuhlaufen!


IMG-20160410-WA0004Am nächsten Tag hatten Sebastian und Maximilian ihr erstes Training beim Fußballclub. Bis jetzt spielten sie ja nur in der Schulmannschaft. Natürlich wurden sie auch gleich eingekleidet. Trainingstrikot in rot/weiß, Spieltrikot in blau/schwarz.

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Tags drauf lud mich eine befreundetet Eventmanagerin zusammen mit ein paar anderen Damen in das „root“ Restaurant zum „Promotionessen“ ein. Das Restaurant ist eines der Besten in … (Ich glaube, sie hat Südafrika gesagt) Bevor wir uns an den Tisch setzten, führe uns Corinna noch durch die Zimmer des dazugehörigen Hotels…

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Das 5 Gänge-Menue war mit Weinbegleitung! Und das Mittags!!!

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Hier ein paar Leckerbissenfotos:

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Gut gelaunt fuhren wir dann nach Hause (die Fahrerin hat natürlich fast nix getrunken!) (Ich war aber nicht die Fahrerin!!!)

Es war ein schöner, lustiger Ausflug… Aber das ist nicht meine Welt!!!

http://www.forumhomini.com/rootsrestaurant

Am nächsten Tag feierten wir nochmals Abschied von Tanja (Mama von Chantal)…

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Und tags drauf hatten wir dann richtig Glück! Auf der Nebenspur fuhr vor uns ein Betonmischer. Da die Ampel gerade auf rot schaltete, bremsten alle Autos.  Plötzlich gab es ein lautes Krachen neben uns. Zuerst dachte ich, es seien 2 Autos aufeinander gefahren. Als Johanna und ich aus dem Fenster sahen, entdeckten wir, dass es keine Autos waren, sondern der Betonmischer hatte etwas verloren…

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Seit diesem Tag ist an dieser Stelle ein Loch im Teer und daneben ein Haufen mit Beton. Das bleicht wahrscheinlich die nächsten Monate auch noch so…

Am Samstag lösten wir Andreas Geburtstagsgeschenk ein. Wir machten die von ihm langersehnte Radltour durch das wohl berühmteste Township. SOWETO. Johannesburg

SOWETO=SOUTH WESTERN TOWNSHIP= südwestlicher Vorort. Von 1983 bis 2002 war dies sogar eine eigenständige Stadt

Inoffiziell wohnen hier 3,5 Millionen Menschen!!!

Wir durften uns alle ein Rad und einen Helm aussuchen, dann ging es mit 2 Führern und einigen anderen Radlern los!

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Sebastian und Johanna waren ganz mutig und sind zusammen auf einem Tandem gefahren. Und es ging erstaunlicherweise ganz gut. Nur die letzten 30 Minuten war es für mich und die Kinder angenehmer, sie wechselten mit Maxi und Andreas durch. Denn ansonsten wäre das Tandem sicherlich in 2 Teilen am Ziel angekommen. Aber wie gesagt, 3 1/2 Stunden auf dem Tandem, bei dem nur einer die Richtung bestimmen kann, obwohl 2 die Richtung vorgeben, ist nicht so ganz entspannend. (Vor allem auch für die Eltern).

Los ging es durch ganz normale Straßen, mit links und rechts kleinen, sauberen Häuschen. Jedes aber mit einem hohen Zaun herum.

Dann fuhren wir tiefer in die Stadt hinein. In ein Viertel, in dem früher 10 000 Männer, nur Männer!!!, lebten, die in den Minen um Johannesburg gearbeitet hatten. Die Reihenhäuser bestehen aus einem Zimmer, ohne Wasseranschluß und Stromanschluß. Eins neben dem anderen. Und jedes hat wieder einen Zaun vor der Türe. Wir stiegen von unseren Rädern ab und spazierten die schmalen, schmutzigen Gassen entlang. Der Abfall liegt aber nur immer auf den Straßen und Gassen. Hinterhalb des Zaunes findest du keinen!!! Da ist alles sauber und ordentlich!

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Die Gemeinschaftstoiletten stehen zwischen den Häuserzeilen:

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Wie man auf dem Bild sieht, wohnen mittlerweile auch Frauen und Familien in diesem Viertel. Seitdem ist es auch nicht mehr so gefährlich wie früher.

Durch fast das ganze Gebiet fließt eine braune, ecklig stinkene Brühe.

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Der Schneider gleich neben dem Obst-und Gemüsehändler.

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Daneben der Metzger:

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Unsere Reisegruppe machte es sich in einer kleinen „Imbissbude“ bequem, um das traditionelle Essen zu genießen. Leider war es noch nicht fertig und wir fuhren weiter…

Wie gesagt, hinterhalb den Zäunen ist alles ganz ordentlich, da liegt kein Müll oder ähnliches. Das werfen sie nämlich alles an den Straßenrand.

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Aber die Bewohner hier sind alle sehr freundlich, lachen und grüßen uns. Unser Guide meinte auch, das Samstag ein guter Tag für alle ist. Die meisten haben frei, müssen nicht arbeiten, genießen das Wochenende und sind deshalb sehr entspannt.  Das niedlichste sind die vielen kleinen Kinder, die entweder „High five“ machen wollen oder in einwandfreiem Englisch „How are you?“ jedem entgegen rufen. Und wenn du zu langsam geschaut hast, saß ein Kind auf deiner Lenkstange, weil es mitfahren wollte.

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Dann machten wir einen Stop an großen, aus Ziegel gemauerten Wohnblocks.

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Leider habe ich natürlich die ganzen Zahlen nicht mehr im Kopf, die uns unser Guide runtergerattert hat. Ich weiß nur, wir bekamen den Mund vor Staunen nicht mehr zu.

Es wurden in Soweto viele von diesen Blocks gebaut, ich glaube, vor ca. 10 Jahren. Es sind lauter kleine Wohnungen, in die die Bewohner der Hütten umziehen sollten. Die Häuser wurden von der Regierung errichtet. Und bis heute hat noch nie jemand darin gewohnt. Falls ich mich richtig erinnere, stehen insgesamt 500 Wohnungen, die noch nie bezogen wurden, leer. Und warum? Weil die Regierung so viel Miete dafür verlangt, dass es sich keiner leisten kann, dort einzuziehen. Mittlerweile sind natürlich einige Fenster demoliert und der Zustand der Gebäude verschlechtert sich allgemein.

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Auf dem oberen Bild sieht man links und hinterhalb die Häuser, rechts hinter dem Zaun wohnen die Menschen in ihren Blechhütten, ohne Strom, ohne Wasser. Und die Häuser verfallen, weil die Regierung zu viel Miete möchte….

Wir fuhren weiter und hielten beim nächsten Imbissstand, um dort ein Mittagessen zu bekommen. Wir hatten Glück (naja, oder Pech, kommt darauf an, wie man es sieht). Wir mussten zuerst unsere Hände waschen und für ca. 15 Personen wurden dann 4 Teller in die Mitte des Tisches gestellt und jeder durfte sich bedienen. Es gab Pap (Maismehlbrei) mit Hähncheneintopf. Und ich glaube, da war alles drin, was ein Hähnchen so an sich hat….

Also man nimmt einen Batzen von dem Pap, knetet es zu einer ovalen Kugel, taucht es in die Soße und ist es…. Lecker!

Und wer von dem Eintopf was möchte, greift in den Teller und holt sich das raus, was er möchte…. Andreas meinte, das Hühnchen schmeckte lecker….

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Weiter ging unsere Tour zur Hector-Pieterson-Gedenkstätte, dem Ort, an dem der Aufstand in Soweto, der sich am 16.06.2016 zum 40. mal jährt, begann.

Bei diesem Aufstand protestierten die Studenten dagegen, dass in den höheren Klassen anstatt in Englisch in Afrikaans unterrichtet werden solle. SOWETO gilt seit diesem Aufstand als Symbol des Widerstandes gegen die Apartheitsära.

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Maxi war tief beeindruckt von dem Foto, dass den Jungen zeigt, der von der Polizei erschossen wurde. Über 500 Opfer forderte dieser Aufstand am 16.06.1976. Nach ein paar Minuten inne halten, gingen wir zum nahe gelegenen Supermarkt und kauften uns ein kühles Getränk.

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Dann radelten wir weiter zum Nelson Mandela Haus.

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Hier hatte Nelson Mandela von 1946 bis 1962 gelebt. Jetzt ist es ein Museum.

Nun machten wir uns auf Richtung unseres Start- und Zielpunktes.

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Die kleine Eispause nutzen die Sebastian und Maximilian um mit ein paar Jungs den Ball zu kicken.

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Wieder rauf auf´s Rad und weiter geht es….

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Am Ziel angekommen füllten wir unsere verbrauchte Energie mit selbstgebrautem Bier wieder auf.

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Und leckerem gefüllten Weißbrot.

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War ganz schön anstrengende diese Tour! Oder war es das Bier?

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Auf jeden Fall war das ein richtig toller Ausflug, der sehr interessant war. Das ist das richtige Südafrika! (Und ehrlich gesagt: Ich habe mich heute wohler gefühlt, als bei meinem Ausflug am Dienstag!)

Anfang der Woche erledigte ich meine Einkäufe und war unter anderem auch im Einkaufszentrum. Und ich wollte schon mal lange erzählen, was es dort gab, hatte aber immer vergessen, ein Foto zu machen. Jetzt habe ich daran gedacht und schaut mal, was es hier in Pretoria gibt:

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locker übersetzt: Kinder-Tausch-Zimmer

Ich habe schon viel Zeit vor diesem Zimmer verbracht! Ich wollte mal sehen, wer hier seine Kinder rein steckt und welche Kinder er dann dafür bekommt. In manchen Situationen im Leben wünscht man sich vielleicht so ein Zimmer herbei… Aber da ich noch nie jemanden erlebt habe, der den Raum benutzt hat, probiere ich ihn lieber auch nicht aus! Denn es heißt ja: Es kommt nix besseres nach!

Mitte der Woche machten ich wieder einen Ausflug. Diesmal ging es in das Rietvlei Nature Reserve, gleich bei uns um die Ecke. Und ich probierte meinen Fotoapparat ein bisschen aus….

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Nachdem wir 2 Stunden mit dem Safari-Yeep durch das Gelände unterwegs waren, gab es zum Mittagessen leckeres Bobotie (Hackfleischauflauf mit Aprikosen, Rosinen, Mandeln! sehr lecker) und anschließend fuhren wir auch schon wieder nach Hause. Wir mussten ja die Kinder pünktlich um 14.10 Uhr von der Schule abholen.

Zwei Wochen später stand in der Zeitung, dass in diesem Reserve zwei Nashörner gewildert wurden um ihnen die Hörner abzuschneiden. Den Körper ließen die Wilderer liegen. Jetzt gibt es nur noch 7 Nashörner dort.

Am Freitag war in der Schule „Bunter Abend“ mit Aufführungen aller Grundschulklassen. Maxis Klasse sang das Lied „Ab in die Berge“ zu der Melodie von „Ab in den Süden“.

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Sorry für die schlechte Bildqualität! Maxi ist der Wanderer mit der orangen „Bayerische Staatsforsten“ Kappe.

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Wir hatten auch unseren Spaß. Die Dame neben uns eher weniger…

Am Samstag Abend waren wir bei einer befreundeten Familie (Familie Nicklas) zum russischen Abend eingeladen. Nein, nicht weil die Familie Nicklas russischer Abstammung sind, aber sie haben 4 Jahre in Moskau gelebt. Und so bekamen wir ein leckeres Abendessen mit, ich glaube es waren 5 Gänge serviert! Und der Gastgeber machte uns mit den russischen Bräuchen bekannt.

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Angelblich werden während des ganzen Abends Trinksprüche von allen Gästen vorgetragen und er hätte dafür das passende Getränk besorgt:

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Ähm, Getränke natürlich!

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Und während wir uns über das russische Essen freuten, machten sich die Kinder über die Bleche mit Pizza her:

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Der darauf folgende Tag war dann wieder ein bisschen gemütlicher, wir hatten ja vom Abend zuvor einiges zu verdauen.

Diese Woche standen den Kindern nur 2 Schultage bevor, da am Mittwoch Feiertag (Freedom Day) war und dann gleich mal Donnerstag bis einschließlich Montag ( 1.5. ist hier auch ein Feiertag und immer wenn ein Feiertag auf einen Sonntag fällt, ist der darauf folgende Montag ein Feiertag. ) keine Schule war.

Maxi ging Mittwoch bis Freitag Vormittag mit seinen Freunden in das Tenniscamp und alle ergatterten Urkunden! Well done!

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Am Freitag Mittag, gleich nach dem letzten Tennis-Match machten wir uns auf den Weg zur Antbear Lodge in den Drakensbergen. 5 Stunden Autofahrt einfach macht man hier schon mal für ein Wochenende! Wir fuhren bei strahlendem Sonnenschein und 25 Grad los, kamen aber erst nach Einbruch der Dunkelheit an, da Andreas bereits von der Arbeit zu uns nach Hause im Stau steckte! Naja, ein verlängertes Wochenende nutzten hier auch viele! Wir kamen aber rechtzeitig zum Abendessen und saßen gemeinsam mit der Familie einer Klassenkameradin von Johanna an einem Tisch und genossen nach dem Essen den lauwarmen Abend auf der Terrasse.

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Beim Frühstück am nächsten morgen schien die Sonne, aber es war noch ganz schön kühl. Wir beschlossen, mit zusammen mit Emilys Familie einen Ausflug zu machen und die Mädchen wollten währenddessen reiten. Leider begann es dann gleich nach dem Frühstück zu regnen und es wurde immer kälter anstatt wärmer.

Somit wurde das Reiten für die Mädchen leider gestrichen und wir fuhren in das 50 km entfernte Informationscenter, dem ein paar kleine Shops angegliedert waren und ein Cafe. Dort haben wir uns dann eine warme Suppe und Tee gekauft und die Kinder haben Taccos mit Käse überbacken gegessen. Nach einem kleinen Rundgang durch die Souvenierläden verabschiedete sich die andere Familie. Sie durfte nun nach Hause fahren. Wir fuhren zurück zur Lodge. In strömendem Regen und 10 Grad.

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Da war die Stimmung natürlich alles andere als entspannt im Auto. Deshalb sind die Fotos auch von hinten, damit man den Gesichtsausdruck nicht sieht.

Was aber ganz interessant war, war der Friedhof, an dem wir vorbeifuhren und ich ganz mutig im Regen und Eiseskälte ausgestiegen bin, um ein Foto zu machen.

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Zurück an der Lodge war das Wetter immer noch nicht besser, also

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haben sich die Kinder eine Beschäftigung im Haus gesucht.

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Andreas fand auch eine Beschäftigung. Das rettete die Stimmung ein wenig…

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denn man glaubt gar nicht, was 5 Grad wärmer ausmachen.

Dann hatte Maxi die glänzende Idee, den Wirlpool im Bad einlaufen zu lassen. Und 5 Minuten später saß er schon drin

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in der Brühe. Aber warm war es. Und es blubberte so schön.

Vor dem Abendessen spielten die Kinder und Andreas noch eine Runde Schach in der Lodge und nach dem Essen verzogen wir uns bald in unsere warmen Betten.

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Am nächsten Morgen regnete es glücklicherweise nicht mehr. Für Johanna und Maxi hatten wir einen Ausritt um die Lodge gebucht und Sebastian, Andreas und ich wollten in die nahe gelegene Höhle mit Felsenmalerei fahren. Dooferweise hatten wir gestern vergessen zu tanken und mussten nun 30 Kilometer Schotterpiste in die eine Richtung zur Tankstelle fahren, dann 60 Kilometer in die andere Richtung zu den Höhlen.

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Es war immer noch ganz schön frisch, aber in der Sonne war der einstündige Aufmarsch zur Höhle ganz angenehm.

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Vor allem bei dieser Aussicht!

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An den Höhlen angekommen informierte uns die Führerin über die verschiedenen Malereien.

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Wie sehr es die beiden interessierte, sieht man ja!

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Auf dem Rückweg war es dann schon um einiges wärmer und wir genossen die Pause in der Sonne.

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Und den Abstieg zum Bachlauf.

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Währenddessen auf der Lodge: Maxi und Johanna konnten den Ausritt leider nicht machen, da es der Besitzer vergessen hatte, uns das Haftungs-Formular unterschreiben zu lassen. Und somit durften die beiden nur eine kleine Runde im Hof drehen, aber anschließend die Pferde putzen und striegeln.

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Das Wetter besserte sich immer mehr und die Aussicht von unserem „Bankerl“ vorm Haus war beeindruckend.

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Die Kinder genossen es, nach einem Tag Regen (sind wir halt einfach nicht mehr gewöhnt!!!!), wieder draußen ihre Energie raus zu lassen.  Andere brauchten noch Energie:

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Als die Sonne nicht mehr so hoch oben am Himmelszelt stand, und es merklich kühler wurden, machten wir noch einen Rundgang über das Gelände.

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Und schwupps, war die Sonne weg und es war wieder „saukalt“. Da erinnerten wir uns an das warme Bad von Maximilian gestern Abend, aber in so eine braune Brühe wollten wir nicht steigen. Da hatte Andreas eine Idee! Wenn man ein wenig Shampoo in die Wanne gibt, schäumt es und man sieht das braune Wasser nicht. Gesagt, getan! Doch leider verschätzten wir uns mit der Menge des Shampoos und durch der Sprudel des Wirlpools tat seines dazu:

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Aber das braune Wasser war verschwunden!!!!

Nach dem Frühstück genossen wir noch den Ausblick von der Lodge und die Kinder tobten sich nochmal ein bisschen aus. Dann fuhren wir zurück nach Hause.

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Die kurze Schulwoche (Montag war ja noch frei), ging relativ schnell vorüber, da die Kinder auch mitten in der Proben-Zeit stecken, haben sie genügend, auch nach der Schule noch, zu tun.

Ich habe diese Woche eine leckere Entdeckung gemacht. Als ich über unser Mauer zum Nachbarn geschaut habe, sah ich, dass dort wunderschöne Früchte wachsen. Nein, keine Äpfel, Kirschen oder Zwetschgen! Ich glaube, die werden wir mal probieren….IMG_2361

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Auch in Johannas Tennisstunde habe ich einen Kontrollbesuch gemacht:

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Und abends machten wir es uns vor unserem Kamin gemütlich.

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Am Samstag war an der DSP „Tag der offenen Türe“ und die Kinder mussten an diesem Tag Unterricht über sich ergehen lassen. Währenddessen machten Andreas und ich einen Abstecher nach Johannesburg um Sebastians Geburtstagsgeschenk zu kaufen und über den Irene Markt zu schlendern. Am Abend waren wir dann bei Bekannten beim Abendessen eingeladen. War ein schöner Abend mit sehr leckerem Essen. (mal wieder!!!!)

Muttertag ist Muttertag. Auch hier in Südafrika am gleichen Tag. Johanna brachte mir das Frühstück ans Bett (es gibt ein Foto, dass stelle ich jetzt lieber nicht rein!!!) und tags über relaxten wir und die Kinder mussten für die Schule lernen.

Unter der darauf folgenden Woche war ganz normaler Alltag, bis auf Mittwoch. Da war ich Vormittag 3 Stunden beim Zahnarzt und nachmittags mit den 3 Kindern nochmals 1 1/2 Stunden. Am Freitag ging Johanna gleich nach der Schule mit zu einer Freundin, von der sie ganz begeistert zurückkam. Louky hat 5! Hunde!!! Und ein Kinder-Quad, mit dem sie durch den riesigen Garten gedüst sind. Da wurde Maxi und Sebi gleich ein wenig neidisch.

Aber dafür hatte Maxi am Samstag sein erstes Fußballmatch von BATFA. Wir freuten uns schon auf eine paar schöne Stunden am Sportplatz. Erstes Spiel um 10.30 Uhr, zweites um 13.30 Uhr. Und dann war Samstag morgen. 9 Uhr. Regen. 10 Grad. Und der Regen hörte den ganzen Tag nicht auf und die Temperatur stieg auch nicht merklich!

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Der südafrikanische Trainer des Gegners war da wohl härter im Nehmen als wir. Oder am nächsten Tag kränker…

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Andreas gab dann um 12.30 Uhr auf und fuhr mit Johanna, die sowieso nicht aus dem Auto ausgestiegen ist, nach Hause.

Maxi war der einzige Spieler, der mit Mütze auf dem Platz war.

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Zu Hause sprangen Maxi und ich dann gleich in die warme Badewanne.

Der Pfingstsonntag war wettertechnisch genauso grausam wie der Samstag und wir verkrochen uns unter den Decken auf der Couch. Leider war bei uns der Pfingstmontag kein Feiertag und wir hatten wieder eine 5-Tage-Schul- und Arbeitswoche vor uns. Ihr hattet eure erste Ferienwoche.

Bei uns wird es jetzt in der Nacht schon ganz schön kühl, knapp unter 10 Grad aber morgens haben wir dann jeden Tag einen wunderschönen Sonnenaufgang, den man toll von Sebastians Zimmer aus sehen kann. Der ist Sebastian aber um 6 Uhr so was von egal….

Da habe ich dann das Foto lieber von der Terrasse aus gemacht.

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Am Mittwoch hat uns dann der Postbote mal wieder etwas in die Einfahrt gelegt:

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Juhuuu! Eine Einladung!!! Aus Deutschland??? Zum Im Kleinfeld Straßenfest!!!! Hat uns wirklich sehr gefreut!

  1. Dass die Karte überhaupt angekommen ist,
  2. Dass wir eingeladen sind,
  3. Dass sich die Organisatoren (und somit die ganze Nachbarschaft) nach unserem Terminplan gerichtet haben!!!!!!!!!!

Nachmittags durfte ich wieder mit ein paar Mädchen zum Abschied-Feiern von Bärbel ins „Katy`s“ nach Joburg fahren. War wieder ganz lustig, sich um 15.30 Uhr in den Shuttle-Bus zu setzen, Sekt auf, Knabbereien raus und los geht es. Leider hatten einige Damen abgesagt und wir waren nur zu 6, war aber trotzdem lustig.

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Nach ein paar Stunden quatschen, essen, trinken, tanzen sind wir dann wieder gut und sicher um 24 Uhr in Silver Lakes angekommen.

Am Freitag nach der Schule kamen gleich 2 Freunde von Maxi mit zu uns. Kai und Lentsoe. Kai war schon öfters bei uns, Lentsoe noch nie und somit war Maxi ein wenig aufgeregt.

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Lentsoe ist (wie man sieht) Afrikaner. Seine Eltern sind beide ebenfalls Afrikaner, sprechen Englisch, Afrikaans und (ich glaube ) Zulu. Kein Wort deutsch. Lentsoe war schon im Kindergarten an der DSP und spricht einwandfreies Deutsch (na gut, hin und wieder verwechselt er die Artikel). Ich war so beeindruckt, dass ich ihn, glaube ich, die ganze Zeit nur angeschaut habe! Als abends seine Mutter ihn abholte, haben wir uns ein bisschen unterhalten. Sie erzählte mir, dass sie keinerlei Bezug zu Deutschland haben und hatten, aber der Kindergarten hatte einen guten Ruf und war relativ gut von zu Hause aus zu erreichen und somit beschlossen sie , Lentsoe dort anzumelden. RESPEKT LENTSOE.

Am nächsten Tag war wieder Samstag. Fußballsamstag. Sebi und Maxi hatten Spiele und da das Wetter wieder schöner war, konnte die Mannschaft von Maxi zu einem Gruppenfoto überredet werden.

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 Sebi ist nicht so erpicht drauf, dass seine Mama zuschaut und Fotos macht. Warum auch immer…

Nach dem Fußballspiel fuhr Sebastian mit seinem Freund mit, der außerhalb von Pretoria ein Haus in einem Game-Reserve besitzt, in dem die Familie öfters die Wochenenden verbringt. Als er am nächsten Tag nach Hause kam, sagte Sebi, dass sei das schönste Wochenende seines Lebens gewesen. Ich will gar nicht wissen, was die Jungs da alles getrieben haben. Auf dem Pickup hinten auf der Ladefläche zu stehen und über Stock und Stein zu holpern war da noch das Ungefährlichste, glaube ich.

Am Samstag Abend war ich mit Andreas das erste mal im State Theatre in Pretoria. Wir waren mal wieder mutig und sind abends in die Stadt gefahren. Das Theater liegt aber gleich in der Nähe der Autobahn und das Viertel ist auch nicht so berüchtigt. Es war wirklich sehr erlebnisreich und wir haben wieder etwas anderes von Südafrika kennengelernt. Wir parkten sicher in der Tiefgarage, die zusätzlich bewacht wurde und suchten die Kasse, an der wir die Karten hinterlegt hatten. Als wir nach dem Weg fragten, ging ein Angestellter mit uns mit. An der Kasse angekommen, waren natürlich keine Karten auf unseren Namen hinterlegt. Mist. Die Dame meinte aber, sie habe noch Karten von Gästen über, die nicht gekommen waren. Das ist ja nett, dachten wir. Als uns sie uns aber darauf hin wies, wir müssen uns beeilen, dass Stück fängt gleich an, wurden wir ein wenig stutzig. Es war kurz nach 19 Uhr und die Aufführung sollte um 20 Uhr beginnen. Als ich dann nochmal nachfragte, merkten wir, dass wir an der Kasse für eine andere Bühne waren. Dann führte uns unser Begleiter wieder zurück zum Eingang und ging dann mit uns in den anderen Teil des Theaters. Kleine Gänge hinter, Treppen rauf, Gänge entlang…. Ob wir da jemals wieder zurückfinden? Und: Führt uns der wirklich an eine Theaterkasse? Ja! An der Kasse angekommen, bekamen wir unsere Tickets und verbrachten die Zeit bis zum Aufführungsbeginn an der Bar. Wir hatten Karten für „Sophiatown“, eine Mischung aus Theater und Musical. Oder nennt man so was Singspiel? Keine Ahnung, zumindest haben sie halt geredet und gesungen. War ganz toll, leider merkten wir, dass wir immer noch weit weg sind, alles zu verstehen! Da die Pause erst um kurz von 22 Uhr begann, beschlossen wir, uns die 2. Hälfte nicht mehr anzusehen, da wir nicht mitten in der Nacht auf Pretorias Straßen unterwegs sein wollten und Johanna und Maxi zuhause alleine waren.

Am Sonntag war Winterfest der deut. kath. Gem. bei den Comboni-Brüdern (da war auch schon das Nikolausfest) und wir halfen nach dem Gottesdienst beim Getränke- und Kuchenverkauf und nachdem Andreas der Glühwein so gut schmeckte (bei 20 Grad), nahm er gleich eine Kiste mit. Über den Glühwein haben wir uns seitdem an mehreren kalten Abenden gefreut.

Nächsten Tag machte ich einen Ausflug zum Ponte Tower in Hillbrow, Johannesburg.

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Bevor wir in die Tiefgarage fahren durften, mussten wir erst noch warten, da die Müllabfuhr noch nicht fertig war. Als wir dann passieren durften, sahen wir, dass die Jungs ganze Arbeit geleistet hatten!

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Mit einer Gruppe auf ca. 15 Frauen und einem Mann machten sich 3 Guides mit uns zuerst auf den Weg durch Hillbrow, eines der berüchtigsten Stadtviertel Johannesburgs.

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Natürlich bekamen wir das zu sehen, was mach sich von solchen Vierteln erwartet.

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Aber die Menschen dort waren alle sehr freundlich, nett und wir fühlten uns zu keiner Zeit unwohl. Und auch bevor wir die Frauen gefragt haben, ob wir ein Foto von ihnen machen dürfen, hatten sie gelächelt.

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Und nach den Fotos lächelten sie noch mehr, als sie die Geldstücke, die wir ihnen als Dank gaben, in der Hand hielten.

Das Gemüse und Obst der Händler sah wirklich sehr lecker aus.

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Was ich von den Würmern, Fischen und Insekten nicht behaupten kann.

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Auch ein „Schwarzes Brett“, bzw. eine „Schwarze Mauer“ gab es.

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Nachdem wir eine große Runde um den Ponte Tower gedreht haben, gingen wir nun wieder zurück zum Tower. Bevor wir nach oben fuhren, mussten wir die Treppen bis zum Ende nach unten gehen. Da wurde es schon ein bisschen unheimlich. 20160523_120526

Unten im inneren des Turms angekommen erzählte uns der Guide, dass bevor der Turm vor einigen Jahren zwangsgeräumt und renoviert wurde, der Müll im Inneren des Turmes bis zum 13. Stock ragte. Das ist jetzt glücklicherweise nicht mehr so.

 

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Auch wurde das Innere des Turmes schon für mehrere Filme als Kulisse genutzt. Und ich bin mir sicher, es waren keine Schnulzen oder was zum Lachen!!! Die Atmosphäre hier unten ist echt gruselig und wir waren froh, dass wir, nachdem wir ca. 5 Stockwerke wieder die Treppen nach oben gewandert sind, mit dem Aufzug  in den 52 Stock fuhren. Es gibt insgesamt 8 Aufzüge, á 10 Personen. Und in dem Tower wohnen 3500 Menschen. Da kann es schon mal dauern, bis der Aufzug kommt.

Wir wurden mit einer tollen Aussicht über Johannesburg

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und einem leckeren Mittagessen belohnt. Leider war unsere Tour jetzt schon zu Ende. Noch schnell ein Foto

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und dann wollten wir aufbrechen Richtung Heimat. Da fiel den Damen ein, wir könnten doch noch einen Kaffee trinken gehen und sie schlugen das Hotel The Westcliff vor, ganz in der Nähe. Da ich nur Beifahrerin war, fügte ich mich ohne Gegenwehr.

Ganz nah ist in Südafrika dann mal eine halbe Stunde Fahrt aber endlich dort angekommen, wurden wir vom Parkplatz des Hotels mit dem Golfcart zum Restaurant des Hotels (ca. 100 m) gefahren. Da wunderte ich mich schon ein bisschen und sah dann am Eingang den „Four Seasons“- Schriftzug. Ok, da bin ich ja dann mal richtig gekleidet und die anderen Damen auch. Machte aber keinem etwas aus. Wir hatten einen tollen Platz auf der Terrasse mit einem weiten Blick über Johannesburg und genossen unsere Tasse Tee bzw. Kaffee. IMG-20160523-WA0062

Und das Kännchen Tee kostete umgerechnet 2.50 €. Das ist schon mal drin.

Aber dann war es doch soweit, dass wir und auf den Heimweg machten, denn zu Hause warteten die Kinder, die netterweise von einer anderen Mutter nach Hause gebracht wurden. Es war ja bereits 15 Uhr.

Schön langsam begannen die Vorbereitungen für Sebastians Geburtstag. Er wünschte sich, wie die letzten Jahre auch, eine Maulwurfhügel-Torte. Kein Problem. Dachte ich. Ich bekam nirgendswo gemahlene Mandeln. Na gut, dann mahle ich eben selber. Da ich aber weder eine Mühle oder Reibe, mit der man Mandeln zerkleinern kann hier besitze, mussten halt die Pflastersteine im Hinterhof herhalten.

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Und es funktionierte:

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Und auch um die Schokolade klein zu bekommen,  dauerte ewig.

Somit brauchte ich dieses Jahr ein ganzes Stück länger, bis die Torte fertig war, aber ich muss gestehen, so lecker wie dieses Jahr, war sie noch nie…

Ups, jetzt rede ich schon vom Torte essen und habe noch gar nicht von Sebastians Geburtstag geschrieben.

Also, Sebis Geburtstag: Wecken um 5.30 Uhr zur Freude aller! Und nach dem obligatorischen Geburtstagsständchen saßen wir gemeinsam am Frühstückstisch,

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Sebi blies die Kerzen auf seiner Torte aus

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und packte seine Geschenke aus.

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Dann war Schule angesagt und abends Training. Da verging der Tag wie jeder andere und auch das Wochenende nahte.

Da ich Andreas immer so vorschwärme, dass es morgens so schön sei, durch das Estate zu joggen/walken/gehen, wollte er es unbedingt auch mal erleben. So stellten wir uns am Samstag um 6 Uhr den Wecker und nach einer schnellen Tasse Tee gingen wir los.

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Und Andreas gab mir Recht. (Ist ja nicht immer der Fall!) Leider war es ein bisschen frisch, aber Dank Mütze und Schal konnten wir es trotzdem genießen.

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Zumindest bis wir auf halbem Weg und am anderen Ende von Silver Lakes waren, als wir eine WhatsApp von Sebi erhielten, dass er in 30 Minuten an der Schule sein muss. Treffpunkt Fußballspiel. Dann war der gemütliche Spaziergang vorbei und wir gingen strammen Schrittes und ein wenig genervt nach Hause, stiegen ins Auto und fuhren Sebastian zur DSP. Dort angekommen (nur 10 Minuten zu spät) waren wir alleine und nachdem wir beim Trainer nachgefragt hatten, wann und wo das Spiel sei, meinte dieser, in 3 Stunden in Glen High. Das schwenkte die Stimmung, die schon ein bisschen am kippen war, natürlich völlig um.  Da hat Sebi ein bisschen was verplant… Im nachhinein stellte sich heraus, dass der Trainer Sebi aus versehen die falschen Angaben gab und er gar nichts dafür konnte. War aber der Stimmung in diesem Moment egal!

Weil wir dann eh schon unterwegs waren, fuhren wir Semmeln holen, dann nach Hause, frühstücken und dann und fuhren los Maxi zum Fußballspiel und Sebi später auch. Und somit war dann der Samstag auch schon fast vorbei…

Am Sonntag feierte er mit seinen Freunden die ersehnte Paintball-Geburtstagsfeier.

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Gut ausgerüstet mit 500 Patronen im Schießgerät ging es los.

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Und mit einem strahlenden Lächeln kam Sebi zurück.

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Da zum Schluß tatsächlich noch ein paar Kugeln über waren, durfte Johanna, die beim Abholen mit dabei war, auch ein bisschen ballern.

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So, und dann ging es mit den Jungs zu uns nach Hause und da einige der 15-jährigen Halbstarken ein bisschen zu viel Hitze hatten, sprangen sie gleich mal in den Pool. Der hatte sicherlich nur um die 10 Grad. Aber die Jungs waren hart im Nehmen.

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Und dann ging es ab auf den Golfplatz zum…… -genau- … Fußballspielen. Unsere Nachbarn waren auch gleich mit dabei.

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Nach einer kleinen Stärkung

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spielten sie, wie bei jedem 15. Geburtstag üblich, (ha, ha, ha) eine Runde

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Und schwupps, war die Party vorbei!

Und wieder eine Woche… Und eigentlich auch schon der Monat Mai.

Da ich auch Maximilians Fortschritte beim Tennis begutachten wollte, schaute ich ihm bei seiner nächsten Tennisstunde zu und war beeindruckt.

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Am Freitag war dann die langersehnte erste Golfstunde von Maxi. Sjac, der Golflehrer spricht nur Englisch und Afrikaans aber Maxi hat das Wichtigste verstanden. Hoffentlich.

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Da diese Woche sonst nichts besonderes war, außer dass ich am Montag mit Johanna und Sebastian beim Kieferorthopäde und mit Maxi dann am Mittwoch beim Zahnarzt gesessen bin, einen Tag im Tuck-Shop an der Schule gearbeitet habe und begonnen habe diesen Beitrag zu schreiben, war auch schon das nächste Wochenende da.

Am Samstag hatten wir ein befreundetet Ehepaar zum afrikanischen Abendessen eingeladen und da ich Vor-, Haupt- und Nachspeise zubereiten wollte und alle Rezepte neu waren, verbrachte ich irgendwie den ganzen Tag in der Küche.  Mit Ausnahme einer Stunde, in der ich die Zutaten besorgte, die noch fehlten. Andreas erledigte die Fußballfahrten und Johanna half mit in der Küche. Es wurde ein schöner Abend und das Essen schmeckte sogar lecker.

Sonntag war Ökumenischer Gottesdienst an der Deutschen Schule und zum Leidwesen unserer Kinder nahmen wir daran teil. Anschließend war gemeinsames Mittagessen, zu dem jeder einen Salat fürs Buffet beisteuerte. Zusätzlich konnte man sich noch Würstchen kaufen. Glücklicherweise erhielten wir das letzte Würstchen, Unglücklicherweise war halt ein Würstchen für 5 Personen ein bisschen arg wenig. Wir überlebten es aber (ich denke ohne Schaden) und Nachmittags fuhren wir dann mit Familie Niklaus zum Kaffeetrinken, bei dem sich aber unsere Kinder lieber einen Burger und Pommes bestellten .

Am Dienstag machte Maxi mit seiner Klasse einen Ausflug zum Voortrekker Monument und noch während des Ausflugs bekam ich, Dank WhatsApp, die ersten Bilder. Und Maxi wunderte sich, als ich ihm genau sagen konnte, welches Eis er heute gegessen hatte.

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Während Maxi Spaß hatte, zitterte Johanna ganz leicht. Sie saß zu der Zeit beim Kieferorthopäden… War aber alles halb so schlimm!

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Am Mittwoch machte ich dann einen Ausflug nach Mamelodi. Das ist das Township, dass direkt an Silver Lakes angrenzt. Wir fuhren mit einem Kleinbus und der Fahrer erzählte uns mehr oder weniger interessante Fakten. Sein Lieblingssatz war: „This is Mamelodi.“ Ja, das haben wir uns schon gedacht, da wollten wir ja auch hin!!!

Als wir bei einem Straßenrestaurant hielten, konnten wir unseren Hunger mit Pap und Lebereintopf stillen. Ich hatte keinen Hunger!!

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Nach 3 Stunden Fahrt durch den mittleren und besseren Teil Mamelodis fuhren wir wieder zurück. In den brenzligen Teil wollte er anscheinenden mit 10 weißen Frauen nicht fahren.

Am Spätnachmittag ging ich dann mit Maxi noch eine Runde spazieren. Die Nachbarsgärten sind schon winterfest gemacht…

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Abends war ich dann mit ein paar Mädels, mit denen ich mich hin und wieder zum Frühstücken treffe, beim Essen. Wir gingen in ein Fischrestaurant und beschlossen dann aber gemeinsam (mehr oder weniger einstimmig), Sushi zu essen. Ich und Sushi!!! Habe ich in meinem Leben ja noch nicht gemacht. Ok, will ja keine Spielverderberin sein. Also, dann kam eine riesige Platte mit allerlei Sushi darauf und wurde in die Mitte des Tisches gestellt. Die anderen kannten von jedem Stück die genaue Bezeichnung, für mich sahen fast alle gleich aus. Und dann kam die erste Herausforderung. Nicht nur, dass ich zum ersten mal vor diesen Reisbatzen sitze. Nein! Es gab auch nur Stäbchen! Und das kann ich ja auch nicht!!! Fragt mich nicht, aber irgendwie hab ich es dann doch geschafft, einigermassen satt zu werden. Ich habe ja schon immer durchgeschnauft, wenn ich das Teil von der Mitte des Tisches auf meinem Teller zwischengeparkt hatte. Dann der zweite Akt es bis in meinen Mund zu schaffen, ohne dass ich unverhältnismäßig nah meinen Mund zum Teller brachte. Und dann kam die dritte Herausforderung! Dieses Sushistück war so groß, dass ich immer Angst hatte, mein Mund sei zu klein dafür. Hab ich mich getäuscht. Die Größe meines Mundes hatte gereicht!!! Und glücklicherweise gab es ein paar Schlückchen Weißwein dazu. Den brauchte ich nicht mit den Stäbchen zu mir zu nehmen…

Und heute ist heute. Ich sitze seit 8 Uhr morgens (mit einer kurzen Unterbrechung von ca. einer Stunde telefonieren mit Karin) an diesem Beitrag, damit er fertig wird. Und jetzt (13 Uhr) habe ich es geschafft.

Ich glaube, er es bisschen lang geworden…

Jetzt höre ich auf über die vergangen Wochen zu schreiben, denn jetzt freuen wir uns schon so auf die kommenden Wochen! In 6 Tagen fliegt der Großteil von uns schon los in unseren Urlaub nach Altdorf!!!

 

 

Auf geht’s in das Jahr 2016!

Wie die Zeit vergeht und vergeht und vergeht. Wir sind bereits schon 6 Monate in Südafrika und haben es immer noch nicht bereut…..

Das Jahr 2015 ließen wir auf einer Garten-Sylvester-Party in unserer Nachbarschaft ausklingen…

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Dann wollen wir mal sehen, was das Jahr 2016 so alles mit uns vor hat… 2015 hat uns ja teilweise ganz schön gefordert!!!!

Natürlich ist der erste Januar jetzt schon einige Zeit her und ich kann wirklich nicht mehr genau sagen, was wir an diesem Tag gemacht haben. Da wir aber nicht die ersten waren, die von der Sylvester-Party heimgegangen sind, waren unsere Aktivitäten am 1.1. sicherlich nicht sehr groß!

In der ersten Januarwoche hatten Johanna und Maximilian vormittags Tennis-Ferienprogramm und Sebastian den ganzen Tag Golf. Zu dieser Zeit war es hier bei uns so heiß, wie in den letzten 90 Jahren nicht mehr. Da waren die Kinder ganz tapfer, bei 40° Sport zu machen. Andreas und ich nutzten ein paar freie Stunden und fuhren durch die Gegend.

An einem Tag machten wir uns auf den Weg zu einer Farm, die für ihre selbst produzierten Milchprodukte warb. Die Kühe standen auf den angrenzenden Weiden und die Wiesen wurden gerade mit Bachwasser gegossen. Wir gingen ein Stück spazieren Richtung Bach und wunderten uns,

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was da so alles daher geschwommen kam.

Da kann man doch dann gleich seine Milch wie gewöhnlich im Supermarkt kaufen.

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In der zweiten Januarwoche am Mittwoch stand dann der 1. Schultag im neuen Schuljahr an.

Ach ja, davor war noch mein Geburtstag:

Gemütlich frühstückte ich mit meiner Familie morgens um 5.30 !!! Uhr (Andreas musste zur Arbeit). Als Geschenk bekam ich eine neue Kamera:

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IMG_0001Und da wir dann bereits ja um 10 Uhr schon wieder Hunger hatten, fuhr ich mit den Kindern nochmals zum Frühstücken… (mit der neuen Kamera)IMG_0040

IMG_0043Nach langem hin- und herüberlegen hatte ich mich entschieden, meinen Geburtstag doch nicht einfach so vorbeiziehen zu lassen. Richtig Geburtstag feiern wollte ich aber auch nicht, die mir alle wichtig sind, konnten ja nicht dabei sein…

So lud ich ein paar „Freundinnen“ unter dem Vorwand ein, ein Ferien-Abschluss-Gläschen zu trinken ein und netterweise kamen fast alle  mit je 1-3 Kindern auf ein „Gläschen“ vorbei!

Sebastian, Johanna und Maximilian steckten zusammen mit mir noch ein paar Spießchen:IMG_0065

Und wie es halt so ist, läuft nicht immer alles nach Plan! Schön geheim gehalten, den Kindern extra aufgetragen, nicht zu erwähnen, dass ich heute Geburtstag habe, begrüßte ich alle Gäste und als wir dann gemütlich zusammen in der Küche standen, sangen mir dann plötzlich alle ein Geburtstagsständchen!

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Ja, so wurde es dann doch eine Geburtstagsfeier und wir so oft kann ich an meinem Geburtstag ja auch nicht auf der Terrasse sitzen, ohne Skiunterwäsche!!!

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Zwei Tage nach meinem Geburtstag bekamen wir unseren ersten Besuch in Südafrika, auf den wir uns schon riesig freuten:

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Als die Kinder dann von der Schule heimkamen war nochmal Weihnachten und Geburtstag auf einmal.

Herzlichen Dank nochmal an alle, die uns etwas mitgegeben haben. Wir haben uns wirklich über alles sehr, sehr gefreut!

Eberhard war ganz froh, den grünen Pferdeputzkoffer endlich los zu sein. Das war nämlich sein Flug-Handgepäck!!!

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Das Gläschen Sekt auf die Ankunft mussten dann Mama, Eberhard und Andreas alleine trinken. Ich war beim Elternabend in der Schule. Der erste von drei innerhalb einer Woche!!

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Und damit es nicht zu eng in unserem Haus wird, flog Andreas nach Deutschland. War ganz schön hart für ihn. Von fast 40° auf -10°.

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Da es Eberhard und Mama dann doch nach einigen Tagen auf der Terrasse zu langweilig wurde, fuhren sie für 2 Nächte auf eine Safari Lodge. Mama fuhr und Eberhard unterstützte das Navi. So kamen sie gut an und auch wieder sicher zurück zu uns.

Wir lebten uns hier wieder in den Schulalltag ein und ich stellte meinen Rekord bei „Fahren zur Schule“ auf. Nein, keinen Geschwindigkeitsrekord, da muss ich noch weiterhin üben, aber den Häufigkeitsrekord. An einem Tag 5 mal zur Schule und wieder zurück und je Fahrt benötigt man, bei gutem Verkehr, 30 Minuten. (nur falls jemand wissen möchte, was ich so den ganzen Tag mache…)

Mit Eberhard und Mama besichtigten wir am Freitag Vormittag das Voortrekker Monument in Pretoria:

http://www.gauteng.net/attractions/voortrekker_monument/

Und am Samstag  machten wir uns auf den Weg nach Pilanesberg. Johanna wollte lieber bei ihren Freundinnen bleiben und so passten wir in ein Auto und fuhren um 4 Uhr morgens los. Der frühe Vogel fängt den Wurm, bzw. sieht die Tiere!!! Jetzt muss ich nur noch aussortieren, welche ich von den 400 Fotos, die ich an diesem Tag gemacht habe, hochlade….

Wir standen noch am Parkplatz vor dem Nationalpark und schon lief und ein Blue Wildbeest vor das Auge und vor die Linse:

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Nachdem wir die Gebühren für unseren Parkbesuch bezahlt hatten, ging es auch schon los. Nach einigen hundert Metern sahen wir Hyena, aber leider schafften wir es nicht, ein vorzeigbares Foto zu schießen. Dafür stellten sich die Elefanten in Pose.

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Und das Zebra wartete ganz artig bei seiner Mama. Nur der Fotograf hatte nicht alles im Blick…

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Doch plötzlich schlich ein Tier um die Zebraherde und legte sich versteckt hinter einem kleinen Gebüsch nieder: unser erster Jackal

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So, Zeit für eine kurze Pause, aussteigen, Füße vertreten, Toilettengang, Brotzeit,

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Zeit für die kleinen Tiere,

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und dann wieder rein ins Auto und weiter geht es.

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Und als wir gemütlich auf der Hippo-Aussichtsplattform saßen, hörten wir plötzlich die Alarmanlage  eines Autos gehen. Und da nur 2 Autos am Parkplatz standen, war die Wahrscheinlichkeit, dass es unseres war, sehr hoch… Sebastian war zuvor im Kofferraum eingeschlafen und wir haben ihn dann weiterschlafen lassen. Da ich aber das Auto zusperrte, als wir ausstiegen und auf die Plattform gingen, dachte ich mir schon, dass sich die Alarmanlage meldet, wenn Sebastian aufwacht und sich im Auto bewegt. Also bin ich dann mal los Richtung Parkplatz und hatte Recht mit meiner Vermutung. Am Parkplatz angekommen redete mich dann der Fahrer des 2. Wagens an, ob wir nicht auch Deutsche seien. Woher er das nur erkannt hat?!?!? Zumindest verriet er uns, dass er gerade 4 Geparden einen Kilometer entfernt von hier auf einer Sandbank liegen hätte sehen. Vielleicht sind sie ja noch da…. Also sprangen wir ins Auto und machten uns ganz aufgedreht auf die Suche….

Und plötzlich sahen wir tatsächlich links im Gebüsch 2 Geparden, die gerade ihre Beute gerissen hatten und sich ein Plätzchen zum Verzehren suchten:

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 So, Plätzchen gefunden! Mahlzeit!IMG_0819

Als wir ganz vertieft den beiden Geparden zusahen, bemerkten wir im Augenwinkel, ein paar Meter weiter, Bewegungen im Gelände. Hier machten sich tatsächlich, direkt vor unseren Augen, die anderen beiden Geparden gerade auf die Jagd nach ihrem Nachmittagssnack:IMG_0829Die beiden hatten aber allerdings noch nicht so wirklich Hunger, oder auch einfach nur Lust zum Spielen, zumindest Jagden sie das kleine Impala immer wieder hin und her, stellten sich neben es, als wären sie seine Leibwächter IMG_0826und dann war es dann doch so weit:

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Ja, wir haben euch beobachtet!!!!!!!!IMG_0841

Ihr könnt euch sicherlich vorstellten, wie aufregend die letzten 15 Minuten für Sebastian und Maximian in unserem Auto waren. Wenn nicht, fragt einfach mal Eberhard, der erinnert sich sicherlich genau dran…!

So, jetzt erst mal durchschnaufen und das Gesehene verarbeiten. Das war vielleicht eine Action mitten noch am Nachmittag, wo man nichts besonderes mehr erwartet und wir ja eigentlich auf dem Weg in Richtung Ausgang waren.

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Die Giraffe, die wir bei unserem ersten Besuch in Pilanesberg am 23.10.2015 tot am Straßenrand lagen sahen, liegt immer noch an selber Stelle:

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So, und jetzt aber ab Richtung Ausgang, noch die letzte kleine Scheife ausfahren und dann sind wir gleich am Gate. Wie fast immer, fuhren wir das nahegelegene Wasserloch noch an, um, wie fast immer, eine ausgetrocknete Pfütze ohne Tiere zu sehen. Dieses mal hatten wir doch noch Glück:

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Mei, süß der Elefant, wie er sich so mit dem Wasser nass spritzt, trinkt und gemütlich am Wasser entlang spaziert. So, genug gesehen, ab nach Hause. Auf dem kürzersten Weg, über die einspurige Brücke rüber und dann sind wir gleich am Ausgang.

Ähm, ok –IMG_0940da war noch ein anderer Elefant unterwegs, der gerade die Böschung hoch Richtung unser Auto stapfte! Dann doch mal schnell den Rückwärtsgang rein –

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Ups, da kam auch der erste  von seinem Wasserbad die Böschung hoch.

Auto wenden in drei Zügen und – weg -!!!

Wir und Elefanten…… eine Haßliebe…..

Dann mussten wir die ganze Schleife, die wir gefahren sind, wieder zurück, da wir ja nicht an den Elefanten vorbeikamen und waren dann glücklich, als wir dem Ausgang nahe waren.

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Da Lob ich mir die süße Warthog Familie, die brav am Straßenrand graste und uns nicht einmal beachtete.

So, Ausgang, raus. Noch schnell an die Tankstelle und dann ab die 170 km nach Hause.

Schnell?!!?! In Südafrika?!?!! Geht, wenn es soll, sowieso nicht!!!

Meine Tankkarte funktionierte nicht und nach dem gefühlten 100 Versuch wechselten wir die Karte und nach geschlagenen 45 Minuten waren wir dann doch schon mit dem Tanken fertig.

Zuhause angekommen um 18.30 Uhr (zur Erinnerung, wir fuhren um 4 Uhr los), machten wir uns auf den Weg zum Restaurant am Golfplatz mit einem riesigen Hunger und einem großen Weindurst!!!

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Am nächsten morgen kam Andreas wieder aus Deutschland zurück und wir verbrachten einen gemütlichen Sonntag zu Hause.

Die darauf folgende Woche verflog  durch den Alltag und auf die Vorfreude des bevorstehenden Wochenendes. Am Freitag nach der Schule fuhren Maxi, Oma, Eberhard und ich schon mal vor auf die Komati Gorge Lodge. Sebi und Johanna kamen mit Andreas nach, sobald er von der Arbeit nach Hause kam.

Die 2 Stunden Fahrt Richtung Osten auf der Autobahn und Landstraße brachten wir gekonnt hinter uns, doch dann mussten wir in eine Seitenstraße abbiegen. Dieser war natürlich nicht geteert und schlängelte sich in die bergige Landschaft hinein. Kilometer für Kilometer links und rechts nur Weidezäune und Wiesen. Nach einigen Kilometern passierten wir dann die Sicherheitskontrolle am Eingangstor der Lodge und dann ging es nochmals Kilometerweit einsam durch Südafrika. Links und rechts ein paar Tiere, nun sogar auch hi und dort einige Häuser. Dann waren wir auf der Bergkuppe, vor uns nur Wiesen, Berge, Fluß. Die Straße ging nun plötzlich (gepflastert) steil nach unten und als wir am Fuße ankamen, standen wir mitten in einem kleinen Paradies. IMG_1557

 

Und als dann die ersten Fotos alle geschossen waren, IMG_1063

heizten wir den Grill an und warteten auf das zweite Auto. Und warteten. Und warteten….

Als sie dann den Berghügel hinabgefahren kamen, erfuhren wir, dass sie eine kleine Pause zuerst an der „Tanke“ und dann bei einer Polizeikontrolle eingelegt hatten. Nach dem leckeren Braai machten wir ein gemütliches Lagerfeuer und genossen die warme und stille Nacht unter einem Meer von Sternen.

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Der Morgen begrüßte uns freundlich und nach einem reichhaltigen Frühstück machten wir uns auf zu unserem ersten Abenteuer.

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Ein Abendteuer war es für Andreas, Sebastian, Maximilian und mich. Für Eberhard und Oma eigentlich auch, aber sie mussten ja „nur“ zusehen! Und für Johanna?!?! Für die war es purer Spaß:

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Ein Ausritt auf Pferden, jeder alleine auf einem, ohne Leine, durch die Wildnis!!!

Die erste Herausforderung war schon mal das Aufsteigen auf den Gaul. Das ist nun der Vorteil, wenn man die Fotos, die man einstellt, selber aussucht. Ihr werdet das Foto, wie ich elegant auf mein Pferd aufgesprungen bin, leider nie zu Gesicht bekommen. Fairerweise stelle ich die der andern 4 Personen auch nicht ein….

So, erste Hürde geschafft. Alle sitzen drauf, Gatter geht auf und alle Pferde traben gemütlich hinaus. Alle?!? Nein, eines wollte nicht. Ganz und gar nicht.

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Dann stieg der Führer wieder von seinem Pferd ab und versuchte mit allen Tricks, Sebis Pferd aus dem Gehege zu locken. Selbst die Pferde, die nicht mit ritten, waren schon draußen.

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So, doch noch geschafft. Eigentlich war jetzt schon eine Stunde vergangen, seit dem wir pünktlich um 10 Uhr am Reitplatz waren… Dabei hatten wir ja insgesamt nur 1 Stunde gebucht. ..

Los geht´s!

Bitte beachtet die Reihenfolge beim Start und beim Ziel:

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Den Sieger der Eltern sieht man eindeutig!

Der Gewinner der Kinder war:

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Puh, das war anstrengend, und aufregend! Jetzt brauchen wir alle eine Pause! (Bis auf Johanna, die ist gleich im Anschluß nochmal mit der nächsten Gruppe mitgegangen!)

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Nach einer kurzen Stärkung machten wir uns auf zu unserem Nachmittagsevent. Dieses mal blieb nur Oma als Fotografin zurück.

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Quadfahren war jetzt angesagt.  Alles ganz einfach, sagte der Guide und haute uns dann x-Regeln um die Ohren, die wichtig sind und die wir unbedingt beachten müssen. Zum Starten hier drücken, dann dort Schalter nach oben aber nur wenn der Fuß an dieser Stelle ist nicht gleichzeitig, sondern nacheinander und nicht zu leicht drücken……..

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So, als er mit der Einweisung fertig war, wusste ich schon nicht mehr wie dieses Ding zu starten ging!!!

Klappte dann aber doch irgendwie und ganz entspannt ging die Fahrt los…

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Gleich mal den Berg hoch, kein Problem, war ja gepflastert und Gas geben ist dann doch relativ einfach.

Ein wenig anspruchsvoller wurde es dann, als wir von der Straße abfuhren, rauf auf die Wiese.

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Aber es machte riesig Spaß und es schüttelte uns ganz schön durch.

Nach 20 Minuten Fahrt ist man ja schon fast Profi, da macht so eine kleine Steigung im Gelände nichts aus, auch wenn der Untergrund ein wenig ebener sein hätte könnten und die riesen Furchen und Steine im Weg hätten auch nicht sein müssen.  Dann wäre ich nämlich sicherlich nicht vom Weg abgekommen und im Gebüsch gelandet. SICHERLICH!

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Das Highlight der ganzen Tour war die Fahrt durch den Fluß:

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Nein, wir halten die Kamera nicht schief. Des war wirklich so steil!

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Am Ende der Tour waren wir schon fast Profis im Quad fahren, da war selbst das rückwärts einparken kein Problem mehr.

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Während wir auf Tour waren, zog eine Affenbande an unserem Haus vorbei. Aber Oma hatte jederzeit alles unter Kontrolle!

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So, alle einmal lächeln und

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 dann ab in das kühle Naß!

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Nach einem gemütlichen Grillabend ließen wir den Tag mit ein paar Cocktails aus der Bar am Lagerfeuer ausklingen…

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Und durch Zufall habe ich dann beim Rumspielen mit meiner neuen Kamera, die mich immer noch ein wenig überfordert, ein Tier im Nachthimmel fotografiert:

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Am Sonntag morgen ging Johanna ihrer Lieblingsbeschäftigung nach, diesmal ohne Handikap „Familie“!

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Und wir machten uns ans Koffer packen, denn der Heimweg stand uns bevor.  Wehmütig blickten wir auf ein wirklich traumhaftes Wochende zurück!

Unterwegs machten wir Halt am Nan Hua Buddhist Temple in Bronkhorstspruit.

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Am Dienstag ging dann leider für Oma und Eberhard der Flieger zurück nach Deutschland und wir hatten wieder genug zu tun mit Schule und Alltag.

Am Samstag hatten die Kinder einen der 4 Sportsamstage in diesem Jahr. Dieses mal war Schwimmen angesagt. Mit sehr wenig Begeisterung stiegen unsere Kinder um 6 Uhr morgens aus dem Bett und mit der gleichen Begeisterung (bis mit Ausnahme von Maxi) sprangen sie dann ins Becken.

Die darauf folgende Woche plante ich unseren Namibia-Urlaub. War gar nicht so einfach. Mal sehen, was das wird….

Ich habe noch gar nicht erwähnt, dass wir seit Oktober ein Problem mit unserem Pool haben. (Ja, ich weiß schon: dass sind Probleme….)

Zumindest verliert der die ganze Zeit Wasser, wurde schon 2x geflickt und jetzt wurde er dann endlich neu mit Fiberglas verkleidet.

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Hoffentlich ist er jetzt dicht!

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Maximilian hatte sein erstes Fußball-Spiel mit der Schulmannschaft an einer andern Schule in Pretoria. Und ich konnte nicht mit, hatte schon seit langem meinen überfälligen Impftermin beim Arzt ausgemacht!!!!!!!!!

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Am Wochenende erlebten wir den ersten Abschied hier in Südafrika. Eine Arbeitskollegin von Andreas ging mit Mann und ihrem 2-jährigen Sohn zurück nach Deutschland. Natürlich nicht ohne gebührend Abschied zu feiern. Wir verbrachten einen schönen, gemütlichen Vormittag unter schattigen Bäumen auf einer kleinen Farm mit Blick auf Pferdekoppeln und genossen die kühlen Getränke.

Am Nebentisch wurde eine Baby-Shower-Party gefeiert. Das ist hier in Südafrika ein sehr wichtiger Bestandteil der Schwangerschaft! Es hatten sich zwei werdende Mama´s zusammengetan, luden 30 Frauen ein, die sich dann in einen großen Stuhlkreis setzten und jede übergab ganz feierlich ein Geschenk für Baby/Mama…

Das einzige, was mir daran gefallen hat, war die Tischdeko:

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Am Sonntag machten wir dann mal wieder einen Sightseeing-Ausflug nach Johannesburg. Unser erstes Ziel war der Markt on Main. Auf dem Weg dorthin durchfuhren wir Gebiete, in denen wir nicht ausgestiegen wären und Sebastian hielt uns für verrückt, hier überhaupt durchzufahren, geschweige denn, auch nur in der Nähe auszusteigen. Mit Engelszungen… (NEIN, wer uns kennt, weiß wie wir Sebastian aus dem Auto gebracht haben!!)

Also, am Markt angekommen, parkten wir unser Auto am Straßenrand unter Aufsicht einer der vielen Parkwächter und gingen um die Ecke in das Marktgebäude. Ohne dass uns etwas passiert ist…

Auf dem Markt gab es verschiedene Stände mit Essen aus unterschiedlichen ländertypischen Gerichten und im Obergeschoss südafrikanische Handwerkskunst.

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Um das Marktgebäude herum gab es einige nette Bars und Cafes mit individueller Bestuhlung:

 

 

 

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Unter den Augen der Security, die hier an jeder Ecke stand, gingen wir zurück zu unserm Auto um zum Carlton Tower zu fahren. Dort angekommen, parkten wir unser Auto direkt vor dem Gebäude (warum auch nicht, wenn schon mal ein Parkplatz frei ist…) und fuhren mit dem Lift in den 50. Stock.  Von hier aus hat man einen tollen Überblick über Johannesburg:

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 NORD (Aufkleber fehlte am Fenster!):

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Nachdem wir noch kurz durch das Einkaufszentrum (in dem wir die einzigen Weißen waren) geschlendert sind, wollten die Kinder unbedingt wieder nach Hause. Also besuchten wir das Cafe, in dem Nelson Mandela früher, als er Anwalt war, zu Mittag gegessen hatte, nicht mehr und fuhren nach Hause…

Als ich am nächsten Tag meiner Englisch-Lehrerin (sie ist deutschstaemmig und wohnt schon seit Geburt in Südafrika) erzählt habe, dass wir gestern in Johannesburg waren, fragte sie, was wir dort erledigen mussten. Ich sagte: Nichts, wir machten einen Ausflug. Ganz erstaunt sagte sie, dass sie nie freiwillig ohne triftigen Grund nach Johannesburg fahren würde. Ich erzählte ihr dann, dass wir auch am Carlton Tower waren. Sie schaute und fragte ganz zweifelnd, dass wir doch dort sicher nicht ausgestiegen sind, oder?!?!? Als ich die Frage dann mit ja beantwortete, sagte sie, wir seien verrückt. Kein weißer Südafrikaner fährt, außer er muss, dort hin. Naja, wir sind halt dann doch Touristen und sehen es mit anderen Augen. (Oder wir sehen halt auch nicht alles….)

Auf den Straßen Südafrikas: (was fehlt hier?)

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Regenschirme als Sonnenschutz:

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Am Sonntag Nachmittag machten Maximilian, Andreas und ich einen kurzen Ausflug an den Hartbeesport Damm.

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Sieht nicht nach Südafrika aus, ich weiß…

Dann folgte eine Woche, über die es nicht viel zu berichten gibt, bzw. ich mich nicht an jeden einzelnen Tag genau erinnern kann… Ich hatte mit einen Virus und eine Blasenentzündung eingefangen und lag 3 Tage ganz flach und erholte mich erst nach der 2. Aufbauspritze. Aber nach 4 Arztbesuchen innerhalb 5 Tagen war ich wieder relativ fit.

Musste ich ja auch, wir bekamen 2 Übernachtungsgäste von der Olympiade der deutschen Schulen südliches Afrika. Zwei ganz nette (und zur Freude unserer beiden Jungs auch hübsche!!)16jährige Mädchen aus Kapstadt verbrachten die nächsten Tage an der Deutschen Schule und bei uns.

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Und erfolgreich waren sie auch. Frieda nahm 2 Medaillen und Savanna 6 Medaillen mit nach Hause…

Am Sonntag Nachmittag war Wettkampffrei und Andreas fuhr mit unseren Kids und Savanna (Frieda war verletzt) nach Johannesburg zum „bouncen“. Dort wollten sie sich mit 5 anderen Familien und insgesamt 27 Kindern treffen, um Trampolin zu springen. Ich hatte von einer Mama die Namen der beiden Straßen, an deren Kreuzung die Halle steht bekommen und gab sie schon mal ins Navi ein. Leider kamen die Mädels erst später als gedacht vom Wettkampf zurück und somit pressierte es, dass sie pünktlich zur reservierten Zeit auch an der Anlage sind. 50 Minuten Fahrt war eingeplant, das wäre zu schaffen gewesen….

Um 15 Uhr war für eine Stunde reserviert, um 14.55 Uhr ruft Andreas an, er fuhr schon einige Male über die Kreuzung aber keine Fun-Halle war in Sichtweite. Kann ja nicht sein, hab ja die Kreuzung genau eingegeben! Ich kontrollierte via Internet nochmals die Schreibweise der Straßennahmen, alles ok. Ich ließ Andreas nochmals weitersuchen, nach 5 Minuten kam der nächste Anruf, die Halle sei da tatsächlich nicht. Ok, dann hab ich bei Google Maps mal ein wenig näher nachgesehen und festgestellt, dass es die Kreuzung mit den beiden Straßennamen tatsächlich 2 x gibt, da die eine Straße eine Schleife macht. Leider lagen die Kreuzungen 15 km auseinander. Als wir das merkten, fuhr Andreas zu der anderen Kreuzung und wie es so der Zufall will, kam er in eine Polizeikontrolle. Der Polizist war natürlich ein wenig skeptisch und sagte Andreas auch immer, er glaube ihm die Geschichte nicht, warum er mit 4 Kindern im Auto immer die Straße auf und ab fährt….

Nach 20 Minuten ließ der Polizist Andreas dann doch fahren, der dann auf direktem Weg wieder nach Hause fuhr! Ähm, seine Laune beschreibe ich jetzt nicht…. Und auch nicht die der Kinder…..

Was haben wir daraus gelernt? In Südafrika fährt man nur nach Koordinaten!!!

Am Dienstag habe ich von  9 Uhr bis 15 Uhr im Kiosk an der Schule gearbeitet, fuhr dann von der Schule mit den Olympiamädchen zum Einkaufszentrum, holten dann Sebastian von der Schule, fuhren nach Hause und nach 15 Minuten wieder zur Schule, da die Abschlussveranstaltung der Olympiade war, bei der ich wieder im Tuck-Shop (Kiosk) gearbeitet habe. Nachdem wir gegen 22.30 Uhr heim sind, wollten die Mädels noch auf die After-Abschluß-Party. Ok, bis 24 Uhr, dann ist aber Schluss. Pünktlich um 0.45 Uhr !!!!! waren sie zu Hause und ich konnte ins Bett.  (In der Zeit habe ich schon mal mit dem Bericht begonnen!) So, nächsten Tag war Abfahrt von den Olympiamädels um 5.45 Uhr. Sie wollten, dass ich sie um 5 Uhr wecke. Die einzige, die um 5 Uhr aufgestanden bin, war ich. Die Mädels quälten sich um 5.25 aus dem Bett…

Puh, das ganze wäre vielleicht nicht so schlimm (zur Info, normalerweise schlafe ich von 22 Uhr bis 5.30 Uhr!!!), wäre nicht am diesem Tag meine After-work-party-Ausflug von 16 Uhr bis 24 Uhr nach Johannesburg gewesen…

Ging aber trotzdem. Um 16 Uhr fuhren 9 Mädels mit Sekt und Chips bewaffnet mit dem Transfer-Bus nach Johannesburg, tanzten, lachten, ratschen und tranken bis 23 Uhr im Katy´s und fuhren dann wieder glücklich und mit vielen Erlebnissen zurück nach Hause. (Mehr kann ich und will ich darüber nicht berichten…. kicher, kicher).

Fragt aber bitte nicht, wie wir Mama´s am nächsten morgenum 7 Uhr am Schulparkplatz ausgesehen haben. Bei den meisten sah man es auch noch mittags. Und am Nachmittag irrten einige ziemlich planlos durch den Elternsprechtag an der Schule. Aber wenn man einer über den weg lief, die gestern dabei war, huschte jeder ein Lächeln über das Gesicht!

So, heute ist der letzte Schultag vor den Ferien. Bei uns und bei euch.

Ich wünsche allen, von Herzen, eine schöne Ferienzeit und ein tolles Osterfest.

Und ganz, ganz riesig freuen wir uns über den Besuch, der am Sonntag von Regensburg für 2 Wochen eintrifft!!!!!!!

 

 

 

 

Urlaub in Südafrika

So, auf geht´s in unseren ersten Südafrika-Urlaub:

Abfahrt: Sonntag, 13.12.2015 um 4 Uhr

Der alte Trick, früh los zu fahren, damit die Kinder im Auto weiterschlafen, funktioniert auch in Südafrika:

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Unsere erste Etappe von Pretoria in den Hluhluwe-Imfolozi National Park (ca. 600 km) führte uns in den Osten Südafrikas. Immer die Augen auf der Straße oder am Straßenrand:

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Unsere Unterkunft lag mitten im National Park und auf dem Weg dorthin,  gleich nach dem Parkeingang  Memorial Gate sahen wir eine große Herde. Leider nur von hinten…

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Wir machten erstmal Picknick an unserer Logde, zusammen mit Nyalas.

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Leider verschlechterte sich das Wetter und Nachmittags hatten wir dann leichten Regen. Ja, auch das gibt es in Südafrika. Und wir hatten das Glück, dass der Regen, auf den ganz Südafrika seit 3 Monaten wartet, jetzt unseren Urlaub begleiten wird!

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Der Hluhluwe-Imfolozi ist der älteste Wildpark ganz Afrikas und weltweit leben hier die meisten Nashörner. Fast 2000 Tiere auf nur 960qkm.

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Vorsicht im Straßenverkehr, Tiere haben hier Vorfahrt!!!

Maximilian und Sebastian sprangen trotz schlechtem Wetter gleich in den Pool und anschließend ruhten wir uns kurz in unserer Lodge aus. Wir hatten sogar einen Fernseher! Wetterfest gekleidet machten wir einen kleinen Spaziergang durch das eingezäunte Gelände mit Ziel Main Lodge zum Abendessen.

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Am nächsten Morgen machten wir uns auf, den Park zu erkunden. Wir hatten viel Glück, sahen Grünmeerkatzen (Affen), Kudus, Giraffen, Nyalas, Tschkma Paviane,  Nashörner, Zebras, Riedböcke, Warzenschweine und einige Kaffernbüffel.

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auch kleine Tiere sah man am Straßenrand
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und natürlich Große

Und ein ganz Großer kam uns und einigen anderen auf der Straße entgegen. Da hatten alle ganz schnell ihren Rückwärtsgang eingelegt…

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Wir hatten auch das Glück, ein Rudel Wildhunde zu sehen.

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Zusammen mit einigen Geiern schlichen sie um ein Gebüsch…

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Leider erfuhren wir nicht, das hinter dem Gebüsch lag. Eventuell ein Löwe mit seiner Beute???

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Ein bisschen forderten wir auch unser 4×4-Auto heraus. Andreas und unser X3 meisterten jede „Unebenheit“ im Gelände!

Und dann freuet wir uns riesig, dass wir in einem kleinen Tal eine sehr große Herde mit ca. 30 Elefanten antrafen. Da es bereits auch hier extra Hluluwe-Nationalpark-whats-app Gruppen gibt, bei der man sich aufnehmen lassen kann und somit immer mitgeteilt bekommt, wo welche Tiere anzutreffen sind, waren wir bald nicht mehr alleine mit der Herde. (P.S. Wir waren nicht in der Gruppe).

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So, also vor uns Autos, hinter uns Autos und rund um uns herum Elefanten jeder Größe!

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Und dann wurde uns doch ein bisschen mulmig. Was ist, wenn so ein Elefant Panik bekommt? Hinter uns drehten schon einige Autos um und wir wollten auch die Gefahrenzone verlassen. Da kamen plötzlich aus dem Dickicht hinter uns 2 Elefanten, stattliche Elefanten. Wir „versteckten“ uns hinter einem Baum, der in der Mitte einer Kreuzung stand und warteten. Fuß zum Tritt auf das Gas bereit. Plötzlich begann einer der Elefanten zu laufen, und die können laufen! Mit lautem Trompeten lief er an unserem Auto vorbei, ignorierte uns. Puh, durchschnaufen.

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Doch dann kam der 2. aus dem Gestrüpp hervor, aufgeregt und wahrscheinlich unsicher, warum sein Artgenosse es plötzlich so eilig hatte. Dann entdeckte er uns und uns wurde ganz anders. Der Baum zwischen uns wäre nicht wirklich ein Hindernis für den Bullen! Er fixierte uns und wir ihn. „Gott sei Dank“ musste keiner dringend auf die Toilette, das hätte sich jetzt erledigt gehabt!

Trompetend, mit wedelnden Ohren kam er immer näher auf uns zu und es waren sicherlich nicht mehr als 3 Meter zwischen uns, als er sich dann doch entschied, lieber seiner Herde nachzulaufen, als mit dem kleinen weißen Autos mit den 5 kleinen Menschen, die so große Augen haben, zu spielen….

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So, nach dieser Aufregung haben wir uns erstmal wieder einmal beruhigen müssen und sahen währenddessen dem Wildschwein beim suhlen zu:

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und den Affen beim entlausen:

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Vom Hluhluwe fuhren wir weiter nach St. Lucia direkt am Meer. Nachdem wir unsere Unterkunft gleich gefunden hatten, machten wir uns auf den Weg, das Meer zu sehen. Kamen dann aber nur bis zum See in St. Lucia… 20151215_172038

Nach dem frühen Abendessen machten wir einen kleinen Spaziergang durch den Ort. Es war ja noch hell, da brauchten wir die Hinweisschilder noch nicht so ernst nehmen:

Natürlich fuhren wir dann spät abends (so gegen 20 Uhr) nochmal mit unserem Auto von unserer Unterkunft los in Richtung See, wo angeblich die Hippos abends an Land kommen und das Gras auf den Grünanlagen fressen. Wer es glaubt….

Doch dann bewegte sich tatsächlich etwas im Gebüsch und bei genauerem Hinsehen entdeckten wir 2 Hippos beim Abendspaziergang. Ganz erschrocken, dass die tatsächlich hier herumliefen und mit dem Hintergedanken, dass (angeblich) in Südafrika die meisten Menschen von Flußpferden und nicht von Löwen oder Leoparden getötet werden, machten wir einen Rückzug. Ich war zwar der Meinung, unser X3 wäre eine sichere Burg, aber angeblich sind manche Flußpferde schwerer als unser Auto!!!!

Wir haben dann aber schon ein wenig geschmunzelt, als wir sahen, dass ein Gartentor eines Einfamilienhauses offen stand (sehr ungewöhnlich!!!) und das Hippo gemütlich in den Vorgarten wackelte. Aber anscheinend sind die Bewohner sehr relaxt (oder saudumm!!!)

Am nächsten morgen machten wir uns auf in den Isimangaliso Wetland Park! Dieser wurde 1999 in die Liste der Weltnaturerbe der UNESCO aufgenommen.

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Durch eine tolle Landschaft kamen wir dann in Cape Vidal an, ein traumhafter Strand:

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Leider zogen gleich nach Ankunft ein paar Wolken auf, aber selbst diese waren toll zu beobachten.

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Am Abend machten wir es uns im urigen Yacht-Club-Restaurant gemütlich. Leckeres Essen und Trinken nach so einem anstrengenden Tag am Meer ist schon sehr, sehr wichtig!

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Am nächsten morgen besichtigten wir ein kleines Nachbardorf von St. Luia und kauften uns im Supermarkt ein kühles Getränk. Der Junge vor uns an der Kasse kaufte 1 Ei…..

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Und da wir bis jetzt noch keine Krokodile gesehen hatten, haben wir den Krokodilpark besucht und bekamen Krokodile ohne Ende zu sehen.

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Und wir beobachteten die Canabisweber beim Nestbau:

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Dann machten wir uns wieder auf an den Strand, diesmal an den öffenltichen in St. Lucia und die Kinder hatten riesigen Spaß in den hohen Wellen und die Jungs „quatschten“ mit Einheimischen.

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Am frühen Nachmittag buchten wir eine Bootstour auf dem St. Lucia See zum Nilpferde beobachten. Nachdem wir alle grantig auf das Boot gestiegen sind (irgendjemand von uns 5 hatte den Picknickkorb bei unserer Unterkunft stehen lassen!!!!), besserte sich unsere Laune bald mit den ersten Hippos.

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Leider ging unsere Tour am nächsten Tag weiter Richtung Durban. Natürlich nicht, ohne dass wir zuvor nochmals bei der „Banana Box“ eingekauft haben! Die „Banana-Box“ ist das, was der Pistontik vielleicht einmal werden möchte…. Aber da muss der Pistotnik noch ganz viel dran arbeiten! In der „Box“ gibt es alles, wirklich alles, was man irgendwie, irgendwann, irgendwo braucht. Und das auf kleinstem Raum. Über Zahnbürste, Eier, Spielwaren, Angelruten, Poolreiniger, Fleisch,  Schrauben, Backpulver, Ventilatoren, Cola, Gartenstühle, Toastbrot, Steinschleuder, Mehl….. Unglaublich! Die qm vom Pistotnik und der Banana-Box sind aber gleich!

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Und dann fuhren wir ca. 240 km südlich nach Durban. An atemberaubenden Stränden vorbei. Menschenleer!!!

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DURBAN!!! …. wo die schwarzen Südafrikaner Urlaub machen!!!

Welcome to real life!!!

Schon alleine das Einchecken in unserem Hotel dauerte 1 1/2 Stunden. Leider war nur eines unserer beiden Zimmer schon bezugsfertig, beim zweiten waren noch 11!!!! Personen eingecheckt, die aber das Zimmer schon vor 2 Stunden verlassen hätten müssen. 11 Personen???? In einem Zimmer für 4 Personen???? Nein danke!!! Das bekommen die ja in 2 Tagen nicht richtig sauber. Und da wir auch kein Zimmer im 1. Stock wollten (wer möchte das schon, wenn man Meerblick hat!), schickte sie uns nach 1 1/2 Stunden weg, da auch die Zimmer im 5. Stock, denen wir dann zugestimmt haben, auch noch nicht gereinigt waren.

Ok, machen wir halt einen schönen Strandspaziergang und kommen in 2 Stunden wieder.

Die Zufahrt zum Hotel war an der Landseite und durch die Rezeption gelang man an die Strandpromenade.

Ich schreib jetzt mal nix dazu, schaut einfach mal selber:

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Genau nach 2 Stunden waren wir wieder bei der netten Dame an der Rezeption und erhielten dann auch gleich umgehend (ca. 30 Minuten) den Schlüssel für unsere beiden Zimmer. Die Zimmer waren wirklich toll.

Und der Ausblick:

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Die Kinder entschieden sich dann gleich, den Pool auszuprobieren. Im 30 Stock. Von hier ist der Ausblick ein wenig anders:

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Das Schwimmen ist nur in abgegrenzen Gebieten erlaubt, deshalb die Ansammlung von Menschen an bestimmten Abschnitten.

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Leider waren die Kinder vom Pool nicht begeistert:

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Zum Abendessen gingen wir dann in ein kleines Restaurant in der Nähe unseres Hotels. Nachdem wir erst mal ein Bier bestellt hatten, und uns der Kellner etwas verdutzt angesehen hatte, bemerkten wir, dass wir in einem Halal-Restaurant sitzen und das alkoholfreie Bier schmeckte gräßlich! Leider war das indische Essen dann so scharf, dass wir doch tatsächlich noch andere alkoholfreie Getränke bestellen mussten!

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Der Besitzer war sehr freundlich und machte dann noch ein Foto von uns. Sebastian sieht man die Begeisterung über das Essen noch an…

Da es schon langsam dämmerte, machten wir uns auf den Heimweg, vorbei an der Polizeistation:

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(die Reifen hatte wohl jemand dringend benötigt)

Da uns der Hotelmanager beim Frühstück darauf aufmerksam machte, dass ab Montag ( 21. Dezember) noch viel mehr Besucher in der Stadt erwartet werden, wie eh schon hier sind, beschlossen wir bereits heute unseren Ausflug zu UShaka Marine World und Sea World zu machen. Hier gibt es es ein tolles Aquarium, dass in einen Schiffsrumpf gebaut wurde und eine tolle Tierschau mit Delphinen und Robben. Nebenan ist ein großes Rutschenparadies. Wir hatten Glück und es waren tatsächlich nicht allzu lange Schlangen an den Rutschen und bei den Shows bekam man auch den Platz, den man wollte.

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Die schwarzen Südafrikanerinnen baden gerne mit Duschhauben:

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Als wir ganz geschafft im Hotel ankamen, konnten wir die Kinder nicht mehr überreden, zum Essen das Hotel zu verlassen. Wir entschieden uns, in der Nähe eine Pizza zu holen und gingen früh abends den Strand Richtung Pizza-Bude. Von unserem Hotelsteg aus hatten wir einen tollen Blick auf das Moses-Mahiha-Stadion in Durban.

Für unsere Fußballfans:

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Die Deutsche Nationalmannschaft spielte hier bei der Weltmeisterschaft 2010 zwei Spiele:

Deutschland gegen Australien 4:0

Deutschland gegen Spanien 0:1

 

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Die geht sogar mit Badehaube nach Hause!

Und so sieht es dann abends am öffentlichen Pool aus:

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Am Sonntag morgen fuhren wir nach Mariann Hill um dort einer Klosterschwester ein Paket der Gemeidereferentin der Kath. Kirche Pretoria zu überbringen. Auf dem Weg dorthin kamen wir am „neuen Deutschland“ vorbei:

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Da das Wetter nicht so toll war (es regnete mal wieder) ,verbrachten wir einige Stunden im Einkaufszentrum.

Am nächsten Morgen besuchten wir zu dritt das Natural Science Museum. Johanna und Maximilian haben die Kinderbetreuung im Hotel entdeckt und wollten unbedingt dorthin.

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Mittags holten wir Johanna und Maximilian von der Kinderbetreuung ab und fuhren zusammen in den Vogelpark. Schöne Vögel und eine nett gestaltete Tierschau bereiteten uns einen gemütlichen Nachmittag in Durban.

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Im Anschluss fuhren wir auf das Hafengelände von Durban. Hier gerieten wir das erste mal in Südafrika in eine Polizeikontrolle. Wir waren uns Anfangs nicht sicher, ob sie uns vielleicht aufhielten, weil hier die Durchfahrt verboten war. Es stellte sich aber heraus, dass alles in Ordnung war und unseren Internationalen Führerschein, den man unbedingt in Südafrika braucht, wollten sie gar nicht sehen.

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Von hier aus kann man die vielen Schiffe, die be- und entladen werden, beobachten. Auch unser Container berührte hier das erste mal afrikanischen Boden…. Oder war er schon früher auch mal hier?

Natürlich gab es mal wieder was zu essen… In einem kleinen Restaurant direkt im Hafen aßen wir ganz leckeren Burger. Und Fisch!

Nach unserer letzten Nacht in Durban wollten die beiden Jüngsten unserer Familie vormittags unbedingt nochmal in die Kinderbetreuung und so machten wir uns – wieder nur zu dritt – auf in Richtung Victoria Street Market. Wir fuhren ewig in der Gegend spazieren, da wir die genaue Anschrift nicht bei uns hatten und nur nach Gefühl fuhren. So war dann auch unsere Stimmung, als wir dann ganz zufällig doch auf die Markthalle stießen… Und dann begann noch die Parkplatzsuche! Wir entschieden uns dann für ein Parkhaus in der Nähe und es stellte sich heraus, dass es eine gute Wahl war. Es war im Gebäude einer Bank und wir parkten neben vielen „großen“ Autos, da war für unser „kleines“ keine Gefahr. Und weil gleich mal eine Toilette im Gebäude war, nutzten wir die Gelegenheit:

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Nach diesem tollen Anblick machten wir uns auf in Richtung Markthalle. Noch vor dem Eingang bekamen wir einen kleinen Einblick in die Gewohnheiten der Afrikaner. An diesem Stand kaufen sie Knochen, Innereien und ähnlich Undefinierbares:

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Puh, schnell vorbei und rein in die Markthalle.

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Da überlegte Andreas tatsächlich, ob er nicht für Johanna und Maximilian einen Kopf mitnehmen soll, damit sie das auch sehen!!!!!

Sebastian nahm das ganz gelassen auf… Solange man es ja nicht essen muss…

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Und die Markthalle war im übrigen sehr weihnachtlich dekoriert:

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Nach relativ kurzer Zeit verließen wir die Markthalle wieder (aus welchem Grund auch immer!) und gingen noch ein wenig durch die Straßen Durbans.

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Diese Kombination sieht man in Deutschland auch eher selten:

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Deine Aspirin musst du dir in Durban hinter Gittern kaufen:

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Hier bekommt man alles, was man braucht. Man muss nur aufpassen, dass man beim Wühlen keinen Hexenschuss bekommt.

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 Nachdem wir ganz glücklich waren, dass wir unser Parkhaus wieder gefunden haben, holten wir Johanna und Maximilian an unserem Hotel ab und machten uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel. Von Durban ging es 150 km Richtung Süden der Küste entlang bis nach Southbroom. Wir hatten eine Bed & Breakfast Unterkunft gebucht und der Inhaber war sehr freundlich. Netterweise hat er uns damals bei der Buchung schon darauf hingewiesen, dass zu dieser Jahreszeit alle Restaurants fast ausgebucht sind und es besser wäre, rechtzeitig einen Tisch zu reservieren. Er bot uns an, die Reservierungen in Restaurants vorzunehmen, die er immer empfiehlt. Das Angebot nahmen wir dankend an. Und so saßen wir an unserem ersten Abend in Southbroom in ein kleinen, französischen Lokal mit ausgewählter Speisekarte…. Genau das Richtige für unsere Kinder, ha, ha, ha!

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Nachdem wir das erste Bier und den ersten Wein getrunken hatten, besserte sich unsere Stimmung ein wenig… Bis die Rechnung kam!

Schwamm drüber! Am nächsten Morgen bekamen wir ein leckeres Frühstück auf der Terrasse mit Blick auf den Golfplatz und den Atlantik. Und da die Sonne schien, packten wir unsere Badesachen und fuhren mit dem Auto 5 Minuten zum Strand.20151223_093321

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Außer uns war so früh am Morgen noch keiner am Strand.

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Die Kinder bauten ganz fleißig eine schöne Sandburg. Leider wurde es immer windiger und als dann eine große Welle kam, war die schöne Burg in den Wellen verschwunden.

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Als es dann so windig war, dass sich die Sandkörner wie Nadelstiche in die Haut anfühlten, fuhren wir zurück zu unserer Unterkunft und legten uns an den Pool.

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Am späten Nachmittag machten wir noch einen kurzen Spaziergang durch Southbroom.

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Am Abend war für uns ein Tisch in einem Italienischen Restaurant gebucht. Lecker!!! Pizza!!! Die Kinder freuten sich schon riesig und hungrig machten wir uns auf den Weg. Wir hatten für 18 Uhr den Tisch reserviert und waren pünktlich um 2 Minuten vor 6 im Restaurant. Die Kellner und die Inhaber waren noch am Tische aufdecken und wiesen uns freundlich, aber direkt darauf hin, dass sie erst um 18 Uhr öffnen! Aber wir können uns ja gerne schon mal an unseren Tisch setzen und in der Karte stöbern. Wenn sie fertig sind mit dem Aufdecken der anderen Tische, kommen sie die Bestellung aufzunehmen. Ok, dann stöbern wir halt mal die Karte. Mist, keine Pizza!!! Aber lauter andere leckere italienische Gerichte. Mit entsprechenden Preisen dazu. Wir suchten uns alle was leckeres aus und Andreas entschied sich, nur eine Vorspeise zu essen. Der Kellner nahm das auch nach 3maligem Nachfragen so hin, was dann unsere eh auch (schon wieder mal) gereizte Stimmung nicht gerade besänftigte. Das Essen schmeckte lecker und 4 Personen waren auch satt und dadurch ein bisschen besser gelaunt!

Schwamm drüber! Am nächsten Morgen war der 24.12. – HEILIGER ABEND!!!

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Schon vor dem Frühstück gab unser Vermieter Sebastian ein paar Golf-Tips mit auf den Weg und bereitete dann für uns wieder ein leckeres Frühstück auf der Terrasse.

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Als wir uns auf den Weg zum Supermarkt machen wollten, um uns für morgen Salate und Fleisch zum Grillen zu kaufen, sangen uns ein paar lustige Jungs Weihnachtslieder vor…

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Nach dem Einkaufen machten wir es uns wieder am Strand gemütlich. Leider war auch heute der Wind ein bisschen nervig, aber wir wollen ja nicht meckern! Es ist der 24.12. und wir sitzen am Strand!!!

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Am frühen Nachmittag machten wir uns auf den Weg zu einer Kaffee-Farm, bei der wir eine Führung gebucht hatten.

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Die Führung wurde anscheinend dem Sohn der Besitzer aufgebrummt, so zumindest war unser Eindruck. Er zeigte uns 3 Pflanzen in unterschiedlichen Wachstumsstadien, die Schälmaschine und die Röstmaschine. Der Höhepunkt der Führung war dann eine Tasse Kaffee im Ausschankstüberl. Bis dahin der totale Reinfall diese Führung. Sogar die Kinder sagten, es sei eine Frechheit, für so etwas Eintritt zu verlangen.

Aber die Kaffeezubereiter hinter der Theke waren so engagiert und verziehrten jeden Cappuchino sehr aufwendig. Und als sie mitbekamen, dass ich keinen Kaffee trinke, machte mit der nette Kerl einen leckeren Roibusch-Tee-Cappuchino. Der entschädigte mich dann für die letzte Stunde.

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Im Übrigen ist immer noch Heilig Abend. 15 Uhr!!!

Wir entschlossen, uns auf den Weg zu unserer Unterkunft zu machen und uns fürs Abendessen an Heilig Abend vorzubereiten. Heute war ein Tisch ein wenig abgelegen auf einer kleinen Lodge für uns reserviert. Wir fanden auf den 2. Anlauf auch gleich zum Restaurant und waren beeindruckt von dem Ausblick. Als wir das Restaurant betraten, waren schon einige Tische besetzt und wir wunderten uns, warum wir nicht, wie üblich, am Eingang begrüßt wurden und uns unser Tisch zugewiesen wird. Wir gingen dann zu den Kellnern, die etwas abseits standen und netterweise zeigten sie und dann unseren Tisch. Gleich am Fenster mit einer gigantischen Aussicht! Toll! Der beste Tisch im ganzen Restaurant! Jetzt kann der Heilige Abend gebührend gefeiert werden.  Leider gab es nur einen Auszug aus der Speiskarte, da Weihnachten ist.  Hmmmm, Trüffel oder Austern oder Cappachio vom wasweisich? Den Kindern fielen die Augen raus und Andreas und ich wussten nicht, ob wir weinen oder lachen sollten. Hilft nix, ist ja Weihnachten, also mal sehen, was wir aus dieser Speisekarte zaubern können. Doch kurz bevor wir die Getränke bestellen wollten, kam die Kellnerin und entschuldigte sich bei uns, denn sie habe uns aus Versehen den falschen Tisch gegeben. Sie würde uns gerne unseren Tisch zeigen. Tja, wäre ja auch zu schön hier gewesen. Nun führte uns die Kellnerin aus dem Hauptspeiseraum in den Nebenspeiseraum und von dem Nebenspeiseraum auf die Terrasse hinterm Haus mit Plastikstühlen und Plastikwindschutzwänden. So, und dann saßen wir da wie die begossenen Pudel. Des kam einem vor, wie „Versteckte Kamera“! Die Kellnerin wollte unsere Getränkebestellung aufnehmen, aber wir waren so perplex, dass wir noch um ein paar Minuten Zeit dazu baten. Nun saßen wir 5 alleine auf dieser muffigen Terrasse mit Aussicht auf ein Abendessen, dass nicht unseren Vorstellungen entsprach und das an Heilig Abend!

Plötzlich sagte Sebastian: „Wir gehen jetzt wieder!“ Wir schauten uns alle 5 an, nickten mit den Köpfen und gingen zügigen Schrittes über die Terrasse auf den Parkplatz, hüpften in unser Auto, ignorierten die Frage des Parkwächters, warum wir denn schon wieder fahren und hauten einfach ab.

So, immer noch Heiliger Abend, 19 Uhr.

Komischer Weise waren wir aller guter Stimmung, nur unser Hunger machte uns etwas Sorgen… Wo sollen wir jetzt in dieser Gegend ein Restaurant finden, dass noch einen Tisch frei hat? Wir gaben dann einfach in unser Navi „Restaurant“ ein und fuhren zu dem nächstgelegnen Eintrag. Dies stellte sich nicht als Restaurant, sondern als eine Bar mit einem kleinen Biergarten heraus. Am Tresen hingen schon ein paar einsame Herzen und wir setzten uns in den Biergarten. Die Kellnerin war aber so nett, sympatisch und engagiert, dass wir schon bei der Getränkebestellung gut gelaunt waren. Die Speisekarte bot alles, was man braucht: Pommes, Pizza, Burger!

 

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Als dann die ersten WhatsApp Bilder und Nachrichten von unseren Familien eintrafen, haben wir dann aber doch alle Heimweh bekommen…

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Das änderte sich aber, als wir feststellten, das das Christkind in unserer Unterkunft auch ein paar Geschenke abgegeben hat. Auch wenn unser Christbaum aus einem Palmenblatt bestand…

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Ja, unser Heiliger Abend war heuer anders als sonst. Ganz anders. Ohne „große“ Familie, nur unsere „kleine“. Ohne Kirche, sondern mit Kneipenbesuch. Nicht mit kaltem Winterwetter, sondern mit Sommerwetter. Nicht in Deutschland, sondern in Südafrika. Nicht mit allem, was wir an diesem Tag gewollt hätten, aber mit allem, was wir gebraucht haben…

Nach einer etwas kürzeren Nacht als gewohnt (normalerweise liegen wir um 21 Uhr im Bett), da Maxi unbedingt noch weiter Lego bauen wollte, bekamen wir ein Weihnachtsfrühstück mit Sekt. In Südafrika wird erst am 25. Heilig Abend gefeiert. Und das dann den ganzen Tag. Nicht so besinnlich wie bei uns. Hier herrscht Partystimmung!

Wir verbrachten den Tag wieder am Strand und am Abend grillten wir. (Das war schon vor unseren Restaurant-Besuchen hier in Southbroom so geplant!!!)

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Am Morgen des 26.12. ging unsere Reise weiter von Southbroom in Richtung Landesinnere nach Himeville. Wir entschieden uns, nicht auf der Teerstraße zu fahren, sondern ein bisschen durch das Landesinnere. So brauchten wir aber fast 5 Stunden für 250 km. Aber wir wollten es ja so… Und die Aussicht unterwegs war unbeschreiblich. Leider hingen immer ein paar Wolken am Himmel und die Sonne konnte sich nur kurz durchsetzten. Aber mit einer kleinen Pause zwischendrin und elektronischer Ablenkung für die Kinder (die natürlich die Aussicht nur bedingt genossen) war es eine schöne Fahrt.

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Zurück auf der Hauptstraße sahen wir Schafbesitzer, die ihre Tiere zum Kauf anboten und

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einen Toastbrotliebhaber. Nicht nur der Kofferraum war voll, sondern auch die ganze Rücksitzbank. Was der nur damit vor hat???

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Unser Ziel liegt an der Grenze zu Lesotho, dem Königreich mitten in Südafrika.

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Dieses mal hatten wir eine kleine Ferienwohnung. Aber Dank Johanna war die Küche gleich ordentlich gefüllt und

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Dank Sebastian war die erste Flasche Wein gleich geöffnet.

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Da es aber ein bisschen kühl war (so ca. 22°), heißten wir neben dem Grill auch gleich noch den Ofen an, damit es schön gemütlich wurde.

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Nachdem uns unser Vermieter versichert hat, dass wir mit unserem BMW X3 den Sani Pass selber hochfahren können, beschlossen wir, dies auch zu machen. Ein bisschen ein  mulmiges Gefühl hatten wir schon, als wir dann Abends den Plan für den morgigen Tag ausarbeiteten, da wir auch die vielen Fotos, die in der Unterkunft hingen, im Hinterkopf hatten. Aber da Andreas´s Arbeitskollege mit seiner Familie in der Nähe Urlaub machte und wir kurzer Hand entschlossen, morgen gemeinsam den Pass zu fahren, gab es kein Zurück mehr.

Da wir relativ früh wach waren aber noch auf die andere Familie warten mussten, beschlossen wir morgens in das Museum im Ort zu gehen. Das war sehr interessant. Neben alten Maschinen waren auch Teile von Tierskeletten ausgestellt…

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Im Garten standen Apfelbäume und Eichen:

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Und da wir im Museum immer schnell fertig sind, beschlossen wir, zur „Outdoor-Fitness-Area“ 500 m weiter der Straße entlang zu fahren und dort auf unsere Freunde zu warten. Also alle schnell rein ins Auto, kurz auf´s Gas und schon… wurden wir von der Polizei aufgehalten. Zu schnell? Ne, waren wir dieses mal wirklich nicht. Eine kleine, mehr breit als hohe Polizistin fragte strengen Blickes, wohin wir fahren und woher wir kommen und warum Andreas nichtangeschnallt ist?!?!?!  Und dann bekam Andreas von ihr den Anschiss seines Lebens (da sind meine ein Dreck dagegen). Diese Standpauke wird er sein Leben nicht vergessen. Ich habe mir jetzt vorgenommen, bei meiner nächsten Standpauke auch eine Uniform anzuziehen. Das wirkt!

Andreas konnte sich aber dann an den Fitnessgeräten erholen.

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So, und als der Arbeitskollege mit seiner Familie ankam und nach einer kleinen Stärkung mit selbstgebackenen Plätzchen fuhren wir los Richtung Pass.

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Das ist der Sani Pass. Wir müssen das Tal ganz hinter und den Berg am Ende ganz nach oben… Zuerst mussten wir uns einen Stempel für die Ausreise an der Grenzkontrolle von Südafrika holen und konnten dann unsere Tour starten.

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Puh, das ist ganz schön knifflig zu fahren. Anfangs ging es noch gemächlich nach oben und die Schlaglöcher und großen Steinen konnte man relativ gut ausweichen.

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Aber zum Schluss wurde es richtig steil und neben uns ging es steil nach unten.  Johanna und Maximilian hatten am Anfang des letzten Teilstückes fast die ganze Zeit die Hände vor den Augen.

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Oben angekommen mussten wir uns im Grenzhäuschen von Lesotho anmelden und bekamen den Einreisestempel in unseren Pass. Der nette „Beamte“ stempelte gleich auch die Ausreise, damit wir später nicht noch mal bei ihm anhalten müssen.

Als Mahnung, immer vorsichtig zu fahren, stellten sie verunglücktes Auto aus:

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Die Hauswirtschafterin der Grenzstation leerte gerade die Asche des Ofens aus. Es hat ca. + 28° Außentemperatur und man beachte bitte die Daunenjacke und die Strickmütze!

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Die Grenzstation von Lesotho (ja, sie ist noch in Betrieb!!!)

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Bilder vom Ausblick von hier oben könnte ich unmengen einstellen und keines würde die unfassbare Weite und Schönheit dieses Fleckchen Erdes auch nur in geringen Teilen widerspiegel!!

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Und ein MUSS ist natürlich im angeblich höchsten Pub der Erde einen Drink zu sich zu nehmen. Wir entschieden uns für ein „Savanna“.

20151227_134816 A20151227_151236Aber auch hier wird man von der Realität Südafrikas bzw. Lesothos eingeholt. Die Security hat den Schlagstock nicht nur griffbereit, sondern bereits immer fest in der Hand!

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So, und jetzt geht es wieder runter:

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Am Ende des Passes machten wir eine kleine Pause am Fluß:

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Zurück an der Grenzstation holten wir uns unseren 4. Stempel für diesen Tag ab und machten uns auf den ca. 1/2 stündigen Heimweg nach Himville.

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Abends machten wir es uns in unserer kleinen Ferienwohnung, die früher anscheinend mal Garage und Schuppen war, gemütlich und genossen noch die Eindrücke des Tages.

Am nächsten morgen entschieden wir mit Handzeichen, ob wir nochmal den Sani Pass hoch fahren und durch Lesotho zu unserem nächsten Ziel kommen oder außen rum durch die Drakensberge. Da wir durch Lesotho mindestens 9 Stunden gebraucht hätten, und laut Navi außen rum wir nach 4 1/2 Stunden am Ziel sind, hatte ich mit meiner einzigen Stimme leider Pech und wir fuhren außen rum. Als Entschädigung für mich, die gerne durch Lesotho gefahren wäre, fuhren wir gleich nach Himville nicht auf die Bundesstraße sondern auf der Nebenstraße. Leider stellte sich nach ein paar Kilometer heraus, dass diese Nebenstraße nur das erste Stück geteert war und somit fuhren wir 60 km auf Schotterpiste.

Und nachdem wir nach 20 km Fahrerwechsel gemacht haben, da mein Beifahrer der festen Überzeugung war, ich fahre absichtlich über jeden Stein und jedes Schlagloch stellte er erstaunt fest, dass es unmöglich war auf dieser Piste jeder Unebenheit auszuweichen. Die Landschaft war beeindruckend und nach 30 km NICHTS kam plötzlich ein kleines Dorf. Die Männer angelten am Fluss und die Frauen wuschen die Wäsche

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Schon alleine der Anblick dieses Dorfes mit seinen Bewohnern  war die Fahrt wert. Übrigens kam die nächsten 20 Kilometer nichts mehr…

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Nun entschieden wir uns aber, die Autobahn zu nehmen. Für heute reichte es uns mit der Schotterpiste. Wir fuhren in die Witsieshoek-Lodge im Royal Natal National Park und waren auch hier ganz begeistert von den Bergen.

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Da wir noch einiges an Proviant hatten, entschieden wir uns in der Backpacker-Unterkunft unser Abendessen selber zu kochen. Andreas war der Koch und

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wir genossen die Aussicht von der Küchentüre….

Am nächsten Morgen frühstückten wir im Restaurant und der Sohn des Besitzers leistete und Gesellschaft. Ein kleiner lustiger, bisserl frecher Bengel (schaltete in der Damentoilette immer das Licht aus, wenn jemand drinnen war!!!) der so akrobatisch war, das habe ich noch nicht gesehen. Mit seinen 5 Jahren machte er einen Flick-Flack nach dem anderen, Räder mit einer Hand und einen Salto von unserem Bett runter.  Am nächsten Abend durfte er nicht mehr mit anderen Kindern spielen, da er tagsüber mit einem andern Gastjungen die Fensterscheiben der Backpacker-Küche eingeworfen hatte….

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Da Johanna sich leider am Fuß verletzt hatte, konnte sie am morgen nicht mit uns zum Wandern gehen, worüber sie sehr, sehr traurig war!!!!

Die ersten Kilometer konnten wir noch mit dem Auto zur Kontrollstelle fahren.

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Dort wurde dann jeder Wanderer registriert und musste eine Sicherheitsgebühr bezahlen. Die beiden Wachmänner wohnten und arbeiteten in einem kleinen Häuschen mit 2 Zimmern. Ein Zimmer war der Schlafraum, der gleich an die Wohn-/Arbeitsstube angrenzte. Und obwohl es draußen ca. 25° hatte, war es im Haus dank des beheizten Ofens sicherlich kuschelige 10 Grad wärmer…

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So, dann gehen wir mal los. Die Tour, die wir uns ausgesucht hatten, dauerte 6 – 7 Stunden. Also, keine Zeit verlieren…

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Ich bin ja eigentlich kein Bergsteigerfan, aber bei dieser Aussicht werde sogar ich schwach…

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So, Pause zu Ende!! Wir sind bereits 1 1/2 Stunden unterwegs gewesen und haben noch mindestens 4 1/2 Stunden vor uns. MINDESTENS 4 1/2 STUNDEN???????????????

Ok, wir entschieden, man muss es nicht übertreiben und man kann ja nicht alles sehen auf dieser Welt und wir zogen, sehr freudig über diese Entscheidung, den Rückzug an!!!

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Und wie es sich heraus stellte, war es eine gute Entscheidung. Nach 2 1/2 Stunden wandern hatte Maxi Blasen an einem Fuß und ging lieber Barfuß weiter.

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Als wir dann am frühen Nachmittag wieder an unserer Lodge ankamen und Johanna fröhlich mit den anderen Kindern ums das Haus lief, entschieden wir uns nochmal eine kleine Runde mit Johanna und Sebastian zu drehen. Diesmal blieb Maximilian an der Lodge zurück.

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Und da wir mal wieder keinen Plan hatten, wurde aus der kleinen Runde eine mittlere.  Aber so hatte wenigstens der Schäfer einen anderen Anblick als Landschaft und seine Schafe…

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Ups, jetzt müssen wir uns doch ein bisschen beeilen. Das Wetter schlägt um:

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So, bisschen Tempo machen bitte, Jungs!!!

Als wir 15 Minuten in der Lodge waren, fing es an zu regnen und

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zu hageln. Glück gehabt!!!

Am nächsten Morgen begrüßte uns die Sonne mit einer unglaublichen Aussicht.

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Wir überredeten die Kinder zu einem 200 m Spaziergang vor dem Frühstück.

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Und plötzlich kamen über die Bergkuppe einige Wildpferde. Johanna war hin und weg….

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Schweren Herzens machten wir uns auf den Heimweg.

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Hier noch ein paar Bilder von Phuthaditjhaba, dem letzten Ort bevor wir auf die Autobahn fuhren und die letzten 200 km unserer Reise auf der Autobahn beendeten.

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 Nach 16 Tagen und fast 3000 Kilometern sind wir glücklich und mit tausenden Bildern im Kopf und 1700 auf der Kamera wieder zu Hause angekommen. Das war unser erster Südafrika-Urlaub….

 

 

 

Nun sind wir schon 100 Tage in Südafrika!

Natürlich wird in Silver Lakes auch Helloween gefeiert. Ein bisschen anders als in Altdorf…. Hier ist vorgegeben, dass nur von 4.30pm bis 6pm an den Haustüren geläutet werden darf (aus Sicherheitsgründen) und natürlich auch nur an den Türen, die für Helloween dekoriert sind… Die Kinder werden hier von ihren Eltern von Haus zu Haus gefahren. Entweder sitzen die Kinder, mit tollen Kostümen hinten auf der Ladefläche der Pickup´s, im Kofferraum oder sind mit den Golfcarts unterwegs. Die Auswahl der Häuser, bei denen man läuten durfte, war sehr gering. Außer in unserer Straße!!! Hier gab es zeitweise kein Durchkommen mehr und ich brauchte die Haustüre gar nicht mehr schließen. Wir verteilten fast 4 kg Süßigkeiten an sicherlich über 100 Kinder…

Vor unserer Haustüre:

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Unsere Helloween-Kostümierten:

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Die Woche begann mit ein bisschen Nervenkitzeln… Wir sind bei unserem Sicherheitstraining angewiesen worden, immer genügend Benzin/Diesel in unserm Auto zu haben, damit wir sicher von A nach B kommen und nicht irgendwo festhängen, wo man lieber nicht stehen bleiben sollte… Naja, man merkt, dass man mit der Zeit dann doch ein bisschen nachlässiger wird. Und außerdem ist das Tankstellen-Fahren ja zeitaufwendig… Da denkt man sich, ach, in der Früh in die Schule geht schon noch und auf dem Heimweg pressiert es dann. Und auf dem Weg mittags zur Schule müsste man beim anderen Tor aus Silver Lakes raus, und da ist Mittags doch immer Stau… Ok, dann tanken wir halt beim Heimfahren. Da wollen aber die Kinder sofort und ohne Umweg nach Hause, verständlich bei 35°. Geht mir auch so. Und am nächsten morgen sind wir dann spät dran und beim Heimfahren kann ich nicht tanken, hab den Geldbeutel vergessen. Aber Mittags dann sicher… Tja, doch nicht sicher gewesen. Aber mein Auto war so lieb und wir haben es dann doch irgendwann noch an die Tanke geschafft, obwohl die Anzeige meines Autos schon seit 10 km mich darauf hinwies, dass eigentlich nix mehr geht!!!

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Und weil wir grad beim Thema Sicherheit sind: Eines Abends, für uns Spätabends (so gegen 8.15pm) saß ich mit Andreas im Büro, das Fenster und Türe in Richtung Garten hinaus hat. Die Kinder waren schon in ihren Zimmern, als ich der Meinung war, es hätte an der Haustüre geklopft. Andreas meinte nur, ich habe mich geirrt und außerdem würde er um diese Uhrzeit sowieso die Türe nicht mehr aufmachen. Ok, dann schauen wir halt nicht nach. Ich ging dann in die Küche (ich glaube ich holte mir ein Glas Wein, ähm, Wasser) und hörte, dass Andreas die Terrassentüre öffnete und mit mit jemandem redete! Kurz habe ich überlegt, ob ich das große Küchenmesser mit ins Büro nehmen soll, ließ es dann aber doch liegen.  Als ich ins Büro zurück kam, stand Andreas, nur mit Unterwäsche bekleidet (war ja warm!) auf der Terrasse und redete mit einem Mann, der mit einer Taschenlampe bewaffnet war. Ich habe erst wieder zu atmen begonnen, als ich sah, dass es einer der Security-Männer war.  Ihm war es seltsam vorgekommen, dass im Haus nur in einem Raum Licht brannte.  Denn normalerweise werden hier die Häuser, sobald es dunkel ist, von außen und von innen beleuchtet! Nur wir sparen halt Strom… Aber war ja ganz nett, dass er mal kontrolliert hat, als es ihm aufgefallen ist.  Wir wohnen ja erst seit 2 Monaten hier…..

Am Freitag hatte Maximilian seine erste Tennis-Stunde auf dem Gelände der Deutschen Schule. Ein bisschen mulmig war ihm schon zu Mute, da Jess, seine Trainerin, nur Englisch und Afrikaans spricht. Aber es klappte ganz gut…

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Und dann stand Johannas großes Wochenende bevor… Sie nahm zum ersten mal an einem Reitwettkampf teil. Am Samstag Abend musste das Pferd geputzt und die Mähne gepflochten werden. Und währenddessen sich Johanna und ich abmühten, die Mähne von „Blues“ einigermaßen ordentlich zu fixieren, drehte Andreas eine Runde auf dem Reiterhof

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und besichtigte mit Maxi das Gelände, auf dem seit Stunden ein Feuer vor sich hin brennt und keinen interessiert es so richtig..

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Am Sonntag morgen ging es dann wieder zum Reithof. Johanna war schon ganz schön nervös (und ich auch). Sie ritt 2 Übungen und machte ihre Sache wirklich toll.

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im 1. Test erreichte Johanna den 4. Platz und beim 2. Test den 1. Platz!!!

 

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Ich hab jetzt auch einen neuen Freund: „Blues“

Nachdem wir 3 Stunden geschwitzt haben (nicht nur vor Aufregung) machten wir uns nach dem Wettkampf auf nach Johannesburg um das Appartheitsmuseum zu besichtigen.

Von einer Welt in die andere. Es war sehr beeindruckend und bedrückend. Mit der Eintrittskarte erhältst du deine Identität: Whites or non Whites. Und im Museum wirst du durch die Geschichte der Appartheid geführt. Für jeden Südafrika-Besucher ein Muss, auch wenn man mit einem sehr beklemmenden Gefühl dieses Museum verlässt!

Ziemlich k.o. und müde machten wir uns am Nachmittag auf den Heimweg und waren froh, als wir gegen 16 Uhr in Silver Lakes ankamen. Wir fuhren gerade mit unserem Auto in die Garage, als es einen fürchterlichen Knall gab.

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Tja, da war anscheinend ein Vollprofi auf dem Golfplatz unterwegs!!! Andreas ist dann wutentbrannt in voller Größe dem Golfspieler auf dem Golfplatz entgegengestampft und hat ihm erzählt, was er mit seinem perfekten Abschlag angerichtet hat. Er ließ sich dann überreden, den Schaden bei uns zu begutachten, meinte aber nur kurz: „Hey, gute Windschutzscheibe.“ Und wer zahlt den Schaden? Wir natürlich! Der Golfplatz war eher da, als die Häuser und die Golfer haben somit hier Narrenfreiheit. So sind die Regeln in Silver Lakes.

Wir hatten aber Glück im Unglück, denn am nächsten Morgen erfuhren wir, dass wir am nächsten Tag unsere bestellten Autos bekommen… Mal sehen, ob von der Autovermietung die Rechnung für die Windschutzscheibe noch kommt…

Dann stand uns eine richtig heiße Woche bevor…

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und morgens schon:

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Und die Kinder haben keine Klimaanlage in den Klassenzimmern und bis 14.10 Uhr Unterricht. Macht nicht so besonders viel Spaß!

Ja, und auf die Hitze hab ich dann auch mein Missgeschick vom Mittwoch geschoben… Ich habe die Kinder in die Schule gefahren, bin wieder nach Hause, habe das Auto in die Garage gestellt, hab die Zwischentüre von Küche zur Garage zugesperrt, den Schlüssel in die Garage gelegt und bin durch das Garagentor, dass sich hinter mit automatisch schloss,  nach draußen um joggen zu gehen. Als ich dann zurückkam, merkte ich, dass ich keinen Öffner für die Garage dabei hatte. Macht nix, gehe ich halt hinten durch die Küchen-Gartentüre rein. Mist. Zu.  Gott sei Dank habe ich letzte Woche einen Haustürschlüssel im Garten versteckt, so konnte ich wenigstens ins Haus. Aber der Schlüssel, um von der Küche in die Garage zu kommen, lag in der Garage.  Und das bedeutet, dass ich nicht an mein Auto komme. Dann habe ich mich an das Handy gesetzt und organisiert, wer die Kinder von der Schule mit nach Hause nimmt. War nicht ganz einfach, da alle unterschiedlich aus hatten. Aber netterweise wurden alle 3 nach Hause gebracht. Tja, die Hitze halt…

Übrigens gibt es hier in ZA auch stylisch gekleidete Herren:

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Und für Frauen und Männer aus Deutschland gibt es alles Nötige zu kaufen:

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Deutsches Bier im Kühlregal
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Tupperware ohne Party!!!

Am darauf folgenden Wochenende waren wir auf dem 40. Geburtstag eines Arbeitskollegen von Andreas eingeladen. Die Feier war auf einer privaten Lodge in Blaauwbank (ist auch auf Facebook), ca. 2 Std. nordwestlich von Silver Lakes. Die Lodge war gigantisch, die anderen Gäste sehr nett und so verbrachten wir 2 schöne Tage mitten im südafrikanischen Hinterland mit Safari.

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Völlig entspannt und gut gelaunt kamen wir gegen 16 Uhr zu Hause an. Als uns die Straße entlang ein Wasserbächlein entgegen kam, wunderten wir uns mal wieder, wer denn seine Bewässerungsanlage wieder viel zu lange laufen ließ…. Bis wir an unser Grundstück kamen und wir bemerkten, dass das Wasser von unserer Anlage kommt. Wir versuchten das System abzustellen. Vergeblich. Das Wasser hörte nicht auf, unseren Vordergarten zu sprengen. Die einzige Möglichkeit war nun, den Hauptwasserhahn abzudrehen. Das machten wir dann auch. Nun hatten wir aber leider auch im Haus kein Wasser mehr….

Tja, und so begann der Montag Morgen mit Zähneputzen aus der Wasserflasche und ich verbrachten den Tag damit, auf die Handwerker zu warten. Sie bauten ein neues Ventil in die Bewässerungsanlage ein und dann konnten wir den Wasserhahn wieder aufdrehen!

Am Dienstag arbeitete ich den ersten Tag im „TUCK-SHOP“, dass ist der Kiosk an der Deutschen Schule. War ganz lustig und meine Kolleginnen sind ganz nett.

Ende der Woche hatte Maximilian dann seinen großen Auftritt beim Weihnachtskonzert der Schule. Er musste mit seiner Klasse ein englisches Lied singen. Auswendig! Und Maxi in der ersten Reihe!

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Ich glaub, so richtig Spaß hatte er nicht dabei!
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Da war es zuvor am Pausenhof mit seinen Klassenkameraden lustiger!

Am Sonntag durften Johanna und Maximilian das erste Mal in der Kirche ministrieren:

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Der Hund des Pfarrers verbringt den ganzen Gottesdienst in der Kirche.

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Anschließend  fuhren wir auf die Rosenfarm, die dem Großvater eines Klassenkameraden von Maxi gehört. Ich habe noch nie in meinem Leben so viele Rosenstöcke gesehen, wie hier:

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Rosen, soweit das Auge reicht. Und weiter!!!

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Natürlich gab es auch etwas zu essen!

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Ähm, übrigens: Gitte und Karl-Heinz, habt ihr uns die depperten Brieftauben etwa nachgeschickt???? Sind jetzt angekommen, Dankeschön!

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Meine ersten Tomaten wachsen und gedeihen und werden wahrscheinlich reif, wenn wir im Urlaub sind…

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Am Wochenende war Christkindlmarkt und das Wetter spielte auch mit. Da es nur 21° hatte, zogen wir unsere langen Hosen und unsere Pullover an und nahmen für den Notfall noch eine Jacke mit. Und wir probierten sogar den Glühwein. Aber nur einen Becher. Das hat gereicht, schmeckte nur nach Wasser mit ein bisschen Orangen-/Zitronenspritzer. Geht halt nix über den Glühwein bei den Ministranten am Altdorfer Christkindlmarkt. Hoffe, ihr habt auch ohne uns Gewinn gemacht. Ach ja, habt ihr sicher. Sebi war ja nicht da und hat die ganzen Cookies aufgefuttert und den Kinderpunsch leer getrunken….

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Und so sieht unser Adventskranz heuer aus:

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Am 1. Advent feierten wir bei den Comboni-Missionaren in Pretoria das Nikolauspicknick. Maxi und Johanna begleiteten die beiden Pfarrer auf den Altar der kleinen Kirche auf dem Gelände der Combonis. Auch 17 Kinder des Weisenhauses nahmen an der Feier teil.

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Nach dem Gottesdienst erfrischten sich die Kinder im Pool:

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Nikolausfeier mal ganz anders:

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Aber das Wesentliche bleibt: DER NIKOLAUS

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Am Dienstag Abend waren wir beim „CAROLS BY CANDLELIGHT“-Konzert in Pretoria, Centurion.  Es begann um 19 Uhr in einem Cricket-Stadion und auf der Bühne sangen verschiedene Sänger und Chöre Weihnachtslieder. Komische Situation. Weihnachtsliederkonzert unter freiem Himmel am 01. Dezember. In T-Shirt und kurzer Hose. Aber nach einer Stunde war es auch schon vorbei mit weihnachtlichen Stimmung. Das Gewitter, das schon 1 1/2 Stunden um Centurion kreiste, entlud sich über uns und wir machten uns im Sauseschritt auf zu unserem Auto. Tja, dann doch ein bisschen deutsches Wetter zum 1. Dezember…

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Am Mittwoch Vormittag besuchte ich „Constitution Hill“ (www.constitutionhill.org.za/) zusammen mit ca. 20 anderen Müttern, deren Kinder auf die DSP gehen. Es war ein sehr ergreifender Ausflug mit Einblick, wie die Menschen, aufgeteilt in Weiße und Nicht-Weiße, früher im Gefängnis behandelt wurden.

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Was aussieht wie ein Foto aus der Luftperspektive ist in Wirklichkeit ein Kunstwerk aus Mosaiksteinen .

Das war eine Gefängniszelle von nicht-weißen Frauen:

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Und so sah eine Zelle für eine weiße Gefangene aus:

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Und am Freitag war es endlich so weit, unser Container kam nach 14 Wochen bei uns an. Wir freuten uns riesig, mussten aber dann feststellen, dass wir gar nicht so viel eingepackt hatte. Am größten war die Freude über die Fahrräder!

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Maxi machte mit seinen Freunden gleich eine Spritztour. Mir war ein bisschen Bange, da er ja nun auch auf der linken Seite fahren muss. Er meinte, des sei kein Problem für ihn, er ist ja schon sooo lange da. Naja, mal abwarten.

Das Wochenende verbrachten wir mit Backen. Am Montag war in der Schule „Unternehmertag“. Wer wollte, konnte dort verschiedene Produkte anbieten. Johanna entschied sich für gebrannte Mandeln, Schokokuchen und Plätzchen und Maxi für Muffins und Mohnkuchen. Jetzt könnt ihr euch ja vorstellen, wie die Küche ausgesehen hat!

Am Montag durften die Kinder dann ihre  Waren in der Pause an andere Schüler verkaufen. Leider war die Nachfrage nicht besonders groß und ich musste wieder viele süßen Sachen mit nach Hause nehmen und selber essen. Aber den Kindern machte es Spaß, obwohl sie selber der größte Kunde waren…

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Maxi mit seinem Schulfreund Max und Johanna

Das ist jetzt die letzte Schulwoche vor den großen Sommerferien. Am Dienstag Vormittag war ich zum ersten mal beim Friseur. Ich war pünktlich um 9.30 Uhr im Salon und nach waschen, schneiden, föhnen saß ich um 10 Uhr schon wieder im Auto. So schau ich jetzt auch aus, deshalb: Kein Foto!

Am Abend waren wir mit 8 Arbeitskollegen und Partner beim Essen und anschließend in einer 80er-Jahre-Show. War ganz lustig und die Arbeitskollegen waren  alle sehr nett. Zumindest machte es den Eindruck, denn sie sprachen fast nur Afrikaans untereinander…

Gestern war am  Vormittag Gottesdienst für alle Schülern und anschließend Zeugnisvergabe. Und jetzt sind Ferien. 5!!!! Wochen!!! Was wir da erlebten, erzähle ich ein anderes mal…

… A LITTLE BIT REAL LIFE SOUTHAFRICA…

Natürlich könnte ich jetzt wieder von unserm Alltag berichten oder Fotos von unseren Aktivitäten reinstellen. Mach ích heute aber nicht!

Ich habe die letzten Wochen ein paar Fotos gemacht, außerhalb unseres Estates. Natürlich habe ich auch keine Ahnung vom wirklichen Leben der Afrikaner, aber das was wir bis jetzt mitbekommen haben, holt einen ganz schnell auf die Tatsachen des Lebens zurück.

Vielen Afrikanern ist es egal, ob die Schuhe, die sie anhaben, zu ihrem Outfit passen. Sie sind froh, dass sie Schuhe haben. Als letztens bei uns Handwerker gearbeitet haben, hatte der eine 2 verschiedene Schuhe an. Und beide Schuhe hatten vorne an den Zehen Löcher und die Sohle war durchgetreten. Hab kurz überlegt, ob es Andreas auffallen würde, wenn ein Paar seiner fehlen…

Grundsätzlich stehen hier an Kreuzungen, die viel befahren sind oder aus „Estates“ rausführen, Bettler. Manche noch schwärzer vor Dreck, als sie eh schon sind. In zerrissener Hose und durchlöchertem Shirt. Sie betteln um Geld, Essen oder um Plastikabfälle, die sie dann weiter verkaufen.  Natürlich ist es uns in unserem Sicherheitstraining strengstens untersagt worden, das Fenster zu öffnen.

Einmal sind wir aber schwach geworden. War im Nachhinein auch nicht ganz ungefährlich: Wir waren Mittags beim Pizza-Essen und uns ist eine halbe Pizza übrig geblieben. Wir haben sie uns einpacken lassen um mit nach Hause zu nehmen. An der ersten Ampel (war eine kleine Kreuzung mit wenig Verkehr) stand dann ein Bettler. Und da die Kinder meinten, wir könnten doch ihm die Pizza geben, stieg Johanna aus, machte den Kofferraum auf (da lag auch meine Handtasche drin) und gab ihm die Pizza. In diesem Fall bedankte sich der Mann sehr freundlich. Hätte aber auch anders ausgehen können und die Pizza hätte samt meiner Handtasche weg sein können. Die Afrikaner können ganz schnell laufen… Und wenn es ganz blöd läuft, ist das Auto weg oder er steigt mit ins Auto ein und fährt mit dir zum nächsten Geldautomat…

Wenn man aus unserem Estate durch das Tor hinausfährt, sitzen und stehen links und rechts von der Zufahrtsstraße Tagelöhner. Durch Handzeichen machen sie auf sich aufmerksam. Egal, welche Hilfe du benötigst, sie können sie alles: Malern, Gartenarbeit, Reinigungsarbeiten…

Wenn sie Glück haben, werden sie von Handwerkern, die noch Hilfe benötigen, angeheuert. Ich habe aber in den 2 Monaten, die wir hier sind, noch nie ein Auto oder LKW gesehen, der gehalten hat und einen mitgenommen hat…

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Diese Arbeiter haben bereits einen „festen“ Job und warten auf ihre Chefs, mit denen sie dann auf die Baustellen fahren:

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Links und rechts auf den Bildern sieht man die Mauern der angrenzenden Estates.

 

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Bevor sie das Estate betreten dürfen, müssen sie sich registrieren lassen.

Innerhalb Silver Lakes werden die Handwerker von ihren Chefs mit dem Pickup auf die Baustelle gefahren:

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Aber nicht nur innerhalb eines Estates, sondern auf jeder anderen Straße sitzen die Arbeiter hinten auf der Ladefläche. Auch auf der Autobahn bei 120 km/h.

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Neben nagelneuen

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Maxi hat das Foto gemacht (ich dachte nicht, dass ich es je für einen Beitrag verwenden würde…)

sieht man auch sehr viele ältere Fahrzeuge:

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Am Straßenrand bieten Händler ihre Waren an:

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Im Hintergrund sieht man einen Jakaranda-Baum. Im Oktober blühen sie hier in Pretoria an jedem Straßenrand.

Es werden natürlich auch viele Materalien recycelt. Anfangs habe ich mir gedacht, dass es keine schlechte Idee ist, Blumentröge aus den alten Reifen zu machen. Bis ich dann auf einem Spielplatz gesehen habe, dass diese Tröge ja Schaukeln sind. Man darf sich aber nur mit einer schwarzen Hose darauf setzen und die Hände sind nach dem Schaukeln mehr schwarz als weiß…

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Wir trennen hier auch Müll. Papier, Blech, Glas und Restmüll. Heute morgen war die Müllabfuhr bei uns. Da ich ein Foto machen wollte, habe ich mal ein bisschen zugesehen.  Für den Restmüll haben wir Tonnen (für alles andere Säcke).  Zu einem Müllauto gehören ca. 10 Mann. Einer fährt, 2 stehen hinten drauf und der Rest geht voran durch die Straßen, kippt den Müll mehrerer halbvollen Tonnen in eine Tonne

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und macht sich dann mit den Tonnen auf den Weg Richtung Müllauto…

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Leider war die Batterie meines Fotoapparates nach diesem Foto leer!

Nachdem der Arbeiter ca. 5 Minuten mit den Tonnen unterwegs war, kam aus der Richtung, in die er gegangen ist, das Müllauto. Und ca. 5 weitere Minuten danach kam der Arbeiter mit 6 leeren Mülltonnen aus der selben Richtung… Hmmm, ich glaube, das könnte man rationeller lösen. Aber dann braucht man nicht so viele Arbeiter… Und dann stehen noch mehrere am Straßenrand…

Unser Haushaltshilfe Christina, die 2 Tage der Woche bei uns ist, benötigt morgends 2 1/2 Stunden!!!! für die Anfahrt zu uns. Sie kommt gegen 8.30 Uhr bei uns an und frühstückt dann erstmal Tee und Toast. Mittags bekommt sie ein warmes Essen und um 16 Uhr macht sie sich auf den Heimweg. Wieder 2 1/2 Stunden. Heim zu ihren 4 Kindern.

Die deutsche katholische Gemeinde, in die wir hin und wieder Sonntags in die Kirche gehen, unterstützt ein Waisenhaus ca. 50 km von Silver Lakes entfernt. Dort haben sie letzten Samstag einen „Aktionstag“ durchgeführt und uns gefragt, ob wir mitfahren wollen. Wir sind dann morgens mit Johanna und Maximilan in das Waisenhaus gefahren und da wir noch sehr deutsch sind, d.h.  sehr pünktlich, waren wir die ersten, die dort ankamen. Die Kinder, die auf dem Rasen mit Flaschendeckel gespielt haben, haben uns aber ganz nett begrüßt und die Betreuerin  hat uns rumgeführt und die Schlaf-und Wohnräume gezeigt. Als die anderen kamen, haben wir mit den Kindern aus Salzteig Formen ausgestochen und nach dem grillen, bemalt. In dem Heim wohnen ca. 45 Kinder, zwischen 6 Monaten und 18 Jahren mit 4 Betreuerinnen und einer Sozialarbeiterin. Die 4 Schlafräumen sind nur so groß, dass man zwischen den Stockbetten durchgehen kann. Die Kinder waren alle so nett, so diszipliniert und haben so glücklich ausgesehen, dass es fast ein wenig „unnnormal“ war.

 

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Der Eingang zum Gemeinschaftsraum des Waisenhauses
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Maxi fand gleich einen Freund
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Salzteig kneten
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Ich glaube, das letzte mal „Arbeiten mit Salzteig“ war bei Andreas vor ca. 35 Jahren!!!
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Mädchenschlafraum für 10!!! (9 Mädchen und Alfonso)
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grillen im Garten
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Jedes Kind bekam einen Becher mit Sirupwasser aus dem großen Eimer.

 

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Und zum Essen setzten sie sich wie gewohnt auf den Boden im Schatten.

 

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Semmeln mit gegrilltem Leberkäs und Tomaten
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beim Zeichnen im Gemeinschaftsraum
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Maxi mit Alfonso, der vor einigen Wochen in einer Schachtel auf einem Feld gefunden wurde…

Ich durfte Alfonso sein Mittagessen geben. Maisbrei. Schmeckt und sieht aus wie 24 Stunden gekochter Reis! Das wunderte mich nicht, dass Alfonso das nicht essen wollte. (Obwohl er das anscheinend sonst immer isst, den Bäckchen nach!) Nach einer viertel Stunde gab ich es dann auf und besorgte ihm wenigstens etwas zu Trinken.  Er war seit 3 Stunden wach und bis dahin hatte er noch nichts getrunken.  Es hatte 30°. Ich war ganz glücklich, als er einige Schluck Wasser aus dem Becher getrunken hat. Aber nur kurz! Dann spuckte er alles wieder aus. In meinen Ausschnitt, das aber gleich durchtropfte, da ich ein Kleid anhatte…

Als ich abends im Bett lag und mit der Tag durch den Kopf ging, hatte ich Tränen in den Augen. Zu sehr darf man sich da keine Gedanken machen, sonst zerreist es einem das Herz und ich kann ja nicht mit 45 Kinder zusätzlich in 2 Jahren nach Deutschland kommen…

Jetzt hab ich dann doch wieder von unseren Aktivitäten erzählt….