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 Komische Überschrift. Ich weiß! Ergibt aber einen Sinn!

Viel haben wir erlebt, die letzten 2 1/2 Monate und jetzt muss ich meine grauen Gehirnzellen wieder anstrengen, dann kann es los gehen:

Die letzten 5 Tage vor unserem Urlaub in Altdorf verbrachten wir am Samstag auf der Abschiedsfeier von Familie Oberdorf, die nach über 3 Jahren zurück nach München geht und uns hier das eingewöhnen in Südafrika mit 1000 Tricks und Tipps erleichtert hat! Schade, dass sie schon vor uns abreisen…

Wir feierten auf einer Farm mit vielen verschiedenen Tieren. Maxi war aber nur im Streichelzoo:

20160611_124719Die Geburtenkontrolle ist immer noch in einigen Teilen Afrikas ein Problem!

Um unser Koffer für die Heimreise noch zu füllen, machten wir uns am Sonntag auf den Weg nach Johannesburg zum Markt.

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Abends verfolgten wir dann ganz gespannt das erste EM-Spiel der Deutschen Nationalmannschaft gegen die Ukraine. Incl. Hymne!

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Die letzten drei Schultage vergingen dann auch wie im Fluge. Und weil wir gerade beim Thema sind (FLUGE), am Mittwoch ging es dann am späten Nachmittag endlich los. Wir warteten bereits in der Einfahrt (und schlugen die Zeit tot) auf Andreas, der von der Arbeit angedüst kam, um uns zum Flughafen zu fahren.

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Endlich im Flieger!!!

 

 

 

 

Abfahrt zu Hause in Pretoria: Mittwoch, 17 Uhr

Ankunft zu Hause in Altorf: Donnerstag, 9 Uhr

Und wie es sich gehört (und wir es uns auch gewünscht haben) gab es Weißwürstl, Brezen und WEISSBIER! Lecker! Und vielen Dank!

Jetzt bin ich in der Zwickmühle, da ich ein paar Fotos in Deutschland gemacht habe, aber vergessen habe, mir die Einverständniserklärung geben zu lassen, die Fotos zu veröffentlichen. Ich stelle jetzt einfach ein paar Fotos rein, ganz klein, und wer etwas dagegen hat, soll es halt im Nachhinein sagen. Und bitte nicht traurig sein, wenn von euch kein Foto dabei ist. Ich habe nicht immer daran gedacht, eines zu machen! Auf jeden Fall waren es 2 tolle Wochen in Deutschland. Danke, an alle, die sich Zeit genommen haben, um mit uns ein bisschen zu quatschen und gemütlich beisammen zu sitzen! Das wissen wir wirklich sehr zu schätzen! Für euch alle war es ja Alltag, nur für uns Urlaub!!! Vielen herzlichen Dank auch an die vielen Spender für das Fußballprojekt in Majakaneng! Die Fußballer haben sich riesig gefreut!!!!

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Die Zeit verging sehr schnell, zu schnell.  Wir haben es doch tatsächlich nicht geschafft, am Sportplatz die Mannschaften der Jungs zu besuchen. Oder meine Arbeitskollegen in der Bücherei… Aber: Wir kommen ja wieder!!! (Hoffentlich freuen wir uns und ihr euch dann wieder so!!!!!!)

Danke auch für den schönen Abschied am Flughafen!!!!

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Abflug München: Mittwoch, 29.06.2016 um 21.05 Uhr

Ankunft in Johannesburg: Donnerstag, 30.06.2016 um 7.30 Uhr

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mit ein bisschen Gepäck

Ankunft zu Hause in Pretoria: 9.30 Uhr

Koffer auspacken, Wäsche waschen, Haus und Garten checken, Einkaufen fahren, Koffer packen, schlafen gehen

Freitag, 4 Uhr: aufstehen!!!!! Abfahrt in den Urlaub nach Namibia!!!!

(Da habe ich dann mal lieber keine Fotos gemacht!!!!!!)

Unsere erste Etappe ging von Pretoria immer der N14 entlang zu den Augrabies Falls. 1030 Kilometer, 11 Stunden Fahrt.

Als es morgens langsam hell wurde, bemerkten wir in den Dörfern, dass vor einigen Häusern die Menschen in Schlangen anstanden… Bei genauerem Hinsehen stellte sich heraus, dass es immer Banken waren. Na klar!!! Ist ja Anfang des Monats!!! Geld ist angekommen!!!

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Ganz beeindruckt waren wir auch von den vielen, riesigen Vogelnester an den Stommasten:

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Und ganz idyllisch fuhren auf den Schotterstraßen neben der Teerstraße ganz viele Esel-/Pferdekarren. Auf folgendem Foto schaut es nicht ganz so idyllisch aus…. Aber manchmal ist es nicht so einfach, ein Foto ohne Polizeiauto zu knipsen…

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Am Ziel bei den Augrabies Falls weigerten sich dann die Kinder, noch die Wasserfälle zu besichtigen, da sie unbedingt raus aus dem Auto und  zur Unterkunft wollten. Naja, war dann irgendwie auch verständlich. Unsere erste Nacht verbrachten wir in einer Backpackers-Unterkunft. Das Schönste an der Unterkunft waren die Tiere auf dem Gelände, der Kanal (mit Frischwasser!!!!) und die Feuerstelle!

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 Am nächsten Morgen machten wir uns bei Tagesanbruch auf den Weg Richtung Grenze ZA-NAM. Natürlich mit einer Kanne Tee.

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Zuerst mussten wir aber ein kleinen Stück (ca. 20 Kilometer) zurück fahren, da wir bemerkten, dass wir fast kein Bargeld dabei hatten. Aber – was sind schon 20 Kilometer zurück?!?!?! Und dann die gleiche Strecke wieder in die andere Richtung?!?!? Da beginnt der Tag doch sehr relaxt…..

Zumindest war es dann nicht mehr ganz so weit zur Grenze. Nur ca. 170 Kilometer. Völlig wach waren im Auto alle, als uns plötzlich ein Hubschrauber auf unserer Spur entgegenkam…

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Leider war es aber nach ca. 100 Kilometer vorbei mit der Teerstraße. Weiter ging es auf der Schotterstraße…

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Namibia, wir kommen!

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 Leider gab es keine Toilettenhäuschen auf dem Weg…

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Und dann waren wir endlich an dem Grenzübergang:

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Hinein in das Grenzhäuschen, Stempel abholen, weiterfahren….

Nein, soooooo schnell geht das hier nicht. Das dauert…. Da wird ewig in den Pässen geblättert und in den Computer geschaut. Und dann entdeckte der nette Grenzbeamte meine Kamera und fragte, ob er die mal ausprobieren dürfte… Na klar, mach halt mal paar Fotos!!!

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Und dann machten wir noch ein „Selfie“:

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Anschließend begleitete er uns noch zu unserem Auto. Er muss ja kontrollieren, was wir alles dabei haben.

IMG_3243Nachdem wir ihm dann etwas aus unserer Obstkiste überreicht haben, fuhren wir auch schon nach über 30 Minuten über den Oranje River, den Grenzfluss, nach Namibia.

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Dann wieder aussteigen und in das Grenzhäuschen der namibischen Beamten…IMG_3257

 Wieder Formulare ausfüllen und Stempel abholen. Wir hatten Glück und der Grenzer war nicht so sehr an uns interessiert, wie sein südafrikanischer Kollege, der im übrigen Andreas seine Telefonnummer gab, falls er bei BMW einen Job für ihn hatte.

Somit waren wir in NAMIBIA!!!

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Und unsere Fahrt ging weiter zum Fish River Canyon. Ca. 300 km Schotterpiste und die Gegend änderte sich nicht viel…

Am Canyon angekommen vermissten wir den reißenden River, der durch den Canyon peitscht. Liegt wohl daran, dass es hier und auch in den Regionen, die den Canyon speisen, dieses Jahr viel zu wenig geregnet hatte.

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Vom Canyon aus hatten wir nicht weit zu unserer Unterkunft und machten es uns den Rest des Tages gemütlich. Da wir nun eine Stunde „gewonnen“ hatten (andere Zeitzone als heute morgen), waren wir sogar noch rechtzeitig zum geführten Abendspaziergang mit dem Ranger.

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Oryx

Leider mussten wir am nächsten Morgen wieder weiter. Da wir den Canyon gestern besichtigt haben, konnte ich den Rest der Familie nicht mehr überreden, nochmals hin zu fahren und wir machten uns auf direktem Weg auf Richtung Norden nach Keetmanshoop.

Nachdem wir die letzten beide Tage 1050 und 450 gefahrene Kilometer hinter uns hatten, waren die Kinder total happy, als sie erfuhren, dass unsere Etappe heute lt. Navi nur ca.  160 km sein wird. Tatsächlich wurden es dann doch wieder mehr… Aber nur um 50 km…

Unterwegs gab es viel zu sehen:

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Landschaft!!!!

In Keetmanshoop hielten wir dann kurz bei einem Fast-Food-Restaurant, bestellten dann fast die ganze Karte rauf und runter, stornierten dann wieder die Hälfte, als wir bemerkten, wieviel es kostet und fuhren dann noch  ca. 15 Kilometer.

Als wir dann an unserem Ziel, dem Kokerboomwood ankamen, waren wir überrascht, dass er zu einer privaten Farm gehört und zahlten dann Eintritt…

… um die Bäume zu besichtigen, die wir eh schon die ganze Zeit am Straßenrand besichtigen konnten und die uns auch durch unsere ganze Namibia-Reise begleiteten…

Und ein Wald ist in Namibia auch etwas anderes als in Deutschland.

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Übrigens bedeutet Kokerboomwood auf deutsch: KÖCHERBAUMWALD  ;),

da die Äste früher ausgehöhlt wurden und als Pfeilköcher benutzt wurden.

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Eine riesige Familie

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wuselte durch das Gelände.

Gott sei Dank waren die Geparden aber hinter hohen Zäunen.

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Das hätte sich Andreas von den Hunden wohl auch gewünscht:

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Da es schon langsam Abend wurde, machten wir uns zu unserer nächsten Unterkunft auf. Da kommt keiner über die Mauer…. Weder rein noch raus…

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Wir zogen nochmal los und hielten Ausschau nach einer Nahrungsaufnahmestelle, da wir für heute wieder eine Selbstverpflegungsunterkunft gebucht hatten.

Die Auswahl in Keetmanshoop war leider nicht sehr üppig! Bei STEERS waren wir schon zum Mittagessen, also blieb nur noch DEBONAIRS PIZZA übrig…

IMG_3684Und da es in dem Fast-Food-Restaurant nicht sehr gemütlich war, haben wir uns entschlossen, doch gleich in unserer Unterkunft zu essen.  War mindestens genau so gemütlich!

IMG_3687Am nächsten Morgen haben wir unser Ziel in das Navi eingegeben: Lüderitz und ab ging die Fahrt. Ganz einfach, fast immer nur gerade aus… Und nur 319 Kilometer, ein Katzensprung.

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Zu unserer Überraschung war sogar jeder Kilometer Teerstraße! Wir wunderten uns schon, erzählte doch jeder, in Namibia gibt es nur Schotterpisten! Und es ging tatsächlich fast nur gerade aus!

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Am Straßenrand bekamen wir Verkehrsschilder zu Gesicht, die uns zuvor noch nie begegnet sind.

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Wilde Pferde in der Namib:

Eine Attraktion im südlichen Teil der Namib sind die Wildpferde von Garub. Diese Wildpferde haben sich aus der Rolle des Arbeits- oder Zuchtpferdes erfolgreich herausgelöst. Sie sind unabhängig vom Menschen und faszinieren uns durch ihr angepasstes Leben an widrigste Bedingungen in grenzenloser Freiheit

Im südlichen Afrika gibt es nun eigentlich keine wildlebenden Pferde, die hier herrschenden klimatischen Bedingungen sind für Pferde nicht typisch. Pferde wurden erst von den europäischen Einwanderern mit der Besiedlung des südlichen Afrika importiert. So drängt sich dem interessierten Beobachter die Fragen auf, woher diese Pferde kommen und warum diese gerade hier, in großer Hitze und bei wenig beziehungsweise nur mit großen Anstrengungen erreichbarem Futter leben. (Ja, ich weiß, ihr habt es bemerkt! Den Text habe ich von der Info-Namibia-Homepage kopiert…)

Das Foto nicht:

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Wir fuhren gemütlich die ewig lange, gerade Straße entlang, hielten links und rechts Ausschau nach weiteren Pferden, als es plötzlich einen lauten Knall tat und wir alle zusammenzuckten, Andreas auf die Bremse trat und wir nach links, rechts und oben schauten um heraus zu finden,  was passiert war…

Durch unser Glasschiebedach, sahen wir dann den offenen Deckel unserer Dachbox!!! Mist!!! Also sind wir sofort links an den Straßenrand gefahren, stehen geblieben und ausgestiegen. Wie wir vermutet hatten, war die Dachbox bereits leer und der gesamte Inhalt hinter uns auf der Straße verteilt!!! Ich bin los gelaufen und habe unser Hab und Gut so schnell wie möglich von der Straße aufgehoben und bin voll bepackt mit allen wichtigen und unwichtigen Dingen zurück zum Auto gelaufen. Da wir immer noch halb auf der Straße standen, schmissen wir alles einfach ins Auto und fuhren zu dem nächsten Parkplatz, der schon in Sichtweite war. Sebastian hielt mit beiden Händen aus dem Fenster die Dachbox zu, damit der Deckel nicht wieder aufsprang… Der Wind blies hier oben ganz schön!

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An dem Parkplatz stellte sich heraus, dass die Dachbox hinüber war. Das Schloss war nicht mehr zu verschließen und der Sprung im Deckel der Box war viel zu groß. Jetzt standen wir vor 2 Problemen:

1.: Wie sollen wir das ganze Gepäck in unserem Auto verstauen? Neben 2 mittelgroßen  Koffern (was eh nicht viel ist für 16 Tage für 5 Personen), einer Kühlbox, Kissen, Decken, Holzkohle, 10 Liter Trinkwasser, Schuhe… lag noch der winzig kleine Reservereifen in unserem Kofferraum!!!

2. Was tun mit der Dachbox?

Problem 1 haben wir dann tatsächlich gelöst und festgestellt, dass wir die Dachbox eigentlich gar nicht gebraut hätten. Passt doch alles in den Kofferraum des X3. Sogar die Abdeckung konnten wir noch zuziehen, damit man hinten raus schauen kann. Komisch. Da wunderten wir uns ja schon ein bisschen darüber…

Problem 2 haben wir dann auch gelöst:

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Also, sollte jemand in naher Zukunft mal die B4 von Keetmanshoop Richtung Lüderitz fahren und nach ca. 150 km auf der rechten Fahrbahnseite auf dem Parkplatz einer Anhöhe eine beschädigte Dachbox finden: DAS IST UNSERE!!!

Die Steine haben wir sicherheitshalber darauf gelegt, damit der Wind die Dachbox nicht durch die Gegend weht!

Als wir wieder alle im Auto saßen, schnaufen wir alle kräftig durch und waren im Nachhinein ganz froh, dass nicht mehr passiert ist… IMG_3706Und so fuhren wir weiter, ohne Dachbox Richtung Lüderitz.

Kurz vor unserem Ziel verschwand die Sonne hinter einer Nebelschicht.

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Und nachdem wir die Geisterstadt Kolmannskuppe, die wir übermorgen auf dem Rückweg besichtigen wollen, links liegen lassen haben,

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kamen wir an unserem heutigen Tagesziel an:

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Wir machten eine kleine Runde durch die Stadt und amüsierten uns über die Beschriftungen an den Häusern.

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Vor einer Stunde fuhren wir noch durch Wüste und jetzt sind wir am Atlantik. Und die Sonne bemühte sich, uns ein paar wärmende Strahlen zu schicken.

IMG_3754IMG_3764Wir informierten uns im Touristen-Büro über die Sehenswürdigkeiten in Lüderitz und buchten für morgen Früh um 8 Uhr eine Katamaran-Bootsfahrt Richtung Halifax. Andreas kaufte sich die neueste Ausgabe der „Allgemeinen Zeitung“ und wir besorgten uns noch Handschuhe und Mützen für die Bootstour morgen.  Nach einem kleinen Supermarkt-Stop fuhren wir zu unserer Ferienwohnung, die zwar im Industriegebiet lag, aber sehr gräumig war und schmissen den Grill an.

Da wir morgen früh raus mussten, suchten wir schon alles zusammen, was wir mitnehmen und anziehen wollten. Und da es sehr kühl war, entschloss ich, meine Wanderschuhe anzuziehen. Da wir zu 5. das Auto ausgeräumt hatten und jeder unser Gepäck durch die ganze Wohnung verteilt hatte, konnte ich die große, rote Stofftüte mit unseren Schuhen nicht gleich finden. Natürlich wurde gleich jeder beschuldigt, die Tüte in irgendeine Ecke gelegt zu haben und da aber auch die nagelneuen, sündteueren Turnschuhe, die ich nur gekauft hatte, weil die Kinder hier in der Schule schwarze Schuhe anziehen müssen und wir in Deutschland auf die Schnelle keine günstigeren gefunden haben, in der Tüte waren, suchten alle mit. Vergeblich. Die Tüte war nicht auffindbar. Das gibt es doch nicht! So klein ist die Tüte doch nicht: 3 Paar Turnschuhe für die Kids, 2 Paar Wanderschuhe von mir und Andreas, meine Turnschuhe und ein paar Flip Flops!!!! Mir wurde ein bisschen mulmig… Andreas rief in unserer vorherigen Unterkunft an und fragte nach, ob wir sie vielleicht dort vergessen hatten. Natürlich nicht. Ich ahnte schon etwas…. Traute es mich aber nicht aussprechen, da Sebi und Johanna schon fix und fertig waren, da ihre neuen Schuhe, über die sie sich so gefreut hatten, weg waren.

Es gab jetzt nur noch eine Möglichkeit: Wir haben sie verloren, als unsere Dachbox aufging. Aber ich war mir sicher, dass nichts mehr auf der Straße lag und so eine große, rote Tüte hätte ich nicht übersehen! Es war aber wahrscheinlich doch so. MIST. Da lagen jetzt Schuhe im Wert von ein paar hundert Euro auf der Straße. Bzw. jetzt lagen sie sicherlich schon nicht mehr dort. Die Stimmung der Familie Gruber war im Eimer. Wir überlegten, ob morgen einer von uns morgens nicht mit Bootfahren fährt und die 150 Kilometer landeinwärts fährt um die Schuhe zu suchen. Aber wir entschlossen uns, es bleiben zu lassen. Wenn wir sie wirklich auf der Straße verloren hatten, wären sie eh schon weg. Hoffentlich hat sie einer gefunden, der sie wirklich brauchen kann.

Am nächsten morgen ging es bei strahlendem Sonnenschein raus aufs Meer und wir genossen die tolle Aussicht.

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Den wachen Augen der Kinder ist nichts entgangen,

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nur ich war ein wenig zu langsam, als die Delfine durch die Lüfte sprangen. Aber dann hatten sie ein Einsehen mit mir und schwammen schön langsam mit uns mit.

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Sogar bis in den Hafen:
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Nachdem wir dann ganz glücklich vom Boot gestiegen sind, fuhren wir zu unserer Unterkunft, stärkten uns ein wenig und machten uns zu Fuß auf, die restlichen Sehenswürdigkeiten von Lüderitz zu besichtigen. Unsere erste Station war das Goerke-Haus, das traumhaft gelegen auf einem Felsenhügel steht.


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 Und wir hatten einen tollen Blick auf die Felsenkirche, die unser nächstes Ziel wurde.IMG_4076

Wir gingen weiter durch das Dorf und weil wir gerade vorbeikamen, nahmen wir unsere Wäsche, die wir gestern in die Wäscherei brachten, mit. Mit einem großen Müllsack liefen wir also quer durch Lüderitz. Macht ja nix, kennt uns ja keiner. Hoffentlich!!!

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Und weil einfach so durch das Dorf spazieren nicht so aufregend ist, probierte Maxi unterwegs seine Kletterkünste aus. Spielplatz gab es keinen…

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Am nächsten Morgen machten wir uns auf nach Kolmanskuppe.

Kolmanskuppe ist eine Geisterstadt. Nicht, dass es dort etwa spukt, sondern die Stadt ist von allem verlassen, was früher mal eine Stadt ausgemacht hat.

Nur etwa 15 km östlich der Hafenstadt Lüderitz gelegen, war Kolmanskop im Jahr 1908 ursprünglich ein kleiner Bahnhof bei der Kolmanskuppe an der im Bau befindlichen Lüderitz-Eisenbahn von Lüderitz nach Keetmannshoop. Die Kolmanskuppe erhielt ihren Namen nach einem Nama, der Coleman hieß, welcher hier im Jahr 1905 mit seinem Ochsenkarren stecken blieb und verdurstete. Soweit die Legende.

Im Jahre 1908 wurde durch den Eisenbahnarbeiter Zacharias Lewala hier ein glitzernder Stein gefunden, den dieser zu dem Bahnmeister August Stauch brachte. Stauch, der hier am Bahnhof Grasplatz stationiert war und die Aufgabe hatte, die Gleise in einer Streckenlänge von ca. 20 km von Sand frei zu halten, hatte sich als Hobby mit Mineralogie beschäftigt. Er vermutete, hier etwas zu finden und gab seinem Arbeiter die Anweisung, ihm besondere Steine zu bringen. Stauch vermutete sofort in dem Fund einen Diamanten, was durch eine in Auftrag gegebene Untersuchung durch seinen Freund und Bergwerksingenieur sowie späteren Geschäftspartner Sönke Nissen bestätigt wurde. Stauch und Nissen hängten diese Entdeckung aber nicht an die große Glocke, sondern kündigten ihre Arbeitsverhältnisse und sicherten sich bei der Kolmanskuppe einen Claim von 75 km² Fläche. Sie suchten mit Erfolg weiter nach Diamanten.

Das blieb dann aber nicht verborgen und es entwickelte sich ein wahres Diamantenfieber, in dem sich hier Ströme von Diamantensuchern und Abenteurern niederließen. Innerhalb von 2 Jahren begann sich in rasantem Tempo eine bisher beispiellose Stadtentwicklung abzuzeichnen; Kolmanskop wurde innerhalb weniger Jahre zur reichsten Stadt Afrikas und einer der reichsten Städte der Welt. Die dadurch geschaffene Infrastruktur suchte seinesgleichen, es gab ab 1911 elektrischen Strom, luxuriöse Steinhäuser, Casino, Schule, Krankenhaus, eine Eisfabrik wo Stangeneis für Kühlschränke produziert wurde, Theater, Ballsaal, Turnhalle, Kegelbahn, Salzwasserschwimmbad und vieles mehr, obwohl hier nicht mehr als 400 Personen lebten.

Interessant ist, dass im Krankenhaus der erste Röntgenapparat im Süden Afrikas installiert wurde. Sicher auch deshalb, um die Arbeiter auf etwa verschluckte Diamanten zu kontrollieren…

Im September 1908 wurden keine Schürflizenzen mehr erteilt und der südliche Küstenstreifen wurde zum Sperrgebiet erklärt. Die Diamantenförderung wurde industrialisiert und in gewaltigen Fabrikanlagen wurde der diamanthaltige Kies ausgesiebt und gewaschen. Aus 10 Tonnen Sand lassen sich nicht mehr wie 1 bis 2 Karat (1 Karat = 0,2 gr.) Rohdiamanten gewinnen.

So konnten bis zum ersten Weltkrieg 1 Tonne Diamanten gefördert werden. Mit dem Kriegsausbruch 1914 ging die Förderung gegen Null und mit dem Verlust der deutschen Kolonien ging auch die deutsche Ära der Diamantenförderung zu Ende und an Südafrika über.

1928 wurden südlich von Lüderitz bis hinunter nach Oranjemund ergiebige Schürffelder gefunden, die Vorkommen in Kolmanskop gingen zu Ende und so wurde hier die Förderung eingestellt und bis 1938 wurden die Maschinen in den Süden gebracht. Die Stadt wurde sich selbst überlassen und die Wüste holte sich das ihr abgewonnene Terrain zurück. Zwischen 1956 und 1960 verließ der letzte Einwohner die Stadt.

1980 wurde das touristische Potenzial der Geisterstadt wieder entdeckt, da auch Lüderitz einen wirtschaftlichen Aufschwung hatte und man begann, einzelne Häuser wieder auszugraben und instand zu setzen. (ja, wieder von info-Namibia.com) Aber ihr sollt ja auch etwas über Namibia lernen…

Hier konnte man sprichwörtlich „ein Sonnenbad nehmen“

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Die Eisprodunktion vor 100 Jahren wurde uns beschrieben und auch der Kühlschrank stand funktionstüchtig bereit.

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Wir besichtigten ein Haus nach dem anderen und waren froh, wenn wir uns nicht im Freien aufhalten mussten, denn dort blies der Wind die ganze Zeit den Sand durch die Gegend.

Ein mystischer Ausblick:

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Und typisch Namibia: Hier darf man alles besichtigen. Auf eigene Gefahr natürlich. Aber in dieses Haus wären wir in Deutschland sicherlich nicht mehr rein gekommen…

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Natürlich machten wir uns auch auf die Suche nach dem Pool, der immer noch  auf dem Hügel stand. Das Wasser hierfür wurde vom Atlantik, der ca. 15 km entfernt ist, mit Fässern transportiert.

Nicht mehr ganz funktionstüchtig, aber Sebi sprang trotzdem hinein: ääähm, hinaus:

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Nachdem wir nun den Sand gefühlt in fast allen Körperöffnungen hatten, machten wir uns auf und fuhren weiter.

Ein großes Problem war damals, und auch heute noch, die Bahnschienen vom Sand frei zu halten. Hierfür gibt es spezielle Maschinen.

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Aber manchmal sind diese Maschinen überfordert:

(sucht mal das Bahngleis….)

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Hinter der Sanddüne standen Bagger und Lastwägen, die versuchten, die Bahngleise wieder zu befreien. So wie hier aber der Wind weht, ist das fast ein Ding der Unmöglichkeit!

Wir entschieden uns, einen kleinen Umweg nach Helmeringhausen  zu nehmen, damit wir nochmal an der Stelle, an der unser Dachbox aufging, vorbeifuhren. Was sind schon 80 Kilometer mehr?Irgendwie hatten wir doch noch ein wenig Hoffnung und wollten es nicht unversucht lassen, nach unseren Schuhen zu suchen.

Leider hatten wir keine Zeit und auch nicht die innere Ruhe, an dem Rastplatz eine Pause einzulegen. Um diese Jahreszeit wäre es ja ganz angenehm hier, aber im Sommer steigt hier sicher keiner aus seinem klimatisierten Auto aus!

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Jeden Kilometer, den wir an die Stelle näher kamen,  wurden wir nervöser. Warum eigentlich? Die Chancen waren ja gleich null, dass mitten auf der Straße unsere Tüte lag. Wir fuhren am Parkplatz vorbei, an dem immer noch unser Dachbox lag und Sebastian und Andreas stiegen aus, um die Strecke zu Fuß zu gehen, bis an die Stelle, an der wir glaubten, dass die Dachbox aufsprang. Einige Kilometer vorher war noch weit und breit kein Grashalm zu sehen und hier wuchsen links und rechts Unmengen davon.

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Andreas und Sebastian marschierten einige Meter durch das Gebüsch und nachdem wir unsere Schuhe endgültig abgeschrieben hatten, passierte es!

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Sebi fand den ersten Schuh aus unserer Tüte, dann die zerrissene Stofftüte mit ein paar Schuhen darin und schließlich hatten wir zum Schluß wieder alle unser Schuhe. Unversehrt! Wir konnten es gar nicht glauben und schickten ein kleines Dankeschön in den afrikanischen Himmel!!! Und vor lauter Freude und Erleichterung machte sich Andreas gleich mal eine Flasche Klipdrift-Cola auf! Und die Kids sich eine Packung Chips! Und ich? Ich machte ein Foto. Wie immer halt….

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So, Schuhe verpackt in´s Auto. Jetzt war es richtig eng, aber war ja Wurst… Hauptsache, wir hatten unsere Schuhe. Ganz glücklich mit der Welt fuhren wir jetzt weiter nach Helmeringhausen ins Landesinnere.

Und vor lauter Schuhe, hatten wir doch glatt vergessen, unterwegs zu tanken und Geld hatten wir auch nicht abgehoben. Na, das kann ja was werden. In Helmeringhausen angekommen, atmeten wir erst mal durch. Eine Tankstelle hatte das 5-Häuser-Dorf schon mal. Und sie akzeptieren auch Kreditkarten. Wieder Glück gehabt.

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Und einen Bottel-Store hatten sie auch. Wieder Glück gehabt!

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Und das Hotel, in dem wir uns für eine Nacht eingebucht hatten, war das 3. Gebäude im Dorf. An der Rezeption begrüßte uns eine junge Praktikantin aus STRAUBING.

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Nach dem Einchecken machten wir Bekanntschaft mit dem hauseigenen Springbock.

 

 

 

Da er angeblich Männer nicht so gerne mag, war Maxi anfangs ein wenig vorsichtig:

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Am nächsten Morgen wurde er aber mutiger:

IMG_4347Wir erkundeten noch ein wenig das Gelände des Hotels

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und machten uns dann auf, die kürzeste Tagesetappe unserer Reise hinter uns bringen. Wir fuhren genau 27 Kilometer und waren schon am Ziel angekommen.

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Wir wollten unbedingt einen Tag auf dieser Farm verbringen. Da sie aber leider von gestern auf heute kein Bett frei hatten, verbrachten wir eine Nacht im nahegelegenen Hotel und starteten eine Tag später zur Familie Gaugler. Sie bewirtschaften mitten im Nirgendwo eine Farm, sind fast Selbstversorger, betreiben Schafzucht, unterrichten ihre Kinder zu Hause selber und fahren alle 8 Wochen zum Großeinkauf in das 500 Kilometer entfernte Windhoek.

Das ist eine ganz andere Welt hier.

Wir machten einen kleinen Spaziergang auf dem riesigen Gelände des Farmhauses. Die 3 größeren Kinder der Familie begleiteten uns.

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Familie Gaugler ist gerade dabei, sich ein weiteres Standbein aufzubauen. Sie pflanzen Kakteen und machen aus den Früchten Säfte, Marmelade und bald auch Kaktusfeigen-Kernöl. Es gilt als eines der teuersten Öle der Welt. Es kostet etwa 400 bis 600 Euro pro Liter.

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IMG_4420Auf der Weide machten wir tolle Entdeckungen:

 

 

 

 

Und abends nach getaner Arbeit machten wir eine Rundfahrt mit dem Farmer durch einen Teil des riesigen Gebietes der Farm. So weit das Auge reicht, egal in welche Richtung, war die Grenze kaum zu erkennen. Auf diesem riesigen Gelände weiden 6000 Schafe. Ohne Schäfer. Wenn sie ein Gebiet abgegrast haben, werden sie in ein neues getrieben. So kommen sie nur alle 4 Jahre an die gleiche Stelle….

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Und zum Sonnenuntergang fanden wir ein tolles Plätzchen.

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Mal wieder mit einem gigantischen Sonnenuntergang.

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Zu Hause erwartete uns dann Michelle, die Farmerin mit einem superleckeren Essen. Jörg, der Famer, setzte sich zu uns und Michelle verschwand in der Küche mit den Kindern. Ich hätte gerne von ihr auch mehr erfahren, aber leider war sie sehr beschäftigt…

Am nächsten Morgen machten wir nochmal einen kleinen Rundgang mit Jörg. Der Hund der Familie ist leider blind, da ihm letztes Jahr eine Kobra ihr Gift in die Augen gespritzt hat.

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Noch eine kurze Umarmung und ein dickes Dankeschön an Michelle, dann mussten wir leider weiter fahren.

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Hier noch ein Spruch, der an der Hausmauer hing:

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Ab ins Auto und ab Richtung Sussusvlei.  Wir fuhren durch das Namibrand Nature Reserve und die Sicht war unbeschreiblich. Kilometerweit kam uns kein Auto entgegen und wenn dann doch einer kam, sah man schon von weitem die Staubwolken.

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IMG_4602Da musste man dann doch mal die Fenster schließen!

Und am Straßenrand stand dann immer mal wieder ein Springbock oder ein Oryx.

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Ein-, zweimal mussten wir anhalten, da sich am Hinterrad ein Stein verfangen hatte und schreckliche Quietschgeräusche von sich gab. Aber wir fuhren dann einfach ein paar Meter rückwärts, der Stein löste sich und weiter ging die Fahrt.

Und plötzlich änderte sich dann die Landschaft. Natürlich ist das öfters der Fall… Aber diesmal hatte man genau die Grenze gesehen. Im Vordergrund noch die Steine, dann plötzlich feinster Sand:

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Wir kommen den Sanddünen näher! Aber da es schon zu spät war, um zu den großen Dünen zu fahren, die in einem Nationalpark lagen, fuhren wir zu unserer Unterkunft, ca. 30 Kilometer von Eingang des Parkes entfernt.

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Wir genossen die Aussicht von unserem Zimmer,

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warteten auf das Abendessen

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und freuten uns schon auf die warme Dusche. Eingeheizt hatten sie bereits:

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Damit wir am nächsten Morgen frühzeitig am Gate zum Park waren, läutete unser Wecker schon um 5.30. Wir packten die von der Loge zusammengestellten, wirklich leckeren Frühstückstüten zusammen mit unserem Gepäck ins Auto und ab ging die Fahrt. Der Sonne entgegen.

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IMG_4709Als wir am Gate ankamen, merkten wir, dass wir nicht die einzigen Besucher waren, die heute in den Park wollten.

 

 

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Aber wir hatten ja Verpflegung dabei…

alles halb so schlimm!

 

 

Und nach ca. einer halben Stunde waren wir schon hinter dem Gate und die Fahrt ging los Richtung Dünen. Die ersten ca. 60 Kilometer waren noch Teerstraße. Und nach einigen Kilometern waren schon die ersten Dünen zu sehen.

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Leider zeigte mir mein Fotoapparat plötzlich an, dass ich gestern Abend vergessen habe, ihn an die Steckdose anzuschließen. MIST! Das war sehr ärgerlich. Aber wer weiß, vielleicht war es auch gut so. Nun musste ich mir überlegen, ob ich das Motiv auf meinem Fotoapparat haben möchte oder nicht. Somit fällt mir jetzt die Auswahl auch leichter. Denn anstatt die ca. 50 Fotos, die ich von Sussusvlei gemacht habe, wären mit vollem Akku sicherlich 500 geworden…

Die letzten 5 Kilometer bis zur Big Daddy und Big Mama Dune war dann nur noch für 4 x 4 Allrad Fahrzeuge erlaubt. Es standen Offroad-Jeeps mit Fahrer bereit, die dich die letzen Kilometer chauffierten. Wenn man kein 4×4-Auto hatte (hatten wir aber) oder wenn man sich nicht traute, selber zu fahren (trauten uns aber). Wir sind ja schon erfahrene Sandstraßenfahrer hier in Namibia geworden, da werden wir die 5 Kilometer wohl auch noch locker schaffen. Also, los geht es. Die Straße verschwand dann plötzlich in einem riesigen Sandkasten.

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Und wir verschwanden in dem Sandkasten. 4×4-Allrad, schön und gut. Aber Offroad geeignet war unser Fahrzeug nicht!!

Aber kein Problem! Wir sind ja für den Notfall gerüstet! Schaufel raus und schippen…

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Einer ans Lenkrad, einer an den Fotoapparat, drei Schieben und schwupps…

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stecken wir noch tiefer im Sand. Sah eigentlich gar nicht so schlimm aus und ich verstand gar nicht, wieso wir aus dem bisschen Sand nicht mehr rauskamen, aber als einer der Safari-Jeeps-Fahrer neben uns hielt und uns mitteilte, dass wir nicht mehr aus eigener Kraft hier wegkommen, glaubte ich es dann doch. Er bot uns dann an, uns mit seinem Jeep bis nach Sussusvlei mitzunehmen und als die Familie, die neben uns im Sand stecken blieb, auch einstieg, ließen wir unser Auto mitten auf der Sandstraße stehen und stiegen ein. Der Fahrer meinte, er zieht uns das Auto dann bei der Rückfahrt raus. Jetzt sollen wir schauen, dass wir zu den Dünen kommen, da es immer heißer wurde. Also schnell Wasserflasche gepackt und in den Jeep gesprungen.

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Wir stiegen an einer Düne aus und hatten 2 Stunden Zeit, diese zu besteigen.

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Und was so einfach aussieht, sieht nur so einfach aus.

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Ich kämpfte mich, so weit wie möglich nach oben. Der Wind blies den Sand so stark, dass es sich teilweise wie Nadelstiche an den Unterschenkeln anfühlte. Jetzt weiß ich auch, warum die Beduinen keine kurzen Hosen tragen!

Da mir dann die Zeit im Rücken saß und die anderen schon unten warteten, machte ich sparsam ein paar Bilder vom Ausbick. Immer mit dem Gedanken, dass könnte mein letztes sein. Nein, nicht weil ich Angst hatte, runter zu fallen. Ne, der Akku!!!

Und wie es so oft ist im Leben: Wenn man sich anstrengt, ist die Belohnung um so schöner:

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Dooferweise stand meine Familie unten rechts von der Düne. Alle anderen, die auch auf diese Düne geklettert sind, rutschten links von der Düne runter. Dort war dies möglich. Ich musste aber ja wieder nach rechts, meine Family einsammeln. Also stampfte ich die Düne wieder runter.

Dann war erst mal Schuhe und Socken entleeren angesagt:

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Wir verzichteten dann, die Big Mama zu besteigen und begnügten uns mit einem Familienfoto am Ende von Sussusvlei.

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Unser Guide brachte uns dann zu unserem Auto zurück, versuchte vergebens den X3 aus dem Sand zu fahren und zog uns dann schließlich raus. Dafür mussten wir aber den halben Kofferraum ausräumen, da die Abschleppvorrichtung unter dem Kofferraum lag.

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Vielleicht hätten wir doch nicht vollbepackt und mit 5 Personen rein fahren sollen… Egal, wieder was erlebt und alles ist gut ausgegangen. Und da wir aber noch ein paar Kilometer zu unserer nächsten Unterkunft hatten, sortierten wir am Parkplatz kurz unser Auto, damit wir wieder alle Platz hatten, beförderten so gut es ging, Unmengen an Sand aus dem Innenraum und fuhren los zum Camp Gecko. Auf dem Weg dorthin meckerten die Kids, dass wir heute Nacht in einem Zelt schlafen müssen. Als sie dann das Zelt sahen, verstummten sie…

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Coole Unterkunft und das ist der Ausblick von der Terrasse:

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Also: Chips raus, 20160709_151451

Wein raus,

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Sonnenuntergang genießen!!!

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Mit der Schweizerin Heidi, die das Camp führt und ihrem Schweizer Praktikant, der Koch ist und uns ein super-leckeres Abendessen zubereitet hat (Nudeln!!!! mit Impalageschnetzeltem) verbrachten wir einen schönen Abend.

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Heidi erzählte uns viel von ihren Erfahrungen mit den Einheimischen und den Erlebnissen ihres Sohnes, der hier aufgewachsen ist. Müde und ein bisschen eingeschüchtert (Heidi hat uns auch einiges über Schlangen erzählt, die hier auf dem Gelände sind) machten wir uns auf den 10 minutigen Heimweg zu unserem Zelt. Und haben es ohne Schlangenbiss überlebt!!!

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Wir kuschelten uns dann gleich in unsere Betten. Die Mädels unten, die Jungs oben. Klar! Wenn ein Löwe kommt, steigt dieser ja sicher nicht die Treppen nach oben, dachten sich die Jungs wohl…

Und plötzlich bemerkten wir den Wind, der ein wenig um das Zelt herum blies. Und immer stärker wurde… Und stärker. An einschlafen war nicht zu denken. Die Kinder dösten zwar immer mal wieder weg aber die Geräusche von den flatternden Zeltplanen, den sich im Wind biegenden Ästen und das Knarren der Türen ließen Andreas und mich gar nicht schlafen. Um Mitternacht zogen die Jungs zusammen mit ihrer 120 x 200 Matratze von oben zu uns runter, da es angeblich oben noch viel lauter war als unten. Ich glaube ja immer noch, die Jungs hatten Angst alleine oben. Leider wurde der Wind immer stärker und wir sehnten den Sonnenaufgang herbei… Wenn der Untergang so toll war, muss der Aufgang ja mindestens genauso toll sein. Und wenn wir eh schon wach waren…

Blöderweise sind wir dann aber doch in den Morgenstunden  eingenickt und haben den Sonnenaufgang verpennt. Aber das bisschen Schlaf war dringend nötig.

Etwas müde krochen wir den Hügel zum Restaurant hoch, um zu frühstücken.

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Die Jungs besichtigten noch die Schlangen, die auch noch ganz müde in ihren Terrarien lagen und

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IMG_4806nachdem wir noch kurz die Aussicht genossen, machten wir uns wieder auf den Weg nach unten zum Zelt.

 

 

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Immer schwer bewaffnet, falls wir doch eine frei lebende Schlange unterwegs treffen.

 

 

 

Übrigens war das unser Badezimmer:

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Heidi erzählte uns beim Auschecken, dass Wind zu dieser Jahreszeit total untypisch sei und sie so einen starken Wind wie heute Nacht sowieso hier noch nie erlebt habe. Naja, manchmal muss man wirklich Glück haben, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein…

Heute führte uns unser Weg nach Swakopmund. Ganz überraschend ging es heute nicht nur eben geradeaus,

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sondern wir hatten einige kleine Berge zu überwinden.

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Manche Autos waren aber dieser Aufgabe anscheinend nicht gewachsen!

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Die wunderschöne Aussicht änderte sich, je näher wir Swakopmund kamen. Und kurz vorm Ziel hatten wir fast gar keine Aussicht mehr, da wir in einen kleinen Sandsturm gerieten. Wir fuhren nur noch Schritttempo, da auch die Straße kaum noch zu erkennen war. IMG_4909

Wir kamen sicher nach ca. 280 km am Ziel in Swakopmund an, bezogen unser Zimmer und machten dann einen Spaziergang. Am Meer war es windstill und die Sonne scheinte wieder durch.

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 Wir genossen – mal wieder- den Sonnenuntergang.

Gestern in der Wüste, heute am Meer!

 

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IMG_4932Da schmeckte das Abendessen gleich doppelt so gut.

 

 

 

 

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Auf dem Weg zum Hotel kamen wir an einem Pub vorbei! Mit Fernseher! Und da EM lief, kehrten wir noch auf ein Getränk ein.

 

 

IMG_4963Übrigens machen sie hier in Swakopmund Werbung, wie sie auch in Deutschland bzw. Bayern hängen könnte.

 

 

Am nächsten Morgen machten wir einen Spaziergang durch die Stadt. Sebastian mit Andreas und ich mit Johanna und Maximilian.

Und da ich mal wieder den Fotoapparat hatte, fehlen Andreas und Sebastian auf den nächsten Bildern.

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Die Sehenswürdigkeiten interessierten Johanna und Maxi natürlich nicht so sehr, also besuchten wir den Schlangenpark.

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Einige der Käfige wurden gerade gereinigt. Da war der Käfigpfleger sehr mutig! Das kleine Schlängchen ist nämlich sehr giftig! Wir gingen dann gleich mal ein paar Meter zurück!

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Da der Schlangenpark nicht sehr riesig war, machten wir uns nach einer halben Stunde auf und marschierten am Meer entlang.

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Für den Nachmittag konnten wir noch Plätze für die Wüsten -Tour ergattern. Leider nur zwei. Maxi und ich hatten das Glück, dass die anderen drei nicht so begeistert waren und somit stiegen wir voller Vorfreude in den Safari-Bus.

Wir wurden an unserem Hotel abgeholt und fuhren mit einem Guide in die Wüste, die direkt an der Stadtgrenze von Swakopmund beginnt. Etwas verwirrt war ich von dem ersten Tier, dass uns über den Weg lief.

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Aber der Guide erklärte uns, dass es hier auch einen Anbieter von Kamel-Wüsten-Tours gibt. Aha, achso, alles klar…

An unserem ersten Stop wurde uns vieles über die Wüste erklärt. Wir waren 4 Busse und immer ein Guide hat den Touristen etwas erzählt, die anderen 3 gingen währenddessen auf Spurensuche im Sand.

Unser Ziel war es heute, die LITTLE FIVE zu finden. Chameleon, Sidewinder Snake, Shovel-Snouted Lizard, Cartwheeling Spider und Palmato Gecko.

Wir hIMG_5125atten Glück und gleich beim ersten Stop fanden wir im Gebüsch eine Schlange. Und angeblich war diese noch schwieriger zu finden, als die SideWinder Snake. Naja, mir kann man ja viel erzählen…

Ab ins Auto und weiter ging die Fahrt:

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Und die Suche.

Auch beim nächsten Stopp hatten wir Glück!

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Brav führte uns das kleine Tierchen auch sein Kunststück vor. Anscheinend wurde er bereits öfters von den Guides im Sand aufgespürt. IMG_5151

Während ich fieberhaft versuchte, ein einigermaßen ansehbares Selfie von mir und der tollen Landschaft zu schießen, ist mir doch glatt einer der Tourführer auf der Suche nach weiteren Tierchen durchs Bild gelatscht!!!

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So ein großer Sandkasten!!!

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Vorbei mit den Spaßfotos! Der Guide hat was gefunden:

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Die Spur einer Sidewinder-Snake!

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Und auch im nächsten Gebüsch hat sich ein Tier versteckt:

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Jetzt war es aber vorbei mit unserem Glück. Wir waren aber trotzdem zufrieden mit der Ausbeute und machten uns auf den Weg zurück zum Hotel.

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Andreas, Johanna und Sebastian warteten schon im Auto, da wir heute zwar nur eine kurze Etappe von 70 km zu fahren hatten, aber es war ja bereits 17 Uhr und in spätestens einer Stunde war es dunkel. Natürlich schafften wir es nicht mehr ganz im Hellen nach Henties Bay und somit war die Suche nach unserer Unterkunft nicht ganz so leicht. Aber schließlich fanden wir sie doch und die Kinder fielen gleich über das wlan her.

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Das Essen ließ zu wünschen übrig, aber dafür waren die Betten bequem. Und es gab einem Fernseher!

Am nächsten morgen wollten wir früh um 7 Uhr aufbrechen als uns der Kellner fragte, ob wir nicht auch noch frühstücken wollten, hätten wir doch bereits bezahlt. Ups, das hatten wir gar nicht gewusst, dass das Frühstück inclusive war. Da ließen wir uns nicht 2x bitten und setzten uns gemütlich zum Frühstück. Neben Toast und Cerealien von den Buffet bekam jeder von uns noch Bacon, Eier, Bohnen und Pommes serviert. Morgens um 7 Uhr! Naja, wenn es schon da steht!

Jetzt mussten wir uns aber beeilen. Wir wollten ja noch bis zum Etosha fahren. Schnell noch ein Foto von der Aussicht unseres Hotels gemacht.

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Das Hotel war nicht unbedingt herausgeputzt für ein Foto.

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Jetzt aber ab ins Auto, Gas geben. Bis zu unserer Unterkunft heute sind es 450 km Schotterpiste!IMG_5464

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Da wir relativ flott voran kamen, auf eine Mittagspause aufgrund des gesunden Frühstückes heute morgen, verzichteten, die restlichen Insassen unseres Autos keine Lust an einem Stopp an einem Stand der Einheimischen hatten,

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fuhren wir schon um 14 Uhr auf das Gelände unserer Unterkunft. Als wir einchecken wollten, machte uns die Dame an der Rezeption freundlich darauf aufmerksam, dass wir hier in der Etosha Safari Lodge und nicht, wir wir gebucht hatten, im Etosha Safari Camp seien.  Und wir dachten uns schon, dass es hier doch ein wenig zu nobel für uns sei. Also wieder rein ins Auto und in das 2 km entfernte Camp gefahren. Auch hier wurden wir wieder mit einem Erfrischungsgetränk begrüßt und nachdem wir unsere Zimmer besichtigt hatten, beschlossen die Kinder und ich, heute schon mal in den 10 km entfernten Etosha Park zu fahren. Andreas wollte sich lieber ein bisschen am Pool ausruhen. Nachdem wir das Gepäck in den Zimmern verteilt hatten, fuhren wir los.

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Kurz nach dem Eingang  haben wir Kudus, Springböcken und sogar ein Zebras gesichtet. Die Tour hat sich jetzt schon gelohnt.

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Als plötzlich vor uns Autos am Straßenrand stehen blieben, bremste ich natürlich auch ab, fuhr an den Straßenrand und wir suchten das vor uns liegende Areal ab.

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Komisch! Also wegen einem Springbock bleiben die Autos eigentlich nicht stehen!

Ach, dahinter ist noch ein Tier!

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Ein Schakal! Hmmm, aber ob deswegen so viele Autos stehen bleiben? Naja, vielleicht hoffen sie auf eine Jagdszene. Aber als der Schakal gemütlich am Springbock vorbeizog und die Autos immer noch nicht weiterfuhren, stellten wir unseren Fotoapparat noch ein wenig schärfer (unser Fernglas war kaputt) und entdeckten ganz hinten beim Gebüsch etwas, das event. auch ein Tier sein könnte… Und als wir dann das Möglichste aus dem Zoom herausgeholt hatten, sahen wir es genau!

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Tatsächlich, 2 Löwen! Da hat sich das Suchen ja gelohnt. Leider waren sie etwas scheu und wollten nicht von vorne fotografiert werden. Nach langem hin und her, ob wir noch weiter abwarten oder doch lieber weiter fahren sollten, entschieden wir uns für fahren.

Am Wasserloch konnten wir dann noch Giraffen beim Trinken zusehen. Immer wieder beeindruckend.

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Wir fuhren einige Kilometer, sahen Antilopen und Erdmännchen und plötzlich blieb der Bus vor uns stehen.

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Da der Park riesig ist und wir ihn pünktlich um 17.30 Uhr verlassen mussten, hatte ich schon langsam das Gefühl, uns pressiert es ein wenig. Mein Navi sagte nämlich, wir erreichen erst um 18 Uhr das Gate. Da musste ich mich dann zwischen den Bus und Elefanten vorbeischleichen.

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Geschafft!

Die Kinder wollten nun unbedingt nochmal bei den Löwen vorbei, war ja nur ein kleiner Umweg und da hier auf dieser Straße nicht so viel Verkehr war, überschritt ich mal kurz die Geschwindigkeitsbegrenzung um ca. (ach, ne, des schreibe ich jetzt lieber nicht) kmh und wir erreichten kurz vor 17 Uhr dann nochmal die Löwen. Und es hat sich gelohnt:

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Aber jetzt pressiert es wirklich. Gut, dass wir durch keine Geschwindigkeitskontrolle fuhren und uns kein Nashorn oder Elefant im Weg stand. 2 Minuten vor Parkschließung kamen wir am Gate an.  Dem netten Jungen auf der Straße, der meine Reifen waschen wollte,  machte ich durch Kopfschütteln klar, das ich das nicht benötigte und fuhr vor bis zur Schranke. Der Herr von der Security erhebte sich aus seinem Klappstuhl, kam mit ernster Mine an mein Fenster und schickte mich mit knappen Worten zurück zu dem Jungen.  Der wollte meine Reifen nicht waschen, sondern desinfizierten zwecks Maul- und Klauenseuche o. ä. Upps, peinlich. Und ich dachte der schaut so grantig, weil ich so spät kam…

Nach einem schönen, leckeren und reichhaltigem Abendessen verkrochen wir uns in unsere Betten

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um am nächsten Morgen wieder ausgerüstet mit Frühstückstüten um 6 Uhr an das ETOSHA-GATE zu fahren.

Kurz hinter dem Eingang mussten wir ein wenig abbremsen. Nashörner haben Vorfahrt!

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Wir entschieden uns, gleich das erste Wasserloch in der Nähe des Eingangs anzufahren. Da nur ein Auto da stand, machten wir uns von der Ferne aus keine Hoffnungen, etwas zu sehen. Es war auf den ersten Blick ja auch nichts Spektakuläres anwesend.

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Auf den 2. Blick schon.

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So kann es gerne weitergehen!!!!!

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Nicht an jedem Wasserloch waren durstige Tiere zu finden.

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Anscheinend müssen die erst noch die Rangfolge klären!

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Es gibt auch greislige Tiere in Südafrika.

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Gut, dass es uns heute nicht pressierte.

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Puhh, ist ganz schön anstrengend so eine Safari. Wir sitzen seit 6 Uhr morgens im Auto, jetzt ist es schon 14 Uhr. Da ist ein Päuschen angebracht!

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Leider lässt der Platz in unserem Auto für 5 Personen zu wünschen übrig, vor allem wenn sich einer über 2 Sitze breit macht! Da müssen die anderen dann zusammenrücken.

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Aber als wir von einem anderen Autofahrer den Tipp bekamen, wo der nächste Löwe liegt, waren alle wieder wach. Der Löwe übrigens auch!

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Er hatte sich ein schönes Plätzchen mit einem wunderschönen Ausblick ausgewählt. IMG_5702

Nach 11 Stunden Safari, in denen wir vom Anderson Gate zum von Lindquist Gate gefahren sind, hatten wir dann genug, fuhren aus dem Park und richteten uns unserer heutigen Unterkunft ein. Vor dem Abendessen setzten wir uns gemütlich ans Lagerfeuer

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und als es dann nach dem Essen auf dem Weg zu unserem Zelt ganz schön frisch wurde, freuten wir uns riesig, dass ein Heinzelmännchen uns eine warme Wärmflasche ins Bett gelegt hat. Das ist Luxus.

Am nächsten Morgen traten wir dann eigentlich schon die Heimreise an. Wir hatten heute unsere erste Etappe von Namutoni bis nach Windhoek vor uns.

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Hier in Namibia schlafen die Straßenbauarbeiter und die Landschaftspfleger direkt an der Straße unter einem Baum im Zelt.

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Natürlich machten wir auch mal eine kurze Pause.

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Als wir dann am späten Nachmittag in Windhoek ankamen, hatten die Kinder nicht so große Lust, die Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Aber eine kleine Stadtrunde drehten wir trotzdem.

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Am nächsten Morgen machten wir uns früh auf, wir mussten heute ja von Windhoek aus nach Kang mit Grenzüberquerung. Das kann immer etwas dauern… Und es waren 700 km lt. Navi.

Unterwegs hatten Unmengen von Termiten ihre Hügel am Straßenrand errichtet.

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 Kurz vor Gobabis sah man dem Staudamm die Wasserknappheit schon an.IMG_6148

 Nach langer Zeit, kamen wir dann mal wieder durch einen OrtIMG_6159

und machten einen Stop im Supermarkt um für unser Mittagessen einzukaufen. Im Markt und auch in der ganzen Stadt trugen viele Frauen in ihren traditionellen Gewänder.

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Andreas ließ an der Tankstelle unseren Sprit auffüllen und stöberte währenddessen durch den Verkaufsraum des Tankstellenshops. Und als er wieder ins Auto einstieg, hatte er

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eine Zigarette hinter dem Ohr! Warum?

Der Kunde vor ihm an der Kasse kaufte sich eine einzelne Zigarette. Ja, das geht hier auch! Und das hatte Andreas ihm gleich getan und war nun stolzer Besitzer einer Zigarette, die er für einen besonderen Augenblick aufheben wollte. Wenn er da gewusst hätte, dass der Augenblick schneller kommen würde, als es ihm lieb war….

Gut gelaunt, mit Speisen und Getränken im Gepäck fuhren wir aus der Stadt hinaus und hielten Ausschau nach einem gemütlichen Picknickplatz. Und vor lauter Schauen haben wir den Blitzer und unsere Tachoanzeige nicht im Blick gehabt. Darauf machten uns aber die namibischen Polizisten umgehend aufmerksam!!!

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Führerschein und Ausweis vorzeigen, war noch nicht das Problem. Erst als der Polizist seinen Strafenkatalog aufschlug und Andreas vorrechnete, was er aufgrund seiner zu schnell gefahrenen Kilometer zu zahlen hatte, musste Andreas erstmal durchschnaufen. Der Polizist wollte 3000 Namibische Dollar. Wir hatten keine N$. Also wollte er 3000 südafrikanische Rand. Andreas hatte aber nur noch R 400 im Geldbeutel. Da wollte der Polizist, dass wir die 15 Kilometer zurück fahren und am Automaten Geld holten. Andreas machte ihm klar, dass wir heute noch so weit fahren müssen und wir keine Zeit mehr haben, zurückzufahren. Nach langem hin und her und sehr professionell machte der Polizist Andreas dann das Angebot, er solle so viel Geld, wie er entbehren kann, in seinen Strafenkatalog legen. Da wir ja später noch über die Grenze mussten und wir nicht ganz sicher waren, ob sie dort unsere Kreditkarte akzeptierten, sparte sich Andreas noch R 100 auf und legte dem Polizisten R 300 (ca. 21 Euro) in sein Büchlein. Dann durften wir weiterfahren.

Wir hielten an der nächsten Picknick-Area und

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trotz heftiger Gegenwehr von Johanna, zündete sich Andreas die Zigarette jetzt gleich an. IMG_6184

Besser gesagt, er versuchte sie sich anzuzünden. Der Wind blies hier nämlich ganz schön über den Platz und meine Zündhölzer, die schon jahrelang für den Notfall in meiner Handtasche lagen, hatten schon vergessen, dass sie Zündhölzer sind…

Und selbst mit Windschutz durch Mülleimer, Sebastian und Maximilian, fing dieser blöde Glimmstängel nicht zu glühen an.

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So, Zigarette wieder hinter das Ohrwaschl geklemmt und weiter ging die Fahrt.

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Grenzübergang Naminia-Botswana.

Hinten angestellt und die Passkontrolle ging relativ flott. Dann mussten wir aber noch die Gebühren bezahlen. Angeschrieben war für PKW R100. Puhh, passt ja genau. 4 Personen waren noch vor uns, jeder brauchte eine gefühlte halbe Stunde. Dann waren wir an der Reihen und die kleine, dicke, unfreundliche Dame hinter der dicken Glasscheibe verlange von uns R120. Warum? Ist halt so, hat sie gesagt. Wären wir nach Namibia auch durch Botswana gefahren, müssten wir nur R100 zahlen. Ok. Dann zahlen wir halt R120. Also den 100-erSchein raus und die Münzen zamgekramt und wir hatten es passend. Da schob uns die Dame die Münzen wieder zurück und sagte, sie nehme nur Scheine. Jetzt mussten wir dann doch lachen, und die Südafrikaner hinter auch. Sie reichten uns einen R20-Schein vor und dann bekamen wir endlich die Quittung und der Südafrikaner hinter mir R20 in Münzen…

Das ist Botswana:

IMG_6139(mit Stromkabel quer durch´s Bild, ich weiß!)

Auch das ist Botswana:

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Und das:IMG_6355

(war gar nicht so einfach, auf jedem Foto das Stromkabel mit aufs Bild zu bekommen)

Die Esel gingen hier frei spazieren. Alle paar Kilometer stand wieder einer…

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Dann kamen wir an eine Straßenkreuzung.

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Links oder rechts?

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Hätten wir uns mal für links entschieden…. Wäre zwar die falsche Richtung gewesen, da stand aber sicherlich dann keine Polizeikontrolle!!!

Dieses mal war es eine allgemeine Kontrolle, ich am Steuer. Der  Polizist ließ sich meinen Führerschein zeigen und schaute dann ganz skeptisch auf unsere Reifen. „Aussteigen“, sagte er. „Die Reifen sind total abgefahren, mit denen können sie nicht weiterfahren!

Aha! Naja, ok, vielleicht hatte er ein wenig Recht. Die hatten ja schon über 30 000 Kilometer drauf…

Und jetzt? „Da müssen Sie Strafe zahlen!!!“

Aha, und dann sind sie nicht mehr abgefahren, oder was?!?!?

Bis zu diesem Punkt saß Andreas noch relativ relaxt im Auto. Als er aber das Wort STRAFE gehört hatte, sprang er raus, schlüpfte in seine Schuhe und sagte zu dem Herrn in Uniform: „Ich zahl nix“!

Wenn dass so ist, meinte dieser, müssen wir mal zu seiner Chefin gehen. Die sitzt da hinten unter den Bäumen im Schatten. Andreas ist dann fest entschlossen, dieses mal keinen Cent zu zahlen, zur Chefin gegangen und hat ihr klar gemacht, dass diese Reifen definitiv nicht fahruntüchtig sind und wir ja sowieso keine Strafe zahlen können, da wir keinen Cent mehr im Geldbeutel haben. Als die das sah, und auch sicherlich wegen Andreas seinen überzeugenden Argumenten, ließ sie von einer Strafe ab. Aber nicht ohne uns zuvor zu fragen, ob wir denn nicht wenigstens ein paar Süßigkeiten dabei hatten. Da fiel uns die Packung Gummibärchen ein, die wir heute im Supermarkt gekauft hatten und von denen wir jeder nur eins gegessen hatten, weil sie nur nach Spülmittel schmeckten. Andreas rief zu Sebastian, der noch im Auto saß, er solle doch bitte die Packung mit den greisligen Gummibärchen für die dicke Polizisten bringen. (Oh mein Gott, nicht auszudenken, wenn die Bayrisch verstanden hätte!!!!)

Ab ins Auto und weg hier!!! Fotos durfte ich dieses mal keines machen, da ich bei der vorherigen Kontrolle von meiner Familie so beschimpft wurde! Wenn der Polizist bemerkt hätte, dass er fotografiert wurde…!!!

Am frühen Abend kamen wir dann in unserer Unterkunft an, die Kinder spielten mit den Nachbarskinder und Andreas

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genoss die Zigarette und ein Bier! Ein ganzes, keine halbe Halbe! Und ich glaube, hätte er eine Schachtel Zigarette und eine Kiste Bier gehabt, wäre nicht allzu viel übrig geblieben.

Und wieder mal ein Sonnenuntergang. Heute aus Botswana!

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Unser erstes und letztes Abendessen in Botswana. Wir wechselten 3 mal den Tisch, bis es allen recht war. Der Kellner dachte sich wohl auch so seinen Teil.

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Südafrika ruft, deshalb sind wir wieder mal früh raus um unsere letzte Etappe zu Fahren. 700 km.

Bei Sonnenaufgang waren wir bereits unterwegs.

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Seit langem waren am Himmel mal wieder Wolken zu sehen.

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Da wir noch nicht gefrühstückt hatten, machten wir nach 2 Stunden eine Pause und deckten uns am Imbiss neben der Tankstelle mit frischem Schmalzgebäck und Pommes ein. Muss ja ein wenig herhalten…IMG_6363

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Länger, als uns lieb war…

Aber der Reihe nach:

Im Auto verdrückten wir genüsslich unser gesundes Frühstück und freuten uns über jeden Kilometer, den wir hinter uns gebracht hatten. Bis zur nächsten Polizeikontrolle:

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Aber diesmal hatten wir Glück, wir wurden einfach durchgewunken, fuhren durch den Ort

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und Andreas wäre am liebsten mit diesem Traktor nach Hause gefahren.

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Bereits um 11.30 Uhr kamen wir an der Botswana-Südafrika-Grenzstation an.IMG_6454

Und hier ging alles zack, zack. Auch unser Kudu-Horn, dass wir seid Helmeringhausen im Kofferrau liegen haben, schmuggelten wir gekonnt auch über diese Grenze.

Kaum waren wir wieder in Südafrika, stieg auch die Besiedelung und es waren seit langem mal wieder Hütten am Straßenrand zu sehen.

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Jetzt waren es nur noch ein bisschen über 300 Kilometer, dann sind wir zu Hause. Und da alles Teerstraße war, müssten wir es bis spätestens 16 Uhr schaffen.

130 Kilometer von zu Hause entfernt (d. h. also nach über 6200 Kilometer, die wir in den letzten 15 Tagen gefahren waren) standen wir mal wieder an einer Baustelle und wurden als erstes Auto angehalten, damit der Gegenverkehr fahren kann. Der Bauarbeiter kam an unser Fenster und sagte, dass es ein wenig dauern würde, da auf der andern Seite so viele Autos stehen würden. Na prima. Aber ich nutzte die Gelegenheit und stieg aus, um meine riesige Straßenkarte ordentlich zusammen zu falten. Währenddessen kam ein weiterer Bauarbeiter, die beiden unterhielten sich, begutachteten unser Auto und blieben plötzlich an den hinteren Reifen hängen. Beide waren der Meinung, wir hätten einen Platten. Als ich kontrollierte, war ich der Meinung, da ist halt vielleicht ein bisschen wenig Luft drin. Die beiden blieben aber fest bei ihrer Meinung und als Andreas ausstieg und kontrollierte, gab er ihnen Recht. Da wir aber Run-flat-Reifen hatten, merkten wir es während der Fahr nicht.

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Wir hatten Glück, da wir direkt an der Autobahnausfahrt standen und nebenan eine Tankstelle war.  Also ab zur Tankstelle und Reifen wechseln. Kofferraum ausräumen!

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Da hat es sich ja dann wenigstens gelohnt, die ganze Zeit einen Ersatzreifen mitzuschleppen. Und als wir den Reifen abmontiert hatten, was gar nicht so leicht war, da weder Wagenheber hoch Wagenkreuz bedienerfreundlich waren, sahen wir, dass der Reifen ganz schön gelitten hat…

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Nachdem wir wieder alles einigermaßen im Auto verstaut hatten, inclusive dem alten, schmutzigen Reifen, kontrollierten wir vorsichtshalber den anderen Hinterreifen auch. Da brach kurz Panik bei uns aus, da dieser genau so beschädigt war, wie der andere! Was sollen wir jetzt tun? Der macht es sicher auch nicht mehr lange und wir haben ja noch die 130 Kilometer vor uns! Wir entschieden uns, mit dem Reifen weiter zu fahren. Vielleicht schaffen wir es ja bis nach Hause. Bis jetzt war er ja nur beschädigt, hielt aber die Luft noch ohne Run-Flat-Hilfe.

Da wir jetzt alle ein bisschen nervös waren, strichen wir das geplante Mittagessen bei Mc Donalds nebenan, auf das wir uns eigentlich während des Reifenwechsels bereits gefreut hatten und fuhren wieder auf die Autobahn.

Und wir fuhren, fuhren, fuhren… Bis es plötzlich einen leisen Knall tat und uns die Anzeige darauf hin wies, dass der Luftdruck eines Reifens nicht stimmte. Fenster auf und rausgeschaut. Man sah nichts. Aber wir waren uns sicher, der Run-Flat-Reifen hat sich aktiviert und wir hatten noch knappe 100 km vor uns. Da sich aber das Fahrverhalten des Autos nicht änderte, drosselte Andreas lediglich die Geschwindigkeit und wir fuhren mit 90 km weiter. Nebenbei checkte ich im Internet, wie weit man mit einem Run-Flat-Reifen fahren kann und als da stand, das geht locker fast 200 km waren wir erleichtert. Wir hatten natürlich nicht bedacht, dass es vielleicht einen Unterschied macht, wenn man den Kofferraum bis oben hin bepackt hat und 5 Personen die Sitze belegen. Schön langsam merkte man auch beim Fahren, dass er nicht mehr so ganz rund läuft und er gab auch Geräusche von sich, die er nicht von sich geben sollte. Mittlerweile fuhren wir auf der Standspur mit 40 km. (Das kann man auch nur in Südafrika machen! Und wir mussten sogar einmal einen überholen, der noch langsamer als wir dahinschlich) Die Geräusche wurden immer lauter und Sebastian, der durch das Fenster immer mal wieder den Reifen kontrollierte, meinte, es hinge bereits etwas Gummi ab.

Nur ganz selten schauten wir jetzt nach links und rechts, was hier zu sehen war.

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Da kam uns die geniale Idee, wir könnten zum BMW-Werk fahren, dass nur noch 10 km entfernt war und dort helfen lassen. Wir fuhren immer langsamer, der Reifen flatterte schon ganz schön, das Auto machte durchgehend kleine Hopser und die Kinder waren so mucksmäuschen still im Auto, wie noch nie!

In einem Kilometer kam schon die Abfahrt, dann waren es nur noch 5 km. Das müsste zu schaffen sein. Mittlerweile war es bereits nach 16.30 Uhr.

Wir schafften es leider nicht. Kurz nach der Abfahrt auf die R80, die auch autobahnähnlich ausgebaut ist, holperte das Auto so sehr, dass wir aufgaben, da es nun definitiv unmöglich war, weiterzufahren.  Blöderweise standen wir am Ende der Auffahrtspur.

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Zumindest war die Gegend hier nicht ganz schlecht, obwohl uns die untergehende Sonne schon ein bisschen mulmig werden lies. Wir wogen dann die Gefahren ab, was gefährlicher war. Im Auto sitzen bleiben oder aussteigen. Wir entschieden uns für sitzenbleiben. Mit Warndreieck und Warnblinkanlage waren wir ja weit genug zu sehen.

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Nun ging das Telefonieren los und Dank BMW-Service, der sich wirklich bemühte einen passenden Reifen (was anscheinend nicht so einfach war) für uns zu finden, kam nach einer langen Stunde der Pannenservice. Natürlich war es nun bereits stockdunkel. Alle schnell raus aus dem Auto und dann sahen wir zu, wie man Reifen wechselt. Mit dem richtigen Werkzeug und Übung dauerte es keine 5 Minuten und wir konnten wieder einsteigen und erleichtert unseren Heimweg antreten.

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Knappe 50 Kilometer, die Arbeitsstrecke von Andreas, bewältigten wir dann ohne Probleme und bevor wir in unser Estate fuhren, machten wir einen Abstecher in eines unserer Lieblings-Restaurants und genehmigten uns um 19 Uhr Wein, Bier, Cola, Traubenschorle, Steak und Pommes. Das hatten wir uns aber auch verdient.

Als wir dann zu Hause ankamen, räumten wir den Kofferraum aus und fielen ins Bett.

Hier unsere Tour der letzten 15 Tage:

https://goo.gl/maps/m7dxzbAiYt52

Am nächsten Morgen machten ich eine Runde durch den Garten. Hier herbstelt es ganz schön!

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Die Kinder genossen es, nach vielen Wochen mal wieder mit einigen ihrer Freunde hier zusammen zu sein.

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Ich hätte ja gedacht, Sebastian, Johanna und Maximilian hätten jetzt, nachdem sie 16 Tage mehr oder weniger aufeinander gesessen sind, genug von einander… Da hatte ich mich wohl getäuscht:

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Und: Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub. Da wir im ETOSHA wieder keinen Leoparden gesehen haben und wir immer noch nicht im KRÜGER waren, buchte ich für das lange Wochenende Anfang August 2 Nächte KRÜGER-PARK. Da die Übernachtungsmöglichkeiten innerhalb des Parks oft ein Jahr zuvor schon ausgebucht sind, haben wir leider nur eine Unterkunft außerhalb bekommen. Macht aber auch nix.

Jetzt war es Montag, 18.07.2016 und seit Vorgestern sind wir aus dem Urlaub zurück. Andreas hatte heute seinen ersten Arbeitstag (voll motiviert, ha, ha, ha) und Sebastian hatte einen Termin beim Zahnarzt. 2 von 4 Milchzähne, die unbedingt raus mussten, von selber aber nicht wollten, wurden heute gezogen. Die anderen beiden nächsten Montag!

Am Mittwoch war wieder erster Schultag nach den Winterferien und Johanna hatte nachmittags einen Kieferorthopäden Termin. Da wir schon 6 Wochen nicht mehr dort waren, hätten wir beinahe nicht mehr hingefunden… Aber in letzter Minute bogen wir dann doch in den Parkplatz ein.

Für Donnerstag habe ich 5 Damen zum Frühstücken eingeladen und da die anderen Mädels immer so auftischten, wollte ich mich natürlich nicht anschauen lassen. Also bereitete ich schon mal die Butternut-Suppe vor und backte 2 Kuchen, richtete den Obazten her und machten den Avokado-Frischkäse-Aufstrich. Wurde dann ein ganz netter, lustiger Vormittag. Mit Heizstrahler und Kaminfeuer, da es immer noch in der Nacht nur 5 Grad hatte und morgens im Haus gefühlt auch nicht mehr…

Am Nachmittag bereitete ich dann mit Johanna die Schnitzeljagd für Maximilians Geburtstag vor und wir suchten nach geeigneten Plätzen in der Gegend, um die Hinweiszettel zu verstecken.

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Während Maximilian am Freitag, 22.7. auf der Geburtstagsfeier seines Freundes Morten war,

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probierte Johanna bereits die Hüpfburg aus, die wir für Maximilians Geburtstagsparty gemietet hatten.

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Der Hüpfburgvermieter verleiht die Burgen von Freitag morgens bis Sonntag abends, incl. Lieferung, Auf- und Abbau für umgerechnet € 42. Schnäppchen, oder?!?!

Von Samstag auf Sonntag übernachteten dann 3 Freunde von Maxi, damit sie gleich morgens seinen Geburtstag mitfeiern können. Damit sie abends beschäftigt sind, machte Maxi schon mal das Geschenk von Tobi auf, das ihm dieser aus Deutschland mitgab.

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Am nächsten morgen standen die Jungs natürlich um 6 Uhr schon bereit für das Frühstück! Ich noch nicht… Aber nachdem schön langsam alle aus den Betten gekrochen sind, sangen die Jungs Maxi das Geburtstagslied auf chinesisch, englisch, afrikaans und in Zulu.

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Für den Nachmittag waren dann die restlichen Freunde von Maxi eingeladen. Andreas genoss noch die Ruhe vor dem Sturm.

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Natürlich begann die Party mit Kuchenessen undIMG_6614

ging dann weiter mit Springen auf dem Trampolin und der Hüpfburg,

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Dann machten sich die Kids auf zur Schnitzeljagd.

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Unterwegs gab es dann eine kleine Stärkung

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und der Schatz war, sehr einfallsreich von mir!!!! bei uns im Garten vergraben.

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Und da die Kids immer noch Spielehungrig waren, machten sie am Golfplatz Eierlaufen

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und in unserer Garage Büchsenwerfen.

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Das tolle Farbenspiel am Himmel sahen sie vor lauter spielen natürlich nicht. Und wenn schon, dann hätte es sie wahrscheinlich gar nicht interessiert.

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Nachdem wir den Geburtstag schön gefeiert hatten, bereiteten wir uns wieder auf die nächste Woche vor. Sebi bekam am Montag wieder 2 Zähne gerissen und da es diesmal um einiges schmerzhafter war als beim letzten mal, blieb er am Dienstag von der Schule zu hause.

Am Mittwoch morgen war aufstehen für alle um 5.30 Uhr angesagt, damit wir gemeinsam an Johannas Geburtstag frühstücken konnten.

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Das Wichtigste waren natürlich die Geschenke.IMG_6770

Nach dem Frühstück ging es dann für Andreas in die Arbeit und für die Kids in die Schule. Abends gingen wir dann noch zur Feier des Tages zum Essen. Leider ohne Foto!

Von Mittwoch auf Donnerstag war es dann nochmal eisig kalt in der Nacht.

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Am Samstag Vormittag hatten die Jungs ein Fußballspiel. Beide auswärts, beide auf verschiedenen Plätzen.

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Somit waren Andreas und ich als Taxifahrer beschäftigt. Zwischendrin fuhr Andreas mit Johanna zum Kino um die Eintrittskarten für Johannas Geburtstagsparty heute Nachmittag abzuholen und den Tisch für das anschließende Pizza-Essen zu reservieren. Das wurde ein sehr entspannter Kindergeburtstag für mich!

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Am Sonntag machten Andreas, ich, Johanna und Maxi einen Ausflug nach Johannesburg zum Roof Top Market und auf die Fourways Farm. Eigentlich wollten wir uns für unser Schlafzimmer zu Hause ein neues Bild kaufen. Aber das einzige, für das wir Geld ausgegeben haben, war Essen und Trinken. Typisch!

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In der darauf folgenden Woche haben wir auf Johannas Balkon

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ein Nest entdeckt.

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Papageien???  Wellensittiche????  Nein!!! TAUBEN!!!

Maxi hat einen neuen Lieblingsplatz:

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Irgendwie verging die Woche dann auch und wir freuten uns schon auf Samstag und unseren Kurztrip in den Krüger Park!

Sebastian´s Freund Luca fuhr auch an diesem Wochenende in den Krüger und hatten kurzfristig eine Unterkunft innerhalb des Parkes bekommen. Luca´s Mama verriet mir ihren Trick. Die Parkverwaltung aktualisierte um 2 Uhr nachts die Unterkunftangebote und wenn jemand reserviert hatte, aber nicht bezahlte, flog er aus der Reservierung und die Unterkunft wurde wieder frei gegeben. Ingeborg stand mehrere Nächte hintereinander um 2 Uhr auf und hatte Glück!!!

Da Sebastian jetzt natürlich ganz heiß darauf war, auch in dem Camp von Luca zu übernachten und wir auch nicht abgeneigt von der Idee, stand ich auch 3 Nächte hintereinander um 2 Uhr auf, wartete bis die Internetseite aktualisiert wurde und hatte leider Pech…. Nix dabei für uns. Also blieb es bei unserer Unterkunft außerhalb.

Natürlich fuhren wir am Samstag Morgen wieder früh los (6 Uhr) und mit nur einem kleinen Stopp kamen wir bereits um 10.30 Uhr am Parkeingang Numbi-Gate an. Wir füllten das Registrierungsformular aus und stellten und am Schalter an. Während dessen kontrollierte ein Polizist mit seinem Hund unser Auto. Sie suchten nach Waffen… Aber irgendwie klappte es nicht so recht. Der Hund war total durcheinander. Da wurde der Polizist ein wenig misstrauisch. Ich habe ihm dann erklärt, dass es sicherlich an den Salami- und Schinkensemmeln, nach denen es im ganzen Auto roch, liegt. Naja, ganz überzeugt hat es ihn nicht, aber er ließ uns dann trotzdem fahren.

Unser erstes Tier im Krüger war ein

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Wir fuhren, trotz Parkkarte ein wenig planlos herum und wurden stutzig, als vor uns ein Mann zu Fuß und mit Gewehr bepackt entlangspazierte…

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Wir wunderten uns, dass es hier erlaubt ist, zu jagen. Naja, wahrscheinlich hatte er eine Sondergenehmigung. Wir hielten neben ihm und fragen ihn, ob er hier in der Nähe Tiere gesehen hatte. Irgendwie verstand er uns nicht und wir ihn nicht… Wir wünschten ihm dann einen schönen Tag und fuhren weiter. Aber nicht weit. Bis uns ein Jeep mit 2 weiteren Männern entgegen kam, hielt und uns nach einem kurzen „How are you“ bestimmend darauf hin wiesen, dass wir hier in einem Gebiet unterwegs seien, in das wir gar nicht durften. Wir sollten doch bitte schleunigst umdrehen. Sie seien auf der Suche nach Wilderern. Wir fuhren dann brav hinter ihnen her und an der Wegkreuzung zeigten sie uns dann „Einfahrt verboten“-Schild. Upps, das hatten wir total übersehen. Aber ab jetzt achteten wir darauf!IMG_6812

Die Giraffe frühstückte gerade am Straßenrand.

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Nach vielen anderen Tieren entschlossen wir uns gegen 13.30 Uhr eine Mittagspause einzulegen. Das Restaurant, dass mitten im Park liegt, hatte keinen Zaun außen rum. Theoretisch konnten die Löwen bis an den Tisch kommen. Taten sie aber nicht. Wir informierten uns an der Sightseeing-Karte, wo welche Tiere heute  gesichtet wurden.

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rot = Löwe, blau = Elefant, grün= Büffel, schwarz = Leopard, weiß = Gepard,  orange = Nashorn, gelb = Wildhunde

Also ab ins Auto und weiter ging es…

Unser erstes Mitglied der „Big Fives“ war heute ein Nashorn. Ähm, zwei Nashörner.

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Und an der nächsten Wasserstelle unser zweites „Big Five“.IMG_6866Keine Stunde später sichteten wir dann eine Gruppe Wasserbüffel. Wieder „Big Five“! Wenn das so weiter geht, können wir ja heute Abend schon wieder nach Hause fahren!!!

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 Die Affen marschieren ganz selbstbewusst an uns vorbei.

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An der Elefantenfamilie fuhren wir ein bisschen flotter vorbei. Wenn Babys dabei sind, ist mit den Elefanten nicht zu spaßen!

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An der nächsten Wasserstelle entdeckten wir dann ein Krokodil und ein Nilpferd. Ihr auch?

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Wir fuhren dann zum Wasserloch, das ein kleiner Damm war, hinunter und durchquerten den Bachlauf.

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Mit Blick nach oben in das aufgestaute Wasser. IMG_6944IMG_6945

Vor uns auf der Straße standen plötzlich viele Autos. Das bedeutet: Katzen in Sicht! Und tatsächlich! Zwar ziemlich weit weg, im ausgetrockneten Flusslauf, lagen Löwen.

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Jetzt hatten wir heute  4 von den „Big Five“ gesehen. Leider diejenigen, die wir zuvor in anderen Parks auch gesehen hatten. Nur der Leopard hielt sich immer noch versteckt vor uns…

Die jungen Hyänen machten es sich in der Sonne gemütlich.

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Und da vor uns mal wieder einige Autos standen, hielten wir Ausschau nach den nächsten Katzen!

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Der nächste Baby-Elefant versteckte sich nicht im Gebüsch, sondern machte eine Straßenüberquerung!

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Wir hatten die Größe des Krüger-Parkes ein wenig unterschätzt und als wir aus dem Gate fuhren, dämmerte es bereits und wir mussten noch unsere Unterkunft suchen. Haben wir dann gefunden, im Dunkeln. War gar nicht so einfach…. Wir grillten noch gemütlich Burger, Steaks und aßen leckeren Nudelsalat! Und fielen k.o. ins Bett, obwohl wir den ganzen Tag ja eigentlich nur im Auto gesessen sind.

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Den Sonnenaufgang am nächsten Morgen wollten wir bereits im Park erleben. Da es aber Sonntag war und verlängertes Wochenende, sind mehrere Menschen auf die Idee gekommen, den Krüger zu besichtigen. Es waren schon so viele Autos am Gate, dass der Parkplatz vor der Schranke nicht mehr ausreichte und wir innerhalb des Parkes parken durften, obwohl wir noch keine Genehmigung hatten. Die Schlange an der Kasse war ewig lang und nach unseren Berechungen dauterte es mindestens eine Stunde, bis wir durch sind. Da kamen wir auf die Idee, Andreas anstehen zu lassen und ich fuhr mit den Kindern schon mal eine Stunde durch den Park. War eine gute Idee…

Die interessanten Tiere sahen wir aber erst, als Andreas wieder an Bord war.

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u. a. Geparden

An einer Wasserstelle mit Aussichtsturm beobachteten wir Nilpferde, Schildkröten, Krokodile und viele verschiedene Vögel.

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Als wir wieder im Auto saßen und über die Brücke des ausgetrockneten Flussbetts fuhren, wurden wir auf eine Gruppe von Geiern aufmerksam.

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Sie hatten sich an einem verendeten Nilpferd bedient.IMG_7183

Pfui deife!!! Schnell weiter!!!

Am anderen Ufer schlürfte ein kleines Nilpferd an einer Wasserpfütze.

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Kilometer um Kilometer fuhren wir weiter, heute Richtung Crocodilie Bride, den Sabi River entlang. Dort soll es die meisten Tiere geben, da hier noch am meisten Wasser ist.  Bis jetzt hatten wir ja schon Glück!

Als dann vor uns, mal wieder ein paar Autos auf der Straße standen, wurden wir auch wieder alle nervös und suchten das Gelände um uns herum ab. Und plötzlich:

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Sahen wir ein paar Löwinnen mit ihren Jungen durchs Gebüsch streifen. Ich habe das Foto mal ein bisschen vergrößert und mit ein bisschen Phantasie entdeckt man auch das Baby!

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Supersüüüß!!! Und als sie dann im Gebüsch verschwunden waren, und wir unseren Blick wieder nach vorne richteten, mussten wir 2x hinsehen!

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Das Familienoberhaupt hatte anscheinend genug von dem unebenen Boden mit dem nervigen Gebüsch und dem Babygeschrei und ging seinen eigenen Weg…

Übrigens ist immer nur Stau, wenn Katzen zu sehen sind. Ansonsten kannst du hier auch Kilometer weit durch das Gelände fahren und siehst kein Auto weit und breit.

Puhh, nach so viel Aufregung brauchten wir eine Pause. Andreas ist hier in Südafrika sehr erfinderisch geworden…

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Wir fuhren dann durch eine tolle Landschaft mit viel Wasser und grünen Büschen!

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IMG_7275Und näherten uns schön langsam dem Crocodile Bridge-Gate, an dem wir heute den Park verlassen und außen rum zu unserer Unterkunft fahren, da wir es zeitlich nicht pünktlich durch den Park an das Numbi Gate schaffen würden. Der Krüger-Park ist wirklich riesengroß!!!

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Ein wenig traurig waren wir ja schon, dass wir den Leoparden heute wieder nicht gesehen habe. Aber wir wollen morgen Vormittag auch noch ein paar Stunden in den Park rein fahren, bevor wir nach Pretoria zurück fuhren. Vielleicht haben wir ja dann morgen Glück.

Ca. 20 Kilometer vor dem Gate standen dann plötzlich wieder Autos auf der Straße und blockierten die Durchfahrt. Da wir schon unter Zeitdruck waren (das Gate schloss bald), versuchten wir uns durchzuschlängeln und nur einen kleinen Blick auf die Löwen zu werfen. Als wir dann das Fenster einen Spalt aufmachten, hörten wir die Guides der geführten Safari-Tour ihren Touristen erkärend, wo der Gepard genau liegen würde. Ach, ein Gepard! Da schauen wir dann doch genauer hin.

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Wir fuhren durch das Gedränge ganz durch, machten kehrt und warteten bis genügend Autos wegfuhren und wir eine gute Sicht auf die Stelle hatten, auf die alle anderen hinglotzten.

Und wir trauten unseren Augen nicht! Da lag doch tatsächlich im Gebüsch kein Gepard, sondern ein Leopard!!! Wobei wir uns in dem Moment noch nicht so sicher waren. D. h. Sebastian schon, aber ich war der Überzeugung, es war ein Gepard. Aber die Vergrößerung zu Hause am Bildschirm zeigte es dann ganz deutlich!!!!

Ein Leopard!

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Wir hatten alle „BIG FIVE“ gesehen! Das ist ein MUSS, wenn man in Südafrika war!!! Von dem her gesehen, könnten wir jetzt zurück nach Deutschland….. Aber neee, wir haben noch so viel vor hier!!!

Wir schafften es dann kurz vor Parkschließung durch das Gate und fuhren dem Sonnenuntergang entgegen. Es brennte mal wieder irgendwo… Ein ganz gewöhnlicher Anblick hier in Südafrika. Auch für uns mittlerweile, obwohl es lange gedauert hat…

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Blöderweise hatten wir noch 120 Kilometer zu unserer Unterkunft zu fahren. Und das jetzt im Dunkeln!!! Das sollte man in Afrika eigentlich nicht. Wegen den Tieren und Menschen, die andauernd über die Straße laufen, wegen den unbeleuchteten Autos und Fahrräder, die auf den Straßen unterwegs sind und natürlich wegen den Personen, die gerne etwas von unserem Hab und Gut abbekommen möchten…

Wir schafften es aber dann ohne Probleme nach White River und freuten uns über ein leckeres Abendessen im „Ocean Basket“, einer Fischrestaurant-Kette. Von dort aus waren es dann nur noch 10 km zu unseren Betten!!

Am nächsten morgen schliefen wir dann aus. Also, Andreas und ich. Als wir dann gefrühstückt hatten, weckten wir um 8 Uhr die Kinder, da sie ja noch Tennis auf den zur Unterkunft gehörenden Plätzen spielen wollten.

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Um 10 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zum Numbi Gate und mussten heute nicht lange anstehen.

Kurz nach dem Gate, auf einer kleinen Nebenstraße stand ein einsames Zebra mitten auf der Straße. Und bewegte sich keinen Zentimeter von der Stelle.

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Nachdem wir es lange beobachtet hatten und dann doch weiter fuhren wollten, mussten wir sehr nahe dran fahren, damit es auf die Seite ging. Dann stellte es sich neben unserAuto, blieb wieder stehen und beobachtete uns. Es sah so aus, als wollte es sagen: „Habt ihr schon ein paar schöne Fotos von mir gemacht?“

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Also machten wir ein paar Fotos…

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Gleich nach dem Zebra lag dann links im Gebüsch eine Herde Büffel. Als der erste aufstand und auf uns zu ging, drückten wir auf´s Gas.

IMG_7321An der nächsten Wasserstelle lag eine Herde Nilpferde in der Morgensonne. Nur das Baby hatte keine Lust, still da zu liegen…

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Einige Vögel bekamen wir heute auch wieder zu Gesicht.

Ein Fish Eagle:

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Ein Yellow-billed Hornbill:IMG_7378

Southern-Ground-Hornbill

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Unser letztes, großes Tier im Krüger war ein Elefant, der ganz gemächlich auf unser Auto zuging…

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Wir passierten nachmittags um 15 Uhr dasMalelane-Gate und fuhren knappe 400 km Richtung Westen nach Hause. Beim Sonnenuntergang saßen wir noch im Auto

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und unser Hunger ließ uns noch einen kurzen Stopp in unserem neuen Lieblingslokal MALT machen.

Am Dienstag, Feiertag in Südafrika (WOMEN´S DAY) ging ich mit Johanna zum shoppen (was denn sonst, es war ja Women´s Day!!!)und die Jungs machten es sich zu Hause gemütlich. Mittwoch war wieder Schul- und Arbeitstag und ich hatte einen Zahnarztermin. Wurzelbehandlung! Meine erste in meinem Leben und ich hoffe, auch meine letzte!!!

Am Donnerstag versuchte ich mich als Gärtnerin an unseren Rosen…

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Hoffentlich überstehen sie es!!!

Nach der Schule ging ich mit den Jungs zum Friseur. Das Wochenende verbrachten wir wieder am Fußball- und Golfplatz und freuten uns auf die Einladung am Samstag Nachmittag bei einem befreundeten, kasachischen Ehepaar. Es wurde ein sehr netter, lustiger und leckerer Abend. Wir durften Kaviar probieren, natürlich mit Wodka. So gehört sich das in Kasachstan! Auch wenn es erst 15 Uhr ist!!! Die Frauen stiegen dann beim Wodka aus, verzogen sich in die Küche und bereiteten kasachische Teigtäschchen (deren Name ich schon wieder vergessen habe) zu, die Männer blieben dran. Zu dritt 2 Flaschen!!! Ich hatte schon Angst, wie ich Andreas an diesem Abend wohl heim bringen würde. Wir waren zu Fuß und es waren fast 2 Kilometer. Aber es ging erstaunlich gut und Andreas hatte am nächsten Tag keinen Kater!!! Keine Ahnung, ob das wirklich Wodka war oder doch nur Wasser und die Männer wollten uns nur beeindrucken….

Trotzdem relaxten wir am Sonntag.

Am Montag Nachmittag fuhr ich Johanna mit ihren beiden Freudinnen zum Reitstall.

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Minutenlang redete ich meinem Lieblingspferd „Blues“ gut zu, steichelte ihn und traute mich ganz nah ran. Bis Johanna mich darauf aufmerksam machte, dass es gar nicht „Blues“ ist…

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Am Mittwoch hatte ich dann Tuck-Shop-Dienst an der Schule von 9.30 Uhr bis 14.30 Uhr, fuhr dann mit den Kindern nach Hause, machte kurz Mittag essen und um 16 Uhr saß ich schon wieder im Taxi mit ein paar anderen Damen und wir machten uns (mal wieder) auf nach Johannesburg zum Ratschen und Tanzen (und Essen und Trinken). Es war wirklich wieder ein netter Abend. Das wäre auch mal ein schöner Ausflug mit den Bauwognmädels!

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Wie immer wartete das Taxi um 23 Uhr vor der Tür und um 0.30 Uhr lag ich auch schon in meinem Bett!

Bis 5.30 Uhr. Da läutete der Wecker! Mühsam kletterte ich raus, frühstückte mit Andreas, sprang bzw. schlich unter die Dusche, weckte die Kinder, machte Frühstück und Brotzeit für die drei, räumte die Küche zam und um 6.45 Uhr saßen wir zu viert schon im Auto auf dem Weg zur Schule. Das Aufstehen ging heute ganz flott bei den Kindern, da sie schon so nervös waren, weil Felix (Neffe) und Chiri (Freundin von Felix) uns heute besuchen kommen. Kurz nach 7 Uhr fuhren wir auf den Parkplatz an der Schule und ich war froh, dass wir es so flott geschafft hatten, denn ich wurde von zu Hause bereits um 7.30 Uhr von einer Freundin abgeholt, die mich mit zum Flughafen nehmen würde. Doch am Parkplatz merkte Maxi plötzlich, dass er vor lauter Aufregung vergessen hatte, seine Turnschuhe anzuziehen und er immer noch mit seinen gefütterten Hausschlappen im Auto saß. Und den Tennisschläger hatte er auch in der Garage liegen lassen!!! Zuerst weigerte er sich, überhaupt auszusteigen. Als ich ihm aber versicherte, ich versuche, ihm die Schuhe noch zu bringen, traute er sich aus dem Auto und verschwand ganz schnell im Klassenzimmer. Ich fuhr dann nach Hause und auf dem Weg zum Flughafen hat mich meine Freundin kurz an der Schule aussteigen lassen und ich brachte Maxi seinen Sraßenschuhe und den Tennisschläger…

Deswegen, und wegen des Staus, kamen wir dann ein wenig zu spät am Flughafen an und Chiri und Felix warteten bereits!!! Sorry nochmals!!! Wir holten das Mietauto ab und Felix fuhr ganz mutig quer durch Johannesburg zum Apartheid Museum. Die beiden verschwanden für einige Zeit im Museum und ich machte es mir mit einer Kanne Tee und einem deftigen Quiche im Cafe gemütlich.

Rechtzeitig  machten wir uns dann auf den Weg nach Pretoria, luden die Koffer zu Hause aus und holten dann um 14.10 Uhr die drei Kids von der Schule ab. Die freuten sich riesig! Haben ja schon so lange auf den Tag gewartet! Zum Mittagessen fuhren wir ins Clubhaus und genossen die Sonne und die Palmen, den Wind aber nicht!

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Johanna hatte gestern stundenlang zur Feier des Tages einen Kuchen gebacken. 

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Und wir hatten viel Spaß beim Essen!

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Riesig gefreut haben sich die Kids, und auch wir, über die bestellten und nicht bestellten Mitbringsel aus Deutschland.

Witzigerweise haben Ute und meine Mama unabhängig voneinander für Johanna ein Dirndl für das Oktoberfest hier an der Schule gekauft. Beide das gleiche, nur unterschiedliche Größen!!! Und wie es halt leider so ist, ist das eine zu klein und das andere zu groß!!! Mal sehen, was die Schneiderin daraus machen kann!

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Am Freitag, während die Kids in der Schule und Andreas in der Arbeit war, machten wir drei eine Einkaufstour. Nachmittags spazierten Chiri und Felix durch Silver Lakes und am späten Nachmittag fuhren wir mit Maxi zu einem Fußballspiel. Ergebnis: geheim!

Zum Abendessen gingen wir dann alle zusammen ins MALT und freuten uns auf das kommende, gemeinsame Wochenende. Am Samstag Vormittag war an der DSP Sporttag. Johanna und Sebastian spielten Fußball, Maxi Völkerball.

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 Ich glaube, unsere Kids waren diejenigen, mit den meisten Fans!IMG_7550

Die Kids waren nach dem Sport so k.o., dass sie lieber mit Freunden zurück nach Silver Lakes fuhren und wir 4 machten einen kurzen Ausflug an den Hartebeesportdamm.

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Nach einer schnellen Runde auf dem Chameleon-Village-Markt, auf dem die Verkäufer sooo nervig waren, fuhren wir zurück nach Hause.

Abends war dann Grillen angesagt.

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Und gemütlich quatschen am Lagerfeuer.

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Am nächsten Morgen mussten Felix und Sebi früh raus. Sie hatten sich für 8 Uhr für eine  Runde Golf eingeschrieben. Mit Golf-Cart!!!

Als sie bei uns an Loch 4 vorbeifuhren, sprangen gleich 3 Beifahrer mit auf für die restlichen 14 Loch! Sie hatten eine Menge Spaß, spielten auch (lt. Erzählungen) ganz passibel und kamen um 13.30 Uhr hungrig und müde nach Hause. IMG_7644Nach dem Mittagessen mussten sich Chiri und Felix leider schon auf den Weg machen. Sie wollten heute noch bis zum Krüger. Da es fast 4 Stunden reine Fahrzeit waren und sie ja im Hellen ankommen sollten, war Abfahrt um 14.45 Uhr schon ein bisschen spät! Schön, dass ihr da gewesen seid!!! Kaum aus der Haustüre raus, haben wir euch schon vermisst. Vor allem die Kids, denn die mussten dann gleich an die Schreibtische…

Und dann lag eine ganz normale Woche vor uns. Andreas hatte in der Arbeit ein bisschen mehr Stress als sonst, da Besuch aus Deutschland die Qualität in Südafrika kontrollierten…

Am Freitag nach der Schule fuhr Sebastian mit einem Schulfreund auf dessen private Game-Farm um dort bis Sonntag Abend Giraffen für ein Schulprojekt zu beobachten.

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Der Rest unserer Familie war am Fußballplatz, auf dem Irene Market und beim Einkaufen.

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Am Sonntag hatten wir Besuch von einem Arbeitskollegen von Andreas, der erst seit kurzem mit seiner Familie hier in Südafrika ist.

Das Highlight dieses Wochenende für die Jungs und Johanna war der

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M 4, den Andreas von einem Arbeitskollegen ausgeliehen hat, da dieser auf Dienstreise in Deutschland ist. Von 0 auf 100 in 4,irgendwas Sekunden. Für mich war die Probefahrt nur schrecklich!!! (da war ich aber die einzige in der Familie)

Mitten unter der Woche spazierte ein Kudu, der aus dem Tierareal ausgebüchst war, bei unseren Nachbarn durch den Garten.

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Hier mal einen Sonnenuntergang vom Fußballplatz beim Auswärtsspiel von Maximilian in Pretoria-Mitte:

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Die Vorbereitungen für das Oktoberfest an der Deutschen Schule laufen schon auf Hochtouren und ich war für das Einziehen der Bänder bei den Lebuchenherzen zuständig. Netterweise half mir Johanna dabei.

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Heute ist heute und ich bin froh, wieder „up to date“ zu sein…

Übrigens sind wir heute vor einem Jahr in Südafrika gelandet… Wie schnell doch die Zeit vergeht…

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Gedanke zu „ZA-D-ZA-NAM-BW-ZA“

  1. Hallo
    Da hast ja ne menge geschrieben :-)
    Des Jahr is ganz sche schnell vergangen. Hoffentlich vergeht das nächste Jahr a so schnell
    LG Sarah, Sandra, Moritz und i

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