Viel passiert und erlebt

Es ist nun höchste Zeit, die vergangenen Wochen (Monate) Revue passieren zu lassen.

Heute ist bereits der letzte Samstag im Januar und nachdem Andreas seine Tennisstunde absolviert hatte, fuhren wir wieder zum Alfonso Kinderheim.  Wir malten und kneteten mit den Kids und Sebastian spielte mit den großen Jungs draußen im Regen Fußball.

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Als kleine Stärkung für zwischendurch verteilten wir Obst an die Jungs und Mädchen und Maxi hatte einen neuen Freund namens Banele gefunden.

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Und während im Aufenthalts-/Speiseraum reges Treiben herrschte, schlief im Nebenraum

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ein kleines süßes Mädchen in ihrem Gitterbettchen.

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Zufälligerweise machten wir heute auch Bekanntschaft mit einem Ärzteehepaar aus Brannenburg in der Nähe von Rosenheim. Sie verbringen jedes Jahr ca. 3 Monate in Südafrika und kümmern sich um Kranke in den Dörfern und u. a. auch um die Kids des Kinderheimes. Sie haben schon in vielen Ländern gelebt, hauptsächlich in der „Dritten Welt“, haben 5 Kinder adoptiert und sind so engagiert, dass man davor den Hut ziehen muss…

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Den Jungs und Mädels wurde dann das Mittagessen serviert. Wobei einige Kids bei der Vorbereitung in der Küche mithelfen mussten. Brot und Wurst schneiden und auf den Tellern verteilen.

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Das Weißbrot schmeckt uns auch gut, was man von der rosaroten Wurst nicht behaupten kann… Und die Suppe, die es dazu zu trinken gab, wollte keiner von uns probieren!

Dem kleinen Banele schmeckte das Weißbrot mit Soße aber so lecker, dass er den ganzen Teller voll aufaß und sich nicht aus der Ruhe bringen ließ. Maxi und Andreas verfolgten währenddessen das Fußballspiel auf der Wiese.

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Als Nachspeise hatten wir für alle 70 Muffins mitgebracht, die Johanna gestern mit ihren Freundinnen gebacken hatte und als diese alle verzehrt waren, machten wir uns wieder auf den Heimweg.

Andreas und ich hatten abends noch einen Termin in der „Hangover Bar“ mit 2 befreundeten Pärchen. Bei Live-Musik haben wir einen gemütlichen und lustigen Abend verbracht. Den Sonntag haben wir genossen und mit Nichtstun verbracht.

Am Mittwoch der darauf folgenden Woche feierten wir den Geburtstag von Kerstin nach. Natürlich im Katys in Johannesburg…

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und genossen auch den tollen Sonnenuntergang in Johannesburg.

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Und wie es manchmal so kommt, mussten wir alle am nächsten Morgen zum Geburtstagsfrühstück von Annette. Der Bubbly- (Sekt-) Umsatz war an diesem Tag sehr gering.

Die Kinder waren in der Schule diese Woche sehr gefordert und zusätzlich war am Samstag auch noch Sporttag. Schwimmfest. Das wird mit Cheerleading und allem Drum und Dran zelebriert. Das Chearleading und das Drum und Dran fanden unsere Kids toll, das Schwimmen eher weniger…

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Am Sonntag Vormittag besuchten wir den ersten Gottesdienst des neuen Pfarrers für die Deutsche Katholische Gemeinde Pretoria. Herr Halbe ist nun für Johannesburg und Pretoria zuständig, da die Priesterstelle für Pretoria gestrichen wurde. Mal sehen, wie das in Zukunft sein wird. Abends trafen wir uns mit der Familie, mit der wir nächstes Wochenende gemeinsam wegfahren, um Organisatorisches (bzw. eigentlich nur Getränke und Mahlzeiten) zu besprechen.

Am Dienstag morgen rief Christina, unsere Haushaltshilfe an, dass sie leider nicht kommen kann, da in Mamelodi Unruhen sind und die Straßen gesperrt sind. Am nächsten Tag stand in der Zeitung, dass einige Autos angezündet wurden und es leider auch Verletzte gab.

Diese Woche hatte ich wieder Tuck-Shop-Dienst, die Kids Kieferorthopädentermin und wir alle freuten uns auf das Wochenende in Komati Gorge! Gleich nach der Schule und als Andreas ausnahmsweise mal eher von der Arbeit nach Hause konnte, starteten wir gegen 15 Uhr. Wir hatten 2 1/2 Stunden Fahrt vor uns. Die letzten 10 Kilometer ging es auf einem Feldweg unserem Ziel entgegen.

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Erfreut kamen wir am Ziel an und gönnten uns zur Belohnung ein Gläschen Sekt und ein Fläschchen Bier.IMG_2260Die Kids waren während dessen schon ganz fleißig in der Küche beschäftigt:

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Die Mädels mehr, die Jungs weniger!

Am Lagerfeuer mit lecker gegrillten Würstchen und Rinderfilet machten wir uns einen gemütlichen Abend.

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Am nächsten Morgen machten die Kids noch vor dem Frühstück eine Tretboottour auf dem Fluss unterhalb unseres Hauses

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und nachdem wir einen Kaffee/Tee getrunken haben, nahm Andreas die Verfolgung auf.

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Am späten Vormittag stiegen die Kids dann vom Boot aus und bei den Pferden auf um die Gegend zu erkunden. IMG_2333

Die Erwachsenen genossen währenddessen die Ruhe im Haus und nachdem die Kids wieder alle heil und hungrig vom Reiten zurück kamen, gab es einen Mittagssnack und dann machten wir uns auf zum Wasserfall.

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Schön langsam wurde es Zeit, dass Abendessen vorzubereiten. Heute soll es einen Eintopf geben, der 3 Stunden auf dem Grill kochen soll. Da fängt man lieber rechtzeitig an!

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Währenddessen genoss Maxi, dass er endlich das Kanu für sich alleine hatte!

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Schön langsam ging die Sonne unter und unser Eintopf war auch fertig.

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Schmeckte superlecker, aber irgendwie waren wir alle noch nicht ganz satt und hatten alle auch noch Lust auf was „Fleischiges“.

Zum Glück hatten wir noch ein Stückchen dabei, dass wir auf unseren Grill legen konnten.

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Nun waren wir aber alle satt. Man glaubt es kaum!

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Schwer und müde fielen wir ins Bett.

Am Sonntag morgen machte ich mit Andreas einen Spaziergang zum Wasserfall. Ich hatte keine Lust mehr zum Rutschen am Wasserfall, da mir von gestern mein Hintern noch so weh tat!

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Aber die Kids waren nochmal voll in ACTION!

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Aber irgendwann ist es dann doch soweit gewesen, dass wir uns auf den Heimweg machen mussten… Das erste Stück mit dem Boot

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aber den Rest dann doch lieber mit dem Auto. Vorbei an paar Zebras

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und ein paar zuckersüßen Eselbabys.

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Zu Hause angekommen hieß es erst mal wieder Kofferraum ausräumen und dann mussten noch auf die Schnelle die Hausaufgaben für morgen gemacht werden. Die Kids hatten ja alle bis jetzt noch keine Zeit dafür gehabt.

Zu den alltäglichen Terminen kam diese Woche nur das Vorbereiten meines Mädchenausfluges am Freitag morgen nach Kapstadt dazu. Doch am Donnerstag Nachmittag passierte dann mal wieder eine kleine Geschichte:

Maximilians Kinderzimmertüre ist seit längerem defekt. Wir kamen vor längerem auf die Idee, das Schloss einfach zuzusperren, damit, falls die Türe zufällt, diese sich nicht versperrt. Funktionierte super, Maxi konnte halt nur die letzten Wochen seine Türe nicht zumachen… Jetzt meldeten sich aber für Donnerstag Nachmittag die Handwerker an, aber leider zu einer Zeit, als ich die Kids von der Schule holen musste. Also bat ich Christina, den Handwerkern zu öffnen und ihnen das Problem zu schildern. Damit ich es ihr verständlich erklärte, führe ich ihr das Problem vor. Ich schloss das Türschloss auf, zog die Türe zu, der Stift schnappte ein und die Türe ging nicht mehr auf. Mist, ich bin ja ein Trottel!!! Gott sei Dank stand ich im Gang und nicht im Zimmer! Zwar weiß jetzt Christina das Problem, aber die Türe ist jetzt zu. Naja, halb so schlimm, die Handwerker kommen ja bald. Hmmmm, dachte ich…. Natürlich kamen sie nicht, auch nach mehrmaligem anrufen nicht… Die Türe war zu und ging auch nicht mehr auf. Jetzt standen wir davor. Die Handwerker versicherten mir, morgen zu 100% zu kommen. Das hilf uns aber heute nichts. Und morgen musste ich um 5 Uhr in der Früh weg, Andreas um 6 Uhr und die Kids um 6.45 Uhr. Bis 15 Uhr war keiner zu Hause… Also schlief Maxi bei uns im Bett, zog am nächsten Morgen die gleichen Klamotten an wie Tags zuvor und am Freitag Spätnachmittag, kamen dann die Handwerker und versuchten die Türe zu öffnen. Schafften sie auch. Mit viel Anlauf und Schwung…

An diesem Freitag Morgen machte ich mich um 5 Uhr mit Nadja, Kerstin und Andrea auf den Weg zum Wonderboom Flughafen nach Pretoria. Nachdem wir unsere Koffer aufgegeben hatten, machten wir es uns bei einer Tasse Kaffee/Tee gemütlich und dann stiegen wir in das Flugzeug Richtung Kapstadt ein.

Nach ca. 2 1/2 Stunden Flug landeten wir und trafen uns dort mit Corinna, die von Johannesburg aus nach Kapstadt geflogen war. Wir holten unseren Kleinbus von der Mietstation ab. Und machten uns gleich auf den Weg zum Weingut

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Nachdem wir, ich glaube, 6 verschiedene Weine probiert hatten bekamen wir noch eine kurze Führung durch den Weinkeller. Da haben wir uns alle sehr wohl gefühlt zwischen dem ganzen Holz…

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Aber leider mussten wir ja weiter, wir hatten ja heute noch einiges vor! Unsere nächste Station war Tokara. Wieder ein Weingut. Aber wenn man schon mal hier ist, dann muss man die auch ausprobieren!Wir entschlossen uns aber, diesmal keine Weinprobe zu machen, sondern nur Mittag zu essen. Aber natürlich nicht ohne eine Flasche Wein!

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Mittlerweile war es früher Nachmittag und unser Weindurst war gesättigt. Also machten wir uns auf zu unserer Unterkunft, die mitten in Kapstadt lag. Wir hatten über Airbnb ein Appartment mit direktem Blick auf den Tafelberg gebucht. Nicht nur der Blick war traumhaft,

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sondern die ganze Wohnung.

Das war der Blick vom oberen Schlafzimmer ins Wohnzimmer IMG-20170301-WA0021

und das war Nadja und mein Bett:

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Schweren Herzens verließen wir aber doch nochmal die traumhafte Wohnung, denn wir mussten zur Waterfront. Dort hatten wir eine Sundowner-Tour mit einem Segelschiff gebucht. Und natürlich hatten wir die Tour, bei der der Sekt inclusive war….

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Es war ganz schön windig draußen auf dem Meer. Netterweise teilte die Crew Decken aus, die ich am dringendsten von allen benötigte!Nachdem die Sonne untergegangen war, kehrten wir zwar nicht mehr durstig, aber hungrig in den Hafen zurück. Wir entschieden uns für den nächsten Italiener und schon nach 1 1/2 Stunden (21.30 Uhr) bekamen wir unsere Nudeln reserviert. Selbst der Wein konnte dann unser Laune nicht bessern. Nach dem Essen waren wir aber alle dann wieder glücklich, entschieden uns aber trotzdem, nach Hause zu fahren. Das Nachtleben in Kapstadt können wir ja auch noch morgen genießen.

Leider ging die ganze Nacht der Wind, wofür Kapstadt auch bekannt ist und im 8. Stock blies es ganz schön wild. Auch hier sind die Fenster nicht dicht und es pfiff durch alle Ritzen und Fugen. Da half selbst das gemütliche Bett nichts, wenn es die ganze Nacht so laut ist. Dementsprechend müde krochen wir am nächsten morgen aus den Betten. Kerstin und ich sprangen zur Abfrischung  in den Pool, der auf dem Dach des gegenüber liegenden Hauses lag. Nein, nicht von unserem Balkon aus, sondern wir fuhren mit dem Lift nach unten, raus aus unserem Haus, rein ins andere Haus, mit dem Lift nach oben. Und alles in Badelatschen, Handtuch und Bikini. Wobei ich meine Badelatschen zu Hause vergessen hatte…

Auf dem Plan für heute stand, nach einem gemütlichen, leckeren Frühstück in Camps Bay

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die Fahrt an der Küste entlang bis zum Leuchtturm am Cape Point. Unterwegs dorthin machten wir einige Fotostopps. Wir sind ja Touristen, auch wenn Andrea seit 20  Jahren und Corinna seit 45 Jahren in Südafrika wohnen.

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20170218_121344Am Leuchtturm trafen wir zufällig den Burschen wieder, der gestern mit auf der Bootstour dabei war. Er fragte uns gleich ganz aufgeregt, ob wir ein Foto machen könnten. Wir wollten uns gerade in Position bringen, als wir merkten, dass wir nur ihn fotografieren sollten. Er weiß wahrscheinlich bis heute nicht, warum wir alle so lachen mussten.

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Vom Leuchtturm aus fuhren wir weiter zum CAPE OF GOOD HOPE und machten ein schnelles Foto im Nieselregen.

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Wir beschlossen nun in eine urige Kneipe in Simons Town zu fahren und vergasen dort ein wenig die Zeit. Plötzlich mussten wir uns entscheiden zwischen nach Hause fahren und aufbrezeln oder noch eine Flasche Wein zu trinken. Wir entschieden uns für zweiteres.

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Zum Abendessen in Camps Bay waren wir mit Birgit verabredet, die auch zufällig dieses Wochenende mit Besuch aus Deutschland in Kapstadt verbringt. Unaufgebrezelt hatten wir dann ein gemütliches Abendessen und entschieden uns auch so wie wir waren in einen der angesagtesten Clubs in Kapstadt zu gehen. Zum Glück hatten wir nicht unnötig Zeit im Bad verbracht. In dem Club fühlten wir uns alle nicht wohl, die Musik war nicht nach unserem Geschmack und auch das Puplikum war nicht so, wie wir es gerne gehabt hätten. Und somit waren wir dann noch vor Mitternacht in unserem Appartement und hörten den Rest der Nacht wieder dem Wind zu.

Am Sonntag morgen verzichteten wir auf den Pool-Besuch und schlenderten durch die Stadt. Wir machten eine kurze Frühstückspause in einem Kaffee und fuhren dann mit dem Taxi zur Waterfront in das große, neue Einkaufszentrum zum Shoppen. Nach einem kleinen Mittagssnack in der Markthalle fuhren wir wieder in unser Appartement, packten die Koffer in unseren Bus und machten uns auf den Weg zum Flughafen. Kurz noch den Bus abgegeben

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und schwupp, saßen wir schon wieder im Flugzeug nach Hause. So schnell vergeht ein Mädels-Wochenende. Leider. Aber trotzdem haben wir uns alle auf unsere Familien gefreut und ich hoffe, sie sich auch auf uns…

Am nächsten Morgen fuhr ich dann um 7 Uhr bereits wieder zum Flughafen. Aber dieses mal nach Johannesburg. Meine Mama abholen. Juhu! Ca. 2 Stunden nach der Landung kam sie dann endlich aus dem Flughafengebäude. Heute waren die Herren und Damen an der Passkontrolle nicht besonders schnell. Wir fuhren auf direktem Weg nach Hause, da meine Englisch-Lehrerin schon fast vor der Türe stand und auf mich wartete. Zum Glück musste ich dann nur die Kids um 14 Uhr und um 15.45 Uhr von der Schule abholen. Das Reiten-Fahren mit Johanna hat heute eine andere Mama übernommen. Zum Mittagessen gab es für Johanna, Oma und mich dann den Rainbow-Cake, den Johanna für Oma gebacken hatte.

Ich war froh, dass meine Mama genauso müde war, wie ich und wir an diesem Abend früh ins Bett gehen konnten.

Am Mittwoch machten wir einen Ausflug zum Hartbeesportdam. Dort besichtigten wir im Regen die Staumauer

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und den Handwerkskunst-Markt. Auf dem Farmer Market kauften wir dann frisches Obst und Gemüse sehr günstig ein. Hier gibt es auch viele deutsche Produkte, aber bei den Preisen vergeht einem der Appetit darauf. Mit einem vollen Kofferraum machten wir uns wieder auf die Heimfahrt nach Pretoria, wo die Kids zu Hause schon auf uns warteten. Sie sind alle von Freunden von der Schule heim gebracht worden. Und während in Deutschland alle Frauen im Weiberfasching unterwegs waren, ließ sich Johanna von mir und Oma über 30 Zöpfe flechten.

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Am Freitag machten wir zu zweit einen kleinen Spaziergang durch unser Estate und konnten eine über 30 cm große Echse entdecken.

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Am Nachmittag leistete Oma, Sebastian Gesellschaft bei seiner Golf-Stunde.

Am Samstag fuhren Johanna, Maximilian, Oma und ich um 5 Uhr nach Pilansberg um Tiere zu beobachten. Sebastian blieb zu Hause, er hatte an diesem Tag ein Golfturnier und Andreas genoss die Ruhe zu Hause.

Nach 2 Stunden Fahrt standen wir am Gate vom Nationalpark. Leider war diese Einfahrt geschlossen, da es in den letzten Tagen so viel geregnet hatte und die Straßen hinterhalb des Gates unbefahrbar waren. Also mussten wir nochmals 20 Kilometer zum nächsten Eingang fahren und dann konnte die Safari los gehen.

Gleich zu beginn trafen wir auf eine Gruppe Giraffen am Straßenrand.

Im Schritttempo fuhren wir weiter. Die Straßen waren durch den Regen wirklich schlecht und ich war schwer damit beschäftigt, den vielen Schlaglöchern auszuweichen. Plötzlich sah ich in der Ferne zwischen all dem nassen Grün etwas helles liegen. IMG_2623

Bremse gedrückt und den Zoom eingestellt:

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Da lag doch tatsächlich ganz entspannt ein Löwe im Regen. So konnte es gerne weitergehen. Aber irgendwie waren die Tiere doch nicht so von den Regentropfen, die immer mal wieder vom Himmel fielen, begeistert und machten sich rar. Nur den Hippos war der Regen wohl egal.

Und dem winzigen, ca. 10 cm langem Krokodil wohl auch.

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Nach ca. 8 Stunden Safari und entschlossen wir zu unserer Lodge zu fahren. Wir hatten eine Übernachtung gebucht, damit wir morgen in das nahe gelegene Sun City weiter fahren können. Auf dem Weg dorthin trafen wir auf ein Nashorn, dass ganz nah an uns vorbei wanderte.

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Wir hatten heute einige Tiere gesehen, auch mehrere Herden Giraffen, Affen und Antilopen, aber die Elefanten versteckten sich sehr gut.

Nach den vielen Stunden im Auto haben wir uns eine Erfrischung an der Lodge verdient.

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Beim Einchecken in der Lodge erfuhren wir, dass die Übernachtung mit Dinner und Frühstück auch noch eine Safari-Tour beinhaltet. Das bedeutete, dass wir am nächsten morgen um 5 Uhr an der Rezeption sein mussten. Wir waren nicht wirklich ausgeschlafen um diese Uhrzeit, aber gleich hellwach, da im ganzen Gebäude kein Strom war und wir uns unsere Kleidung und alles andere mit Hilfe der Handy-Taschenlampe suchen mussten. Die Begeisterung von Maxi hielt sich auch um 6.30 Uhr noch in Grenzen.

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Auch der schöne Sonnenaufgang konnte Maxis Laune nicht bessern.

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Unser erstes Tier war heute ein Jakal.

Unsere Rangerin erhielt über Funk die Mitteilung, dass die Löwenfamilie mit Jungen von einem anderen Ranger gesichtet wurde. Sie entschloss, zu dem relativ weit entfernten Gebiet zu fahren. Als wir dort ankamen, waren sie dann leider schon verschwunden. Auch die Suche von der anderen Seite des Geländes war erfolglos. Wir entschieden, nun eine Frühstückspause zu machen und unser Glück dann anschießend nochmal zu probieren.

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Das Wetter war heute um einiges besser. Ehrlich gesagt, war es heute der erste Sonnentag nach 7 Tage Regen!!! D. h., das waren die ersten Sonnenstrahlen, die meine Mama seit ihrer Ankunft in ZA gesehen hat!

Nach der kurzen Pause sprangen wir wieder auf den Truck auf

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und hatten weiterhin Pech auf der Suche nach den Löwen. Auch die Elefanten hielten sich in dem Teil des Parks auf, der keine Straßen hat. Aber trotzdem sahen wir einige Tiere, heute viele Zebras. Dann war aber auch schon die 3 1/2 stündige Tour vorbei und wir freuten uns auf das ausgiebige, leckere Frühstück. Anschließend fuhren wir weiter nach Sun City. Hier gibt es einige riesige Hotels mit Spielcasinos und u. a. auch eine riesige Badelandschaft. Die war heute unser Ziel.

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Als wir uns von dem anstrengenden Vormittag erholt hatten, rutschen wir einige Male die verschiedenen Rutschen hinunter.

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Bevor wir uns aber völlig verausgabten, machten wir uns auf den Heimweg. Bis nach Pretoria waren es ja noch 2 Stunden Fahrt und zu Hause warteten ja auch noch 2 auf uns.

Am Dienstag Morgen fuhr ich zusammen mit meiner Mama nach Johannesburg. Mit dem Auto ging es bis nach Pretoria zum Bahnhof und von dort aus mit dem Gautrain-Zug in die Innenstadt von Johannesburg, dem Start der Red Bus Tour, die wir für heute geplant hatten. Nach 45 Minuten Bahnfahrt kamen wir an der Park-Station an und fanden auch gleich das Büro der Bus-Tour.
10 Minuten später saßen wir schon auf dem Oberdeck des Busses.

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Wir besichtigten vom Bus einige Sehenswürdigkeiten und stiegen wir am Carlton-Tower aus, fuhren in den 50. Stock und genossen die 360 Grad-Aussicht auf Johannesburg. Weiter ging es durch verschiedene Stadteile und

beim Apartheitsmuseum stiegen wir in einen kleineren Bus um, damit das Township SOWETO zu besichtigen. Natürlich machten wir auch einen Halt am Hector-Pieterson-Museum und nach einer kurzen Führung gingen wir eine Runde über den naheliegenden Markt.

Nachdem uns die Guids alles Wissenswerte über SOWETO erzählt hatten und wir 2 Stunden kreuz und quer durch das Township fuhren, stiegen wir wieder in den großen Bus um und fuhren zum Constitution Hill und besichtigten dort das Gefängnis. Nun hatten wir genug Sehenswürdigkeiten abgeklappert und machten uns mit Bus, Bahn und Auto wieder auf den Weg nach Hause. Da wir keine Zeit mehr hatten, etwas anständiges auf den Tisch zu bringen, entschieden wir uns für eine Pizza im Clubhaus. Dienstag gibt es immer 2 für den Preis von einer. Da muss man ja ab und zu mal zuschlagen.

Am Mittwoch schnürte ich ein Paket mit alten Büchern, CD´s und DVD`s für den Bücherflohmarkt morgen an der Schule. Einen kleinen Strich durch meine Planung der nächsten Tage machte mir meine Blasenentzündung, die ich nun mit mir mitschleppte.  Somit hatte ich aber genügend Zeit um 2 Kuchen zu backen und Krautsalat für 25 Personen mit Hilfe meiner Mama für den Tag der offenen Türe an der Deutschen Schule vorzubereiten. Zum Glück war ich am Samstag wieder fit und nachdem wir die Kids an der Schule abgegeben hatten (sie hatten heute wegen dem Tag der offenen Türe den ganzen bis 13 Uhr Unterricht) spielte Andreas eine Runde Tennis und ich fuhr mit Mama zum Burenmarkt.

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Wir entschieden uns, dort kein Fleisch zu kaufen.

Dafür deckten wir uns mit Brot, Gemüse, Blumen und ein bisschen Schnickschnack ein. Vollgepackt fuhren wir nach Hause, luden den Kofferraum aus, luden Andreas ein und fuhren weiter zum Irene-Market.

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Dort probierten wir erst einmal eine halbe Bier und schlenderten zwischen den vielen Ständen mit Handwerkskunst. Natürlich fanden wir auch hier ein paar Dinge, die wir unbedingt benötigten. Schön langsam mussten wir uns auf den Weg machen, da wir Maxi von der Schule abholen mussten. Sebi war am Nachmittag bei einer Musikveranstaltung an der Schule als Kellner eingeteilt und Johanna mit Klassenkameradinnen für die Kinderbetreuung zuständig.

Natürlich wollte Maxi dann auch noch nicht nach Hause und wir fuhren dann ohne Kids und holten sie alle 3 dann erst um 16 Uhr ab. Währenddessen machte ich für die Party, auf die wir abends eingeladen waren, einen Obazdn und genossen die Ruhe zu Hause. Andreas und ich  hatten einen schönen, gemütlichen Abend bei Daniela und Oliver zusammen mit einigen anderen Pärchen und Oma passte zu Hause brav auf die Kinder auf. Wie in früheren Zeiten….

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Dass der Sonntag ein bisschen gemütlicher ablief, kann man sich ja denken. Dafür startete die nächste Woche am Montag gleich mit einem Ausflug von Mama und mir in die China Town in Johannesburg. Wir fuhren mit einer Gruppe Damen von Silver Lakes und der Deutschen Schule und machten eine Führung durch die älteste China Town in Joburg.

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Wer wollte, konnte sich auch mit ein paar Büchern eindecken.

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Und während wir unser Sightseeing-Tour zum Chancellor House, in dem Nelson Mandela sein Büro hatte, fortsetzten,

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mussten andere für ihren täglichen Lebensunterhalt kräftig schuften.

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Das berührt einen immer wieder. Auch wenn es hier zum tagtäglichen Straßenbild gehört.

Bevor wir in einem chinesischen Restaurant zu Mittag aßen, besichtigten wir noch einen Chinesen-Shop und kauften auch ein paar Kleinigkeiten. Der Türsteher, bewaffnet mit Schlagstock, musste uns erst 2 Gittertüren öffnen, damit wir den Laden betreten konnten. Im Inneren gab es über Nudeln, Kokosmilch oder Teeservice alles mögliche zu kaufen.

Gesättigt fuhren wir anschließend wieder nach Hause um Johanna pünktlich um 14.10 Uhr von der Schule abzuholen. Netterweise fuhr heute wieder Annette zum Reiten und so mussten wir nur noch die Jungs um 15.45 Uhr von der Schule holen, dass Mama für mich übernahm.

Den Dienstag verbrachten wir zu Hause und am Mittwoch fuhren wir in der Früh nach Pretoria zum Union Building und genossen die Aussicht auf Pretoria.

Ein paar Schulklassen machten heute auch einen Ausflug zur Mandela-Statue. Ein paar Kids wollten unbedingt, dass ich ein Foto von meiner Mama und ihnen mache. Hab ich auch getan.

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Anschließend besichtigten wir den Zoo von Pretoria. Dieses mal ohne unsere Kids, dann gab es keine Streitereien, wer das Golfcart fährt.

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Im Zoo war heute auch viel los. Einige Schulklassen und auch Kindergartengruppen waren unterwegs und haben an verschiedenen Stationen wissenswertes über Fauna und Flora erfahren.

So eine Menge Kinder brauchen auch eine Menge Verpflegung.

Selbstverständlich haben wir aber auch Tiere im Zoo besichtigt. Über Gorillas, Tiger, Flamingos, Elefanten, Büffel natürlich auch Hippos

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und einen Geparden.

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Viel zu schnell verging leider die Zeit und wir mussten den Zoo wieder verlassen. Nachmittags verbrachte ich dann mit Sebastian und Johanna beim Kieferorthopäden und Maximilian hatte Englisch-Nachhilfe. Am Abend war ich dann das erste mal auf der Klassensprecherversammlung an der Schule. Da sich in Johannas Klasse keiner freiwillig gemeldet hatte, haben Annette und ich uns angeboten, die Aufgabe für das erste Schulhalbjahr zu übernehmen. Bis jetzt gab es noch nicht viel zu tun. Aber nach der 3 1/2 stündigen Sitzung habe ich es bereut, mich gemeldet zu haben. Ich weiß gar nicht mehr alles, über das geredet wurde, da ich hin und wieder mit meinen Gedanken schon zu Hause in meinem Bett lag. Um 22.30 Uhr atmeten wir alle lautstark auf, als der Schulleiter endlich das Ende der Sitzung bekannt gab. Da geh ich nimmer hin!!!

Am nächsten morgen fiel das Aufstehen dann ein wenig schwer, aber da wir heute Corinna zur Inspektion des Peermont Hotels incl. Frühstücksbrunch begleiten durften, war die Müdigkeit schnell verflogen.

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Dass das Hotel am Emperors Palace umwerfend und das Buffet gigantisch war, kann man sich denken. In diesem Hotel residieren Charlize Theron und die Prinzessin Charlene von Monacco, wenn sie ihre Familien, die immer noch in Benoni, 20 km vom Hotel entfernt leben, besuchen.

Nach einem nette, gemütlichen Frühstück machten wir uns mit einem kleinen Umweg über ein Antiquitätengeschäft auf den Weg Richtung Pretoria. Leider kamen wir durch einen Unfall unterwegs ein bisschen in Zeitdruck, schafften es aber doch pünktlich an der Schule zu sein. 20170309_123203

Am Freitag begleitete Oma Maximilian auf die Driving Range zur Golfstunde,

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während Johanna und ich uns bemühten, dass 1000 Teile Puzzle,  dass wir von den Regensburgern beschenkt bekommen hatten, fertigzustellen.

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Das interessierte die Vögel in unserem Garten aber wenig. Sie waren schwer mit der Körnerglocke beschäftigt.

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Am Samstag machten wir Erwachsene uns auf den Weg nach Cullinan, 30 km östlich von uns gelegen. Wir waren mutig und fuhren durch das Township Mamelodi. Ist eigentlich nicht zu empfehlen, aber tagsüber und als erfahrenen (ha, ha, ha) Südafrika-Einwohner haben wir nur wenig bedenken gehabt. Die Kreditkarten haben wir dann aber doch noch schnell in meiner Hosentasche versteckt und sicher gestellt, dass wir im Geldbeutel ein bisschen Bargeld haben. Denn lieber ist ein wenig Geld weg, als dass die Kerle grantig werden, weil sie weder Kreditkarten noch Bargeld abräumen können. Das kann dann doof enden…

Aber war nicht so. Wir sind nur auf der Hauptstraße gefahren und beobachteten das Treiben am Straßenrand. Sehr genau! Viele waren aber sowieso mit ihren Geschäftchen beschäftig, wie die Arbeiter, die Betonziegelsteine herstellten.

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Wir kamen sicher in Cullinan an und gingen die kleine Hauptstraße des Örtchens ab. Wie konnten gemütlich an der Straße, vorbei an schönen, kleinen 100 Jahre alten Häuschen entlangschlendern

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und entschieden uns dann für eine geführte Tour durch die Diamanten Mine. Zu Beginn der Führung erzählte uns der Guide einiges über die Vergangenheit der Mine.

Im Jahre 1898 wurde Thomas Cullinan ein dreikarätiger Diamant übergeben, der am Zaun einer Farm gefunden worden war. Er untersuchte daraufhin jene Gegend und kam zu der Schlussfolgerung, dass der Diamant wahrscheinlich von einem nahegelegenen Hügel heruntergeschwemmt worden war. Thomas Cullinan versuchte deshalb, das Land an diesem Hügel (Gebiet der heutigen Stadt Cullinan) dem Eigentümer Joachim Prinsloo abzukaufen, was zunächst erfolglos blieb. Nach dem Tode Prinsloos gelang es Thomas Cullinan dann aber, das Gelände von dessen Tochter zu erwerben, zu einem Kaufpreis von 52.000 Pfund Sterling. Im Jahre 1902 wurde auf dem Gebiet der jetzigen Stadt Cullinan das Gestein Kimberlit gefunden, das auf Diamanten-Vorkommen hindeutet. Daraufhin wurde eine Mine gegründet, um die dortigen Bodenschätze abzubauen. Sie erhielt den Namen Premier Mine. Am 25. Januar 1905 wurde in der Premier Mine von Frederick Wells der Cullinan-Diamant gefunden, der mit 3106,75 Karat (621,35 g) größte jemals auf der Welt gefundene Diamant.

Das Diamantbergwerk ist noch heute in Betrieb und hat mittlerweile eine Fördertiefe von 763 Metern erreicht. Die Premier Mine ist der wichtigste Arbeitgeber im Umkreis von Cullinan. Sie ist der drittgrößte Diamanten-Produzent von Südafrika. Bis 1945 wurden dort im Tagebau Gesteine abgebaut. Seitdem wird die Mine im Untertagebau betrieben. Es wurden, neben dem Cullinan-Diamanten, in dieser Mine zahlreiche weitere bekannte Diamanten gefunden, wie der Golden Jubilee (1985), der Centenary-Diamant (1986), der Niarchos (1954), der Premier Rose (1978) und der Blue-Heart– bzw. Eugenie-Blue-Blaudiamant im Jahre 1908.

Nach so vielen Informationen durften wir uns in den Jeep setzen und los ging die Fahrt. Natürlich mit Helm! In und auf der Mine wird ja fleißig gearbeitet!

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Das riesige Loch, aus dem früher die Diamanten geholt wurden, ist beeindruckend.

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Der Guide fuhr uns weiter zu auf den Hügel mit dem Abfallgestein der ersten Schürfjahre. Dieser wird jetzt abgetragen und nochmals mit der neuesten Technik nach Diamanten durchsucht, da früher mit Handarbeit und bloßem Auge einiges übersehen wurde.  Uns war es hier verboten, aus dem Jeep auszusteigen. Ersten aus Sicherheitsgründen und zweitens, weil die Wahrscheinlichkeit, dass wir einen Diamanten hier finden anscheinend sehr hoch sei….

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Nach 1 1/2 Stunden war es dann aber auch genug und wir erhielten zum Abschluss noch eine kurze Einführung, wie der Wert der Diamanten berechnet wird. Die Diamantenhändler am Ort machten aber mit uns kein Geschäft. Wir sind ja eher für das Kulinarische empfänglich und suchten uns ein nettes Lokal mit Bierprobe und Livemusik.

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Mich konnte keines der Biere überzeugen. Selbst das mit Ananas-Geschmack nicht. Aber zum Glück gab es auch Wein! Nun wurde es aber an der Zeit, wieder nach Hause zu den Kids zu fahren und den Nachmittag ließen wir dann gemütlich angehen und freuten uns auf das Gegrillte am Abend.

Am Sonntag war dann auch schon der letzte Tag von meiner Mama in SA und wir packten den Tag noch einem voll mit interessanten Zielen. Gleich morgens machten wir uns auf zum Skulpturen-Markt in Johannesburg, dann fuhren wir weiter auf den Roof Top Market und nachdem wir hier noch ein paar Souvenirs erstanden haben, schlenderten wir die 4th Street in Joburg ein bisschen auf und ab. Hier ist es relativ sicher, es gibt ein Straßenkaffee nebeneinander und es war sehr relaxed. Nach einer Pizza und einem Gläschen mussten wir uns aber auf den Weg zum Flughafen machen.

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Der Abschied viel dieses Mal gar nicht soooo schwer, wir sehen uns ja in 5 Tagen schon wieder! Obwohl Maxi großes Mitleid mit Oma hatte, da sie die weite Strecke jetzt ganz alleine wieder fliegen muss. Ich glaube, er hätte sich am liebsten mit hinein gesetzt.

Am nächsten Tag hatte Andreas Urlaub und er wollte auch unbedingt die Red Bus Tour in Johannesburg machen. Welche Freude für mich! Habe das ja erst vor 2 Wochen alles gesehen.

Also, los ging es:

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Und während wir durch die Straßen von Joburg fuhren, kam schon das erste Foto von Johanna per WhatsApp von ihrer Lehrerin. Die Klasse ist heute morgen für 4 Tage auf Klassenfahrt gefahren und wie es aussieht, sind sie gut angekommen!

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Andreas und ich entschieden uns, am Transport Museum auszusteigen und es zu besichtigen. Das Museum war riesig und wir waren die einzigen Besucher. Andreas wurde dann plötzlich ganz sentimental, als er sein erstes Moped im Museum entdeckte…. Schön langsam werden wir alt!!!

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Wir machten auch die SOWETO-Tour

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und stiegen vor den 2 berühmten Wasserkühltürmen für ein Fotoshooting aus.

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Die beiden Schuhverkäufer machten gerade Mittagspause.

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Es war dann tatsächlich so, dass ich so vieles gesehen habe, was mir vor 2 Wochen nicht ins Auge gestochen ist, so dass ich nun überzeugt davon bin, es sind noch viele Touren nötig, um nur einen Teil von Johannesburg genauer zu erkunden. Der gemeinsame Ausflug von uns beiden näherte sich nun langsam dem Ende zu und wir machten uns mit dem Gautrain-Zug wieder auf den Weg nach Johannesburg. Die Jungs warteten schon hungrig zu Hause auf uns. Maxi spielte uns dann die ersten Töne aus seiner Trompete vor.

20170314_191921Als ich am Dienstag meinen Job im Tuck-Shop erledigt hatte, fuhr ich am Mittwoch Vormittag zum Gemeindehaus der Kath. Kirche um mit 2 andern Damen zu kochen und zu basteln. Es war ein ganz netter Vormittag,

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aber schön langsam sollte ich vielleicht doch mal Koffer packen. Wir fliegen morgen Abend ja schon nach Deutschland. Und als ich dann so vor mich hin packte, kam von Andreas der Anruf, dass er schon zum 01.06. in Dingolfing zum Arbeiten anfangen muss. Puhh, das ging jetzt aber schnell. Ehrlich gesagt, ein bisschen zu schnell für mich. Aber alles hat ein Ende…

Wir wollten es natürlich erst unserer Familie und Freunden in Deutschland erzählen und entschieden uns es den Kids erst am Flughafen in Johannesburg zu erzählen, damit sie sich hier nicht verquatschen.

Am Donnerstag in der Früh tankte ich noch ein bisschen südafrikanische Sonne und Wärme

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und von Johannas Lehrerin trudelte dann auch schon das Abschlussfoto von der Klassenfahrt ein.

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Als die Koffer zum Großteil gepackt waren, holte ich Johanna und Sebastian von der Schule ab und wir ließen uns von einer glücklichen Johanna, die total begeistert von den dem Ausflug war, die letzten 4 Tage bei einem gemütlichen Mittagessen erzählen

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während Maxi noch in der Schule saß. Den erlösten wir aber dann um 15.15 Uhr mit einem lauwarmen Hamburger und fuhren nach Hause. Johanna musste nun ihren Koffer aus- und dann gleich wieder einpacken, denn um 18 Uhr kam das Taxi zum Flughafen. Mit 5 Personen, 5 großen Koffern und 5 Handgepäck schafft das unser Auto nicht. Da brauchten wir, mal wieder, einen Kleinbus!

Pünktlich am Flughafen angekommen

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gaben wir unser Gepäck auf (unsere Koffer durften 115 kg wiegen und sie wogen tatsächlich 114,6 kg! Mist, 400g verschenkt!!!)  und stillten unseren Hunger, zum 2. mal heute, in einem Fast Food Restaurant. Dort nahmen wir unseren ganzen Mut zusammen und sagten den Kids, dass wir in 2 1/2 Monaten zurück nach Deutschland gehen. Das kam für alle überraschend. Sebastian, der sich am meisten auf Südafrika gefreut hatte, freute sich jetzt am meisten, wieder zurück zu gehen. Maxi war ein wenig skeptisch, da er ja eigentlich schon Pläne für seinen Geburtstag im Juli hier in Südafrika gemacht hatte und für Johanna brach eine kleine Welt zusammen. Mit den Erlebnissen der letzten Tage auf der Klassenfahrt im Hinterkopf, konnte sie sich auf die Rückkehr nach Deutschland in diesem Augenblick gar nicht freuen.

So stiegen wir alle sehr emotional in den Flieger nach Deutschland ein, flogen nach 9 Stunden einem tollen Sonnenaufgang entgegen,

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überflogen die schneebedeckten Berge und

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als wir nach 11 Stunden in München gelandet waren, waren die Tränen schon getrocknet.

Netterweise holte uns Eberhard vom Flughafen ab und Andreas fuhr mit den Jungs mit dem Mietauto nach Altdorf. Wie gewünscht bekamen wir unser Weißwurstfrühstück und genossen auf der Terrasse das tolle Wetter mit Freunden und Familie!

Es gab einiges zu erledigen in und um das Haus. Also fingen wir gleich mal an. Die Kids gingen in den nächsten 2 Wochen gefühlte 100 mal mit dem Handwagen und Schubkarren zum Wertstoffhof, die Handwerker verputzen unsere Terrasse und wir statteten einigen Möbelhäusern ein paar Besuche ab. Und natürliche feierten wir die anstehenden Geburtstage mit! Am Samstag war gleich Mad´s und wir trafen viele Freunde zum Quatschen. Und aßen lecker Curry Wurst mit Pommes!

Am Montag waren wir bei Sarah zum Geburtstag eingeladen und freuten uns sehr darüber! Johanna hat ihren Lieblingskuchen für Sarah´s 6. Geburtstag gebacken.

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20170320_193236Andreas musste die ganze Woche arbeiten aber am Samstag genossen wir noch die letzten schönen Tage gemeinsam in Altdorf. Mit einer halben Halbe auf der Garten-/Straßenbank mit Gitte und Karl-Heinz und Freunden von Sebastian, die ihn mit einem Porsche besuchten.

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Abends hatten wir Lust auf einen Wurstsalat und heute fotografierte ich mal den Sonnenuntergang in Altdorf. Auf dem Weg nach Gstaudach!

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Nach einem schönen Abend mit Siebers, Mad, Oma und Eberhard machten wir uns auf den nach Hause Weg. Am nächsten Tag besuchten wir die Regensburger, bekamen ein leckeres Mittagessen, supersüße Muffins

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und waren ganz begeistert von Joachims neuer Maschine. Besonders Sebastian!

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Schweren Herzens machten wir uns aber dann wieder auf den Weg nach Altdorf. Andreas ließ uns kurz aus dem Wagen aussteigen und fuhr weiter zum Flughafen. Er musste zurück nach Pretoria zum Arbeiten. Am Montag Spätnachmittag bekamen wir dann das erste Lebenszeichen von Andreas. Mit Foto per WhatsApp. So schlimm ist das Leben in Südafrika ohne Familie wohl doch nicht!

Auch die 2. Woche in Altdorf verging wie im Fluge für mich und die Kids. Bei unserem Stadt-Tag machten wir den obligatorischen Mareis-Besuch und schickten das Foto augenzwinkernd zu Andreas nach SA.

IMG-20170329-WA0002Nun war dann auch schon wieder Samstag und wir mussten unsere Koffer packen  und uns abends auf den Weg zum Flughafen machen. War wirklich nett, dass wir noch Verabschiedungsbesuch bekamen und das Abschied nehmen fiel dieses mal relativ leicht, wir kommen ja eh bald wieder! Zum Glück!

Nachdem wir die Koffer aufgegeben hatten und uns noch kurz beim Edeka mit Getränke versorgt hatten,

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waren wir ganz erstaunt, dass wir heute auch noch mit dem Zug fahren mussten!

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Das hatten wir zeitmäßig nicht eingeplant und kamen dann gerade rechtzeitig zur Boarding-Time am Terminal an. Wir durften dann, obwohl wir als letzte ankamen (und uns irgendwie ein bisschen doof angestellt hatten) mit als erste in den Flieger und mir tat dann schon der Hintern weh, bevor das Flugzeug abhob!

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Leider war das Flugzeug proppenvoll und wir hatten leider keinen leeren Platz neben uns, auf dem wir uns breit machen konnten. Aber irgendwann kommt dann doch die Landung, obwohl man zwischendrin glaubt, die Zeit vergeht gar nicht! Da wir auch dieses Mal ein Problem mit unserem Auto gehabt hätten, das Gepäck unter zu bringen, wartete der Transfer-Bus auf uns. Dieses mal sogar noch eine Nummer größer!

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Freudig erwartete uns Andreas mit einem leckeren Frühstück und dann ging es schon wieder ans Koffer auspacken und einpacken. Lebensmittel einkaufen und Auto beladen. Morgen um 8 Uhr ist Abfahrt in den Urlaub nach Lesotho!!!

Pünktlich und wieder bis unters Dach voll beladen (und das nur für eine Woche) machten wir uns auf den Weg. 620 km Richtung Süden, lt. Google knappe 7 Stunden Fahrt, Grenzübergang nicht mit eingerechnet! Nachdem wir die ersten hunderte Kilometer auf Autobahn und Bundesstraßen unterwegs waren, hatte uns das Navi netterweise als kürzeste Strecke auch ein Stück Schotterpiste geschickt.

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Bevor wir die Grenze nach Lesotho überquerten, suchten wir noch eine Tankstelle auf. Diese hatte zwar Diesel, aber nicht an den Zapfsäulen an der Vorderseite, sondern hinten im Hinterhof.

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Glücklicherweise kamen wir ohne Zwischenfälle an die Grenze, ließen uns auf der südafrikanischen Seite die Stempel in den Pass geben, stiegen ins Auto und fuhren

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gleich nach Lesotho hinein und weiter.

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In dem einzigen größeren Dorf, das wir passierten, herrschte reges Treiben. Hier waren Esel-, Pferde- oder Ochsengespanne die Regel. IMG_3210

Von der Grenzstation bis zu unserer ersten Unterkunft waren es noch ca. 70 Kilometer, die letzten 25 wieder auf Schotterpiste. Kurz vor unserm Ziel passierten wir denIMG_3225

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Vor uns das nächste Ochsengespann.

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Die Kinder, die nicht als Hirten am Straßenrand die Schafe, Esel, Kühe, Ziegen oder Pferde beaufsichtigten, sahen wir oft auf dem Weg zur Schule oder wieder nach Hause kilometerweite Distanzen zurücklegen. IMG_3237

Natürlich wurden wir hin und wieder wegen Süßigkeiten angebettelt. Wir wurden aber bereits im Vorfeld von den Unterkünften, die wir gebucht hatten, darauf hin gewiesen, dass wir das bitte unterlassen sollen. Die Kids sollten nur etwas bekommen, wenn sie etwas dafür „geleistet“ haben. Z.B. Tanzen, Singen oder Müll sammeln. Da haben wir das Süßigkeitenverteilen ganz bleiben lassen. Ich lass doch nicht ein Kind vor mit Tanzen und gib ihm dann einen Lolli!!!

Froh, endlich an der Malealea-Lodge angekommen zu sein, bezogen wir unsere Hütten und statteten dem Barkeeper gleich mal einen Besuch ab. Zusammen mit einem der Wachhunde.

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Und es ist immer das gleiche mit unseren Kids. Wenn irgendwo auf der Welt der Fernseher läuft, wird reingeguckt. Und besonders gemütlich ist es, wenn man ein kleines Kuscheltier neben sich hat.

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Nach dem Abendessen gingen wir noch eine kleine Runde über das Gelände und bereiteten uns mental schon mal auf den 2-Tages-Pferde-Ritt vor, den wir morgen in der Früh antreten. Die Hinweisschilder beruhigten uns nicht unbedingt.

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Nach der ersten Nacht im Urlaub, die bei mir sowieso immer sehr durchwachsen ist, waren wir schon vor Sonnenaufgang wach und genossen die frühen Morgenstunden.

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In der Hütte der Kids herrschte um 6 Uhr noch Ruhe,

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aber mit Sonnenaufgang

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weckten wir sie. Andreas bereitete in der Gemeinschaftsküche ein leckeres Frühstück zu

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und wir stärkten uns für die 2 bevorstehenden Tage. Nebenbei schmierten wir noch unzählige Brote für unterwegs. IMG_3283

Jetzt wurde es ernst! Auf zum großen Abenteuer!

Nachdem jeder seine Satteltasche gepackt hatte, den Helm auf dem Kopf festgeschnallt hat und das Packpferd beladen war,

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sollten wir uns mit unseren Gäulen vertraut machen. Andreas gab sein bestes.

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Und dann hieß es: Aufsteigen und los geht’s. Das war für Johanna kein Problem, wir 4 anderen schafften es aber dann auch mit mal mehr, mal weniger Hilfe. Kurz noch eingewiesen, wie man nach links und rechts lenkt und wie man bremst. Das war´s. Abmarsch!IMG_3291Die ersten Schritte gingen aus der Lodge raus, um die Ecke, gleich mal einen kleinen Hügel auf Schotterweg runter und dann waren wir auch schon auf freiem Gelände.

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Während unser Guide noch letzte Anweisungen über sein Handy erhielt (oder auch mit seiner Freundin telefonierte) ritten wir bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein unserem Packpferd mit Guide hinterher.  Natürlich immer freundlich winkend, wenn wir an Einheimischen vorbei kamen.

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Die Aussicht war gigantisch!

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Vom Blick auf den Flusslauf konnte ich nicht genug bekommen, bis ich mitbekommen habe, dass wir da jetzt runter reiten und auf der anderen Seite wieder hoch. Da hab ich doch fast mal kurz vergessen, zu atmen.

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Das war nicht nur steil, sondern sehr steil. Die Pferde setzten brav einen Fuß vor den anderen und meisterten den Weg nach unten. Ich hätte nie im Leben gedacht, dass Pferde solche Pfade meistern. Vor allem nicht mit mir auf dem Rücken!

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Aus hoffentlich verständlichen Gründen habe ich vom Abstieg keine weiteren Fotos gemacht. Denn entweder hatte ich die Augen zu oder ich hielt mich mit beiden Händen an den Zügeln fest. Zusätzlich flogen, glaube ich, von der gesamten Familie Gruber einige Stoßgebete in den Himmel!

Maxi war dann der mutigste von uns allen und stieg beim steilsten Abschnitt vom Pferd und ging zu Fuß weiter.

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Keine Ahnung wie, aber irgendwann waren wir dann unten am Fluss angekommen. Und nicht nur die Pferde waren durchgeschwitzt, auch die Reiter.  Maxi saß bereits wieder fest im Sattel und hatte beim Durchqueren des Flusses den größten Spaß, da sein Pferd die kürzesten Beine hatte!

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Aber, wie gesagt, wir mussten am anderen Flussufer wieder nach oben! Puh, das war zwar lange nicht so schlimm, wie der Abstieg, war aber trotzdem grenzwertig. Ober angekommen und nach 2 Stunden reiten, haben wir uns alle eine Pause verdient.

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Nur kurz! Mit Schwung wieder in den Sattel und weiter ging´s.

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Puh, da spürten wir alle bereits unseren Hintern. Das kann doch gar nicht sein! Jetzt schon? War aber so. Hätten wir aber da bereits gewusst, wie es uns morgen Abend geht, hätten wir sicherlich noch nicht gejammert!

Die Pferde nutzten jede Gelegenheit zum Essen und Trinken. Da war es oft gar nicht so einfach, sie davon abzuhalten, wenn wir z. B. an Maisfeldern oder Bächen vorbei ritten. Maxi war das relativ egal. Er hat dem Guide gesagt, wenn sein Pferd durstig ist, darf es auch trinken. Es muss ihn ja schließlich die ganze Zeit tragen. Also machten wir auch manchmal eine kurze Trinkpause, die die Guids nicht geplant hatten. So hatten aber auch die einheimischen Kids ein bisschen Abwechslung und konnten uns 5 Weiße auf den Pferden beobachten. Das muss wie fernsehschauen für die sein…

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2 Stunden später war die nächste Pause angesagt und wir stiegen von den Pferden nicht ganz so elanvoll ab, da wir die Stunden in dem Sattel bereits alle spürten. Bis auf Johanna natürlich. Ich  verbrachte die Pause im Stehen und Liegen. Muss ja mein Hinterteil schonen.

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Das Aufsteigen war jetzt, reittechnisch gesehen, kein Problem mehr. Aber jetzt kam das Schmerzen des Hinters und der Knie hinzu, was das Ganze wahrscheinlich wieder ein bisschen ungelenkig aussehen ließ. Gut, dass ich beim Aufsteigen bereits die Kamera wieder in der Hand hatte.

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Von der offenen, weiten Graslandschaft ging es jetzt wieder berauf-bergab auf schmalen Wegen. Da ist es dann ein wenig doof, wenn Gegenverkehr kommt. Aber da die Pferde größer waren als Esel und Kühe, hatten wir Vorfahrt und die anderen mussten auf den „Seitenstreifen“ ausweichen. 

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Hin und wieder überholten wir auch Kids oder Erwachsene, die mir ihren Eseln auf unseren Pfaden unterwegs waren.

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In einem kleinen Dörfchen mit 10 Häusern angekommen, machten wir die nächste Pause. Sehr gemütlich war es aber auf dem harten Boden aber auch nicht…IMG_3458

Die Basotho, bei denen die Arbeitslosenquote bei 45 % liegt, verbringen die meiste Zeit mit Tiere hüten und Ackerbau. Oder mit Pausen.

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Als wir dann zu unserer letzten Etappe für heute aufbrachen, teilte eine Herde Schafe unsere Gruppe.IMG_3460

 

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Da mein Pferdchen und ich ein bisschen nervös wurden mit der riesigen Schafherde im Rücken, ließen wir sie nach einigen Metern passieren. Es ging nun weiter berauf-bergab und nach jedem Hügel hofften wir, unser Ziel bald erreicht zu haben. Tatsächlich war es dann auch irgendwann so weit. Unser Guide stoppte, stieg ab und fing an, sein Pferd abzusatteln. Aha, am Ziel angekommen, anscheinend. Wir halfen beim Absatteln und wurden natürlich von den Bewohnern, vor allem von den Kids, nicht aus den Augen gelassen.

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Den Pferden konnte man auch sofort ansehen, dass sie froh waren, am Ziel angekommen zu sein!

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Unser Guide besorgte uns nun eine Führerin, die mit uns noch zu den Wasserfällen geht. Dauert ca. 1 Stunde. Da wir eh nicht sitzen konnten, tat ein bisschen Bewegung sicherlich gut und wir machten uns gleich auf den Weg, da es bereits 16 Uhr war und es gegen 18 Uhr dunkel werden würde. Der Wasserfall schien uns ein bisschen weit weg. Aber wenn der Guide sagt, wir brauchen eine Stunde hin, wird das wohl schon so sein.

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Pfeifferdeckel! Wir marschierten eine Stunde und der Wasserfall näherte sich kein bisschen… Wir entschieden uns am Flusslauf unsere Füße zu kühlen, dass muss reichen.

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Das war die richtige Entscheidung, denn als wir nach 1 1/2 Stunden wieder in Richtung Dorf marschierten, dämmerte es bereits ganz schön.

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Während Andreas und ich in der Hütte unser Abendessen vorbereiteten (ohne Strom und fließend Wasser natürlich)

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freundeten sich die Kids mit den Hundewelpen an.

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Von den leckeren Fertig-Nudeln mit Soße und Gurke mit Salz waren nicht alle begeistert, half aber gegen Hunger.

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Da es nun dunkel war, es kein Licht gab, das Kerzenlicht auch nicht unbedingt dazu beitrug, dass wir wach und fit blieben, bereiteten wir bereits kurz nach 19 Uhr unser Bettenlager.

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Da im Dorf auch schon Ruhe herrschte, schliefen wir relativ bald ein. Ich hatte bis zu diesem Augenblick nicht gewusst, das Hähne die ganze Nacht durch krähen. Aber ich glaube das lag daran, dass die ganze Zeit die Hunde bellten.

Gut gesichert fühlten wir uns übrigens auch. Andreas hat extra vor die Hüttentür, die man nicht verschließen konnte, einen Stuhl gestellt! Alles kein Problem! Sogar mit Alarmsystem. Sollte jemand versuchen, die Türe zu öffnen, würde die Wasserflasche auf den Boden fallen und wir wären gewarnt. Aber mehr auch schon nicht….. GUTE NACHT!

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Am nächsten Morgen erwachten wir schon früh, konnten aber nur schwer aufstehen. Jetzt tat uns nicht nur der Hintern vom Reiten weh, sondern der ganze restliche Körper, da die Matratzen höchstens 5 cm hoch waren und der Schaumstoff darin unter unserem Gewicht auf 0,5 cm Höhe zusammenschrumpfte. Die Guides waren schon mit dem Fangen der Pferde und Satteln beschäftigt, während wir noch unser Nutella-Brot aßen.

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Unser Nachbar ließ den Tag auch erst einmal ganz gemütlich bei einer Zigarette auf sich zukommen

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und die Hunde freuten sich riesig über die Reste, die wir und die Guides ihnen gegeben hatten und schauten fast ein wenig traurig, als wir losritten.

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Mit viel Schwung ließen wir uns vorsichtig in den Sattel gleiten und stöhnten alle gleichzeitig auf. Unser Guide grinste. Depp!!!

Gleich zu Beginn ging es wieder steil nach unten über Steine und Felsen und wir genossen es, als wir an einem flacheren Stück ankamen. Aber nicht jeder saß sehr entspannt im Sattel.

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Mittlerweile war die Position der Pferde innerhalb der Reihe enorm wichtig! Johanna und Sebastian hatten nämlich den größten Spaß, zwischen ihnen und dem Reiter davor eine Lücke entstehen zu lassen und sind dann diese Lücke immer galoppiert. War alles kein Problem, solange Andreas vor ihnen war. War es nämlich nicht so, fing auch sein Pferd zu galoppieren an und für einen ungeübten Reiter ist das mit einem Hintern, der schon 10 Stunden im Sattel gesessen hatte, kein Spaß mehr.  Da half auch Zähne zusammen beißen nix mehr.

Unsere Gäule gingen eigentlich von Haus aus schön brav hinter einander. Nur Maxi sein „Police“ hatte hin und wieder eine eigene Route im Kopf und Maxi hatte ganz schön damit zu kämpfen, dass er das Pferd immer wieder auf den richtigen Weg brachte.

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Unterwegs füllten wir unsere Flaschen mit frischem Quellwasser auf. Naja, am nächsten Tag stellte sich heraus, dass das Quellwasser wohl doch nicht ganz so frisch war….

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Wir beschlossen auf dem Rückweg nur 2 Pausen zu machen, damit die Kids bei der 2. Pause am Fluss die Beine ins Wasser hängen lassen können. Außerdem mussten wir dann nur 2 x wieder aufsteigen!!!

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Wir genossen die Landschaft und regenerierten uns in den Pausen, so gut wie möglich.

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Auch die Pferde mussten gleich wieder hart arbeiten und uns den ganzen Weg vom Fluss nach oben tragen.

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Um uns dann auf der anderen Seite des Berges wieder runter zu tragen.

Wir waren gestern ganz glücklich, als unser Guide nach der Horror-Passage zum Fluss runter uns erzählte, dass wir eine Schleife reiten. Super, dann mussten wir also nicht den gleichen Weg wieder zurück. Aber da hatten wir uns zu früh gefreut. Wir ritten zwar eine Schleife, die aber erst hinterhalb der Schlucht begann und somit mussten wir doch nochmal unseren ganzen Mut zusammennehmen und den steilen Weg runter reiten.

Haben wir auch ganz gut gemeistert und die Kids freuten sich auf eine Abfrischung im Wasser. Und die Pferde auch.

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Ich vertritt mir ein bisschen die Füße und als ich über die Brücke marschierte, kam mir ein Basotho entgegen, stellte sich breit vor mir auf und mir wurde ein wenig mulmig. Dann grinste er mich an und fragte, ob ich doch nicht bitte ein Foto von ihm machen könnte. Den Gefallen habe ich ihm natürlich gerne getan.

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Jetzt wurde es aber Zeit, um unsere letzte Etappe in Angriff zu nehmen. Wir hatten alle einen großen Respekt vor den nächsten Metern, die vor uns lagen. Hoffentlich ging der Aufstieg wieder so gut, wie der Abstieg auf dem Hinweg…

Johanna sammelte die Pferde ein

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und wir versuchten uns für ein Gruppenfoto zu postieren. Ist nicht so einfach gewesen.

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Mit viel Schwung und Mut kraxelten wir den Berg hoch und waren heil froh, als wir den Gipfel des Berges erklommen haben. Unsere Pferde waren pitschenass geschwitzt. Und wir auch. Vor Angstschweiß.

Die letzte 2- Stunden-Etappe saßen wir mal mit der einen, mal mit der anderen Hinternbacke ab und da wir versuchten, unser Gewicht mit den Beinen in den Steigbügeln aufzufangen, schmerzten unsere Knie mittlerweile auch schon gewaltig. Freudig sahen wir schon von der Ferne unsere Lodge und waren überglücklich, als wir auf die Zielgerade einbogen.

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Jetzt nur noch abgsteigen, was alles gut gelang, uns herzlichst mit großem Respekt bei den Pferden bedanken, den Guides unsere Dankeschön aussprechen und nach einer Dusche gemütlich im Bett ausstrecken!!!!!

Den Abend gab es ein  leckeren Abendessen und wir genossen es, wieder einen Tisch und Stühle zu haben. Und fließend Wasser und Strom!!! Und ein gemütliches Bett! Gute Nacht!

Guten Morgen Geburtstagskind!

Andreas´s Geburtstag feierten wir mit einem Frühstück auf der Terrasse

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mit einem Geschenk aus der Heimat, dass gleich wieder Heimweh aufkommen ließ

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und mit einem Geschenk aus der Ferne, dass uns an unser Abenteuer erinnern soll.

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Und wir bauten ihm einen kleinen Parcour als Challenge. Wie man sieht, hat er sie mit Bravour bestanden….

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Damit wir den Tag nicht einfach so vertrödeln, überredeten wir die Kids zu einem Rundgang durchs Dorf. Damit man nicht andauernd von den Einheimischen angequatscht wird, wurde uns empfohlen, einen Guide zu nehmen. Kurz bevor wir zur 2 1/2 Stunden Tour aufbrachen, machte sich bei Andreas und mir ein komisches Gefühl im Bauchbereich bemerkbar und wir schluckten vorsichtshalber gleich mal ein paar Imodium akut. War auch dringend nötig!

Nach einer kleinen Einführung über Lesotho, Malealea und den Malealea Development Trust ging unsere Tour los und unser erster Halt war an einer Hütte, vor dieser eine gelbe Flagge hing. Der Guide erklärte uns, dass diese Flagge bedeutet, dass hier frisch gebrautes Bier zum Verkauf angeboten wird. Natürlich wollten wir uns das einmal genauer ansehen und die Braumeisterin zeigte uns ihre Braustube (die gleichzeitig auch ihr Schlaf- und Wohnzimmer war) und erklärte uns wie sie hier Bier zubereitetet.

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Sie bot uns einen Schluck zum Probieren an und trotz unserer Magen/Darm-Probleme wollten wir höflicherweise nicht ablehnen und tranken einen Schluck. Hmmm…  Geschmackssache!

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Wir wanderten weiter, beobachtet von den Kindern am Straßenrand,

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und wurden vom Guide z. B. in die Wasserversorgung und in die alltäglichen Gewohnheiten der Menschen hier eingewiesen. Beim Haus des Ortspolizisten machten wir einen kleinen Halt und die Haushälterin rief Sebastian zu sich um mit ihm auf ein Foto zu kommen. Hat sie geschafft.

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Der Dorfpolizist stammt immer aus der gleichen Familie ab und ist für alle Streitigkeiten im Dorf zuständig. Sollte er es nicht regeln können, kommt alle 2 Wochen die Polizei vorbei und übernimmt den Fall. Der Dorfpolizist darf auch entscheiden, wem welches Grundstück zugeteilt wird. Auch die Ackerflächen werden so vergeben. Und wenn ein Acker 2 Jahre nicht bewirtschaftet wird, wird es einem wieder entzogen.

Es ist übrigens erschreckend, dass auf allen anbaufähigen Stellen entweder Mais oder Hirse gepflanzt wird. Sonst nix. Eine reine Monokultur. Außerdem sind nur ganz selten Bäume zu sehen. Wiederaufforstung kennen die hier nicht. Und das, wo sie doch so viel Holz zum Kochen und Heizen benötigen. Wie lange das wohl noch gut geht?

Dem kleinen Laden mit Souveniers statteten wir auch einen Besuch ab.

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Unsere letzte Station war die Schule in Malealea, in der in 6 Klassenzimmern 240 Schüler unterrichtet werden. Ein Lehrer führte uns durch die Klassenzimmer und erklärte uns das Schulsystem.

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Und natürlich haben sie auch ein Lehrerzimmer (Bild unten rechts) und eine Schulküche (Bild unten links).

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In einem Klassenzimmer waren noch einige Schüler. Der Lehrer erklärte uns, sie müssten noch einige Arbeiten erledigen. Schaute sehr nach nachsitzen aus…..

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Nun ging unser Tour dem Ende zu und Andreas und ich waren sehr froh, wieder eine Toilette in Reichweite zu haben. Wir haben zwischendrin ganz schön geschwitzt….

Am Nachmittag spielten wir noch einige Runden Rummy, genehmigten uns einen leckeren Karottenkuchen im Cafe der Lodge und beobachteten die Pfaue im Garten.

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Am nächsten Morgen ging unsere Fahrt weiter von Malealea zum Katse Staudamm. Wir hatten 300 km vor uns und dafür waren 5 1/2 Stunden Fahrt eingeplant. Ohne Pause.

Wir kamen an verlassenen Häusern und Autos vorbei und

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überholten einige Kinder mit ihren Lasttieren.

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In dem kleinen Dörfchen Masekuwa kaufen wir uns an einem Imbisstand unser Mittagessen. Pommes mit einer Art von Curry-Wurst. Sehr lecker!

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Als wir uns der Stadtgrenze von Maseru näherten, kamen wir in eine Polizeikontrolle. Andreas hielt an dem STOP-Schild, dass 30 m vor dem Kontrolleur stand, wartete darauf, dass er ihn zu sich hin gewunken hatte und  zeigte seinen deutschen Führerschein vor. Der Polizist drehte eine Runde ums Auto und ließ uns dann weiter fahren. Vorsichtshalber entfernten wir gleich mal bis auf R150 (€10) das Bargeld aus unseren Geldbörsen…. Wir kamen genau 10 km, dann war wieder eine Polizeikontrolle. Gleiche Prozedur wieder und wir konnten flott weiterfahren. Keine 10 km später kam auch schon die nächste Kontrolle. Der Polizist war sehr nett, hat uns aber sehr deutlich darauf hingewiesen, dass Andreas eigentlich den Internationalen Führerschein dabei haben sollte, der aber in Pretoria im Schreibtisch liegt. Da wir jetzt ein bisschen ins Überlegen kamen, dachten wir, es wäre ja dann doch wohl besser, ich würde weiter fahren, da ich beide Führerscheine in meiner Handtasche hatte. (Das ist ja auch der Grund, warum sie immer so groß ist!)

Und es dauerte dieses mal keine 5 km und wir wurden wieder angehalten. Es waren einige Autos vor uns am STOP-Schild und somit bat ich Andreas noch schnell ein Foto aus seinem Fenster zu machen.  Tat er dann auch:

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Und schon setzte sich das Auto vor mir in Bewegung und ich mich natürlich auch und fuhr bis zum Polizisten vor. Schwerer Fehler, wie mir der Polizist sofort unmissverständlich klar machte. Hatte ich doofe Kuh doch tatsächlich dieses lächerlich kleine STOP-Schild übersehen! Der Polizist war stinkesauer und ich musste sofort links ran fahren und mit seinem Chef zu sprechen. Na Prima! Also bin ich ganz kleinlaut (so wollen es die meisten Polizisten am liebsten) zum Boss marschiert, der im Schatten der Bäume bereits mit ein paar anderen Straftätern beschäftigt war und wartete, bis ich an der Reihe war. Dann bekam ich eine saubere Standpauke zu hören und er erklärte mir, dass er mich jetzt sofort mit auf die Polizeistation nehmen muss und dann werde ich dem Richter vorgeführt und der entscheidet dann, wie hoch meine Strafe sein wird. Ich versuchte ihm klar zu machen, dass das jetzt ja gar nicht in meine Urlaubsplanung passte, aber das war ihm ziemlich egal. Andreas schaute bis dahin vom Auto aus zu und entschied dann, mir zur Hilfe zu kommen. Er war dann auch eine Hilfe. Er hatte ja auch seien Geldbeutel dabei. Mittlerweise hat der Polizist schon verlauten lassen, dass die Strafe ca. R1500 sei. Ich erklärte ihm, dass wir definitiv nicht so viel Geld dabei haben, da uns ja immer eingetrichtert wurde, mit so wenig Bargeld wie möglich zu reisen. Auf unsere Frage, ob wir einen „Plan machen können“, fragte er, wie viel Rand wir denn dabei hätten. Tja, leider nur 150 und 20 Rand bräuchten wir aber für den Notfall. Wir können ihm höchstens R130 geben. Er willigte ein. Da bekommt man ein paar Fläschchen Bier davon….

Wir fuhren weiter. Ich stinkesauer und die restlichen Insassen im Auto hatten ihren größten Spaß… Andreas meinte nur, dass mein Budget für´s Abendessen jetzt leider der Polizist hätte. Förderte meine Laune dann nicht wirklich…

Auf dem Weg zum Katse-Damm mussten wir einen Pass mit über 3000m bewältigen. Da war die Sicht und die Temperatur (+7 Grad) nicht besonders gut und wir bereuten gleich, dass wir unsere Handschuhe und Mützen in der Malealea-Lodge verschenkt hatten.

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Aber um so näher wir dem Staudamm kamen, desto wärmer wurde es und die Sicht war wieder einwandfrei.

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Immer wieder kamen uns Reiter und Lastesel entgegen oder wir überholten sie.

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Nach vielen Stunden Autofahrt kamen wir an unserer Unterkunft an. Das eingezäunte Gelände erinnerte an den Stil von Ferienhäusern vor 30 Jahren im Osten Deutschlands. Grundsätzlich waren die Häuser ganz praktisch, aber die ganze Siedlung bestand aus den gleichen Bungalows und was das Negativste war, dass die ganze Siedlung ganz verlassen aussah.

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Das sah man ganz deutlich am Schwimmingpool.

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Da fühlten sich nur die Frösche wohl.

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Lustiger Weise trafen wir aber hier in dem verlassenen Dörfchen eine Familie, die auch ihre Kinder an der DSP hat und wir verbrachten ein gemütliches, nettes Abendessen im Restaurant bei einem super leckeren Fisch direkt aus dem Staudamm.

Am nächsten morgen fuhren wir zur Staumauer. Wir erhielten eine kurze Einführung in die Geschichte des Damms und wurden mit Zahlen bombadiert, die ich leider schon fast wieder alle vergessen habe. Aber eines blieb mir in Erinnerung: 6 Jahre lang kam jede 40 Minuten bei Tag und bei Nacht ein Lastwagen mit Beton!!! Der Staudamm versorgt die Provinz Gauteng, in der auch Pretoria liegt, mit Trinkwasser. Vom Staudamm geht ein 45 km langer Tunnel bis nach Butha-Buthe an die Grenze zu Südafrika. Dort wird das Wasser im Fluss weitergeleitet.

Vor dem Bau sah es hier so aus:

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Jetzt so:

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Wir stiegen in unsere Autos und besichtigten die Talsperre des Katse-Staudamms.

Erst von der Ferne:IMG_3895Dann von ganz nah:

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Von unten:

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 Und von innen:

(ohne Foto, war verboten)

Wir durften in das Innere der Staumauer und besichtigten das 4. Stockwerk von insgesamt 15. Es gibt eine Treppe, die von unten nach oben führt und eine, auf der man nur nach unten gehen darf. Natürlich gibt es aber auch einen Aufzug. Die Mauer von innen zur Staudammwasserseite ist 30 m breit. Das war schon beeindruckend.

Aber natürlich durften wir auch den Staudamm von oben besichtigen.

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Das war dann aber auch genug mit Sightseeing für diesen Tag. Auf dem Weg zurück zur Unterkunft fiel uns aber ein, dass wir noch Getränke und Mittagessen benötigen. Wir fragten einen netten Einheimischen nach dem nächsten Shop und quälten unser Auto einen steilen Pfad in dem kleinen Dörfchen nach oben. Es ist für alle eigentlich nicht so praktisch, den Shop an die höchste Stelle im Dorf zu bauen, aber es war halt so. Die Einheimischen waren alle sehr nett, der Shop hatte alles, was man benötigt. Fotos gibt es leider keine, ich wollte nicht als „Tourist“ gesehen werden. Aber es hätte Motive ohne Ende gegeben. Z. B. ein alter, wirklich alter Mann auf seinem Pony (keine Ahnung, wie der da rauf und runter kommt), vor sich im Sattel einige Äste zum Feuer machen und keine Zähne mehr im Mund. Das sah ich, als er einen Burschen vor dem Shop fragte, ob er ihm einen halben Liter Milch aus dem Shop bringt. Diesen alten Mann werde ich immer im Gedächtnis haben, wenn ich an Lesotho zurück denke. Er strahlte eine solche Zufriedenheit mit sich und der Welt aus, das war unbeschreiblich…

Die Kids nahmen in unserer Unterkunft den Fernseher wieder in Beschlag

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und Andreas und ich machten einen kleinen Spaziergang durch das Dorf und trafen auf ein kleines, wildes Tier.

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Er war sehr, sehr zutraulich und sooo süß, wir ließen ihn aber dann doch nach ein paar Streicheleinheiten zurück. Schweren Herzens.

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Zurück bei den Kids erzählten wir natürlich gleich von unserer Begegnung und es dauerte nicht lange, da war der Welpen auf wundersame Weise bei uns im Garten gelandet.

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Johanna und Maxi kümmerten sich den ganzen Nachmittag um ihn, fütterten und bauten ihm einen Schlafplatz im Carport. Eigentlich wollte Johanna ihn mit ins Haus nehmen, was aber wir drei Großen verneinten. Als wir vom Essen wieder nach Hause kamen, lag der Kleine immer noch in dem alten Reifen (den Maxi vom Nachbargrundstück geliehen hatte), zugedeckt mit Handtüchern und schlief. Natürlich war Johannas erster Gang am nächsten Morgen raus zu dem Tierchen und sie war hin- und hergerissen, ob sie sich freuen sollte, dass er noch da ist, oder nicht. Denn da er noch da war, hieß ja, dass er keinen hat, der sich um ihn kümmert und so verbrachten wir die nächsten 2 Stunden damit, Johanna und Maxi davon zu überzeugen, das Tier bei der Rezeption abzugeben. Aber was geschah auf dem Weg zur Rezeption?

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Anstatt einen Hund an der Rezeption abzugeben, hatten sie jetzt einen zweiten gefunden… Na dann ist der eine ja wenigsten nicht mehr alleine. Ab ins Auto, Türe zu, Abfahrt! Ohne Hunde!

Auf dem Weg nach Hause fuhren wir nochmals über die Staumauer.

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In den Dörfern Lesothos herrschte reges Treiben

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und auf den Äckern wurde fleißig gearbeitet.

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Nach 550 Kilometer und mit plattgesessenen Hintern kamen wir spät Nachmittags in Pretoria an. Natürlich ließen wir unseren letzten Urlaubstag im MALT bei einem leckeren Stückchen Rinderfilet und Burger ausklingen.

Was man auch sehr schätzt, wenn man nach einer Woche endlich mal wieder 2-lagiges und nicht nur 1-lagiges Toilettenpapier zur Verfügung hat!!!

Die Kids hatten noch eine Woche Ferien, Andreas musste am Montag wieder antreten. Mittlerweile kann er aber die Tage schon zählen, die er noch hier in Südafrika arbeiten muss.

Maximilian hatte diese Woche öfters Besuch von Max (braun), der bis Januar hier in Silver Lakes gewohnt hat, seit dem aber in Singapur lebt und jetzt schon wieder Urlaub in Südafrika macht. Und mit Raphael(blond) ist er sowieso fast jeden Tag zusammen…

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Sebi war auch die ganze Zeit sehr gechillt mit seinen Freunden unterwegs. Hin und wieder bekam ich ihn aber doch in die Finger und verdonnerte ihn, ein bisschen im Haushalt zu helfen. Sonst findet er ja nie eine Frau… und ich muss dann seine Wäsche noch ewig waschen. Netterweise half ihm Leon. Männerfreundschaft!

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Am Karfreitag ist auch in Südafrika Feiertag und Andreas und ich machten uns auf den Weg nach Johannesburg, um unsere letzten Andenken an Südafrika zu kaufen. Wir schlenderten über den Skulpturen Markt und kauften mein langersehntes Hippo (leider nicht in Lebensgröße) und zwei weitere Statuen. Der Künstler einer Statue stellte sich gerne zur Verfügung, mit Andreas und seinem Kunstwerk für ein Foto zu posieren.

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Am Samstag hatten wir Besuch von Familie Niklaus zum Weißwurstfrühstück… Das zog sich bis am frühen Abend. Scheee wars.

Johanna übernachtete von Samstag auf Ostersonntag bei ihrer Freundin und wir holten sie auf dem Weg zur Kirche ab. Der Gottesdienst fand heute im Gemeindehaus statt und war auch gleichzeitig der Abschiedsgottesdienst von Francessca, die u. a. das Fußballprojekt in Majakaneng geleitet hat und jetzt leider schweren Herzens wieder zurück nach Deutschland gehen muss, da ihre Finanzierung von der Kirchengemeinde nicht mehr getragen werden konnte.

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Wir blieben dann auch zum Mittagessen im Gemeindehaus. Es gab leckeres Lamm mit Spätzle und wir griffen Martina beim Servieren ein bisschen unter die Arme.

Der südafrikanische Osterhase war heute wegen Terminschwierigkeiten nicht bei uns, wir hoffen mal auf morgen und machten uns am Nachmittag schon mal auf die Suche nach ihm im Tiergelände unseres Estates.

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Doch leider fanden wir weder Hasen, noch Kudus, noch Impalas…. Nix. Die versteckten sich heute besonders gut und wir gingen ganz depremiert ins Clubhaus zum Sundowner. Das hilft immer…

Am Ostermontag kam dann doch noch der ersehnte Osterhase und während die Kids fleißig suchten, wurden wir von der Security des Nachbarn beobachtet.

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Was der kann, können wir schon lange… Deshalb beobachteten wir dann auch die Gäste unseres Nachbarn, als sie sich zum Fotoshooting auf den Golfplatz begaben.

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Natürlich nicht ohne ihren Begleitschutz, wenn auch der eine oder andere im Bademantel seinen Job erledigte…

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Nachdem alle Eier gefunden wurden, was gar nicht so einfach ist in Südafrika, da hier der Osterhase sogar die Eier in die Palmen legt,

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besichtigten die ersten Interessenten unser Haus. So schnell wird man ersetzt….

Nachmittags waren wir beim Einkaufen und die letzten Meter zum Haus saß Sebastian am Steuer. Nicht alle befürworteten das!

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Am Dienstag begann wieder die Schule für die Kids und Maxi übte am morgen noch kurz seine Trompetenhausi. Kommt davon, wenn man in den Ferien etwas nachlässig war…

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Diese Woche bekam ich Fotos von Majakaneng. Die Jungs des Projektes der Deutschsprachigen, katholischen Gemeinde freuten sich über die Trikots, die von der DJK-SV Altdorf gesponsert wurden und auch über die Hälfte der Jacken, die uns von der Kindernarrhalla Altdorf mitgegeben wurde.

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Die zweite Hälfte der ca. 50 Jacken nahm Martina mit nach Phumula, ein kleines Dorf östlich von Pretoria und verteilte sie dort.

HERZLICHEN DANK FÜR DIE SPENDEN!!!!! Sie kamen dort an, wo sie benötigt wurden…

Die Woche verging mit allerlei organisatorischen Dingen. Die Mitarbeiterin vom Umzugsunternehmen war da, die Schulanmeldungen mussten erledigt werden, die Sportaktivitäten in Südafrika gekündigt und die Dame vom Partyservice für unsere Abschiedsparty stattete mir auch einen Besuch ab.

Am Freitag hatte Andreas frei und buchte für uns die „Taste of Yeoville“- Tour in Johannesburg. Wir sollten um 17 Uhr am Hillbrow-Tower sein, von wo die Tour aus startete. Wir planten für den Weg nach Joburg 1 1/2 Stunden ein, merkten aber schon nach einer halben Stunde, dass wir das bei diesem Freitag-Spätnachmittag-Verkehr niemals schaffen werden. Wir informierten den Veranstalter, dass wir es nicht vor 17.30 Uhr schaffen und er meinte, dass sei doch kein Problem. Aber auch 17.30 Uhr konnten wir nicht einhalten und als wir nochmals beim Veranstalter anriefen, meinte er, wir verschieben die Tour einfach auf einen anderen Tag, er hat sowieso keinen Guide! Aha! Da wir zwar schon mitten in Joburg waren, aber nicht wirklich voran kamen, beschlossen wir, uns bis zum Treffpunkt durchzukämpfen um dann gleich einen neuen Termin auszumachen, da die Tour ja bereits bezahlt war. Zum Glück war ich schon mal beim Hillbrow-Tour und wir fanden die Einfahrt zum Security-Parking (das natürlich nicht beschrieben ist) relativ schnell und auch das Büro des Veranstalters fand ich gleich wieder. Mittlerweile war es 18 Uhr. Wir waren also 2 1/2 Stunden unterwegs. Zwischendrin war die Stimmung nicht so besonders relaxt im Auto. Aber was soll es, jetzt waren wir angekommen und wollten einen Ersatztermin ausmachen. Wir wurden ganz freundlich begrüßt und uns wurde mittgeteilt, dass sie mittlerweile einen Reiseführer gefunden hätten und wir könnten gleich los gehen. Aha… Ok…. Dann los….

Zusammen mit 2 jungen Kerlen machten wir uns auf in das Nachtleben von Joburg. Und zwar in einer Gegend, in der man sich normalerweise nicht rumtreibt, wenn es dunkel wird. Die Jungs waren sehr motiviert, erzählten uns über die Geschichte von Yoeville und beruhigten uns, dass es keinen Grund gäbe, ängstlich zu sein. Wir sollten nur unsere Augen offen halten und auf unsere Wertgegenstände aufpassen.

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Wir genossen den Sonnenuntergang in Joburg

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und waren gespannt auf die Dinge, die wir heute Abend sehen und erleben durften. Wir marschierten weiter und wurden mit dem Schauen nicht mehr fertig.  Nach ca. 1 Stunde quer durch das Stadtviertel kehrten wir in einer Bar ein, genehmigten uns eine Halbe und bekamen leckeres, typisch südafrikanisches Essen serviert. Papp mit Gemüse und Fleisch. Das Fleisch war eine Art Geschnetzeltes mit Rindfleisch und Leber. Puhh, das war gar nicht so einfach, nur das Rindfleisch raus zu picken. Aber ich schaffte es, ohne Ausnahme. Andreas erwischte 1 mal Leber. Und die Jungs, glaube ich, erwischten dafür kein Rindfleisch….

Als der Teller leer war und das Bier getrunken, marschierten wir weiter. Die Straßen waren sehr belebt, alle Geschäfte hatten noch geöffnet, sogar der Friseur.

Wir waren ziemlich überrascht, als wir dann nochmals in einer Bar einkehrten und zu unserem Bierchen einen Fisch serviert bekamen, der aber so scharf war, dass wir ihn gar nicht richtig genießen konnten. Die Schüsseln auf dem Tisch waren zum Hände waschen. Zuvor und danach. Denn Messer und Gabel gab es auch hier nicht.

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Unsere nächsten Schritte machten wir durch die angrenzende Markthalle, in der es alles mögliche zu kaufen gab.

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Unter anderem fanden wir auch einen Shop, der ein Gebäck sehr ähnlich unseren „Auszognen“ verkaufte. Natürlich probierten wir es, kam aber dann doch nicht an die bayerischen Originale dran.

Nach 2 1/2 Stunden fuhren wir dann mit einem Einheimischen-Taxi zurück zu unserem Parkhaus und müde und beeindruckt von den Erlebnissen der letzten Stunden fuhren wir innerhalb von 45 Minuten nach Hause.

Am Samstag morgen fuhr ich um 6.30 Uhr auf den Burenmarkt und Andreas ein wenig später zum Tennis. Um 10 Uhr waren wir zu der Überraschungs-Geburtstags-Party von Nadja eingeladen. Wir blieben bis 22 Uhr sitzen…. Scheee war´s.

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Als wir am Sonntag ausgeschlafen hatten, machten Andreas und ich nochmals eine Tour nach Johannesburg auf den Roof Top Market und zu Amatuli, um noch ein paar Bilder und Souveniers aus Südafrika zu erstehen.

Wir statteten auch der Bank einen kurzen Besuch ab, da wir für unseren Kurztrip nächstes Wochenende US$ benötigen. Vorsichtshalber hatte ich schon meinen Reisepass dabei, genügte aber nicht. Die Bankangestellte wollte von uns auch das Flugticket sehen, damit sie uns ausländische Währung auszahlen darf. Also sind wir unverrichteter Dinge wieder gefahren.

Nachdem ich am Montag die Kids in die Schule gebracht habe, eine Stunde gesportelt habe und 1 Stunde auf einem Geburtstagsfrühstück mitgefeiert hatte, genoss ich meine letzte Englisch-Stunde und machte mich dann wieder auf zu unserer Bankfiliale. Nach 30 Minuten Wartezeit kam ich dann doch endlich mal an die Reihe, als mir die Angestellte erklärte, dass die Kollegin, die für Devisen zuständig ist, leider gerade in Mittag gegangen sei und in ca. 30 Minuten wieder am Schalter sei. Also bin ich 30 Minuten durch das Einkaufszentrum gelatscht und habe mich dann nochmals in der Schlange angestellt. Als ich endlich an der Reihe war, verlangten die Dame plötzlich zusätzlich auch noch eine Bestätigung meines Wohnsitzes, da mein letzter Nachweis von 2015 sei. Ich machte ihr klar, dass ich keinen anderen Beweis als unseren Mietvertrag von 2015 habe. Das war ihr aber egal. Sie bestand auf einen neuen Nachweis. Dann zog ich, mal wieder, unverrichteter Dinge ab. Die Kids warteten schon an der Schule auf mich und zu Hause machten wir nur einen kurzen Stopp, da ich Johanna und ihre Freudinnen zum Reiten fahren musste. Während sie Mädels auf den Pferden saßen, fuhr ich wieder zur Schule, holte die Jungs ab, setzte sie zu Hause ab, sprang schnell auf dem Weg zum Reitstall in den Supermarkt und kam dann um 18 Uhr wieder mit Johanna zu Hause an. Fertig mit dem Tag!

Dienstag war wieder Tuck-Shop-Tag und es war viel los. Ruthild war heute alleine in der Küche und musste Lasagne für ca. 200 Kinder machen. Gut, dass es die Lasagnenudeln auch als Meterware gibt.

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Als meine Schicht an der Schule heute zu Ende war, machte ich mich nochmals zu der Mission „US$“ auf. Und siehe da. Nachdem ich wieder 30 Minuten in der Schlage stand, sie weitere 20 Minuten brauchte, um alle Nachweise zu kopieren (wobei sie nicht bemerkt hat, dass ich ihr den gleichen Mietvertrag wie 2015 vorgelegt hatte), machte der Computer dann Probleme. Aber 2 Minuten bevor der Schalter schloss, bekam ich dann doch meine Dollars… Ich möchte gar nicht ausrechnen, wie viel Zeit ich für diese 300 $ investiert habe!

Am Mittwoch packte ich dann die Koffer für unser verlängertes Wochenende nach Botswana, Simbabwe und Sambia, ging mit Sebi zum Sehtest und Abends mit Andreas, Martina und Jürgen zum Inder lecker essen.

Am Freedom Day fuhren wir morgens zum völlig überfüllten Flughafen nach Johannesburg. Anscheinend kamen mehrere auf die Idee, das lange Wochenende zu nutzen. Wir flogen mittags mit einer kleinen Maschine nach Kasane (Botswana).

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Der Flughafen dort war winzig klein, aber genauso überfüllt wie in Johannesburg. Die Gepäckwagen mussten sich durch die Menschenschlange an den Passkontrollen drängen und luden dann das Gepäck einfach im Vorraum ab.  Afrika eben…

IMG_4149Johanna ist unser Koffer-Expertin und schwuppsdiewupps hatte sie auch diesmal unsere Koffer gleich erspäht und wir konnten uns auf den Weg nach draußen machen. Der Fahrer der Lodge holte uns mit seinem Jeep am Flughafen ab. Wie halt alle anderen Afrika-Touristen auch.

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Und keine 2 Stunden später saßen wir auf einem kleinen Motorboot und schifften über den Chobe Fluss.

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Unser Guide Paul erklärte uns einiges über die Tiere und den Chobe-Fluß, während er uns am Ufer entlang manövrierte.

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Wir bekamen unzählige Tiere zu Gesicht, viele Fischadler saßen in den Bäumen

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und unterhalb machten es sich die Krokodile gemütlich.

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Wir fuhren sehr nah an die Nilpferde heran, immer in der Hoffnung, dass sie sich nicht gestört fühlen.

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In der Ferne machte gerade ein Hippo einen Landspaziergang, was Tags über sehr selten ist. Das lag wohl auch am Wetter, denn da es bewölkt war, brannte die Sonne nicht auf die empfindliche Haut.

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Die Mama mit ihrem Baby beobachtet uns sehr, sehr aufmerksam.

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An der Uferböschung waren Duzende Vögel mit ihrem Nesterbau beschäftigt.

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Und plötzlich kam der Elefant, den wir zuvor ein paar Meter flussabwärts im Gebüsch entdeckt haben, ans Ufer zum Trinken.

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Wir konnten uns gar nicht satt sehen und der Elefant hatte auch keine Eile. Aber irgendwann zog er dann doch ab und wir machten uns auf den Weg Richtung Anlegestation. Mittlerweile bei Sonnenuntergang.

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 In der Lodge gab es ein leckeres Abendessen und der Lodgeverwalter erzählte uns von seinem Leben hier und auch von seinen Erfahrungen tief im Busch mit wilden Tieren. Er ist schön öfters mit seiner, jetzt 6 Jahre alten Tochter durch den Busch gewandert, 5 Meter an Löwen und Elefanten vorbei. Und das sind hier in Botswana nicht nur Geschichten, dass ist hier wirklich Realität.

Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen, da wir um 5.45 Uhr zum Game-Drive im Chobe-Nationalpark abgeholt wurden. Warm angezogen und in Decken eingehüllt machten wir uns auf den Weg. Leider wurden wir nicht für den Fluß-Weg zugelassen und mussten erstmal ca. 20 Kilometer auf der Teerstraße durch den Park fahren. Ohne Tiere.

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Aber irgendwann bogen wir dann doch in die Sandstraßen ein und nach einiger Zeit sahen wir einen einzelnen Büffel.  Diese seien am gefährlichsten, meinte unser Guide. Naja, freundlich schaute er wirklich nicht.

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Als wir dann einige Kilometer weiter fuhren, kamen wir in eine riesige Büffelherde mit ca. 200 Tieren.

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und kurz darauf entdeckte unser Guide Löwenspuren im Sand. IMG_4523

Da auch schon die Geier in Sicht waren, machten wir uns Hoffnungen, den Löwen zu entdecken.

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Es dauerte auch nicht lange, da sahen wir im Gebüsch, ganz weit hinten ein paar Löwinnen mit ihren Jungen marschieren

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und während wir alle nach rechts schauten, verkroch sich links vom Auto der Löwe unter einem Busch.

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Weg waren sie alle… Unser Guide war dann der Meinung, die Familie geht jetzt sicher ans Ufer zum Trinken und wir fuhren den einen Weg zum Fluss. Leider den falschen… Der andere Reiseführer hatte sich für den richtigen Weg entschieden, wie wir aus der Ferne per Zoom feststellten.

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Aber dafür wurden wir mit einem Elefanten belohnt, der auf einer kleinen Insel sein Frühstück einnahm.

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Bewacht von den Parkguides. In Botswana gilt das Gesetzt, wenn du beim Wildern erwischt wirst, wirst du sofort erschossen.

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Unser Guide war dann der Meinung, die Löwen-Familie wandert jetzt sicher zurück zu dem Löwen und wir warteten 30 Minuten vor dem Baum, unter dem der Löwe vorhin verschwand. Vergebens…

Wir fuhren weiter auf den Rastplatz um unser kleines Frühstück einzunehmen. Der Platz liegt mitten im Nationalpark und ist weder eingezäunt noch gesichert. Als wir unseren Guide fragten, warum es hier sicher sei und wir hier aussteigen können, meinte er, es sei schon sicher. Relativ sicher. Obwohl vor 2 Wochen hier die Löwen waren. Aber dann steigt man ja nicht aus. Und wenn die Löwen jetzt kommen, sollen wir doch einfach schnell ins Auto steigen. AHA. Gut zu wissen..

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Da waren wir dann gleich ganz schnell fertig mit den Keksen und dem kalten Tee/Kaffee und fuhren Richtung Lodge.

Kurz vor Parkende standen mehrere Autos am Straßenrand. Und da hier keiner wegen Impalas so einen Aufstand macht, mussten es Katzen sein. Wir fragten im Auto neben uns nach und tatsächlich war hier ein Leopard. Wo? In der Mitte des Bildes beim dritten Baum liegt er in der Krone:

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Da musste man aber genau schauen und nur mit dem Zoom meiner Kamera konnten wir ihn nach langem Suchen entdecken.

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Aber bei Katzen herrscht immer große Aufregung, auch bei uns im Auto und es dauerte, bis alle ihn mit eigenen Augen lange genug gesehen hatten und erst dann fuhren wir weiter.

Wir konnten dann nur kurz beim Jackal halten, da wir schon etwas spät dran waren.

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Die Löwen-Wartezeit und der Leopard hatten uns ganz schön Zeit gekostet.

Nun mussten wir aber zurück zur Lodge. Es gab normalerweise nur bis 9 Uhr Frühstück und so ganz begeistert sahen sie nicht aus, als wir erst um 10.30 Uhr zum Frühstück erschienen.

Aber wir konnten ja nichts dafür und nach einem ausgiebigen Frühstück mit Omelettes waren wir alle fertig für ein kleines Nickerchen. IMG_4708Zumindest Andreas und ich. Und der Warzenschweinvater im Garten.

IMG_4706Den Nachmittag verbrachten wir dann nochmal mit einer Boot-Safari auf dem Chobe mit einem Pärchen, dass sehr vogelinteressiert war. Ich ließ mich gleich ein bisschen anstecken und machte immer fleißig von jedem Federvieh X Fotos.IMG_4740

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Aber natürlich sahen wir auch wieder viele Nilpferde,

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eine Herde Impalas, die am Ufer entlangspazierten

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und einige Water Monitor Lizards.

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Als wir dann wieder an die Stelle kamen, an der wir gestern Nachmittag die Vögel an der Uferböschung beobachtet hatten, stellten wir fest, das nun eine andere Tierart den Hügel in Besitz genommen hatte.

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Auch dieses mal verging die 2 1/2-stündlige Bootsfahrt viel zu schnell, wir bekamen aber nochmal mit einem tollen Sonnenuntergang in Botswana präsentiert.

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An einem großen Tisch mit Gästen aus verschieden Ländern genossen wir unser Abendessen und um 21 Uhr gingen die Lichter in der Lodge aus…

Am nächsten Morgen frühstückten wir mit der Inhaberin der Lodge (rot) und einem weiteren Gast und

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Jens, ein Biologe aus Deutschland, der zur Zeit in Botswana einen Tierfilm dreht und auch schon viele Produktionen für ZDF und WDR gemacht hat, zeigte uns seine neues Bilder vom Chobe Nationalpark. Sehr beeindruckend!

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Während wir auf unser Taxi warteten, nutzen wir noch alle das WLAN aus. Wer weiß, wann es wieder eins gibt…

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Der Taxifahrer brachte uns an die Grenze zwischen Botswana und Simbabwe, die ca. 50 Kilometer entfernt lag. Vor der Grenze warteten ewig lange Schlangen von Lastwägen, um die Grenze passieren zu können. Manchmal sogar 2 bis 3 Wochen!

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Und während Andreas und ich uns an der Schlange beim Grenzhäuschen in Botswana anstellten,

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plauderte Sebi ein bisschen mit dem Fahrer.

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Dieser übergab uns nach der botswanischen Grenze an einen Kollegen, der mit uns dann die Formalitäten an der Grenze zu Simbabwe erledigte. Hier benötigten wir unser US $. 250!!! Für das Visum nach Simbabwe und Sambia.

Nachdem wir eine halbe Stunde gewartet hatten, konnten wir die Grenze passieren

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Schon waren wir in Simbabwe. Unser Fahrer brachte uns zu unserem Hotel in Victoria Falls und nach dem Einchecken und Zimmer beziehen wurden wir auch schon wieder vom Shuttle Bus zur Sunset Cruise auf dem Zambezi River abgeholt. Zufälligerweise trafen wir dort Andreas´s Arbeitskollegen mit seiner Familie, die auch für das verlängerte Wochenende Silver Lakes entflohen sind. Nur leider hatten sie am Donnerstag nicht so viel Glück am überfüllten Johannesburger Flughafen und mussten erst noch eine Nacht im Hotel in Johannesburg verbringen, ehe sie losfliegen konnten.

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Wir genossen die Fahrt auf dem Fluss und auch die „All inclusive“ Getränke an Bord. Da wir uns gegen die Malaria-Prophylaxe entschieden haben, durften wir auch Alkohol trinken. Karsten und Caro dagegen nicht… Dafür hatten sie aber auch nicht andauern ein schlechtes Gewissen wegen den Mücken…

Große Aufregung herrschte an Bord, als am Ufer eine Gruppe Elefanten zu sehen war.

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Der 3. Höhepunkt (nach Freigetränken und Elefanten) war der Sonnenuntergang in Simbabwe.

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Nun war es dunkel, die Schifffahrt vorbei, die Kids aufgeräumt vor dem Fernseher und wir….. wir genehmigten uns noch ein kleines Getränk an der Bar.

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Nach dem Frühstück fuhren wir dann mit unserem Guide zum Big Tree, einem über 2000 Jahre alten Baobab-Baum.

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Während wir das Naturwunder bestaunten, reihten sich die Straßenhändler vor unserm Auto in Reih und Glied auf.

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Wir fuhren weiter mit dem Auto zum Flussufer und gingen das letzte Stück zu Fuß. Die Beweise, dass kurz vor uns schon jemand diesen Pfad gegangen war, waren unübersehbar.

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Wir waren noch viele Kilometer von den Victoria-Wasserfällen entfernt, konnten aber jetzt schon die Gischt sehen, die sie verursachten.

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Beeindruckend. Und die Landschaft unbeschreiblich schön!

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Unser nächster Stopp war auf dem Markt, wo ein Händler Johanna und Maximilian versuchte, eine Trommel aufzuschwatzen.

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Er schaffte es auch…

Während dessen tauschte Sebastian seine Spielkarten gegen einen Holzelefanten und Maxi sein Kappe ebenfalls…

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Jetzt war ich der Meinung, wir sollten lieber fahren, bevor wir noch Haus und Hof tauschten. Wir fuhren zum The Victoria Falls Hotel, das edelste Hotel am Ort, um von dort einen tollen Blick auf die Brücke zu haben, die Simbabwe (links) und Sambia (rechts) verbindet. Im Hintergrund die Victoria Falls.

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Nun mussten wir leider wieder zum Hotel zurück, da uns von dort der Shuttle zum Hubschrauberlandeplatz abholen wird. Ja, wir hatten uns dazu durchgerungen, uns diesen unglaublich teuren Spaß zu gönnen, da jeder davon geschwärmt hat.

Nach einer kleinen Einführung und wiegen aller Personen durften wir in den Heli steigen. Wir und der Pilot…

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Hinsetzen, anschnallen, los geht’s…

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Das war der erste Helikopterflug von den Kids, Andreas und ich durften ja bei unserer Hochzeit (übrigens: das war genau heute, also, heute, an dem Tag, an dem ich gerade über den Heliflug schreibe, vor 15 Jahren….) bereits eine Runde fliegen.

Die Aussicht war eindrucksvoll und der Pilot drehte eine 8 über den Fällen, damit jeder einen idealen Blick auf die Wassermassen hatten, die sich in die Schlucht stürzen.

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15 Minuten Flug und schon war das Flug-Abenteuer wieder vorbei. Und wir alle hatten ein Grinsen im Gesicht, weil wir so begeistert waren.

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Das waren jetzt die Vic-Falls von oben, unseren nächsten Termin hatten wir an den Vic-Falls. Wir machten eine Wanderung auf der gegenüberliegenden Seite der Fälle. Genau da, wo die Gischt niederfällt und die Flora einem Regenwald gleicht.

Die ersten Meter hatten wir einen tollen Blick auf die tosenden Wassermassen, die hier zu dieser Jahreszeit herunterfließen. Im Oktober/November fließt nur an der Hälfte der Wasserfälle noch Wasser herunter. Unvorstellbar.

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Und dann kamen wir den Hauptwasserfällen immer näher und wurden immer nässer.

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Die Fälle, die direkt gegenüber von uns lagen, waren vor lauter Gischt nicht mehr zu erblicken, aber gespürt haben wir sie bis auf die Unterwäsche!!! Am Ende der Fälle standen wir pitschnass (bis auf Maxi, der hat sich ein wenig vor den „Duschen“ gedrückt“) an der historischen Brücke, die Simbabwe mit Sambia verbindet.

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Eigentlich war jetzt geplant, nach Hause zum Umziehen zu fahren und dann zu Fuß von Simbabwe nach Sambia auf der historischen Brücke zu gehen. Das wäre aber reine Zeitverschwendung und so beschlossen wir, pitschnass wie wir waren, die Grenze zu passieren.

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Von der Brücke sprangen auch ein paar Narrische Bungee, die wir dabei kopfschüttelnd beobachteten.

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Jetzt waren es dann aber genug Erlebnisse für heute und wir freuten uns, wieder im Hotel angekommen zu sein. Da wir kein Mittagessen hatten, beschlossen wir um 17 Uhr ins Hotelrestaurant zu gehen um unseren Hunger zu stillen. Der Ober ignorierte uns aber völlig und als wir zu ihm gingen und nachfragten, ob wir was bestellen konnten, meinte er, es ginge schon, aber die Küche serviert erst am 19 Uhr. Ok, das war dann doch ein wenig lange zu warten und wir beschlossen, uns in unserem Zimmer währenddessen noch eine Tasse Tee zu machen. Andreas aber brauchte ein bisschen „Auslauf“ und erkundete die Gegend rund ums Hotel. Um 18 Uhr stand er wieder auf der Matte und überredete uns zum Abendessen in das Boot-Clubhaus neben dem Hotel zu gehen. Leider dämmerte es schon ein wenig und die Nilpferde kommen ja im Dunklen aus dem Wasser…. Aber wir schafften die 500 Meter an der Hauptstraße ohne Zwischenfall und bestellten uns Burger, Pommes, Fisch, Cola, Bier und Wein und hatten einen gemütlichen, rustikalen Abend. Alle anderen Tische waren von Einheimischen besetzt und nach 2 Stunden machten wir uns dann auf den Heimmarsch. Es waren wirklich nur ein paar Hundert Meter, die wir im Entenmarsch am Straßenrand entlang watscheln mussten. Aber trotzdem waren wir mehr als froh, dass wir keinem größeren Tier begegnet sind.

Müde fielen die Kids ins Bett und Andreas und ich leerten den Rest der Flasche Wein, die wir im Restaurant nicht mehr schafften, am Pool aus.

Nun war der 01. Mai. Auch hier ein Feiertag und unser Rückreisetag nach Pretoria. Wir mussten aber zuerst von Victoria Falls (Simbabwe) nach Livingstone (Sambia) um dort in unseren Flieger zu steigen. Auch hier wurden wir wieder an der Grenze einem anderen Fahrer übergeben.

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Am Flughafen angekommen freuten wir uns auf den kurzen Flug von 1.40 Stunden.

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Maximilian beobachtete ganz genau, ob unsere Koffer auch wirklich im Flugzeug verstaut wurden.

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Und so schnell konnten wir gar nicht schauen, da waren wir schon über den Wolken

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und genauso schnell beim Landeanflug in Johannesburg.

Jetzt mussten wir nur noch unser Auto vom Parkservice abholen und dann ab nach Hause! Da hieß es dann, mal wieder, Koffer auspacken…

Am Dienstag brachte Andreas die Kids zur Schule und genoss noch einen freien Tag zu Hause, den wir aber vollgestopft mit organisatorischen Dingen hatten. Trotzdem nahmen wir uns Mittag eine kleine Auszeit bei einem gemütlichen Mittagessen.

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Abends grillten wir mit einer befreundeten Familie. Kerstin war auch gleichzeitig die Klassenlehrerin von Johanna. Das ist immer eine komische Situation für die Kinder. Wir kennen auch die Klassenlehrerin von Sebastian privat und da kommen die Kids dann auch immer ein bisschen mit dem „du“ und „sie“ in Bedrängnis.

Die Tage werden immer weniger in Südafrika und die „to do“ Liste leider immer länger. Es dauert, bis man ein Thema wirklich ganz von der Liste streichen kann. Hier alles abmelden und gleichzeitig in Deutschland wieder alles anmelden, kostet Zeit. Und Nerven. Vor allem mit unserem Telefon-/Internetanschluss haben wir bereits Stunden am Telefon verbracht. Warten wir es mal ab, ob es erfolgreich umgestellt wird.

Am Donnerstag hatten wir bereits die erste Hausbegehung mit unserem Verwalter und der Dame, die uns die Inneneinrichtung vermietet hat. Mit Willi, unserem Hausverwalter, läuft alles prima und er wird uns die Kaution auch schon 2 Wochen vor Auszug überweisen, damit wir nicht am letzten Tag mit den ganzen Rand dastehen. Sehr nett. Aber so wie es aussieht, müssen wir einiges von dem Geld gleich weiter an die Innausstatterin weitergeben, die ist ganz schön pingelig.

Freitag hatte Andreas seine erste Abschiedsfeier in der Arbeit. Ich brachte ihm 35 Portionen warmen Leberkäs, Brezen, Händlmeier Senf und Colas ins Werk, zusätzlich zu den 6 Kuchen, die er morgens schon mitgenommen hatte. (Pssst, waren gekaufte Kuchen!)

Am Samstag fuhr Sebastian mit seinem Freund Jan nochmal auf die Schießanlage, Maximilian war auf einer Geburtstagsfeier im Kletterpark und Johanna feierte ihre Abschiedsparty. Sie traf sich mit 6 Mädchen bei uns zu Hause und wir fuhren sie dann in die Menlyn-Einkaufs-Mall, wo sie sich in Gruppen aufteilten und verschieden Aufgaben, die sich sich zuvor gegenseitig stellten, erfüllen mussten. Andreas und ich zogen auch los und 10 Minuten bevor wir uns mit den Kids trafen, kauften wir noch einen Lautsprecher für unsere Party in 2 Wochen und eine Küchenmaschine. Wir haben ja eh fast kein Gepäck, dass wir nach Deutschland schiffen müssen, ha, ha, ha….

Als wir uns um 17 Uhr mit den Mädels beim Ausgang trafen, machten ich noch ein paar Fotos von ihnen mit dem Sonnenuntergang. Und vor lauter hin und her habe ich dann meine Tüte vom H & M stehen lassen, in der ein Hemd und Socken für Sebastian drin waren. MIST.

Wir brachten die Mädels zu uns nach Hause und es herrschte gleich große Aufregung, da vor unserem Garten ein großer Kudu an unseren Rosen kabberte.

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Wir luden die Jungs ein und brachten sie zu den Kindern von Tim und Sonja, ließen sie dort aussteigen und Tim und Sonja einsteigen. Wir Erwachsenen fuhren in ein leckeres, abseits gelegenes Restaurant mit leckerem Essen und gutem Wein. Als wir dann auch noch auf dem Heimweg beim Jungseinladen auf ein Gläschen hängen blieben, wurde es dann doch allmählich Zeit, nach Hause zu den Mädels zu schauen. Denen ging es aber gut und wir verzogen uns in unsere Betten. Die Mädels schliefen auch irgendwann im Wohnzimmer ein. Am nächsten Morgen gab es dann noch ein gemeinsames Frühstück

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und dann verzogen sich alle wieder nach Hause. Die erste Abschiedsparty war vorbei. Und die gute Laune von Johanna für heute erstmal auch…

Sebi und Maxi gingen Mittags zum Golfen und ich packte Andreas´s Koffer bis in die letzte Ecke voll. Zusätzlich schnürte ich ihm auch ein schönes Päckchen mit der Küchenmaschine als Handgepäck. Vollbepackt mit 2 Koffern je 32 Kilo und 2 Handgepäck (davon eins die Küchenmaschine mit 12 kg) fuhr ich ihn am Spätnachmittag zum Flughafen. Andreas hatte schon Bedenken, ob der Flieger wirklich abheben konnte mit so viel Gewicht….

Aber es war wieder mal kein Problem für das Flugzeug und den Kapitän, sicher in München zu landen. Das Problem war dann nur das Mietauto, dass jemand aus irgendeinem Grund storniert hatte… Da musste meine Mama kurz einspringen und Taxi vom Flughafen nach Altdorf und dann nach Dingolfing spielen.

Am Dienstag war mein letzter Tuck-Shop-Tag und bei leckerem Kuchen und einem Gläschen Sekt verabschiedete ich mich von den Küchenhilfen

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und von den beiden Köchinnen Istelle und Ruthild.

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Und natürlich, auch schweren Herzens, von Anna, die immer Dienstags mit mir zusammengearbeitet hat…

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Zufälligerweise war meine Englisch-Lehrerin (und die der Kids)  auch an der Schule und so bekam sie auch ein Stück vom Abschiedskuchen  ab…

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Die Zeit des Abschiednehmens ist keine einfache Zeit…

Aber gehört halt auch dazu und das Leben geht weiter. So auch jetzt, als ich mit Maxi und seinem Freund Raphael gleich nach der Schule und meinem Tuck-Shop-Dienst um 15 Uhr ins Einkaufszentrum gefahren bin, damit wir für Maxi´s Abschiedsparty noch eine DVD kaufen können. Johanna wurde währenddessen von Anna mit nach Hause genommen. Die Jungs marschierten zielstrebig zum Musikladen und dann auf dem kürzesten Weg weiter zum McDonalds…

20170509_151541Die Jungs gestärkt und ich müde, fuhren wir nach Hause zu Johanna, holten Sebastian zuvor aber noch bei seiner Praktiumstelle bei „Engel & Völkers“ ab, bei denen er diese und nächste Woche arbeitet. Als wir zu Hause ankamen und nach Johanna riefen, antwortete sie aus dem Elternschlafzimmer. Sie sagte, sie komme nicht mehr aus dem Zimmer, die Türe ginge nicht mehr auf. Johanna wollte unser Badezimmer benutzen, da ihres gerade von Christina gereinigt wurde. Wir haben keinen Schlüssel für unser Badezimmer und so hat Johanna die Türe des Schlafzimmers, durch das man erst gehen muss, damit man in unser Bad kommt, zugesperrt. Der Griff der Schlafzimmertüre hing in einer ungewöhlichen Position und da wir auch von außen die Türe nicht öffnen konnten, was zuvor Christina auch schon probiert hatte, rief ich unseren Hausverwalter an.  Natürlich war der telefonisch nicht zu erreichen. Da er aber nur ein paar Straßen entfernt wohnt, setzte ich mich schnell ins Auto und fuhr zu ihm. Ich schilderte ihm kurz unser Problem, er packte seinen Werkzeugkoffer und folgte mir zu uns nach Hause. Mittlerweile war Johanna fast 1 1/2 Stunden eingeschlossen, was aber nicht wirklich ein Problem war. Ich hatte ihr ihre Schulsachen und ihr Handy durchs Fenster gereicht, etwas zu Knabbern und Zugang zur Toilette hatte sie auch. Und ein riesiges Bett. Willi, unser Hausverwalter meinte, Johanna könne von innen beim Scharnier den Stift nach oben raus klopfen und dadurch könnten wir dann die Türe von der anderen Seite öffnen. Leider funktionierte es bei Johanna nicht, also zwängte sich Sebastian durch die Gitterstäbe am Fenster und versuchte seiner Schwester zu helfen. Vergebens. Sebi´s Freund, der mittlerweile zu Besuch kam, versuchte ebenfalls durch das Gitter zu steigen, um den beiden zu helfen, doch leider schaffte er es nicht durch die Stäbe.

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Also blieb nichts anderes übrig, als den Schlüsseldienst zu rufen, was Willi für uns erledigte.

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Mittlerweile war es schon stockdunkel bei uns, Willi war wieder nach Hause gefahren, als der Schlüsseldienst um 18.30 Uhr kam, die Türe öffnete und nach 5 Minuten wieder weg war. Im Schloss hatte sich eine Schraube gelockert und somit konnte der Schnapper nicht mehr nach hinten gedrückt werden. Das war das Problem, dass Johanna 3 Stunden eingesperrt hatte. Hier wird es nie! langweilig!

 Am Mittwoch holte ich bei Martina im Gemeindehaus 10 l Glühwein ab, den sie uns für unsere Abschiedsfeier gekocht hat und verbrachte den Vormittag am Computer beim Blog schreiben. Wie auch schon 2 Vormittage letzte Woche und einige Stunden zwischendrin. Und auch am Donnerstag saß ich, nachdem ich morgens eine Runde gelaufen bin, wieder 5 Stunden dran… Am Nachmittag besichtigte die Innenausstatterin mit einem Ehepaar unser Haus, da diese einige der Möbel kaufen werden. Sie versicherte mir aber, dass sie die Möbel erst nach unserem Auszug entfernen wird. Dankeschön!

Die Handwerker, die die Frontseite des Hauses streichen sollen, standen am Freitag Morgen plötzlich einsatzbereit vorm Tor und machten sich gleich an die Arbeit.

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Spätnachmittags kamen die Freunde von Maxi, um mit ihm seine Abschiedsparty zu feiern. Pünktlich als wir zu Fuß zum Pizzaessen gehen wollten, begann es zu regnen. Also mussten wir die kurze Strecke mit dem Auto fahren, was aber die Jungs gar nicht schlimm fanden.

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Während der Wartezeit auf die Pizza liefen sie dann draußen im Regen rum, wollten aber dann unbedingt wieder mit dem Auto nach Hause fahren. Sonst würden sie ja nass werden…

Als ich sie nach einer DVD zum Schlafen verdonnerte und ins Bett ging, waren sie gar nicht begeistert darüber. Ich schlief dann auch bald ein, wachte aber gegen 1.30 Uhr wieder auf, da einige der Jungs immer noch im Wohnzimmer kicherten. Nicht ganz freundlich wies ich sie darauf hin, dass es jetzt wohl wirklich Zeit wäre, zu schlafen und das taten sie dann auch. Bis 6.30 Uhr.

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Um zu frühstücken quälten sie sich dann doch unter ihren Decken hervor und Maxi war sehr traurig, als die alle nacheinander abgeholt wurden. Um nicht zu lange in diese Stimmung zu verfallen, fuhren wir zur Grove-Mall und suchten für Sebastian ein Brillengestell aus. Wieder zu Hause, bei 11 Grad und Regen, genoss ich ein warmes Bad in der Badewanne, die Jungs lagen vorm Fernseher und Johanna hat mit ihrer Freundin einen Kuchen gebacken. Da wir alle von der letzten Nacht ein wenig müde waren und es im Haus so kalt war, krochen Johanna, Maxi und ich ins Bett und wir schauten noch gemeinsam einen Film. Sebi war auf einer Übernachtungsgeburtstagsfeier und kommt erst morgen wieder.

Am Muttertag Morgen, nach lieben Glückwünschen von Johanna und Maximilian, fuhr ich mit Johanna für eine Stunde ins Fitness-Studio, da sie sich es schon lange einmal gewünscht hatte. Als wir vor dem Eingang standen, merkte ich, dass ich vergessen hatte, meine Turnschuhe anzuziehen und wir mussten nochmal zurückfahren. Aber beim 2. Anlauf klappte es dann und es machte uns beiden viel Spaß. Außer uns kam heute morgen keiner auf die Idee, ins Gym zu gehen und somit waren wir ganz alleine.

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Natürlich hatten wir nach so viel Anstrengung Hunger und nach einer schnellen Dusche gingen wir mit Sebastian und Maximilian zum Frühstücken ins Clubhaus. Nachmittag gab es den leckeren Kuchen und wir froren auch heute den ganzen Nachmittag bei 12 Grad. Wird Zeit, dass der Sommer kommt. In Deutschland!

 

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