Das zweite Jahr in Südafrika schreitet schnell voran!!!

Ab jetzt haben wir immer weniger Tage in Südafrika noch vor uns, als die wir schon hier verbracht haben….

Manchmal erschrecken wir darüber, manchmal sind wir erleichtert darüber, manchmal schieben wir Panik, manchmal – nein – meistens freuen wir uns darüber!!!

Unseren ersten Samstag im September verbrachten wir wieder in Majakaneng, dem Township, dem wir die Ladung Sportkleidung gebracht haben. Nachdem uns Francesca wieder sehr herzlich begrüßt hatte, machten wir uns zu Fuß auf den Weg. Franci hat für uns ein Treffen bei Sonja engagiert. Unterwegs machten wir einen kleinen Stop im Supermarkt um noch ein paar Lebensmittel für die Familie zu besorgen.

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Sonja lebt in einer Shack, einer Hütte im Township zusammen mit ihren drei Kindern.  Als wir ankamen, war sie gerade beim Wäsche waschen.

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Sonja begrüßte uns herzlich mit einem strahlendem Lächeln, dass auch die ganze Zeit ihr Gesicht zierte. Sie war so voller Elan und gut gelaunt, dass steckte gleich an.  Am Anfang wollte Sonja aber auf kein Foto. Sie ist der Meinung, dass sie nicht hübsch ist, da sie eine Narbe im Gesicht hat. Also respektierte ich ihren Wunsch und sie hat uns dann in ihre Hütte gebeten, in der sie mit ihren drei Kindern lebt.

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Als wir die Hütte betraten, waren wir erstaunt, wie heiß es innen war. Es war ja erst Frühling und die Temperatur war schon unangenehm warm in der Hütte. Durch die Wohn-/Essküche ging es in den Kinderschlafraum

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und dann weiter in das Schlafzimmer der Mutter, dass sie sich mit einem der Kinder teilt.

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Sonjas großer Stolz ist ihre Highheel-Sammlung auf dem Kleiderschrank:

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Alles hat seinen Platz!IMG_7701

Das ist die Wohn-/Essküche:

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Neugierig hörten wir den Erzählungen von Sonja zu.

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Es gibt keinen Wasseranschluss im Haus. Das Wasser muss mit Kanistern von den großen Tanks an den Straßenrändern geholt werden. Und das Badezimmer? So etwas gibt es hier auch nicht. Die Toilette ist hinter dem Haus in einem kleinen Blechverschlag und gewaschen wird sich im Freien oder in der Wohnküche. Es hat einige Zeit gedauert bis die Kids ein wenig „aufgetaut“ sind, fanden es aber dann total spannend die Fotos, die wir gemacht haben, gleich am Display anzusehen.

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Und zum Schluss konnten wir Sonja noch zu einem Familienfoto überreden:IMG_7744

Auf der Heimfahrt und auch noch zu Hause waren wir sehr beeindruckt, wie glücklich und zufrieden die Familie mit dem ist, was sie hat. Sicherlich hätten sie vielleicht gerne von manchen Sachen mehr. Aber es gibt viele Menschen, die materiell alles haben, aber nicht so glücklich und zufrieden sind wie Sonja mit ihren Kids.

Am Sonntag morgen machten sich Sebi mit seinen Freunden und Andreas früh auf zur Farm, um für Sebi´s Schulprojekt die letzten Information zu beschaffen. Ich glaube, Andreas hat nicht so viel Giraffen beobachtet, der hat sich lieber mit Ralf´s Vater unterhalten.

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Nach so viel Anstrengung haben sich die Jungs und die Männer ein ordentliches Braai verdient:

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In der folgenden Woche war in der Schule „Science-Week“. Viele Firmen haben die Schule besucht und Vorträge gehalten, mit den Kindern gebastelt und gebaut und das beste daran war: Es war kein Unterricht!!!

Johanna hatte einmal ein Projekt mit Bausteinen:

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Sebastian baute ein Go-Kart mit seiner Gruppe:

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Und Maxi machte viele Versuche, u. a. auch im Wasser:

IMG-20160908-WA0002Und sie bauten nützliche Aufbewahrungsgegenstände:

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Ich war die Woche über mit Handwerkern beschäftigt. Einer kam zum Rollo richten, einer zum Poolpumpe richten und einer um die kaputten Dachziegeln auszuwechseln. Ich glaube, es waren nahezu 20 Stück, die von Golfbällen beschädigt waren bzw. Löcher hatten. Einen Tag verbrachte ich auch wieder im Tuck-Shop an der Schule und die restliche Zeit versuchte ich das Haus auf Vordermann zu bringen, da am Sonntag ja eine „Abordnung“ aus Dachau eintrifft.

Habe auch alles einigermaßen geschafft. Bis es am Donnerstag plötzlich einen lauten Schlag gab und ich dann feststellte, dass mir ein kleiner Golfball zusätzliche Arbeit verschafft hat:

Da war wohl mal wieder ein Profi am Abschlagplatz,

IMG_7873der vergessen hat, um was es beim Golf spielen überhaupt geht! Nicht mit den Bällen Löcher schießen, sondern den Ball ins Loch schießen!!! VOLLIDIOT!!!

So, also Bad und Gang reinigen und wieder mal einen Handwerker beauftragen. Er versprach mir, auch heute gleich noch zu kommen. Machte er auch. Er hat die Masse aufgenommen und gesagt, er komme morgen zum Wechseln. Naja, Freitag war dann das Glas nicht „on stock“ (auf Lager), wie fast alles, wenn man etwas bestimmtes braucht, aber am Samstag wechselt er es dann sicher aus. War ja auch wichtig, war ja das Bad für unsere Gäste morgen… Was soll ich sagen, natürlich war das Glas am Samstag immer noch nicht lieferbar und somit hatten die Dachauer ein Badezimmer mit Frischluftzufuhr 24 Stunden am Tag bei geschlossenem Fenster!

Am Sonntag morgen standen wir dann früh auf, um pünktlich um 8 Uhr am Flughafen in Johannesburg zu stehen um Moni, Birgit, Benni und Andrea in Empfang zu nehmen. Nachdem wir dann das Mietauto abgeholt hatten (einen VW Amarok ganz zur Freude unserer Jungs!) fuhren wir gleich weiter auf den Roof-Top-Market, damit gleich das Afrika-Feeling erweckt wird. Wir schlenderten ein bisschen über den Markt, haben eine Kleinigkeit zu Mittag gegessen und fuhren dann zu uns nach Hause.

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Den Nachmittag haben wir dann gemütlich verbracht. Zumindest die Mädels. Die Jungs

IMG_7902bauten vom Amarok die Ladeflächehaube (oder wie das Ding heißt) ab, denn dann schaut er noch „cooler“ aus, meinten Sebi und Maxi.

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Abends haben wir dann den Grill „angeschmissen“. Für morgen Abend waren wir mit einem Ehepaar zum Abendessen verabredet, die unsere Gäste vor 20 Jahren begleitet haben, als sie schon mal in Südafrika Urlaub gemacht hatten. Irgendwie haben wir uns nicht richtig abgestimmt und sie waren der Meinung, unser Treffen sei heute und so saßen sie plötzlich auch an unserem Tisch. Es wurde ein ganz netter, lustiger Abend und wir verabredeten uns für den nächsten Morgen. Sie wollten uns bei unserem Ausflug begleiten.

Nachdem die Kids gefrühstückt hatten, IMG_5344 (1)

von der Nachbarin mit in die Schule genommen wurden und wir gemütlich gefrühstückt hatten (und Andreas schon seit 2 1/2 Stunden in der Arbeit war), machten wir uns auf dem Weg zum Union Building, von wo man eine tolle Aussicht über Pretoria hat.

IMG_7925Auch eine riesige Nelson Mandela-Statue steht dort.

IMG_7939Unsere 2. Station war das Kruger Museum, dass ich schon vor einem Jahr als eines der ersten Südafrika-Erlebnisse mit meiner Familie besichtigt habe. Wir überredeten einen netten, jungen Mann ein Foto von uns allen zu machen.

IMG_7985 (3)Der Zeitpunkt für unsere Besichtigung war anscheinend etwas ungünstig gewählt. Es war Mittagszeit:

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IMG_7951 (2)Aber das ist ganz typisch für Südafrika. Die Schwarzen legen sich, wenn sie müde sind und Pause haben (oder auch nicht) einfach irgendwo hin und schlafen. Sei es wie oben auf den Bildern oder am Parkplatz unter einem Baum oder auf den Grünstreifen in der Mitte von der Autobahn. Wenn man aber dann bedenkt, dass man ja nicht weiß, unter welchen Umständen sie die Nacht verbracht haben und viele eine Fahrzeit von 2 Stunden zur Arbeit morgens schon hinter sich haben, ist das schon verständlich.

Vom Kruger-Museum fuhren wir weiter zum Voortrekker Monument, nahmen dort ein leichtes Mittagessen zu uns und genossen die Aussicht von der Aussichtsplattform am oberen Ende des Monuments.

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Ganz geschafft von den Sehenswürdigkeiten machten wir uns auf den Heimweg.  Die Kids kamen ja auch bald nach Hause. Johanna war nach der Schule gleich beim Reiten und die Jungs hatten bis 17.30 Uhr Fußballtraining. Wir kamen alle fast gleichzeitig nach Hause. Während die Kids duschten, richtete ich ihr Abendessen her und die Erwachsenen machten sich „frisch und schick“, da wir ja Essen gehen mit Kate und Gerry ausgemacht hatten.

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Am Dienstag morgen machte sich unser Besuch auf nach Johannesburg und ich verbrachte den Tag im Tuck-Shop an der Schule. Andreas in der Arbeit. Kids auch in der Schule. Da haben wir uns abends dann (mal wieder) auf ein leckeres Abendessen gefreut. Und nachdem die Männer wieder das Dach auf die Ladefläche des Amaroks gebaut hatten, fuhren wir ganz südafrika-typisch alle in einem Auto zum Restaurant. Es liegt nur ca. 1 Kilometer außerhalb von unserem Estate. Das konnten wir sicherheitstechnisch vertreten. Trotzdem schaute der Parkwächter ein wenig komisch, als wir zu neunter aus dem Auto kletterten. Das machen nämlich sonst nur die Schwarzen!

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In Andreas seinem Lieblingsrestaurant (und auch mittlerweilen unserem) genossen wir den (leider) schon letzten Abend mit unserem Besuch. IMG_8016Am nächsten Morgen machten sich dann Moni, Andrea, Birgit und Benni auf, Südafrika noch ein bisschen besser kennen zu lernen und wir bereiteten uns auf das Oktoberfest an der Deutschen Schule Pretoria vor.

Am Donnerstag Abend war Eröffnungsabend des Oktoberfestes. Mit einer Band aus Franken und lecker bayerischem Essen. Habt ihr schon jemals versucht, eine Schweinshaxen mit Plastikbesteck zu essen?

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Macht nicht wirklich Spaß!

Natürlich mussten wir das deftige Essen ordentlich runterspülen und abtanzen. Deswegen ist unser Selfie ein bisschen verwackelt und die Frisur sitzt auch nicht mehr so ganz….

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Aber als die Musik aufhörte, machten wir uns brav auf den Heimweg, denn morgen war ja erst Freitag und das bedeutet, dass unser Wecker wieder läutet!

Am nächsten Vormittag half ich an der Schule bei der Annahme und Beschriftung der gespendeten Kuchen. Und dann mussten sie alle geschnitten werden. Ich glaube, es waren ca. 40 Kuchen/Torten, die ich versucht habe in gleichgroße Stücke zu schneiden. Das hat mich ganz schön gefordert und für den Rest des Tages konnte ich nichts Süßes mehr sehen…

Samstag morgen hatte Maxi mal wieder ein Fußballspiel und ab 14 Uhr waren alle Kids auf dem Oktoberfest.

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Sebi musste bedienen, Johanna Brezen verkaufen und Maxi war nur zum Spaß dort. Andreas und ich machten uns erst um 17 Uhr auf den Weg, Wir schlenderten ein wenig an den ganzen Verkaufsständen vorbei, amüsierten uns über so manche Fahrgeschäfte,

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hörten bei den Live-Bands zu und genehmigten uns eine Maß Bier.

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Dann gingen wir zu unseren Ständen, an denen wir zum Helfen eingeteilt waren. Andreas am Lebkuchenstand und ich beim Getränkeverkauf. Ich hab da bei der Einteilung einen kleinen Fehler gemacht. Denn Andreas hatte einen total gemütlichen Job die nächsten 3 Stunden und ich kam ganz schön ins Schwitzen!!!

Maxi fuhr bereits um 18 Uhr mit seinem Freund nach Hause und als wir dann um 21 Uhr Sebi und Johanna gefunden hatten, wollten wir uns auf den Heimweg machen. Johanna überredete uns dann, dass sie noch einmal zusammen mit ihrer Freundin mit einem Fahrgeschäft fahren darf. Nachdem sie nach 15 Minuten immer noch nicht da war, schickten wir Sebi los um sie zu suchen. Plötzlich bekamen wir einen Anruf von Johanna, dass sie noch immer in dem Fahrgeschäft sitzt und jetzt alle Lichter davon ausgegangen sind. Sie könnnen aber nicht aussteigen, da der Bügel nicht aufgeht. Na prima!!! Also sind wir dann losmarschiert mit den anderen Eltern zum Fahrgeschäft und tatsächlich stand das Ding völlig unbeleuchtet und voll besetzt da. Die Betreiber meinten, es gab nur ein kleinens Problem, es geht gleich weiter. Um halb 10 gingen die Lichter wieder an und das Fahrgeschäft setzte sich dann tatsächlich wieder in Bewegung. Da wurde es uns allen ganz schön mulmig!!! Wir waren froh, dass sie nur 2 Runden drehten und dann die Fahrt beendeten. Auch die Bügel gingen wieder auf!!! Juhu!!!

Johanna war total durchgefroren, es war nämlich ganz schön kalt geworden und wir gingen strammen Schrittes zum Auto und fuhren flott nach Hause. Wir mussten Maxi ja auch noch von seinem Freund abholen!!!

Am Sonntag erholten wir uns dann und am Nachmittag rafften wir uns auf zu einem kleinen Spaziergang. Irgendwie wollte sich der Winter noch nicht ganz verabschieden und zeigte sich heute nochmal.

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Gut, dass wir die Mützen noch nicht weggepackt hatten.

Nach dem Spaziergang freuten wir uns auf den leckeren Kuchen, den Maxi für uns verziert hat.

IMG_8021 IMG-20160918-WA0002Nun begann mal wieder eine neue Woche. In dieser erlebten wir mal das „andere“ Südafrika direkt, aber „Gott sei Dank“ nicht am eigenen Leib.

Am Montag morgen erfuhren wir, dass Martina, eine sehr, sehr nette und sozial unheimlich engagierte deutsche Frau, die seit vielen Jahren mit ihrem Ehemann hier in Südafrika lebt am Samstag Abend überfallen wurde. Martina lebt nicht in einem „Estate“ wie wir, sondern in einer Siedlung an einer viel befahrenen Straße und sie haben eine hohe Mauer mit Stacheldraht obendrauf rund um das Haus. Gegen 21 Uhr abends ging ihr Mann noch kurz durch die Terrassentür, die in den hinteren Teil des Gartens hinaus führte und kam begleitet von 3 Männern und einer Pistole an dem Kopf wieder herein. Martina und ihr Mann wurden geknebelt, in 2 verschiedene Zimmer getrennt und an Bett und Stuhl gefesselt. Währenddessen trugen die Männer sämtliche Wertgegenstände hinaus in den Lieferwagen, der am Straßenrand vor dem Haus geparkt war. Sie haben den Stacheldraht, der auf der  Mauer befestigt war, hochgehoben und alles zwischen Draht und Mauer hindurchgeschoben. Fernseher, Computer, Laptop, sämtlichen Schmuck, Bargeld…

Nach über einer Stunde haben sie dann fluchtartig das Haus verlassen. Martina hat dann mit aller Kraft das Bettgestell,  mit den Füßen zertrümmert, ist dann in die Küche gehumpelt um ein Messer zu holen um dann ihren Mann zu befreien.

Sie hatten trotz allem Glück gehabt, dass ihnen nicht mehr passiert ist. Und am nächsten Tag haben sie die Sicherheitsvorkehrungen erhöht, aber sie haben weiterhin ein ungutes Gefühl, sobald es dunkel wird. Das ist mehr als verständlich.

Am Dienstag Morgen fuhren wir auf der Autobahn zur Schule. Ich rechts, auf der Überholspur, als ein Pick-Up, der auf der linken Spur ein gutes Stück vor uns vor, plötzlich abbremste aber noch mit hoher Geschwindigkeit an den Randstein des linken Seitenstreifens fuhr. Dabei fielen die beiden Männer, die auf der Ladefläche saßen, vom Auto herunter. Der eine hatte Glück, er flog auf die Rasenfläche und ist auch gleich wieder aufgestanden. Der andere flog über das Auto und kam davor zum liegen. Er ist nicht wieder aufgestanden….

Wir waren natürlich alle total geschockt und ich habe überlegt, ob die Kinder überhaupt heute in die Schule gehen können. Aber sie gingen, und ich glaube im nachhinein es war auch besser so. Durch Ablenkung kann man es leichter verdrängen. Und da ich auch an diesem Tag Tuck-Shop-Dienst hatte, habe ich auch ein wenig Ablenkung gehabt und war für die Kinder in der Nähe.

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Abends hatte Maxi nach dem Fußballtraining die Rutsche auf dem Spielplatz getestet. Ich hätte mich da niemals runtergetraut!

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Auf dem Schulparkplatz stand diese Woche eines von Andreas Lieblingsautos.

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Nur mal zu zeigen, wie klein die Welt ist: Das Auto gehört dem Mann der Nachbarin von Andreas Schwester´s Freundin in München!

Am Samstag Abend besuchten Andreas und ich zusammen mit einigen anderen Paaren das Pretoria-State-Theater und schauten uns „Saturday Night Fever“ an. Das war wirklich toll. Tolle Sänger, tolles Bühnenbild, tolle Musik. Das einzige was nicht so toll war, war dass wir die ganze Zeit sitzen mussten. Das fällt bei der Musik ja schwer.

Am Sonntag Nachmittag hatten sie Kinder Besuch. Maxi baute mit seinem Freund Raphael die Burg weiter, die sie für den Kunstunterricht brauchten:

IMG_8042Sebastian machte mit Jan eine Ho-Bo-Battle:

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Und auf wen Johanna und Fajola warteten, weiß ich bis heute noch nicht:

IMG_8055Die kommende Woche war eine kurze für die Schulkinder, da ab Donnerstag schon die Frühlingsferien starteten.

Mit großer Mühe transportierten wir die Burg am Montag Morgen in die Schule.

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Am Dienstag war dann ABI-Streich an der Schule. Die Abiturienten blockierten für die Autos den Parkplatz und somit mussten alle Kinder vor dem Gate aussteigen und zu Fuß durch die Absperrung auf das Schulgelände. Natürlich nicht ohne eine saftige Abkühlung mit der Wasserpistole zu erhalten.

Somit war der Unterricht, zumindest für die Sekundarstufe für die ersten Stunden gestrichen. Sie genossen die Spiele der Lehrer und Schüler und Sebastian feierte mit, als sei er einer der Abiturienten:

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Pitschnass und mit Farbpulver verschönert ging er dann nach der ersten kleinen Pause um 9.30 Uhr in den Unterricht. Ich glaube, es war ihm dann ein bisschen kalt…

Maxi schaute es sich aus sicherer Entfernung an:

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Und passend zum Frühlingsferienanfang zeigten sich auch die Blüten im Garten:

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Am ersten Ferientag machten Johanna und ich eine kleine Einkaufstour und da es so anstrengend war, brauchten wir eine kleine Pause in einem Cafe.

Am nächsten Morgen holte ich Maxi von seinem Freund ab, bei dem er übernachtet hatte. Und da wir es nicht eilig hatten, genossen wir die Morgensonne am Golfplatzweiher. 

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IMG_8083Zu Hause angekommen packten wir unsere Koffer, da wir morgen für 8 Tage nach Kapstadt fliegen.

Die Jungs eröffneten heute die Poolsaison.

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Da waren sie aber relativ schnell wieder draußen! Wenn man aber bedenkt, dass sie letztes Jahr das erste mal am 02. September reingesprungen sind, müsste es doch heuer am 30. September um einiges wärmer sein…

Am nächsten Morgen ging es dann los nach Kapstadt.

Pünktlich, naja, 10 Minuten Verspätung gilt in Südafrika als überpünktlich, kam unser Transfer um uns zum Flughafen zu fahren.

Wie so oft, hatte mal wieder keiner Lust auf ein Foto… Also hier ein Selfie:

20161001_113647 (1)Von uns zum Flughafen sind es ca. 45 Minuten, wenn es keinen Stau gibt. Der Flug von Johannesburg nach Kapstadt dauert 2 1/4 Stunden und unsere Unterkunft in Kapstadt lag nur 30 Minuten vom Flughafen entfernt. Wir fuhren um 11 Uhr in Pretoria los und um 18 Uhr waren wir in unser Unterkunft in der Mitte von Kapstadt.  Ca. 1500 km hinter uns.

Nachdem wir mit unserem Mietauto vom Flughafen zu unserem Apartment gefahren sind, uns kurz umgesehen und frisch gemacht haben, gingen wir raus auf die Straße um nach einem Restaurant Ausschau zu halten. Das haben wir schon lange nicht mehr gemacht. Nein, nicht das „Ausschau halten nach einem Restaurant“, sondern „gingen wir raus auf die Straße“. Hier kann man tatsächlich die Straßen auf und ab marschieren wie in Europa. Und weil wir recht gut sind im Restaurant-Finden, kehrten wir schon kurze Zeit später bei einem Mexikaner ein.

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Das Graue im Hintergrund ist tatsächlich der Tafelberg!

Mit vollem Bauch machten wir uns dann auf den Heimweg. Auf den Straßen war schon relativ viel los. War ja klar, war ja Samstag Abend. Und dann kam unsere erste Nacht! Was wir zuvor genossen haben (mitten in der Stadt zu sein), bereuten wir heute Nacht bitter! Unsere Straße war nämlich eine Bar- und Discoarea! Unter uns eine Bar, gegenüber eine Bar, neben uns eine Bar und hinter unserem Haus auch. Jetzt wusste ich auch, warum jeder auf seinem Nachttischkästchen Oropax liegen hatte.

IMG_8141Kurz gesagt, die letzten Bars schlossen um 4 Uhr! Die Klimaanlagen, die direkt unter unserem Fenster auf der Rückseite des Hauses waren, wurden um 5 Uhr ausgeschaltet und ab da kehre Ruhe in unserer Straße ein. 5 Uhr morgens!!!! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie laut es heute Nacht war. Auch hier in Kapstadt sind die Fenster nur einfach verglast, ist aber sowieso egal, da der Bass auch durch die Mauern zu hören war. Und da das Wetter relativ gut war, hielten sich viele Barbesucher auf der Straße vor den Lokals auf. Und wer schon jemals gehört hat, wie sich mehrere Schwarze miteinander unterhalten, der kann sich ein wenig vorstellen, welche Lautstärke wir in unseren Zimmern hatten.

Trotzdem machte sich Andreas am nächsten morgen bereits um 7 Uhr auf um unser Frühstück zu besorgen und um 8 Uhr saßen wir im Auto um auf den Parkplatz des Table Mountain zu fahren. Da das Wetter heute schön war, wollten heute den Table Mountain hochwandern. Irgendwo hatte ich gelesen, dass man n 1 1/2 Stunden oben sei. Da habe ich mir gedacht, des können die Grubers doch schaffen und wir ließen die Gondel links liegen und machten uns auf den Weg.

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Bereits von hier aus war die Sicht traumhaft, aber der Weg forderte uns gleich von Beginn an.

IMG_8172Das schaut nicht nur steil aus, das IST steil! Aber wir waren noch frohen Mutes. Wir nutzten die kleine Schattenplätze für eine Verschnaufpause

IMG_8184und als es die steile Strecke dann in einen gemütlichen Wanderweg am Berg entlang überging, waren wir sehr erleichtert.

IMG_8169Das Wetter war traumhaft! Und wir nutzten weiterhin jede Möglichkeit einer Pause!

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Das einzige was uns nervte waren die Sportler, die uns den Berg abwärts laufend andauert entgegenkamen. Und dann machte unser Wanderweg plötzlich eine Kurve und wir kreuzten einen anderen Weg, den viele andere Touristen benutzten. Wir folgten den Blicken der anderen Wanderer und uns stockte der Atem.

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Nun ging es wieder steil nach oben. Bis zu der kleinen Lücke dort oben mussten wir. Also losmarschiert…

Mittlerweile war es schon später Vormittag. Die Sonne brannte auf uns gnadenlos runter. Unser Wasservorrat neigte sich schon dem Ende entgegen und die einzige Freude, die wir die nächste Zeit hatten war der Ausblick, wenn wir unseren Blick von dem Weg anhoben und uns umdrehten.

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Sebastian war noch voller Energie und suchte sich andere Wegbegleiter, Maxi und ich machten das Mittelfeld und Johanna hatte die schwere Aufgabe, Andreas zu motivieren.

Andreas stellte wieder mal fest, dass er Bergsteigen nicht mag und versicherte Johanna, falls er jemals wieder an einen Berg kommt, der eine Seilbahn hat, wird er auf gar keinen Fall mehr auch nur einen Schritt zu Fuß versuchen diesen Berg zu erklimmen!

Aber wir kamen unserem Ziel dann doch stetig etwas näher.  Und für ein Foto kam uns dann doch noch kurz ein Lächeln über die Lippen.

IMG_8220Die letzten Meter sind in Sicht. Und das vor mir sind die Stufen, die wir schon gefühlte Stunden bestiegen. Die sind wirklich mehr als steil. Man muss einige mit ganz schön viel Schwung nehmen, da sie so hoch sind. Das ist nach der hinter uns liegenden Strecke aber gar nicht einfach…IMG_8218

Aber alles hat ein Ende und „Gott sei Dank“ auch dieser Berg!

Fotos von uns sind in diesem Zustand nicht sehenswert. Aber dafür die Aussicht:

IMG_8216Als dann unsere ganze Familie komplett oben angekommen war und wieder einigermaßen normale Herzschlag hatte, machten wir uns auf dem Platau des Tafelberges auf zum Aussichtspunkt. Zusammen mit allen anderen…IMG_8237

Da hat sich die Anstrengung doch tatsächlich gelohnt!

IMG_8240Sogar Andreas konnte schon wieder ein wenig Lächeln.

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Aber kein Vergleich zu dem Lächeln, dass wir alle im Gesicht hatten, als wir mit der Gondel und nicht zu Fuß wieder ins Tal fuhren!

IMG_8333Puh, so viel erlebt und so ausgepauert und es war erst 13 Uhr. Jeder normale Mensch wäre jetzt ins Appartment gefahren und hätte sich ausgeruht. Leider haben unsere Kinder uns als Eltern und somit wurde es nichts mit Couch und Fernsehen. Wir sind ja in Kapstadt und das nur für 8 Tage. Vielleicht die einzigen 8 Tage in unserem ganzen Leben. Die können wir nicht auf der Couch verbringen!

Also, rein ins Auto

IMG_8352noch einen kurzen Halt an der Deutschen Schule in Kapstadt

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und ab an den Bloubergsstrand. Von dort hat man einen tollen Blick auf den Tafelberg.

IMG_8364Das Meer war sehr, sehr kalt aber zum Füße abfrischen genau richtig.

IMG_8385Da sieht man mal wieder, wie schnell der Akku bei den Kindern wieder aufgeladen ist. Und wir waren auch wieder „auf dem Damm“ nach einem kleinen Besuch in einem gemütlichen Cafe.

IMG_8412 (2)Nun machten wir uns dann aber doch auf den Heimweg. An manchen skurrilen Bauwerken vorbei.

IMG_8354Am nächsten Morgen weckte uns die Müllabfuhr. Bzw. die Recycling-Abfuhr. Die Mülleimer wurden entleert, Glas und Papier auf einen Anhänger geladen und der Restmüll wurde in die Mülleimer gesteckt. Und das war jeden Morgen so!

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Andreas besorgte uns jeden Morgen frische Brötchen uns sah nach unserem Auto. Das konnten wir nur von 17 Uhr bis 8 Uhr in unserer Straße parken. Da tagsüber die Parkgebühren relativ hoch waren, parkte Andreas das Auto immer morgens ein paar Straßen weiter. Naja, war ja Urlaub. Da hat man sonst nicht so viel zu tun.

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Für heute hatten wir eine Tour an der Ostküste entlang bis runter zum „CAPE OF GOOD HOPE“ geplant. An einer traumhaften Küstenstraße fuhren wir dem Kap entgegen.

IMG_8549Und natürlich machten wir auch Pausen, um die Aussicht zu genießen. IMG_8506

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Wir machten einen kleinen Abstecher ins „Landesinnere“ um eine Straußenfarm zu besichtigen… Leider erfüllte sie nicht ganz unseren Erwartungen. Das tollste an der Farm (für mich) waren die Taschen aus Straußenleder. Aber leider nicht bezahlbar…IMG_8589

Wir beschlossen unser Mittagessen in Simons Town einzunehmen und fanden ein kleines Restaurant am Hafen mit Blick auf den Marinestützpunkt.IMG_8626

Nach längerer Diskussion entschlossen wir dann doch, in den

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zu fahren. Die Kinder hatten keine große Lust, aber wenn man schon so nahe am „Cape of Good Hope“ war, musste man auch hin!

Gleich nach dem Parkeingang mussten wir an einer Baustelle warten.

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Und plötzlich ging die Türe auf. Die Türe des Toilettenhäuschens. Die Bauarbeiterin ging dann in ihre Hütte, holte eine Flasche Wasser und wusch sich dann damit die Hände. So, jetzt lässt sie uns fahren, dachten wir. Aber sie setzte sich wieder in ihre Hütte und wir standen da und warteten.  Da die Straße eine Kurve machte und anschließend auch noch bergab verlief, konnten wir nicht erkennen, warum die Straße gesperrt wurde. Wir waren die ersten in der bereits langen Schlange und Maxi wurde es langsam zu doof. Er stieg aus, versetzte die Pylonen und wir konnten uns vor  Lachen nicht mehr halten. Die Arbeiterin sah es nicht, wir hatten aber eine riesige Gaudi im Auto. Als Maxi dann auf die Idee kam, das Stop-Schild auf Go umzudrehen, kam die Dame plötzlich aus ihrer Hütte und Maxi verschwand ganz schnell im Auto. Tatsächlich durften wir dann doch endlich mal fahren.

Da kam uns aber trotz Absperrung jemand auf der Gegenfahrbahn entgegen!

Das war besser als auf der Straußenfarm!!!

Und dann sahen die Kinder schon von weitem die Zahnradbahn, die den kleinen Hügel zum Leuchtturm hinauf führte.

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Augenblicklich fiel Johanna natürlich Andreas Aussage von gestern ein und ehe wir uns versahen, saßen wir zu fünft in der Bahn um den Hügel hinaufzufahren. Zu Fuß hätte es nur ca. 15 Minuten gedauert!

Die restlichen Meter bis hoch zum Leuchtturm mussten wir aber dann doch zu Fuß bewältigen.

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Vorbei an einigen Bunkern aus dem Zweiten Weltkrieg führte der Weg uns zum alten Leuchtturm, der 1860 in Betrieb genommen wurde uns sich sofort als Fehlkonstruktion herausstellte. Da er 238 Meter über dem Meeresspiegel erbaut wurde, stand er viel zu weit oben und sein 2000-Kerzen-Licht war im Nebel oft nicht zu sehen.

1913 wurde mit dem Bau eines neuen Leuchtturmes begonnen, viel näher am Cape Point und nur 87 Meter über dem Meeresspiegel. Er hatte mit Paraffin eine Leuchtkraft von 500 000 Kerzen. Seit der Elektrifizierung im Jahre 1936 wurde das die Leuchtkraft auf 10 Mio. Kerzen erhöht. Der Leuchtturm gibt alle 30 Sekunden drei Blitzlichter ab, die 63 km weit zu sehen sind!

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Der Cape Point.

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Nachdem wir die tolle Aussicht genossen haben, leider aber keine Wale und Delphine gesichtet haben, fuhren wir wieder mit der Bahn nach unten und machten noch einen Abstecher zum

IMG_8798Aber genug für heute, jetzt wollten wir nach Hause. Unterwegs entschieden wir uns an einem gemütlichen Restaurant an der Küste unser Abendessen zu genießen. Leider war das Essen nicht so lecker, machte aber satt.

Wir hatten nochmal einen tollen Blick auf den Hafen von Simons Town. Inclusive U-Boote!

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Am Abend legten sich die Kids vor den Fernseher und Andreas und ich genossen noch einen Drink in einer der Bars.

Am nächsten Morgen wollten wir das South African Museum besuchen, dass bei uns gleich um die Ecke war, aber wir standen vor verschlossener Tür. Sie öffneten erst um 10 Uhr. Also machten wir einen kleinen Spaziergang durch den Company Garden. Ein sehr nett angelegter Park.

IMG_8856Ungezieferbekämpfung:IMG_8853Eines meiner Lieblingsmotive diese Urlaubes:

IMG_8879 (2)Leider kommt es auf dem Foto nicht so rüber, wie es in Wirklichkeit gewirkt hat. Morgens um 9 Uhr, jede mit einer Zigarette in der Hand, warteten sie auf….?

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Und irgendwie haben wir dann vergessen, dass wir eigentlich in das Museum gehen wollten und die Kinder erinnerten uns komischerweise auch nicht daran und so schlenderten wir durch die Stadt

IMG_8898bis wir dann plötzlich am Hafen ankamen.

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Hier ist in den letzten Jahren eine neue Einkaufsmeile entstanden. Mit McDonalds und H &  M. Keine Ahnung, warum wir hier gelandet sind! Der eine war darüber mehr, der andere weniger begeistert…

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So, nachdem wir den einen oder anderen die letzten Stunden (nein, eigentlich waren es ja nur Minuten, die wir im H & M verbrachten) gelangweilt hatten, gingen wir wieder die 2 km zurück zu unserer Unterkunft. Zu Fuß! In Pretoria oder Johannesburg undenkbar, da es dort viel zu gefährlich ist!

Da wir frühzeitig an unserem Apartment angekommen sind, konnten wir die Happy Hour in der Bar unter uns in Anspruch nehmen.

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Für den nächsten Tag hatten wir einen Ausflug nach Hermanus geplant.

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den ca. 120 km weiten Weg, um dort bei einer Bootstour Wale zu besichtigen. Zuvor testeten die Kinder in einer abgelegenen Bucht die Wassertemperatur, die angesichts des kühlen Windes und er Außentemperatur gar nicht so kalt erschien.

IMG_8941Andreas war ganz vertieft in seinen „Spiegel“, den er sich heute morgen in der Deutschen Buchhandlung in Kapstadt noch gekauft hatte.

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Gut ausgerüstet machten wir uns dann auf die Wahlbeobachtungsbootsfahrt:

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Wir machten es und an Bord gemütlich

IMG_8980und beobachteten die anderen Touristen, die noch am Pier standen. War auch sehr interessant!

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Ich glaube, die Dame in der Mitte wollte nur nicht mitfahren, weil die Schwimmweste farblich nicht zu ihren Schuhen passte… oder sie Angst um ihre Kopfbedeckung hatte.

Und dann fuhren wir erst mal eine halbe Stunde um in das Gebiet der Wale zu kommen. Und dann schoss ich fast 300 Fotos!

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Es war wirklich sehr beeindruckend, wie nah wir den Walen bzw. die Wale uns gekommen sind.

IMG_9341Nach einer Stunde war es aber dann auch gut mit dem Schauen und wir machten uns auf den Weg zum Hafen.

Maxi wollte nochmal an den Strand.

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Und erst als die Sonne im Meer verschwand, machten wir uns auf den fast 2-stündligen Heimweg.

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Am nächsten Tag war dann doch das Museum fällig, aber nach einer Stunde hatten wir alles besichtigt.

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IMG_9531Andreas und ich fuhren dann quer durch Kapstadt zu einer Bettwäschefabrik. Warum? Wir haben in unserem Namibia-Urlaub in einer Unterkunft eine tolle Bettwäsche gehabt, die uns sehr gut gefallen hat. Diese Bettwäsche gab es dort auch zu kaufen, nur war sie uns viel, viel zu teuer. Wir hatten die Bettwäsche verpackt fotografiert und als wir zu Hause in Pretoria waren, machten wir uns auf die Suche nach der Firma. Wir fanden heraus, dass sie in Kapstadt produziert und auch verkauft und so kamen wir auf die Idee,  uns die Bettwäsche dort zu kaufen. Natürlich fanden wir die Firma nicht auf Anhieb, aber wir schafften es dann letztendlich doch und ergatterten das, was wir haben wollten für 1/4 des Preises, den wir in Namibia dafür gezahlt hätten. Zusätzlich hatten sie gerade eine Aktion, bei der man, wenn man über einen bestimmten Betrag eingekauft hat, zwei Kopfkissen geschenkt bekam. Das hatten wir geschafft und so hatten wir zusätzlich zu der Bettwäsche auch noch 2 große Kopfkissen ergattert. Da hat sich der Aufwand ja gelohnt.

Nach 2 1/2 Stunden holten wir die Kids von der Unterkunft ab und fuhren weiter auf eine Weinfarm zur Weinprobe.

Wir entschieden uns für das

IMG_9561Wir bekamen 10 Weine zur Auswahl, von denen jeder 5 probieren durfte. Da Andreas und ich zwei ganz schlaue sind, nahm keiner von uns den gleichen. Wir probierten gegenseitig aus unseren Gläsern und somit kamen wir auf 10 verschiedene Weine.

Wir hatten in unserer Planung nur einen kleinen, klitzekleinen Fehler gemacht. Wir hätten vor der Weinprobe Mittagessen gehen sollen! Das Frühstück war schon einige Zeit her und hier gab es nix! Naja, für uns ging es ja, wir hatten zumindest den Wein.

IMG_9536Die Kinder saßen neben uns und glotzten die ganze Zeit in ihre Handys! Denn WLAN gab es!!!

Den letzten Wein genossen wir dann auf dem Weinberg

IMG_9562und haben festgestellt, dass uns eigentlich keiner der Weine richtig geschmeckt hat! Da Andreas mir immer geholfen hat, meine Gläser auszutrinken, war eine Couch-Pause dringend nötig!

Wir kehrten im Schnellrestaurant ein, stillten unseren Hunger und dann unser Bedürfnis die Füße hoch zu legen… Das war es dann für diesen Tag!

Am Freitag Vormittag machte ich mich mit Johanna auf um die Afrika-Shops in der Straße zu durchwühlen. In einem arbeiteten mehrere Künstler an ihren Waren. Ganz nett waren die beiden, die Taschen nähten.

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Tja, was soll ich sagen…. Ich hab jetzt auch eine!

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Mittags machten wir uns auf zum Hafen.

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Wir hatten eine Bootstour zu Robben-Island gebucht, auf der Nelson Mandela viele Jahre gefangen gehalten wurde.

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Da wir alle Sicherheitsvorschriften eingehalten hatten, durften wir die Sicherheitskontrolle passieren und auf dem Pier auf das Boot warten. Leider vergebens. Der Tourguide erklärte uns, dass auf der Insel Wind aufgezogen sei und es nun zu gefährlich ist, mit dem Boot hinaus zu fahren. Die Tour müsste leider abgesagt werden. MIST!

Somit hatten wir den Nachmittag zur freien Verfügung und genossen bei strahlendem, windstillen Wetter die Straßenkünstler am Hafen.

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Sebastian und Andreas gingen zu Fuß nach Hause und wir drei fuhren mit dem Auto. Den Abend ließen wir gemütlich ausklingen, natürlich mit dem Happy-Hour-Cocktail, damit wenigstens wir einigermaßen schlafen konnten.

Am Samstag Morgen machten wir uns bei regnerischen Wetter auf in den Botanischen Garten. Gleich am Eingang brachte Johanna den jungen Eulen die wichtigsten Regeln bei.

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Den ersten Teil durchwanderten wir noch gemeinsam mit den Kids

IMG_9739IMG_9770dann wollten die Kids alleine weiter durch das Gelände streifen und wir fanden die Idee auch toll. So trennten wir uns für 1 1/2 Stunden und nach 7 Tagen ununterbrochen zu fünft zusammen zu sein, tat das allen sehr gut.

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Es ist ein riesiges Gelände mit vielen Bäumen, Büschen und Blumen. Trotz des Nieselregens machte es Spaß durch das Gelände zu wandern. Mittags trafen wir uns dann mit den Kids in einem Cafe.

Maxi bestellte sich einen Tee, Johanna eine heiße Kinderschokolade:

IMG_9819Die Kids hatten jetzt genug von dem Botanischen Garten und wir fuhren nach Hause. Auf den Geschmack gekommen, wollten die Kids das Abendessen auch getrennt von uns einnehmen. Da haben wir dann doch auch glatt zugestimmt. Johanna, Sebastian und Maximilian machten es sich im Apartment gemütlichIMG_9849

und Andreas und ich gingen zu dem Mexikaner, bei dem wir schon an unserem ersten Abend waren. Und ach, genau. Davor waren wir noch bei der Happy Hour. Und danach setzten wir uns zum Abschied auch nochmal in die Bar in unserem Haus.

20161008_205940Am Sonntag Morgen packten wir zusammen, machten noch ein Foto von unserem Haus und fuhren zum Flughafen.

IMG_9867Wir waren bepackt, als wären wir für 4 Wochen unterwegs gewesen.

IMG_9933 … dabei hat Johanna ihren Koffer noch selber gezogen…

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Da hat sich der große Transferbus wenigstens gelohnt!

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Als wir Zuhause angekommen sind, die Alarmanlage unseres Hauses ausgeschaltet hatten und alle Räume durchgegangen sind, ob alles in Ordnung ist, merkten wir, dass wir die Türe vom Hauswirtschaftsraum nach draußen nicht verschlossen hatten… Tja, typisch Gruber!

Die Blumen nahmen es uns nicht übel, eine Woche nicht gegossen worden zu sein.

Der Rasen dagegen schon. Aber zum Fußballspielen für Maxi und seinen Freund reicht es allemal!

Der Montag war noch schulfrei, nur Andreas musste wieder antreten. So eine 4-Tage-Schule-Woche vergeht noch schneller und mit den alltäglichen Dingen beschäftigt waren wir dann erstaunt, als schon wieder Freitag war.

Am Samstag morgen fuhr ich um 7.15 Uhr kurz in das nahegelegene Einkaufszentrum um Frühstück zu holen. 2, 5 km einfach, lt. Google Maps 6 Minuten hin, Semmeln holen, Butter holen, Schnittlauch holen,  6 Minuten zurück. Das müsste doch dann innerhalb 20 Minuten, ok, 30 Minuten zu schaffen sein. Meint man. Aber nicht hier!

Die Fahrt zum SPAR war ja kein Problem. Nur die Semmeln waren noch nicht fertig. Also holte ich währenddessen die Butter und suchte den Schnittlauch, den sie leider nicht hatten. Nach einiger Zeit waren dann die Semmeln fertig und ich beschloss noch in den anderen Supermarkt nebenan zu gehen, da ich ja für den Obatzdn heute Abend unbedingt Schnittlauch brauchte. Es war bereits 7.50 Uhr. Um 8 Uhr öffnet der andere Supermarkt. Die 10 Minuten kann ich warten… Sie wollten auch pünktlich um 8 Uhr öffnen, leider brachte aber keiner der 5 Angestellten die Türe auf! Nach 10 Minuten schafften sie es doch, dann bin ich schnell rein, Schnittlauch aus der Kühlung, an die Kasse, ins Auto, ab nach Hause. Ich habe Hunger!

Tja, und dann kamen die Security in unserem Estate auf die depperte Idee an diesem Morgen zu kontrollieren, ob man auch ja bei jedem der gefühlt 100 STOP-Schildern in unserem Estate stehen blieb. Mach ich ja eigentlich fast immer glaube ich schon. Aber halt nicht heute. Und das sah der Herr in Neongelb natürlich sofort und hielt seine Kelle hoch. Grinsend erklärte er mir, dass er mich gerade gesehen hat. Ja, wär ja a bled, wenn´s hinnschaust und nix sigsd! Hob i dann gsogt. Und dann hat der Depp doch tatsächlich 20 Minuten gebraucht um das Formular für die Verwarnung auszuschreiben. Wartets, des lade ich jetzt schnell hoch:

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20 MINUTEN!!! Und während dessen er mein Formular ausmalte, sind natürlich gefühlte 128 andere Autos auch nicht am Stop-Schild stehen geblieben. Da kam ich dann sehr gut gelaunt um 8.40 Uhr zu Hause an!!! Nach einem deftigen Frühstück ging es mir aber dann schon besser und wir freuten uns auf den  Abend, da wir Besuch von der russischen Familie bekamen, bei denen wir vor einigen Wochen eingeladen waren. Es wurde dann auch ein wirklich netter, lustiger Abend mit lecker Grillfleisch und Salaten.

Ja, und ich weiß, die meisten wissen es eh schon….. mit lecker

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Am Sonntag war wieder Erntedankgottesdienst in Phumula. Ein Gottesdienst in englisch, deutsch und zulu. Wir kannten es ja schon von letztem Jahr, war aber wieder schön und auch lustig, wieder dabei zu sein.

IMG_0017Die kommende Woche verlief wieder ohne besondere Vorkommnisse. Bis auf die Gewitter, die jetzt wieder, fast jede Nacht über unser Haus ziehen. Sebastian und Johanna wandern dann in der Nacht immer zu uns ins Erdgeschoß runter, da es im Obergeschoß noch viel, viel lauter ist als bei uns unten. Und Maxi schläft dann auch lieber im Elternschlafzimmer. Und so sieht es dann um 24 Uhr aus:

IMG_0041Morgens um 6.30 Uhr sind dann noch nicht alle superfit!

IMG-20161013-WA0000Am nächsten Tag hatte ich wieder Tuck-Shop-Dienst. Der Tuck-Shop und auch die Schulküche sind die letzten Wochen ausgelagert worden, da beides renoviert wird. Heute haben sie entschieden, das erste mal in der neuen Küche zu kochen. Das war der Zustand der Küche um 9 Uhr morgens:

Um 12 Uhr musste das Essen für die Kinder von der Kinderkrippe, vom Kindergarten und von der Schule fertig sein. Angeblich haben sie es geschafft!!

Am Freitag machte Johanna mit ihrer Klasse einen Ausflug nach Johannesburg in den Freizeitpark. Im Vorhinein war große Aufregung unter den Eltern, ob es schon sicher genug sei die Kinder in 4er-Gruppen alleine durch den Park gegen zu lassen. Da aber dann doch der Großteil oder zumindest der Teil, der am lautestes geschrien hat dafür war, zogen die Kids los. Und sie hatten eine riesen Gaudi. Es ist ja hier ganz selten, dass die Kids mal ohne Beaufsichtigung etwas machen dürfen. Anschließend hatte der Lehrer die ganze Klasse zu sich nach Hause zum Grillen eingeladen. Die Kids nahmen den hauseigenen Pool und Tennisplatz sofort in Beschlag und die Eltern, die lt. Einladung bei der Abholung der Kinder auch ein Getränk, dass sie selber mitbringen mussten, zu sich nehmen sollten, läuteten ein gemütliches Wochenende ein.

Wir hatten aber mit unseren neuen Nachbarn aus München (hab ich von denen schon erzählt?!?! keine Ahnung, zumindest haben wir neue Nachbarn aus München mit 3 Kids in dem Alter unserer Kinder und die Eltern sind nett und lustig….) uns zum Abendessen verabredet und so mussten wir uns schon gegen 18 Uhr von der Klassenparty verabschieden und fuhren in´s MALT. Die Kids hatten ihren Spaß und wir Eltern uns viel zu erzählen. So wurde es dann doch 21.30 Uhr, bis wir uns auf den Heimweg machten.

Wäre ja prinzipiell nicht so spät, aber wir mussten am nächsten morgen wieder um 6.30 Uhr raus, da die Kinder in der Schule ihren Fun-Run-Sporttag hatten.

Leider kam um 3.30 Uhr ein heftiges Gewitter mit Hagel

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und zwar so stark, dass im Esszimmer an der Wand das Wasser runterlief.

IMG_0035Da war die Nacht relativ kurz für alle!

Und um 7 Uhr mussten wir los zum Fun-Run. Fun-Run heißt 2,5 km laufen für Maxi und 5 km für Johanna und Sebastian. Das ist nicht für jeden FUN!!!

Beim Start war noch jeder gut gelaunt!

Grade 3 + 4

IMG_0054Zur Unterstützung seiner Schüler lief Johannas Klassenlehrer mit!

Grade 7:

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Grade 9:

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Ich schwitzte nur schon allein vom Foto machen. Wir hatten bereits über 25 Grad!

Jeder gab sein bestes und keiner unserer drei Kids kam als letzter ins Ziel!!! Die Platzierungen werden erst in 2 Wochen bekannt gegeben, da manche Läufe mit 2 Klassenstufen durchgeführt wurden.

Wir waren alle froh, als wir um 10.15 Uhr schon wieder in unserm klimatisierten Auto saßen und nach Hause fahren konnten. Die Kinder legten sich gleich mal auf die Couch und ich begab mich in die Küche, da wir am Spätnachmittag Besuch zum Abendessen bekamen und ich die Vor-, Haupt- und Nachspeisen vorbereiten musste. Auch unsere Gäste heute kamen aus München! So ein Zufall… Und es wurde wieder lecker und nett!

Und ich muss ehrlich gestehen: Wenn ich die ganzen Annehmlichkeiten in Altdorf auch hätte, die ich hier habe, hätte ich gerne auch jeden Samstag Abend Besuch zum Abendessen mit allem Drum und Dran. In solchen Momenten genieße ich die Haushaltshilfe, die 2 x die Woche kommt, am meisten…

Am Sonntag war Maximilian bei seinem Freund Friedrich zum Geburtstag eingeladen. Sie trafen sich auf einer nahe gelegenen Farm, auf der mehrere Radfahrstrecken angelegt sind.

IMG-20161023-WA0007Am Spätnachmittag fuhr ich Andreas zum Flughafen. Vollbepackt mit dem Maximum an Koffern und Handgepäck. Er muss/darf bis Freitag nach München/Altdorf.

Sebi lag den ganzen Tag mit Bauchschmerzen in Bett und verschlief den Sonntag. Am Montag ging es ihm schon wieder besser und ab Dienstag freute er sich wieder auf die Schule!

Am Montag war ich mal wieder dran, Johanna und ihre beiden Freundinnen zum Reiten zu fahren.

Auf der Hinfahrt kamen wir, mal wieder, in eine Polizeikontrolle. Als ich die Polizisten von weitem winken sah, schaute ich zuerst, wie immer, auf mein Tacho. Ok, das passt. Zu schnell war ich zumindest nicht. Der Polizist ließ sich dann meinen Führerschein zeigen und war sichtlich enttäuscht, dass ich ihn tatsächlich dabei hatte. Dann machte er eine Runde ums Auto, aber bei einem 2 Monate alten BMW findet man eigentlich auf die Schnelle keinen Mangel. Als der Polizist dann merkte, dass es hier nichts zu holen gab, fragte er mich doch tatsächlich, ob ich nicht Wasser dabei hätte. Er habe Durst! Nein, sorry, haben wir nicht (hatten wir schon, aber ich bin ja kein Getränkelieferwagen)!!! Dann ließ er uns weiterfahren und hoffte auf das nächste Auto…

Und da Maxi lernen musste, nahm ich ihn auch mit zum Reitstall und wir machten es uns im Auto gemütlich, schauten den Mädchen beim Reiten zu und lernten alles Rund um Ritter und Burgen… Danach wir streichelten das 3 Wochen alte Fohlen:

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Den Rest der Woche begann ich mit dem Blogeintrag zu schreiben während die Kinder in der Schule und Andreas in Deutschland waren.

Am Freitag morgen holte ich Andreas vom Flughafen ab, wir besprachen das Wichtigste auf der Fahrt und nachdem sich Andreas zu Hause kurz frisch gemacht hatte, fuhr er weiter in die Arbeit und ich packte die 60 Kilo Gepäck aus, die er von Deutschland mitgebracht hatte.

Um 11 Uhr packte ich dann meinen Koffer, da ich dieses Wochenende auf ein Yoga-Retreat fuhr. Wir waren 10 Damen die sich auf den Weg an den Hartebeespoortdamm machten und auf dem Programm stand Yoga, Modern Dance, Wandern, Soungmeditation und Essen.

Nachdem wir unsere Unterkunft ein wenig suchen mussten, kamen wir aber dann doch rechtzeitig zum Kaffee trinken an und genossen die Aussicht.

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 Wir bezogen unsere Einzelzimmer-Hütten

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 mit einer gigantischen Aussicht aus den bodentiefen Fenstern.

und einem extra Gebetsraum:

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Unser erster Programmpunkt (eigentlich ja schon unser zweiter – der erste war ja Kaffee trinken) war Modern Dance mit einer ausgebildeten Balletttänzerin, die „Gott sei Dank“ auch schon ein bisschen älter war und uns versucht hat, einige Tanzschritte und eine Choreographie beizubringen. Das war sehr anstrengend, machte aber viel Spaß und wir hatten viel zu lachen. Und das trotz 35 Grad draußen. Unser Raum hatte keine Klimaanlage aber dafür an allen Seiten Türen nach außen, die wir öffneten und somit einen kleinen Windhauch spürten.

Nachdem wir uns von dieser Stunde einigermaßen erholt hatten, nahmen wir ein leichtes Abendessen zu uns und dann kam der Programmpunkt „Mantra Chanting“. Mantra Singen. Kurz gesagt: Das ist nix für mich! Ich bin mir vorgekommen wie früher in der Schule oder beim Ministrieren, wenn du Lachen musstest und es versucht hast so zu unterdrücken, dass es keiner merkt.

Was mir am besten gefallen hat? Ganz klar: Modern Dance. Sogar besser als das Essen, obwohl unsere indische Köchin wirklich sehr lecker gekocht hat. Das Yoga ist halt eigentlich einfach nur langweilig. Finde ich. Aber was tut man nicht alles, um sich ein wenig fit zu halten…. Auch die anschließende „Moon Salutation“ (Mondgruß) verlangte großes Durchhaltevermögen von mir. Aber nicht, weil es so anstrengend war…

Das gemütliche Beisammensitzen auf den Stufen zum Übungsraum und den Sonnenuntergang beobachten, dass war dann schon wieder eher meins…

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Doch plötzlich war dann große Aufregung, da direkt vor uns auf dem Kiesweg ein Skorpion entlangschlenderte! An Skorpione hatten wir bis dahin noch nicht gedacht, sondern nur an Schlangen und Moskitos. Nach und nach machten wir uns dann auf in unsere Hütten, da ja am nächsten Tag volles Programm war. Wir wanderten ganz vorsichtig mit den Taschenlampen zu unseren Häusern und jeder verschwand ganz schnell drinnen und sperrte die Gittertüre und die Eingangstüre fest zu.

Jetzt noch kurz ins Bad, duschen und dann ab ins Bett!

IMG-20161028-WA0006 (2)Tja, da stand ich nun vor einem Problem… Es war nicht groß aber irgendwie doch beängstigend… Ich hatte keine Lust nochmal durch das Gebüsch nach unten zu laufen und die Security um Hilfe zu bitten und die anderen Damen waren ja auch bereits in ihren Hütten verschwunden. Also nahm ich ganz, ganz mutig den großen Eimer, der zufälligerweise in meinem Badezimmer stand und stülpte ihn über den Skorpion. Dann beschwerte ich den Eimer mit sämtlichen Gegenständen, die ich finden konnte. Wasserflasche, Duschgel, Schuhe. Nun fühlte ich mich einigermaßen sicher, duschte kurz, ganz kurz neben dem Skorpion, verschloss die Badezimmertüre gewissenhaft (leider hatte die aber einen Schlitz zwischen Boden und Türblatt) und legte mich in mein Bett, das direkt neben der Badezimmertüre stand und wartete darauf, dass ich einschlief. Und dann begann der Skorpion mit seinen Versuchen, aus dem Eimer zu entkommen und die ganze Nacht über hörte ich das Kratzen am Eimer. Da fand ich nicht viel Schlaf und war froh, als die Nacht vorbei war.

Francesca, die in Majakangeng im Township wohnt, war auch dabei uns sie entfernte mir netterweise noch vor dem Frühstück den Skorpion aus meinem Zimmer.

Am Samstag hatten wir dann wieder Yoga und Klangschalenmeditation. Während einige aus unserer Gruppe Mittagspause machten, wanderten wir zu dritt ein bisschen durch die Gegend Richtung Damm. Bei 35 Grad. War aber trotzdem sehr lustig mit Francesca und Iracema.

IMG-20161030-WA0007 Wir trauten uns auch ganz mutig über die schon in die Jahre gekommene und stillgelegte Eisenbahnbrücke!

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Nach einem lecker Abendessen und ratschen sind wir dann wieder alle in unseren Hütten verschwunden. Heute Nacht ohne Skorpion! Ihr könnt sicher sein, dass ich alles ganz gründlich abgesucht habe. Aber dafür mit einer Mücke! Und die nervte auch gewaltigt!

Der Sonntag Morgen begann dann mit Yoga vor dem Frühstück, dann hatte ich meine erste Reiki-Behandlung in meinem Leben (und auch die letzte!) und anschließend durften wir uns beim Modern Dance nochmal richtig austoben. Das indische Mittagessen war wieder super lecker und nach dem abspülen mussten wir dann schon wieder alle abreisen.

Zuhause erwartete mich dann eine unzufriedene Familie, da sie die ihr zur Verfügung gestandene Zeit nicht zu nutzten wusste. Tja, dass war auch eine neue Erfahrung für sie.

Am Montag war dann Halloween. Ganz streng von 17 Uhr bis 18 Uhr! Aber wie letztes Jahr war wieder viel los und auch dieses Mal gingen uns die Süßigkeiten aus. Viele Familien waren unterwegs und die meisten waren toll verkleidet und hatten ihre Golf Carts aufwendig geschmückt!

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Und dann kam plötzlich diese Woche der Anruf von Marion mit der Mitteilung, dass Alexander, ein Freund der Familie gestorben ist. Das tut uns allen im Herzen weh! Wir waren und sind in Gedanken bei der Familie von Alexander…

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Leider können wir keinen wirklichen Trost spenden, obwohl wir so gerne helfen wollen.

Am Samstag morgen machten Andreas und ich uns um 5.30 Uhr auf den Weg zum Burenmarkt um frisches Obst, Gemüse und Käse zu kaufen,

da wir abends Besuch zum Grillen bekamen.

Am Sonntag morgen musste Johanna schon um 7.15 Uhr los zum Springreitturnier. Da war wieder nichts mit ausschlafen…

Zu beginn half Johanna Johanna durch den  Parkour und dann

IMG_0199stieg sie selber in den Sattel. IMG_0211

Das machte gleich viel mehr Spaß, als neben dem Pferd herzulaufen… Leider weigerte sich bei dem ersten Parkour das Pferd über ein Hinderniss zu springen und beim zweiten Parkour fiel leider Balken. Somit musste Johanna ohne Auszeichnung nach Hause fahren. Aber – dabei sein ist alles!

Am späten Nachmittag fuhr ich mit Andreas nach Johannesburg um einen VW Beatle von 1970 zu besichtigen.

IMG_0235Der passt aber nicht in unseren Koffer und somit haben wir beschlossen, ihn doch nicht zu kaufen.

Am Montag saß ich Mittags mit meiner Englisch-Lehrerin auf der Terrasse um mein Englisch aufzubessern, als plötzlich ein Blitzschlag unheimlich laut in unserer Nähe runterkam. Ohne Vorwarnung. Wir erschraken sehr und wunderten uns, wie es sein kann, dass ohne dass man es von weiten schon hört, ein Gewitter plötzlich über uns stehen kann. Und dann begann es zu regnen. Und es regnete aus Eimern.

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Johannas Dachterasse wurde zu einem Pool

IMG_0240und einige Straßen in unserem Estate standen unter Wasser.

IMG-20161107-WA0014IMG-20161107-WA0006Ich hätte eigentlich zu der Zeit die Kinder von der Schule abholen sollen, konnte aber nicht, da in unserem Haus die Sicherung ausgefallen ist und ich dadurch mein Garagentor nicht öffnen konnte. Erst als ich eine Mitfahrgelegenheit für Johanna und Maximilian gefunden hatte, ist mir wieder eingefallen, dass ich das Tor auch per Hand entriegeln kann und es sich dann aufschieben lässt.

Ich war aber ganz froh, dass ich nicht fahren musste.

Nach 1 1/2 Stunden war das Gewitter vorbei und angeblich hat es in dieser Zeit 110 mm geregnet.

Dann musste ich doch nochmal los zur Schule um Sebi zu holen. Als wir durch Silver Lakes fuhren, hatten sich schon viele an dem kleinen Rinnsal, der durch Silver Lakes fließt und jetzt zu einem größeren Bach gewachsen ist, versammelt.

Also schnell nach Hause, Badehose angezogen und dann ab ans Wasser…

IMG_0285 und ins Wasser

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gleich nach dem Gewitter
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2 Tage später

 

 

 

 

 

 

 

Ende der Woche hatte ich ein paar Freundinnen zum Frühstück eingeladen und es gab Weißwürstl, Weißbier und Brezen

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aber natürlich auch etwas gesundes:

 

Am Mittwoch gingen Maxi, Andreas und ich zum Clubhaus um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Der Himmel kündigte da schon bereits das nächste Gewitter an.

IMG_0323Und nach dem ersten Regenschauer marschierten wir im Laufschritt nach Hause. Kaum angekommen, kam wieder ein heftiges Gewitter runter. Wir beobachteten es von unserer geschützten Terrasse aus.

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Am nächsten Morgen bekam Andreas  Bilder von gestern aus Johannesburg zugeschickt.

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IMG-20161109-WA0018image016Leider gab es auch Tote und Verletze in Johannesburg. Schrecklich! Der Regen, der hier mehr als dringend benötigt wird, richtet jetzt solche Schäden an. Und die Wasserreservoirs sind trotz des vielen Niederschlages nur um 8 % gestiegen.

Wir haben jetzt seit 2 Wochen jede Nacht ein oder zwei Gewitter, sehr laut, aber mit relativ wenig Regen. Da fällt einem das Aufstehen morgens immer schwerer…

Am Samstag war ich dann nochmal mit 2 anderen Frauen auf dem Burenmarkt um 6 Uhr. Das mache ich aber definitiv den nächsten Samstag nicht mehr!!! Am Sonntag fuhren wir nach Johannesburg auf den Roof Top Market und schlenderten, natürlich nachdem wir etwas gegessen hatten, über den Markt. Leider war auf dem Hinweg auf der Autobahn ein Unfall und so brauchten wir anstatt 45 Minuten 1 1/2 Stunden. Nachmittags mussten wir aber wieder pünktlich zurück seien, da Maximilian sein Klassenabschlussgrillen heute bei einer Familie in unser Nachbarschaft hatten. Die Kinder hatten riesig Spaß

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Und nachdem der offizielle Teil mit Lehrerin verabschieden u. ä. vorbei war,

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ließen wir uns Kuchen und Gegrilltes schmecken. Bis es dunkel war und selbst die Lehrerin dann meinte, es sei jetzt Zeit zum Heimgehen. Morgen sei ja Schule! Uppps!

Wie schnell doch die Zeit vergeht. Mittlerweile haben wir bereits die Hälfte vom November schon rum und die Kids sind unter der Woche sehr mit lernen beschäftigt (bzw. sollten beschäftigt sein!), da die letzten Tests für dieses Schuljahr anstehen. Am Freitag Abend war Klassenabschlußfeier von Sebastian am Sportgelände der Schule.

Die Eltern machten es sich gemütlich beim Braain

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und die Kids wechselten von Basketballfeld ins Schwimmbad und dann auf das Volleyballfeld

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Und alles mit vollem Körpereinsatz!

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Am Samstag Abend waren wir dann wieder bei einem Arbeitskollegen von Andreas beim Braiin eingeladen

IMG-20161120-WA0003und trotz eines feucht-fröhlichen Abends machte ich mich mit Johanna und Sebastian am nächsten Morgen auf nach Johannesburg in die Mall of Africa zum H & M. Sebastian einkleiden.

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Da grinsen die Mädels!!!

Nach 2 Stunden war es dann auch vorbei mit der Geduld von Sebastian. D. h. damit war es schon nach 30 Minuten vorbei, aber wir haben dann noch ein bisschen ganz viel an ihn ran geredet!!!

Schliesslich sind wir dann auch los, da wir Nachmittag zum Geburtstag eingeladen waren. Kaffee und Kuchen und zum Abendessen gab es Spare Ribs. SUPERLECKER!!!

IMG-20161121-WA0003Nachdem unser Wochenende fast ausschließlich aus Essen und Trinken bestanden hat, gelobten wir uns Besserung während der Woche. Hielt aber nicht lange an. Zumindest bei mir. Ich durfte nämlich am Mittwoch wieder ins Katy´s nach Johannesburg fahren. Mit einer kleinen Gruppe Mädels anlässlich des Geburtstages von Maria. Bei der Abfahrt sahen wir um einiges besser aus als bei Ankunft 8 Stunden später.

IMG-20161124-WA0000 Deswegen gibt es nur ein Foto von 16 Uhr und eins von 20 Uhr!

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Da dann der Donnerstag nicht so elanvoll bei mir war, habe ich ein bisschen die Vögel in unserem Garten beobachtet und ein paar Fotos geschossen.IMG_0469IMG_0502IMG_0503

Maxi hatte ein Party-Wochenende vor sich. Freitag Nachmittag Geburtstagsparty bei Tamara, Samstag Geburtstags- und Abschiedsparty bei Max

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und am Sonntag Nachmittag Geburtstagsparty von Kai.

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Das forderte Maxi alles ganz schön. Da genoss er die Ruhe zu Hause und beobachtete die Vögel an unserer Terrasse.

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Mit viel Geduld wartete er auf den Lovebird, dass er sich vom Baum runter zu dem Vogelfutter traut.

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Und das Warten hat sich gelohnt.

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Während Maxi sich am Samstag bei einer seiner Party vergnügte, gingen wir zu viert auf den Christkindlmarkt an der DSP. Wie auch letztes Jahr war das Wetter eher so, wie auf dem Christkindlmarkt in Deutschland. Neee, ok, nicht ganz so schlecht, aber wir hatten nur ca. 22 Grad und bewölkten Himmel. Nachdem wir ein paar Weihnachtskarten und Bananenmarmelade gekauft hatten, sahen wir die ewig lange Schlange an dem Bier- und Thüringer Bratwürstestand und sind dann in Andreas sein Lieblingsrestaurant zum Steakessen gegangen. 200 g Rinderfilet mit Spinat-Champignonbeilage für umgerechnet 8 Euro. Und sooo superlecker.

Am Sonntag morgen waren wir dann beim Gottesdienst und Nikolauspicknick bei der deutsch, kath. Gemeinde. Nur zu dritt, da Sebi mit seinem Freund in Rhenosterpoort auf der privaten Gamefarm seines Schulfreundes Ralf und Maxi auf Kais Party war.

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Auch dieses Jahr war wieder ein Kleinbus vom Alfonso Kinderheim gekommen (siehe Mitte Bild oben). Nach dem Gottesdienst wurden Kuverts verteilt, für jedes Kind im Heim eines mit der Bitte um eine Geldspende für die Renovierung des Heimes und ein kleines Geschenk für das Kind, dass dann am 25.12. übergeben wird.

Falls jemand noch nicht weiß, was er mit seinem Weihnachtsgeld (oder einem klitzekleinen Teil davon) machen soll, scann ich mal die Bankverbindung des Waisenheims ein. Es kommt sicher da an, wo es gebraucht wird!!! Wir haben das Waisenhaus schon öfters besucht und dort wird das Geld sicher benötigt!

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Nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Heimweg, da Andreas unbedingt noch einen VW Beetle in Johannesburg besichtigen fahren wollte. Da bin ich mal wieder mit voller Begeisterung mitgefahren und als wir dann 100 Meter vom Ziel entfernt waren, stieg meine Begeisterung fast ins unermessliche…

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Aussteigen?!?!?! Hier?!?!?! Ja, klar, meinte Andreas. Sei nicht immer so überängstlich….

Also stiegen wir aus, hatten Glück und das gesuchte Gebäude war gleich gegenüber. Eine Werkstatt. Unbeschreiblich schön…. Ha, ha, ha… Aber mit einem schönen Beetle, zumindest die Farbe. Das ist ja wohl auch das 2 Wichtigste bei einem Auto. Das erst Wichtigste ist, dass es fährt!

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Der Verkäufer, ein typischer Südafrikaner, der bei der Begrüßung nur Andreas (dem Mann) die Hand gab (VOLLDEPP also), war spezialisiert auf alte VW´s.

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Ich glaube, ich habe es wieder geschafft, dass ich Andreas diesen Beetle ausgeredet habe!

Währenddessen buken Maxi und Johanna zu Hause Plätzchen. Gehört ja dann doch dazu zum ersten Advent, auch wenn es 30 Grad hat.

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Nachdem wir dann gegrillt hatten ließen wir den Sonntag Abend gemütlich ausklingen. Die letzte Schulwoche vor den Sommerferien steht uns jetzt bevor und die wird alles andere als langweilig…

 

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