Die letzten Tage in Südafrika

Ich kann gar nicht glauben, dass das nun mein letzter Blogeintrag werden wird…

Während Andreas in Deutschland mit Arbeit und den Vorbereitungen unserer Rückkehr sehr eingespannt ist, verbringen wir die letzten Tage in Südafrika mit den Vorbereitungen unserer Abreise. Unvorstellbar, dass wir heute in 2 Wochen unseren Heimflug antreten werden. Während Sebastian seine 2. Woche im Praktikum bei der Immobilienagentur verbringt, gehen Johanna und Maxi noch fleißig in die Schule. Auf dem Nach-Hause-Weg sahen wir zufällig Sebastian, als er für seine Agentur einen Werbestand aufbaute.

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Am Dienstag Vormittag machte ich einen Ausflug zu einer der vielen China Märkte in Johannesburg. Dort sind in riesigen Lagerhallen kleine Geschäftchen, in denen man allen Schnickschnack aus Fernost kaufen kann. Handyhüllen, Handtaschen, Schmuck und vieles mehr. Ich habe mir einen neuen Gürtel gekauft, den ich dann 2 Tage später in die Altkleidersammlung geworfen habe, da er unerträglich intensiv nach Chemikalien gerochen hatte. Und ein Kleid mit afrikanischem Muster habe ich erstanden. Bei gegebenem Anlass werde ich es vielleicht irgendwann irgendwo eventuell auch einmal anziehen…

Nach meinem Sportprogramm am Mittwoch morgen klärte ich die letzten Details mit dem Partyservice für unsere Feier am Samstag ab und am Nachmittag war ich mit Johanna und Maxi beim Kieferorthopäden zur Abschlussuntersuchung.

Schön langsam kommt Torschluss-Panik bei mir auf und ich versuchte so viel wie möglich noch von Südafrika mitzunehmen. U. a. genoss ich jeden morgen den Sonnenaufgang von unserer Terrasse aus.

IMG_5573 Und auch beim joggen durch Silver Lakes nahm ich jede einzelne Palme wahr.

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Das war zwar nicht gerade förderlich für meine Laufgeschwindigkeit, aber jetzt ist wirklich der Weg das Ziel!!! Und mein nächstes Ziel am heutigen Tag war das Frühstück mit einigen netten Damen. Der Ehemann der Gastgeberin ist Jäger und die neueste Trophäe hängt mitten im Eingangsbereich.

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Mir persönlich sind sie lebendig lieber. Dann aber halt nicht im Haus!

Als die Kids am Nachmittag von der Schule zu Hause waren, räumten wir unsere Möbel zur Seite, damit wir am Samstag genügend Platz für unsere Gäste haben. Maxi ging anschließend zum Golfunterricht und ich drehte eine Runde, um die für Samstag noch benötigten Kühlgefäße bei Freunden auszuleihen.

Am Freitag morgen machte ich mich mit den Kids auf den Weg zur Schule und bat unseren Zeitungsverkäufer, der jeden Morgen an der Kreuzung vor unserem Estate immer für ein Schwätzchen zu haben ist, um ein Foto.

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Ich ließ die Kids an der Schule rausspringen und fuhr weiter zum Flughafen, um Andreas abzuholen. Ich hatte bereits im Radio gehört, dass die Autobahn zum Flughafen wegen Unfall gesperrt ist und machte mich dann „über Land“ auf den Weg zum O.R. Tambo. Anstatt 45 Minuten brauchte ich 1 1/2 Stunden und Andreas wartete bereits auf meine Ankunft. Auch der nach Hause Weg ging nicht schneller und ich wurde schon ein bisschen nervös, da ich um 11 Uhr eine Lieferung erwartete. Aber wir schafften es pünktlich und zu Hause hatte Christina bereits mit dem Putzen für morgen begonnen. LUXUS!!!

Am Nachmittag holten Andreas und ich noch ein paar Bilder ab, die wir zum Rahmen gebracht hatten und verstauten alle im Schlafzimmer. Schön langsam bekam ich ein bisschen Bedenken, ob die Umzugsfirma tatsächlich alles mitnimmt.

Der Samstag stand, nachdem Andreas beim Tennis war, ganz unter dem Motto „Farewell Party“. Auch mit Partyservice und Putzfrau ist komischerweise doch einiges zu erledigen und da wir noch nie eine Party mit 50 Personen gegeben haben (außer unser Hochzeit), waren wir ein bisschen nervös. Und waren sehr erleichtert, als es dann endlich 19 Uhr war und der Abend beginnen konnte!

Das Haus,

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das Essen,

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die Kellner,

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alles war bereit und nachdem alle Gäste eingetroffen waren

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und wir uns bei allen für ihr Kommen bedankt hatten,

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genossen wir den Abend mit unsern neuen Bekannten und Freunden.

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Leider nur so lange, bis und unsere Musikanlage einen Streich spielte und Andreas nach langem hin und her ihr wenigsten Musik in Zimmerlautstärke entlocken konnten.

Tja, dann wird halt nicht getanzt sondern nur geratscht und getrunken!

Hier mit Petra, Lehrerin an der Deutschen Schule und Mitglied bei der deutschsprachigen Gemeinde. Übrigens kommt sie auch aus Landshut!

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Oder mit meiner russischen Freundin Anna!IMG_5638

Und, und, und! Es war ein sehr netter Abend! Und als alle Gäste gegen 3 Uhr gegangen waren, ging auch unsere Musikanlage wieder!!!

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Am nächsten morgen kam ich nochmal in den Genuss von unserer Christina, die für ein paar Stunden Andreas und mir unter die Arme griff und sie spülte mit Andreas über 200 Gläser und sämtliches Geschirr, das den Geschirrspüler überforderte!

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Wir fuhren Christina gegen Mittag nach Hause. Sie wollte nicht, dass wir sie bis zu ihrem Haus fuhren und so ließen wir sie ein Stückchen früher raus. Sie wohnt mitten im Township Mamelodi und wir waren wieder sehr ergriffen, unter welchen Umständen die Menschen, 10 km von uns entfernt, wohnen.

Der Rest des Sonntages verlief dann eher ruhig und wir bereiteten uns auf die letzte Woche in Südafrika vor!

Nachdem ich am Montag morgen vom Sport und vom Brezen und Leberkäs bestellen für Andreas Abschiedsessen in der Arbeit zurück war, begann ich in der Küche schon mal die Dinge herauszusuchen, die die Möbelpacker morgen für uns in die Kisten geben sollen.

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Und bekam abermals Panik, ob die uns zustehenden Kisten ausreichen werden! Wir haben ja nur unsere Luftfracht in Seefracht-Stückgut umwandeln dürfen und irgendwie kann uns keiner ganz genau sagen, wieviel Kisten oder Kubikmeter das genau sind.

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Auch in jedem Zimmer lag ein Stapel, der morgen eingepackt werden musste.

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Sogar in die Garage stapelte sich die Gegenstände.

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Es war gar nicht so einfach, alles zu sortieren.

Es gab die Alternative

1.) in den Müll

2.) verschenken

3.) in die Umzugskisten

4.) in den Koffer

5.) in das Handgepäck

6. ) das bleibt im Haus, da es zur Wohnungseinrichtung gehört.

Am Montag Abend war ich dann fix und alle, hatte aber alles (hoffentlich) richtig sortiert. Natürlich haben die Kids fleißig mitgeholfen.

Pünktlich am nächsten morgen mit 1 1/2 Stunden Verspätung fuhr dann das Umzugsunternehmen vor.

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Dann kann es ja losgehen!

Fleißig packten die 4 Arbeiter die Kisten, wickelten sogar jede Tupperschüssel extra ein,

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verpackten die großen Gegenstände sorgfältig und gewissenhaft

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und waren nach 4 Stunden mit allem fertig.

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Dann kann die Reise für unsere Kisten schon mal los gehen.

Maxi blieb heute von der Schule zu Hause, da er ein wenig kränkelte. Er hat heute das Mittagessen für Christina zubereitet und zusammen machten sie es sich am Tisch gemütlich. Das ist eine Ausnahme. Normalerweise sitzt Christina nicht mit uns an einem Tisch. Ihr ist es lieber, sie isst alleine in der Garage auf einem Stuhl.

IMG_5680Als die Packer weg waren, fuhr ich mit Maxi zum Arzt, da er mal wieder starken Husten hatte und auch tagsüber Fieber bekam. Das ließen wir jetzt lieber mal kontrollieren, da wir ja vor kurzem bei den Victoria Fällen waren und dort Malaria-Gebiet ist. Dr. te Reh gab und für den Fall, dass das Fieber weiter steigt, die Kontaktadresse vom Labor mit, zu dem wir dann umgehend fahren sollten. Wir hatten Glück und das Fieber stieg nicht.

Am nächsten Tag ging es Maxi zwar besser, aber er konnte noch nicht zur Schule gehen. Somit fuhr ich nur Johanna in die Schule, holte dann Sebastian von zu Hause ab um mit ihm zum Kieferorthopäden zu fahren und auf dem Rückweg zur Schule machten wir kurz Halt im Supermarkt um für morgen für die Klassenkameraden der 3 Kids Kuchen zu besorgen.

Zum Ende der Schulzeit in Südafrika wird dann der Spint an der Schule zum Kühlschrank umfunktioniert.

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Beim Second-Hand-Schulshop gab ich die nicht mehr benötigte Schulkleidung ab und fuhr wieder nach Hause zum Maxi. Packte ihn, ausgestattet mit Tee ins Auto und wir fuhren weiter zu Beulah. Beulah ist die Mama von Maxis Schulfreund Lentsoe. Sie hat mich schon vor Monaten eingeladen, ihren Geburtsort Atteridgeville im Westen von Pretoria zu besichtigen. Und wie es so ist, haben wir es immer wieder hinausgeschoben und jetzt wurde es ganz schön eng, noch einen Termin zu finden. Um 10 Uhr fuhren wir in Pretoria East los und nach einer Stunde kamen wir bei ihrem Elternhaus an. Ihre Eltern leben immer noch in dem Haus aus Ziegeln bereits über 40 Jahren. Es war alles sehr ordentlich, Mama und Papa von Beulah überfreundlich und nach ein bisschen Small-Talk machten Maxi, Beula, Beulahs Vater und ich eine Spritztour durch Atterideville.  Die beiden waren sehr bemüht mir die Vergangenheit und Gegenwart ihrer Heimat nahe zu bringen. Wir besuchten eine der vielen Kirchen

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und eine Gedenkstätte.20170524_115008Natürlich durfte der Besuch des Fußballstadions nicht fehlen.

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Nach 2 Stunden machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause, da die Kids jetzt Schulende hatten.

Schnell Mittagessen auf den Tisch gebracht und ab ging es ins Badezimmer. Heute stand noch mein Abschieds-Katys-Abend in Johannesburg an und somit saß ich mit meinen Freundinnen um 16 Uhr mal wieder (und zum letzten mal) im Bus.

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Essen, Trinken, Lachen, Quatschen, Tanzen! Toller Abend mit tollen Mädels.

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Ganz k.o. viel ich nach Mitternacht ins Bett und der Wecker läutete viel zu früh!

Aber: Wer feiern kann, kann auch aufstehen! Und somit stand ich um 5.30 Uhr schon wieder in der Küche beim Frühstück machen.

Andreas machte sich um 6 Uhr auf den Weg zur Arbeit und die Kids mussten sich kurz von mir fotografieren lassen, da heute ihr letzter Tag in der Schuluniform ist. Morgen sind Bundesjugendspiele und da dürfen alle mit Sportkleidung kommen.

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Die drei fuhren um 6.45 Uhr mit dem Nachbarn in die Schule. Ich hörte mein Bett schon nach mir rufen, als ich mich daran erinnerte, dass wir in 4 Tagen Südafrika verlassen werden. Da kann man unmöglich die Zeit im Bett verplempern. Also machte ich mich mit meinem Fotoapparat bewaffnet um 7 Uhr aus dem Haus und ging eine Runde spazieren.

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Mal sehen, wie viele Sonnenaufgänge ich in Deutschland genießen werde.

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Aber um  9 Uhr musste ich los, um für Andreas´s Abschiedsfeier in der Arbeit Brezen, warmen Leberkäse und Getränke zu besorgen und brachte sie nach Rosslyn.

Unterwegs eines der gewohnten Anblicke am Straßenrand.

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Zum Schulschluss um 14 Uhr war ich wieder an der Schule und sah Maxi bei seinem letzten Fußballspiel mit der Schulmannschaft zu. 20170525_141935

Wieder zu Hause angekommen backte ich für Sebi seinen Geburtstagskuchen und fuhr mit ihm zum Einkaufen für seine Party.

Guten Morgen Geburtstagskind Sebastian! Um 5.30 Uhr tun wir uns noch alle schwer mit dem Lachen!

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Außer Sebi. Aber auch nur, weil er heute Geburtstag hat.

So, auf geht es zum letzten Arbeits- und Schultag in Südafrika! Ich freute mich auf meine Sportstunde und fuhr anschließend mein Auto zum BMW-Werk nach Rosslyn, damit Andreas es zurück geben kann. Jetzt können wir wieder einen Punkt auf der „to do -Liste“ streichen.

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Wobei ich mich bei meinem Besuch der BMW-Toilette gefragt habe, für was die in der Arbeit kostenlos Kondome verteilen…. Ich glaube, da muss ich mal genauer nachfragen!!!

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Andreas hatte für heute schon genug von der Arbeit und fuhr mit mir nach Hause um von dort aus noch ein wenig Heimarbeit zu erledigen.

Nach der Schule verbrachte Maxi den Nachmittag bei seinem Freund Kai und fuhr dann weiter zu seinem Freund Lasse, bei dem er heute übernachten darf. Johanna verschwand zu ihrer Freundin Pauline und somit hatte Sebi Zeit sich und unser Haus auf seine Geburtstagsparty heute Abend vorzubereiten. Da Andreas und ich leider nicht eingeladen waren, trafen wir uns im Clubhaus mit ein paar Freunden und verbrachten dort einen gemütlichen Abend. Das Handy lag in Hörweite auf dem Tisch, damit wir erreichbar waren, falls die Security wegen der Party Probleme macht. Aber das Telefon blieb stumm. Zwar besuchte die Security die Party 2 mal, es blieb aber bei einer kurzen Verwarnung an Sebastian, die Musik doch bitte etwas leiser zu stellen.

Andreas und ich schlichen uns um 23.30 Uhr in unser Schlafzimmer und wie vereinbart, verließen die Gäste bis 0.30 Uhr die Party. Bis auf die 6 Jungs, die über Nacht blieben. Sie räumten noch in der Nacht die Biertische auf und spülten das ganze Geschirr ab! Ich war völlig perplex, als ich am nächsten Morgen aufgestanden bin. Und während ich zum Semmeln holen gefahren bin, haben sie sogar die Terrasse, das Esszimmer und die Küche rausgewischt. Einfach so! Super gemacht Jungs!

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Während Maxi von Lasse nach Hause kam und dann gleich weiter zu Aimees Geburtstagsfeier fuhr, packten Andreas und ich die restlichen Kisten Brennholz, die wir noch vorrätig hatten, und brachten sie Christina nach Hause. Wir trafen uns mit ihr wieder dort, wo wir sie am Sonntag aussteigen haben lassen. Christina stieg zu mir ins Auto ein und Andreas wollte unbedingt das letzte Stück zu Fuß gehen. Christina erzählte mir, dass sie von ihrem Haus zur Bushaltestelle jeden Morgen 50 Minuten zu Fuß gehen muss. Dann wartet sie in einer langen Schlange, bis sie endlich in eines der kleinen Bustaxis steigen kann, um dann bis an die große Kreuzung von Silver Lakes zu fahren. Von dort sind es nochmal 3 km, die sie zu Fuß zu uns geht. Wobei sie zusätzlich noch in der Schlange bei der Sicherheitskontrolle am Tor unseres Estates warten muss. Unvorstellbar! Sie sagt, dass es oft 2 Stunden sind, bis sie von Haus zu Haus kommt. Einfache Strecke! Und das gleiche Abends wieder zurück!

An ihrer Haus angekommen, freuten sich ihre Kinder und Nachbarskinder sehr über unseren Besuch, wobei wir merkten, dass sich Christina nicht so besonders wohl fühlte in dieser Situation.

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Also luden wir die Kisten mir Holz und einige Tüten mit Lebensmittel aus und fuhren wieder nach Hause.

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Es ist schon ein komisches Gefühl, Christina einfach hier so stehen zu lassen. Sie war jetzt doch ein Teil unserer Familie die letzten Monate, hatte Einblick in unser Privatleben wie sonst keiner und die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns nie wieder sehen, ist leider sehr, sehr groß.

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Ohne jegliche Bedenken, uns könnte irgendetwas passieren, fuhren wir wieder von Mamelodi nach Hause. Wir mussten öfters die Straßenseite wechseln, da sich riesige Schlaglöcher vor uns auf taten. Die vielen Menschen auf den Straßen und Gehwegen verbreiteten eine gelassene, entspannte Stimmung und wir genossen unsere letzte Fahrt durch das Township.

Wieder zurück in Silver Lakes begann ich schon mal mit dem Koffer packen

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und am Nachmittag waren wir bei Andrea und Alois zum Kaffee eingeladen. Wir vereinbarten für Juli einen Termin, dass sie uns besuchen kommen, wenn sie auf Österreich-, Deutschland- und Kroatienurlaub sind. Maxi freut sich schon riesig, da Raphael, sein bester Freund in Südafrika, sogar an Maxi´s 11. Geburtstag bei ihm in Altdorf sein wird!

Am Abend fuhren wir mit Freunden ins Menlyn Casino in Pretoria, dass erst im April 2017 eröffnet wurde. 480983447Den Männern gefiel es von Anfang an sehr gut!

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Aber auch wir Frauen hatten unsern Spaß an diesem Abend und nach einem gemütlichen Essen beim Inder und ein paar Cocktails an auf der Dachterrasse

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waren wir dann doch froh, als wir wieder in unseren Betten lagen. Unsere Nächte sind z. Zt. nicht besonders lang und auch der Schlaf ist nicht sehr erholsam, da uns immer so vieles durch den Kopf geht.

Unser letzter Sonntag in Südafrika ist angebrochen.

Wir fanden Sebastian morgens nicht in seinem Bett, sondern im Wohnzimmer. Er hatte anscheinend auch Einschlafprobleme, wusste sie aber zu lösen.

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Natürlich gehört heute ein Besuch der Kirche dazu, um uns von einigen lieben Menschen, die uns sehr ans Herz gewachsen sind, zu verabschieden. Leider war heute der Gottesdienst nicht in der Kirche, sondern es fand ein ökumenischer Gottesdienst am Schulhof der Deutschen Schule statt. Doch zuvor mussten wir noch Johanna von Emma´s Geburtstagsübernachtungsparty abholen und warten, bis die Mädels mit dem Fotoshooting fertig waren.

Der Gottesdienst war gut besucht und Maxi saß mit seinen Freunden in der ersten Reihe, da sie eine kleine Szene auf der Bühne vorspielen mussten.

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Die Szene war aber so kurz, da gibt es kein Foto davon…

Und während Maxi im Schatten unter dem Zelt saß, machte ich es mir mit 3 Freundinnen in der Sonne auf den Treppen gemütlich. Wobei uns der Schatten während des Gottesdienstes einholte…

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Andreas saß auf der anderen Seite des Hofes und war in Gedanken vertieft.

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Als wir uns dann von Martina verabschiedeten, die das Projekt Phumula unterstützt und sehr, sehr sozial engagiert ist, hatten wir das erste Mal Tränen in den Augen. Jetzt wird es schön langsam ernst.

Wir verabschiedeten uns dann relativ schnell und nahmen nicht mehr am gemeinsamen Mittagessen teil. Das war uns dann doch zu viel. Außerdem hatten die Jungs heute Nachmittag noch ihre letzte Golfstunde und Familie Nicklaus besuchte uns noch, um sich von uns zu verabschieden mit einer super leckeren Erdbeerrolle.

Zum letzten Mal gingen wir dann zum Abendessen in unser Stammlokal MALT und genossen nochmal Steak und Burger und (zur Einstimmung auf Deutschland) Jägermeister.

Und dann ist er da!

Unser letzter Tag von unserem Abenteuer Südafrika!

Und irgendwie beginnt er, wie so viele Tage…

Andreas fuhr um 6 Uhr in die Arbeit, ich ging um 7 Uhr ins Fitness-Studio und die Kids schliefen aus. Um 9 Uhr kam Martina nochmal vorbei und holte all die Sachen ab, die uns gehörten, wir aber nicht mit nach Deutschland nehmen können/wollen. Es war mehr, als ich dachte und wir waren froh, dass wir einen Abnehmer fanden. Für den Müll wäre vieles zu schade gewesen. Auch mein Fahrrad hat jetzt einen neuen Besitzer und man glaubt gar nicht, wie viele Gewürze sich ansammeln…

20170527_114307 Die Maklerin kam um 11 Uhr vorbei und kontrollierte das Haus, beanstandete (noch) nichts und anschließend brauchte ich ein bisschen frische Luft. Das alles ist ganz schön emotional. Ich packte Johanna und Maxi und wir spazierten ein wenig durch Silver Lakes und wir genossen die letzten Stunden hier.

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Nachdem Andreas gegen 14 Uhr aus der Arbeit kam, waren schon alle Koffer gepackt und zu!!!

Noch schnell ein Gemeinschaftsfoto zum Abschluss


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 und dann ging es auch schon ab zum Flughafen mit unseren 10 Koffern (je 32 kg) und 10 Handgepäck (je 8 kg).  Unser Shuttle-Fahrer fragte uns, wohin und wie lange wir in den Urlaub fliegen. Als ich dann sagt, wir ziehen gerade aus dem Haus aus, hatte ich einen großen Kloss im Hals.


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Wir hatten am Flughafen noch einigen Papierkram zu erledigen und bis wir unser ganzes Gepäck aufgegeben hatten, verging die Zeit fast wie im Fluge. Da wir heute das Privileg hatten, in der Business-Class zu fliegen, wollten wir uns natürlich die Business-Lodge nicht entgehen lassen. Andreas und ich gönnten uns gleich ein Gläschen Alkohol. Der Barkeeper sah mir wohl an, dass es mit einem Gläschen nicht getan ist und füllte mir ein 200ml Glas mit Amarulla (ohne Eiswürfel!).

Die Kids freuten sich über Coke und Appletiser zum Abwinken und plünderten das Buffet.


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Unseren Flug von Johannesburg nach Frankfurt brachten wir ohne Probleme hinter uns (ist in der Business-Class auch sehr entspannend) und stiegen morgens gegen 5.45 Uhr aus dem einen Flieger aus und in den nächsten ein.

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Der Flug nach München verging sehr schnell und wir wunderten uns, warum wir vor den Flügen immer so genervt von der langen Flugzeit waren. Aber im Nachhinein ist alles halb so schlimm.  Unsere Gepäckstücke kamen relativ flott am Band angefahren und über den beschädigten Koffer regten wir auch nicht auf, da wir in Zukunft selten 10 Koffer gleichzeitig gebrauchen werden.

Glücklicher Weise wurde unser Wunsch erfüllt und es empfang uns keiner am Flughafen. Nur der Taxifahrer wartete auf uns und half uns, das Gepäck in seinem Kleinbus zu verstauen.

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Voller froher Erwartungen und alle ein bisschen aufgekratzt, machten wir uns auf die letzte Etappe unseres Südafrika-Abenteuers. Und freuten uns riesig, dass sich auch zu Hause anscheinend ein paar freuten, dass wir wieder da sind.


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 Noch schnell ein „Wir sind wieder zu Hause Foto“


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 und damit ist das Abenteuer vorbei.

Eigentlich….

Andreas meint, unsere „Wir sind wieder Dahoam-Party“ gehört auch noch mit dazu.

Also:

Nachdem wir am Dienstag in der Früh glücklich gelandet sind,  wir schon vor einigen Wochen das Planen begonnen haben, organisierten wir für Freitag Abend ein kleines Zusammentreffen mit allen, die wir vermisst haben.

Während die Kinder und Andreas am Donnerstag in die Schule und Arbeit verschwanden, packte ich die Koffer aus und bereitete die Party vor.  Am Freitag hatten wir dann Glück mit dem Wetter


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und freuten uns riesig, dass sich so viele Zeit genommen haben, zu uns zu kommen!

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Leckere Würstlsemmeln:

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Und während die Erwachsenen in der Einfahrt  verweilten, hatte die Jugend im Garten ihren Spaß.

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Die letzten Fotos der Party waren leider nicht mehr ganz so scharf…


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Aber irgendwann ist auch diese Party aus….

Aus und vorbei…

Genau wie unsere Zeit in Südafrika…

Fazit:

Wir waren sehr gerne in Südafrika, haben vieles erlebt, gesehen und kennengelernt, möchten davon nichts und niemanden missen und bereuten es keinen Augenblick. Wir werden sicherlich alle irgendwann einmal wieder dorthin fliegen.

Südafrika wird bei jedem von uns 5 für den Rest unseres Lebens einen Platz in unserem Herzen haben.

Und trotzdem sind wir wieder glücklich, dahoam zu sein!!!!

 

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