… uns wird nicht langweilig …

Am Mittwoch, 30.09. kam der „Handyman“ mit 2 Handwerkern um die Schäden, die noch am Haus sind, zu beseitigen.

Mal kurz zur Erklärung: In der ersten Woche nach unserem Einzug sind wir mit dem Hausverwalter das Haus 2 x abgegangen um eine Liste zu erstellen, was noch alles repariert bzw.  gestrichen werden muss. Dann hat der Hausverwalter beim Hauseigentümer nachgefragt, ob er für diese Posten ein Angebot einholen darf. Nachdem der Eigentümer das Einverständnis an den Verwalter weitergegeben hat, hat dieser dann die Liste mit den notwendigen Reparaturen an den „Handyman“ geschickt, damit dieser ein Angebot machen kann. Das Angebot ging dann über den Verwalter zum Eigentümer, dann wieder über den Verwalter an den Handyman. Dann hat der Handyman mit mir einen Termin ausgemacht, wann er mit den Handwerkern kommen kann. Und als sie dann zu dritt da waren, haben sie am Haus nachgesehen, welche Ersatzteile sie benötigen und der Handyman ist dann an diesem Tag 3 mal in den Baumarkt gefahren, um die benötigten Dinge zu besorgen….

Unter anderem war eine Düse von der Gartenbewässerungsanlage falsch eingestellt. Sie hat nach unten gespritzt und nicht auf den Rasen. Der Arbeiter hat es dann „repariert“. Leider stellten wir 2 Tage danach fest (unser sparklingssystem läuft nur alle 2 Tage), dass nun die Leitung des Bewässerungssystems an der Stelle ein Leck hat. Und leider war am Freitag keiner mehr zu erreichen und am Wochenende auch nicht. Tja, damit wir dann nicht Hunderte von Liter Wasser im Garten versickern lassen wollten, stellten wir den Hauptwasserhahn ab. Somit hatten wir im ganzen Haus für 2 Tage kein Wasser…

Am letzten Schultag gingen wir nach dem Unterricht  ganz stilvoll Essen:

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Wir hatten bis dahin noch nicht gewusst, dass es auch einen Lieferservice gegeben hätte:

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Am Samstag morgen versuchten wir nochmal unser Glück mit dem „Irene Market“ und ohne Probleme fanden wir dieses mal hin. Viele afrikanische Austeller (und natürlich gab es auch leckeres Essen)!

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aus tausenden von winzigen Perlen und meterweise Draht entstehen tolle Figuren

 

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Bei diesem Bild konnte ich fast nicht widerstehen:

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Es ist leider über einen Quadratmeter groß und mir ist noch kein passender Platz eingefallen, an dem ich es in unserem Haus in Altdorf aufhängen kann….. Aber ich überlege immer noch!!!

Leider bekam Maxi am Nachmittag Fieber und so machten wir uns einen gemütlichen Nachmittag zu Hause.  Am Sonntag gingen wir Vormittags in  die Kirche.

Übrigens sind hier alle im Rugby-Fieber!

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Und der Christbaumverkauf hat auch schon begonnen:

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In der ersten Ferienwoche machte Sebastian jeden Morgen einen Golfkurs. Es machte ihm riesigen Spaß!

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danach war er immer fix und fertig….

Maximilian war von Montag bis Freitag im Fußballcamp. (leider war er aber am Dienstag und Mittwoch krank zu Hause). Das Camp wurde von der Schule organisiert in Zusammenarbeit mit 20151005_163630

Von Frankfurt kamen extra für diese Woche Jugendtrainer angeflogen…

Maxi mit einem Teil seiner Trainer
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Maxi mit seinen Freunden

 

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Maxi bei der Essensausgabe

Und Johanna war beim Reiten:

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Lauter glückliche Kinder…. Sind ja auch Ferien!!!

Am Donnerstag ab 17 Uhr hatten wir dann überraschener Weise  „Loadshedding“, d.h. keinen Strom. Tja, also konnte ich mit meinem Gasherd keine Schnitzel mit Kartoffelsalat machen, da die Zündung ja elektrisch geht. Und den Tipp von Sebastian, dass man den Herd ja auch mit dem Streichholz anzünden kann, hab ich gleich mal ignoriert (und mich heimlich schon auf eine Pizza vom Lieferservice gefreut)! Tja, aber nur so lange, bis Andreas nach Hause kam und vorschlug, den Herd doch einfach mit einem Streichholz anzuzünden. Das ginge nämlich auch!!!

O.k. also, doch kochen… Schnitzel raus, Eier und die Tüte mit Semmelbrösel zum Panieren und los ging es. Den Kartoffelsalat hab ich schnell durch Eisbergsalat ersetzt.

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Wie man sieht, war es ein wenig dunkel beim Kochen. Aber die Schnitzel waren trotzdem lecker. Maxi fand nur, dass sie ein bisschen nach Seife geschmeckt haben.

Eine Woche später, als ich wieder die Semmelbrösel brauchte, stellte ich fest, dass die Verpackung noch Original verschlossen war. Hmmm, da wurde ich ein wenig stutzig. Wie ging denn das? Hab doch letzte Woche die Schnitzel damit paniert????? Tja, und dann sah ich, dass im gleichen Schrank, neben der Tüte mit den Semmelbrösel eine Tüte mit Bananenbreipulver stand… Und die war geöffnet… Also: Man kann Schnitzel auch mit Bananenbreipulver panieren!!!

Am Samstag machten wir einen Tagesausflug nach Pilanesberg in den „BIG 5 GAME PARK“. Das bedeutet, dass in diesem Nationalpark die 5 am gefährlichsten zu jagenden Wildtiere sind (Elefant, Büffel, Nashorn, Leopard und Löwe).

Um pünktlich zur Parköffnung um 6 Uhr am Tor zu sein, mussten wir bereits um 4 Uhr los fahren. Die erste Stunde war kein Problem. Es war zwar noch stockdunkel und da sollte man ja eigentlich nicht unterwegs sein.  Aber da wir sonst alle Anweisungen befolgt haben, die uns im Sicherheitstraining eingeschärft worden sind (z. B.  nicht an roten Ampeln halten), fühlten wir uns zumindest sicher.

Als wir aber dann von der Autobahn runter auf die Landstraße mussten und die Straße mitten durch Blechhütten führte, wurde uns ein wenig mulmig.  Auf den Straßen waren schon viele dunkelhäutige Afrikaner unterwegs. Es war immer noch nicht richtig hell  da sieht man die Schwarzen auf der Straße nicht so besonders gut….

Aber wir haben dann die restlichen Kilometer auch geschafft und waren um 6.05 Uhr am Tor. Nachdem wir den Eintritt (ca. 16 €) bezahlt hatten, fuhren wir mit großen Erwartungen hinein.

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Und nach nur wenigen Metern haben wir dann tatsächlich die ersten Tiere gesehen. Und es waren keine Ameisen!

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Schaut genau hin – in der Mitte des Bildes stehen 2 Nashörner!!!

Wir fuhren insgesamt 9 Stunden durch den Park. An ausgewiesenen Beobachtungsplätzen machten wir halt und hier durfte man auch aus dem Auto aussteigen. Hier ein paar Fotos des Tages:

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Blue Wildbeest
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Mountain Reedbuck
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Ostrich
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Crocodile
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Giraffe
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Mouse (ha, ha, ha)
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Zebra
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Elephants
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Zebras
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Hippos
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Landscape
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Zebra and Giraffe
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Waterbuck

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Der Höhepunkt unserer Safari war aber ein Löwe, der neben der Straße eine Giraffe gerissen hatte:

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der Übeltäter
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das Opfer

Oder war das Highlight doch der Elefant, der am Straßenrand seine Mahlzeit verspeiste?

Nachdem wir fast 11 Stunden durchgehend im Auto gesessen sind, beschlossen wir, wieder nach Hause zu fahren. Wir hatten ja noch eine Fahrzeit von 2 Stunden vor uns.

Auf der Rückreise kamen wir an sehr ordentlichen Wohnsiedlungen mit Blechhütten vorbei. Zwischen den Hütten standen auch größere, gemauerte Häuser.

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Sebastian kaufte sich am Anfang der 2. Ferienwoche sein Golfset und spielte wieder Golf:

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Mitte der Woche fuhr ich mit Maximilian und seinem Freund in einen kleinen Vogel-Zoo in der Nähe. Neben Flamingos, Papageien, Wellensittiche und vielen anderen Vogelarten hatten sie auch Schildkröten, Leoparden, Meerschweinchen, Krokodile, Hasen, Schlangen, und Affen. Ein richtiges Durcheinander von vielen verschiedenen Tierarten in viel zu kleinen Käfigen.

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Maxi durfte beim „chippen“ der Pinguine zusehen

 

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Am nächsten Tag fuhren Johanna, Maxi und ich mit einer befreundeten Mama und ihren 3 Kindern in den Kletterpark südlich von Pretoria. Ich war ganz froh, dass ich mich entschieden habe, lieber auf dem Boden zu bleiben und zu ratschen!!!

Zuerst gab es eine Einführung des Guides:

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Und nachdem sie den  Trainingsparkour gemeistert hatten, wurde es ernst.

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Puh, ich glaube, ich habe beim Zuschauen mehr geschwitzt als die da oben!!!

Am Freitag fuhren die Kinder und ich mit einer anderen Famiien nach Sun City. Abfahrt: 6.30 Uhr. Fahrzeit: 2 Stunden. In Sun City ist ein künstlich angelegter Strand mit riesigen Wellen, die stündlich ans Ufer schwappen.

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Genau das richtige, für 30°!!!

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Am Sonntag machten wir einen Ausflug nach Phumula. Diese Farm wurde von einem Priester aus Südtirol 2006 als kleine grüne Oase erschaffen. Es wurde ein Altenheim für Schwarze und Weiße gebaut, eine Kirche und ein Gästehaus. Es werden Schafe, Schweine und Hühner gehalten. Und in großen Gewächshäusern wird Gemüse angebaut und im Garten wachsen Marillen, Pfirsiche und Feigen.

Der Erntedankgottesdienst der deutschsprachigen katholischen Gemeinde wurde gemeinsam mit den Bewohnern des Altenheims und Einwohnern der umliegenden Einsiedlerhäuser heute in der Kirche der Farm gehalten.

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Die Spenden der Deutschen kamen dem Altenheim zu gute. Wir brachten, wie wir es von Deutschland gewohnt sind, Obst und Gemüse mit. Es wurden aber auch andere Spenden gebracht, wie z. B. Waschmittel, Kleidung, Zahnpasta…

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Am Montag hat dann die Schule wieder begonnen und ich hatte am Vormittag wieder meine Englisch-Nachhilfe. Als Nachmittags der Poolservice kam, stellten wir fest, dass das Wasser im Pool immer weniger wurde. Nachdem ich den Hausverwalter informiert habe, wurde dieser vom Chef des Poolservices auf nächsten Montag vertröstet.

Als aber dann von Dienstag auf Mittwoch wieder mehrere Zentimeter fehlten habe ich mit meinem fast perfekten Englisch den Poolservicechef dazu überreden können, doch vorbei zu schauen. Er fand dann 2 Risse und klebte sie mit Knete. Mal sehen, wie lange das hält…

So, jetzt ist morgen schon Freitag. Wieder eine Woche vorbei und es war uns noch keine Minute langweilig. Ok, den Kindern vielleicht schon mal hin und wieder, aber es gibt ja auch hier einen Fernseher. Der spricht aber nur englisch!

 

 

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