Jahreswechsel/Sommerurlaub 2016/2017

Die Adventszeit hat begonnen und damit auch die letzten Tage in diesem Schuljahr. Meine letzten paar Stunden alleine ohne Kids verbrachte ich u. a. mit einem Spaziergang auf einem Hügel in Pretoria zusammen mit einer Freundin. Da man hier aber nicht einfach so spazieren gehen kann, fuhren wir auf eine eingezäunte Farm und marschierten los.

20161130_091423Hmmm, ist schon ein wenig komisch, Eintritt zu bezahlen, nur damit man spazieren gehen kann. Ich habe mich mittlerweile schon daran gewöhnt, freue mich aber schon wieder in Altdorf einfach so durch den Wald zu spazieren. Das ist eines der Dinge, dass ich sicherlich viel mehr schätzen werde, als zuvor.

Auch meine Kaffeeklatschrunde war an einem Vormittag das letzte mal vor den Ferien. Leider ist dieser Termin mit der Weihnachtsfeier der Grundschule zusammen gefallen und eigentlich hatte ich ja auch vor, früher unseren Stammtisch zu verlassen um den Auftritt von Maxis Klasse anzuhören. Aber irgendwie schaffte ich den Absprung nicht rechtzeitig und dann war es zu spät. Aber netterweise hat mir eine andere Mama ein Foto von den Kids geschickt, als sie „Knecht Rupprecht“ vortrugen.

IMG-20161201-WA0003Ich glaube es hat keiner gemerkt, dass ich nicht anwesend war…

Zuhause wurde einer von Tag zu Tag immer nervöser und Donnerstag Abend war es dann endlich so weit! Sebi hatte es tatsächlich geschafft uns zu überreden, für 2 Wochen alleine nach Deutschland zu fliegen und freute sich riesig darauf. Und wir freuten uns mit ihm.

IMG-20161202-WA0044Auch wir wurden am Flughafen ein bisschen nervös, da eine riesige Gewitterfront im Anmarsch war. Aber Sebi (und wir) hatten Glück und der Flieger konnte planmäßig um 19.40 Uhr starten.

Und weil es nicht für alle schon aufregend genug war, der erste Flug von Sebi um die halbe Welt alleine, musste Sebi in Abu Dhabi noch zwischen landen. 4 Stunden warten und landete erst um 13 Uhr in München. Aber glücklich und zufrieden. Nur die Koffersuche auf dem Gepäckband dauerte ein wenig, da ja alle Koffer fast gleich aussehen. Er hat dann doch den richtigen erwischt und Oma und Sebi waren erleichtert, als sie sich dann gegenseitig in die Arme schließen konnten.

Und ab da an war Sebi wieder zu 100 Prozent in Altdorf und vermisste Südafrika, seine Eltern und seine Geschwister (hatte ich zumindest das Gefühl), kein bisschen. Hin und wieder haben wir ihn aber gezwungen, mit uns zu telefonieren. Sebi hatte 2 supertolle Wochen in Deutschland, genoss das Beisammensein mit Familie, Freunden und Nachbarn in vollen Zügen und war von allen soooo begeistert. Danke!!! an jeden einzelnen, der sich Zeit für Sebastian genommen hat und ihm somit 2 supertolle Wochen ermöglicht hat.

Maximilian und Johanna hatten am Freitag ihren letzten Schultag mit Abschlussfeier und Zeugnisübergabe. Dieses mal nahm ich dann auch an der Feier teil und war ganz begeistert als zum Schluss alle Schüler in der Aula auf die Stühle stiegen und aus voller Kehle die Hymne der Schule gesungen haben. Das war voller Emotionen und die weißen Schüler gaben ihr bestes, mit den Schwarzen mitzuhalten. Aber das war schwer, sehr schwer.

Dann mussten alle Kids in die Klassenzimmer und bekamen von den Lehrern die Zeugnisse ausgehändigt. Da Sebastian ja nicht mehr hier war, ging ich zu seiner Klasse um mir von seinem Lehrer kurz das Zeugnis geben zu lassen. Dieser setzte mich dann einfach auf Sebastians Platz und ich musste warten, bis Sebi an der Reihe war. Zeugnisse habe ich noch nie gerne erhalten. Außer das Abschlusszeugnis!!!

Nun waren Ferien. 5 1/2 Wochen!!!

Das freute nicht nur uns, sondern auch die halbstarken Jungs in unserem Estate. Am Spätnachmittag, Johanna hat gerade mit ihrer Freundin gebacken und ich saß im Büro, als wir plötzlich ein paar Jungenstimmen hörten. Und dann tat es einen lauten Platscher und 3 Jungs schwammen in unserem Pool. Wildfremde. Im ersten Moment waren wir Mädels ganz schön perplex. Als ich aber auf die Terrasse ging, sprangen sie aus dem Pool – über den Zaun – und liefen auf und davon. Naja, war wohl eine Mutprobe und die Jungs hatten einen riesen Spaß! Und wir mussten dann auch lachen.

Am Wochenende haben wir es uns erst mal  am/im Pool gemütlich gemacht

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und am 2. Advent aßen wir auf der Terrasse Plätzchen. Ohne Glühwein!

20161203_150601 (2)Aber mit Wein!

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Am Montag morgen fuhr ich Johanna und Maximilian zum Tenniscamp, an dem sie die Woche über vormittags teilnahmen. Ich verbrachte einen Vormittag beim Zahnarzt und bereitete unsere Urlaubstour vor. Nachmittags gingen wir mal ins Kino, in die Menlyn Mall (jetzt mit H&M!!!!) oder die Kids trafen sich mit Freunden. Am Mittwoch verbrachten wir einen gemütlichen Abend mit Freunden beim Inder. Martina und Jürgen haben einige Jahre auch in Indien gelebt, erklärten uns die Speisekarte und suchten mit uns das Leckerste heraus. Leider hatte das Restaurant keine Lizenz um Alkohol zu verkaufen…

Am Samstag morgen waren Andreas und ich mal wieder eher wach und wir fuhren auf den Irenemarket. Hier gibt es neben südafrikanischem Schnickschnack auch leckeres Essen und Livemusik.

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Johanna und Maxi hatten leider keine Lust mitzukommen und so mussten wir dann doch relativ bald wieder zurück nach Hause, damit die beiden nicht stundenlang in ihr Handy schauen. Abends waren wir bei Familie Keller zur Abschiedsfeier eingeladen, die jetzt nach Singapur weiterziehen. Johanna hat mit Freundinnen bedient und sich damit ihr Taschengeld ein bisschen aufgebessert. Es war ein tolles und leckeres Fest und trotz Regen war es kein Problem in deren Haus 50 Personen zu bewirtschaften. Wir blieben aber nicht lange, da Andreas am nächsten Tag  in die USA fliegen musste.

Während er mit dem Taxi zum Flughafen fuhr, radelte ich mit Maxi durch das Game Reserve in unserem Estate und machten uns auf die Suche nach den Antilopen und der Schildkröte.

IMG-20161211-WA0005Leider versteckte sich die Schildkröte zu gut. Wir müssen wohl ein anderes mal weitersuchen.

In der 2. Ferienwoche hatte Maxi vormittags jeden Tag Golf-Ferien-Programm

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Johanna und ich machten es uns zu Hause gemütlich und bekamen immer mal wieder Besuch von Freundinnen. Wir waren ja nur zu dritt diese Woche und da war es ganz ruhig und gemütlich bei den Gruber´s.

Die Ruhe vor dem Sturm…

Andreas landete am Freitag Abend nachdem er über 36 Stunden unterwegs war und war natürlich am Samstag noch ganz geschafft.

Am Sonntag wurde die Gemeindereferentin von Pretoria während des Gottesdienstes, der diesmal unter „freiem Himmel“ statt fand, verabschiedet. Maxi durfte die Kerzen am  Adventskranz anzünden.

Nach dem Gottesdienst gab es ein gemeinsames Mittagessen und anschließend Kaffee und Kuchen und wir wurden immer ein bisschen nervöser…

Noch nie waren weder Andreas oder ich, noch eines unserer Kinder so lange getrennt von unserer „Kleinen Familie“ wie die letzten 16 Tage. Aber nun machten wir uns auf zum Flughafen um Sebastian abzuholen. Und wir hatten Glück! Er ist doch tatsächlich in München in den Flieger gestiegen um wieder zu uns und nach Südafrika zurück zu kehren. Also so schlimm können wir dann ja doch nicht sein und Südafrika nicht so greislig…

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Zuhause war es dann fast schon wie Weihnachten, als Sebastian seine Koffer öffnetet.

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Ich glaube, zu 80 Prozent waren die beiden Koffer mit Süßigkeiten gefüllt, die u. a. Johanna und Maximilian bei Sebastian bestellt hatten. Und mit super leckeren Plätzchen!!! Vielen Dank!!!

Mittlerweile war es Sonntag, 19 Uhr und wir wollten eigentlich morgen um 4 Uhr los fahren in unseren Sommerurlaub an die Wild Coast. Aber irgendwie war ich so entspannt und relaxt die letzten Tage gewesen, dass ich es nicht fertig gebracht habe, die Koffer fertig zu packen. Also entschieden wir, morgen erst gegen 9 Uhr los zu fahren und zuvor noch den Rest zu packen! Ein folgenschwerer Fehler…

Der Wecker läutete um 7 Uhr und Andreas fuhr Semmeln kaufen und ich packte die Koffer fertig. Als er mit seiner EC-Karte zahlen wollte, funktionierte es nicht und so kam er nicht besonders gut gelaunt zum Frühstücken zurück. Mit Müh und Not verstauten wir unser Gepäck im Kofferraum. Keine Ahnung, warum ich es immer wieder schaffe, jeden Kubikzentimeter auszufüllen. Wir entschieden uns noch kurz bei der Bank vorbei zu fahren und die Karte überprüfen zu lassen, da wir ja mit dieser auch während unseres gesamten Urlaubes zahlen müssen. Also machten wir vollbepackt und genervt uns erst mal auf den Weg zum Shopping Center um die Bankfiliale aufzusuchen. Wir zogen brav ein Ticket am Schalter der Bank und es waren noch 15 Nummern vor uns. Und da wir ja mittlerweile wissen, in welcher Geschwindigkeit hier gearbeitet wird, verbesserte sich unsere Laune nicht wirklich. Wir probierten dann am Geldautomat Geld zu ziehen und da es uns gelang, fuhren wir einfach los. Dann müssen wir halt immer Geld abheben. Geht ja auch. Obwohl wir ja eigentlich nicht viel Bargeld bei uns haben sollen. Das war uns jetzt aber egal.

Um unsere Laune aufzubessern besorgten wir für jeden ein Eis vom McDonalds (morgens um 9.45 Uhr) und fuhren nach Howick. Lt. Navi 530 km in 5.15 Stunden. Machbar.

Nach 2 Stunden am Steuer fiel mir dann plötzlich ein, dass ich meinen Tolino (ähnlich wie Kindle) zu Hause vergessen hatte und somit in einen 2 1/2 wöchigen Urlaub ohne Buch unterwegs war!!! Horror!!! Aber noch schrecklicher fand ich, die 2 Stunden zurück zu fahren und somit fuhr ich weiter und ärgerte mich 10 Minuten lang darüber, dass ich nichts zum lesen dabei hatten. Bis mir eingefallen ist, dass ich auch die ganzen Nahrungsmittel, die ich extra für den Urlaub eingekauft hatte, auch zu Hause in der Speise stehen hab lassen. Abgesehen davon, dass ich sie wahrscheinlich gar nicht mehr im Kofferraum unter gebracht hätte, ärgerte ich mich dann gleich noch viel mehr. Aber irgendwann merkte ich, dass das Ärgern ja nichts mehr an der Situation ändert und freute mich auf unser erstes Ziel:

Nelson Mandela Capture Site. Das Monument erinnert an die Gefangennahme Nelson Mandelas. Verkleidet als Chauffeur eines weißen Anti-Apartheid-Aktivisten geriet er am 05.08.1962 in eine Polizeikontrolle. Das war der Beginn seiner 27 Jahre dauernden Haft.

Das Monument von der Seite:

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und von vorne:

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Wie so vieles auf dieser Welt: Es kommt darauf an, aus welchem Blickwinkel man Dinge betrachtet…

Die Kinder hatten keine Lust bei 35 Grad zu dem Monument zu gehen uns blieben lieber, nach 5 Stunden Fahrt, im Auto sitzen. Manche Dinge sind unverständlich!

Wir fuhren weiter zu unserem Hotel,

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machten uns kurz frisch, gingen kurz eine Hose für mich shoppen (hatte ich auch zu Hause liegen lassen) und suchten uns dann ein nettes Restaurant zum Abendessen. Bei Pizza, Wein und Cola ließen wir unseren ersten Urlaubstag ausklingen.

Am nächsten Morgen besorgten wir uns unser Frühstück im Supermarkt und fuhren zum Picknicken. Die Hälfte unseres Frühstücks aßen wir bereits im Auto auf, den Rest während wir auf den Start unserer Canopy Tour warteten.

Wir waren ganz mutig und hatten uns für eine Tour hoch über den Bäumen Südafrikas angemeldet. Nachdem wir eine persönliche Einweisung erhielten und wir uns mit den Sicherheitsmaßnahmen vertraut gemacht hatten, schlüpften wir in die äußerst bequemen Gurte und Helme.

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Zusammen mit unseren Tour-Guides fuhren wir sehr gemütlich auf dem Pickup zum Startpunkt.

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Hätte uns jemand, als wir oben angekommen sind, gefragt, ob wir lieber zu Fuß runter gehen, hätten wir alle ja gesagt. Aber wir nahmen unseren ganzen Mut zusammen und starteten an der ersten Rutsche. Von einem Baum zum anderen Baum. 40 Meter lang an einem Stahlseil mehrere Meter über dem Boden. Einer nach dem anderen. Geschafft! Eine von 12! Die nächste war 150 lang und du siehst nur die ersten paar Meter das Seil und dann kannst du nur erahnen, wo die nächste Plattform ist. Aber es machte irrsinnig Spaß, auch wenn man immer wieder glücklich war, eine Plattform unter seinen Füßen zu spüren.

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Die längste Rutsche war 200 Meter lang und die höchste 35 Meter vom Waldboden entfernt. Und die Aussicht, soweit man sie genießen konnte, war gigantisch.

Bremste man während der Fahrt zu viel, musste man sich das letzte Stück zur Plattform selber ziehen.

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Bremste man während der Fahrt zu wenig, musste man das letzte Stück zur Plattform schreien.

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Ganz mutig ließ sich Maxi von einer Plattform zur anderen gleiten. Sogar den Foto-Stopp nach 10 Metern am Baumstamm meisterte er perfekt!

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Aber am aller, aller mutigsten war Andreas. Dem war die ganze Sache von Anfang an gar nicht geheuer. Da es ihm aber Maxi vormachte, wie es ging,  meisterte Andreas auch alle Plattformen. Naja, zwangsweise. Denn nach der 3. Plattform gab es kein Zurück mehr.

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Auf dem Foto vom Guide sieht man die Länge der Rutsche am besten:

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Das war ein Erlebnis! Ich glaube, heute sind wir alle über uns hinaus gewachsen (ist ja bei unserer Größe nicht sehr schwer)! Und man glaubt gar nicht, was man alles kann, wenn man muss. Hätte es an manchen Plattformen Alternativen zur Rutsche gegeben, wären sie sicherlich von manchem genutzt worden!

Auf dem Boden wieder heil gelandet, entledigten wir uns unserer Schutzausrüstung und nahmen das „leichte Mittagessen“ zu uns, dass zur Tour gehörte. Toast mit Käse gefüllt.

Ganz geschafft setzten wir uns in Auto und fuhren 220 km von Howick nach Uvongo. Unsere erste Unterkunft am Meer.

Unterwegs kamen wir an vielen Hühnerställen vorbei. Irgendwo müssen ja die Unmengen an Hähnchen gehalten werden, die in Südafrika verzehrt werden.

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Unsere Unterkunft in Uvongo war ein sehr süßes Thached Cottage im großen Garten eines Einfamilienhauses.

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Auch innen war es sehr gemütlich eingerichtet aber es roch sehr streng. Modrig und alt. Wir lüfteten erstmal anständig, sprühten ein wenig Deo durch die Räume und packten dann die Koffer aus. Nein, eigentlich ja nicht. Wir haben die Kleidung in den Koffer gelassen und auch den Deckel zu. Obwohl wir ja hier 3 Nächte sind, aber wir wollten nicht, dass wir den Duft des Hauses die nächsten 2 Wochen mitschleppen.

Wir fuhren zum Einkaufen in den Supermarkt und auf dem Weg schauten wir uns nach einem Restaurant zum Abendessen um. Wir entschieden uns für ein Strandlokal mit einer leckeren  Speisekarte und spielten, während wir auf das Essen warteten, Karten.

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Als wir wieder in unserer Unterkunft angekommen sind, hatten wir den Eindruck, dass das Lüften und Sprühen nichts genutzt hatte. Wir wollten es uns dann draußen in dem Freisitz gemütlich machen, da warteten aber schon 100te Mücken auf uns. Wir entschlossen, dann doch gleich ins Bett zu gehen, sprühten noch ein bisschen angenehmen Duft in die Zimmer und auf die Bettdecke und schliefen dann relativ gut in dieser Nacht.

Nach dem Aufstehen frühstückten wir und machten uns trotz wolkenbehangenem Himmel auf zum Strand. Wir waren nicht die Einzigen und da es nicht kalt war, genossen die Kids das Meer, Andreas und ich die Aussicht. Hin und wieder verzogen sich dann auch die Wolken…

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Während die Kinder sich auf der Rutsche vergnügten,

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und von Lifeguards und Polizei sicher bewacht wurden,

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machten wir es uns im Strandlokal gemütlich. Und was trinkt man in Südafrika mittags? Na klar, eine Flasche Wein.

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Anschließend war dann ein bisschen Bewegung angesagt. Zumindest bei den Jungs. Die Mädels machten es sich auf der Decke gemütlich.IMG_0961Nachdem die Kids noch eine Runde im Meer waren, machten wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft. Natürlich mit einem kleinen Stop im Supermarkt und Liquor-Shop. Zuhause machten wir uns frisch, glotzten ein wenig Fernsehen und fuhren dann zum Abendessen. So einfallsreich und abenteuerlustig wir auch sind, wir aßen wieder in dem Strandlokal.

Den nächsten Tag verbrachten wir vormittags im Einkaufszentrum, da das Wetter nicht für einen Strandbesuch geeignet war. Mittags gab es Nudeln mit Soße an unserem Cottage.

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Am Nachmittag wurde es aber schön und wir verbrachten noch ein paar Stunden in der Sonne. Sebastian anscheinend ein paar zu viel. Er hatte am ganzen Oberkörper einen starken Sonnenbrand, der ihn die nächsten Tage ganz schön quälte. Nicht nur beim Schlafen, sondern auch bei den Autofahrten. So ein Gurt kann ganz schön gemein sein.

Andreas wollte heute im Sportheim des Ortes Abend essen und es war ganz interessant, da der Laden gut besucht war. Und das Essen war reichlich, gut

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aber mal wieder total ungesund….

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Nach ein, zwei Bierchen fuhren wir zu unserer Schlafstätte und verbrachten die letzte Nacht in Uvongo.

Die Koffer gepackt und verstaut brachen wir auf zu unserem ersten Ziel heute. Zum Frühstück fuhren wir in das Waffel-House in Uvongo, dass uns die Freundin von Johanna, die seit Jahren ihren Urlaub hier verbringt, empfohlen hat. Wir wussten, dass es zur Urlaubszeit immer sehr voll ist und waren deshalb schon ein paar Minuten vor Eröffnung am Ziel. War auch gut so. Wir waren nicht die ersten und die Wartezeit bis zur Eröffnung wusste jeder sinnvoll zu nutzen.

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Es war wirklich ein guter Tip von Sarah und Johanna bestellte sich die empfohlene Waffel mit Mousse au Chocolat. Besser kann ein Tag nicht beginnen…

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Nach unserem ausgiebigen und leckeren Frühstück machten wir uns auf zu unserem nächsten Ziel. Coffee Bay. 330 Kilometer entfernt und lt. Navi 6.30 Stunden Fahrt. Unser Ziel war eigentlich nur Luftlinie 170 km an der Küste entlang Richtung Süden gelegen, aber da es dort keine Straße gab, mussten wir erst ins Landesinnere und dann wieder zur Küste. Das dauert. Dafür haben wir aber auch viel gesehen unterwegs. Über viele Kilometer erstrecken sich hier die Dörfer. Und der nächste größere Supermarkt ist oft 50 Kilometer entfernt.  Natürlich gibt es überall kleine „Tante Emma“-Läden, aber um die Anzahl von Menschen zu versorgen, die hier alle wohnen, sind diese sicherlich nicht ausreichend.

IMG_1020Dementsprechend, und auch sicherlich, weil es der 23. Dezember war, ging es in den kleinen Städten zu, dass manchmal kein Durchkommen mehr war. Alle erledigten ihre Besorgungen und die Autos parkten in 2. und 3. Reihe. Unglaublich, was die Frauen hier auf ihren Köpfen durch die Stadt tragen…

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Da wurde man mit dem Schauen nicht mehr fertig.

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Und wenn es dann doch mal weiterging, versperrte uns eine Kuh den Weg.

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Auch für den Getränkevorrat über die Feiertage wurde gesorgt:

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Und die Wäsche wurde gewaschen

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Sogar auf den Feldern wurde fleißig gearbeitet. Ein ganz, ganz seltener Anblick. Ein Traktor!

IMG_1056In dieser Gegend haben wir das erste mal gesehen, dass das Regenwasser aufgefangen wird!!!IMG_1050

 

 

 

 

 

 

 

Tiere in Sichtweite!!! Das lies Johanna´s Herz höher schlagen:

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Und zum Greifen nah!

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Wir fuhren durch Bizana, Mount Frere, Qumbu, Mthatha und verließen in Viedgeville die N2 Richtung Mqanduli. Nun ging es 75 Km bergauf-bergab, linke Kurve, rechte Kurve…. Aber immer Teerstraße, zum Glück. Wir konnten  hier die BIG FIVE der Transkei beobachten. Sie liefen neben und auf den Straßen frei herum. Goats, cows, chicken, dogs and donkeys. Es sind sich nicht alle einig, ob nicht manche Tiere durch pigs, sheeps and horses auf der „BIG FIVE-Liste der Transkei“ erstetzt werden sollten. Auf jeden Fall sind hier die Tiere unterwegs und haben natürlich Vorfahrt. Und ihr glaubt gar nicht, wie süß die kleinen, schwarzen Schweinchen hier sind.

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Irgendwann kamen wir in Coffee Bay an und da wir ein wenig deprimiert waren, wegen der letzten Unterkunft, hofften wir dieses mal auf mehr. Das war ja auch die teuerste Unterkunft unserer Reise und im Internet sah das Hotel richtig schön aus. Und dann standen wir vor einem Hotel, dass uns noch mehr deprimierte und Maxi sagte gleich, da gehe er nicht rein. Kurz bevor wir das Einfahrtstor passierten, kam mir das Ganze auch ein wenig komisch vor. Und dann sah ich nochmal auf das Hotel-Schild und bemerkte, dass wir vor dem falschen Hotel standen! Puhh, Glück gehabt. Das andere Hotel kann ja nur besser sein. Der Security-Guide am falschen Hotel erklärte uns dann den Weg zu unserem gebuchten Hotel und das sah von der Ferne schon mal um einiges besser aus. War es auch. Sogar Maxi war zufrieden.

Als wir nach dem Einchecken unsere Zimmer gezeigt bekamen, waren wir total begeistert.

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Die letzten beiden Zimmer waren unsere.

Und vom Bett aus, hatten wir eine traumhafte Aussicht!

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Zusätzlich gab es noch free wifi und VOLLPENSION! Das ist ja fast wie im Paradies!!! Und wir haben alles voll ausgenutzt. Die Aussicht, das wifi, und (leider auch) die Vollpension!

Am nächsten Morgen war schon Heiliger Abend! 24.12.2016!!!

Und was macht man an Heilig Abend, morgens um 6 Uhr, wenn noch alle schlafen…

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Ich raffte mich auf und ging eine runde Laufen am Strand.

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Da war ich dann aber nicht mehr alleine. Es war ganz schön viele Läufer bereits unterwegs und da der Strandabschnitt nicht sehr lang war, nur ca. 500 m, hatte man ganz schön viel Gegenverkehr. Obwohl der Gegenverkehr nicht so sehr störte, wie die Läufer, die mich andauert überholt haben… Nach 35 Minuten hin- und herlaufen reichte es mir dann und ich wollte ja auf keinen Fall zu spät zum Frühstück kommen!!!

Um das ausgiebige und leckere  Frühstück zu verdauen, machten Johanna, Andreas und ich einen kleinen Spaziergang. Johanna hatte am morgen Reiter am Strand gesehen und ging nur deshalb mit, um diese zu finden. Pferde sahen wir nicht am Strand, aber Kühe.

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Und leider auch das typische Südafrika. Neben den herrlichsten Stränden im Land. Müll:

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Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass wir an der Wild Coast sind? Wild ist hier vor allem der Wind… und die Tiere, die frei durch die Gegend laufen

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Johanna machte den Versuch, eines der Pferde zu streicheln. Schaffte es aber leider nicht…

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Nach dieser langen, anstrengen Wanderung haben wir uns eine Belohnung verdient.

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Und Johanna kam auch noch auf ihre Kosten. Ein Junge kam mit seinem Pferd angeritten und hatte Johanna gefragt, ob sie mal reiten möchte. Den Strand rauf und runter für R 20.  Da hat sie natürlich sofort zugesagt.

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Währenddessen vergnügten sich die Jungs und Andreas im Meer. Ach ja, es war ja Heiliger Abend! Bei uns ist bis jetzt noch null Weihnachtsstimmung aufgekommen. Das passt einfach nicht zusammen. Strand und Weihnachten!!! Aber irgendwie zelebrieren müssen wir das ja schon. Auch wenn wir hier getrost darauf verzichten könnten, da es ja kein richtiges Weihnachten für uns ist. Aber da die Kinder nicht auf ihre Geschenke verzichten möchten, versuchten wir kurz den Heiligen Abend besinnlich zu zelebrieren. Da es den Kindern am Nachmittag sooo langweilig war

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kam das Christkind bereits schon vor dem Abendessen!!! Das erste mal im Leben unserer Kinder, dass sie nicht warten mussten, bis wir (und vor allem der Onkel Michael) fertig waren mit dem Abendessen!!!

Das Christkind hat sich ein schönes Plätzchen unterhalb unseres Zimmers ausgesucht, Palmenblatt und Geschenke schön neben die Bananenpflanze platziert und hat (vergeblich) versucht, die Kerzen des Adventskranzes anzuzünden. Das war schier unmöglich bei dem Wind!

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Auf das Singen von Weihnachtsliedern haben wir aus Rücksichtnahme auf die anderen Hotelbesucher lieber verzichtet!

Nach der Bescherung erkundeten Maxi, Andreas und ich noch ein wenig die Gegend, mussten aber feststellen, dass wir den falschen Weg gewählt haben und es plötzlich nicht mehr weiter ging.

IMG_1173Also wieder zurück… Da hat Maxi die Lust verloren und Andreas und ich versuchten auf einem anderen Weg zu den Höhlen zu gelangen, die unser eigentliches Ziel waren. Aber auch dieses mal endete unser Weg im Gestrüpp. Dann gaben wir auf, machten schnell ein „Selfie“

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und gingen zurück zum Hotel. Abendessen wartete ja schon auf uns!!!

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Fazit des Heiligen Abends 2016:

Weihnachten am Strand, ohne Familie und Freunde, ohne Winter, ohne Kirche ohne Weißwurstfrühstück ist kein Weihnachten!!! Aber bewegt habe ich mich an einem 24.12. noch nie so viel dieses Jahr!

In Südafrika wird traditionell am 25.12. vormittags Weihnachten gefeiert. Nach dem Frühstück „feierten“ deshalb unsere Kinder auch nochmals mit einem Milchshake von der Bar, der aber besser aussah, als er schmeckte.

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Den Vormittag verbrachten wir am Strand. Leider waren auch heute wieder viele Wolken am Himmel.

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Es war schon wieder Zeit für das Mittagessen und das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Der Speisesaal war festlich gedeckt

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und das Menu für heute Mittag war ausgezeichnet!

Bevor wir allerdings an das Buffet gingen, machten wir es den Südafrikanern gleich, setzten unsere Kronen auf  und ließen unsere Bonbons platzen.

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Sogar der Weihnachtsmann kam an unserem Tisch vorbei…

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Nach dem leckeren, ausgiebigen Mittagessen brauchten wir ein bisschen Bewegung. Die Kids waren der Meinung, es reicht, wenn sie sich bis zum Zimmer bewegen und dort fern zu sehen. Somit machten Andreas und ich uns alleine auf den Weg.

Ganz alleine waren wir nicht. Am Strand war heute sehr viel los. Aber keine Touristen, sondern Einheimische aus den umliegenden Dörfern. Ganz unbefangen gingen wir den Strand entlang und den gegenüber unseres Hotels liegenden Hügel hinauf.

Dort trafen wir eine Familie, die hier gemütlich grillte und er Mann unterhielt sich mit uns. Er sprach wirres Zeug und nicht nur unsere mangelnden Englischkenntnisse führten dazu, dass wir fast nichts verstanden. Er was sicherlich nicht mehr nüchtern und auch nicht ganz clean… Irgendwie war uns dann die Sache nicht mehr so geheuer und als auch dann noch die berittene Polizei hinter dem Gebüsch vorkam, waren wir der Ansicht, wir sollten dann doch wieder so schnell wie möglich in unser Hotel zurück. Noch schnell ein Foto und dann ab…

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Der Polizist, der im übrigen in unserem Hotel nächtigte, erzählte uns später, dass am 25.12. und 01.01. der Strand voll sei mit Einheimischen. Da sollte man lieber ein wenig aufpassen. Also blieben wir den Rest des Tages im Hotel und relaxten.

Für den nächsten Vormittag haben wir einen Ausflug gebucht zu den Höhlen, die wir eigentlich vorgestern zu Fuß besichtigen wollten. War dann doch etwas weiter weg als gedacht haben und wir fuhren das erste Stück mit dem Jeep. Die Straße dorthin war eng, nicht geteert und viel befahren und begangen…

IMG_1385Wir fuhren durch das Dorf,

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vorbei an den Wasserstellen

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und dem Fußballplatz

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und parkten oberhalb der Höhlen. Unser Guide deutete uns schon an, dass es am Anfang ganz schön steil hinunter geht. Wären der Guide, Maxi und Johanna nicht voraus gegangen, hätte ich mich da niemals hinunter getraut. Das war schlimmer für mich als die Canopy-Tour.

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Als wir aber unten sicher angekommen sind, habe ich die Aussicht auch wieder genießen können. (Bis auf den Hintergedanken, der mir die ganze Zeit durch den Kopf ging, dass ich diese steile Klippe wieder hoch klettern musste!)

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Traumhaft hier!

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Die Höhlen die werden auch ANC-Höhlen genannt, weil während des Befreiungskampfes der ANC-Kader hier einige Waffen versteckten. Es gab sogar Gerüchte, dass sich Nelson Mandela hier eine Weile versteckte. Während des Befreiungskampfes verbrachten die Frauen und Kinder der Gegend mehrere Wochen am Stück in diesen Höhlen. Die ganze Verpflegung wurde die steilen Klippen hinuntergetragen. Ich hatte schon Schwierigkeiten, meine Kamera sicher nach unten zu bringen.

Wir schafften es dann doch wieder, die Klippen ohne Blessuren wieder hochzuklettern und waren ganz geschafft und müde nach der ganzen Kraxlerei.

Unser Guide entschied, dass wir jetzt noch an den Mapuzi River fahren, um uns ein bisschen ab zu frischen. Er dachte wohl, wir sind ganz schön mutig bzw. doof und würden, wie er, von einer Klippe in den Fluss springen!

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Recht hatte er. Zumindest bei einem Teil unserer Familie!

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Was der große Bruder kann, kann Maxi auch. Dachte er. Und da er bereits vor 2 Jahren vom 10m Turm in der Schwimmschule gesprungen ist, sprang er auch hier.

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Und wenn die beiden Jungs sich das trauen, dann trauen sich die Mädels natürlich auch!

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Ganz geschafft von den vielen Eindrücken und Erlebnissen fuhren wir zurück zum Hotel.

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Den Rest unseres letzten Tages in Coffee Bay verbrachten wir im Meer und am Pool und auf dem Bänkchen vor unserem Zimmer mit einem tollen Blick über das Meer.

Der Abschied am nächsten Morgen fiel uns schwer, vorallem mir. Ich wusste, wir würden jetzt von unserer luxeriösersten Unterkunft in die Günstigste unseres gesamten Urlaubs fahren. Das wird nicht leicht werden. Aber erst einmal fuhren wir einen kleinen Umweg zum „Hole in the wall“.

Kaum am Ziel angekommen, winkten uns schon 2 Jungs in einen imaginären Parkplatz am Straßenrand ein. Aus den 2 Jungs wurden gleich 4. 2 würden auf unser bis unters Dach bepackte Auto aufpassen und 2 boten uns an zum „Hole in the Wall“ zu führen. Sebastian, der uns immer wieder auf die Tatsache hinweist, dass wir in Südafrika sind und nicht einfach so unser Auto hier am Straßenrand bei den Jungs stehen lassen können, hatte wahrscheinlich Recht, wurde aber von Andreas und mir überstimmt. War aber gar nicht so einfach. Wir sind dann hinter den beiden Jungs den Pfad entlang gewandert und sie erzählten uns ein bisschen über die Gegend.

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Unterwegs bot uns ein Junge einen frisch gefangenen Lobster an. Für R20!!! (ca. 1,40 Euro)!!!! Eigentlich hätte er ihn nicht fangen dürfen, da von November bis März Schonzeit ist. Das ist ihm aber anscheinend egal. Und da wir keine Ahnung hatten, was wir mit diesem Tier anfangen sollten, nahmen wir dieses Angebot nicht an.

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Unser Guide wollte nun unbedingt ein Foto von uns 5 vor dem „Hole in the Wall“ machen und bei uns klingelten alle Alarmglocken! Wir hegten erst einen Schlachtplan aus, wie wir reagieren, wenn er plötzlich mit unserer Kamera wegläuft und stellten uns dann kurz vor das Loch, immer bereit, loszulaufen…

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Wir hatten aber Glück und er gab uns unsere Kamera umgehend wieder. Wir hätten ja auch null Chance gehabt, wäre er mit ihr auf und davon…

Nicht nur wir fanden es hier toll, sondern auch andere.

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Mit dem Hintergedanken an unser Auto machten wir uns dann relativ schnell wieder auf den Rückweg.

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Wir genossen noch die traumhafte Landschaft und als wir von weitem unser Auto am Straßenrand stehen sahen, waren wir sehr erleichtert. Nun begannen die 4 Jungs ihren Lohn für Parkwächter und Tourguide einzufordern und verlangten horrende Summen!  Die Kids und ich stiegen schon mal abfahrtbreit ins Auto und Andreas verhandelte tapfer weiter. Aber nur kurz. Dann gab er ihnen 1/5 des geforderten Betrages, was immer noch ca. 10 Euro und viel zu viel  war und wir düsten los.

Wir mussten wieder zurück bis nach Coffee Bay, um auf die Hauptstraße zu kommen, legten einen kurzen Stop im Supermarkt ein und versorgten uns mit Getränken, Obst und Keksen.

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Dann stiegen wir ins Auto und fuhren wieder die ca. 70 km zurück Richtung Landesinnere um auf die N2 zu kommen. Die ca. 300 Kilometer schafften wir relativ gut, obwohl wir in dem Örtchen Butterworth nur im Schritttempo fahren konnten.

Es war auch heute hier unendlich viel los. Wieder parkten Autos an den unmöglichsten Plätzen, unzählige Menschen wechselten die Straßenseiten und auf den Gehsteigen wurde musiziert,

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repariert,

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und auch die Tupper-Tante hatte ihren Stand aufgebaut.

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Ein Grund des Stop-and-Go-Verkehrs war ein Lieferwagen, dem die Hälfte seiner Savanna-Ladung auf die Straße rutschen zu drohte. Aber drei tapfere Männer hielten dagegen, 2 luden den Lieferwagen ab und die 3 Polizisten schauten lieber zu, als den Verkehr zu regeln. Zuschauen ist eine der Lieblingsbeschäftigung der Südafrikaner!

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Irgendwann schafften wir es dann doch, weiterzukommen und erreichten dann am Spätnachmittag unser Ziel. Den Schlüssel für unsere Hütte mussten wir am dazugehörigen Campingplatz abholen. Dieser war schnuckelig in einem Waldstück gelegen, hatte ein nettes, kleines Restaurant und als sie dann nach 15 Minuten doch noch den Schlüssel für unsere Hütte gefunden hatten, konnten wir zu unserer Unterkunft.

Hmmm. Naja, war schon ein bisschen einfach. Ein bisschen sehr einfach,

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aber erfüllte ihren Zweck.

Sie hatte Betten, Küchenzeile, ein kleines Badezimmer mit Wanne, ein paar Stühle und einen Tisch.

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Die Kinder zogen die Badekleidung an und vergnügten sich in dem kleinen Teich, der zu unserer Hütte dazugehörte.

IMG_1728Währenddessen luden wir das Auto aus und verstauten alles in der Hütte. Diese war unsere Unterkunft für die nächsten 3 Nächte.

Wir aßen zum Abendessen Burger mit zerfallenen  Hackfleischpads, da die Hälfte davon am Grill hängen geblieben ist, tranken 1-2 Gläschen Wein und entschieden uns dann, in den kleinen Biergarten des Campingplatzes zu gehen. Wir machten es unter dem großen Zeltdach gemütlich, da es zu regnen begann und bestellten uns nach unseren Getränken noch 2 Pizzen, da diese am Nachbartisch so lecker aussahen und auch waren. Und einen Apfelstrudel. Der schmeckte auch super. Als wir dann alle satt und zufrieden waren, keiner mehr Lust hatte, Karten zu spielen, gingen wir zurück in unsere Hütte. Wir schlossen auf, machten das Licht an und sahen unzählige Tierchen in den Ritzen verschwinden. PFUIDEIFE!!! IGITT! WÜRG!!!

Und jetzt? Andreas und ich reservierten uns gleich die oberen Betten der Stockbetten und wir durchsuchten alle Betten, bevor wir in diese stiegen. Was sollten wir auch sonst machen, mitten in der Nacht im Nirgendwo. Die Nacht war nicht schön. Gar nicht. Zu den ganzen Tieren, die in unseren Köpfen über uns gewandert sind kam noch der super Lattenrost, der aus einem Brett bestand und die Matratze war genau 5 cm dicker Schaumgummi. Sebastian wechselte in der Nacht von einem Bett zum anderen. Wir hatten 8 davon. Zum Schluss lag er auf 3 Matratzen, die er gestapelt hatte. Aber seinen Augen am nächsten Morgen sah man an, dass er nicht viel Schlaf abbekommen hatte.

Andreas war schon früh auf den Beinen und schlich auf der Terrasse auf und ab. Er sagte, er möchte abreisen. Jetzt! Sofort! Um 7 Uhr morgens! Leichter gesagt, als getan. Obwohl, das Abreisen ist ja einfach. Aber es ist Urlaubszeit und hier in diesem Ort ist alles ausgebucht. Wir fuhren mit dem Auto durch die Straßen auf der Suche nach einer Unterkunft und die Kinder packten währenddessen die Koffer. Wir konnten keine andere Unterkunft in Morgan Bay finden, also war unsere einzige Möglichkeit, in die ca. 90 km entfernte Stadt East London zu fahren und dort eine Unterkunft zu suchen. Also fuhren wir um 9 Uhr los…

Nach 30 Minuten Fahrt sah man den Kindern die unruhige Nacht an…

20161228_130256Kurz vor Mittag sind wir in East London angekommen, suchten vergeblich ein Touristen-Informations-Zentrum und beschlossen dann, erst einmal Mittag zu essen. McDonalds. Da weiß man, was man hat. Und dazu noch wifi!

Wir suchten im Internet die Sehenswürdigkeiten von East London heraus und merkten, dass es eigentlich gar keine gab. Das einzige, dass uns 5 interessierte, war der Zirkus, der momentan in der Stadt ist. Wir beschlossen, erst einmal eine Unterkunft zu suchen und fuhren los. Zufällig kamen wir an einer der Sehenswürdigkeiten vorbei.

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Wir fuhren an den Stadtrand.  Vor vielen Häusern hing ein Bed&Breakfast-Schild und Andreas klingelte bei einem nach dem anderen. Wir fanden tatsächlich eine nette Unterkunft. In dem aus 8 Zimmern bestehenden Gästehaus waren nur die beiden mit uns belegt und der Fernseher und das wifi wurde gleich in Beschlag genommen.

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Wir fuhren anschließend nochmal durch die Stadt, auf der Suche nach dem Zirkus und wurden dann, nachdem wir uns den Weg von dem Zirkusdirektor per Telefon beschreiben ließen, auch fündig. Wir kauften uns für die Premiere heute Abend Karten und fuhren dann zu unserem Gästehaus zurück. Wir durften netterweise auch die Küche benutzen, kochten uns Nudeln mit Tomatensoße und aßen sie im Frühstücksraum.

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Gegen 18.30 Uhr machten wir uns auf dem Weg zum Zirkus und freuten uns für den Veranstalter, dass wir nicht die einzigen Gäste waren. Das hatten wir nämlich befürchtet.

Wir machten es uns in der ersten Reihe gemütlich. Das leisten wir uns aber nur in Südafrika!

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Und im Gegensatz zum Zirkus in Deutschland, fängt hier die Vorstellung mit der Löwen- und Tigerdressur an. Hmmm, natürlich ist die Situation jetzt ein wenig komisch. Normalerweise besichtigt man Löwen in Afrika in freier Wildbahn und nicht in einem Zirkus. Aber wir wussten keine andere Alternative für die heutige Abendgestaltung.

Die Vorstellung begann. Der Zirkusdirektor stellte sich kurz vor, betrat den Käfig und die Löwen und Tiger wurden in die Manege gelassen. Die ersten setzten sich brav auf ihre Plätze, nur 2 wollten nicht so recht. Nach längerem hin und her wurde einer dann doch vom Dompteur dazu gebracht, sich auf seinen Hocker zu setzten. Mit dem anderen machte er ein paar Kunststückchen und wollte dann, dass er auch auf seinen Platz geht. Der Löwe wollte aber nicht. Währenddessen wurden die anderen Tiere in der Manege ein wenig nervös. Dann gab der Dompteur eine Anweisung nach draußen zu den Helfern. Plötzlich ging ein Helfer mit einem anderen Hocker in den Käfig und tausche ihn gegen den aus, auf den der Löwe sich nicht setzen wollte. Einfach so. Die Tiger und Löwen waren alle ein bisschen nervös, das sah sogar ich. Der ungehorsame Löwe marschierte immer noch im Käfig auf, der Dompteur wirkte nicht gerade souverän und der Helfer wurde einfach so in den Käfig geschickt!!! Ich konnte gar nicht hin sehen, aber zum Glück ging alles gut. Der störrische Löwe setzte sich aber auch auf den neuen Hocker nicht und dann entließ der Dompteur völlig angefressen die Tiger und Löwen aus der Manege und brach diese Aufführung ab. Puhh, das war jetzt aber eine sehr beängstigende Situation. Hoffentlich sind die anderen Darbietungen nicht so nervenaufreibend! Es wurde dann aber doch ein schöner, angenehmer Zirkusabend und wir hatten Glück, nicht mit in die Vorstellung eingebunden zu werden, obwohl wir in der ersten Reihe saßen. Einmal wurde das Adrenalin in unserem Körper noch nach oben getrieben. Als 3 Fahrer auf ihren Motorräder in einem runden Käfig ihre Runden drehten. Der Käfig war nicht groß!

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Nach der Vorstellung standen die Akteure noch für ein Foto-Shooting bereit. Andreas überredete Sebi, sich neben einer der Motorradakrobaten zu stellen.

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Am nächsten Morgen fuhren wir an den Nahoon-Beach in East London. Leider war der Himmel wolkenverhangen. Wir gingen ein wenig am Strand spazieren, währenddessen die Kinder Einsiedlerkrebse fingen.

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Wir relaxten ein wenig im Sand

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und fuhren am frühen Nachmittag zum Duschen in unser Gästehaus, da das Wetter nicht mehr für einen Badetag geeignet. Den Rest den Nachmittags verbrachten wir im nahe gelegenen Einkaufszentrum und anschließend gingen wir zum Abendessen.

Das Wetter am nächsten Tag war um einiges besser und wir fuhren gleich nach dem Frühstück wieder an den Nahoon-Beach. Heute war Sandburgenbau angesagt.

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Während Johanna und Maxi fleißig bauten, suchte Sebi Krebse und Andreas und ich gingen 1 1/2 Stunden am Strand spazieren. Beim Feinschliff für der Burg half ich kurz mit

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und als  die Burg incl. Warnschild fertig war

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packten wir unser Sachen zusammen und fuhren nach Chintsa, unserem nächsten Urlaubsort.

Die 50 km schafften wir in einer guten Stunden und nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, kochten wir uns, mal wieder, Nudeln mit Soße als verspätetes Mittagessen bzw. vorgezogenes Abendessen. Gegessen wurde getrennt. Mobiliarbedingt. Die Tische, die pro Doppelzimmer zur Verfügung standen, waren an den Wänden festgeschraubt.

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Während die Kids sich am Pool mit Riesenrutsche an unserer Unterkunft vergnügten, machten Andreas und ich noch einen Spaziergang zum Meer. Am Zugangsweg zum Strand verkauften Südafrikanerinnen Schmuck, Körbe, Bilder ect.

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20161230_174748Am Abend gingen wir in die Barefoot-Dorfkneipe, spielten eine Runde Karten und tranken gemütlich unsere Getränke. Müde verkrochen wir uns in unsere Betten und freuten uns auf den nächsten Tag! Nach dem Frühstück verschwanden die Kids wieder zur Rutsche, ich machte einen Strandspaziergang und Andreas relaxte am Zimmer. Am Nachmittag machten Andreas und ich eine Dorf-Runde und die Kinder marschierten zum Strand.

So sahen die Postfächer des Ortes aus:

20161230_180729Die Häuser hatten für ihre Müllbeutel extra Ständer aufgestellt, damit sie nicht von den Tieren geplündert werden.

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Am Sportpark wurde fleißig gespielt.

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Eigenartige Bäume wuchsen hier:

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Als wir wieder zurück an unserer Unterkunft waren, besuchte uns eine Herde Affen, machten die Deckel der Mülltonnen, die auf dem Gelände standen auf und bedienten sich.

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Wir beschlossen uns heute einen gemütlichen Abend in der Barefoot-Bar zu machen. Um 18 Uhr machten wir uns auf den Weg und bestellten uns unser Essen und unsere Getränke. War alles sehr lecker und gemütlich.

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Aber bereits um 19.15 Uhr waren wie die einzigen Gäste und die Bedienungen fingen an, die Stühle auf die Tische zu stellen. Tja, da war sie weg unsere Silvester-Abend-Planung. Wir beglichen unsere Rechnung und machten uns auf den Weg nach Hause. Wir zündeten um 20 Uhr unser Lagerfeuer an, dass eigentlich erst gegen 23 Uhr geplant war und um 22 Uhr sagte Sebi, er hätte jetzt keine Lust mehr auf 24 Uhr zu warten, er geht jetzt ins Bett. Und Johanna stimmte ihm zu und verschwand auch ín ihrem Zimmer. Andreas und ich beschlossen nun auch, Silvester Silvester sein zu lassen und ins Bett zu gehen. Nur Maxi war anderer Meinung. Wenn wir kein Silvester feiern wollen, ist das unsere Sache, meinte er. Er will Silvester feiern und er bleibt wach. Da wir ihn nicht alleine am Lagerfeuer sitzen lassen konnten, nahm ich ihn mit in mein Zimmer und Andreas legte sich zu Johanna. Maxi schlief um 23.50 Uhr ein…. Hielt mich aber bis dahin wach und somit lag ich um 24 Uhr wach in meinem Bett, wünschte allen in Gedanken ein gutes, neues Jahr und schlief mit den Silvesterkrachern in der Ferne ein.

Das hätte ich mir auch nicht gedacht, dass wir so Silvester verbringen. Geht aber auch!

Somit wünschten wir und am nächsten morgen beim Frühstück am Lagerfeuer ein gutes, neues Jahr

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hofften, dass es besser wird wie wir auf dem Foto aussehen und fingen dann an, die Koffer zu packen.

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Bevor wir losfuhren, wurde auch Maxi wach und stieg ins Auto ein. Unserer Reise geht weiter. Wir machten uns nun schon auf Richtung Pretoria, haben in 500 km Entfernung von Chintsa unsere nächste Unterkunft. Wenn wir gut sind, schaffen wir es in 5 Stunden.

Es war fast kein Verkehr unterwegs. Und sonst war auch nichts. Weit und breit.

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Unsere Unterkunft war die Waschbank River Lodge am Gariep Staudamm.

Die Aussicht war wunderschön und wir hatten eine kleine, nette Unterkunft die früher zum Farmgebäude gehörte.

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Im Erdgeschoss war das Badezimmer und ein Stockbett

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und im Keller ein Doppelbett.

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Da es aber im Erdgeschoß so warm war, trugen wir die Matratzen von oben nach unten und richteten uns ein Bettenlager ein.

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Als wir uns alle ein wenig ausgeruht hatten, wollte ich unbedingt zur Staumauer fahren, konnte aber nur Johanna überreden, mich zu begleiten. Schon von weitem sah man, dass der Wasserstand erschreckend niedrig war.

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Johanna und ich waren ganz mutig und fuhren über die Staumauer. Da habe ich immer ein mulmiges Gefühl. Drüben angekommen, schossen wir ein paar Fotos, auf denen man ganz genau sieht, wie hoch das Wasser eigentlich normalerweise steht,

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und fuhren wieder zurück.

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Auch hier machten wir einen kurzen Fotostop im Nieselregen zwischen vielen Südafrikanern, die híer am Parkplatz der Staumauer grillten und den 1.1.2017 feierten.

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An der Lodge angekommen, freuten wir uns auf das Abendessen-Buffet, dass mit Verspätung eröffnet wurde. Das verlangte uns einiges ab, da wir ja kein Mittagessen hatten. Es gab leckeres Bobotie mit Reis. Aber so wenig, dass wir uns gar nicht getraut haben, viel zu nehmen, da noch nicht alle Gäste im Speisesaal waren und die Schüsseln bereits fast leer.  Wir bestellten uns alle einen Nachtisch, weil wir alle noch Hunger hatten. Es gab Malva-Pudding. Auch typisch südafrikanisch.

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Und dieser war so was von lecker! Der war sein Geld wert.

Am nächsten Morgen saßen wir schon um 7.15 Uhr am Frühstücktisch, das Auto war schon gepackt. Eigentlich hatte ich geplant, dass wir heute nach Kimberley (war und ist Südafrikas Diamantenhauptstadt) fahren (270km), uns dort die Diamantmine ansehen, einen Nacht in Kimberley schlafen und morgen früh von Kimberley nach Pretoria (570 km) fahren. Natürlich hatte ich die Planung ohne meine Familie gemacht und die war aber nun geschlossen dagegen, noch eine Nacht in Kimberley zu verbringen. Sie wollten nach Hause. Und zwar heute. Wir einigten uns, trotzdem die Mine zu besichtigen, aber dann werden wir versuchen, bis nach Pretoria zu kommen. Ca. 850 Kilometer plus Minenführung, das wird anstrengend. Aber wir waren guter Hoffnung und um 7.45 Uhr saßen wir im Auto.

Wir fuhren Kilometer für Kilometer, bekamen manchmal Gegenverkehr

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aber ansonsten ging es recht zügig voran. Es lag vor allem aber auch an der Fahrweise von Andreas, der sich nicht streng an das Tempolimit gehalten hat.  Somit waren wir schon rechtzeitig zur 11 Uhr-Führung bei der ehemaligen  Diamant-Mine!

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Die Führung begann mit einem 20-minütigen Film über die Entstehung der Mine. Anschließend gingen wir über die Aussichtsplattform zu „THE BIG HOLE“.

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Und sahen hinunter:

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The Big Hole ist das größte von Menschen gegrabenes Loch der Welt. 1866 wurde der erste Diamant gefunden. Von 1871 bis 1914 wurden 2722 kg Diamanten aus diesem Loch herausgeholt.

Wir stiegen in eine alte, noch erhaltene Mine hinab und uns wurden die Sprengungen simuliert. Anschließend konnten wir Nachbildungen der bekanntesten hier gefundenen Diamanten besichtigen.

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Das neben dem Big Hole gelegen Freilichtmuseum „Old Town“, war eine Ansammlung originalgetreuer, restaurierter Gebäude der Blütezeit Kimberleys. Johanna postierte sich vor dem Schuhgeschäft. Wobei sie feststellte, dass das das erste Schuhgeschäft sei, in dem ihr kein einziger Schuh gefallen würde.

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Sebastian interessierten eher die alten Fahrzeuge.

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Und Maxi interessierte gar nix mehr. Er hatte Hunger und außerdem wollte er nach Hause!!! Also beschlossen wir, schnell unseren Magen zu füllen (geht am besten mit McDonalds) und dann wieder ab auf die Straße Richtung Heimat!

Um kurz nach 13 Uhr saßen wir bereits wieder im voll getankten Auto und fuhren, fuhren, fuhren… Immer Richtung Pretoria. Nach 4 Stunden machten wir eine kurze Pinkel- und Eispause, Sebastian kühlte mit Wasser unsere schon sehr heiß gewordenen Reifen und dann ging es durch bis nach Pretoria. Um 19.45 öffneten wir unsere Haustüre, besser gesagt, dass Garagentor und als wir die Sirene der Alarmanlage endlich ausschalten konnten, kontrollierten wir alle Zimmer, ob alles Ordnung ist und dann durften die Kids ins Haus. Wir waren alle überglücklich, wieder zu Hause zu sein. Nicht nur deshalb hatten die Kinder ein Lächeln im Gesicht. Ein weiterer Grund war, weil wir ihnen gesagt hatten, dass das Christkind eine Kleinigkeit in Pretoria bringen wird. Somit machten wir im Durcheinander des Ankommens, noch eine kurze Steh-Bescherung

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und genossen ein kleines Belohnungsbierchen, da wir heute 10 Stunden ohne größeren Zwischenfall zu 5 in einem vollbepackten Auto überstanden haben!

Und hiermit war unser Sommerurlaub 2016/2017 nach 15 Tagen und ca. 3500 Kilometern leider zu Ende…

Am nächsten Morgen gab es ein böses Erwachen, als wir in unseren Garten sahen.

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Unser Pool hatte die Farbe gewechselt. Was aber Sebastian und seinen Freund Jan nicht davon abhielt, hineinzuspringen…

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Wir mussten nun wieder den Poolservice organisieren, der den Pool wieder in einen ansehnlichen Zustand bringt. Glücklicherweise kam er relativ schnell und innerhalb von 3 Tagen war er wieder klar. Aber das war jetzt eigentlich gar nicht so wichtig, da es nun 2 Tage wie aus Eimern schüttete.

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Andreas und ich begannen in dieser Woche unseren guten Vorsatz für das Jahr 2017 in die Tat um zu setzten und begannen, mehr Sport zu treiben.

Am 06.01.2017 freute ich mich riesig, dass es endlich schon Osterhasen im Supermarkt zu kaufen gab!!!

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Johanna und Maxi gingen diese Woche zusammen mit ihren Freunden ins Kino und wir verbrachten die Woche gemütlich zu Hause. Am Sonntag bekamen wir Besuch zum Mittagessen. Es gab Schweinebraten, Knödel, Kartoffelsalat, Ofenkartoffeln, Sauerkraut, Karottengemüse und Gurkensalat. Lecker. Ich habe nur leider vergessen, ein Foto zu machen. Aber eigentlich weiß man ja, wie Knödel aussehen…

Zur Verdauung machten wir dann einen Spaziergang durch unser Estate. Als wir vor wenigen Wochen den starken Regen hatten, wurde eine Brücke stark beschädigt, bzw. zur Hälfte weggeschwemmt. Kurz vor Weihnachten haben sie sie dann repariert. Das haben sie so gut gemacht, dass es nach dem Regen in dieser Woche schon wieder beschädigt ist.

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Andreas musste am Montag wieder in die Arbeit, die Kids hatten noch bis einschließlich Dienstag frei. Zur Freude von Sebi, Maxi und Jojo habe ich am Montag morgen um 8.30 Uhr einen Termin beim Zahnarzt zur Kontrolle ausgemacht und anschließend einen Termin beim Kieferorthopäden. Maxi und Johanna zur Kontrolle, Sebi bekam seine feste Zahnspange. Am letzten Ferientag ging Johanna zum Reiten und die Jungs genossen die Zeit an ihrem Handy.

Mittwoch, 11.01.2017. Erster Schultag für Maxi in der 5., Johanna in der 8. und Sebastian in der 10. Klasse. Aus unverständlichen Gründen hatten die Kids aber keine Lust auf ein 1. Schultag-Foto-2017! Ich nutzte die Zeit, in der die Kids in Schule waren zum Einkaufen, backen und vorbereiten. Geburtstag feiern ist immer ein bisschen doof, aber noch doofer ist es, nicht zu feiern. Das dachten sich auch Sebi, Johanna, Maxi und Andreas und bereiteten am nächsten Morgen um 5.30 Uhr das Frühstück für mich vor.

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Weckten mich dann mit einem Geburtstagsständchen (ich war aber schon wach und geduscht)

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und anschließend frühstückten wir gemeinsam gemütlich bis 6 Uhr. Dann musste Andreas in die Arbeit und die Kids und ich fuhren um 6.45 Uhr zur Schule. Auf dem nach Hause Weg kaufte ich noch schnell den halben deutsch Bäcker auf, da ich ein paar Mädels zum Frühstücken eingeladen hatte. Irgendwie ist es dann trotz allen Vorbereitungen immer ein wenig stressig und ich war ganz froh, dass meine Freundin Sonja eine Stunde eher kam, um mir zu helfen.

Schön langsam trudelten meine Gäste alle ein und ich freute mich sehr, dass so viele Zeit hatten.

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 Als Geschenk erhielt ich einen Gutschein für ein Sportgeschäft… Das sagt wohl alles…20170112104919

Und ich erhielt von der einen Seite der Weltkugel einen

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Sonnenblumenblumenstrauß und von der anderen Seite zwei

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Schneekuchen! Herzlichen Dank dafür! Und von Herzen vielen Dank für alle Glückwünsche aus Deutschland und Südafrika!!!!!

Als das Buffet eröffnet war und jeder mit einem Gläschen Sekt versorgt war, wurde es ein ganz relaxter und schöner Vormittag. Die Mädels sind alle sehr unkompliziert, offen und kommunikativ. Da kann man sogar als Gastgeberin die gemeinsamen Stunden genießen.

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Und da heute Donnerstag war, war auch meine Haushaltshilfe bei mir und ich konnte das ganz schmutzige Geschirr einfach in die Küche stellen und kurze Zeit später stand es wieder abgespült im Schrank. Das ist purer Luxus, sage ich euch!!!

Die letzten Gäste sind um 14 Uhr gefahren und netterweise hatte sich eine Mama angeboten, auch meine Kids von der Schule mitzubringen und somit musste ich nicht fahren. Da hab ich mir dann noch den restlichen Sekt von der Flasche eingeschenkt und gut gelaunt auf meine Kinder gewartet….

Diese waren dann am Nachmittag beschäftigt mit Hausaufgaben machen und als Andreas Abends von der Arbeit heimgekommen ist, sind wir noch ins Clubhaus gegangen. Heute gab es ein Angebot. 1 ganzes Hähnchen. Das wollte Andreas ausprobieren und wir beschlossen,  uns ein Hähnchen zu teilen. Leider hat sich die Bedienung vertan und uns anstatt 1 Hähnchen, was eh schon viel für 2 ist, 2 ganze Hähnchen gebracht.  Das eine haben wir dann gleich mal zum Mitnehmen einpacken lassen.  Schön langsam machten wir uns auf nach Hause, das Bett rief.

Am Freitag Vormittag hielt ich mich an mein Sportprogramm und nach der Schule fuhr ich Maxi und Sebi zur Golfstunde. Nachdem Andreas am Samstag morgen vom Tennis spielen nach Hause gekommen ist, machten wir uns auf den Weg nach Johannesburg. Mit einer befreundeten Familie haben wir ausgemacht, heute auf die Schießanlage zu gehen. Das macht man hier in Südafrika. Einfach mal so. Am Samstag Nachmittag. Wir hatten alle ein bisschen ein mulmiges Gefühl, da wir mit echten Waffen und echter Munition schießen werden. Und was dazu kam: Alle anderen auf der Schießanlage hatten auch geladene Waffen bei sich. Tim war aber schon öfters auf dieser Anlage, ist Sportschütze (oder irgend so was) und war auch mit seinen Kindern schon öfters hier, die in dem Alter von Sebastian und Maximilian sind.

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Die Katze lebt hier ganz schön gefährlich…

Zu Beginn mussten wir uns Waffen aussuchen. Wir haben uns für 3 Waffen entschieden. Einen Revolver, eine (ich glaube) 6 mm Pistole und eine, ach, keine Ahnung. Wir erhielten von Tim eine ganz genaue Einführung und er war wirklich sehr, sehr darauf bedacht, alle Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Und dann ging es los. Hier in Südafrika schießt man nicht nur auf Kreise, NEIN, hier sind um die Kreise noch die Konturen eines Menschen gezeichnet. Müsste nicht sein, ist aber so. Nach langer Theorie ging es dann an den Schießstand und Sebastian fing gleich mit dem Revolver an und hat gleich eine 10 getroffen. Prima!

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Auch Johanna, ich und Andreas probierten alle 3 Waffen aus. Bei mir half aber selbst die Brille nicht! Da ist sogar ein Elefant in 5 Meter Entfernung nicht in Gefahr!

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Ganz mutig nahm auch Maxi die Waffe in die Hand. Mit großem, sehr großem Respekt. Und das ist auch gut so.

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Ich glaube, er war am meisten über sich selbst erstaunt, dass er sich traute, abzudrücken. Er hasst laute Knallgeräusche.

Nach 1 Stunde hatten wir die ganze Munition verschossen und waren froh, wieder aus dem kalten, dunklen, lauten  Schiesstand draußen zu sein.

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So, wieder was gelernt. Ich hoffe aber, wir werden es in unserem Leben NIE brauchen!

Wir fuhren anschließend nach Hause, da wir heute noch auf 2 Partys eingeladen waren. Um 17 Uhr gingen Andreas und ich auf die Abschiedsparty einer Familie, die wieder zurück nach Deutschland ging und ab 19 Uhr waren wir auf dem 70. Geburtstags unseres Nachbarn und Inhaber der Deutschen Metzgerei (obwohl er eigentlich Österreicher ist) eingeladen. Johanna durfte wieder bedienen und freute sich schon, bevor sie das Geld überhaupt verdient hatte, auf das Ausgeben im H&M!

Es wurde ein ganz netter, lustiger Abend und zwischendurch haben wir an unserem Tisch „Wer bin ich“ gespielt. Andreas war in bester Gesellschaft:

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Da wir nur über den Golfplatz 50 m nach Hause hatten, pressierte es uns nicht, den nach Hause Weg anzutreten. Als dann der Gastgeber aber gegen 2 Uhr sichtlich müde wurde, schlenderten wir über den Golfplatz in unsere Betten.

Den Sonntag haben wir ganz gemütlich verbracht. Die nächste stressige Woche steht ja schon wieder vor der Türe. Bei Andreas begann die Produktion im Werk und somit war er mehr gefordert, als ihm lieb war. Am Montag waren ein paar Mädels und ich beim Essen. Wir mussten Marias Abschied, den wir schon am Samstag ein wenig gefeiert hatten, nochmals begießen und bequatschen.

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Diese Woche waren an der DSP die Elternabende. Mittwoch für Maximilian und Donnerstag für Sebastian und Johanna parallel. Also ging Andreas zu Sebastian und ich zu Johanna. Andreas hatte mehr Glück. Er kam zwar erst 30 Minuten später aus dem Klassenzimmer, als ich, hatte aber dafür kein „Amt“ inne. Ich bin jetzt Elternklassensprecherin von Johannas Klasse, da sich kein anderer gemeldet hat und nach 5 Minuten Schweigen, wer es freiwillig machen will, wurde es mir zu doof.

Am Freitag blieb Johanna krank von der Schule zu Hause. Am Samstag war sie aber wieder so fit, dass sie mit ihren Freundinnen zum Shoppen gehen konnte. Sebastian hatte Samstags Besuch von 2 Freunden und Maxi war auf dem Golfplatz unterwegs. Andreas und mir war es langweilig… Am Sonntag gingen wir mal wieder zu fünft in die Kirche, anschließend noch kurz einkaufen und abends grillten wir. Sebastian lag seit Mittag auf der Couch mit Fieber und blieb auch am Montag von der Schule zu hause.

Dienstag war ich wieder tagsüber im Tuck-Shop der Schule und die Kids gingen diese Woche zusätzlich zum normalen Unterricht auch in ihre AG´s. Sebi ist Montags bis 15.45, Dienstags bis 21, Mittwochs bis 15, Donnerstag und Freitags bis 14.10 an der Schule. Johanna Montags bis 14.10, Dienstag bis 17, Mittwochs bis 14.10, Donnerstag bis 14.10 (dann aber nochmal von 15.30 bis 16) und Freitags bis 14.10. Maxi hat Montags und Dienstags um 15.45, Mittwochs um 14.10, Donnerstags um 15.15 und Freitags um 14.10 Schluss. Johanna geht zusätzlich Montags von 15 bis 18 Uhr reiten und Maxi und Sebi am Freitag von 14.45 bis 15.45 zum Golfen. Die sind ganz schön beschäftigt….

Ich habe diese Woche immer wieder mal den Block geschrieben und Fahrdienste erledigt. Andreas ist ganz schön eingespannt in der Arbeit und hofft schon auf Zeichen, wo er nach seiner Rückkehr eingesetzt wird. Und mittlerweile merkt man hier deutlich, dass die Tage schon kürzer werden…

 

 

 

 

 

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