Herbst in Südafrika

So, es ist gar nicht einfach, sich aufzuraffen und zu schreiben zu beginnen. Das geht am Anfang immer soooo zäh! Und dieses mal habe ich leider die Zeitspanne, die ich mir auf 2 Monate gesetzt habe, ganz schön überschritten und das ist jetzt gar nicht mehr so einfach, sich an die letzten Monate zu erinnern….

Aut geht’s! Kalender raus, Fotos von den Cameras und dem Handy runtergeladen und schon kann es los gehen:

Mit freudigen Erwartungen machten Andreas, die Jungs und ich uns dann am Sonntag (20.03.2016) in aller Früh auf zum Flughafen. Johanna war abends zuvor auf einer Party und wollte sich lieber ausschlafen, damit sie dann tagsüber für unseren Besuch fit ist.

Und dann warteten wir und warteten und warteten….

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immer noch mit der Hoffnung, dass sich Joachim doch noch in das Flugzeug geschleppt hat…! Aber leider: Nein! Das tat uns wirklich sehr leid… für ihn und für uns!!! Aber wenn er sich schön langsam mit dem Rad aufmacht Richtung Pretoria, könnte er es noch schaffen, uns hier anzutreffen… Der Weg würde sich lohnen! (meine ICH!)

Übrigens habe ich in den 2 Wochen mit Marion und Anna ca. 2500 Fotos geknippst… Also macht euch auf was gefasst….

Nachdem wir den Flughafen hinter uns gelassen haben und alle den Weg nach Silver Lakes gefunden haben (ja, Andreas, dich meine ich!), frühstückten wir gemütlich und ließen uns die Neuigkeiten aus Good Old Germany berichten.

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So, und ab jetzt muss ich aufpassen, was ich schreibe… Nicht dass Marion dann mit dem Rotstift korrigiert!!!!

Eben noch in Deutschland, schon in Südafrika angekommen… Mit allem Drum und Dran! Cheers!

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Den Nachmittag verbrachten wir dann gemütlich einem südafrikanischen Cafe namens „Koffietijd“:

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Da am nächsten Tag Feiertag (Human Rights Day) in Südafrika war und Andreas frei hatte, machten wir einen Ausflug zur „CRADLE OF HUMANKIND“ (Wiege der Menschheit).

Näheres hierzu unter:

https://de.wikipedia.org/wiki/Wiege_der_Menschheit

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Aufmerksam hörten alle den interessanten Informationen der Reiseführerin  zu:

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Ähm… fast alle:

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Das Musem war sehr eindrucksvoll und ansprechend aufgebaut! Wirklich toll!

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Auf dem Heimweg (naja, ein kleiner Schlenker war schon nötig), füllten wir abends unsere Mägen im Restaurant „Godfather“ in Centurion, Pretoria mit einem leckeren Steak auf.

Am nächsten Tag beschlossen wir, nach so viel Kultur gestern, heute ein afrikanisches Einkaufszentrum  in Pretoria zu besichtigen! Und: Ihr werdet es nicht glauben!: Aber leider haben wir dort kein Foto geschossen. (Ist auch vielleicht besser so! Ich weiß nicht, was Joachim und Andreas zu den vielen Tüten gesagt hätten…)

Und nachdem wir nun südafrikanisches Essen, südafrikanische Geschichte und südafrikanisches Einkaufszentrum abgearbeitet hatten, fehlten ja nur noch die südafrikanischen Tiere. Und damit wir sicher ein paar davon sehen, machten wir am folgenden Tag einen Ausflug zum Lion Park.

So, alle einsteigen, es geht gleich los:

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Schon während wir vom Parkplatz Richtung Gehege fuhren, liefIMG_2149uns eine Giraffe über den Weg.

So, das erste afrikanische Tier können Marion und Anna nun von ihrer „to-see-liste“ streichen.

Und hinein ins Gehege mit unserem netten Guide, der uns alles genau erklärte.

Leider habe ich jetzt doch schon wieder einiges vergessen und bin mit nicht mehr ganz sicher, ob nun der Springbock oder das Impala der „Mc Donalds“ der anderen Tiere im Busch ist…. Oder war es „Kentucky Fried Chicken“?

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Weiter geht die Fahrt:

IMG_2180Blesbok

 

 

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Zebra

 

 

Impala

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Und nun sind wir in dem Gehege der gefährlichen Tiere! Und das erste Mitglied der „Big Five“-Bande kann auch schon abgehackt werden.

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Als nächstes besuchten wir einen Filmstar:

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Durch das Revier der Wilddogs

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und der Geparden fuhren wir wieder Richtung Ausgang.

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Auch den kleinen Tieren sollte man Beachtung schenken:

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Und das „Highlight“ des Lion Parkes ist das Streicheln der kleinen Löwenwelpen, dass wir uns natürlich nicht entgehen ließen:

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Nach den wilden, gefährlichen Löwenbabys machten wir uns auf den Weg zu den braven Giraffen.

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Und Marion ist jetzt Giraffenexperte:

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Nachdem die Giraffen satt waren, trauten wir uns zum Strauß.

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Hier muss man schon ein bisschen vorsichtig sein, die sind nämlich ganz schön frech. Johanna hat noch gelacht…

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und – schwupps – hatte ihr der Strauß die Tüte mit den Leckerbissen aus der Hand gerissen.

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Jetzt haben wir aber genug von wilden und zahmen Tieren. Wir fahren weiter.

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Ja, auch du Maxi! Braugst gor net so schaung!

Auf dem Heimweg holten wir Sebi bei einem Freund, bei dem er die letzten Stunden verbracht hatte, ab und wie der Zufall es will, liegt der Atterburry Value Mart direkt auf dem Heimweg. Mit nike und adidas outlet-stores! Da musssten wir einfach halten… (hier auch wieder keine Fotos! Besser so!!!)

Da die letzten Tage sehr anstrengend waren (hi,hi,hi..), gönnten wir uns am folgenden Tag eine kleine Pause und erledigten nur das, was zu tun war… Mal kurz (für 2 Stunden incl. Fahrt) in den Supermarkt und ansonsten Sonne und Frühsommer genießen! Außerdem mussten wir ja Koffer packen, da wir am nächsten Tag für 3 Nächte auf eine Lodge fuhren.  Und abends machten wir uns dann zu Fuß auf Richtung Clubhaus. Abendessen!

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Das haben wir uns richtig verdient, nach einem so anstrengenden Urlaubstag!

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Heute ist Karfreitag, auch ein Feiertag in Südafrika und so konnten wir uns schon am Vormittag auf den Weg zur Mziki Lodge ca. 130 km nordwestlich von Pretoria machen.

Erschöpft angekommen machten wir es uns nach dem Willkommensdrink  erst mal gemütlich.

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IMG_2591Und dann: ab an´s Buffett

 

 

 

 

Pünktlich machten wir uns auf den Weg auf unseren Nachmittags-Game-Drive mit Ranger Gerhard.  Er erklärte uns alles sehr ausführlich und suchte nach jeder Spur, die uns zu interessanten Tieren führte. Auch den Unterschied von Elefanten- und Nashornkot erklärte er uns anschaulich.

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Wir machten jeden Tag eine Morgen-Game-Drive um 6.30 Uhr und einen Abend-Game-Drive um 16.30 Uhr. Ich habe in meinem Leben noch nicht solche Sonnenauf- und -untergänge gesehen. Selbst von Gstaudauch aus nicht…

Die folgenden Fotos sind nicht sortiert, ich habe von den vielen Hunderten, die ich an diesem Wochenende geknippst habe, einige ausgesucht. Ihr könnt selber rätseln, welche am Morgen und welche am Abend während der Safari geschossen wurden…

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Und bei jeder Safari-Tour machten wir morgens einen Kaffee- und Teestop und abends hielten wir zum „Sundowner“!

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Am Samstag Abend hat unser Ranger eine Boot-Safari an den nahe gelegenen Fluß Richtung Staudamm geplant. Wir hatten Glück, meinte er, da in den letzten Wochen zu wenig Wasser war und die Boot-Safari nicht durchgeführt werden konnte. Aber jetzt passt der Wasserpegel und wir freuten uns schon auf den Sundowner auf dem Wasser. Wir mussten mit dem Geländewagen bis zur Bootanlegestelle fahrten, dauerte ca. 20 Minuten. Die Fahrt war ganz schön aufregend, wir mussten nämlich durch eine Herde gefährlicher Tiere!

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 Puh, geschafft! An der Anlegestelle, die an die Weide der südafrikanischen Kühe grenzt, angekommen. Und hier steht auch schon unser…. ähm…… Boot.

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Prima, alles da was man braucht! Stühle und Schwimmwesten! Na dann: Proviant rauf, Passagiere rauf, Leinen los!

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Wir müssen zuerst Flußaufwärts. Also, Motor an!

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Motor an!!

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MOTOR AN!!

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MOTOR AN!!!!!!!!!!!

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Mit dem gefühlt 100maligen Ziehen der Anlassschnur haben wir anscheinend die Kühe angelockt.

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Aber der Motor sprang nicht an!

Der Kollege unseres Rangers hatte das Boot gestern zu weit auf´s Land gezogen, sodass der Motor zu tief im Wasser war und „ersoffen“ ist. (so oder so ähnlich wurde es mir erklärt…)

Ganz mutig sprang Andreas vom Boot und verscheuchte die Kühe, die zwischen Auto und Boot standen, wir verstauten unser Proviant im Auto und sind mit unserem Ranger, der Blut und Wasser geschwitzt hat die letzte halbe Stunde und nun total am Ende war, wieder zurück zur Lodge gefahren! Er meinte aber, wir werden es vielleicht morgen nochmal versuchen.

Morgen war dann Ostersonntag und: JA, wir sind auch am Ostersonntag morgens um 6 Uhr aufgestanden um auf Safari zu fahren und haben anschließend lecker gefrühstückt!

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Und die Kinder haben im Busch Ostereier gesucht:

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Nach einer kurzen Mittagspause und einer Pool-Frisbee-Challange (seit dem Toskana-Urlaub eine Gruberische Tradition, wenn ein Pool in der Nähe ist)

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machten wir uns auf! 2. Versuch Bootsafari! Wir hatten Glück, sind unverletzt durch die Kuhherde gekommen und konnten sicher das Boot erklimmen!


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Der Motor läuft…. und läuft…. und läuft……!

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Da gibt es Kühe auf der Welt, die es sicherlich schlechter haben:

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Die Sonne geht langsam unter und wir machen uns wieder auf Richtung Logde, um unseren letzten Abend zu genießen.

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Am nächsten Morgen, nach einem tollen Game-Drive mit sehr vielen Tieren und einem leckeren Frühstück,  fuhren wir wieder nach Hause Richtung Silver Lakes….

Wir hatten nämlich heute noch was vor! Wir bekamen nochmal Besuch!

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Susanne, Marco, Lennart und Kasper besuchten uns zum „Braain“ ! Schön von ihnen, dass sie auf ihrer Südafrikareise einen kurzen Stop bei uns eingelegt haben.  Wir haben uns sehr gefreut und der Wein war soooo lecker!

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Nach diesen erholsamen, ruhigen Tagen mit sehr viel Tieren und Natur konnten wir uns gar nicht entscheiden,  was wir am nächsten Tag unternehmen wollten.

Da uns aber die Tiere so gut gefallen haben und wir nicht schon wieder shoppen fahren wollten, beschlossen wir in den Zoo von Pretoria zu fahren. Sebastian war total begeistert von der Idee.  Und ich wusste auch gleich, warum!

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Das tolle am Zoo in Pretoria ist nämlich, dass man sich Golfcarts ausleihen kann. Natürlich dürfen nur Personen mit Führerschein fahren, aber da nicht sehr viel los war, hatten die Kinder ihren Spass und Anna konnte schon ein bisschen üben… Vor den Zooangestellten mussten wir uns natürlich in Acht nehmen, die durften die Kinder nicht am Steuer erwischen!

Die Fütterung der Nashörner:

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 Die Skyline von Pretoria:

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Und wer immer noch glaubt, in Afrika gibt es keine Tiger! Hier ist der Beweis:

IMG_0984Er ist halt nur von der Sonne ein bisschen ausgebleicht!

 

 

 

 

Sein Freund ist noch nicht so lange hier:

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Nachdem wir 3 Stunden (oder waren es 4????) mit dem Golfcart abwechselnd gefahren sind und fast alle Tiere des Zoos gesehen haben, versuchten wir rechtzeitig den Eingang zu erreichen, damit wir nicht die nächste angefangene Stunde bezahlen mussten… Knapp haben wir es geschafft!

Abends ist uns aufgefallen, dass unser Besuch einem wichtigen Teil von Südafrika ja noch gar keine Beachtung geschenkt hat! Wir haben bis jetzt kein Museum mit ihnen besichtigt! Das sollte sich am nächsten Tag ändern! War gar nicht so einfach, da das Auto voll zu bekommen! Aber mit einem kleinen Trick (wir fuhren anschließend weiter zum Reiterhof) sprang sogar Johanna mit ins Auto und Maxi musste mehr oder weniger mit.

Wir fuhren zum Sammy Marks Museum!

http://www.gauteng.net/attractions/sammy_marks_museum/

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Leider war das Fotografieren im Museum nicht gestattet, deshalb gibt es nur Bilder von außerhalb.

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So glücklich waren die Kinder, als die Museumsführung zu Ende war:

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Genug von der Geschichte des Herrn Sammy Marks erfahren, lecker Mittag gegessen – da können wir ja weiterfahren nach „Terouges“.

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Johanna drehte während ihrer Reitstunde ein paar Runden auf dem Reitplatz und wir machten es uns im Schatten gemütlich.

Nebenbei überlegten wir uns das Programm des morgigen Tages…

Marion wollte unbedingt in das Apartheitsmuseum, die Kinder ja eher nicht. Und da wir zu sechst waren, musste Marion selber mit dem Auto nach Johannesburg fahren. Kein Problem für sie! Wir fuhren gemeinsam zum Apartheitsmuseum und ließen Marion hier für ein paar Stunden. Ich machte mich mit den 4 Kids weiter auf den Weg zum:

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Tja, Joachim! Das wäre dein Lieblings-Sehenswürdigkeiten-Programmpunkt in Südafrika gewesen!!!

Wir hatten eine Führung durch das Stadion gebucht. Eine Stunde. Ein Guide und wir 5! Für R140! = ca. 9 Euro. Für alle zusammen! Da könnte sich der FC Bayern mal ein Beispiel daran nehmen!!!!

Bevor es jetzt mit der Stadiontour losgeht, muss ich kurz erzählen, was zuvor passiert ist:

Da wir zu gut im Zeitplan waren, mussten wir, als wir die Sicherheitskontrolle am Parkplatz des Stadions passiert hatten (ein Tor mit einem kleinen Häuschen für die Security), noch eine halbe Stunde beim Auto warten, dass wir am Parkplatz neben dem Securityhäuschen abgestellt hatten.  Und da wir ja schon eine Zeit unterwegs waren, musste mein Frühstückstee wieder raus. Also bin ich zu den beiden Damen im Häuschen gegangen und habe nach der nächsten Toilette gefragt. Die beiden schauten sich an, überlegten, und fragten dann: Why? Tja, was sagst dann da? Ich hab die Wahrheit gesagt: I have to go to toilett. Dann schauten sie sich wieder an, überlegten wieder und fragten dann: What do you want there? Number one or number two? Ähm, jetzt wusste ich nicht so recht, was die Damen meinten… Das sahen sie wohl meinem Gesichtsausdruck auch an und fragen nochmals: Number one or number two? Dann hab ich halt gesagt, nix von beiden, ich muss nur pieseln…!!! Und zwar schön langsam ganz schön dringend!!! Und die Führung beginnt ja auch bald! Da schauten sie sich wieder an, überlegten und sagten dann, wenn ich nur number one muss, dann kann ich hier gehen und öffneten währenddessen die kleine Tür, die in dem kleinen Häuschen in ein noch kleineres WC führte.

Keine Ahnung, was die mit mir gemacht hätten, hätte ich number two gesagt…

Und übrigens weiß ich mittlerweile auch, was number three ist! Luft!!!

So, jetzt zur Stadionführung!

Nach einer kurzen Begrüßung durften wir gleich in die „Heiligen Hallen“ der „Kaizer Chiefs“ von Johannesburg!

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Und unser Führer wäre sicherlich gerne auch Fotograf geworden! Er nahm mir ja schon bereits am Parkplatz meine Kamera ab, die ich dann nur durch intensives Auffordern wieder zurück bekam. Aber bei jeder Gelegenheit stellte er uns in Pose, nahm mir die Kamera wieder ab und knippste was das Zeug hielt:

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Ganz stolz war er auf den echten Rasen, der aus ….. ähm, ich glaube aus …. Kinder!! helft mir mal!!!!….  irgendwo in Europa eingeflogen wurde. War es vielleicht Holland? Ich glaub schon! Die Sitze haben ja auch diese grässliche Farbe!!!!!!!!

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Die genauen Daten vom Stadium könnt ihr sicherlich irgendwo nachlesen, wen es interessiert. Auf jeden Fall hat es 90 000 Sitzplätze!

Nach wirklich interessanten und lustigen Eindrücken aus dem FNB Stadium fuhren wir zurück zum Appartheitsmuseum und zogen nach ca. 3 Stunden Marion heraus!!

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Gleich gegenüber liegt das Gold Reef City, ein Freizeitpark! Also, nichts wie rein. Um die Achterbahn rissen wir uns alle nicht, aber dafür trauten sich die Kinder auf viel gefährlichere Fahrgeschäfte!

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… und bekamen eine Lehre, dass dieser blöde Ball doch immer wieder aus diesen blöden Eimern in diesen blöden Wurfbuden springt! (Hat Mutti ja gleich gesagt!)

Nach so viel Spiel, Spaß und Spannung passt dann natürlich abends eine Partie „Aktivity“!

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Und dann kam schon der letzte Tag vor dem Abflug! Gemütlich verbrachten wir diesen bei einem leckeren Abendessen, dass wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge genossen.

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Übrigens: Hier landet das Alteisen:

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Und weil es so fettig war, gab es zu Hause noch einen Whisky!

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Am nächsten morgen fuhren wir über den Irene Market heim, auf dem wir noch ein bisschen Souveniers einkauften und brachten dann unseren Besuch, schweren Herzens, zum Flughafen. Der eine oder andere von uns hätte sich da am liebsten im Koffer versteckt… Aber Dank unserer Einkaufstouren war da keine Chance!

Liebe Marion, liebe Anna! Vielen Dank für euren Besuch!!!!

So, und dann war Sonntag. Und wir waren wieder allein. Da sind wir dann ein kleines bisschen in ein kleines Loch gefallen, haben uns aber dann doch irgendwie wieder erholt und den Tag rumgebracht.

Am Montag war noch schulfrei und am Dienstag mussten die Kinder dann in die Schule, und ich auch. Hatte wieder Tuck-Shop-Dienst. Und da Tanja,  eine unseres Teams,  Abschied gefeiert hat, gab´s ein Gläschen Sekt. Die afrikanischen Mitarbeiterinnen in der Küche dürfen aus religiösen Gründen keinen Alkohol trinken, deshalb gab es für sie Cola! (Die übrigens keine von ihnen aufgemacht hat, sondern in ihrer Tasche verstaut hat. Für ihre Familie? Für schlechte Zeiten? Zum Weiterverkaufen?)

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Am Abend noch schnell einen Kuchen gebacken, denn morgen ist:

GEBURTSTAG VON ANDREAS

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Frühstück morgens um 5.30h! HAPPY BIRTHDAY!

Der Rest des Tages verlief wie jeder Tag! Und den Abend ließen wir gemütlich ausklingen! Ihr seid ja alle nicht da gewesen, was hätten wir sonst machen sollen!!!

Am Samstag machten wir mit ein paar Mitgliedern der Deutschen Katholischen Gemeinde Pretoria eine Ausflug nach Majakaneng bei Brits. Hier wird ein Projekt unterstützt, dass Freizeitbeschäftigungen für Kinder und Jugendliche des Townships anbietet. Francesca, die Leiterin stellte uns die beiden jungen Männer vor, die mit ihr dort leben, beten und arbeiten: Sibusiso aus Benoni und Emve aus Kamerun. Nach einer kleinen Vorstellungsrunde ging es los mit der Wanderung durch das Dorf.

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Vorbei an einem Sangoma, ein traditioneller Heiler

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kamen wir auch beim örtlichen Fiseur vorbei:IMG_1347

Hier die Preisliste:

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Natürlich kamen wir auch am Fußballplatz des Dorfes vorbei:

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Und nach spätestens 2 Schritten hatte jeder an jeder Hand mindestens ein Kind…

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Wir ließen das Dorf hinter uns gingen dem Bachlauf entlang durch eine kleine Schlucht hinauf. Hier wurde es zwar schön kühl, aber für die Kinder, die alle mit uns mit liefen und entweder barfuß oder nur Flip-Flops anhatten, wurde es ganz schön steinig. Aber die sind hart ihm Nehmen! RESPEKT!

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Nach einer kleinen Pause an einer Stelle, an der die „Zion Christian Church“ ihre religiösen Rituale durchführt, machten wir uns auf den Rückweg.

Vorbei an den Hütten,

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dem Friedhof und

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dem Supermarkt!

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Emve, der Fußballtrainer, lud uns beim Abschied freundiche ein, wieder zu kommen und falls möglich, gebrauchte Sportschuhe, Sportkleidung und Fußballtrikots mitzubringen. Das würde ihnen viel bedeuten und sie anspornen, mit Disziplin weiter zu trainieren.

Das richtige Trikot hat Emve schon!

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Schwer beeindruckt, wie die Menschen hier ihr Leben meistern und so zufrieden sind, machen wir uns auf den Heimweg.

Johanna war bei diesem Ausflug nicht dabei, da sie von Freitag auf Samstag mit ihrer Klasse beim Zelten am Hartbeesportdamm war und erst am späten Vormittag, als wir schon weg waren, nach Hause kam.

Zudem musste sie alles für die Abschieds-Überraschungsparty ihrer Freundin, die abends bei uns stattfand, herrichten.  Als wir Spätnachmittags nach Hause kamen, war unser Esszimmer leer geräumt, Deko aufgehängt und die ersten Leckereien waren schon zum Essen bereit.

Die Mädels hatten riesen Spaß beim Dekorieren.IMG_1356

Das Essen stand bereit:

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Und das wichtigste war: Chantal hatte wirklich nichts geahnt und als sie zu uns kam, um das Zelt zu putzen, in dem sie auch die vorherige Nacht geschlafen hatte, war sie ganz schön überrascht!

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Nach dem Ende der Kinderparty hätte Andreas gerne weitergefeiert… war nur leider keiner da, der mitfeiert….

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Am Sonntag war Maximilian bei seinem Klassenkameraden Adrian zur Geburtstagsfeier eingeladen. Und was macht man so bei Geburtstagsfeiern in Südafrika? Genau, man geht Schlittschuhlaufen!


IMG-20160410-WA0004Am nächsten Tag hatten Sebastian und Maximilian ihr erstes Training beim Fußballclub. Bis jetzt spielten sie ja nur in der Schulmannschaft. Natürlich wurden sie auch gleich eingekleidet. Trainingstrikot in rot/weiß, Spieltrikot in blau/schwarz.

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Tags drauf lud mich eine befreundetet Eventmanagerin zusammen mit ein paar anderen Damen in das „root“ Restaurant zum „Promotionessen“ ein. Das Restaurant ist eines der Besten in … (Ich glaube, sie hat Südafrika gesagt) Bevor wir uns an den Tisch setzten, führe uns Corinna noch durch die Zimmer des dazugehörigen Hotels…

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Das 5 Gänge-Menue war mit Weinbegleitung! Und das Mittags!!!

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Hier ein paar Leckerbissenfotos:

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Gut gelaunt fuhren wir dann nach Hause (die Fahrerin hat natürlich fast nix getrunken!) (Ich war aber nicht die Fahrerin!!!)

Es war ein schöner, lustiger Ausflug… Aber das ist nicht meine Welt!!!

http://www.forumhomini.com/rootsrestaurant

Am nächsten Tag feierten wir nochmals Abschied von Tanja (Mama von Chantal)…

Bärbel Baumfalk 20160422_075949

Und tags drauf hatten wir dann richtig Glück! Auf der Nebenspur fuhr vor uns ein Betonmischer. Da die Ampel gerade auf rot schaltete, bremsten alle Autos.  Plötzlich gab es ein lautes Krachen neben uns. Zuerst dachte ich, es seien 2 Autos aufeinander gefahren. Als Johanna und ich aus dem Fenster sahen, entdeckten wir, dass es keine Autos waren, sondern der Betonmischer hatte etwas verloren…

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Seit diesem Tag ist an dieser Stelle ein Loch im Teer und daneben ein Haufen mit Beton. Das bleicht wahrscheinlich die nächsten Monate auch noch so…

Am Samstag lösten wir Andreas Geburtstagsgeschenk ein. Wir machten die von ihm langersehnte Radltour durch das wohl berühmteste Township. SOWETO. Johannesburg

SOWETO=SOUTH WESTERN TOWNSHIP= südwestlicher Vorort. Von 1983 bis 2002 war dies sogar eine eigenständige Stadt

Inoffiziell wohnen hier 3,5 Millionen Menschen!!!

Wir durften uns alle ein Rad und einen Helm aussuchen, dann ging es mit 2 Führern und einigen anderen Radlern los!

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Sebastian und Johanna waren ganz mutig und sind zusammen auf einem Tandem gefahren. Und es ging erstaunlicherweise ganz gut. Nur die letzten 30 Minuten war es für mich und die Kinder angenehmer, sie wechselten mit Maxi und Andreas durch. Denn ansonsten wäre das Tandem sicherlich in 2 Teilen am Ziel angekommen. Aber wie gesagt, 3 1/2 Stunden auf dem Tandem, bei dem nur einer die Richtung bestimmen kann, obwohl 2 die Richtung vorgeben, ist nicht so ganz entspannend. (Vor allem auch für die Eltern).

Los ging es durch ganz normale Straßen, mit links und rechts kleinen, sauberen Häuschen. Jedes aber mit einem hohen Zaun herum.

Dann fuhren wir tiefer in die Stadt hinein. In ein Viertel, in dem früher 10 000 Männer, nur Männer!!!, lebten, die in den Minen um Johannesburg gearbeitet hatten. Die Reihenhäuser bestehen aus einem Zimmer, ohne Wasseranschluß und Stromanschluß. Eins neben dem anderen. Und jedes hat wieder einen Zaun vor der Türe. Wir stiegen von unseren Rädern ab und spazierten die schmalen, schmutzigen Gassen entlang. Der Abfall liegt aber nur immer auf den Straßen und Gassen. Hinterhalb des Zaunes findest du keinen!!! Da ist alles sauber und ordentlich!

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Die Gemeinschaftstoiletten stehen zwischen den Häuserzeilen:

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Wie man auf dem Bild sieht, wohnen mittlerweile auch Frauen und Familien in diesem Viertel. Seitdem ist es auch nicht mehr so gefährlich wie früher.

Durch fast das ganze Gebiet fließt eine braune, ecklig stinkene Brühe.

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Der Schneider gleich neben dem Obst-und Gemüsehändler.

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Daneben der Metzger:

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Unsere Reisegruppe machte es sich in einer kleinen „Imbissbude“ bequem, um das traditionelle Essen zu genießen. Leider war es noch nicht fertig und wir fuhren weiter…

Wie gesagt, hinterhalb den Zäunen ist alles ganz ordentlich, da liegt kein Müll oder ähnliches. Das werfen sie nämlich alles an den Straßenrand.

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Aber die Bewohner hier sind alle sehr freundlich, lachen und grüßen uns. Unser Guide meinte auch, das Samstag ein guter Tag für alle ist. Die meisten haben frei, müssen nicht arbeiten, genießen das Wochenende und sind deshalb sehr entspannt.  Das niedlichste sind die vielen kleinen Kinder, die entweder „High five“ machen wollen oder in einwandfreiem Englisch „How are you?“ jedem entgegen rufen. Und wenn du zu langsam geschaut hast, saß ein Kind auf deiner Lenkstange, weil es mitfahren wollte.

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Dann machten wir einen Stop an großen, aus Ziegel gemauerten Wohnblocks.

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Leider habe ich natürlich die ganzen Zahlen nicht mehr im Kopf, die uns unser Guide runtergerattert hat. Ich weiß nur, wir bekamen den Mund vor Staunen nicht mehr zu.

Es wurden in Soweto viele von diesen Blocks gebaut, ich glaube, vor ca. 10 Jahren. Es sind lauter kleine Wohnungen, in die die Bewohner der Hütten umziehen sollten. Die Häuser wurden von der Regierung errichtet. Und bis heute hat noch nie jemand darin gewohnt. Falls ich mich richtig erinnere, stehen insgesamt 500 Wohnungen, die noch nie bezogen wurden, leer. Und warum? Weil die Regierung so viel Miete dafür verlangt, dass es sich keiner leisten kann, dort einzuziehen. Mittlerweile sind natürlich einige Fenster demoliert und der Zustand der Gebäude verschlechtert sich allgemein.

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Auf dem oberen Bild sieht man links und hinterhalb die Häuser, rechts hinter dem Zaun wohnen die Menschen in ihren Blechhütten, ohne Strom, ohne Wasser. Und die Häuser verfallen, weil die Regierung zu viel Miete möchte….

Wir fuhren weiter und hielten beim nächsten Imbissstand, um dort ein Mittagessen zu bekommen. Wir hatten Glück (naja, oder Pech, kommt darauf an, wie man es sieht). Wir mussten zuerst unsere Hände waschen und für ca. 15 Personen wurden dann 4 Teller in die Mitte des Tisches gestellt und jeder durfte sich bedienen. Es gab Pap (Maismehlbrei) mit Hähncheneintopf. Und ich glaube, da war alles drin, was ein Hähnchen so an sich hat….

Also man nimmt einen Batzen von dem Pap, knetet es zu einer ovalen Kugel, taucht es in die Soße und ist es…. Lecker!

Und wer von dem Eintopf was möchte, greift in den Teller und holt sich das raus, was er möchte…. Andreas meinte, das Hühnchen schmeckte lecker….

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Weiter ging unsere Tour zur Hector-Pieterson-Gedenkstätte, dem Ort, an dem der Aufstand in Soweto, der sich am 16.06.2016 zum 40. mal jährt, begann.

Bei diesem Aufstand protestierten die Studenten dagegen, dass in den höheren Klassen anstatt in Englisch in Afrikaans unterrichtet werden solle. SOWETO gilt seit diesem Aufstand als Symbol des Widerstandes gegen die Apartheitsära.

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Maxi war tief beeindruckt von dem Foto, dass den Jungen zeigt, der von der Polizei erschossen wurde. Über 500 Opfer forderte dieser Aufstand am 16.06.1976. Nach ein paar Minuten inne halten, gingen wir zum nahe gelegenen Supermarkt und kauften uns ein kühles Getränk.

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Dann radelten wir weiter zum Nelson Mandela Haus.

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Hier hatte Nelson Mandela von 1946 bis 1962 gelebt. Jetzt ist es ein Museum.

Nun machten wir uns auf Richtung unseres Start- und Zielpunktes.

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Die kleine Eispause nutzen die Sebastian und Maximilian um mit ein paar Jungs den Ball zu kicken.

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Wieder rauf auf´s Rad und weiter geht es….

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Am Ziel angekommen füllten wir unsere verbrauchte Energie mit selbstgebrautem Bier wieder auf.

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Und leckerem gefüllten Weißbrot.

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War ganz schön anstrengende diese Tour! Oder war es das Bier?

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Auf jeden Fall war das ein richtig toller Ausflug, der sehr interessant war. Das ist das richtige Südafrika! (Und ehrlich gesagt: Ich habe mich heute wohler gefühlt, als bei meinem Ausflug am Dienstag!)

Anfang der Woche erledigte ich meine Einkäufe und war unter anderem auch im Einkaufszentrum. Und ich wollte schon mal lange erzählen, was es dort gab, hatte aber immer vergessen, ein Foto zu machen. Jetzt habe ich daran gedacht und schaut mal, was es hier in Pretoria gibt:

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locker übersetzt: Kinder-Tausch-Zimmer

Ich habe schon viel Zeit vor diesem Zimmer verbracht! Ich wollte mal sehen, wer hier seine Kinder rein steckt und welche Kinder er dann dafür bekommt. In manchen Situationen im Leben wünscht man sich vielleicht so ein Zimmer herbei… Aber da ich noch nie jemanden erlebt habe, der den Raum benutzt hat, probiere ich ihn lieber auch nicht aus! Denn es heißt ja: Es kommt nix besseres nach!

Mitte der Woche machten ich wieder einen Ausflug. Diesmal ging es in das Rietvlei Nature Reserve, gleich bei uns um die Ecke. Und ich probierte meinen Fotoapparat ein bisschen aus….

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Nachdem wir 2 Stunden mit dem Safari-Yeep durch das Gelände unterwegs waren, gab es zum Mittagessen leckeres Bobotie (Hackfleischauflauf mit Aprikosen, Rosinen, Mandeln! sehr lecker) und anschließend fuhren wir auch schon wieder nach Hause. Wir mussten ja die Kinder pünktlich um 14.10 Uhr von der Schule abholen.

Zwei Wochen später stand in der Zeitung, dass in diesem Reserve zwei Nashörner gewildert wurden um ihnen die Hörner abzuschneiden. Den Körper ließen die Wilderer liegen. Jetzt gibt es nur noch 7 Nashörner dort.

Am Freitag war in der Schule „Bunter Abend“ mit Aufführungen aller Grundschulklassen. Maxis Klasse sang das Lied „Ab in die Berge“ zu der Melodie von „Ab in den Süden“.

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Sorry für die schlechte Bildqualität! Maxi ist der Wanderer mit der orangen „Bayerische Staatsforsten“ Kappe.

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Wir hatten auch unseren Spaß. Die Dame neben uns eher weniger…

Am Samstag Abend waren wir bei einer befreundeten Familie (Familie Nicklas) zum russischen Abend eingeladen. Nein, nicht weil die Familie Nicklas russischer Abstammung sind, aber sie haben 4 Jahre in Moskau gelebt. Und so bekamen wir ein leckeres Abendessen mit, ich glaube es waren 5 Gänge serviert! Und der Gastgeber machte uns mit den russischen Bräuchen bekannt.

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Angelblich werden während des ganzen Abends Trinksprüche von allen Gästen vorgetragen und er hätte dafür das passende Getränk besorgt:

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Ähm, Getränke natürlich!

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Und während wir uns über das russische Essen freuten, machten sich die Kinder über die Bleche mit Pizza her:

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Der darauf folgende Tag war dann wieder ein bisschen gemütlicher, wir hatten ja vom Abend zuvor einiges zu verdauen.

Diese Woche standen den Kindern nur 2 Schultage bevor, da am Mittwoch Feiertag (Freedom Day) war und dann gleich mal Donnerstag bis einschließlich Montag ( 1.5. ist hier auch ein Feiertag und immer wenn ein Feiertag auf einen Sonntag fällt, ist der darauf folgende Montag ein Feiertag. ) keine Schule war.

Maxi ging Mittwoch bis Freitag Vormittag mit seinen Freunden in das Tenniscamp und alle ergatterten Urkunden! Well done!

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Am Freitag Mittag, gleich nach dem letzten Tennis-Match machten wir uns auf den Weg zur Antbear Lodge in den Drakensbergen. 5 Stunden Autofahrt einfach macht man hier schon mal für ein Wochenende! Wir fuhren bei strahlendem Sonnenschein und 25 Grad los, kamen aber erst nach Einbruch der Dunkelheit an, da Andreas bereits von der Arbeit zu uns nach Hause im Stau steckte! Naja, ein verlängertes Wochenende nutzten hier auch viele! Wir kamen aber rechtzeitig zum Abendessen und saßen gemeinsam mit der Familie einer Klassenkameradin von Johanna an einem Tisch und genossen nach dem Essen den lauwarmen Abend auf der Terrasse.

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Beim Frühstück am nächsten morgen schien die Sonne, aber es war noch ganz schön kühl. Wir beschlossen, mit zusammen mit Emilys Familie einen Ausflug zu machen und die Mädchen wollten währenddessen reiten. Leider begann es dann gleich nach dem Frühstück zu regnen und es wurde immer kälter anstatt wärmer.

Somit wurde das Reiten für die Mädchen leider gestrichen und wir fuhren in das 50 km entfernte Informationscenter, dem ein paar kleine Shops angegliedert waren und ein Cafe. Dort haben wir uns dann eine warme Suppe und Tee gekauft und die Kinder haben Taccos mit Käse überbacken gegessen. Nach einem kleinen Rundgang durch die Souvenierläden verabschiedete sich die andere Familie. Sie durfte nun nach Hause fahren. Wir fuhren zurück zur Lodge. In strömendem Regen und 10 Grad.

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Da war die Stimmung natürlich alles andere als entspannt im Auto. Deshalb sind die Fotos auch von hinten, damit man den Gesichtsausdruck nicht sieht.

Was aber ganz interessant war, war der Friedhof, an dem wir vorbeifuhren und ich ganz mutig im Regen und Eiseskälte ausgestiegen bin, um ein Foto zu machen.

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Zurück an der Lodge war das Wetter immer noch nicht besser, also

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haben sich die Kinder eine Beschäftigung im Haus gesucht.

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Andreas fand auch eine Beschäftigung. Das rettete die Stimmung ein wenig…

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denn man glaubt gar nicht, was 5 Grad wärmer ausmachen.

Dann hatte Maxi die glänzende Idee, den Wirlpool im Bad einlaufen zu lassen. Und 5 Minuten später saß er schon drin

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in der Brühe. Aber warm war es. Und es blubberte so schön.

Vor dem Abendessen spielten die Kinder und Andreas noch eine Runde Schach in der Lodge und nach dem Essen verzogen wir uns bald in unsere warmen Betten.

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Am nächsten Morgen regnete es glücklicherweise nicht mehr. Für Johanna und Maxi hatten wir einen Ausritt um die Lodge gebucht und Sebastian, Andreas und ich wollten in die nahe gelegene Höhle mit Felsenmalerei fahren. Dooferweise hatten wir gestern vergessen zu tanken und mussten nun 30 Kilometer Schotterpiste in die eine Richtung zur Tankstelle fahren, dann 60 Kilometer in die andere Richtung zu den Höhlen.

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Es war immer noch ganz schön frisch, aber in der Sonne war der einstündige Aufmarsch zur Höhle ganz angenehm.

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Vor allem bei dieser Aussicht!

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An den Höhlen angekommen informierte uns die Führerin über die verschiedenen Malereien.

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Wie sehr es die beiden interessierte, sieht man ja!

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Auf dem Rückweg war es dann schon um einiges wärmer und wir genossen die Pause in der Sonne.

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Und den Abstieg zum Bachlauf.

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Währenddessen auf der Lodge: Maxi und Johanna konnten den Ausritt leider nicht machen, da es der Besitzer vergessen hatte, uns das Haftungs-Formular unterschreiben zu lassen. Und somit durften die beiden nur eine kleine Runde im Hof drehen, aber anschließend die Pferde putzen und striegeln.

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Das Wetter besserte sich immer mehr und die Aussicht von unserem „Bankerl“ vorm Haus war beeindruckend.

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Die Kinder genossen es, nach einem Tag Regen (sind wir halt einfach nicht mehr gewöhnt!!!!), wieder draußen ihre Energie raus zu lassen.  Andere brauchten noch Energie:

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Als die Sonne nicht mehr so hoch oben am Himmelszelt stand, und es merklich kühler wurden, machten wir noch einen Rundgang über das Gelände.

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Und schwupps, war die Sonne weg und es war wieder „saukalt“. Da erinnerten wir uns an das warme Bad von Maximilian gestern Abend, aber in so eine braune Brühe wollten wir nicht steigen. Da hatte Andreas eine Idee! Wenn man ein wenig Shampoo in die Wanne gibt, schäumt es und man sieht das braune Wasser nicht. Gesagt, getan! Doch leider verschätzten wir uns mit der Menge des Shampoos und durch der Sprudel des Wirlpools tat seines dazu:

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Aber das braune Wasser war verschwunden!!!!

Nach dem Frühstück genossen wir noch den Ausblick von der Lodge und die Kinder tobten sich nochmal ein bisschen aus. Dann fuhren wir zurück nach Hause.

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Die kurze Schulwoche (Montag war ja noch frei), ging relativ schnell vorüber, da die Kinder auch mitten in der Proben-Zeit stecken, haben sie genügend, auch nach der Schule noch, zu tun.

Ich habe diese Woche eine leckere Entdeckung gemacht. Als ich über unser Mauer zum Nachbarn geschaut habe, sah ich, dass dort wunderschöne Früchte wachsen. Nein, keine Äpfel, Kirschen oder Zwetschgen! Ich glaube, die werden wir mal probieren….IMG_2361

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Auch in Johannas Tennisstunde habe ich einen Kontrollbesuch gemacht:

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Und abends machten wir es uns vor unserem Kamin gemütlich.

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Am Samstag war an der DSP „Tag der offenen Türe“ und die Kinder mussten an diesem Tag Unterricht über sich ergehen lassen. Währenddessen machten Andreas und ich einen Abstecher nach Johannesburg um Sebastians Geburtstagsgeschenk zu kaufen und über den Irene Markt zu schlendern. Am Abend waren wir dann bei Bekannten beim Abendessen eingeladen. War ein schöner Abend mit sehr leckerem Essen. (mal wieder!!!!)

Muttertag ist Muttertag. Auch hier in Südafrika am gleichen Tag. Johanna brachte mir das Frühstück ans Bett (es gibt ein Foto, dass stelle ich jetzt lieber nicht rein!!!) und tags über relaxten wir und die Kinder mussten für die Schule lernen.

Unter der darauf folgenden Woche war ganz normaler Alltag, bis auf Mittwoch. Da war ich Vormittag 3 Stunden beim Zahnarzt und nachmittags mit den 3 Kindern nochmals 1 1/2 Stunden. Am Freitag ging Johanna gleich nach der Schule mit zu einer Freundin, von der sie ganz begeistert zurückkam. Louky hat 5! Hunde!!! Und ein Kinder-Quad, mit dem sie durch den riesigen Garten gedüst sind. Da wurde Maxi und Sebi gleich ein wenig neidisch.

Aber dafür hatte Maxi am Samstag sein erstes Fußballmatch von BATFA. Wir freuten uns schon auf eine paar schöne Stunden am Sportplatz. Erstes Spiel um 10.30 Uhr, zweites um 13.30 Uhr. Und dann war Samstag morgen. 9 Uhr. Regen. 10 Grad. Und der Regen hörte den ganzen Tag nicht auf und die Temperatur stieg auch nicht merklich!

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Der südafrikanische Trainer des Gegners war da wohl härter im Nehmen als wir. Oder am nächsten Tag kränker…

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Andreas gab dann um 12.30 Uhr auf und fuhr mit Johanna, die sowieso nicht aus dem Auto ausgestiegen ist, nach Hause.

Maxi war der einzige Spieler, der mit Mütze auf dem Platz war.

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Zu Hause sprangen Maxi und ich dann gleich in die warme Badewanne.

Der Pfingstsonntag war wettertechnisch genauso grausam wie der Samstag und wir verkrochen uns unter den Decken auf der Couch. Leider war bei uns der Pfingstmontag kein Feiertag und wir hatten wieder eine 5-Tage-Schul- und Arbeitswoche vor uns. Ihr hattet eure erste Ferienwoche.

Bei uns wird es jetzt in der Nacht schon ganz schön kühl, knapp unter 10 Grad aber morgens haben wir dann jeden Tag einen wunderschönen Sonnenaufgang, den man toll von Sebastians Zimmer aus sehen kann. Der ist Sebastian aber um 6 Uhr so was von egal….

Da habe ich dann das Foto lieber von der Terrasse aus gemacht.

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Am Mittwoch hat uns dann der Postbote mal wieder etwas in die Einfahrt gelegt:

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Juhuuu! Eine Einladung!!! Aus Deutschland??? Zum Im Kleinfeld Straßenfest!!!! Hat uns wirklich sehr gefreut!

  1. Dass die Karte überhaupt angekommen ist,
  2. Dass wir eingeladen sind,
  3. Dass sich die Organisatoren (und somit die ganze Nachbarschaft) nach unserem Terminplan gerichtet haben!!!!!!!!!!

Nachmittags durfte ich wieder mit ein paar Mädchen zum Abschied-Feiern von Bärbel ins „Katy`s“ nach Joburg fahren. War wieder ganz lustig, sich um 15.30 Uhr in den Shuttle-Bus zu setzen, Sekt auf, Knabbereien raus und los geht es. Leider hatten einige Damen abgesagt und wir waren nur zu 6, war aber trotzdem lustig.

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Nach ein paar Stunden quatschen, essen, trinken, tanzen sind wir dann wieder gut und sicher um 24 Uhr in Silver Lakes angekommen.

Am Freitag nach der Schule kamen gleich 2 Freunde von Maxi mit zu uns. Kai und Lentsoe. Kai war schon öfters bei uns, Lentsoe noch nie und somit war Maxi ein wenig aufgeregt.

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Lentsoe ist (wie man sieht) Afrikaner. Seine Eltern sind beide ebenfalls Afrikaner, sprechen Englisch, Afrikaans und (ich glaube ) Zulu. Kein Wort deutsch. Lentsoe war schon im Kindergarten an der DSP und spricht einwandfreies Deutsch (na gut, hin und wieder verwechselt er die Artikel). Ich war so beeindruckt, dass ich ihn, glaube ich, die ganze Zeit nur angeschaut habe! Als abends seine Mutter ihn abholte, haben wir uns ein bisschen unterhalten. Sie erzählte mir, dass sie keinerlei Bezug zu Deutschland haben und hatten, aber der Kindergarten hatte einen guten Ruf und war relativ gut von zu Hause aus zu erreichen und somit beschlossen sie , Lentsoe dort anzumelden. RESPEKT LENTSOE.

Am nächsten Tag war wieder Samstag. Fußballsamstag. Sebi und Maxi hatten Spiele und da das Wetter wieder schöner war, konnte die Mannschaft von Maxi zu einem Gruppenfoto überredet werden.

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 Sebi ist nicht so erpicht drauf, dass seine Mama zuschaut und Fotos macht. Warum auch immer…

Nach dem Fußballspiel fuhr Sebastian mit seinem Freund mit, der außerhalb von Pretoria ein Haus in einem Game-Reserve besitzt, in dem die Familie öfters die Wochenenden verbringt. Als er am nächsten Tag nach Hause kam, sagte Sebi, dass sei das schönste Wochenende seines Lebens gewesen. Ich will gar nicht wissen, was die Jungs da alles getrieben haben. Auf dem Pickup hinten auf der Ladefläche zu stehen und über Stock und Stein zu holpern war da noch das Ungefährlichste, glaube ich.

Am Samstag Abend war ich mit Andreas das erste mal im State Theatre in Pretoria. Wir waren mal wieder mutig und sind abends in die Stadt gefahren. Das Theater liegt aber gleich in der Nähe der Autobahn und das Viertel ist auch nicht so berüchtigt. Es war wirklich sehr erlebnisreich und wir haben wieder etwas anderes von Südafrika kennengelernt. Wir parkten sicher in der Tiefgarage, die zusätzlich bewacht wurde und suchten die Kasse, an der wir die Karten hinterlegt hatten. Als wir nach dem Weg fragten, ging ein Angestellter mit uns mit. An der Kasse angekommen, waren natürlich keine Karten auf unseren Namen hinterlegt. Mist. Die Dame meinte aber, sie habe noch Karten von Gästen über, die nicht gekommen waren. Das ist ja nett, dachten wir. Als uns sie uns aber darauf hin wies, wir müssen uns beeilen, dass Stück fängt gleich an, wurden wir ein wenig stutzig. Es war kurz nach 19 Uhr und die Aufführung sollte um 20 Uhr beginnen. Als ich dann nochmal nachfragte, merkten wir, dass wir an der Kasse für eine andere Bühne waren. Dann führte uns unser Begleiter wieder zurück zum Eingang und ging dann mit uns in den anderen Teil des Theaters. Kleine Gänge hinter, Treppen rauf, Gänge entlang…. Ob wir da jemals wieder zurückfinden? Und: Führt uns der wirklich an eine Theaterkasse? Ja! An der Kasse angekommen, bekamen wir unsere Tickets und verbrachten die Zeit bis zum Aufführungsbeginn an der Bar. Wir hatten Karten für „Sophiatown“, eine Mischung aus Theater und Musical. Oder nennt man so was Singspiel? Keine Ahnung, zumindest haben sie halt geredet und gesungen. War ganz toll, leider merkten wir, dass wir immer noch weit weg sind, alles zu verstehen! Da die Pause erst um kurz von 22 Uhr begann, beschlossen wir, uns die 2. Hälfte nicht mehr anzusehen, da wir nicht mitten in der Nacht auf Pretorias Straßen unterwegs sein wollten und Johanna und Maxi zuhause alleine waren.

Am Sonntag war Winterfest der deut. kath. Gem. bei den Comboni-Brüdern (da war auch schon das Nikolausfest) und wir halfen nach dem Gottesdienst beim Getränke- und Kuchenverkauf und nachdem Andreas der Glühwein so gut schmeckte (bei 20 Grad), nahm er gleich eine Kiste mit. Über den Glühwein haben wir uns seitdem an mehreren kalten Abenden gefreut.

Nächsten Tag machte ich einen Ausflug zum Ponte Tower in Hillbrow, Johannesburg.

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Bevor wir in die Tiefgarage fahren durften, mussten wir erst noch warten, da die Müllabfuhr noch nicht fertig war. Als wir dann passieren durften, sahen wir, dass die Jungs ganze Arbeit geleistet hatten!

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Mit einer Gruppe auf ca. 15 Frauen und einem Mann machten sich 3 Guides mit uns zuerst auf den Weg durch Hillbrow, eines der berüchtigsten Stadtviertel Johannesburgs.

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Natürlich bekamen wir das zu sehen, was mach sich von solchen Vierteln erwartet.

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Aber die Menschen dort waren alle sehr freundlich, nett und wir fühlten uns zu keiner Zeit unwohl. Und auch bevor wir die Frauen gefragt haben, ob wir ein Foto von ihnen machen dürfen, hatten sie gelächelt.

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Und nach den Fotos lächelten sie noch mehr, als sie die Geldstücke, die wir ihnen als Dank gaben, in der Hand hielten.

Das Gemüse und Obst der Händler sah wirklich sehr lecker aus.

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Was ich von den Würmern, Fischen und Insekten nicht behaupten kann.

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Auch ein „Schwarzes Brett“, bzw. eine „Schwarze Mauer“ gab es.

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Nachdem wir eine große Runde um den Ponte Tower gedreht haben, gingen wir nun wieder zurück zum Tower. Bevor wir nach oben fuhren, mussten wir die Treppen bis zum Ende nach unten gehen. Da wurde es schon ein bisschen unheimlich. 20160523_120526

Unten im inneren des Turms angekommen erzählte uns der Guide, dass bevor der Turm vor einigen Jahren zwangsgeräumt und renoviert wurde, der Müll im Inneren des Turmes bis zum 13. Stock ragte. Das ist jetzt glücklicherweise nicht mehr so.

 

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Auch wurde das Innere des Turmes schon für mehrere Filme als Kulisse genutzt. Und ich bin mir sicher, es waren keine Schnulzen oder was zum Lachen!!! Die Atmosphäre hier unten ist echt gruselig und wir waren froh, dass wir, nachdem wir ca. 5 Stockwerke wieder die Treppen nach oben gewandert sind, mit dem Aufzug  in den 52 Stock fuhren. Es gibt insgesamt 8 Aufzüge, á 10 Personen. Und in dem Tower wohnen 3500 Menschen. Da kann es schon mal dauern, bis der Aufzug kommt.

Wir wurden mit einer tollen Aussicht über Johannesburg

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und einem leckeren Mittagessen belohnt. Leider war unsere Tour jetzt schon zu Ende. Noch schnell ein Foto

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und dann wollten wir aufbrechen Richtung Heimat. Da fiel den Damen ein, wir könnten doch noch einen Kaffee trinken gehen und sie schlugen das Hotel The Westcliff vor, ganz in der Nähe. Da ich nur Beifahrerin war, fügte ich mich ohne Gegenwehr.

Ganz nah ist in Südafrika dann mal eine halbe Stunde Fahrt aber endlich dort angekommen, wurden wir vom Parkplatz des Hotels mit dem Golfcart zum Restaurant des Hotels (ca. 100 m) gefahren. Da wunderte ich mich schon ein bisschen und sah dann am Eingang den „Four Seasons“- Schriftzug. Ok, da bin ich ja dann mal richtig gekleidet und die anderen Damen auch. Machte aber keinem etwas aus. Wir hatten einen tollen Platz auf der Terrasse mit einem weiten Blick über Johannesburg und genossen unsere Tasse Tee bzw. Kaffee. IMG-20160523-WA0062

Und das Kännchen Tee kostete umgerechnet 2.50 €. Das ist schon mal drin.

Aber dann war es doch soweit, dass wir und auf den Heimweg machten, denn zu Hause warteten die Kinder, die netterweise von einer anderen Mutter nach Hause gebracht wurden. Es war ja bereits 15 Uhr.

Schön langsam begannen die Vorbereitungen für Sebastians Geburtstag. Er wünschte sich, wie die letzten Jahre auch, eine Maulwurfhügel-Torte. Kein Problem. Dachte ich. Ich bekam nirgendswo gemahlene Mandeln. Na gut, dann mahle ich eben selber. Da ich aber weder eine Mühle oder Reibe, mit der man Mandeln zerkleinern kann hier besitze, mussten halt die Pflastersteine im Hinterhof herhalten.

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Und es funktionierte:

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Und auch um die Schokolade klein zu bekommen,  dauerte ewig.

Somit brauchte ich dieses Jahr ein ganzes Stück länger, bis die Torte fertig war, aber ich muss gestehen, so lecker wie dieses Jahr, war sie noch nie…

Ups, jetzt rede ich schon vom Torte essen und habe noch gar nicht von Sebastians Geburtstag geschrieben.

Also, Sebis Geburtstag: Wecken um 5.30 Uhr zur Freude aller! Und nach dem obligatorischen Geburtstagsständchen saßen wir gemeinsam am Frühstückstisch,

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Sebi blies die Kerzen auf seiner Torte aus

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und packte seine Geschenke aus.

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Dann war Schule angesagt und abends Training. Da verging der Tag wie jeder andere und auch das Wochenende nahte.

Da ich Andreas immer so vorschwärme, dass es morgens so schön sei, durch das Estate zu joggen/walken/gehen, wollte er es unbedingt auch mal erleben. So stellten wir uns am Samstag um 6 Uhr den Wecker und nach einer schnellen Tasse Tee gingen wir los.

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Und Andreas gab mir Recht. (Ist ja nicht immer der Fall!) Leider war es ein bisschen frisch, aber Dank Mütze und Schal konnten wir es trotzdem genießen.

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Zumindest bis wir auf halbem Weg und am anderen Ende von Silver Lakes waren, als wir eine WhatsApp von Sebi erhielten, dass er in 30 Minuten an der Schule sein muss. Treffpunkt Fußballspiel. Dann war der gemütliche Spaziergang vorbei und wir gingen strammen Schrittes und ein wenig genervt nach Hause, stiegen ins Auto und fuhren Sebastian zur DSP. Dort angekommen (nur 10 Minuten zu spät) waren wir alleine und nachdem wir beim Trainer nachgefragt hatten, wann und wo das Spiel sei, meinte dieser, in 3 Stunden in Glen High. Das schwenkte die Stimmung, die schon ein bisschen am kippen war, natürlich völlig um.  Da hat Sebi ein bisschen was verplant… Im nachhinein stellte sich heraus, dass der Trainer Sebi aus versehen die falschen Angaben gab und er gar nichts dafür konnte. War aber der Stimmung in diesem Moment egal!

Weil wir dann eh schon unterwegs waren, fuhren wir Semmeln holen, dann nach Hause, frühstücken und dann und fuhren los Maxi zum Fußballspiel und Sebi später auch. Und somit war dann der Samstag auch schon fast vorbei…

Am Sonntag feierte er mit seinen Freunden die ersehnte Paintball-Geburtstagsfeier.

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Gut ausgerüstet mit 500 Patronen im Schießgerät ging es los.

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Und mit einem strahlenden Lächeln kam Sebi zurück.

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Da zum Schluß tatsächlich noch ein paar Kugeln über waren, durfte Johanna, die beim Abholen mit dabei war, auch ein bisschen ballern.

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So, und dann ging es mit den Jungs zu uns nach Hause und da einige der 15-jährigen Halbstarken ein bisschen zu viel Hitze hatten, sprangen sie gleich mal in den Pool. Der hatte sicherlich nur um die 10 Grad. Aber die Jungs waren hart im Nehmen.

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Und dann ging es ab auf den Golfplatz zum…… -genau- … Fußballspielen. Unsere Nachbarn waren auch gleich mit dabei.

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Nach einer kleinen Stärkung

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spielten sie, wie bei jedem 15. Geburtstag üblich, (ha, ha, ha) eine Runde

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Und schwupps, war die Party vorbei!

Und wieder eine Woche… Und eigentlich auch schon der Monat Mai.

Da ich auch Maximilians Fortschritte beim Tennis begutachten wollte, schaute ich ihm bei seiner nächsten Tennisstunde zu und war beeindruckt.

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Am Freitag war dann die langersehnte erste Golfstunde von Maxi. Sjac, der Golflehrer spricht nur Englisch und Afrikaans aber Maxi hat das Wichtigste verstanden. Hoffentlich.

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Da diese Woche sonst nichts besonderes war, außer dass ich am Montag mit Johanna und Sebastian beim Kieferorthopäde und mit Maxi dann am Mittwoch beim Zahnarzt gesessen bin, einen Tag im Tuck-Shop an der Schule gearbeitet habe und begonnen habe diesen Beitrag zu schreiben, war auch schon das nächste Wochenende da.

Am Samstag hatten wir ein befreundetet Ehepaar zum afrikanischen Abendessen eingeladen und da ich Vor-, Haupt- und Nachspeise zubereiten wollte und alle Rezepte neu waren, verbrachte ich irgendwie den ganzen Tag in der Küche.  Mit Ausnahme einer Stunde, in der ich die Zutaten besorgte, die noch fehlten. Andreas erledigte die Fußballfahrten und Johanna half mit in der Küche. Es wurde ein schöner Abend und das Essen schmeckte sogar lecker.

Sonntag war Ökumenischer Gottesdienst an der Deutschen Schule und zum Leidwesen unserer Kinder nahmen wir daran teil. Anschließend war gemeinsames Mittagessen, zu dem jeder einen Salat fürs Buffet beisteuerte. Zusätzlich konnte man sich noch Würstchen kaufen. Glücklicherweise erhielten wir das letzte Würstchen, Unglücklicherweise war halt ein Würstchen für 5 Personen ein bisschen arg wenig. Wir überlebten es aber (ich denke ohne Schaden) und Nachmittags fuhren wir dann mit Familie Niklaus zum Kaffeetrinken, bei dem sich aber unsere Kinder lieber einen Burger und Pommes bestellten .

Am Dienstag machte Maxi mit seiner Klasse einen Ausflug zum Voortrekker Monument und noch während des Ausflugs bekam ich, Dank WhatsApp, die ersten Bilder. Und Maxi wunderte sich, als ich ihm genau sagen konnte, welches Eis er heute gegessen hatte.

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Während Maxi Spaß hatte, zitterte Johanna ganz leicht. Sie saß zu der Zeit beim Kieferorthopäden… War aber alles halb so schlimm!

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Am Mittwoch machte ich dann einen Ausflug nach Mamelodi. Das ist das Township, dass direkt an Silver Lakes angrenzt. Wir fuhren mit einem Kleinbus und der Fahrer erzählte uns mehr oder weniger interessante Fakten. Sein Lieblingssatz war: „This is Mamelodi.“ Ja, das haben wir uns schon gedacht, da wollten wir ja auch hin!!!

Als wir bei einem Straßenrestaurant hielten, konnten wir unseren Hunger mit Pap und Lebereintopf stillen. Ich hatte keinen Hunger!!

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Nach 3 Stunden Fahrt durch den mittleren und besseren Teil Mamelodis fuhren wir wieder zurück. In den brenzligen Teil wollte er anscheinenden mit 10 weißen Frauen nicht fahren.

Am Spätnachmittag ging ich dann mit Maxi noch eine Runde spazieren. Die Nachbarsgärten sind schon winterfest gemacht…

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Abends war ich dann mit ein paar Mädels, mit denen ich mich hin und wieder zum Frühstücken treffe, beim Essen. Wir gingen in ein Fischrestaurant und beschlossen dann aber gemeinsam (mehr oder weniger einstimmig), Sushi zu essen. Ich und Sushi!!! Habe ich in meinem Leben ja noch nicht gemacht. Ok, will ja keine Spielverderberin sein. Also, dann kam eine riesige Platte mit allerlei Sushi darauf und wurde in die Mitte des Tisches gestellt. Die anderen kannten von jedem Stück die genaue Bezeichnung, für mich sahen fast alle gleich aus. Und dann kam die erste Herausforderung. Nicht nur, dass ich zum ersten mal vor diesen Reisbatzen sitze. Nein! Es gab auch nur Stäbchen! Und das kann ich ja auch nicht!!! Fragt mich nicht, aber irgendwie hab ich es dann doch geschafft, einigermassen satt zu werden. Ich habe ja schon immer durchgeschnauft, wenn ich das Teil von der Mitte des Tisches auf meinem Teller zwischengeparkt hatte. Dann der zweite Akt es bis in meinen Mund zu schaffen, ohne dass ich unverhältnismäßig nah meinen Mund zum Teller brachte. Und dann kam die dritte Herausforderung! Dieses Sushistück war so groß, dass ich immer Angst hatte, mein Mund sei zu klein dafür. Hab ich mich getäuscht. Die Größe meines Mundes hatte gereicht!!! Und glücklicherweise gab es ein paar Schlückchen Weißwein dazu. Den brauchte ich nicht mit den Stäbchen zu mir zu nehmen…

Und heute ist heute. Ich sitze seit 8 Uhr morgens (mit einer kurzen Unterbrechung von ca. einer Stunde telefonieren mit Karin) an diesem Beitrag, damit er fertig wird. Und jetzt (13 Uhr) habe ich es geschafft.

Ich glaube, er es bisschen lang geworden…

Jetzt höre ich auf über die vergangen Wochen zu schreiben, denn jetzt freuen wir uns schon so auf die kommenden Wochen! In 6 Tagen fliegt der Großteil von uns schon los in unseren Urlaub nach Altdorf!!!